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Erhöhte Kohlenförderung in England.

London , 1. Dezember. ( Tsch. P.-B.) Mit der steigenden Zahl der die Arbeit wiederaufneh menden Bergleute, welche gestern die Ziffer bon 540.000 erreicht hat, hat die Koblenförderung eine derartige Erhöhung erfahren, daß einige Bahnen bereits den Beginn des normalen Betrie bes ankündigen. Der Einfluß der erhöhten Koh­lenförderung beginnt sich auch in der von der Roble abhängigen Industrie zu äußern. Die Zahl der Arbeitslofen ist fast unt 37.000 gefunken, in dieser Ziffer ist aber nicht die Zahl der zur Arbeit zurückgekehrten Bergleute inbegrif­fen. Die Kohlendetailpreise sind aber immer noch hoch und eine ganze Reihe von Tagesblättern ohne Unterschied der politischen Partejen richtet an die Bevölkerung einen Appell mit den Ueber schriften: ,, Kaufet feine Roble!" Der Preis der Kohle muß noch herabgesetzt werden!"

Inland.

Endlich ein Erfolg!

Mehr- Harting darf vor dem Budgetansschuß des Senates tschechisch vorlesen. Hilgenreiner ver - steigt sich sogar zu Drohungen.

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Rätsel, woher diese Nachrichten überhaupt ftam men, da über eine solche Frage überhaupt nicht berhandelt worden jei. Die Stredite, von denen im Zusammenhang damit gesprochen wird, wolle die Staatsverwaltung gar nicht.

In der Nachmittagssigung fam Genosse Rehzl

Donnersing, 2. Dezember 1926.

Menn man die Mitarbeit der Deutschen in der Mehrheit haben will, muß man sie nehmen, wie sie sind, mit dem ernsten Bestreben, den sprach lichen Bedingungen gerecht zu werden, darf aber nicht Dinge verlangen, die derzeit unmöglich sind. Wir sind in die Regierung eingetreten unter der Boraussetzung, daß auch einige leitende Stellen int den Zentralbehörden nach und nach mit deutschen Beamten besetzt werden. Wir wünschen, daß dies tatsächlich bald geschieht und auch in der Provinz art leitenden Stellen solche Beamte angestellt werden, die der heimischen Bevölkerung durch ihre Abstammung näherstehen. Die Sprachen frage im Parlament und bei den Behörden ist noch nicht endgültig gelöst und wir erwarten, daß darüber noch Be­sprechungen stattfinden und daß bei dieser Gelegen heit manches innerhalb des Rahmens des Gesetzes weggeräumt wird, um uns die Mitarbeit zu er leichtern. Diese beiden Fragen sind für uns wesent­lich für das Verbleiben in der Mehrheit.

Prag , 1. Dezember. Heute fönnen die deut­schen Regierungsparteien endlich einmal einen 3 Worte, der darauf verwies, daß die ganze großen Erfolg verzeichnen: ihrem Minister Debatte fruchtlos fei, da man ja genau wisse, Wahr- Harting ist es nach dem täglichen daß an dem Budget nicht ein Beistrich geändert Mißerfolg im Budgetausschuß des Abgeordneten- werden wird. In früheren Jahren hat der Ge­kritischen hauses endlich gelungen, sich von den tschechischen neralberichterstatter wenigstens einen eingenommen; der Koalitionsfreunden die Erlaubnis zu erbitten, Standpunkt zum Budget wenigstens im Budgetausschuß des Senates das ießige Referent ist aber blog voller Lobpreisun­Versäumte nachholen und dort in der Staats- gen auf den Finanzminister. Engliš ist nur Sprache ein Exposee über sein Ressort herunter der Finanzminister der herrschen­lesen zu dürfen. Angesichts der vom Herrn Minis den Klassen und hat in den letzten Monaten ster wiederholt selbst geäußerten Meinung, daß eine Linie eingeschlagen, die von seinen früheren es im Anfang halt schwer gehen werde und man Anschauungen erheblich abweicht. Genosse Reyz! sich in seinen Wünschen deutscherseits die äußerste nimmt die Selbstverwaltungförper gegen das be­Es ist das erstemal, daß ein Vertreter der Zurückhaltung auferlegen müsse, sind wir gerne absichtigte Attentat auf ihre Autonomie in Schutz Regierungsparteien derartig energisch gegen seine bereit, neidlos diesen ersten Erfolg zu fonstatieren. und befaßt sich dann mit dem angeblichen Gleich- tschechischen Koalitionskollegen auftritt und an sie Die Gratulation Hodžas zu dieser tschechischen gewicht des Budgets, das nach Englis nur durch Forderungen zu stellen wagt. Man darf auf das Lefeübung hat er sich gewiß ehrlich verdient. Daß einen Druck auf unsere Wirtschaft zu erreichen diesbezügliche Dementi neugierig sein, daß es ja der Herr Minister dann später wieder seinen ist. Dieser Drud sollte aber etwas gleichmäßiger gar nicht so gemeint war. treuen Sektionschef Hartmann vorschieben verteilt werden und man sollte vor allem nicht Nach einem Exposé des Innenministers, mußte, als es galt, auf die in der Debatte vorge- noch durch die Getreidezölle die Lebenshaltung brachten Wünsche aus dem Stegreif zu antworten, der arbeitenden Bevölkerung erschweren, die ist dabei allerdings noch etwas störend und beein- ohnebies auf ungerlöhne angewiesen ist. trächtigt den Gesamteindruck dieses Debuts.

dessen Inhalt erst morgen veröffentlicht wird, und fürzeren Erklärungen des Vorsitzenden Des Obersten Gerichtshofes Dr. Hacha mußte der Sektionschef Hartmann aus dem Justize Genosse Reyzl beschäftigt sich ferner mit dem ministeriums für seinen Chef wieder in die Militärbudget, den Steuerabschreibungen, sowie Bresche springen. Mayr- Hartings Tschechischtenni dem Beamtenabbau und erklärt zum Schluß fisse reichten zwar fuapp zur Berlesung eines daß das Budget nicht zur Konsolidierung der Manuskriptes, aber die Beantwortung der in der Volkswirtschaft, sondern zur Verelendung der Debatte aufgeworfenen Fragen mußte er doch breiten Massen der Bevölkerung beitrage, damit wieder seinem Sektionschef überlassen. Damit gewiffe Schichten zum Wohlstand kommen kön war die Debatte über die zweite Budgetgruppe nen. Das Budget ist technisch wohl auf einer an- beendet. deren Höhe als früher, aber es fönnen uns Nächste Sigung Donnerstag, den 2. d. M., namentlich seine sozialpolitischen und kulturellen um halb 9 Uhr vormittags. Posten nicht befriedigen und deshalb lehnen wir das Budget ab.

Nachdem noch mehrere Redner gesprochen und der Finanzminister nochmals das Wort er­griffen hatte, wurde nach Ablehnung des opposi tionellen Antrages auf Uebergang zur Tages­ordnung in die

Spezialdebatte

Die 18monatige Dienstzeit schon im Ausichuz. Ein reaktionärer Disziplinarstrafrechts- Entwurf..

zunächst die Meinungsäußerung der Mandatar­staaten über die beiden Vorschläge einzuholen. Das englische und das französische Antwort schreiben sind unterdessen bereits eingetroffen. Beide sind gleichmäßig ablehnend. Das englische Memorandumt weist dieselbe Begrün­bung auf, wie sie seinerzeit von Chamber lain mündlich gegeben wurde. Die Begrün­dung der französischen Haltung ist noch nicht be­fannt. Die Antworten der belgischen und der japanischen Regierung sind noch nicht eingetroffen. Sein eigener Klubkollege, Herr Hilgen­Man wird die Bedeutung der beiden Streit- reiner, hat nach der Rede des Ministers einen punkte nicht leicht überschätzen können. Es han- argen Miston in die bisher ungetrübten Bezie delt sich um nicht weniger als darum, ob die hungen zwischen den Regierungsparteien ge­Mandaisländer wirklich als Eroberungen der bracht, indem er ganz energisch die Ernennung Mandatsstaaten anzusehen sind und die Form deutscher leitender Beamter und eine Aenderung des Mandats einfach ein Deď mantel ber parlamentarischen Sprachenvorschriften for für die imperialistischen Gelüste berte und man höre nur!- sogar ankündigte, der Großmächte. Ob die Kontrolle der daß der Verbleib der Deutschen in der Regie: Manbatskommission ehrlich und aufrichtig er- rung von der Erfüllung dieser beiden Forderun er- rung folgen dürfe oder ob sie zu einer Komödie her- gen abhänge. abgewürdigt werden soll, über die die Einge- Man wird erst das Echo dieser Worte ab. weihten lachen. Ob die Ausbeutung der Solo- warten müssen, um entscheiden zu können, ok nialfflaben in den Mandatsgebieten des Völker sich hinter diesen Worten nur der persönliche bundes ebenso ungehindert weiter gehen soll wie 3orn des übergangenen Vizepräsidentschaftslan­in den übrigen Kolonien der Großmächte, ob dipaten verbirgt oder ob er von seiner Partei be­In der gestrigen Sitzung des Wehrausschus­unter der Verwaltung des Völkerbundes dieselben auftragt wurde, zur Legitimierung der Wähler­ses des Abgeordnetenhauses wurde zunächst die empörenden Ausbeutungsmethoden praktiziert schaft gegenüber einmal ein bißchen aufzu. werden dürfen, wie sie China und Holländisch drahn". Daß die tschechische Mehrheit am Ende eingegangen. Bei Behandlung der zweiten Budget- vorsteht. Genosse e eger nahm zu dem Geseze Gesetzesvorlage beraten, die einige Abänderungen des bestehenden Militär Disziplinarstrafrechtes Fitbien erlebt haben. Und schließlich, ob der über diese Worte in Bestürzung gerät und nun gruppe( Inneres, Justiz, Gerichte, Unifizierung) Stellung und wies nach, daß durch dieses Geset europäische Arbeiter fculos der fofort darangeht, die vorgebrachten Wünsche Hil ergriff zur allgemeinen Ueberraschung der an die brutalfte Willfür in einen Schein des Rech­Konkurrenz der Kolonialſflaven ausgesetzt genreiners restlos zu erfüllen, können wir aber wesende Justizminister Mayr- Sarting das tes gehüllt wird. Schon im Jahre 1923 wurde werden soll, ob die einderarbeit in den mit Rücksicht auf die bisherige rüdgratlose Hal Wort und verlas tschechisch ein längeres Exposé; von Militärpersonen eine scharfe Agitation ge Kolonien Tausende von Arbeits- tung der deutschen Regierungsparteien leider tung der deutschen Regierungsparteien leider zu dieser Leistung wurde er dann von dem an fofen in Europa erzeugen darf. Darum geht es! Die Vorschläge der Wan - nicht annehmen, obwohl es auch unsere Forde wesenden Ministerkollegen odza aufs wärmste gen dieses Gesetz geführt. Das ganze Geſetz ist datskommiffion, so bescheiden und relativ bedeutungen sind, daß deutsche Beamte nicht ständig beglückwünscht. Im Exposé erklärte er u. a., daß die Ernennungen von Disziplinarkommissionen tungslos sie auch find, find der erste Versuch, eine übergangen werden und daß die parlamentarische sein Reffort wohl den geringsten Widerstand von und des Ehrenrates. Es kann also vorkommen, ihren sprachlichen Bestim feiten der Opposition aufzuweisen habe; er be- daß der Stommandant Richter und Kläger in wirfliche Kontrolle über die Kolonien des Bölker Geschäftsordnung in gründet dann die Erhöhung der Ausgaben und einer Person ist. Es fehlt jede Bestimmung über bundes durchzuführen. Die Mandatarstaaten, die mungen entsprechend abgeändert wird. befaßt sich mit den Richtermangel; auch beim den Schuß des Soldaten. Die Berhandlungen sich in ihren Kolonien menschlicher Verwaltungs­Der Budgetausschuß des Senates begann Ranzleipersonal fehlen auf die systemisierte An- find geheim, unkontrollierbar. Das Beschwerde. methoden bedienen, haben keinen Grund, die Stontrolle des Bölkerbundes zurückweisen. Nur heute die meritorische Behandlung des Staats zahl in Böhmen allein 270 Stanzleifräfte. Der recht der Mannschaft hat keine aufschiebende Wir­wer Schrecken und Greuel vor den Augen boranschlages für 1927. Finanzminister Dr. Minister gibt dann eine Uebersicht über die Zahl fung, so daß es vorkommt, daß die Entscheidung Der Weltöffentlichkeit verbergen will, hat ein Englis wiederholte in der Hauptsache das be- der ein- und zweisprachig amtierenden Gerichte aufgehoben wird, der Soldat aber seine Strafe Intereſſe daran, eine wirkliche Kontrolle zu ver- reits im Abgeordnetenhaus vorgetragene Er- und hofft, daß die Schwierigkeiten durch die bereits verbüzt hat. Ueberhaupt wimmelt das pofee, worauf sich der Generalberichterstatter Bragis und die vernünftige Mitarbeit der Par Die Dezembersession des Völkerbundrates Stodola ausführlich mit dem Voranschlag beteien und schließlich durch eine glückliche Entwid Sese vor Unklarheiten. Verlegungen der Stan­wird sich mit den eingelaufenen Antworten der faßte. In der Generaldebatte sprachen vormit Jung der politischen Verhältnisse(?) allmählich desehre, des guten Rufes der Armee sind derart Mandatsstaaten zu beschäftigen haben. Der hol- tag Dr. Faček( Nat.- Dem.), Dr. Prochazka verschwinden würden. Die Zenfurstatistit auslegbar, daß man da alle unliebsamen Berso­ländische Außenminister van Karnebeet ist( fch. Voltsp.), Modraček( isch. Soz.- Dent.), wor Lei nicht ungünstig, da die Zahl der Sonnen verfolgen tann. Genosse Seeger beweist an einigen Beispielen, was man alles unter diesen Berichterstatter. Nach den letzten Ereignissen in auf der Finanzminister auf die Ausführungen fistationen abgenommen habe. Kautschutbestimmungen verfolgen fann. Die zu Holländisch Judien wäre es am Blaze, wenn der Debattenredner reagierte. Wichtig sind die Viel interessanter war die Rede des leritalen verhängenden Strafen sind: Keine Vorrüdungen Herr van Karnebeet auf seine Funktion ber- Erklärungen des Ministers, daß die Nachricht Hilgenreiner, des übergangenen Kandidaten auf oder Pensionierung mit geringen Bezügen. Ebenso jichten und sie einem anderen Delegierten über die Absicht der Regierung, die Staatsbahnen die deutsche Vizepräsidentenstelle, der zur Frage fann die Pensionierung bei dreimaliger schlechter übergeben wollte, dem nicht von vornherein das an fremde Privatunternehmungen zu verpachten, der Beteiligung der Deutschen an der Regierung Qualifitation erfolgen, zu der auch Nichtkennt ichärffte Mißtrauei begegnen muß. durchaus un begründet sind Ihm sei es ein u. a. erflärt: nis der Dienstsprache gehört, eine Bestimmung,

hindern..

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Die Untersten.

Roman von Victor Noad.

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Und blauer Himmel wölbte sich über den Mühlbach Bildern ihrer Erinnerung: Dorf Sohliveg- Wald- Moosbant, das Häuschen der alten Pflegeltern, die Küche darin, der Kuß des ungestümen Knaben.

Sie lauschte auf die Treppe hinaus. Die Hände ruhten im Schoß, und die Zunge nette die trocknen Lippen.

Die Mutter" ging hinunter, um das Lokal zu schließen. Ursels Vorschlag war ganz nach ihrem Wunsche: obwohl sie es für möglich hielt, daß sich doch noch ein Familienloser als lohnender Gast einfinden tönnte. Sie opferte die Profitchance. Es war inzwischen auch schon neun geworden. Es gelüftete die Fünfunddreißigjährige Schicksal zu spielen. Die Blume vom jungen Wein war ihr in die Nase gestiegen.

Ein Lächeln lag auf den rundweichen, träf figen, dunkelrot blühenden Lippen, als sie vor der Saftstubentür überleger b zögerte, bevor die große Hand auf die Klinke drüdte,

Walter fand nicht lange Ruhe, auf sich selbst fich zu befinnen. Emmy war hinterrüds an ihn herangeschlichen und drückte ihm ihren neuen breit­frempigen Sut auf feine Lodent. Gelächter mar der Erfolg. Sie sollte bestraft werden und entwischte. Ringsherum um den runden Stammtisch unter der Lampe tummelte sich die fröhliche Jagd. Jetzt hab ich dich, Here!"

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-!" Ein girrend vibrierendes Lachen, das die draußen lauschende Frau elektrisierte. Heftig stieß sie die Tür auf. Die beiden standen im Kuß umschlungen.

Und sie polterte in das Lied hinein wie etwa ein Tauber in die Stille des im Banne der Minj schweigenden Konzertsaales:

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auf die Kommandantengewalt aufgebaut, ebenso

Wat soll denn det? Nee, sowat jibt et bift!" Nee, sowat jibt et bift!" Sie spiste den Mund zu einem Blasen still wars nun, daß sie den feinkörnigen Schnee nich'! Rumpussiererei dulde ich nich'. Det hab' ick und zog Waltern mit sich hinaus. an die Scheiben prideln hörten.- Ihn'n von vornherein jesacht, Sturm. Nee," Frechet Aaas!" Anny, die aus dem Bein­nee, Emmy , Sie mach' n Kaffe. Sie brauch'n zinumer trat. nich' wiederkomm'n."

,, Aber, Frau Mörder, det is' doch keen Jrund nich', mir so jlatt raußzuschmeiß'n!" Det muß id alleene wifs'n.- Also feene Festreden weiter. Wenn Sie nich vasteh'n wat sich in't Jeschäft jehört, denn eben Schluß!"

Ha!

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Na, denn nich', liebe Tante. Wat id mir davor foofe. Brot wird überall je back'n. Na, und du?" wandte sie sich an Walter, sich des " Du" wie des selbstverständlichen bedienend. Was jeht Sie'n der Mensch an!", fuhr die Mutter" zwischen. ,, Natürlich gehe ich mit," sagte er. Bin schuld."

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ich

Ursel.

als

Die Mutter stieg langsam wieder hinaus. In der offenen Tür zur Wohnung wartete Was war denn da unten los?" ,, Ach diese Menscher!"

was

Emmy hatte Mühe, ihren breitkrämpigen Sut vor bem anstürmenden Winde zu sichern. Sie schritt Schulter an Schulter neben ihm, den Stopf borgebeugt und schweigend; denn der Wind riß jedes Wort vom Munde und schleu­derte Schnee hart wie Grieß in die Gesichter. Ohne auch nur fußbreit voraus sehen zu fön­nen, schritten sie in's Undurchdringliche hinein. Wortlos hörte das Mädchen ihr zu. Auch die Mutter schwieg, blieben ihre Lippen fest rannten sie jemand an. Schon an der Ede der Rosenthaler Straße Eine Dirne. ,, Aas-!" aufeinander gepreßt. Zwischen den feinen schrie sie dem Pärchen nach. Emmy schauerte zu Augenbrauen fenfrecht zur Stirn grub eine Falte fammen. Jott, bei det Wetter! Die scharf in die Saut . Wie haßte sie doch diesen muß't aber brauchen!" Er verstand nicht, Betrieb. Ohne es zu wiffen, ahnte fie, was fie meinte, daß jenes Menschenfind am Heiligen dort unten war. In ihren Nachtschlaf hinein Abend" in eisigem Wind und Schneegestöber die lallten Betrunkene, schrien Mädchen. Der späte Straßen absuchte nach einem - irgend einem Stug der Mutter hauchte ihr Seneipdunst in's Mann, der ihr den falten Zeib wärmte und für doch Aber wieso denn!" Pauline war bestürzt. Gesicht. Das Wohlleben, daß sie genoß, widerte die Preisgabe ihres Geschlechts wenigstens so wie der Hautgout einer biel zahlte, daß sie der Kupplerin den Mietzins lass'n Se sich doch man nich betimpeln von so sie zuweilen an wie der Schnepfe. Das Glück, die höhere Schule zu be- für den nächsten Tag entrichten könnte. Sie hatte das hübsche, blonde Weib mit ihren suchen, wurde ihr dadurch vergällt, daß die Mit­Irgendwo waren wegen Wärmeüberfluß schweren großen Händen niederschlagen mögen. fchülerinnen, Töchter aus guten Säufern", sie renster geöffnet. Stille Nacht, hei- li- ge Soch aufgeredt, breit und stark stand sie, mühsam mieden, sobald sie herausspioniert hatten, daß nacht" hörten sie fingen. Emmy mußte an die beherrscht. In ihrem groben Gesicht bebte der sie die Tochter einer Sneipwirtin war. Schredte frohen Weihnachtsabende ihrer Kindheit denken Zorn; in den Augen bliste der Neid. sie doch schon das Bild ihres Namens wie der und hob fuchend das Gesicht. Wind und Schnee Schall vom Schuß, das Wild. Sie ertrug deren stießen in thre Augen. ,, Gänsebraten und Berachtung nicht so gleichmütig wie als Kind die Bosheiten der Landstraßent nder. Sie fehnte Grünkohl", bernahm Walter von dem, was sie sich nach reinerer Suft, nach Freundschaft: noch fagte. Beiden lief das Wasser im Munde zu­wußte fie nicht, daß ihre stärkste Sehnsucht die ,, Wachsstreichhölzer!" wimmerte ein altes Weib in der Tiefe eines Haustores. Er fühlte, man Kind, ein paar Jährten noch, daß Emmh zusammenfuhr. So schreckte sie das dann hab ich so ville, det wa leb'n fönn', tröstete Glend.

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cener!"

Wat rej'n Se sich denn so uf?" Emmy war fertig zum Gehen.

Guten Abend, Frau Mörder!" Er reichte ihr die Sand. Sein Blick war feucht. Er fühlte sich ihr dankbar dafür, daß sie immer freundlich gewesen war, ihm vertraut und ihn vor Not bewahrt hatte. Riebe war. Wo woll'n Sie denn bloß hin, Sle Unjlids mensch!" Sie hielt seine Sand fest. Aber die andere schob ihren Arm unter seinem: Du kommst mit

zu mir."

Das dulde id nich'!"

" Wat fachste, der Mond blaki?" Emmy hatte die Türklinke schon in der Hand. Das verlich ihr Mut. Sie tippte sich mit dem Finger die Stirn. Faß dir mal an, obste noch

die Mutter.

fammen,

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An der grauen Mauer des Sophien- Kirch­,, Noch ein paar Jährchen?." Sie rechnete: hofes in der Bergstraße eilten sie hin. Einsam Bald bin ich sechzehn... Wie viele Jährchen wie in einer Wüste. Das Mädchen drückte sich fefter an ihn heran. Nimmt denn diese Mauer noch, Mutter?" gar ein Ende,

an

Da

Ich weeg et nich, Kind!" Das flang so traurig, daß Urjel schwieg. So

( Fortsetzung folgt.)