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5. Gell 1013.

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die gekommen waren, weil sie ja in der trauri- je älter er wurde, umsomehr zog er sich von aller über begnügen wir uns damit, unferer Bachluft I fern, insbesondere ber Beschaffenheit des Geschirrs, gen Zeit doch eine Hete brauchen. Interessant Welt zurück, und auch auf ihn paßte das Dichter- freien Lauf zu lassen. Dort, wo man die deut- ber Gläser, Tische und dem Fußboden zuwenden. ist das Geständnis, welches dem Wenderlich Seff wort, daß der Starfe am mächtigsten allein sei. fchen Theater fchifaniert und das Recht zu beugen Eine neue Eisenbahndirektion in Prag . Der entschlüpfte, daß die 3 weite Internatio- o fuchte er kaum eine andere Geſellſchaft als die versucht, wie dies in Auſ ſig geschah, haben wir Tribuna" zufolge wird demnächst eine Berordnung nale tatsächlich im Jahre 1914 nicht eigene, und was in ihm nach Form und Ausdruck den schärfften Widerspruch geäußert. Umso lächer erscheinen, beraufolge eine zweite Eisenbahndirel verhindern, weil sie biezu zu schwach in einen Novellen, vor allem aber in einer der deutschen Bourgeoisie uns einen Borwurf tiehrader Bahn, andererseits einige ihr unterſtelle imstande war, den krieg zu drängte, das fand Gestaltung in seinen Romanen, lich wirkt es, wenn die journaliſtiſchen Klopffechter tion in Prag errichtet wird, die einerseits die Busch­war. Bis vor wenigen Lagen hörte man's bei Fülle kurzer, pointierter Eſſays, in denen er Mei- daraus machen wollen, daß wir ihren verbot: Bahnstreden in ihre Verwaltung übernehmen wird. ihm noch anders, da waren doch die Sozialdemo- fter war und vorbildlich gewefen ist. Siegel te Nationalismus so wie überall auch hier nicht Bur staatlichen Uebernahme der Buschtichrader Bahn fraten von 1914 die Striegsverbrecher, weil sie ringe" nannte er die Sammlung diefer vorwie- teilen. soll es der Information des genannten Blattes gut­Ein Opfer des Militarismus. Im Jahre 1920 folge nach Genehmigung des Uebernahmsvertrages den Krieg nicht verhinderten. Eine sonderbare gend politisch gefärbten Feuilletons. Logik entivickelte er, als er das Thema weiter etwas feltsamen Titel hat er begründen zu müssen rüdte Rudolf Künzel aus Neudorf bei Tepliß durch den Ministerrat und nach seiner Unterfertigung spann, indem er zwar bestätigte, daß die Inter - geglaubt, und er fagte davon: Geringent Um- zum 9. Artillerieregiment nach Eillein in der Slo- durch den Finanz- und Ef noahnminister ungefähr nationale im Kriege nicht existierte, gleichzeitig fangs, niedlich und handsam in der Form, der wakei ein. Im Verlaufe seiner Dienstzeit entwich er um den 15. b. fommen. aber behauptete, sie sei schuld an der Verlänge räumlichen Ausdehnung nach vielleicht die flein für drei Wochen aus dem Regiment, um wieder ein­Der Dienst bei der Post am 6, Juli. Amtlich rung des Krieges. Nun, mit der Logik nimmt's ften unter den Kunstwerken in Prosa, drücken ste mal feine Heimat aufzusuchen. In Neuhof wurde er, der Seff nicht so genau, und wenn er auch ab der entfliehenden Erscheinung des Augenblickes ein wie die Teplizer Freiheit" meldet, als Deserteur wird verlautbart: Bei der Post wird am 6. Friz und zu in eine Sadgaffe gerät, seine Anhänger scharfgeschnittenes Gepräge auf. so daß jedermann festgenommen und nach Eillein zurückgebracht. Bei wie an Feiertagen amtiert. glauben's ihm doch. Rußland sei, so erklärte Deutsche Staatsgewerbeschule( Werkmeisterschule Wenderlich, ein Leckerbissen für die internationa- fagt: das ist das Siegel dieses Mannes und kei- feinem Regimente wurde er jetzt natürlich als Sträf len Kapitalisten, die in Deutschland und vielen nes anderen Mannes." Als Politiker haßte er ling behandelt und mußte gleich einem Schwerver für Installation) in B.- Budweis . Wir werden pon anderen Ländern keine Beute mehr vorfinden. vor allem öſterreichischen volitischen Marasmus brecher feine Dienstzeit in einer Belle abfigen. Als der Direktion der genannten Anstalt um Aufnahme und nirgends tritt uns das Totenantlit des er einmal seiner Geliebten einen Brief aus dem Ge- folgender Zeilen gebeten: Die eigentliche Schule Deshalb bemühte fich das Weltkapital, diesen fet- Sabsburgerstaates so anschaulich entgegen wie in fängnis herauszuschmuggeln versuchte, wurde er da- umfaßt zwei Abteilungen: a) für Gas- und Waffer­ten Bissen zu erobern. Wenderlich vergaß freilich zu sagen, daß die Moskauer dem Weltkapital Nürnbergers Essays. Gleichwohl lernt man erst bei ertappt, wodurch sich seine Behandlung noch leitungsinstallation, b) für Elektroinstallation. Swed: den ganzen Kürnberger aus seinen Romanen kent verschlimmerte. Die Nahrung des Schwerverbre. Heranziehung höher qualifizierter Arbeitskräfte, durch Konzessionen hiebei aufs Beste entgegen kommen und durch die Zerschlagung der Arbeiternen. Biel gelesen war ein Der Amerika- Müde", chers" bestand aus schwarzem Raffee, einer Waffer Monteure, Leiter Kleinerer Werte, Installateure. Auf­bewegung der ganzen Welt, die doch von Moskau die Schilderung des Schicksals eines gebildeten fuppe und sonst nichts. In seiner Berbitterung nahmsbedingungen: Ansonsten drei Klassen Br angeordnet wurde, sich als Schutztruppe des Ka- Deutschen, der. gleich Lenau , von der Neuen Welt erwiderte er einmal einem Rottmeister. der ihn gerschule, mindestens dreijährige Bragis im Gewerbe auf die Heimat zurückkehrt. deutsches Schwein" nannte: Dann sind sie ein slo- der Installation, Elektrotechnit, aber auch in der pitals betätigen, somit tatsächlich die Gefahr, daß Künstlerisch viel höher steht Das Schloß der walisches Schwein." Wegen dieser Acußerung wurde Schlosserei, Schmiederei, Spenglerei etc.( Lehrbrief). die Kapitalisten zu diesem Leckerbissen gelangen könnten, bedenklich steigern. Geradezu köstlich rever". In seinem Mittelpunkt steht der Künzel in die korrektionsselle gebracht und Die in lekteren Berufen Beschäftigten müssen den war sein Standpunkt über die Lösung des Repa- Jesuit Marchese Santafiore. in deffen Gestalt von Gefängniswärtern so verprügelt, daß er fich Nachweis erbringen, daß sie sich auch in der Installa­rationsproblems; er erklärte es als Verbrechen Kürnberger sich mit dem Klerikalismus acht Tage nicht rühren konnte. Am legten Freitag tion schon beschäftigten. Belege: Tauf- und Hei­der Hamburger Tagung, Reparationen überhaupt auseinandersetzt. Nürnberger war nie ein Feind erhielten mun die Angehörigen des Künzel folgendes matsschein, amtsärzliches Gesundheitszeugnis, Lehr­anzuerkennen und die deutsche Arbeiterschaft zum der Kirche; aber er hakte mit der ganzen Ein- Telegramm: Rünzel Rudolf gestorben, Begräbnis brief oder sonstiger Nachweis, letzte Sizeugniss Zahlen zu verhalten. Er ist somit wohl der dringlichkeit, deren eine Seele fähig war, die Kle- Freitag." Das Telegramm langte also erst am Be- Schriftliche Ansuchen um Aufnahme an die Direttion Meinung( Genoffe Nießner legte dies in seinem rifalen. Und so ist ihm dieser Roman eigentlich erdigungstage ein, so daß es den Angehörigen im- bis längstens 10. Juli. Später sich Meldende fön­Schlußworte treffend dar), daß nur das französi- nur ein Vorwand, um seinen religionsphilosophi möglich gemacht war, am Begräbnisse teilzunehmen. nen nur nach Genehmigung des Ministeriums auf­sche und belgische Proletariat die Kosten der schen Anschauungen Ausdruck zu verleihen. Aber Ueber die näheren Umstände des Todes verlautet in genommen werden. Die Einschreibungen der Schüler Kriegszerstörungen in ihren Ländern bezahlen in welchem Rahmen geschicht das! Eine blühende dem Telegramm nichts. Nach der Behandlung, die in die Rataloge finden am 1. September vormittags muß. Wahrlich ein eigenartiger internationaler und glühende Romantik nimmt den Leser gefan Alinzel im Gefängnis erdulden mußte, ltegt die Ver- statt. Schulgebühren sind an diesem Tage zu erlegen. Barbarische Behandlung. In Mokry Haj in Kommunist, ein sonderbarer Proletarier- Er- gen, und eine Phantasie voll von teils unheim- mutung nahe, daß er an den Folgen eben dieser Bec. der Slowakei schloffen die Ehegatten Michal und zicher. Die ewige Parolen- Macherei der Kom- lichen, toils erotischen Visionen durchzuckt gleich handnlung zugrunde ging. munisten versuchte Wenderlich damit zu ent- bunten Lichtgarben dieses Werk, das dem Dichter Mit der Schmähung des Präsidenten der Re. Anna Jankovič die 70jährige Mutter des Man­schuldigen, daß er sie als nicht orthodox bezeichnete wie fein anderes am Herzen gelegen hatte. Der publik durch die nationaldemokratische Presse benes in einen zwei Meter langen und zwei Meter und daß er erklärte, Irrtümer feien sehr leicht Schatz seines Lebens hat er es felbst einmal ge- faßt sich eine von der Legionärgemeinde für den breiten Schweinestall ein, wo sie neben einem Dün­möglich; nur vergaß er auch hier hinzuzusetzen, nannt. In seinen gleichfalls phantastisch- barocken heutigen Tag einberufene Boltsversammlung gerhaufen vollkommen nadt, mit Schmutz bedeckt, den daß die Kosten der entseblichen xx Novellen kommt nicht minder der feinsinnige Dich in Prag . ganzen Winter über zubrachte; halb erfroren, sowie Irrtümer der Kommunist enter zu Wort; in den Literarischen Herzens­Abschaffung des fleinen Zahlenlottos in des Gehörs und der Sehkraft beraubt, fand sie end. das Proletariat bezahlen muß. fachen", die gesammelt erst kurz vor seinem Tode Desterreich. Aus Wien wird gemeldet: Wie im lich die Gendarmerie auf. Das verbrecherische Ehe­Als ein Produkt der kommunistischen Zer- erschienen, spiegelt sich das fünstlerische Bekennt Parlament bekannt wird, beabsichtigt die Regie- paar gab als Grund ihres menschenunwürdigen Vor­störungsarbeit sei hier verzeichnet, daß es zum nis cines steifnadigen, aufrechten Kritikers wider, rung in der Dienstagsigung des Nationalrates gebens die Zanksucht der Greisin an. ersten Wale in Rumburg ein Hakenkreuzler wa- der nach dem Berbild Ticks stets gern die Gele einen Gefeßentwurf einzubringen, der die Ab- Raubmorb. Am Samstag nachmittags fuhr, wie gen konnte, in einer Arbeiterversammlung spre- genheit zu ästhetischen Abschweifungen ergreift. schaffung des fleinen Zahlenlottos das Cefte Slovo" meldet, der Eigentümer der chen zu wollen, was allerdings von der Ver- Darin ist Nürnberger der Stammwater der ruhm- bis 21. Dezember 1928 vorsieht. Der Finanz- Braunkohlengrube Mařinec mit dem Personenzug von jammlung abgelehnt wurde. Ferner sei auch hier reichen Wiener Kritif. der Vorgänger eines Spei- minister soll jedoch die Ermächtigung erhalten, die Krupa nach Renčov. Auf dem Wege von der Station festgestellt, daß die Kommunisten ihrer Rumbur- del und eines Hanslick gewesen. Aber wie man Frist zur Abschaffung bis 1933 zu verlängern. zum Echachte, der etwa 20 Minuten dauert, wurde er ger Tattit in einer Art treu geblieben find, in- den Romandichter Nürnberger lesen sollte, so Bekanntlich war die Abschaffung des kleinen überfallen. Es wurde ihm mit einem Holzscheit der dem sie im Schlußworte des Genossen Nießner sollten auch alle diejenigen, denen hente das kri- Lottos schon seinerzeit bei der Einführung der Kopf vollständig zertrümmert, so daß das Gehirn ihre Schwäche wieder durch Lärmen deden muß- tische Richterschwert anvertraut ist, sich in seine Stlassenlotterie vorgesehen. austrat. Der Mörder, ber auf einem Waldpfad set­ten, da ste die Wahrheiten nicht vertragen fonn Siegelringe", in seine Literarische Herzens­nem Opfer auflauerte, den ausschließlich die Bergleute ten. Das Gebrüll und Getrampel der aus wei- achen" vertiefen. So meisterlich wie ihr Ver­benüßen, raubte etwa 4000 K, die für die Auszah­ter Umgebung herbeikommandierten Kommuni- faffer hat kein Feuilletonist der Folgezeit das In­lung der Bergleute bestimmt waren. sten wird jedoch keinen sehenden Arbeiter dar- strument der Sprache gehandhabt. über hinwegtäuschen können, daß es in der ehe­maligen tommunistischen Hochburg mit dem lom­munistischem Humbug zu Ende geht. Daß der Berfall, der Zusammenbruch der kommuniſtiſchen Phrase nicht schon so augenfällig sichtbar wird, wie er wirklich schon Tatsache ist, liegt daran, daß die Sozialdemokraten zuviel proletarisches Gefühl, zu viel Arbeiterehre besitzen, um den genasführten kommunistischen Arbeitern mit glei­cher Münze heimzuzahlen. Das wissen die Kom­munisten und bauen darauf ihr Startenhaus.

Tages- Neuigkeiten.

Ferdinand Kürnberger . Geboren am 3. Juli 1823.

Engstirniger Chauvinismus. Das Prager Montagsblatt", deffen einziger, natur­licher Vorzug darin besteht, daß es nur einmal in der Woche erscheint, hat nach vielen Wochen die Schläge wiederum verschmerzt, die es von uns erhielt, und versucht nun, sich abermals an der deutschen Sozialdemokratie zu reiben. Unsere Saltung gegenüber den Ansprüchen der Tschechen auf die deutschen Theater paßt dem Keuhkäseblatt nicht, insbesondere die Haltung unserer Rei­chenberger Genossen in dieser Frage hat es dem Herrn" vom Montagsblatt" angetan, der da schreibt:

Die ehemalige Warschauct Universitätsbiblio­thek vernichtet. Die während des Weltkrieges auf Anordnung der ruffifchen Regierung nach Rostow am Don verschleppte Warschauer Universitätsbiblio- Bei lebendigem Leibe berbrant. Die Aushilfs. thet ist mit zahlreichen polnischen Werken von hohem lehrerin Stephanie Niše? in Praa VII stieß Sonn­wissenschaftlichen und historischen Wert abge tag mittags beim Teelochen den Clocher um, wo­brannt. Das Großfeuer vernichtete neben dieser bei ihr Kleid in Brand geriet. Die Frau warf sich Bibliothel auch das Hauptgebäude und fast sämtliche sofort zu Boden, um die Flammen zu erstiden, was Institute der neuerrichteten Universität Rostow .

ihr jedoch nicht gelang. Sie wurde als verkohlte Leiche von der Polizei aufgefunden.

Egerländer Reiseeindrücke.

in Eisenberg in Mähren begann eine alte Frau Ein frommer Bunsch. Bei einer Versammlung bitterlich zu weinen. Alle Anwesenden waren der Meinung, daß die Frau durch die Rede des fort schrittlichen Referenten so gerührt werde, daß sie in Tränen ausbrach. Als sie aber nicht zu weinen auf. Von Franz Lill( Wien ). hörte, fragte sie ein neben ihr stehender Zuhörer, warum fie so weine. Aber, aber," flagte das Weib, und der Wiener Schnellzug hielt in der weiten ,, Cheb , alles aussteigen!" rief der Kondukteur so viel Heiden sind da beisammen und Gott läßt Salle des Egerer Bahnhofes. Wir drängen uns " In Reichenberg stößt man auf den Wider nicht einen Bliß in fie einschlagen." Die Frau gefachte bei dem Ausgang durch einen kleinen stand der Gemeindevertretung, wobei nicht un hört, wie aus Eisenberg berichtet wird, der flerita. Snäuel Frauen, deren in diden Maschen gebun­terlassen werden darf, auf die knieweiche Hallen Vollspartei an und ist eine tägliche Kirchenbe. Knäuel Frauen, deren in dicken Waschen gebun­dene Kopftücher den Trachtenthpus der Egerlän tung der deutschen Sozialdemokraten, die an sucherin. Liebbienerei gegenüber der tschechischen Groß­der Landfrauen erkennen lassen. In der stat Wenn je an einem Literaten, so hat sich an Aufklärung eines Raubmordes. In Schlag bergab führenden Bahnhofstraße begegnen wir zu mannssucht sogar die Rommunisten übertreffen, bei Gablonz wurde, wie wir seinerzeit meldeten, in erst einigen wirklichen Egerländern, es find zumeist Nürnberger der Fluch des Tagesschriftstellers er­mit dem gehörigen Nachdrud hinzuweisen." füllt, dessen Schaffen mit dem Tage untergeht. der Nacht zum 28. März an der Witwe Bertha aus der Arbeit heimwärts ziehende Arbeiter, die Aber Ferdinand Stürnberger war in Wahrheit Was ist in Reichenberg geschehen? Der Ver­ja unendlich viel mehr als ein Tagesschreiber. treter der Tschechen im dortigen Stadtrat stellte eiß ein Raubmord verübt. Am Tage nach dem sich über das andauernde schlechte Wetter unter­Raubmorde wurde der Buchbindergehilfe Rudolf Halten. Er war zugleich Journalist Journalist im den Antrag, dem tschechischen Theaterausschuß Jescher aus Gablonz als der Tat bringend ver- ,, Maecht oi'n scho( n) grod da Teufl hul'n, besten Sinne, er war ein fritischer Geist von das Theater für die Zeit vom 1. bis 15. Septem- dächtig verhaftet und dem Bezirksgericht in Reichen. daß bös Sundstveda gaua niat oanascht wea( r) n ganz ungewöhnlicher Schärfe des Urteils, und er ber zu überlassen. Er fügte diesem in deut war schließlich ein Dichter- nehmt alles nur in cher Sprache vorgebrachten Antrage noch hin- berg eingeliefert. Ieschek leugnete jedoch während der will," fagte ein älterer Mann zu seinem jüngeren ,, Waua is, allem. Und da Ferdinand Nürnberger ein Dichter zu, daß das Nationaltheater in Prag in dieser Untersuchungshaft jede Beteiligung an dem Raub. Begleiter. Dieser nidte zustimmtend: morde. Auf Grund verschiedener Momente verbichu jed'n Toch dean weit'n Wech in d' Darwat war, ſo geschah vas Wunder, daß dreißig Jahre Zeit Werke tschechischer und deutscher Dichter tete sich dann im Laufe des Verfahrens der Verdacht, a nu." and Komponisten zur Aufführung bringen nach seinem Tode mit dem Dichter der Kritiler würde. Doch dies nur nebenbei und nur zum daß auch der Friseur Rudolf Scholze aus Barsch Weiter in der Stadt gegen den geräumigen und der Journaliſt wieder auferstand, daß man Beweise, daß es glücklicherweise auch auf tschechi - niß an dem Raubmorde teilgenommen hat. Dicle Marktplats zu, bernimmt man diese heimatlichen begann, feine Werke gesammelt herauszugeben, ja scher Seite Männer gibt, die einen weiteren Umstände führten schließlich zur vollen Aufhellung länge der Egerländer Mundart nur noch sehr noch mehr: daß man sie las und fast erschreckt war Horizont haben als die engstirnigen Chauvinisten des Mordes. Scholze, der von seiner Frau getrennt felten. Unter dem promenierenden Publikum, das von dieser Farbigkeit der Schilderung, von seiner auf beiden Seiten. Zum Antrage felber aber lebte, war nämlich in der Mordnacht zu ihr gekom. trotz des unablässig herniederrieselnden Regens üppigen Phantastik, die doch weit weniger einer ist zu sagen, daß es vollkommen billig ist, men und hatte den Mord an der Weiß eingestanden. den Hauptplak füllt, überwiegt weitaus das Mili­blühenden Phantasie als einem scharf und uner- denn die tschechische Bevölkerung des Reichenber- Von diesem Geständnis erfuhr die Polizei und schritt tär, daß sich untereinander auffallend laut in bittlich konstruierenden Intellekt entſprang. Frei- ger Gebietes hat ein gutes Recht darauf, fünfzehn zur Verhaftung Scholzes. Auf der Polizei erklärte tschechischer Sprache unterhält. Man stößt über­lich blieb die Lesergemeinde, die ſtill genießend Lage im Jahr im Reichenberger Stadttheater Scholze, daß er mit Jefcher und einem gewissen Haupt immer wieder auf auffallend viel Militär, dem verbittert gestorbenen Wiener Junggesellen Aufführungen in ihrer Muttersprache zu sehen Reil in Verbindung gestanden sei. Keil habe Je daß dem Aussehen der deutschböhmischen Städte Abbitte tat, auf eine nicht gerade respektable Zahl und zu hören, dieses Stulturinstitut ihrer Stärke scher und Scholze in das Haus der Witwe eingelaffeine besondere Physiognomie verleiht. Aber auch literarischer Feinschmecker beschränkt. Denn entsprechend auch für sich zu nüßen. Darum fen: Als dann Frau Weiß in der Nacht heimkehrte, unter den Zivilisten, die auf der Straße sind, fal­literarisch das ist Kürnberger zeitlebens gewesen stimmten auch die Vertreter der deutschen So- drangen die beiden in ihr Schlafzimmer und stücz- len die vielen Leute auf, die sich der tschechischen und gebieben; auch als Tagesschriftsteller schuf er zialdemokraten der Reichenberger Stadtvertreten sich auf fie. Jefcher würgte die schlafende Frau, Sprache in tadelloser, einwandfreier Weise bedie­nicht für die breite Menge, und leichtverdauliches tung mit den Kommunisten für den tschechischen während sie Scholze durch Siebe betäubte. Als dann nn. Vor 25 Jahren und vielleicht noch vor viel Lesefutter hat er nie von sich gegeben. Antrag. Sie wurden von den Vertretern des deut- die Frau neben dem Bett zusammenstürzte, erdros- fürzerer Zeit hätte hier ein laut auf der Straße

Als amer Leute sind war Ferdinand Kürn- schen Bürgertums niedergestimmt, also der An- felte sie Jescher vollends mit Hilfe feines Leibrie in tschechischer Sprache geführtes Gespräch genügt, berger am 3. Juli 1823 in Wien geboren. Als trag auf Ücberlassung des Theaters durch fünf- mens. Wie Scholze weiter angibt, fanden sie bei hellen Aufruhr hervorzurufen, und die damals un­amer Student der Philosophie schlug er sich durch, zehn Tage an den tschechischen Theaterausschuß Frau Weiß kein bares Geld, so daß sie leer muster der Führung Karl Hermann Wolfs und Schö­bis er bei einer Zeitung färgliches Brot fand. abgelehnt. Und nun tomint das Montagsblatt" gingen. nerers stehenden Deutschen hätten im Wiener Stärglich und bescheiden blieb sein Leben sechs- und billigt nicht nur den bornierten Chauvinis- Strengere hygienische Vorschriften für Gastwirt. Parlament sicherlich eine große Aktion eingeleitet, undfünfzig Jahre hindurch; denn er wurde nicht mus der Reichenberger Spießbürger, sondern er schaften. Das Gesundheitsministerium hat die Organe die von einem der damals üblichen, Ggerländer alt und starb am 14. Oftober 1879 in einem frecht sich auch noch, von der knieweichen" Hal- der politischen Landesverwaltung. damit betraut, den Wolfstage" begleitet, als schärfste Abwehrbete­Münchener Krankenhaus. Er war ein Weltver tung, von der Liebedienerci" der deutschen So- Drudmaschinen in den Bierbrauereien größte Auf- gung aller Welt bewiesen hätte, wie man die deut­ächter, äußerlich ein Griesgram, ein dürrer, ewig zialdemokraten zu sprechen. Säme diese Kritik merksamkeit zu widmen und sich durch öftere Rest- fche Boltsfeele zum Kochen" bringt. altfränkisch und abgeschabt aussehender Hagestolz. der vollkommen gerechten und aufrechten Haltung fionen von ihrem guten Stande zu überzeugen. Gleich Solche Menschen stoßen unwillkürlich alle ab, die unserer Reichenberger Genossen aus anderem zeitig hat das Gesundheitsministerium angeordnet, mit ihnen in Berührung kommen. Aber Kürn- Wunde, würden wir den Sprecher mit einem baß diese Organe nicht geringere Aufmerksamkeit den berger trug fein Glück und sein Schicksal in sich; Fußtritt abtun. Dem Montagsblatt" gegen- fanitären Verhältnissen in den Kaffee und Gasthäu­

Daß dieser aufgebonnerte Radikalismus, dem jede innerliche Ueberzeugung gefehlt und der dem deutschen Bolle sowohl im Reiche, wie in den Sudetenländern unendlich viel geschabet hat, eine