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Br. 213. 15. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 11. September 1898.

August.

Inferm neueffen Kurs.

1. Halle a. S. Genosse Weißmann wegen Beleidigung des Gemeinderaths von Giebichenstein 6 Wochen Gefängniß. 2. Erfurt . Wegen Beleidigung des Herrn Jakobskötter Genosse Rudolph 100 M. Geldstrafe.

3. Magdeburg . Die Zimmerer Möller Neustadt und Hesse Ottersleben je 30 M. Geldstrafe wegen unerlaubten Kollektirens.

4. Gera . In der Berufungsinstanz Genosse Rödiger wegen Beleidigung eines Lehrers 50 M. Geldstrafe.

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Königshütte. 30 M. Geldstrafe Genosse Dylong wegen verursachter Verkehrsstörung.

5. Waldenburg i. S. Wegen Bismarckbeleidigung Genosse Auer 14 Tage Haft. Wegen Beleidigung eines Beamten

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der Schneider Sucherda 6 Wochen Gefängniß. Halle a. S. Genosse Kunert wegen lebertretung des Vereinsgesetzes 15 M. Geldstrafe.

Magdeburg . Genosse Bernstein 20 und 50 M. sowie drei Revisoren der Metallarbeiter- Krankenkasse je 20 M. Geld­strafe, weil sie für Kränze, Nachrufe u. s. w. Gelder gesammelt und verausgabt haben.

6. Braunschweig . Der Bauarbeiter Erbst wegen Bedrohung eines Streitbrechers 3 Monate Gefängniß.

6. Breslau . Wegen des gleichen Vergehens ein Maurer drei Monate Gefängniß.

" Zwickan. Acht Tage Gefängniß ein Zimmerer wegen Be­drohung eines Streitbrechers.

9. Magdeburg . Der Kesselschmied Geißler wegen Beleidigung

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der Schuyleute 30 M. Geldstrafe.

Kiel . Genosse Lütjens wegen Beleidigung des Direktors der Torpedowerkstatt ein Monat Gefängniß.

Lübeck . Wegen Nöthigung der Bauarbeiter Hols sechs Wochen Gefängniß.

12. Eilenburg . 9 Ziegelarbeiter je 3 Tage Haft wegen Verübung groben Unfugs.

.Magdeburg . Wegen des gleichen Vergehens 9 Maurer je 30 M. Geldstrafe.

16. 3wirfan. 7 Genossen in Niederhaßlau je 30 M. Geldstrafe

wegen Verübung groben Unfugs.

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2 Hüttenarbeiter aus

Cainsdorf 1 Woche bezw. 2 Monate Gefängniß wegen Ver­übung groben Unfugs und Widerstandes.

16. Magdeburg . Wegen Verstoßes gegen das preußische Breßgesetz mehrere Genossen 10 M. Geldstrafe.

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Wittstock . Genosse Lehmann wegen Verbreitung von Druckschriften an öffentlichen Orten 20 M. Geldstrafe.

17. Sof. 50 M. Geldstrafe Genosse Stücklen wegen Ve­leidigung eines Hüttenbesizers.

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Dresden . Wegen Auflaufs, Widerstands, Gefangenen­befreiung 2c. wurden Irmisch zu vier, Lindner zu zwei Monaten, Krumholz und Merz zu je zwei Wochen Ge­fängniß und Böschte zu 15 M. Geldstrafe verurtheilt. 19. Bremen . Genosse Rhein wegen Beleidigung eines Re­dakteurs 45 m. Geldstrafe.

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Spandan. Die Genossen Hoft und Scholz je 20 M. Geldstrafe wegen unerlaubten Kollektirens.

Halle a. S. Wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz Ge­nosse Schade 90 M. und die Genossen Groß und Mary je 10 M. Geldstrafe.

20. Erfurt . Je eine Woche Haft die Genossen Nudolph und Fahrenkamp wegen Verübung groben Unfugs.

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Berlin . Die Genossen Dr. Weyl und Schumann wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz je 50 M. Geldstrafe. Schwerin . Wegen Veranstaltung eines öffentlichen Aufzugs Genosse Ko B 20 M. Geldstrafe.

22. Dresden . Ein Maurer wegen thätlicher Beleidigung 1 Monat Gefängniß. Ein anderer wegen unerlaubten Sammelns

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1 Woche Haft.

23. Halle a. S. 50 M. Geldstrafe Genosse Müller- Schkeudiz wegen Beleidigung eines Buchhändlers.

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Spandau . Wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe­Ordnung Zimmerer Reinte 1 Woche Gefängniß.

Neumünster . Die Genossen hingst, v. Aspern und Jurs wegen Uebertretung des Vereinsgesezes je 30 Mark Geldstrafe.

Gleiwin. Wegen Berübung groben Unfugs die Genossen, Dr. Winter 50, Payer 10 und Toolst und Slotta je 20 M. Geldstrafe.

24. Kiel . Genosse Holzhäuser Preetz wegen lebertretung einer Polizeiverordnung 10 M. Geldstrafe.

Magdeburg . 14 Tage Gefängniß Genosse Müller wegen Beleidigung zweier Staats- bezw. Ober- Staatsanwälte.

25. Kottbus . Wegen Beleidigung der Polizeibehörde in Sprem­ berg Genosse Antrick- Berlin 300 M. Geldstrafe.

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Breslau . Der Maurer Gomig 2 Monate Gefängniß wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung.

Köln . Wegen des gleichen Vergehens der Maurer Küper­Mülheim 6 Wochen Gefängniß.

26. Schneeberg . Genosse Müller wegen Verübung groben lnfugs 30 M. Geldstrafe.

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Stuttgart . 100 Mark Geldstrafe Genosse Seil wegen Lehrer und Pfarrerbeleidigung.

Neurode. Wegen Beleidigung eines Amtsrichters Genosse Kiih n Langenbielau 60 M. Geldstrafe.

Effen. Ein Maurer wegen Polizeibeleidigung 20 M. Geld­strafe. Bischofswerda . Töpfer Werner wegen Verübung groben Unfugs zwei Tage Haft.

29. Banken. In der Verufungsinstanz Genosse ünig vier, Beyer zwei und Müller, Köhler, Niese und Walther je eine Woche Haft wegen Verübung groben Unfugs.

Magdeburg . Wegen des gleichen Vergehens der Kolporteur Görke Ottersleben zwei Wochen und der Drucker Wille= Magdeburg zehn Tage Haft.

30. Berlin . Genosse Jakobeh wegen Beleidigung des anti­semitischen Redakteurs Sedlazeck 50 M. Geldstrafe.

» Pößneck . Die Genossen Nöthlich und Linke wegen Uebertretung des preußischen Preßgesezes je 10 Mark Geld­strafe.

30. Berlin . Wegen Bedrohung eines Streitbrechers der Maurer Wuttke ein Monat Gefängniß.

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Kiel . 2 Monate Festungshaft Genosse Regenfuß- Nends­burg wegen Majestätsbeleidigung.

31. Gleiwit. Genosse Dr. Winter wegen Verübung groben Unfugs, Beleidigung und Widerstands gegen die Staatsgewalt 50 Mark Geldstrafe.

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Leipzig . Wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz ein Ge­nosse 20 M. Geldstrafe.

Insgesammt wurde erkannt auf 2 Jahre 11 Monate 3 Wochen und 5 Tage Gefängniß und 2135 M. Geldstrafe. Berlin , den 3. September 1898.

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