Beite 2.
Ja, es war ein par fröhlicher Sevicg, in dem auch auf ausgiebige Verwendung von Stinkbomben nicht verzichtet wurde! Aber- Aber der Lindwurm ist noch immer nicht er schlagen!
Drachen zu tötent, so einte sich alles. was noch Arbeiter auf allen Gebieten, auf denen sie ein Wir sammeln neute Heere zu neuen Kämpfen! wahrhaft deutsch, christlich und heldish denkt und Stück vorwärts marschierten, zurückzudrängen ver Wir wollen vorerst einmal so recht nach Her fühlt, um gemeinsam den Kampf aufzunehmen juchen. Daß nun den Arbeitern wieder Sinab wider den Lindwurm Marrismus und ihn womög- gestoßenwerden in die tiefsten Schrecniffe menschenslust lachen über das lautgeschäftige Treiben der Lich zu erschlagen. lichen Elends droht. Und da beginnen sich die bunten Schar der Antimarristen, über ihr SakArbeiter wieder zu rühren. Da bäumen sie sich und Sieges"-Geschrei, über ihre Flüche und wieder auf. Es wächst ihr Widerstand. Nicht in Prophezeiungen, über das Farbengeschler der die Tiefe! Wir wollen aufwärts! Schwarzweißrot Schwarzvotgolden SchwarzJeder Seg über den Maryismus“ führt gelb- Shivarzen- Grünen Einheitsfront, und fchließlich die Arbeiter wieder zu margift schem dann wollen wir ans Werk gehen. Der Mary'snuus ist immer noch lebendig! Denken. Die Sieger" benehmen sich immer so, Zwar wurden ihm in mancher Schlacht Nie- daß die Arbeiter sich wieder dem Maryismus zu derlagen bereitet. Ju Sorthy- Ungarn wurde man wenden müssen. Sie zwingen ihnen marristiche cher Warrist gehängt, mancher auf finnvolle Art Erkenntnis auf. Sie zeigen ihnen, daß es für die langsam in eine marrismusfreie andere Welt be Arbeiter bei Strafe ihres Unterganges nichts an fördert,- aber ist deshalb etwa der Margismus deres gibt als steten, unaufhörlichen, unermüd in Ungavn ausgerottet? Ach, er scheint sich in leb- lichen Rampf gegen das Unternehmertum, Kampf
ter Zeit sogar unheimlich rasch zu erholen! Und die doch so gav- chriftliche, wenn auch wegen un Tengbar mongolischer Abstammung leider nicht auch so gut- arische Regierung wagt nicht mehr, ihm mit den altbewährten Mitteln zu Leibe zu gehen. Sie braucht Geld von Staaten, in denen Marristen sogar mit in der Regierung fiven! Und in Italien ? Mussolini selber ein belehrter Er Marrist, hat aller Welt gezeigt, daß den Rizinusoi, der Bastonade, dem Messer, dem Revolver und dem Heuer auch der störrigite Marrist nicht wider flchen fann, aber es gibt noch immer auch im ftchen fann, aber es gibt noch immer auch in gelobten Lande Mussolin's Marristen Marristen und Marrismus! Und auf deutschem Beden, wo der Rampf wider das Weltgift mit dem heiligsten Eifer, mit dem größten avand an Ideenshmalz und Wortge flirr geführt wurde wenngleich auch hier die männlich deutsche Tat bes Menchelmordes nicht verschmäht wurde, auf deutshem Boden ist das Ergebnis des heiligen Arieges noch viel fläglicher. Gewiß, mit Gottes und der Reichswehr Hilfe wurden bei den Wahlen in Sachsen und Thürin gen die Marxisten geschlagen. Aber vernichtei? Nein! Die marzistische Presse hat in Deutschland in den ersten zwei Monaten dieses Jahres 300.000 nene Abnehmer gewonnen! Der Marrismus fräftigt sich wieder!
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12. März 1924.
daß nach dem in der dortigen Zuschrift vom 11. Jänner 1924 angeführten Beispiele sich bereits ein Reinerträgnis von K 828.- jähr. lich ergibt und die Gemeinde laut des Aus. weises vom 23. Oktober 1922 von der Einführung dieser Abgabe sich ein Reinerträgnis von Aronen 1000.- erwartete. In den wenigsten Fällen wird die Plakatierung durch volle vier Wochen beansprucht werden und das Erträgnis dementsprechend steigen...."
An die Werbearbeit, an die Arbeit für die So- mission des Bezirkes nicht nur da ist, um AufWir meinen, daß die Verwaltungskom sialdemokratie! sichtsbehörde zu spielen und um von oben herab solche wohlmeinende" Ratschläge zu erteilen, sondern sich ganz ernstlich mit der besseren Gestaltung der Finanzen der Gemeinden zu befassen hat. Da kennt die Verwaltungskommission die arrangeure von Veranstaltungen schlecht, wen fie glaubt, daß die Veranstalter das ihnen gebüh rende Recht nicht genügend ausnützen werden.
Inland.
gegen jene geſellſchaftliche Ordnung, die auf dem zur„ Sanierung“ der Gemeindefinanzen Vorrechte des Befibes aufgebaut ist, laffen lampf! Der Warrismus ist die Lehre vom Klaffenfampf der Arbeiter!
Wie die Regierung den Gemeinden behilflich ift, ihre Einnahmen zu stärken, zeigt die Her Diese Zuschrift zeigt von nicht allzu großent Shon find die Kapitalisten, die in den letzten ausgabe der Mustervorschriften über Verständnis und wenn man boshaft sein wollte, Monaten manchen Erfolg über die Arbeiter erzielen die Platatierungsabgabe. Jm§ 2 der könnte man dies als Frozzelei auffaffen. Wenn konnten, am Werke, jente Arbeiter, die sich von Un- Vorschriften werden die Höchstjäße bekanntgege- sich der Schöpfer dieses Ergusses bei der Gemeinde ternehmerterror und eigener Schwäche aus den ben, die die Gemeinden einheben dürfen. Es heißt seinen Lebensunterhalt verdienen müßte und auf sozialdemokratischen Organisationen drängen dort, daß die Gemeinden für ein Plakat im Aus ein solches„ Reinerträgnis" angewiesen wäre, ießen, wieder zur Stoffenerkenntnis zurückzufühmaße von 4000 Quadratzentimeter den Betrag würde er wohl zu anderer Ansicht kommen. zen. Schon sorgen die„ Sieger" in den Gemein von 50 eller pro Stück auf die Dauer Es wird höchste Zeit, daß in den Verwal den dafür, daß die Arbeiter sich wieder auf sich von längstens vier Wochen verlan- tungskommissionen, wo solche verknöcherte büroselbst auf ihre gesellschaftliche Stellung, auf ihre gen fönnen. Das genannte Ausmaß entspricht tratische Ansichten vorherrschen, endlich ein neuer laſſenaufgeben besinnen. der Größe eines Medianplakates. Solche Plakate Geist einzieht. Wir setzen nun unsere Hoffnung Unsew Reihen beginnen sich wieder zu füllen. werden von den meisten Veranstaltern und Ge- auf die Neuzusammenstellung der Verwaltungs Unsere Organisationen wachsen. schäftsleuten zu ihren Anfündigungen benügt. fommissionen, die durch geeignete Beschlüsse den Neue Leser greifen nach unseren Zeitungen. Außer dem genannten Betrag dürfen nur noch 30pf und den alten Geist aus ihren Räumen Defe Zeit proletarischer Selbstbesinmung, die Regiekosten der Plakatierung eingehoben wer- vertreiben müſſen. Wiebevertvachens proletarischen Kraftbewußt den, die der Gemeinde fein Erträgnis abwerfen. Wenn nun eine Gemeinde beispielsweise feins wollen wir nüßen.
des
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Wo Troß sich zu regen beginnt, dort wollen wir ihn stärken! Es ist nicht anders auf sudetendeutschem Bo Wo Arbeiter grübeln über den W'devsinn der den. Bei den Gemeindewahlen wurden den Ordnung", die sie für immer auf die Nachtfeite Warristen Mandate abgenommen. Ja, aber fie des Lebens stellen will, dort wollen wir aufläfind noch immer die stärkste Bariei! Sind sie denn ren, mit unseren Schriften, mit unseren Wornicht unzubringen? Was erklärt diese 11 nster b. ten! lichkeit des Marxismus ? In die empfänglich favordenen Seelen wol Nein, sie sind nicht auszurotten, die Margi- ten wir bie Saat marg stischer Erkenntnis fenten! fien und in Wahrheit unsterblich ist die Idee, Und die Kampfentschlossenen. die zum Wider der sie anhängen, denn sie ist die Lehre vom Le- stand gegen den Rapitalismus Bereiten, die ven des Arbeiters und von seiner Stellung in der Wollenden und Strebenden werden wir einreihen Gesellschaft. Sie ist Spiegelung des Leidens und in unsere Kampforganisationen. des Wollens der Arbeiter, des aus ihrem Leiden immer wieder neu geborenen Wollens nach Erlösung. Sie ist das lebendige Tenten der Arbeiter, sie ist darum auch Werkzeug ihrer Erlösung, der Selbsterlösung, ist Waffe in throm Befre ungsfampfe und darum unsterblich, immer wiederfchrend, so lange es Proletarier gibt.
mome!
Wir wollen werben!
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den
Wo in den Arbeitern, die der Kapitalismus fieben Plakatierungstafeln besigt, wie es in ber Die ver.otene Märafeler in Sternberg. widder versklaven will, der Funke der Empörung meisten größeren Ortschaften üblich ist und diese Wir haben bereits berichtet, daß der März aufgüht, dort wollen wir ihn schüren zu lodern- Tafeln eine Höchstklebfläche von vier Quadrat- feier in Sternberg von dortigen Legionären und der Flameme! metern besitzen, so können darauf 10 Stüd der Nationaldemokraten die größten Schwierigkeiten genannten Plakate aufgeklebt werden. Wenn in den Weg gelegt wurden, welche die Feier hinnun mehrere Vereine am Ende eines Monates tertreiben wollten und in einigen Zeitungen die ihre Veranstaltungen haben, so können diese schon Tschechen der Umgebung für den 9. März, an am 1. des Monates plakatiert werden, wofür ein welchem Tage der Zug zum Grabe der März Berein fiebenmal 50 Heller, das sind 3 Stronen gefallenen veranstaltet werden sollte, aufforderten, 50 Seller für einen ganzen Monat zahlt. Wenn nach Sternberg zu kommen und sich an dem tsche dann noch einige auswärtige Vereine oder Ge- chischen Gegenzuge zu beteiligen. Wie bereits fchäftsleute ebenfalls plakatieren oder zufällig mitgeteilt, wurde dann auch sowohl der sozialam gleichen Tage ihre Veranstaltungen haben, so demokratische Zug als auch der deutschbürgerliche fann während vier Wochen niemand mehr ein verboten. Ferner wurden die Veranstalter verPlatat anschlagen lassen. Es ist ja Tatsache, daß ständigt, daß die Referenten der Märzseier vorin den Landgemeinden Geschäftsleute weniger an her ihre Rede im Konzept der Behörde schlagen lassen und zumeist nur Gastwirte und vorlegen müssen. Das freisinnige" deutsche Vereine ihre Veranstaltungen plakatieren. Bürgertum wählte sich als Gedenkredner einen Die Gemeinde Weiskirchlik bei Teplitz Klerikalen, den Obmann des fatholischen nun eine Anfrage an den Landesverwaltungaus fraten bestellten den Genossen Hieronimus Schloß auf die das Gesagte vollständig zutrifft hat Volksvereines, Willner, aus, die Sozialdemo schuß gerichtet, ob die Verrechnung des Stück- nidel zu ihrem Referenten. Während aber die preises pro Tag Gültigkeit habe. Die Gemeinde Vorzenjur die Rede des Klerikalen passieren ließ, wurde belehrt, daß dem nicht so sei, sondern daß wurde von ihr die sozialdemokratische der Preis für die Dauer von einem Tage bis vier Rede im Konzept von der ersten bis Verordnungsfabrikation in Prag darf man sich genug damit, wurde auch das Tragen von Wochen gilt. Bei der Firigkeit der Gesetz- und zur lesten Zeile konfisziert. Nicht nicht wundern, daß vor der Herausgabe solcher Abzeichen und von roten Nelfen am GeVorschriften keine Berechnung über die Einnah- denktage verboten, und zwar nach dem Gesetz men einer fleineren Gemeinde nach solchen vom 15. November 1867. Der Einberufer der Mustervorschriften" vorgenommen wurde. sozialdemokratischen Gedenkseier, der sozialdemo Daß mit solchen Einnahmen keiner Ge- fratische Wahlverein Freiheit", er nämlich meinde geholfen ist, bedarf wohl keiner näheren folgende Zuſchrift: Ausführung. Wenn die Regierungsstellen in Brag so wenig Verständnis für die Einnahmen einer Gemeinde zeigen, so wundert uns dies schon nicht mehr. Wenn aber die autonome Verwaltungsfommission eines Bezirkes, die ja die fchlechte finanzielle Lage der Gemeinden fennt, in dasselbe Horn stößt, so ist dies schon schwerer zu begreifen. So schrieb bie Verwaltungskom mission Teplit auf die vom Landesausschusse an die Gemeinde Weiskirchlik zurückgelangte Erlebigung:
Die Woche vom 23. bis 30. März ist WerbeNeue Mitglieder für die Partei, neue defer für unsere Zeitungen gilt es zu gewinnen. Und das heißt:
Neue Hoffnungslichter entzünden in den
Ja, die Horden der Antinarristen können, Zeiten wirtschaftlicher Ohnmacht der Arbeiter aus nüßend, manchmal die Avbeiter entnutigen, ihnen ben Glauben an sich selber nehmen und so den sen Bergweife Inder. Marrismus zurüddrängen. Unternehmerbrutali
HerNeuen Mut entfachen in den Seelen VerNeue Stämpfe rüsten wider die often Feinde
tät und staatliche Gewalt können gelegentlich Cr- sagender. garnisationen der Arbeiter zerstören, margistische Führer ,, unschädlich" machen und damit schafft sich unserer Klasse. der Kapitalismus gewiß eine Atempause, er Wer, dem der Sozialicanus Lebensinhalt, dem byaucht einige Zeit, die Angriffe des Marriemus nicht fehr zu fürchten. Aber nur eine Atempause er Ziel und Sinn seines Strebens geworden, ist bas! Denn wieder und wieder stößt der Margis- wer unserer Vertrauensleute möchte bei solcher nns gegen ihn vor...
Denn daß der Marxismus da und dort zurück. gedrängt werden konnte, wie seine Gegner so ju belnd verfünden, was bedeutet das für die Arbeiter? Daß ihre Lebenshaltung sich verschlechtert hat, daß ihre Stampffront geschwächt und damit der Glaube an die Sieghaftigkeit ihres Wollens verblaßt ist. Das Unternehmer und Polizei und Gendarmerie und Nichter, daß die Vertreter des Bürgertums in den Gemeinden und im Parlamente nun wieder rücksichtslos, die Stunde nüßend, die
Heldentum.
Aus„ Die Mutter" von Gorki.
Die Mutter, deren Sohn von den zari stischen Richtern zur Verbannung nach Sibl.
rien verurteilt worden ist, wird von Krimi
nalbeamten und Gendarmen verfolgt, als sie die legte Rede ihres Sohnes, bie er vor Ge richt der Anklage gegenüber gehalten hat, auf Flugblättern gedruckt, verbreiten hilft, und soll nun verhaftet werden
Ich bin keine Dicebin, du lügst!" rief sie aus voller Brust, und alles vor ihr drehte sich im Wirbel ihrer Empörung, die das Herz mit bitterer Strälung trunken machte. Sie riß den Stoffer an fich, und er öffnete sich.
„ Da seht! Scht alle her!" schrie sie, auf stehend, und schwenfie ein Patet herausgerissener Flugblätter über dem dropfe. Durch den Lärm in ihren Ohren hörte sie Ausrufe der herbeieilenden Menschen und sah, daß sie schnell von allen Seiten liefen.
,, Was ist los?"
" Da, ein Geheimpolizist..." „ Was?"
,, Sagt, sie hat gestohlen..." " Die da?"
Und da schreit jie..."
" Eine so ehrwürdige Frau... ach, ach, ach!" " Wen haben sie da gefaßt?"
" Ich bin keine Diebin!" fagte die Mutter mit voller Stimme, aber beim Anblick der Leute, die sie von allen Seiten eng umringten, etwas ruhiger. „ Gestern haben sie Politische verurteilt, da
Arbeit fehlen?
Se glauben, den Margismus besiegen zu tónnen, jene Narren und Heucher, die aus ihm ein Gespenst machten, damit den Kindern der Politik das Gruseln beizubringen. Wohlan, wir wollen ihnen zeigen, was der Margisanus ist, wir wollen fie ehren, was Marxisten können!
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war mein Sohn dal- Wlassow . Er hat eine Rede gehalten-da st sie! Ich bringe sie den Leuten, damit sie sie lesen und über die Wahrheit nachdenken..."
Jemand zog vorsichtig die Blätter auß hrer Hand; sie schwenkte sie in der Luft und warf sie in die Menge.
Das wird ihr nichts Gutes einbringen!" rief jemand mit furchtsamer Stimme. " Dafür gibt es 0 0 0!" ertviderte ein anderer.
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Die Mutter sah, daß man nach den Zetteln griff, sie im Busen und in Tasche barg; das brachie sie wieder fest auf die Füße. Sie riß ruhiger und stärker die Papierpacken aus dem Koffer, verteilte fie nach rechts und links, in irgend welche geschwinden gierigen Hände, und sagte:
,, Wofür man meinen Sohn und alle, die mit ihm waren, verurteilt, wißt ihr das? Ich will es euch sagen, und ihr müßt dem Herzen einer Mutter und ihren grauen Saaren glauben. Gestern sind Menschen dafür verurteilt, daß sie euch, allen Beuten bie rechtschaffene, heilige Wahrheit brin gen! Gestern habe ich erfahren, daß diese Wahrheit nicht zu besiegen ist... niemand kann mit ihr streiten, niemand!"
„ Zur dortigen Befürchtung, daß die Einnahme der Gemeinde bei Einführung des Mustertarifes zu unbedeutend sein dürfte, verw.isen wir darauf
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wissen nichts! und in Furcht wir haben vor allem Angst! Nacht ist unser Leben, dunkle Nacht! Ein schrecklicher Traum ist sie... Ist das nicht richtig?"
Jawohl!" tönte es dumpf als Antwort. Stopft ihr den Hals!"
Hinter der Menge bemerkte die Mutter den Spion und zwei Gendarme, und sie beeilte sich, die letzten Paden wegzugeben. Aber als ihre Hand in den Koffer sich sentte, traf sie dort eine fremde. Nehmt, nehmt alles!"... fagte fic, sich niederbeugend.
,, Der sozialdemokratische Wahtverein hat hier die Abhaltung einer Trauerfeier für die im März 1919 Gefallenen für den 9. März 1. J. angemeldet und um Bewilligung zur Abhaltung der Feierlichkeit nach vorgelegtem Muster angesucht. Diesem Ansuchen kann nicht zur Gänze stattgegeben werden und wird der Umzug vom Arbeiterheime in Sternberg auf den städtischen Friedhof, sowie die Benügung von Fahnen und Abzeichen im Sinne des Gesetzes vont 15. November 1867, R..G..Bl. 125, mit Rüdicht auf die öffentliche Sicherheit verboten.
Die hier angeführte Gedenkrede des Herrn Hieron. Schloßnidel nach vorgelegtem An
wurde, das vielleicht viele durch die Ungerechtig feit des Lebens gefränfte Herzn längst gesucht und erstrebt hatten. Die Nächststehenden schwiegen, die Mutter sah ihre gierig aufmerksamen Augen und fühlt in ihrem Gesicht ihren warmen Atem. Tritt auf die Bant," sagte man ihr. ,, Geh fort, Alte!"
Gleich nehmen sie sie mit!" " Ist die aber frech..."
Sprich schnell, sie kommen!" " Fort, geht auseinander!" ertönten die Schreie der Gendarme, immer näher. Es waren ,, Um dieses Leben zu ändern, um alle Men- ihrer schon mehr; sie stießen kräftig, und die Leute schen zu befreien, sie von den Toten aufzuwveden, vor der Mutter schwankten auf den Füßen und vie ich auferweckt bin, sind schon Leute, Kinder griffen nacheinander, um sich zu halten. Gottes, ausgezogen, heimlich die heilige Wahrheit Es war ihr, als wenn alles um sie herumin das Leben zu fäen. Heimlich, weil, wie wogte, als wenn alle bereit wären, es zu verihr wißt, niemand die Wahrheit laut fagen stehen, ihr zu glauben, und sie wollte geschwind fann, weil sie sonst gehetzt, zertreten, in den Leuten alles sagen, was sie wußte, alle Ge die Gefängnisse gesperrt, verstümmelt werden. danken, beren Kraft fie fühlte. Diese tauchten Für die Macht der Reichen ist die Wahrheit des leicht aus der Tiefe ihres Herzens hervor und füg Bebens ein verfluchter Feind, ein stets unversöhnten sich zu einem Bied zusammen, aber sie fühlte licher. Uns aber befreit sie von der Bedrückung beschämt, daß ihre Stimme nicht reichte, daß sie durch gierige Menschen und durch alle, die ihnen heifer wurde, zitterte, übersprang. ihre Seele verkauft haben, Glaubt das!"
lachte.
,, Das Wort meines Sohnes ist das reine Wort eines Arbeitsmannes, eines unbestechlichen Herzens! Lernt die Unbestechlichen kennen, sie sind unerschrocken und gehen selbst zu ihrem Schaden, wenn das nötig ist, der Wahrheit entgegen!" Ein paar Augen blickten ihr voll Entzücken und Furcht ins Gesicht. wollen. Das graue Weib mit den großen ehrlichen Man stieß sie vor die Brust, sie schwankte und Augen im guten Geficht zog sie mächtig an. Im setzte sich auf die Bank. Ueber den Köpfen der Leben waren sie getrennt und von einander los- Leute erschienen die Hände der Gendarmen; ste geriffen, aber jetzt vereinigten sie sich zu einem griffen nach den Stragen und Schultern, warfen Wanzen, das vom Feyer des Wortes erwärmt törper beiseite, rissen Müzen herunter und schleu
Der Menschenhaufe schwieg, wuchs an, wurde immer fester, dichter, umgab das Weib mit einem Geht auseinander!" schrien die Gendarmen Ring von lebenden Körpern. Armut, Hunger und drängten die Leute beifeite. Sie wichen unund Krankheit, das verschafft den Beuten ihre willig zurüd, bedrückten die Gendarmen durch ihre Arbeit. Alles ist gegen uns Arme- wir brin- Masse und hinderten sie, vielleicht, ohne es zu gen unser ganzes Leben Tag für Tag in Arbeit hin und verreden schließlich in Schmuß, Lug und Trug. Durch unsere Arbeit aber anisieren sich andere und überfressen sich... Man hält uns wie Hunde an der Kette in Univissenheit wir