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Mr. 261.

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Vorwärts

Berliner Volksblatt.

15. Jahrg.

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Terufprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin".

Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands .

Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2.

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Sonntag, den 6. November 1898.

virtuosesten Lügner, daß er aus Versehen die Wahrheit spricht. Und so entwischt auch unseren Junkern manchmal die Wahr heit. Schrieb da z. B. lezthin die Kreuz- Zeitung " in einer Notiz über die Betheiligung an den Landtagswahlen:

Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3.

Frankreich hat bekanntlich gemeint, eine Kompensation für die freiwillige Räumung Faschoda's verlangen zu sollen. Frankreichs Forderung zielt auf eine derartige Regulirung der Grenzen zwischen dem französischen Kongo und dent egyptischen Wie die bis jetzt vorliegenden Ergebnisse für die Sozial Sudan , daß der Zugang zum Nil aus den französischen Be­demokratie beweisen, hat diese Partei nur ein sehr engbegrenztes fizungen gesichert bleibe. Dieser Kompenfationsanspruch ist Feld bei den Landtagswahlen. Es wäre den Sozialdemokraten es, von dem Lord Salisbury meint, er werde Anlaß zu aber auch nicht einmal gelungen, dieses Feld mit Erfolg zu beweiteren Kontroversen geben. bauen, wenn ihnen nicht gerade von einer Seite, von der es am Die französischen Blätter sprechen sich über den wenigsten zu erwarten war, Hilfe geleistet worden wäre. Hätten die Breslauer Führer der Nationalliberalen das Bekenntniß zur Beschluß der Regierung, aus Fafchoda zurückzuweichen, sehr Sozialdemokratie nicht als so überaus harmlos hingestellt, schmerzlich aus; eine solche Demüthigung habe Frankreich daß sich thatsächlich kein Mensch zu geniren brauche, in öffent feit 1871 noch nicht erlebt. Allerdings erkennen die Blätter licher Wahl für eine antimonarchische Partei die Stimme ab- auch an, daß die Regierung unter den gegebenen Umständen zugeben, hätten nationalliberale Blätter nicht in demselben Sinne nicht anders handeln konnte. geschrieben, so würde sich gar mancher, Genosse" oder Mit­fäufer" gehütet haben, roth" zu stimmen. Wenn der sozialdemokratische Hannoversche Volkswille" in seiner ge= hobenen" Stimmung wegen der sozialdemokratischen Tapfer­feit bei den Landtagswahlen den Nationalliberalen droht, beim nächsten Male würden ihre beiden dortigen Vertreter ,, draußen liegen", so ist das nichts als eine recht drastische Ant­wort auf die vielen Schönfärbereien, durch welche die Sozial­demokraten bei den letzten Wahlen von nationalliberaler Seite unterstützt worden sind.

Also die Kreuz- Zeitung ".

Die Faschodafrage ist beseitigt. Jeder Tag kann neue, noch ernstere Streitfragen herbeiführen.

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Abrüftungs- Konferenz". Die Wiener Politische Korres spondenz" meldet aus Petersburg , die Hauptgrundzüge des Pro­grammes der Abrüstungs- Konferenz seien unter eifriger Mitwirkung des Kaisers von Rußland in den einzelnen Theilen von dem Minister des Auswärtigen, Grafen Murawiew, bereits festgestellt worden und dürften in der zweiten Hälfte des November den auswärtigen Re­gierungen offiziell notifizirt werden."

Die Oeffentlichkeit der Wahl. Ueber keine der unzähligen Maßregeln, welche die Reaktion ersounen hat, um das Volt um seine Rechte zu betrügen, oder die Rechte in Scheinrechte zu verwandeln, ist so viel ge­Yogen und geheuchelt worden, wie über die Maßregeln zur Beeinflussung und Fälschung der Stimmabgabe bei Wahlen. Daß bei einer Wahl alles darauf ankommt, die Wahl frei zu machen, das heißt für den Wählenden die möglichste Frei­heit der Wahl zu sichern, das bedarf keiner näheren Aus­einandersetzung ebenso wenig wie es einer Auseinander­fegung bedarf, daß jemand, der von einem anderen dienstlich oder wirthschaftlich abhängig ist, nicht frei wählen kann, wenn er öffentlich, unter den Augen dessen, von dem er abhängig ist, zu wählen hat. Es ist das so selbstverständlich, daß nur der es bestreiten kann, der die Wahr­heit nicht sehen will, weil sie seinen Interessen oder Neigungen entgegensteht. Ueberall, wo man wirklich freie Staats­einrichtungen hat, ist deshalb die geheime Wahl eingeführt, während überall da, wo man dem Volk nur Scheinrechte ge­währen wollte, die Oeffentlichkeit der Wahl eingeführt ward. Die Frage, ob öffentliche oder geheime Wahl, wurde zuerst in England eine Streitfrage und zwar schon zu Ende des Man sieht, sie baut auf die Oeffentlichkeit der vorigen Jahrhunderts, als das englische Bürgerthum, unter dem Eindruck der französischen Revolution daran ging, eine Stimmabgabe beim elendesten aller Wahlgefeße". Und Reichstagearbeiten. Die Berliner Politischen Nachrichten" ernstliche Parlamentsreform, vor allem eine ernstliche Reform sie kennt es besser, als diejenigen unserer Genossen, welche des verrotteten Wahlgesetzes zu erwirken. Die Forderung sich darüber gewundert haben, daß dem öffentlichen Wählen bei Allmälig läßt sich der Kreis der Arbeiten, welche vom Reichs­des Ballots, d. i. der geheimen Abstimmung, ist seitdem der heurigen Landtagswahl keine Maßregelungen gefolgt seien. tage in seiner nächsten Tagung zu erledigen sein werden, einiger­auch nicht mehr aus dem Programm der englischen Fortschritts- Es darf nicht vergessen werden, daß die bürgerlichen Parteien in maßen übersehen. Aus dem Reichs- Schazamt wird der Etat für parteien verschwunden. Die bürgerliche Reformbewegung, der den wählenden Sozialdemokraten Verbündete erblickten. Wir 1899 stammen. Die Etatsarbeiten im Bundesrathe sind soweit ge­die große Reformbill" des Jahres 1830 zu verdanken ist, hätten es keinem Briefträger oder Eisenbahnbeamten rathen fördert, daß die Einbringung dieser Vorlage an den Reichstag gleich war freilich nicht start genug, dem Ballot zum Siege zu vermögen, öffentlich gegen Podbielski oder Thielen, feinem nach seinem Zusammentritt wird erfolgen fönnen. Die erste helfen. Daffelbe wurde dann unter die berühmten sieben Arbeiter, öffentlich gegen Stummm zu stimmen. Die Streuz- Lesung des Etats wird der Reichstag also ganz sicher Das Weihnachten vornehmen. Reichsamt Buntte" der Charter aufgenommen und spielte in der Beitung" kennt den Werth diefer Oeffentlichkeit besser und Innern, wie das Reichsjustizamt werden beide eine größere Anzahl Chartistenbewegung eine hervorragende Rolle. Indeß will sie darum auch in das Reichstags Wahlrecht von Entwürfen liefern. Aus dem ersteren werden der Invaliden­auch den Chartisten gelang es nicht, den Widerstand der einschmuggeln. versicherungs- Gejezentwurf, der bekanntlich schon vom Reaktionäre zu brechen, die wohl erkannt hatten, daß die Wir danken dem Junkerblatt, daß es das Gerede von Bundesrath in Berathung genommen ist, der Entwurf zum Schuße Oeffentlichkeit der Wahl eine Fessel ist für den Wähler und der Mannespflicht" öffentlicher Stimmabgabe so umumwunden der Arbeitswilligen( 3uchthausgefes!), eine Ge­deshalb ein Bollwerk der Reaktion". als Schwindel gefennzeichnet hat, indem es einerlei ob werbe- Ordnungs Novelle und das Fleischschau­Ob die Vorarbeiten an dem Reich 3- mit oder ohne Absicht die Einschüchterung der Geset kommen. Wähler als Wirkung der öffentlichen Stimmabgabe preist. ersicherungs Gesezentwurf sich so werden be­Dieses Geständniß legen wir zu den Aften. Den schleunigen lassen, daß er noch in der nächsten Tagung Heuchlern, welche behaupten, die Abschaffung der geheimen dem Reichstage wird vorgelegt werden können, ist zweifel­haft. Dagegen darf als sicher angesehen werden, daß das Stimmabgabe sei kein Attentat auf das Reichswahlgefeß und Reichs- Justizanit, wenn auch nicht gleich zu Beginn der Session, doch allgemeine Stimmrecht ist durch dieses Geständniß die Maske im Anfange des nächsten Jahres den Hypotheken- Geset vom Antlik gerissen.

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Politische Meberlicht.

Berlin, den 5. November.

schreiben:

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Was wurde nicht alles vorgeschützt, um das offenbare Unrecht zu vertheidigen und zu beschönigen! Die Ceffent. lichkeit so sagten die Feinde des Ballots mit höhnend sophisti­scher Verdrehung der Thatsachen- die Oeffentlichkeit jei eine Lebensbedingung der Freiheit, und sie bei der wichtigsten Handlung des öffentlichen Lebens ausschließen, das sei eine entwurf sowie die Revision des Urheberrechts vor Intergrabung der bürgerlichen Freiheit. Als ob nicht gerade Tegen wird. Es ist auch wahrscheinlich, daß es, nachdem der Versuch durch die Oeffentlichkeit der Wahl die Wahl zu einer Farce mit der Entschädigung unschuldig Verurtheilter in der vorigen Tagung gemacht würde. Schließlich- und das war der letzte geglückt ist, diesen oder jenen anderen Punkt aus der früheren Trumpf tam Lord John Russell, Little Johnny, das kleine Justiznovelle, die bekanntlich in ihrer Gesammtheit vom Reichs­Hänschen", dem das Herz in die Hosen fiel, wenn jemand ihn Eine nene Grubenkatastrophe. Abermals stehen wir tage abgelehnt ist, in einem besonderen Entwurf nochmals einbringen scharf anblickte, und sprach das geflügelte Wort:" Es ist un vor der traurigen Pflicht, unseren Lesern ein neues schreckliches wird. Aus dem Ressort des Auswärtigen Amtes darf eine männlich( unmanly"), geheim zu wählen. Jeder Brite Grubenunglück melden zu müssen. Wie aus Dortmund Wiederholung des Entwurfs wegen der Uebernahme Neu­muß den Muth seiner Ueberzeugung haben. Nur ein Feigling telegraphirt wird, sind am Freitag Abend auf der Zeche der schiedene andere Beschlüsse des Kolonialraths werden im Etat ihre Guinea's auf die Reichs- Verwaltung erwartet werden. Ver­flüchtet sich mit ihr in das Dunkel des Geheimnisses." Gewerkschaft" Borussia" durch Explosion schlagender Erledigung finden können. Was schließlich die Militärverwaltung Nun, die Engländer haben sich nicht durch solche Flausen Wetter 3 Arbeiter getödtet und 5 schwer verbetrifft, so ist als gewiß anzusehen, daß die Konsequenzen aus dem täuschen lassen, und das Ballot ist seit dreißig Jahren in Lekt worden. Bei den Rettungsarbeiten erstickte noch Ablauf des Quinquennats gezogen, sowie einzelne England Gesetz. 1 Steiger im Nachschwaden. Organisations Aenderungen( Erhöhung der Friedens Unsere deutschen Reaktionäre, die immer um ein Am Mittag desselben Tages das große Unglück auf Zeche präsenz 1) vorgeschlagen werden sollen. Schon wenn die hier auf­Menschenalter hinter den Reaktionären anderer Länder Holland" und am Abend ein noch schwereres auf der Zeche gezählten Entwürfe den gesammten Kreis der Arbeiten darstellen zurück find das nennen fie: bet pie" Borussia"! Eine Grubenfatastrophe nach der anderen, und würden, würde der Reichstag in seiner nächsten Tagung ein ganz der Zivilisation marſchiren haben jetzt jenes alberne Schlag- noch immer verlautet nichts davon, daß durch Anstellung von reichliches Penfum zu bewältigen haben."- wort des Hafenfußes Russell sich angeeignet und orgeln es Arbeiterbelegirten als Assistenten der Grubeninspektion dem Allerlei abenteuerliche Gerüchte über Abmachungen zwischen bei jeder Gelegenheit herunter- nur mit dem Unterschied, preußischen Bergmann endlich der seit Jahren erbetene Schutz ber sonst durchaus ernste englische" Standard", Deutschland soll ein Deutschland und der Türkei werden verbreitet. Da berichtet daß aus dem Briten" ein Deutscher" wird. denn für Deutsch vor den Gefahren seines Berufes in ausreichendem Maße ge- Stück von Tripolis entlang der ganzen funeſiſchen Grenze er­Unsere Reaktionäre oder Junker, halten. Die Frankf. 8tg." will von besonderen kommerziellen und land sind beide Ausdrücke gleichbedeutend sind zwar nicht währt werden solle. Und ebensowenig ist etwas davon zu spüren, daß man industriellen Privilegien in Kleinafien wissen, wogegen Deutschland ganz in der Lage der englischen Reaktionäre, aber das Ziel an maßgebender Stelle sich der Verpflichtung bewußt ge- die Integrität der afiatischen Befizungen des Sultans garantire. ist das nämliche. Während die englischen Reaktionäre damals worden wäre, dem Ueberschichten- Unwesen und der Einstellung All das sind offenbar nur luftige Kombinationen. die öffentliche Stimmabgabe als bestehendes Recht gegen das von ungeübten Arbeitern beides Uebelstände, die die Immer rückwärts. Eine Bekanntmachung des Reichskanzlers Ballot vertheidigten, haben unsere Junker für das Deutsche Reich Herbeiführung größerer Betriebssicherheit erschweren- energifch vom 3. November betr. Ausnahmen von dem Verbote der Sonn­das Ballot, die geheime Stimmabgabe, mit der Reichsverfassung entgegenzutreten. tagsarbeit im Gewerbebetriebe bestimmt, daß der Bes in Kauf nehmen müssen es ist bestehendes Recht, und dieses Wie viele Hetatomben bon preußischen trieb in Kürschnereien von jeẞt ab an 6 statt an 4 Sonn- oder Bergleuten werden noch Gesundheit und Leben verlieren Festtagen im Jahre bis 12 Uhr mittags gestattet ist.- So wird müssen, ehe in der Sozialpolitik der Regierung mit den Stück um Stück wieder abgebröckelt von den sozialreformerischen tu mm'schen Marimen endgiltig gebrochen Maßnahmen, die an sich schon so geringfügiger Natur sind. Die Klagen der rheinischen Großindustriellen gegen die

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bestehende Recht wollen sie, als rücksichtsloſe Umstürzler des Rechts, die sie sind, untergraben und vernichten. Und für ihre demagogische Umsturzarbeit sind ihnen alle Mittel, auch die übelſt­riechenden recht. Nicht blos das Geld riecht nicht, auch die Mittel, um Geld und Liebesgaben zu ergattern, riechen nicht- oder viel­mehr sie riechen den Junkernasen so gut und besser wie die duftigsten Blumen. Ist doch sprichwörtlich die Mistjauche das Kölnische Wasser des Landwirths. Und Landwirthe nennen sich ja die Herren Junker mit Vorliebe, wenn es gilt, den Bruder Bauer" über den Löffel zu barbieren.

Was ist den Junkern die Wahrheit? Die Wahrheit bringt keine Liebesgaben. Wer die Grenze ausländischem Vieh versperrt, darf natürlich nicht sayen, daß es geschieht, um dem Bürger und Bauer das Fleisch zu vertheuern und dem Junker die Tasche zu füllen. Und wer, wie unsere Junker, nichts erstrebt, das den Interessen des Volkes nicht zu­widerliefe, ist auf die Lüge, als unerläßliche Lebens­die Katze aufs Mausen. bedingung angewiesen wie

Man hat von der Lüge gesagt, sie sei eine europäische Groß­macht. Jedenfalls ist sie die preußische Junkermacht. Wer würde einen Junker wählen, wenn der Junker sich in seiner wahren Gestalt zeigte? Daß die Wahrheit ihre Hauptfeindin, das wissen die Junker auch, und sie haben ihr darum tödt­lichen Haß geschworen. Manchmal freilich geschieht es dem

wird?-

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Der Streit um den oberen Nil. Bei einem Bankett, vielen Festlichkeiten im Rheinland werden treffend illustrirt das am Freitag Abend in London zu Ehren Lord durch den dieser Tage von der Arenberger Bergbau­Attien Gesellschaft für ihre Aktionäre herausgegebenen Stitchener's abgehalten wurde, toastete Ministerpräsident Bericht der Monate Januar- September d. J.; es heißt da: Salisbury auf den Befreier des Sudan" und machte folgende Mittheilungen über die neueste Phase der Faschoda­frage. Er führte aus:

Er, Salisbury, habe heute Nachmittag die amtliche Benach­richtigung erhalten, die französische Regierung sei zu dem Schluß gekommen, daß die Besetzung Faschoda's für die französische Re publit absolut keinen Werth habe. Diese Regierung habe das ge= than, was jede andere Regierung ebenfalls gethan haben würde; sie habe beschlossen, von der Aufrechterhaltung der Besetzung Abstand zu nehmen. Diese Notifikation sei den französischen Behörden in Kairo übermittelt worden. Dieses befriedigende, allerdings wohl etwas unerwartete Resultat sei zum großen Theil der Diplomatie Kitchener's zuzuschreiben. Er, Salisbury, könne in­deß nicht feststellen, daß mun aller Grund zu Kon­troberien beseitigt sei, wahrscheinlich sei dem nicht so. Es sei möglich, daß Auseinandersetzungen in der Zukunft noch stattfinden könnten, aber die so sehr zugespizte und recht gefähr liche Frage sei jezt aus dem Wege geräumt.

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Die Förderung hat sich, wie Sie sehen, wiederum gehoben, die Steigerung von 928 077 auf 944 245 Tons würde aber noch erheblicher gewesen sein, wenn nicht von einem großen Theil unserer Belegschaft bei den guten Lohnverhältniffen 4,12 M. im Durchschnitt pro Tag- so oft willkürlich gefeiert worden wäre. So können wir Ihnen mittheilen, daß von unsern Arbeitern unter Tage im ersten Semester dieses Jahres 15 508 Schichten mit einem Lohnausfall von 63 926,03 m. nicht verfahren wurden und erhellt hieraus am besten der wirthschaftliche Schaden der vielen Festlichkeiten, welche meistens die Veranlassung zum Feiern sind." Dagegen heißt es am Eingange desselben Berichts:

" Die außerordentliche Inanspruchnahme aller Kräfte in der Kohlenindustrie Rheinlands und Westfalens zu Ende des vorigen Jahres machte in den ersten Monaten des laufenden Jahres cinem vorübergehenden Rückschlage in der Beschäftigung Plaz, was zur Veranlassung hatte, daß wir in den Monaten Januar, Februar und März auf Schacht I 6 und auf Schacht II 7 Feierschichten einlegen mußten."