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7. Oktober 1924.

Angestellten eventuell deren vollkommene Schadlos- 1 Mitarbeit und das Vertrauen der Bezirke und Ge-[ Fell eines Guanaco, der Spielart des Lamas, das haltung gejeylich sicherzustellen, so daß die Art der meinden zum Vorstand. Abg. Dr. Radda dankt sie uns für 350 chilenische Pesos zum Kauf anboten. Versorgung und das Maß der Entschädigung nicht den beiden Vorsitzenden für die umsichtige Loitung Unser Gegenangebot von 300 Pesos lehnten jie wie bisher dem freien Ermessen des Bodenamtes der Hauptversammlung, worauf Genoffe Pötzschreiend und gestikulierend mit den Worten ab, daß zum Gedächtnis Josef Seligers. bezw. der von demselben ernannten Schiedskom die Togung unter dem Beifall der Teilnehmer sie dann noch Geld zulegen müßten. Wie alle tüchti miſſion überlaſſen bleibt. Schließt. gent Kaufleute, willigten sie schließlich aber in den Kauf auf der Basis von 825 Pesos."

lung.

Käufer.

hält.

Ausland.

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Gedächtnisfeier für Josef Seliger versammeln, bei welcher Abg. Gen. Dr. Czech morte des Gedenkens sprechen wird.

Umt der Feier nicht den Charakter einer poli­tischen Demonstration zu geben und um sie nicht aus dem Rahmen einer ganz einfachen Kund gebung der Liebe und Freundschaft zu heben,

tent, Genossenschaften, Jugendliche, Kinderfreunde, Krankenkassen, Arbeiterturner, Naturfreunde, Freidenker, Sänger, Radfahrer und die Grup­pen dieser Organisationen im Gebiete der Kreis­organisation Teplit Saaz.

Die Teilnehmer an dieser Gedächtnisfeier werden sich am

So wenig es auch notwendig ist, die Erin­13. Zur Durchführung der beantragten Refor­nerung an Josef Seliger in der deutschen Arbci­men sind Beratungen mit den betroffenen kommu nalen Verbänden und fachlichen Vereinigungen bei­Unterhaltskosten von Sträflingen und terklasse dieses Landes besonders wachzurufen, der Nationalitäten zu pflegen und deren Wünsche Ruhegenüsse. Der Unterhalt eines Sträflings weil Seligers Wort und Werk in den prole­und Gutachten gebührend zu berücksichtigen. Der Ehrenmann Ludendorff . Ueber das foftet täglich 11 bis 14 Stronen, das ist monatlich tarischen Organisationen und in ihrer Arbeit und Veranlaßt durch weitere Erfahrungen aus der Verhältnis Ludendorffs zu dem früheren Stron 341 bis 434 Kronen. Sie erhalten folgende Kost: ihren Kämpfen lebt, so sehr war es doch für Praxis des Bedenamtes fordert die Hauptversamm prinzen Rupprecht von Wittelsbach, das nunmehr morgens Suppe, mittags Suppe und ½ Liter Bu- die leitenden Instanzen jener Organisationen, zu einem vollständigen Bruche geführt hat, macht speise, abends ½ Liter Zuspeise und für den gant 14. Die Einstellung der vom Bodenamte mit der Micebacher Anzeiger" am Freitag folgende ser Tag 600 Gramm Brot, Sonntags Frühstücs denen Seliger die Arbeit seines Lebens gewidmet Umgehung des ordentlichen Zuteilungsverfahrens Mitteilung: kurz nach dem Putsch vom 8. No- laffee und wöchentlich zweimal Fleisch. Zu bene hatte, Bedürfnis geworden, der Dankbarkeit der zum Schaden der Gemeinden geübte Verschacherung ventber 1923" mache Ludendorff im Leipziger den sind sie nicht. Nun gibt es shantihe Ruhe Arbeiter, ihrer unauslöschlichen Liebe und Treuc beschlagnahmten Großgrundbefizes an die den dent Tageblatt" de Aeußerung, daß der bayerische Stöständler, die monatlich 300 Stronen beziehen und sichtbaren Ausdruck zu geben. Sie beschlossen, schen Eigentümern aufgenötigten volfsfremden nig Herrit v. Kohr zum Wortbruch verleitet habe. denen, so lange es Arbeitslose gibt, jede ständige die Stelle, die den Leib des toten Kämpfers birgt, Daraufhin wurde Ludendorff im Auftrage des Beschäftigung untersagt ist. Da es darunter Fa­15. Die Einstellung weiterer Vorstöße gegen Königs zuerst unter vier Augen zur Rede gestellt. mitieroäter gibt, so fann man sich nicht leidt vor mit einem schlichten Grabmal zu ſchmücken. das Sprachenrecht der deutschen Gemeinden, welche Die Antwort foutele, er bedauere, falsch unterrichtelfen, was für eine Koſt die genießen" fönnen, Am 18. Oftober werden es vier Jahre sein, das Bodenamt dadurch unternimmt, daß es in deutet gewesen zu sein, lönne aber nicht öffentlich wenn sie von ihrem Einfommen auch noch Woh daß Josef Seliger starb. Am 19. Oktober wver­schen Orten gejenlich vorgeschriebene Kundmachun widerrufen, da er im guten Glauben gehandelt mangemiete, Bekleidung, Beleuchtung, Behe zung den sich die Freunde und Mitkämpfer Seligers gen ausschließlich in tschechischer Sprache verlaut habe. Daraushy'n wurde. um die erforderliche ufv. zu bestreiten haben. Ucker den Unterhalts­baren läßt und so auch noch das Verständnis seiner Ehrenerklärung auf gütlichen Wege zu erlangen, beitung der Arbeitslosen läßt sich fürwahr nichts und Abordnungen der proletarischen Organiſa­Verfügungen der deutschen Bevölkerung vorent- Die Vermittlung Sindenburgs ongerufen. der sich fagen; denn er ist ausäglich. Da sprady vor tionen am Grabe des unvergeßlichen Führers, auch sofort bereit erklärte, die gütliche Beseitigung einigen Wochon ein Abgordneter davon, daß der um das nun fertiggestellte Grabmal ein Werk Die Gemeinden müssen sich unverzüglich zu der öffentlich gemachten Ehrenerflärung zu be Unterhalt eines Staatspferdes jährlich des Teplißer Bildhauers Wahal- zu einer fammen, um in leyter Stunde noch einiges treiben. Eines Tages aber mußte Hindenburg er- 30.000 Stronen betrage. Stimmt das: aus dem Zusammenbruch der Bodenreform für fläron, daß er dazu außerstande se, denn Luden wünschte sich nicht als staatliches Roßz zur Welt sich zu retten. Wir fönnen nur Berater fein dorf hatte inzwischen vor dem Ehrengericht des gekommen zu sein? Es wird jung in den Staats­und unser größter Wunsch wäre, wie Goethe fagt, Großen preußischer Generalstabes Antlage gegen dienst übernommen, aufs sorgfältigste gewartet, auf freiem Grund mit freiem Volk zu stehn"! den Führer der 6. Armee, Feldmarschall Stren gehegt, gepflegt und geschont, hat alles, auch die Be­Stürmischer Beifall dankte dem Redner, der prinz Rupprecht, erhoben. Daraufhin nahmen wunderung feiner Form und Leistung umsonst- auch in seinem Referate durch Beifallskundgebun- auch die Generäle der früheren bayerischen wird aber eines schönen Tagesausrangiert", an gen unterbrochen wurde, für seine flaren und an- Armece Stellung zu der Angelegenheit und unter den Meistbietenden ohne Ansehen der Person ver­cifernden Ausführungen. Die Resolution wurde dem Vorsitz des rangältesten Generals der chefauft, muß sich bald bezahlt machen, um dann rüd einstimmig angencammen. mals bayerischen Armee, des Prinzen Leerold sichtelos bis auf die Knochen geschunden zu ver­Zum letzten Punkt der Tagesordnung, All- von Bayern, versammelten sich die Generäle Bay den und schließlich unter dem Wieffer des Roß- mußte man sich darauf beschränken, die Organt­fällige Anträge", teilt Abg. Dr. Lodgman mit, erns und faßten nach einem Bericht des Generals chlächters zu fallen. Sein Schicksal ist bejam fationen bloß zur Entsendung von Abordnungen daß zwei Anträge, betreffend das Brandunglüc Strafft- Demensingon einstimmig den Beschluß mernewert. Da hat es der Ruheständler doch einzuladen. Zur Teilnahme an der Feier wur­von Nitolsburg und bestimmte Zulagen an die daß sie das Verhalten des Generals Ludendorff beffer: er fann sich zu Tode hungern und den gebeten die leitenden Instanzen aller prole­Polizeimannschaft der Selbstverwaltungsförper gegen ihren König mit Entrüstung zurüchiveisen kann den Würmern zur Speise dienen. Die Welt tarischen Organisationen- Partei, Gewerkschaf­borliegen. Beide Anträge wurden beschlossen. und vorbehaltlos vor die Person ihres ebersten it herrlich eingerichtet! Damit war die Tagesordnung erschöpft. Genosse Senegeherrn sich stellen, dessen überlieferten Rechte Pölzl, der den Vorsitz übernommen hatte. forach von feiner Seite angetestet werden dürften." ser Tage am großen Arbeiterheimsaale in Jägern Eine Teuerungs- Protestversammlung fand the namens des Präsidiums des Verbandsvorstandes Ludendorff wird hier also wieder einmal einer carf statt. Gegen 1000 Personen waren dem allen, die zum Gelingen der Hauptversammlung Sandlung befuldigt. De mit Charakter nichts zu Rufe der Parte, gegen die Teuerung zu protestie beitrugen, den herzlichsten Dant aus. Er drückte tun hat und der Offizier sehre" wider ren gefolgt. Abgeordneter Gen. Heeger eröff­die Soffnung aus, daß es dem Vorstande in cifriger spricht. Wir sind überzeugt: auch das wird nele in seinem anderthalbstündigen, vorzüglichen Arbeit gelingen werde, die gefaßten Beschlüsse zur ihn wenig schmerzen, weil ihm dazu alle Voraus Referat den Versammelten einen Einblick in die Durchführung zu bringen, und erhofft die tüchtige fetungen fehlen! Ursachen und Zusammenhänge der Teuerung und *********** der Wirtschaftspolitik. Auch ein Kommunist, Heute aber ist Herr Alois Čihula Na- schaftverband in Troppau , fühlte sich bemüßigt, zu der Sekretär Polifta vom kommunistischen Gewerk­tional- ,, o zi alist" und feiert mit Senirsch Sprechen. Solange er fachlich blieb, das heißt, und Buršovsky, mit Serebs und Patel das Jubi- folange er das wiederholte, was Genosse versammeln und sich von dort aus in gemein­läum der sozialistischen Partei". Als Symbol Seeger vor ihm schon ausgesprochen hatte, samem Zuge nach dem Friedhofe begeben. Die gelber Vergangenheit und putschistisch- räuberischer hörte man ihn ruhig an. Gegenwart jollte ins braune Hitlerhemd ein leuch er aber in der sattsam bekannten kommuni- der Arbeitersänger eröffnet und beschlossen werden. Staum begann Feier wird mit Bläserchören und mit Gesängen tendes A. C. gestickt werden! Die Trautenauer Festschrift der Hafenkreuz­stischen Art die Versammlung zu provozieren, war ler enthält neben den bereits zitierten Beiträgen Die Feier wird alle Freunde und Mitarbei es mit der Ruhe vorbei und der kommunistische auch einen, der nur mit A. E. gezeichnet ist. Der Stänterer hatte es nur der Anständigkeit der fo- ter Seligers zu gemeinsamer Bekundung der Verfasser muß keine besondere ilrsache haben, sich Das die Südspite Südamerikas bildende Bataialdemokratichen Arbeiter zu verdanken, daß er Dankbarkeit für den großen Führer und der hervorzutun oder die Senirschpartei muß Grund gonien, das lange herrenloses Land war, jest aber nicht an die Luft gesetzt wurde. Für den Gen. Treuc zu seinem Werke. Sie wird Erneuerung haben, das Inkognito nicht zu lüften. Wir wis- zwischen Chile und Argentinien aufgeteilt ist, wurde Boeger war es im Schlußwort eine Leichtigkeit, mit des Kampfgelöbnisses für den Sozialismus sein. fen nicht, wer Herr A. C. ist, weil wir aber im Jahre 1510 von Magalhaes entdeckt und von ihm dem kommunistischen Einheitsfrontler à la Si­gerade bei diesem Monogramm sind und weil wir das Land der Großfüße" genannt, während er dem nowiew" fertig zu werden. Die Resolution fond Parteivorstand der deutschen sozialdemokratischen von den Gelben einmal reden, sei an eine Ge- cin Jahr später entdeckten Archipel nach den großen einst' mmige Annahme. Arbeiterpartei. schichte erinnert, die sich vor vierzehn Jahren Lagerfeuern der Eingeborenen den Namen Feuer- Die Feier der Internationale in Wigstadti abspielts. Im Jahre 1910 wurde bei dem land" beilegte. Die Ureinwohner Patagoniens und fand am Sonntag im Arbeiterheim in Wigstadtl deutsch nationalen Arbeiterführer des Feueríandarchipels sind im Aussterben begriffen; state. Eingeleitet wurde sie mit dem Chor, Heilige Alois Cihula eine Hausdurchsuchung veranstaltet, man schätzt ihre Zahl nur noch auf wenige Ta- Allianz der Völker" von Kolbe, worauf die Fest= bei der sich folgender Brief fand, dessen Absen- sende. Der Enderberichterstatter des Secolo" Car- ouverture von Winter von der Arbeiterheimtapelle der der Verband der Industriellen der Bezirke rara, der Patagonien und das Feuerland besuchte, gespielt wurde. Die Gedenkrede hielt Fachlehrer Mödling , Neunkirchen usw. war: hatte das Glüd, in Punta Arenas , dem Hauptort Gen. Kowalik aus Freistadt . Er verstand es Unter Bezugnahme auf unsere gestrige per- des chilenischen Territoriums Diagallanes, ein paar in vorzüglicher Weise, die Teilnehmer zu fesseln, Staatsbeamtenschaft hat die Aenderung dieses Ge­jönliche Unterredung, auf Grund Rüdsprache mit selten gewordene Nachkommen der Ureinwohner zu in ihnen den Glauben an die Internationale zu mehreren Verbandsmitgliedern bin ich in der treffen. Punta Arenas ", so schreibt der italienische vertiefen, und damit auch die Zuversicht für den sebes verlangt, alle haben die Notwendigkeit dieser Lage, Ihnen eine Subvention von 1000 Journalist, ist eine moderne, schmude Hasenstadt endgültigen Sieg des Proletariats neu zu beleben. Menberung eingesehen, aber nichts ist geschehen. Das Kronen( Friedensironen, Anm. d. Ned.), bis internationalen Charakters mit rund 30.000 Cin- Nicht endenwellender Beifall folgte seinen Worten. ganze Besoldungssystem ist überhaupt unmöglich. nach vollzogener Fusion mit den Neunkirchner wohnern, netten, fleinen Solzhäusern, die an engli. Der Chor Die Internationale " und zwei Re- Nirgends sonst in der ganzen Welt wird der Staats­Stimmen" zuzusagen. sche Cottages" erinnern, elektrischen Straßenbahnen zitationen: Wir sind so gemein" ven Jones und beamte so schlecht gezahlt wie bei uns, nirgends sonst und den üblichen Hafentneipen, aus denen dem Der Tag wird kommen" von Pfan, sowie ein wird hoch qualifizierte Arbeit, Studium, so gering ge­Wanderer das unvermeidliche es, we have no va- lebendes Bild, darstellend: Der Völkerbund der wertet, wie bei uns. Daher hat die ganze Beamten­nanas" entgegenschallte. Engländer find in Bunta Völker", wozu die Teilnehmer stehend den Sozia- schaft die Neuregelung der Bezüge und die Besserstel Arenas massenhaft ansässig. Sie sind es auch, die liſtenmarsch fangen, bildeten einen würdigen Ab- dies versprochen, aber geschehen ist nichts. Wieder­Ab- lung der Akademiker gefordert. Wiederholt wurde Es wurden ferner bei dem waderen Ten die Felle von Robben und Pelztieren auftaufen, die schluß dieser erhebenden Feier. sie zur Bearbeitung nach England schicken, um sic holt wurde die Erhöhung der Ortszulagen in Aus­tenen gefunden: ein Poſtanweisungsabschnitt auf nach der Rückkehr hier wieder zu hohen Preisen als Verwaltungsgericht hat mit dem Erkenntniffe vom Zulagen versprochen, aber geschehen ist auch da nichts. Benennung der Gemeinden. Das Oberste sicht gestellt, wiederholt wurde die Anweisung von 600 K, Absender Bund österreichischer Industriel Edelmaterial zu verlaufen. Zur Beschaffung des Ma- 4. Mai 1923, 3. 7482, Folgendes ausgesprochen: Wir wurden immer nur vertröstet und wir haben des ler, und ein Brief des Unternehmers Friß Ham- terials der Felle baben sich große Gesellschaften ge Gine Gemeinde hat keinen Rechtsanspruch, der vor uns immer wieder trösten und vertrösten lassen. Wit bildet, in deren Dienst die Eingeborenen die Jagd- So sieht alſo ein deutschnationaler Arbeiter auf Robben, Fischottern und Biber ausüben, an de com Verwaltungsgerichte verfolgbar wäre, darauf, großen Soffnungen haben wir Aktive und Penſio­führer aus. Er nahm von den ärgsten Scharf- nen in den Fjords von Patagonien und Feuerland daß ihr ein bestimmter Name im Sinne der Genisten den Ergebnissen der jetzt abgeschlossenen machern Geld, um die Arbeiter für die Zwecke tein Mangel ist. Hier in Punta Arenas sah ich auch sehes vom 14. April 1920, Slg. Nr. 266, zugewie- Tagung entgegen geschen. Wir wurden abermals ge­der Unternehmer einzufangen. Unter dem Vor- ein paar waschechte Nachkommen jener Großfüße", en werde; aber auch darauf beſteht kein Anspruch, täuscht. Wir legen nachdrücklich Proteſt dagegen ein. wand des bedrängten Deutschtums werden die denen einst das Land gehörte, und die heute hier bie baß elva der vom Amte zugewiesene Name nicht daß man die von allen Seiten, Regierung, Barla­Arbeiter von politischen Abenteurern verkauft und Rolle der Leyten Mohikaner" spielen. Es waren gebraucht werde.

Tages- Neuigkeiten.

N. C.

Noch ein gelber Jubilar.

Verlangt wird Zusendung der Zeitung für ein Jahr, damit sich der Verband von der Hal­tung der Zeitung überzeugen fönne. Gezeichnet: Nannig m. p.

burger, der ihm 300 K Subvention avisierte.

verraten.

Die legten Batagonier.

Iräftige, schöne Menschen von stattlicher Figur, die im Am 16. und 17. Dezember 1910 fand in übrigen aber in feinem Zug an das Bild erinnerten, Wiener Neustadt eine Schwurgerichtsverhandlung as Antonio Bigasetta in der Beschreibung seiner statt, in der die Affäre Cihula in ihrer ganzen Weltumsegelung, der ersten, die einem Seefahrer ge­Breite aufgerollt wurde. Da wurde gerichtsord- lang, gezeichnet hat. Bigafetta, der italienische Ge­nungsmäßig festgestellt: fährte des Wiagalhaes auf dessen Entdeckungsreise, 1. Der deutscnationale Arbeiterführer war war in dem Treffen auf den Philippinen, in dem tatsächlich beim Neunkirchner Industriellenverband, Magalhaes mit acht Gefährten den Tod fand, eben einer der ärgsten Scharfmachervereinigungen, um falls verwundet worden; doch gelang es ihm, die dort Geld zu erbettelu. 2. Čihula hat vom Neunkirchner Industriel ber 1522 mit 17 Begleitern glüdlich in Sevilla wie­Weltumsegelung durchzuführen und am 8. Septem­lenverband 1000 K tatsächlich erhalten! der anzulangen, nachdem er unterwegs 200 Gefähr­3. Er hat dafür die Verpflichtung übernom ten verloren hatte. Von den Patagoniern heißt es in men, sein Blatt unter die Kontrolle der berüch seiner Reisebeschreibung: Zu uns tam ein Mann tigsten Arbeiterfeinde zu stellen. von riesiger Gestalt, der so groß war, daß wir Wohl wurde troß dieser unumstößlichen Fest- ihm knapp bis zum Gürtel reichten. Er hatte ein stellungen der angeklagte sozialdemokratische Re- breites Gesicht, das unbedingt bemalt war. Diese dakteur verurteilt, aber dieses Urteil ist nicht mehr Riesen laufen schneller als Pferde. Jeder hatte einen als der Ausdruck der parteiischen Gesinnung großen Korb bei sich, aus dem er Gerste mit Halm deutschnationaler Geschworner. Diese konnten und Hülsen. Dazu tranken sie einen halben Eimer felbst als Richter ihren tiefeingewurzelten Sozia- Waffer, ohne Aten zu holen, auf einen Zug aus." Liftenhaß nicht bezähmen. Unsere Patagonier nahten uns dagegen mit dem

Sonntag den 19. Oktober, um 9 Uhr vor­mittags, auf dem Schönauer Konzertplaße in Teplitz- Schönau

Kreisorganisation Teplit- Saaz. Kreisgewerkschafts- Kommission Tepliß- Schönau. Konsum- Verein Tepliß- Schönau.

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ment, politische Parteien, als durchaus berechtigt. an Der Neichsverband deutscher Mittelschullehrer gesehenen Forderungen der Staatsbeamtenschaft igno­hat in der Sigung seiner Hauptleitung vom 27./28. riert und über sie zur Tagesordnung übergeht. Wir September folgende Entschließung gefaßt: Das halten ein solches Vorgehen für ein unwürdiges Barlament ist wieder einmal auf Urlaub gegangen, für eine Verhöhnung berechtigter, von der Not dik­Spiel mit der Geduld der wehrlosen Beamtenschaft, ohne auch nur einen Finger für die Staatsbeamtentierter Forderungen. Wir fordern von der Regierung gerührt zu haben. Die Forderungen, welche wir mit und von den politischen Parteien die energische Ve­den anderen Gruppen der Beamtenschaft erhoben, sind nicht leichtfertig aufgestellt, sondern von bitterster ſeitigung aller der Erfüllung der Beamtenforderun Not diftiert. Die Bezüge haben niemals der Teuerung gen entgegenstehenden Hindernisse, die Novellierung Gesetz vom 20. Dezember 1922, S. 394, empfindlich Akademiker und die Regelung der Pensionistenfrage." Rechnung getragen. Troßdem wurden sie durch das des Gesetzes vom 20. Dezember 1922, die Regelung und Stabilisierung der Bezüge, Besserstellung der gekürzt, weil man behauptete, daß die Teuerung nach- Akademiker und die Regelung der Pensionistenfrage." lassen werde. Gerade das Gegenteil ist aber einge- Wieder ein Straßenbahnunglück in Berlin . treten. Die Preise der lebensnotwendigen Artikel Samstag abend stießen in dem Berliner Vororte haben sich nur furze Zeit auf gleicher Höhe erhalten, Südende zwei Straßenbahnwagen zusammen steigen seit langem und in jüngster Zeit in immer Es wurden 22 Personen verletzt, darunter rascherent Maße. Dasselbe Gesetz hat aber auch drei schwer. Nach einer von der Berliner verfügt: Wer nach dem 1. Jänner 1923 heiratet, er- Montagspost" veröffentlichten Statistik haben sich bält keine Familienzulage, wemt nach dem 1. Jänner bei der Berliner Straßenbahn in der Zeit vont 1924 Stinder geboren werden, erhält keine Kinderzu- 16. September bis 4. Oktober, also in 17 Tagen, lagen. Diese Bestimmungen sind hart, ungerecht, un- 21 3usammenstöße ereignet, bei denen 77 sozial und durch nichts zu begründen. Die ganze Personen verletzt wurden.