15. April 1923.

Der Geheimprozeß Halbhuber.

Enthüllungen über ärztliche Verbrechen im Weltkrieg.

IV.

Neue Gesetze. Der Ministerrat hat et Gesetz genehmigt, durch das Erleichterungen bei der Zahlung der allgemeinen Erwerbs­steuer im Jahre 1923 gewährt werden, weiter ein Gesetz über den Markenschuß und schließlich ein Gesetz, durch welches das Gerichtsverfah ren im Falle der Abwesenheit des Angeklagten von der Verhandlung, geregelt wird. Alle diese Vorlagen werden in nächster Zeit dem Abgeord netenhaus überreicht werden. Auch das Gesetz zum Am 5. Juni 1918 begann in Wien vor dem Schutze der Währung ist bereits fertigge- Divisionsgericht Kaschau die Hauptverhandlung stellt und wird dem Abgeordnetenhaus gemeinsam gegen Prof. Dr. Ernst Sträußler wegen des mit dem Gesetz zum Schuße der Einleger überreicht Berbrechens der Ehrenbeleidigung unter Offi­werden. Die Vorlage verbietet weiter dizieren und wegen des Disziplinarbergehens der rette Kreditberhandlungen mit dem Umgebung des Dienstwveges. Die Klage war von Ausland, wenn dabei der nominelle Kurs der tsche- der Militäranwaltschaft erhoben, Salbhuber fun­chischen Krone geschädigt werden sollte. Technische gierte als Berletzter". Die Verhandlung fand Börsentransaktionen der Bankdirektoren, der Bant- und Sparkassenbeamten und Angestellten, unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt. werden zum Teil verboten und zum Teil nur Ms erster Zeuge im Beweisverfahren fagte unter gewissen Bedingungen erlaubt. Alle Ge- Generalstabsarzt Dr. Herrmann ganz winne, die aus diesen Geschäften fließen, verfallen so wie im Verfahren aus: es fam wiederholt vor, zugunsten des Staates. Schließlich wird auch die daß nach dem Befund des Spitals kein Leiden vor­Ausgabe von Notgeld durch das Gesetz handen war, obwohl es sich um franke Mann­berboten. schaftspersonen handelte. Ich erinnere mich, daß Fälle von schwerer Tuberkulose als diensttauglich

Die Tschechoslowakei und Ungarn . Zum letz ten tschechisch ungarischen Grenzzwischenfall wird mitgeteilt, daß das Ministerium des Aus wärtigen bei der ungarischen Regierung einbezeichnet wurden." Die Gutachten waren im geschritten ist. Die tschechoslowakische Re- Widerspruch mit dem ärztlichen Denken und Füh­gierung will diesmal, wie die" Lidove Noviny" melden, so vorgehen, daß ihr auf jeden Fall Ge- len. Der Generalstabsarzt gab einige Proben aus der Praxis Halbhubers: nugtuung wird. So wie dies bei der Ausweisung der tschechoslowakischen Staatsangehörigen aus Ungarn und Deutschland war, würde sie auch hier zu entschiedenen Mitteln greifen, wenn die Sache nicht möglichst bald erledigt wäre.

Ausland.

Lügen eines Wiener Tschechenführers. Der Wiener Landtagsabgeordnete limesch weilte vor einiger Zeit in Freistadt ( Tschechisch- Oberschle­sien) und trug seinen gesinnungsverivandten na tionalsozialistischen Hörern allerlei Märchen über die Behandlung der Tschechen in Wien vor. In Wien selbst hätte er derartige plumpe Lügen nicht vorzubringen gewagt, weil ihm dort jeder Anwe­sende sofort hätte auf die Finger flopfen können, aber in Freistadt , so weit vom Schuß, kann man sich ja allerlei gestatten. Er erzählte also vom Ge­nossen Glödl, daß dieser einmal geäußert habe, er wäre bereit, den Tschechen das Reisegeld zu befor gen, wenn sie sich entschlöffen, Wien zu verlassen". Ferner soll Genosse Glödl sich den unglaublichen Thrannenstreich geleistet haben, den tschechischen Lehrern in Wien zu verbieten, untereinander in ihrer Muttersprache zu sprechen". Wie nicht an­ders zu erwarten war, erklärt Genosse Glöckl in einem an uns gerichteten Briefe beide Aeußerungen als breift erlogen". Wie voll müssen doch die Tschechen Wiens ihre Schulforderungen befriedigt sehen, wenn sie es notwendig haben, um über­haupt anflagen zu können, zu derartig sinnlosen Verleumdungen zu greifen, denen man die Absicht der Erfindung auf tausend Meilen merkt! Wir wären froh, wenn wir hierzulande gegen die tsche­chische Schulverwaltung nichts anderes vorzubrin gen hätten, als derartige Fabeln. Aber leider trägt uns die Wirklichkeit Tag für Tag und Stunde für Stunde neuen realen Stoff zu Klagen vor und der Schulminister Bechyně ist nicht in der Lage, u1 11= sere Angaben durch die schlichte Feststellung, sie seien nicht wahr, aus der Welt zu schaffen.

Entzündungsprozeß im Stirnfnochen- tauglich, symptomatische Erscheinungen einer Geisteskrankheit- gesund Nervenschwäche höheren Grades beginnende Lungentuberkulose Herahypertrophie

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- tauglich -tauglich - tauglich

Von den darnach Einvernommenen bezeich nete Dr. Stach den Halbhuber als im Verkehr roh und impulsiv" und bestätigte deffen leichtfer tiges, willkürliches Vorgehen bei Konstatierun gen. Stabsarzt Dr. Schlechta bestätigte, daß Halbhuber in der Psychiatrie ein Anal­phabet" war. Prof. Dr. Sträußler, der Angeklagte", führte den Beweis für seine Dia gnose über den Geisteszustand durch die Anfüh rung einer Fülle von Tatsachen, die er alle durch Dokumente erhärten fonnte. In einem neuen Lichte erscheint da Salbhuber durch den Umstand, daß er einen Sauptmann, der sich mit Para­lyse im Spital befand, in einen Ehrenrat fom­mandieren wollte, weil dies ja ein leichter Dienst" wäre und der Offizier dabei ja nur zu fizzen brauche". Welch' beispiellofer Igno­rant Salbhuber war, bewies

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Genosse Brofessor Biebl,

der unter Eid aussagte:

" Ich schickte einen Soldaten, der mit der Diagnose Sklerodermie" bereits vom Felde ge­fommen war, mit einem Zeugnis zweds Durch führung der Superarbitrierung ins Garn. Spit. 11. Nach einiger Zeit traf ich die­sen Mann und er teilte mir mit, daß er in die orthopädische Klinik zur Behandlung geschickt worden sei... Auf Befragen des Verhandlungsleiters gebe ich noch an. daß selbst ein sehr mittelmäßig ausgebildeter Arzt einen derartigen Fehlgriff nicht beachen darf und daß ich auch einen Sörer auf eine solche Antwort hin durchfallen lassen würde. Man sprach auch

noch viel mehr von den grobenärztlichen Fehlgriffen an den Verletzten. Der Ge­flagte hat auf der medizinischen Fakultät einen erstklassigen und einwandfreien Ruf."

die Aussagen des Feldwebels Göhl , des Affi­Schwer belastet wurde Salbhuber ferner durch stenarztes Dr. Popper und des Zugsführers

Suh.

Aus der umfangreichen Zeugenaussage des Dozenten Dr. Oskar Fischer heben wir folgendes hervor:

Beim Vorübergehen vor dem Prager Ar­menhause, wo sich nur Invalide mit fehlenden Gliedern befanden, äußerte sich Salbhuber einem Oberst gegenüber: Die Leute dort mache ich alle noch frontdiensttauglich."

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Ich sah selbst einen Fall, wo Halbhuber das Phonendoskop über der Bluse anseßte, wo bei man sah, daß in der Tasche noch etwas stedte und ein Sörrohr herunterhing. Wie ich mich später überzeugte, waren die Hörbläschen mit Ohrenschmalz verschmiert und die Mem brane ganz minder vertig."

Dem Halbhuber wurde ein Mann mit einem Schädeldefekt als zu teinem Dienst geeignet" vorgestellt. Salbhuber war mit dieser Klassifizierung nicht einverstan­ben, weil der Mann nach ſeiner Ansicht itä tig" war, gab ihm die Müte auf den Kopf und sagte: Da schauen Sie: Wenn er die Mütze aushat, sieht man nichts."

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big bereits im Oktober 1916. Jm selben Mo­nat machte er mir die Mitteilung, daß er sich der Musterungskommission vorstellen müsse. Ich gab ihm daraufhin ein Zeugnis, ließ ihn auf der Klinik Jatsch mit Röntgen be­leuchten und es wurde fonstatiert: ,, rechte Lunge einen Erguß von 500 Rubifzentim., linke Qunge vier tuberkulöse Herde" Am 21. April 1917 telephonierte mir der Vater meines Patienten ins Garnisonsspital, daß dieser bei der Muste rung als feld diensttauglich erflärt wor den sei. Da ich wußte, daß jeder Tag Aufent halts in Prag den Zustand meines Patienten verschlechtere, begab ich mich persönlich zu Ober­stabsarzt Sal bhuber, schichte meine Visit­farte hinein und wollte mit ihm den Fall be­sprechen. Zuerst erklärte er mir, als ich dar­auf hinwies, daß der Mann doch ein ärztli­ches Zeugnis bei der Musterung mit hatte: ,, Sie haben gar kein Recht, Zeugnisse auszus stellen". Als ich jah, daß Halbhuber aufgeregt wurde, erklärte ich ihm, daß ich meine Be­schwerde ans Militärkommando senden werde, sie ihm aber noch am nächsten Tage um halb elf Uhr vormittags, wo er mir versprach, in der Kanzlei anwesend zu sein, zur Kenntnis bringen wolle. Als ich hinkam, war alb­huber nicht anwesend. Ich hinterlich die Beschwerde in einemt geschlossenen Kuvert, adressiert an das Militärkommando, dem Halb huber in der Kanzlei, sandte ein Eremplar an das Kriegsministerium und ein Eremplar an die Militärkanzlei. Am 23. April telephonierte mir Dr. Jaffch, ich möge meine Beschwerde zurücknehmen, da Weidner fuberarbitriert werde. Am 15. April telephonierte mich Jakich noch einmal an, ich foll meine Beschwerde an das Kriegsministerium zurüdnehmen. Doch ich erklärte, daß ich dies nur dann tun werde, bis ich offizielle Nach­richt von Halbhuber über meinen Patienten

the Dr. Halbhuber aus diesem Anloß gegen mich angestrengt hatte, erfuhr ich, daß Dr. Rossol über den Patienten die Diagnose Lungenspit­zenkatarrh mäßigen Grades mit Schwartenbil­dung bei der Lungenbasis" abgegeben hatte. Auf diesem Befunde steht noch kein diensthin­Dr. Halbhuber". derndes Leiden, forrigiert Oberstabsarzt

nern, daß das Prager Tagblatt", das wir Sier ist es wohl am Playe, daran zu erin schon zitiert haben. am 5. November 1916 unter anderem schrieb: Oberstabsarzt Holbhuber erfreut Am 26. April wurde Weidner mit Auto fich nicht nur in militärärztlichen Kreisen, sondern und Tragbare aus seiner Wohnung abgeholt auch bei dem Brager Offizierskorps und der gan- reits am 30. April wurden zahlreiche Tu­und in das Militärspital aufgenommen. Be­zen ihm unterstellten Mannschaft der größten Beliebtheit" Ueber den beliebten Chef", berteln in seinem Sputum gefunden und in dem daraufhin abgegebenen Befunde Dr. Rot­der nach der fäuflichen Ansicht dieses Bürgerblattys wurde das Erydat von zirka 600 cm³, ob tes, auch in 3ivilkreisen sehr geschätzt" war, fagte in der Hauptverhandlung vor dem Striegsgericht unser verstorbener Genosse Brofeffor Dr. Robert Raudnit folgendes unter Eid aus:

Ich behandelte auf meiner Klinik seit März 1916 einen Mann namens Weidner, der bereits drei Jahre an Lungenspißen fatarrh frant war. Ich konstatierte in der rechten Lunge ein große Söhle und in der lin­fen zwei sichere Herde. Ich behandelte ihn mit einem Pneumothorar. Unter dieser Behand­lung machte die Heilung gute Fortschritte, ins besondere durch den Aufenthalt des Mannes in Spindelmühl und das Fieber schwand vollstän­

wohl der Röntgenbefund vorhanden war, aber­mals nicht angegeben.

Trotzdem nach den damaligen Vorschriften. die Konstatierung der Tuberkelbazillen für Ente laffung hätte genügen müssen, kam Weidner doch nur von einem Spital ins andere. Den Patienten Weidner hatte ich unentgeltlich be­handelt. Andere Differenzen hatte ich mit Dr. Halbhuber nicht und hatte mit ihm lediglich das einemal, am 22. April 1917, anderthalb Minu ten lang, anläßlich meiner Intervention im Garnisonsspital gesprochen. Um die Sache vor die Oeffentlichkeit zu bringen, habe ich Dr. Salbhuber in einer Eingabe an das Kriegsministerium einen böswilligen Ignoranten genannt. Böswillig, weil er

Mitte des Saales ein Gestell mit einer Laterna Meine Herren!" sagte John, dieses ist das magica aufgebaut. Bald darauf erschien eine Geficht des Mannes, dem, wie ich behaupte, der Scheibe weißen Lichtes auf der Leinwand und die Schädel gehört. Lassen Sie mich den letzteren ent­anderen Flammen wurden niedergedreht. Mit ver- fernen und Ihnen die Gesichtszüge von Alfred blüffender Schnelligkeit wurde eine vergrößerte Port zeigen, oder, um ihm seinen rechten Namen Photographie des Schädels auf die Wand geworst geben, von Mark Dallinger, dem Ehemann un fen, und man hörte deutlich John Brettons serer Schullehrerin, die kürzlich als die Frau eines Stimme in dem schweigsamen Saale. Dieses, Mörders gebrandmarkt wurde, wo man sie als meine Herren, ist eine Aufnahme, die ich fürzlich die Frau eines Ermordeten hätte bemitleiden von dem Schädel gemacht habe, von dem behaup sollen." tet wird, daß er Richard Somers gehöre."

Meine Herren," sagte der Bürgermeister, glich mehr einem Dandy und war mit mehr Sorg-| der Gerichtshof war in Dunkel gehüllt, nur ein war. Es sah aus wie ein von dem gespenstigen ich bin im Zweifel, wie ich die Verhandlung, in falt gekleidet. Es war der letztbezeichnete Mann, paar Gasflammen brannten. Eine weiße Lein- Bilde eines lebenden Gesichtes umgebener Toten­welche wir jetzt eintreten wollen, bezeichnen soll. der einen so plößlichen Tod fand. Am nächsten wand wurde am Ende aufgerichtet und in der fopf! Man fann fie faum eine Untersuchung nennen, Morgen bezahlten sie ihre Rechnung, verließen zu da wir eine solche schon vor zehn Jahren wegen sammen das Hotel und wurden dann auf dem des Körpers des Mannes, von dem wir anneh- Wege nach Mertons Drive von einem Mann, Jad men, daß ihm der fürzlich gefundene Schädel ge- Rowley, der inzwischen gestorben ist, gesehen. Seit hört habe, angestellt haben. Inspektor Short hat dem hörte man nichts mehr von ihnen, bis der mir gewisse Argumente vorgetragen und er Störper des besser gekleideten Mannes, Richard wünscht nun, dieser dieser Versammlung von Somers, einige Tage später tot in Mertons Drive Mitbürgern einige interessante Beweisstuae vor- aufgefunden wurde. Der Kopf war völlig vom! zulegen, die seiner Meinung nach Klarstellen wer- Körper getrennt und wurde nie entdeckt, aber von den, daß der Schädel Richard Somers gehörte, der dem jetzt gefundenen Schädel nimmt man an, daß vor zehn Jahren in Miertons Drive ermordet er derjenige des Ermordeien ist. Vor zehn Jahren wurde. Sie wünschen, Herr Inspektor?" wurde Alfred York wegen Mordes verurteilt, es gelang aber nie, ihn zu verhaften. Meine Herren! Ich bitte nun Herrn Inspektor Short, den Beweis anzutreten."

Ich sagte, ich würde beweisen, daß er dem ermordeten Mann gehöre," sagte der Inspektor. ,, Ganz recht, ganz recht," fuhr der Bürger­meister fort. Inspektor Short ist ängstlich besorgt, daß ich keinen Frrtum begehe. Wir müssen natür lich im Auge behalten, daß es im Bereiche der Möglichkeit liegt, daß der Schädel irgendeinem an­deren Individuum gehört hat und nicht dem Er­mordeten.

Inspektor Short war ein gewandter fleiner Mann, der schnell ans Wert ging. Zunächst wur­den die Zeugen aufgerufen, die über die Auffin­dung des Schädels berichten sollten. Dann wandte sich der geistreiche kleine Inspektor leicht lächelnd an den präsidierenden Bürgermeister. Meine Herren! Ich betrachte dies nicht als ,, Euer Ehren," sagte er, ich werde Ihnen eine formelle Untersuchung, aber ich habe doch den jetzt einige Beweismittel unterbreiten, die Sie in Coroner, Herrn Venner, gebeten, der Verhand- den Stand sehen werden, den Schädel, den Sie lung beizuwohnen, damit er, wenn er es für nötig hier auf dem Tische vor sich sehen, zu erkennen. hält, nachher eine offizielle Leichenschau des Kör- Ich bitte John Bretton, borzutreten." pers ich meine natürlich des Schädels ab- Sie sind Photograph?" fragte er. halten kann. Da Herr Venner erst seit sechs Jah " Jawohl." ren in unserem Distrikts wohnt, in welcher Zeit" Am 17. März vor nunmehr zehn Jahren er zu der geachteten Stellung eines Stadtrates und photographierten Sie zwei gerade angekommene Coroners emporgestiegen ist, bin ich sicher, er wird Männer, welche ihre Namen als Alfred York und gern ein kurzes Resümee der ersten Leichenschau Richard Somers angaben?" hören, und ich zweifle nicht, daß außer ihm viele ,, So ist es."

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" Glauben Sie, daß der Schädel hier auf dem Tische der Schädel Richard Somers ist?"

in diesem Saale zum ersten Male davon hören" Es war dieser Photographie zu danken, daß werden. Meine Herren, vor zehn Jahren, am 17. der Körper des Richard Somers einige Tage nach März, tamen zwei Männer nach Broken Ridge, dem Morde identifiziert wurde?" die ihre Namen als Alfred York und Richard So" Jawohl." mers angaben. Wer sie waren und woher sie famen, hat man nie erfahren. Man wußte nur, daß sie Goldgräber waren und daß jeder eine große Menge Goldstaub besaß. Sie blieben eine Nacht im Grand Hotel. Beide Männer waren wohlgestaltet, aber in ihrem Wesen waren sie sehr verschieden. Der eine war roh und heftig und trug ein rotes Hemd und keinen Kragen. Der andere

" Ich glaube es nicht," antwortete Bretton unter allgemeiner Aufregung.

Bringen Sie Ihre Gründe vor," sagte der Inspektor.

In wenigen Augenblicken waren die dicken, schwarzen Vorhänge vor die Fenster gezogen und

Dann verschwand der Schädel, und nach we­nigen Augenbliden erschien an seiner Stelle das Antlitz eines schönen Mannes. Dieses, meine Herren, ist das Bild, das ich von Richard Somers am 17. März anfertigte." Minutenlang war jedes Auge auf die Wand gerichtet und viele schienen des schönen Gesichtes zu erinnern. Seltsamer weise beschränkte sich dieses nicht auf die älteren Einwohner.

Donnernder Applaus folgte dieser Erklärung, und hätte John nicht einen Schieber mit den Worten Es kommt noch mehr!" bereit gehabt, würde die ganze Versammlung sich aufgelöst haben vor lauter Eite, die schöne Lehrerin von Broken Ridge um Verzeihung zu bitten. Die Ruhe wurde schnell wieder hergestellt, und wieder erklang Johns Stimme über der Menge.

Es kommt noch etwas, meine Herren," jagte er. Ich möchte Ihnen noch einmal das Meine Herren!" fuhr John Brettons flare Bild von Richard Somers zeigen, den wir nun als Stimme fort, die Stellung, in der ich den Schädel den Mörder bezeichnen können. Vielleicht werden photographierte, war identisch mit der Stellung, Sie ihn erkennen." Wieder erschien das erste in der Richard Somers Kopf gehalten wurde. Ich schöne Gesicht, und alle strengten ihre Augen an. werde jezt beide Photographien gleichzeitig auf die Geben Sie acht," sagte Bretton, ich werde jetzt Wand werfen, die eine über die andere und doch ein anderes, neueres Bild desselben Mannes dar beide zugleich sichtbar, und ich bitte Sie, zu be- überlegen. Beachten Sie, wie Haar und Bart das achten, daß die Züge, besonders die Zähne und Geficht verändern, aber wie wenig die Züge wech Augen, nicht aufeinander passen und im Schädel selten." Langsam begannen Haar, Kinn und Ober­nicht am rechten Platz zu sein scheinen." Unter lippe dunfler zu werden, und nach wenigen Augen lautloser Stille begann das Gesicht auf der Lein- blicken erschollen wilde Rufe aus der beobach­wand in der Gegend von Augen und Mund zu tenden Menge. Ich erkenne ihn jetzt! Ich kenne verschwinden und einen geisterhaften Ausdruck an ihn! Es ist Venner, der Coroner!" schrie es zunehmen. Plößlich konnte man den Schädel deut- laut. Im Nu waren die schwarzen Vorhänge her­lich unter dem lächelnden Gesichte erblicken, aber, untergerissen. Aber der Coroner war verschwun­wie John gesagt hatte, die Augen waren nicht den. Sein Sig war leer. genau in den tiefen Augenhöhlen des Schädels. Auch die Zähne und Kinnbaden paßten nicht genau zu Sinn und Mund.

Meine Herren!" sagte John, ich werde jetzt das Gesicht mit einem anderen vertauschen und bitte Sie, genau auf die Veränderungen zu achten." Allmählich veränderte sich das Gesicht, und die Züge fügten sich so verblüffend genau den Knochen an, daß die Wirkung eine schauerlich geisterhafte

Unter den ersten, die vortraten, um Frau Dallingers Hand zu erfassen, war der Bürger­meister und Vorsitzende der Schulbehörde. Ge­währen Sie mir Verzeihung, meine liebe Frau Dallinger," sprach er. Sie denken doch natürlich jetzt nicht daran, die Schule zu verlassen?"

" Ich fürchte doch," sagte John Bretton ruhig, denn sie hat eine Lebensstellung bei John Bretton angenommen.