8. Feber 1926.

3ur Charakteristit der Arbeiterbelegationen nach Sowjetrnkland.

Wie man es 1920 machte.

Angel Pestana , der bekannte Führer der fpa­nischen Syndikalisten, hat im Jahre 1920 ein paar Monate in Sovjetrußland verbracht. Aber erst bor Kurzem hat er ein Buch über seine Eindrücke beröffentlicht, in dem er durchaus keine angeneh­men Sachen über die Sowjetregierung und die Dritte Internationale erzählt. Warum hat Pestana so lange mit diesem Be richte gezögert? Die Urjache ist ganz einfach: Vor einigen Jahren waren noch die Arbeitermaffen Bolschewisten

Bolt, sagt er, war fest überzeugt, daß wir im Kongresses, die künstlerische mise- en- scene" Auslande von der Sowjetregierung engagiert wa- der Regisseure der Dritten Internationale, die ren, um die Rolle von Vertretern der Arbeiter effektvolle, unerwartete Erscheinung von Lenin auf maffen der ganzen Welt zu spielen, und daß wir der Tribüne, usw. Das würde uns aber zu weit dafür schönen Lohn, volle Verpflegung und sogar führen. Wir beschränken uns deshalb nur auf reiche Geschenke befamen. Solche Aeußerungen die Uebertragung des vernichtenden Urteils über fonnte man nicht nur in der Proving hören, son- den Kongreß, mit dem der Verfasser sein Buch be­dern auch in Moskau , wo die Bevölkerung doch schließt. Seite 210): ein wenig aufgeklärter als in den entfernten Ge Biel Bewegung, viel Lärm und Geräusch, genden ist. Es ist sehr begreiflich, daß bei solcher aber nichts Praktisches, Ernstes, Reelles. Und so Auffassung die Gesinnung des Volles gegenüber etwas hat einen ganzen Monat gedauert! Und so diesen Ausländern durchaus feindlich war. Aber geht es überall in Sowjetrußland. Man könnte die Leute wagten es natürlich nicht, ihre Erbitte- ast sanen, daß die Sowjetkanzleien gegründet sind, rung zu äußern.... und haben die Internatio- um Zeit zu vergeuden. In dieser Hinsicht sind sie nale gesungen! wirklich ideal...." Sehr interessant ist Pestana's Schilderung des N. Tassin.

Seite 3.

Ehrlichkeit" überzeugt fein, auf eines tönnen sich diese Verräter verlassen, die Opposition wird ihnen am Parteitag die richtige Antwort ge ben. Einen

men.

Sauftall

reinigt man nicht mit Lackschuhen und Glacee­handschuhen, da hilft nur ein eiserner Besen. Wir werden nicht wanken, noch weichen! Auf Wieder­sehen in Linz am Parteitag" ber N S. D. A. P. zur Abrechnung mit Verrätern und Narren!" Auch der eiserne Besen wird wenig from nicht. Solange es Parteien geben wird, die den Das Ungeziefer scheut derartige Mittel klassenverrat im Programme stehen ha ben, wird es in diesen Parteien ,, Gauffer, Streit brecher, Schwindler, Berleumder und Narren" geben. Jede Mühe eines anständigen Menschen, folchen Sumpf troden zu legen, ist verschwendete

des feſten Glaubens, daß es deu Boldeten ge: Der Gaustall der Hakenkreuzler. Beit und Arbeit!

Inngen sei, Rußland in ein Paradies zu verwan­deln, und Pestana wagte es nicht, faltes Wasser auf diesen Enthusiasmus zu schütten. Deshalb bat er mehr als brei Jahre geschwiegen. Jetzt, da bie Begende von dem Sowjetparadies zu schwin den beginnt, hat er den Mut gefunden, die Wahrs heit zu sagen.

Daß aber ist eine Nebenfache. Sein Buch,

das unter dem Titel, 70 Tage in Rußland " in

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Die Zustände in der nationalfozialistischen Partei Defter­reichs. Enter 900 Bölkischen eine Anzahl von Rich­tungen.- ,, Gautler, Streitbrecher, ausgepichte Schindler,

Berufsverleumder".

Sdtirol und die Deutschnationalen.

Berliner Blätter berichten: Durch ein Dekret der italienischen Regierung wurden in Südtirol alle deutschen Namen der Eisenbahn­stationen verboten und die schleunige Ent­

Wir veröffentlichten vor einigen Tagen das ließen sich die Parteigenossen gefallen, bis endlich fernung aller deutschen Aufschriften angeordnet. Rundschreiben, in dem die Führer der österreichi- die Angestellten Müller, Schan, Solletschek, Thoma Der Tiroler Anzeiger meldet ferner aus Südtirol ,

Barcelona erschien, ist höchst interessant, und es schen Nationalsozialisten streng vertrau lohnt sich die Mühe, es durchzublättern. lich" ihren paar hundert Anhängern mitteilten, Pestana hat den russischen Boden als beger­sterter Bewunderer der Bolschewisten betreten. daß sie Walter Gattermayer zum völkischen Desto bitterer war feine Enttäuschung. Es würde Martyrer zu machen gedenken. Das Rundschrei zu weit führen, die allgemeinen Eindrüde über ben gab dem, der mit nationalsozialistischen Chr bas, was er gesehen und gehört hat, aus seinem begriffen nicht vertraut ist, einen überraschenden Buche wiederzugeben, abgesehen davon, daß man und tiefen Einblick in die völlische Denfart. Der über dies Thema schon viel geschrieben hat. Sein artige Spigenleistungen an politischer Verfom­Buch aber enthält etwas Neues, und war dort, menheit hatte man selbst bei den Hafenkreuzlern wo er fich mit der Komintern und mit den aus nicht erwartet. Die Antwort ist nicht ausge ländischen Delegierten auf dem 2. Kongreß der blieben. Sonntag brachte die Arbeiter. Dritten Internationale befaßt, dem er als Ber. 3eitung", die von den Ereignissen bei den Na­treter der Spanischen Syndikalisten beigewohnt tionalsozialisten meist eher als die nationalsoziali stischen Mitglieder Kenntnis hat, die Antwort

hatte.

Pestana, sowie einige andere ausländische der Opposition. Gäste, waren auf der russischen Grenze mit großer Die Hitler - Anhänger", wie sich die Haupt­Gastfreundlichkeit empfangen worden. Abramo- gruppe der Opposition nennt, geht mit den Leu­visch( bekannt im Auslande unter dem Namen ten um Gattermayer, Schulz und Umlauf, also " Mostaus Auge") ist ihnen entgegengekommen mit den Stöpfen der völlischen Bewegung Dester­und hat sie bis Petrograd begleitet. Der Zug reichs scharf ins Gericht. Gattermayer- Umlauf­Clique, hatte nur einen Passagier- Wagen 1. Klasse: alle Gattermaher- Rreaturen, politische Streber- niederträchtigen Denunziationen, anderen waren Güterwagen. Da viele Passagiere auf dem Berron warteten, sagte Pestana zu Abra- Begreben" und Schimpfworte, das sind die Nieberträchtigkeit" das sind keine roten Worte, die Nationalsozialisten gebrauchen, wenn

movitsch:

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Es wird uns ein bißchen eng sein!

Beruhigen Sie sich antwortete Abra­movitsch. In diesem Wagen wird niemand

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außer uns fahren.

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- Und die übrigen Passagiere? In einem Güterwagen.

In dem Hotel Internationale", wo man die Delegierten in Petrograd untergebracht hatte, hat man sie fürstlich bewirtet. Es war umso peinlicher, sagte Pestana, als in dieser Zeit die ganze Bevölterung furdyabar unter Hunger litt und man auf jedem Schritt und Tritt Männer, Frauen und Kinder in Lumpen, um ein Stückchen Brot flehen sah."

Der Verfasser ist ganz empört über das Be­nehmen der ausländischen Gäste.

Es gab Delegierie, sagt er, die in schändlicher Weise ihre privilegierte Lage ausgenuht haben. Wenn der Friseur des Hotels sie nicht ganz nach ihrem Wunsche bediente, beschimpften sie ihn und berklagten ibn fogar beim Kommandanten. Einige haben jede Nacht ihre Schuhe vor die Tür gestellt, und wenn sie sie am nächsten Morgen nicht so wie fie es wollten gepust fanden, machten sie Strach und bedrohten die Kameraden"-Bediener mit Anzeige.

Es fam auch noch Schlimmeres vor. Es fan­den sich jogar Deleg erte, die die elende Lage der Jungen Bedienerinnen des Hotels ausnutzten und versuchten, sie mit den Resten ihrer Mahlzeiten zu laufen. Das sind die angeblichen Führer des internationalen Proletariats!"- fügt entrüftet Pestana hinzu.

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"

fie von ihren Führern reden. Es scheint einem politisch denkenden Menschen ausgeschlossen, daß berart beschimpfte und bekämpfte Führer über haupt noch einmal vor das Forum der Partei treten. Bei den Nationalsozialisten allerdings ist auch das möglich. Das Schreiben fährt fort: Ein Abgrund der schmutzigsten und

gemeinsten Handlungen

und Uit

diesen ganzen Saustall aufdeckten. Er besetzte den Posten von Müller, führte den Rampfopferschap" ein- dies ist der größte Be trug an den Parteigenossen, da er nicht zum Aus bau der Arbeiterpresse", sondern zum Schulden­zahlen dient und als die Angriffe unserer An­gestellten immer stärker wurden, als dann die Arbeiter Beitung" und Der Abend" auch noch

mit Material

gegen diesen ausgepichten Schwindler und Parteiberräter

zu schießen begannen, da verschwand er auf Wunsch der Schulz und Kumpane, tauchte als ,, Veritas"( das ist das Pseudonym des Gatter­mayer. Red.) Mitarbeiter in der D. A. P" ( ,, Deutsche Arbeiterpresse". Red.) sofort wieder auf und

heute ist dieser Lump nicht nur Verwalter vom Rampfopferschap", nein, sondern er pattiert mit Richl und will fogar Obmann werden. Bei uns bewahrheitet sich eben der alte Spruch: Was Besseres fommt selten nach!"

nem habe die Gemeindevertretung von Raltern aufgelöst und einen Fascisten zung Briren wurden nach einer T.- U.- Meldung alte Bräfefturkommissar ernannt. Beim Turnverein verrostete Gewehre und einige Degen vorgefunden. die gelegentlich bei Theaterspielen Verwendung fanden. Der Vorsitzende des Vereins, der fathe lische Geistliche Bertramer, wurde deswegen zu vierzehn Tagen Kerter verurteilt. Der Befißer eines Gasthofes, bei dem ein clter Polizei­fäbel einer Theatergesellschaft gefunden wurde, ist in zweiter Instanz zu zwei Monaten und fünf­zehn Tagen Gefängnis verurteilt worden. In einer Verhandlung in Trient wurde ein Bauers john, bei dem man einen alten Vorderlader fand. su zehn Monaten Kerfer und sein V ter zu drei Monaten Arrest verurteilt. Das Schulamt in Trient hat für Südtirol verfügt, daß der Unter richt des Deutschen als zweite Sprache überall ein­gestellt werden muß. In den Klaffett mit italics nischer Unterrichtssprache dürfen daher deutsche Anf ngsstunden nicht mehr erteilt werden. Der Unterricht muß vielmehr ausschließlich in italic­nischer Sprache erfolgen.

Wie Wiener Blätter aus Südtirol melden, Gegen diese Roseworte und schmüdenden hat die italienische Regierung verboten, daß Aus­Ehrentitel war all das, was die Sozialdemokraten länder in einem Bereiche von dreißig Kilometern gegen Gattermayer sagten und schrieben, und von der Grenze Handel und Gewerbe betreiben. was seinerzeit im Wahlkampf das frenetische Alle Ausländer, die bereits eine Handelserlaubnis Wutgeheul der Krebs und Jung, der Sim m, erhalten haben oder einem Gewerbe nachgehen, ist Fahrner und Rarg auslöste, was sie als in diesem Gren gebiet innerhalb drei Monaten sozialdemokratische Lügen" nicht beweisen, aber die Erlaubnis zu entziehen und der Gewerbe­hinstellen wollten, harmlos. Ja, man kann fa- betrieb zu verbieten. gen, daß Gattermayer nach unseren Urteilen Die deutschnationalen Zeitungen überbicien wie sie auch in der von unserer Partei ausge fich anläßlich dieser Meldungen natürlich in Ent öffnet sich vor einem, wenn man Leute wie Gatter- gebenen Broschüre über die Helden der völlischen rüstungstunt gebungen anfäßlich der Vergewalti mayer, Umlauf, Schulz usw. unter die politische Erneuerung enthalten sind, ein Ehrenmann und gung deutscher Stammesbrüder" in Südtirol Lupe nimmt. In feiner Partei, in feinem Verein Beldenjüngling ist im Vergleich zu dem Gat- burch die Italiener. Ihre Vorschläge gipfeln mehr ist es möglich, daß solche Kreaturen zu den termayer, den die Nationalsozialisten selbst oder weniger darin, daß sie nicht nur zum Boykort höchsten Stellen gelangen können, daß solche Fühzeichnen. Von Gattermayers Salzburger Gefolgs aller italienischer Wren auffordern, sondern fic rer" von den Mitgliedern bejubelt werden können, mann, dem Professor ellering, wird gesagt, richten auch an alle ihre Gesinnungsfreunde die und bei uns in unserer jungen, aufwärtsstrebenden daß er ein Narr" fei, was er spricht, ist Hum Bitte, mit Rücksicht auf die brutale Behandlung Bartei hat sich dieser politische Unrat, der aus bug und Geschwäß. der deutschen Südtiroler alle Reisen nach Italien andern Parteien hinausgeworfen wurde, gesam­vorläufig einzustellen, bis an die Stelle brutaler melt und wie jedes Unkraut bald das ganze Par­Bergew: ltigung wieder Recht und Vernunft ge­teileben versaut. Nur so ist es erklärlich, daß un treten fei. ter der Führung von einem Dr. Riehl diese Ge­stalten immer mehr an Einfluß gewinnen fonn tener selbst war ein Mandatsjäger und politischer Geschäftsmann, ausgestattet mit der größten Gerissenheit, aber schwach und willenlos und als Richl dann aus der Partei ausgeschlossen wurde von Leuten, die wie| ein Schulz, Zwerina und Gattermaher nicht um ein Jota beffer sind wie er, tam der ehrliche" Politiker Schulz an die Reihe, die Obmannwürde zu übernehmen. Ihm dürfte heute noch nicht ganz flar sein, wieso und warum er Obmann wurde, aber bald hatte er sich in Amt" und Würden hineingelebt, und sein nächstes Ziel war: Wie werde ich Nationalrat, wie fomme ich ins Parla­ment?"

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So sieht also der Parteiobmann der

Viele Telegerte haben von der Sowjetregte rung Wäsche und Schuhe erhalten. Der Verfas fer war Zeuge, wie einer von ihnen auch Wäsche für seine Kinder, die in West- Europa geblieben waren, erbat. Und dabei konnte man, sogar ne­ben dem Hotel, Hunderte von Leuten sehen, die Nationalsozialisten Desterreichs aus, der Mann, nicht mal en Hemd auf ihrem Leibe hatten! Einem Delegierten fiel feine Uhr zu Boden und er hatte die Samlosigkeit zu fordern, daß man ihm eine andere fdenten solle.

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der die völkische Diktatur errichten sollte, selbst

Dann geht der Bericht zu dem führenden Pg" Umlauf über und behauptet:

,, die ekelhaftesie Figur ist das ,, Leitungs" mitglied Umlauf. Was man von diesem Erguß reaktionärer. Dieser ist ein Bastard zwischen einem bürgerlicher Blätter zu halten hat, beweist die Jesuiten und Juden, gefährlicher, Tatsache, die wir hiermit der Vergessenheit ent hinterlistiger und brutaler als berziehen. Die Hitler- Ludendorff- Partei hielt im Of geriebenste Jude oder pfäffische Jetober 1923 im Hofbräufeller München eine große fuit. In St. Pölten hat man ihn hinausge Mitgliederversammlung ab, in welcher Adolf schmissen, Schulz öffnete seine Arme, drüdte bie- itler unter anderem wörtlich ausführie: Un sen Ehrenmann" an sein treues" Herz, hatte er die für Deutschland so notwendige(?) Freund doch eine verwandte Seele zu seinen übrigen Be- fch: ft mit Italien und seinem genialen Führer ratern " gefunden. Umlauf spielt auf allen poli- Mussolini zu erreichen, muß man auch Opfer tischen Musikinstrumenten, ist nur als Drahtzieher bringen fönnen. Aus diesem Grunde ist es not­an seinen von ihm inspirierten Handlungen er- wendig, daß Deutschland endlich einmal flar und lennbar und leugnet jedwede Schuld, jebe Ber - bentlich erklärt: Wir verzichten auf Südtirol , und bindung, er leugnet alles, was er wohl gemacht daß in erster Linie die Klagen über angebliche hat, aber ihn in den Augen der andern herab Leiden unserer Südtiroler Brüder aufhören, die feßen könnte. Er ist das Prototyp des poli ja doch nichts weiter sind, als ein müßiges Ge schwät." tischen Strebers."

Aehnlich wird ein gewisser Prodinger

Auf die Angriffe und Verleumdungen dieser Clique überhaupt einzugehen, hieße Del ins Feuer der Leidenschaften der empörten Parteigenossen gießen. Daß heute alles brüber und brunter geht, daß

aber anscheinend nicht mehr als einen bescheide- charakterisiert. Eine Reihe von Führern wird als nen Barlamentsfit anstrebte. Das geistige Haupt, Berufsverleumber" gekennzeichnet. Das Während ihres Aufenthalts in Rußland sind der längst populäre und berüchtigte after Rundschreiben schließt: mayer, für den der Aussiger Tag" mehr als die ausländischen Delegierten viel gereift, na­einmal eine Lanze brach, als die Sozialdemo türlich mit allem Somfort und unter der Führung traten ihn berleumdeten", tommt im Urteil sei­bon geeicirten Bolschewisten. Ueberall wurden ner Barteigenossen nicht besser weg. Es heißt ihnen zu Ehren Bankette und Festlichkeiten ver­von ihm: anstaltet, wo viel gegessen und getrunten murbe. Während sich Schulz zum Diktator mit der Auch wurden ihrenvenen sogenannte Volkskundge bungen veranstaltet, die aber, wie Pestana bie

chleit zu erfahren hatte, teine freiwilligen, sondern Zwangsfundgebungen waren: den Arbei­tern, die diesen Rundgebungen nicht beiwohnten, wurde ihre Ration für einige Tage, manchmal fogar für Wochen entzogen.

Natürlich, hat man überall die Internatio­nale" gefunden Ach. diese Internationale"! feufzt Pestana. Es war eine wahre Plage. Auf jeden Schritt und Tritt, bei jedem Empfang, bor und nach jeder Rede, aber fast immer ohne Spur von Begeisterung. In Gegenteil, mit trau rigen Gesichtern, mit verzogenen Mienen, wie Sträflinge, die man vor den Behörden zum Sin gen zwingt. Es war eine Art 3vangs- Internati onale, so wie es Zwangs- Kundgebungen und Zwangs- Enthusiasmus waren.

·

Was hielt das Volk von diesen Ausländern, bie man überall bewirtet und gefeiert hat, die alle Brivilegien genossen, während Millionen Einge­borene Sunger liften und Zumpen trugen?

Das erklärt uns ganz deutlich Pestana. Das

eisernen Faust ausbildete, fam Walter Gattermayer, der politische

Gaukler und Seiltänzer, Berwaltungsrat und Streifbrecher, Juden­feind und Bogromheger". Bräutigam einer Jübin und Mandatsanwärter, aus der politischen Versenkung und er, der Parteipro­grammatifer" in Rompanie mit dem Sanierungs­helden Zwerina, lag Schula- da er deffen " Stärte" erkannt hatte immer in den Ohren

und summte von den u erreichenben" Man­baten. So intrigierte er gegen alles, was Anti­parlamentarismus hieß, doch in echt deutscher Art trat er, der Mann mit dem geronnenen Judengeist"( eine Redewendung Gatter­mayers), niemals offen als Gegner hervor, son­dern machte" in jedweder Politit, geführt von dem Stern, Parlament" In den Versammlungen schimpfte er auf die Quatschbude am Ring" und bei Sizungen rechnete er die im schlechtesten Falle aufzubringenden Wähler aus. Und dies alles

die Schulden überhauvt nicht mehr bezahlt werden können,

Nachdem Hitler dann noch ausführte, daß

dant der rührigen Tätigkeit seiner Vertreter in Rom ( des später wegen Landesverrats zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilten Schriftstellers Lüdele) ein äußerst gutes Verhältnis zwischen Mussolini und ihm bestehe, und daß man in Italien beginne, der Völf" Bewegung größte Aufmerksamkeit zu schenken, schloß er seine Aus führungen mit den Worten, nicht eher zu ruhen, als bis auch in Deutschland allem inter­nationalen Klüngel" ein Ende ge­

macht sei.

daß heute die Mehrzahl der Ortsparteien hinter Soweit der Führer der bölfischen Bewegung uns stehen, daß der Parteitag einen Saustall Adolf Hitler . Während man auf der einen Seite ersten Ranges aufzeigen wird und den Schulz, uraltes deutsches Land preiszugeben bereit ist, nur 3werina und Umlauf- Arcaturen die verdiente wegen der guten Beziehungen zu Mussolini , setzt Antwort geben wird, ist nur eine Folgeerschei- man andererseits der Heuchelei die Krone auf, nung der grenzenlosen Indolenz der derzeitigen indem man im selben Augenblid vom internatio Borstandsleitung, denn es ist eine uner nalen tüngel" spricht, mur um auf diese Weise hörte Frechheit, die bewegungs- und hitler - den Blick von der eigenen ehrlosen Handlung eb­freuen Leitungsmitglieder Dr. Suchenwirth, In- aulenten. Echt bölfisch! genieur Rübeger, Loßmann, Rugler noch heute in diese Sauwirtschaft der Umlauf- Clique hinein ziehen zu wollen, um so auch diese Hitler - Anhänger mit bem

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a

Prager Kurse am 2. Feber.

100 holländische Gulben 100 Reichsmart. 100 belgische Frants 100 Sdiveiser Frants 1 Pfund Sterling 100 Lire 1 Dollar

Schmus eines Gattermayer, Umlauf, Manhart und Zwerina zu besudeln. Parteigenossen! Die Sturmabteilungen stehen hinter der Freiheitsbewegung". hinter der Oppo­sition, immer deutlicher wird die Spaltung awischen Reinheit und Sauwirtschaft. 100 Dinar Mögen die Schulz und Gattermayer noch so de­magogisch sein, mögen sie noch so sehr von ihrer

100 franzöfifche grants. 10.000 magharische Kronen 100 polnische Bloth 100 Schilling

Geld 1357.-­

Ware 1368.­

804 50.­

808.50.

158.05.­

154.45.­

651.-.-

164.07.50

185.80.­

83.70.­

126.92.50 59.77.50

4.71 87 469.­477.­

-475.

654.­165.27.50 137.20.­

34.­128.32.50 60.27.50

4.81.87

480.­

-