ergriff Maßregeln zur Verhütung der Ausbreitung der Krankheit, die| Die Redaktion der Gewerkschaftspresse wird zum theil von Personen| dorf, M.- Gladbach, Frankfurt a. M., Mainz , Gießen, Straßburg , als eine Folge des Krieges in den heißen Gegenden Westindiens zu besorgt, welche anderweitige Berufsarbeiten zu verrichten haben Heidelberg , Lahr , Schopfheim , Offenburg , Manheim , Konstanz , betrachten ist. und nur geringe Zeit für die Redaktionsarbeiten verwenden Stuttgart , Kannstatt , Ludwigsburg , Eßlingen , Reutlingen , Göppingen , Das gelbe Fieber am unteren Mississippi ist gefährlicher, als fönnen. Bei den Blättern, welche mit festem Gehalt an- Schw. Hall, Heilbronn , Ulm , Nürnberg , Augsburg , Wien , Graz, man ursprünglich annahm. In New- Orleans wurden 15 Fälle fest- gestellte Redakteure haben, sind die Anforderungen, welche Bern . gestellt. ant die Arbeitskraft derselben gestellt werden, so be= 3ugenommen hat der Arbeitslosen- Andrang in Frank deutend, daß den Redakteuren nicht die Zeit bleibt, sich dem furt a. D., Berlin , Halle a. S., Quedlinburg , Erfurt , Gera , Essen, umfangreichen Studium der Gesetzgebung widmen und der Hand- Elberfeld , Köln , Aachen , Trier , Kreuznach, Wiesbaden , Darmstadt , infolge dessen die Frage auf, ob nicht durch eine gemeinsame Zentral- München , Brünn , Winterthur . habung der Geseze aufmerksam folgen zu können. Es tauchte Worms , Kaiserslautern , Freiburg , Karlsruhe , Pforzheim , Fürth , stelle die Beschaffung und Durcharbeitung der die Arbeiterinteressen direkt berührenden Gesetzesmaterialien erfolgen und der Gewerkschafts- und Butterhandlung von Walther Schönfeld in LeipzigDen Achtstundentag hat der Inhaber der Mehl-, Sämereipresse zur Verfügung gestellt werden könnte. Die Frage eingehend Volkmarsdorf eingeführt. In seinem Ladengeschäft sind, wie zu erörtern, war Zweck der Konferenz.
Lima , 6. September. Der Kongreß ermächtigte mit 119 gegen 6 Stimmen die Erefutive, die Habeas- Korpus- Atte( Sicherung der Grundlagen der persönlichen Freiheit) wegen Auftretens bewaffneter Banden an mehreren Orten der Republik zeitweilig aufzuheben.
beschloß die Parteitonferenz für den westfälischen Wahlkreis Bielefeld - Wiedenbrück einstimmig, folgende Anträge zu stellen: Die Beschlüsse der Kreiskonferenzen in denjenigen Kreisen, welche eine Organisation haben, sind für die Parteigenossen im Kreise bindend. Aufgehoben können diese Beschlüsse nur werden durch die entsprechenden Bezirks- Parteitage oder den allgemeinen Parteitag. Auch haben die Kreiskonferenzen das Recht, die Delegirten zum Parteitag zu wählen. Die Beschlüsse der Bezirksparteitage sind bindend für die Genossen des Agitationsbezirks. Aufgehoben tönnen diese Beschlüsse nur werden durch den allgemeinen Parteitag. Die Anordnungen der Kreis- Vertrauensmänner, welche sich auf die Agitation im Kreise beziehen, haben Giltigkeit für die Vertrauensmänner im Kreise." Diese von dem Redakteur der Bielefelder „ Volkswacht, Genossen Hoffmann, eingereichten Anträge bezwecken, den Fortschritt in Ser Entwickelung der Partei, wie er sich seit 1890 vollzogen hat, auch im Organisationsstatut zum Ausdruck zu bringen". Ferner wurde auf Antrag des Genossen Slom te beschlossen, dem Stuttgarter Parteitag zu empfehlen, diesmal von der Wahl des Genossen Singer als Borsigenden abzusehen. Begründet wurde dieser Antrag damit, daß Genosse Singer durch seine selbstherrliche Handlungsweise auf dem Hamburger Parteitage bewiesen habe, daß es vont demokratischen Standpunkte aus gut sei, nicht immer den selben Genossen zum Vorsitzenden zu wählen".
-
Als Delegirte zum Stuttgarter Parteitage wurden Redakteur Soffmann aus Bielefeld und der Reichstagskandidat des Kreiſes, Der Parteitag wird sich durch diesen Angriff gegen Singer ficherlich nicht in seiner freien Eutschließung beeinflussen lassen. Ist der Beschluß der Bielefeld - Wiedenbrücker Genossen, wie wir an nehmen, lediglich auf die Mißstimmung zurückzuführen, die unter einigen Parteigenossen über die Singer'sche Interpretation des Hamburger Beschlusses betreffend die preußischen Landtagswahlen herrscht, so möchten wir den Mißvergnügten doch entgegnen, daß Bebel, der die Führung der Wahlbetheiligungs- Freunde hatte, auf dem Hamburger Parteitage die Singer'sche Interpretation ausdrücklich als zu treffend anerkannt hat. Waren die übrigen WahlbetheiligungsFreunde anderer Ansicht, so hätten sie das nach Bebel's Erklärung zu erkennen geben müssen. Nachträglich ihre Unzufriedenheit über den Gang der Dinge in einen derartigen Angriff gegen eine einzelne Person zu fleiden, halten wir für durchaus unangebracht.
"
"
an
Einladungen zur Theilnahme an der Konferenz waren die Leipziger Volksztg." mittheilt, zwei Verkäufer und ein Lehrling 49 Gewerkschaftsblätter ergangen. Es waren 23 Delegirte für thätig. Die Geschäftszeit dauert, dem Vororte entsprechend, von 24 Blätter erschienen. Die übrigen Fachblätter hatten aus finanziellen früh 6 Uhr bis nachmittags 2 Uhr und der andere Verkäufer früh 6 bis abends 10 Uhr. Ein Verkäufer arbeitet vont oder anderen Gründen die Betheiligung abgelehnt.
Wille vorhanden ist.
Nach einem einleitenden Referat des Redakteurs des Fachorgans von 2 Uhr bis abends 10 Uhr. Der Lehrling ist neben den der Zimmerer über den Zweck und die Einrichtung der zu schaffenden Gehilfen ebenfalls nur acht Stunden thätig. Die Schicht wird Bentralstelle und sehr eingehender Debatte, in welcher alle Gründe wochenweise gewechselt. Alle drei lösen sich auch in der für und gegen den gemachten Vorschlag erörtert wurden, nahm die Sonntags- Verkaufszeit ab, so daß einer alle drei Wochen einmal Konferenz einstimmig folgende Resolution an:" In Erwägung, daß Sonntags von 1/211 bis 1 Uhr mittags zu arbeiten hat. Außer die staatliche Arbeiterversicherung von Jahr zu Jahr sich zu ungunsten diesem Personal sind noch zwei Komptoiristen und zwei Markthelfer der Arbeiter gestaltet, weil die Arbeiter dem Drägen nach parteiischer thätig. Für dieses Personal ist die Arbeitszeit von 8 bis 12 Uhr Handhabung der Arbeiterversicherung und des gesetzlichen Arbeiter vormittags und von 2-6 Uhr nachmittags eingerichtet und darf nach schuzes nicht den nöthigen Widerstand entgegensegen; in fernerer Herrn Schönfeld verdient alle Anerkennung. Er zeigt, was die Weisung des Chefs nicht überschritten werden. Der Entschluß des Erwägung, daß die Gewerkschaftsbewegung ihrer Natur nach am geeignetsten ist, die auf diesem Gebiete nothwendige Thätigkeit unternehmer im Handelsgewerbe leisten können, wenn der gute zu entfalten, beschließt die Konferenz der Gewerkschafts- Redakteure, dem nächsten Gewerkschaftskongreß den Antrag zu unterbreiten, der Der Vorstand der Ortskrankenkaffe zu Remscheid sandte felbe möge die Generalfommission beauftragen, ihr Thätigkeitsgebiet ans eine Darstellung des Konflikts zu, der sich zwischen ihm und auch auf die staatliche Arbeiterversicherung und den gesetzlichen Ar- den Aerzten entsponnen hat. Danach liegt die Sache wie folgt: beiterschutz auszudehnen und insbesondere durch publizistische und Der Vorstand der Ortskrankenkasse beabsichtigte, an Stelle von zwei andere geeignet erscheinende Thätigkeit dahin zu wirken, daß nicht Aerzten, die von ihm nicht wiedergewählt worden waren, zwei nur der den Arbeitern nachtheiligen Handhabung der Arbeiter- andere Aerzte mit je 6000 M. Gehalt anzustellen, die keine Privatversicherungs- und Arbeiterschutz- Geseze Einhalt geboten, sondern pragis betreiben, also nur für die Kaffenmitglieder thätig sein auch den Versuchen, eine Verschlechterung dieser Geseze herbei sollten. Den zehn übrigen Aerzten ber kasse, dic zuführen, energisch entgegengetreten und dahin gewirkt wird, daß wiedergewählt worden waren, wurde die Wiederwahl für das diese Geseze für die Arbeiter mugbringender gestaltet werden, als sie Jahr 1899 unterni 31. August mit dem Bemerken brieflich mitgetheilt, es bisher sind." daß an dem insgesammt für die Kassenärzte stipulirten
Bentralstelle entfaltet werden soll, einigte sich die Konferenz auf gestellten Aerzte nach Verhältniß der Behandlungsscheine und Bezüglich der Art und Weise, in welcher diese Thätigkeit der Jahres- Honorar von 50 000 m. die beiden mit je 6000 M. antfolgende allgemeine Grundzüge:„ An der Zentralstelle soll die Be- ihren Einzelleistungen mit partizipiren sollten; der antheilige schaffung sämmtlicher Literatur über die Arbeiterversicherungs- und Betrag dieser beiden Aerzte sollte zu gunsten der Kaffe Arbeiterschuß- Gesetzgebung des Inlandes, einschließlich der auf die verrechnet werden. Diese autheilige Verrechnung wurde festgesetzt, selben bezughabenden Gesetzesvorlagen und Verhandlungen der gesetz- damit den übrigen zehn Aerzten durch die Anstellung der beiden gebenden Körperschaften erfolgen. Soweit erforderlich, ist auch die Aerzte als Kassenbeamter kein finanzieller Nachtheil erwachsen sollte. iteratur über die gleichartige Gesetzgebung des Auslandes zu be- Welche Gründe nun die Aerzte bewogen haben, sofort die Thätigkeit schaffen. Eine geeignete Persönlichkeit ist anzustellen, welche diese für die Kasse einzustellen, obwohl sie kontrattlich bis zum 31. Dezember Geseze in gemeinverständlicher Weise zur Publikation in der Gewert die Kaffenmitglieder zu behandeln haben, ist der Kasse auch bis jetzt schaftspresie durcharbeitet. Die Handhabung dieser Geseze ist aufmerksam noch nicht mitgetheilt worden. Um eine Lohnfrage handelt es sich zu verfolgen, und find wichtig erscheinende Vorkommnisse, insbesondere bei diesem Streite nicht, denn jeder ärztliche Besuch, beziehentlich gerichtliche Entscheidungen, zu registriren und zur Publikation jede Konsultation ist bisher im Durchschnitt mit 1 Mark honorirt in der Gewerkschaftspresse zu bearbeiten. Die verarbeiteten Mate- worden. rialien sind den Redaktionen der Gewerkschaftspresse in einer Bei- Dies die Darstellung des Vorstandes. lage zum Korrespondenzblatt der Generalkommission" zu über- In einem Artikel der„ Remscheider Zeitung", der offenbar aus mitteln. Direkte Auskünfte in den von der Zentralstelle behandelten den Kreisen der Aerzte stammt, wird über die Angelegenheit wie Angelegenheiten sind nur an Verbandsvorstände, Gewerkschafts - folgt berichtet: fartelle oder Arbeitersekretariate zu ertheilen. Es soll diese Zentralstelle sich nicht zu einem Auskunftsbureau für einzelne Personen
entwickeln."
1. Der Parteitag wolle die Reichstags- Fraktion ersuchen, bei erster Gelegenheit einen Antrag auf Einführung der all gemeinen einjährigen Dienstzeit einzubringen 2. Der Parteitag empfiehlt den sozialdemokratischen Vertretern Nach Erledigung dieser Angelegenheit erfolgte auf der Konferenz in den Landtagen im Interesse eines einheitlichen Verhaltens in noch ein Meinungsaustausch über verschiedene Fragen, u. a. auch agrarpolitischen Fragen Fühlung mit einander zu nehmen über die Arbeitsnachweise, unter Berücksichtigung des neuen Handund den Entivurf eines programms auszuarbeiten, der dem nächsten Parteitag zur Be- nicht gefaßt. agrarpolitischen Aktions- werkergesetzes. Beschlüsse wurden in den besprochenen Angelegenheiten rathung und Beschlußfassung vorzulegen ist.
Beide Anträge wurden einstimmig angenommen.
Die Parteikonferenz des 12. badischen Wahlkreises Heidelberg erachtet es als nothwendig," da selbst die in erster Linie betheiligten Genossen bezüglich der Betheiligung an den preußischen Landtagswahlen keine einheitliche Regelung innehalten, diese Frage vor den Stuttgarter Parteitag zur endgiltigen Entscheidung gelangen zu lassen."
Gewerkschaftliches.
Ein gewerkschaftlicher Verein der Maurer ist von einer Anzahl wilder Arbeiter" ins Leben gerufen, um, wie bürgerliche Blätter melden, gegen den Terrorismus der Ausständigen einen Schutz zu bilden. Dabei erscheinen wieder die gruseligsten Geschichten über einzelne Vorkommnisse bei Streifs, die aber un kontrollirbar sind, weil sie in ganz unbestinimiter Weise ohne nähere Angabe erhoben werden. Uebrigens eine Taktik, die recht nieder trächtig ist, aber erklärlich wird, weil wir den Lügenmäulern sofort das Handwerk legten, wenn sie mit näheren Angaben herausrückten. Die Gründung des genannten Vereins hat ungefähr die Bedeutung wie die irgend eines Vergnügungsvereines. Es haben sich ein paar Leute zusammengethan, die auf Wunsch einiger Poliere, die wieder im Auftrage ihrer Unternehmer handeln, einen erfolglosen Versuch machen, die Arbeiterbewegung zu diskreditiren.
Der Streik der Maurer in Großenhain dauert unverändert fort; obwohl der Kampf schon sechs Wochen währt, sind von Seiten der Streifenden nur wenige Arbeitswillige unter den alten Bedingungen zur Arbeit zurückgekehrt. Zu unterstützen sind noch 26 verheirathete Maurer mit 54 Kindern und 3 Ledige.
legten Sigung über den Antrag der Glaser und Hilfsarbeiter auf Das Stuttgarter Gewerkschaftskartell verhandelte in seiner Errichtung eines eigenen Arbeitsnachweises. Bekanntlich haben die Gewerkschaften in Stuttgart das städtische Arbeitsamt als obligatorisches Arbeitsvermittlungsinstitut anerkannt und machten sich des halb gegen den Antrag der Glaser und Hilfsarbeiter erhebliche Bedenken geltend. Schließlich wurde dem Antrage der Glaser mit 26 gegen 20 Stimmen stattgegeben. Der Antrag der Hilfsarbeiter soll später geprüft werden. Das Kartell motivirte alsdann seine Entscheidung in folgender Resolution:
Seit Jahren bestand zwischen dem Kassenvorstande und den Kassenärzten ein ungetrübtes, gutes Verhältniß. Die Aerzte haben die Bestrebungen des Vorstandes auf Verbilligung der Verschreibweise eifrigst unterstüßt, sie haben mit finanziellen Opfern vor zwei Jahren die Behandlung der Familienangehörigen der Kaffenmitglieder übernommen und diese schwere Aufgabe zu allseitiger Zufriedenheit durchgeführt, so daß der Vorstand selbst mit feiner Anerkennung nicht zurückhalten fonnte. Sie haben endlich in dem Apothekerstreit zu Anfang dieses Jahres nach Möglichkeit auf seiten des Vorstandes gestanden und sich sogar nicht gescheut, deswegen Anfeindungen aller Art über sich ergehen zu lassen- kurz, sie haben alles gethan, um mit dem Vorstande in einem befriedigenden Verhältnisse zu bleiben. Und was thut zum Dante der Vorstand! Er schreibt hinter dem Rücken seiner, seit Jahren schriften aus, um an den neuen Aerzten vollständig von ihm abmit Erfolg thätigen Aerzte Kassenarztstellen in ärztlichen Zeithängige Beamte zu bekommen. Er benugt eine Beleidigung, welche einem Kaffenarzte von seiten eines Kassenschreibers im Namen des Vorstandes zugefügt wird, um dem Kassenarzte die billige Genugthuung zu verweigern, und besezte diese Stelle mit einem von auswärts verschriebenen Arzte.
Da die geplante Maßregel nicht mit einem Schlage durchzuführen ist, weil dadurch eine Mißstimmung unter den Mitgliedern entstehen würde, so versucht der Vorstand dieselbe allmälig einzuführen und muthet einem Theile der Kassenärzte zu, mit den von auswärts verschriebenen Herren so lange zusammen zu arbeiten, bis auch für die gnädig in ihren Stellungen belassenen Aerzte Ersatzmänner herbeigeschafft worden sind.
„ Die Gewerkschaftskommission ist sich der Bedeutung der Arbeitsvermittlung in Händen der Gewerkschaffen nach wie vor bewußt, hält aber trotzdem an den früheren Beschlüssen fest, wonach das Städtische Arbeitsamt für alle Gewerkschaften als Arbeitsnachweis anerkannt wird, mit alleiniger Ausnahme derjenigen, welche aus be- Diesen Bestrebungen bleibt den Aerzten der Ortskrankenkasse sonderen Gründen gezwungen sind, eine eigene Arbeitsvermittelung nichts anderes übrig, als auf ein weiteres Zusammenarbeiten mit zu unterhalten. Die Prüfung dieser Gründe behält die Gewerk- dem Vorstande so lange zu verzichten, bis sie die Sicherheit haben, schaftskommission sich für alle Fälle vor und erwartet von den Ge- daß ihre wohlerworbene ärztliche Praxis bei den Kassenmitgliedern werkschaften, daß sie sich den diesbezüglichen Beschlüssen der Gewerk- und deren Angehörigen ihnen nicht nach Gutdünken und Laune von schaftskommission unterwerfen. Im übrigen fordert die Gewerkschafts - dem Vorstande beliebig entrissen werden kann. tommission die Gewerkschaften und deren einzelne Mitglieder auf, Achtung, Zimmerer! Am Dienstag, den 6. d. M., haben die etwaige Beschwerden gegen das Städtische Arbeitsamt rechtzeitig an Zimmerer des Zimmermeisters Bach in Bernau die Arbeit nieder- der richtigen Stelle( in dem aufliegenden Beschwerdebuch oder zu gelegt, fie fordern eine Erhöhung des Stundenlohnes von 30 auf Händen des Ausschusses für das Arbeitsamt) anzubringen, damit vor- Lehte Nachrichten und Depeschen. 35 Pf. pro Stunde. Die bisherigen Verhandlungen sind erfolglos bandene Uebelſtände beseitigt werden können." verlaufen. Für die Zimmerer Berlins ist diese Arbeitsniederlegung Zur Aussperrung der Magdeburger Bauhandwerker. Berlin , 7. September. ( W. T. B.) Nach Meldung des kaiservon besonderer Wichtigkeit, da der Zimmermeister Bach auch Arbeiten Der Arbeitgeberverband hat sich jetzt in einer längeren Bekanntlichen Gouvernements in Dar- es- Salam hal der Wahehe- Aufstand in Berlin , besonders aber die Arbeiten an den Staatsbahnen in der machung an die Behörden und das bauende Publikum gewandt, mit dem Tode des Sultans Quawa sein Ende gefunden. Umgegend Berlins ausführt und infolge der bisher bezahlten niedrigen in der dargelegt wird, daß die Unternehmer die viel geplagten und Nachdem durch Landeseinwohner fein Aufenthalt bekannt von wurde Feldwebel Merkl Löhne nicht nur ein gefährlicher Konkurrent der Arbeitnehmer, schließlich zum Ausstand gedrängten unschuldigen Leute sind, die nie geworden war, der kaisersondern auch der Arbeitgeber auf dem Gebiete des Submissions- einem Arbeiter etwas Böses zugefügt haben. Sie bitten ihre Auftrag durch seine Geschicklichkeit und Ausdauer, den Quawa derart in die lichen Schußtruppe zur Verfolgung entsandt. Demselben gelang es wesens war. Herr Bach sucht nun Zimmerer in den Kreisblättern der geber um Nachsicht in der Ausführung der Aufträge. Die Veran- Enge zu treiben, daß er unmittelbar vor Ankunft des Feldwebels Provinz Brandenburg , sowie auch in Berlin . Wir erwarten nun lassung der Aussperrung ist vollständig unrichtig dargestellt, die Absicht von unseren Berufsgenossen, daß sich keiner verleiten läßt und die der Arbeiter, unter den alten Bedingungen weiter zu arbeiten, wird seine letzten Anhänger und dann sich selbst erschoß. Arbeit an irgend einer Stelle bei Herrn Bach aufnimmt, da derselbe verschwiegen und die Ablehnung jeder Verhandlung zur Beilegung der Kaufmann Mannel aus Frankfurt a. M., der in Offenbach große Wien , 7. September. ( B. H. ) Die Polizei verhaftete den nach seinen Aeußerungen anderweitig Zimmerer zu bedeutend höheren Streitigkeiten mit feinem Wort erwähnt. Der Zweck dieser KundLöhnen anstellen will, um so die streikenden zum Nachgeben zu gebung kann nur der sein, das Publikum über den Gewaltatt der Wechselfälschungen beging und dann flüchtete. zwingen. Die Vertrauensmänner Zentralisation der Zimmerer Unternehmer irre zu führen. Deutschlands . J. A.: Theodor Fischer .
=
Boziales.
Wegen Beleidigung des Gendarmen Kupka wurde von der Achtung, Steinarbeiter! In der am 6. September statt- Straffammer in Gleiwis Genosse Legien zu 200 M. Geldstrafe gefundenen öffentlichen Versammlung der Steinmezen wurde be- verurtheilt. schlossen, Rechnungskommissionen auf jeden Platz zu ernennen. Um die Anerkennung derselben zu erlangen, soll zuzug bis auf weiteres von Berlin ferngehalten werden. Den Berliner Steinarbeitern zur Kenntniß, daß sämmtliche Vortommnisse auf den Werkplätzen sofort dem Vorsitzenden der Schiedstommission Ernst Lück, Wilmersdorf , Sigmaringenstr. 34, zu melden sind.
Der Streit der Stockarbeiter bei der Firma Eifert u. Lindblat, Berlin , Alexandrinenstraße, ist, da sämmtliche Forderungen der Arbeiter bewilligt wurden, beendet. Die Agitations- Kommission der Stockarbeiter. Der Streik der Täschner bei der Firma Schmidt, Berlin , Elisabeth- Ufer, ist zu gunsten der Arbeiter beendet.
war
Lemberg , 7. September. ( B..) In der Nähe der Station Bloczow wurde zwischen den Schienen eine brennende Leiche aufgefunden, die mit Petroleum übergossen und dann angezündet worden war. Man erkannte in derselben den Gutsbesitzer Pankiewicz. Die Leiche zeigte auch eine klaffende Brustwunde. Wer das Verbrechen begangen hat, ist noch nicht bekannt.
Paris , 7. September. ( B. H. ) Das gestern Abend aufgetretene Gerücht, Esterhazy sei aus Paris entflohen, tritt immer bestimmter Der Arbeitsmarkt im August erhielt durch die Ernte und die auf, obgleich die Geliebte Esterhazy's einigen Journalisten erklärte, daran sich knüpfenden Arbeiten in der Landwirthschaft ein gegen die Esterhazy befinde sich noch in Paris , er lasse sich aber nicht auf der beiden vorigen Monate wieder günstigeres Gepräge. Wenn der Straße sehen, um nicht Ausfragern in die Hände zu laufen. August dieses Jahres gegen den gleichen Monat des vorigen Jahres London , 7. Sept. Eine Depesche des britischen Konsuls in eine Abnahme des Arbeiterangebotes aufweist, so mag das, nach Kanea, Biliotti, vom heutigen Tage aus Kandia besagt: Wie bisher der Berliner Monatsschrift" Der Arbeitsmarkt", daher rühren, bekannt, sind im Ganzen 20 Mann getödtet und 50 verwundet; aber daß die öffentlichen Arbeitsnachweise in diesem Jahre der die Verluste können noch größer sein, da keine Kommunikation. Landwirthschaft schon in höherem Maße zu gute tamen zwischen den verschiedenen Stadtvierteln besteht. Ueber das Schicksal Damals als im vorigen Jahre. Arbeitern aus der Stadt nach dem Lande mehr eine gelegentliche; daß nur diejenigen gerettet sind, welche im Konat Zuflucht suchten. die Zuweisung von der Christen in der Stadt ist nichts bekannt; man fürchtet aber, dieses Jahr erfolgte Austausch mit dem Lande auf grund einer Der britische Vizekonsul ist in seinem Hause verbrannt. eigens geschaffenen Organisation. Nach den Ergebnissen der Arbeits- Konstantinopel, 7. September. ( B. H. ) Die Pforte wird Ueber eine Konferenz der Redakteure der Gewerkschafts- nachweis- Verwaltungen, wie sie in der obengenannten Zeitschrift infolge der neuesten Vorgänge in Kandia ein Rundschreiben an die presse, die am 18. und 19. August in Gotha tagte, berichtet das veröffentlicht sind, bewarben sich um 100 offene Stellen im Mächte richten, in welchem darauf aufmerksam gemacht wird, daß „ Korrespondenzblatt der Gewerkschaften Deutschlands " folgendes: August d. J. 107,8 Arbeitsuchende. Der Andrang hat im Vergleich die jetzige Regierungsform auf Kreta eine unhaltbare sei, und nicht Vielfach ist auf Kongressen gewerkschaftlicher Organisationen darüber zum August vorigen Jahres an 31( und 3 ausländischen) Orten früher Ruhe eintreten werde, bevor nicht die türkische Herrschaft über Klage geführt worden, daß die Gewerkschaftspreise nicht systematisch abgenommen, und nur an 21( und 2 ausländischen) Orten zu- die Insel akkreditirt werde. durchgearbeitetes und ausreichendes Material über die Arbeiter genommen. Porta, 7. Sept.( W. T. B.) Bei dem Festmahle der Provinz brachte versicherungs- und Arbeiterschutz- Gesetze und deren Handhabung ver- Eine Abnahme war zu verzeichnen in Bosen, Breslau , Landesmarschall v. Oheimb das Hoch auf den Kaiser aus und dieser öffentliche. Der Grund dieses thatsächlichen Mißstandes liegt nahe. Rigdorf, Kiel , Hannover , Osnabrück , Münster , Dortmund , Düssel - einen Trintspruch auf die Provinz Westfalen . Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pochsch in Berlin . Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin . Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt.