Samstag, 19. März 1927.

Einigung über die Steuerreform?

lich bezeichnet werden.

der Gütererzeugung, durch Niederkonkurrierung, ntr von einent Sozialparalyticus geglaubt und oller wirtschaftlich Schwächeren und Zernürbung verbreitet werden.

des Mittelstandes, durch unermeßliches Auwachsen des Großkapitals, durch endlose Valuta- und Wirt­schaftskrisen."

Seite 3.

| Die Erefutive der Bergarbeiter

gegen Coot.

Prag , 18. März. Nach Meldungen tschechischer Abendblätter sollen die in der Koalition herrschen­den Differenzen über die Steuerreform bereits Kriegsanleihe und Gemeinden. Unter Ver- Berlin, 18. März.( Eigenbericht.) Die Tom überwunden sein, so daß die vereinbarten Ab­mittlung des Verbandes der deutschen Selbstver munistische Presse verbreitet über die am 16. und änderungsanträge zur Grundsteuer und zur Erwachsenden Gegensatz der Klassen auf! Das ver- einem Abkommen über die Kriegsanleihen der Erefutive der Bergarbeiterinternationale nach den Hier dämmert unserent Pfiffifus etwas vom waltungskörper ist es vor mehreren Monaten zu 17. März in Berlin stattgefundene Tagung der werbsteuer, die die Hauptstreitpunkte bildeten, den nach und nach alle arbeitenden Menschen Gemeinden gekommen. Danach soll die Zentral ihr von Cook gegebenen Informationen einen schon in der nächsten Woche den Budgetausschuß erkennen, mir werden sie daraus andre Folgerungen, bank der deutschen Sparkassen die Aufgabe über- Bericht, der mehrfache unwahrheiten enthält. So beschäftigen dürften. Ob die umfangreiche Vorlage, sichert als die Gott sei es geflagt- Wirt nehmen, die Gemeindefriegsanleihen unter den im wird dort behauptet, die englische Delegation wie die Narodni Politika" vor kurzem meldete, schaftspolitiker" der Klerikalen. Sie werden dar Gesetz vorgesehenen Bedingungen in Staats wollte in diesent Jahre keinen internationalen noch vor Ostern vom Parlament verabschiedet aus die Lehre ziehen, daß nur im Kampfe der anleihe umzuwandeln. Wie es heißt, hat nun der Bergarbeiterfongreß abhalten, weil die Inter­wird, muß allerdings als ziemlich unwahrscheinlassen Arbeitslosigkeit und Teuerung, die von Staat die Nachzeichnung bewilligt, wodurch also nationale die Kämpfe in den einzelnen Ländern den Machthabern dieses Staates erst mitverschul- das Abkommen in Kraft treten kann. Auch die nicht unterstüte. In Wirklichkeit haben die Enge det und dann heuchlerisch beklagt werden, über Lombardschulden der Gemeinden sollen von der länder wegen der finanziellen Lage ihrer Orga wunden werden können, daß der Not der Arbeits- Zentralbant übernommen und die Lombardgläunisationen um Verschiebung des Kongresses bis lofen nur durch eine völlige Umgestaltung der bigen zu gewissen Konzessionen verhalten werden. 1928 ersucht. Weiters heißt es in der kommu Gesellschaft abgeholfen werden kann. Die Reful Damit ist freilich der besondere Fall der Schlude- nistischen Presse, die deutsche Delegation habe in tivierung der durch den Bergbau verwüsteten nauer Sparkassa noch nicht erledigt. Die diesbe einer Resolution die Engländer aufgefordert, Cook Gebiete wird uns die soziale Revolution nicht erzüglichen Verhandlungen werden noch weiter ge- durch einen anderen Delegierten in der Inter­sparen. Eine solche Meinung fann wirklich führt. nationale zu ersetzen. Tatsächlich war die Haltung der Konferenz gegen Cook völlig einmütig. Die Erflärung, die sich gegen Cooks Auftreten int Moskau richtete, war unterzeichnet von den Dele gierten aus Deutschland , der Tschechoslowakei , Belgien , Frankreich . Holland , Desterreich und Polen . Diese Erklärung lautet:

Die Rede des Reimann klang in die beküm­merte Feststellung aus, daß es nicht gelungen sei, die Aktion gegen die Verwaltungsreform organi­satorisch auszuwerten. Das wäre auch noch schöner, wenn die Kommunisten eine Aktion, die jie gar nicht geführt haben, organisatorisch aus­werten wollten! Das sollen sie nur füglich uns überlassen, die wir die Aftion tatsächlich führten.

Wie sieht es in Gowjetrußland aus?

Urteile eines Freidenfers. ( Schlußz.)

,, Das internationale Stomitee nimmt mit leb

Noch konfuser ging es bei der Gewerk schaftsdebatte zu, in der sich ergab, daß man nach wie vor nicht weiß, was die Einheits­fronttaktik besagt, ob man für die Amsterdamer oder für die JAV. agitieren, ob man selbständige Was die Finanzfrage anbelangt berichtet| pachten. Bisher sind nur fünf Prozent sämtlicher haftem Befremden Kenntnis von den haltlosen und Kämpfe führen oder Kämpfen ausweichen folle. Mäder, daß der zuständige Volkskommissär erklärte, Stirchen wegen Mangel an Bedarf geschlossen worden. beleidigenden Angriffen, die der Sekretär des bri­Die Einigung der Landeszentralen macht den es sei notwendig gewesen, den Kriegskommunismus Man verwendet sie zu Museen und anderen fischen Bergarbeiterverbandes bei seinem Besuche Kommunisten viel Kopfzerbrechen und scheint die auch in finanzieller Hinsicht zu liquidieren. Die Jn öffentlichen Zweden. Den Kirchen ist verboten, soziale erhoben hat. Das Komitee bedauert, seit dem Ein in Moskau gegen die Bergarbeiterinternationale Einheitsfrontfomödie bedeutend zu erschweren, flationswährung sei eine ganz unmögliche Basis Institute, wie Kinderheime, Waisenhäuser, Sanato­denn Kreibich mußte ausdrücklich erklären, daß die einer geordneten Staatswirtschaft. Deshalb wurde rien usw. zu unterhalten, auch dürfen sie feine Privat- tritt des Kameraden Cook in das internationale Kommunisten die Einheitspolitik doch nicht nur beschlossen, eine gut gedeckte Gold währung ein- schulen errichten. Es ist den Kirchen verboten, mit Komitee immer wieder gezwungen zu ſein, Angriffe mit den Amsterdamern betreiben: zuführen. Der Finanzkommissär gab jedoch zu, daß glieder unter 18 Jahren zu führen. Für religiöse in den verschiedenen Reden Cooks, welche die All­ Es gibt doch auch andere Gewerkschafts. das russische Geld starke Inflationserscheinungen und antireligiöse Propaganda herrscht vollkomtionen und die Einheit der Bergarbeiterinternatio organisationen" aufweist und gestand auch die Finanznot zu. Da mene Freiheit. Bolfskommissär Smidowitsch nale stören, suricweisen zu müssen. Das Nomtree ausländisches Geld in Form von Anleihen nicht zu gab zu, daß alle religiösen Bücher im Staats hat nicht die Absicht, die Freiheit der angeschlosse zweifellos, nur hat man früher in Arbeiterkreisen erhalten ist, sucht man innerstaatliche Brämien verlage gebrudt werden. Mäder traf viele Arbeiter nen Organisationen in der Auswahl ihrer Komi­darauf gehalten, mit ihnen nicht auf dem Du- anleihen zu beschaffen. Die hohen Gewinne, die und Arbeiterinnen in den Kirchen. Auch in der kom teemitglieder anzutasten, muß aber dennoch den Fuß zu stehen! der Staat auszahlen muß, werden aus der Wirt- munistischen Partei gibt es noch Kirchenmitglieder. britischen Bergarbeiterverband dringend bitten, auf schaft genommen. Die Arbeit der Freidenker wird intensiv betrieben. Die Einstellung derartiger Angriffe seitens Cools In Moskau wird jetzt das erste staatliche Kremato hinzuwirken. Das Komitee bittet weiter um Stel­rium errichtet. lungnahme des britischen Borgarbeiterverbandes für die nächste Komiteejißung darüber, ob er die Angriffe Coofs gegen die Bergarbeiterinternatio nale billigt."

Natürlich! Es ist ja noch in Aller Erinne rung, wie Viktor Adler , Schuhmeier, Per­nerstorfer und die übrigen offiziellen Sozial­demokraten die Arbeiter in den Sumpf führten, während die Kommunisten Kreibich, Paul Rei mann( der schon in den Windeln ein Revolutionär war) und Bittor Stern das allgemeine Wahlrecht erkampften!

Wie die Schwarzen den Arbeitslosen

helfen wollen.

Rundfunk für Alle!

Programm für morgen, Sonntag.

Das Schulwesen Sowjetrußlands betrent die Witwe Lenins , Strupstaja. Sie erklärte, daß man bisher den allgemeinen Schulzwang nicht durch führen fonnte, es fehlt namentlich am Lande an Schulgebäuden, Rußland sei noch sehr arm. Die Er­ziehung zum follettiven Denfen, Fühlen und Handeln steht unter allen Zielen der öffentlichen Schulen an erster Stelle. Der Gedanke der Ar­Prag, 319. 9: Landwirtschaftlicher Rundfunk. 10: Ueber beitsschule ist in der verschiedensten Weise vertragung aus der St.- Wenzel Bafilita, midow. Wieber wirklicht worden. Die Studierenden machen meist mann: Bofalmeffe. 11: Matinée. 1. Nedbal : Sonate b- moll. den Eindruck intelligenter Arbeiter, die mit Energie muff. 18: Deutsche Sendung. Wetterbericht und Tages­2. Foerster: 4 Lieder. 3. Picha: Streichquartett. 17: Tang und ersichtlich oft unter großen Entbehrungen einem neuigkeiten. Dr. Dermann Ebm: 1. Bartl: Das Grab selbstgewählten Bildungsziele zustreben. In den meines Jünaften im Feindesland. 2. Appelt: Lieb der Schulen herrscht das Prinzip der Selbstverwalteber ein Sündlein. 6. Reger: Reiterlied. Am slavier: tung. Die wirtschaftliche Lage der ehrer ist ge radezu miserabel. Mäder hörte Stimmen, die sich austage. 20.03: Stonzert. 1. Dobnanhi: Gochzeitswalzer. gegen den übertriebenen Leninkult wenden. Den uberet:: enabled 3 Haster: Führer Lehrern werden von ihren Hungerlöhnen zwei Pro zent für die Gewerkschaft und ein Prozent für eine foziale Hilfskaffe abgezogen. In Sowjetrußland gibt es eine große Anzahl arbeitsloser Erzieher. An allen öffentlichen Schulen, mit Ausnahme der Technif, wird noch Schulgeld eingehoben. Die Folge ist, daß das proletarische Kind zu Hause bleibt, während der Nepmann und Sowjetangestellte ihre Sprößlinge in die Schule schicken.

Nacht. 3. Kummer: Eine Frage. 4. Beibl: Abenb. 5. Rietfd): Kapellmeister Noe Nordberg. 19: Vortrag: Was die Frau von der Fachbewegung wiffen foll. 20: Wetterbor

durch Alt- Prag . 21: Beitsignal. Schauspiel: Vrchlicky: Im Gaffe des Diogenes . 21.30: Leichte Mufit. 1. Fall: Die gefchiedene Frau 2. Ziehrer In fungen Jahren. 3. Straus: infen des Brebbüros, überſicht der Lageseretaniffe, Sport und beaternachrichten. 22.25: Tangmufir. 16: Stonzert. 1. Thomas: Ouverture Raymond". 2. Sienal: Der Evangelimann. 3. Grünfeld: Romanze. 4. Friedriffon: 17: ie Brag.

Bulgarischer Marfch. 32: Beitfignal. 22.02: Leyte Nach

Brünn , 441. 9.30: Landwirtschaftliche Nachrichten.

Nordische Suite. 5. Schubert- Berté: Dreimaderihaus".

Bolfslieber, 19: Stonzert. 1. Mozart: Ouverture igaros Hochzeit". 2. Mozart: Arie des Cherubins aus" Figaros Sochzeit". 3. II Arie des Cherubins. 4 Haydn: Symphonie XI. 19.15: Beethoven : Symphonie Nr. IX. 20: Stonzert. 1. Denza: Si vous l'avies compris. 2. Gounod : aust

Rondo . 3. Albenes: Suite Efpagnole. 4. Gounod : Arte bes Gaust" 5. Meyerbeer: Arie aus Die Afrikanerin". fonzert. 22. Wie Praa.

6. de Falla : Suite. 7. Perez: 2h, ah, ah. 21. Militär.

Breßburg, 300. 9.30: Wie Prag 11: Matinée. Populäre Mufif. 16.30: Städte- Match Wien - Preßburg . 19: Landwirts

Bemerkenswert in Kreibichs Rode war die Mißbilligung des Vorgehens der Klad- Die kapitalistische Goldwährung brachte es natur noer in der Frage der Steuerabzüge. Die gemäß mit sich, daß das 3inswesen sich einer Partei habe es von allem Anfang kritisiert. recht günstigen" Entwicklung erfreut. Auf den Erfährt man jest! Damals hat die kommu- Sinweis Engels, daß Goldwährung und Abbau der nistische Presse die Riadnoer wegen ihrer gefchid- Ausbentung unvereinbare Gegensäge ten Taktik verteidigt! Würdig war der feien, antwortete der Finanzkommissär, man müsse Schluß der Konferenz, da Kreibich an die Wahl- sich auf die Verhältnisse der Gegenwart einstellen, rechtsfämpfe von 1897 und 1907 erinnerte und Engels fonnte nicht wissen, daß 1926 die Sowjet hiebei zeigte, wie das Proletariat von der offi­union die neue ökonomische Politik haben würde. ziellen Sozialdemokratie in den 75 aller Staatseinnahmen sind Steuern, und 60 Prozent der gesamten Steuereinnahmen( 90 Mill. Sumpf verführt wurde". Rubel) kommen aus indirekten Steuern. Die Staatsbank brachte im letzten Budgetjahr 53 Millionen Rubel ein, ist also einem werbenden" unternehmen auch in ersten Broletarierstaat" ge­worden. Charakterisiert wird die Lage durch folgenden Ausspruch eines Moskauer Arbeiters: Ja, was wollt ihr eigentlich? Bei uns ist es genau so wie bei euch: wer Geld hat, legt sich aufs Sofa, wer feins hat, spaziert auf Ar beit". Mäder bemerkt ut. a.: Die russische Finanz­politie und ihre kapitalistischen Wirkungen be weisen in aller Deutlichkeit, daß mit dem bloßen guten Willen Probleme der Wirtschafts- und Gesell Der Wirtschaftspolitiker der Deutschen schaftsgestaltung nicht gelöst werden können. Nach Presse" ist auf Entdeckungsreisen. Als Dr. A." all den Erfahrungen und Einsichten, die mir die Reife verkleidet, hat er jüngst entdeckt, daß die Weizen durch die Sowjetunion vermittelt hat, bin ich der preise hoch sind, woran natürlich Luthankhamen festen Ueberzeugung, daß Rußland troballer cher schuld ist als die hohen Zölle, welche die ich äßenswerten Absichten seiner Füh Herren Christlichsozialen mitbeschlossen baben undrer schrittweise vor dem Kapitalis nun hat er in das sympathische Pseudonym mus die Waffen streden wird." Der Weg " Sozialpoliticus" gehüllt, gefunden, daß es Ar- von Lenin bis Stalin ist noch nicht vollendet, die beitslose gibt, bei deren Anblick ihm und den hoch- Absage an das Prinzip des Kommunismus erfolgt in würdigen Herren, von denen er den frommen Raten. Wenn erst die alten, äußeren Schulden Augenausschlag gelernt hat, das Herz weh tut!" wieder anerkannt sein werden, dann wird sich die Also es muß etwas für die Arbeitslosen geschehen! ökonomische Umbildung der Sowjetunion in Aber was? Halt, der Sozialpfiffifus hats gefunruhigeren Bahnen" vollziehen." den. Nun, Ihr Arbeitslosen, jetzt fönnt Ihr end- Was die Sozialpolitik anbetrifft, meint lich aufatmen! Aus der Deutschen Presse" sollet Mäder, daß man zu einem recht günstigen Ergebnis Ihr erfahren, wie Euch geholfen werden wird käme, wollte man den sozialistischen Gehalt der Union und Ihr fönnet Gott danfen, daß das Haupt- nach den Einrichtungen auf dem Gebiete des Für- Die Strafanstalten, welche Mäder besuchte, blatt der Christlichsozialen nicht mehr als Abend- ſorgewesens abschätzen. Gerade in dieser Beziehung zeigen gemeinsames Leben und gemeinsame Arbeit der blatt, sondern seit einigen Wochen als Morgen wären viele Delegierte der starken Wirkung schöner Gefangenen In Tiflis besuchte man die eingesperrimarofa. 17.45: Drei Sabre unter Feuerlands Jubianern. blatt erscheint, so daß Euch die frohe Kunde um Einzelheiten erlegen. Freilich gebe es auch in Deutschten Mens chewiken, die von einer Begnadigung einen halben Tag früher wird. Also hört: Die land dergleichen Einrichtungen in großem Maßstabe. nichts wissen wollen und die Herstellung der Demo­Neben viel Gutem gibt es viel soziales fratie fordern. Mäder plaidiert für die Freilassung Arbeitslosigkeit, über deren Behebung sich so viele Menschen den Kopf zerbrechen, fann mit einem Elend. Die Wohnungsverhältnisse sind der Menschewiken. Es lasse sich gewiß darüber strei­Schlage behoben werden und zwar durch die Re- namentlich in den großen Städten geradezu fatastro ten, ob jede Auffassung und Handlung der Mensche fultivierung der vom Bergbau zerstörten Gebiete. phal. Wenn auch der Staat nominell alleiniger witen in Georgien richtig war, aber sei denn Das ist war eine alte sozialdemokratische Forde- Sausbesitzer ist, kann, wer Geld hat, sich in der jede Tat der Bolschewiken richtig und für rung und im Senat hat erst fürzlich der Genosse Sowjetunion ein Wohnhaus errichten und darf es das Proletariat von Nutzen gewesen? Jarolim darüber gesprochen. Dadurch könnten auch als sein absolutes Eigentum betrachten. Ein Die Lehren der Rußlandreise kennzeichnet Mäder gewiß ein paar hundert Menschen versorgt wer- Schwarzarbeiter( ungelernter Arbeiter) mit 40 Rubel dahin, daß im Gegensatz zu Marx, Engels und Leni den( das würde freilich Geld kosten, das die Re- und ein qualifizierter Metallarbeiter mit 80 Rubel von einem Absterben des Staates keine Rede ist. gierungsparteien nicht hergeben werden, weil sie Monatsverdienst fönnen sich natürlich ein Haus nicht Er hält den Staat für das gesündeste" Unternehmen es für den Militarismus brauchen, weswegen banen. Die Regierung steht auf dem Standpunkte, der Sowjetunion , in der Staatsmaschinerie das Geraunze des Sozialpoliticus" an und für daß diejenigen banen sollen, die einen Teil des S a sind 1,850.000 Personen beschäftigt, davon sind zirka sich schon widerlich ist), aber wenn sich die pitals selbst haben. Das sind aber ausschließlich 70 Prozent Stommunisten. " Deutsche Presse" wirklich einbildet, daß damit Nepleute und Sowjetangestellte. Die sozialen Insti­das Problem der Arbeitslosigkeit, das ist das tute für Mutter und Kind werden von Mäder gelobt, Problem von wenigstens 150.000 Arbeitsfähigen ebenso die Arbeitererholungsheime und Nachtfanato samt ihren Familien, gelöst werden könnte, so ver- rien. Die Zahl der Krankenhäuser reicht bei rät das volkswirtschaftliche Stenntniffe, die weit weitem nicht aus. Die Schande des Nachtasyls in Moskau besteht noch immer. Die Betten bestehen unter denen eines Kindes der fünften Volksschul­klasse sich befinden. Es sind dies Auffassungen, die aus bloßen Brettern. Jeder Uebernachtende er nicht nur nicht hinreichen, soziale Probleme zu lösen, sondern mit denen sich nicht einmal mehr -Demagogie treiben läßt.

Aber wie eine blinde Senne auch einmal ein Storn findet, so stedt in einem Sabe des Artikels der Deutschen Presse" ein Körnchen Wahrheit. Es heißt da:

1

Auf dem Rechtsgebiete wurde die juristische Straft der kirchlichen Ehe abgeschafft. Es gibt eine sog. registrierte und eine nichtregistrierte Ghe. Beide sind vor dem Geseze gleich. Der Mann hat nach der Scheidung nur ein Jahr lang Frau und Kinder zu erhalten. Dann setzt öffentliche Wohlfahrt ein. Das aufgehobene Erbrecht wurde wieder eingeführt. Vermögen bis zu 10.000 Rubel fönnen vererbt wer­den. Im öffentlichen Recht sind vor allem die sozia­len Momente berücksichtigt. Die ehemaligen Berufs richter find zum größten Teil durch Laienrichter ersetzt worden.

Die Revolutionsromantik", von der Profeſſor Bronsko sprach, iſt ſtark gefährdet, aber auch der Kampf wille, weil fast die Hälfte der Parteimitglieder in hohen und höchsten Staats­bürgerliche Einfluß ist die Gefahr des

stellen" sitzt. No ch größer als der wachsende bürgerlichen Finanzübels. Sie birgt alle Dämonen der Volksausbeutung in sich. Auf einer tapitalistischen Basis lasse sich feine

hält nur eine Decke, womit er sich sein Lager zu be­reiten hat. Das Asyl bewohnen auch viele Moskaner Arbeiter. Daß man die Mittel für Beschaffung von 2000 nenen Bettauflagen noch immer nicht bereitosialistische Kultur errichten. Durch die stärker werdende Finanznot können auch die gestellt hat, fritisiert Mäder scharf. Die vielen heimlosen Kinder, welche her schönen Einzelheiten, Kinderheime, Schulen usw. ein­umziehen, betteln, stehlen und sich prostituieren, sind geschnürt und gedrosselt werden. auch ein. dunkler Punkt im Bilde Sowjetrußlands. ,, Wir gehen einer neuen Zeit entgegen oder Mäder hält jedes dieser unglücklichen Wesen für einen stehen vielmehr schon mitten in derselben die(!) Ankläger gegen die Arbeiterregierung. Die Kirche Zeit der sozialen Umschichtung(?!). Ihre Signa- ist vom Staate streng getrennt. Die Kirchen werden tur ist gekennzeichnet durch die Arbeitslosigkeit an der Ausübung durch den Staat in keiner Weise großer Massen infolge des Anwachsens der Groß gehindert. Sie können die Kirchengebäude kostenlos städte und Industriezentren, durch Stonzentrierung

Mäder bekennt sich als Freund des russischen Proletariats, das man für die Fehler seiner Führer nicht verantwortlich machen könne.

War auch vieles von dem, was Mäder schreibt, Unvoreingenommenen längst bekannt, ist doch seine nüchterne Darstellung als Gegengewicht der offiziös­kommunistischen Nebertreibungen wertvoll.

J. Sch.

schaftsfunt: Vorbereitungen aur Frühlingsfaat. 10.20: Hebertragung aus dem flowalischen National Theater.

22: Wie Prag .

Budapest , 556. 10: Gottesbienft. 11.45: Shumphonie. Nonne. Erifönig. Schubert : Duverture Rosamunde". 16.10:

fonzert. Schubert: Symphonie b- moll. Schubert - Liszt: Die indermärchen. 16.45: Leichte Orchestermufif. 18.30: Beterffu aus eigenen Werken

20: Lili", Operette. Jazz Band.

Wien , 517. 10.30: Orgelbortrag. 11: Symphoniekonzert. Bach: Suite c- dur. Reger: Romanze. Corelli : La Folter. Spoir: Wunderhornlieder. Dvorak : Symphonie Aus ber neuen Welt" 15.30: Die beimliche Ehe". Opera buffa bon

18.30: Stammermusif. Schubert: Mabiertrio 5- dur. Lieber. Sitrich, 404. 11: Bormittagsfonzert. 13: Mittagsfonsert.

20: Der Reibstenfel" Drama vott Schönberr

von Band Boby. 21: Cofiftenritunde. 15.30: Rachmittagskonsert. 20: Die beilige Nümmernis"

Deutschland .

stönigswusterhausen, 1300. 0: Hebertragung bot Berlin . 484. Morgenfeier. 11.30: Blabmufir 12.30: Mar

und Faul. 13.10: Stunde der Lebenden. 14.30: Der San­beismert ber Briefmarken. 15: Der Wald als Bodenwirl­fchaftsform. 16.30: unterbaltungsmufit. 18:" Siegfried" von Richard Wagner 22.30: Tangmufit. 323. 8.30: Schach

funt. 10.30: Morgenfeter.hinchouse 0.30; each. fifchen Boltsabftimmung. 15: Rätfelfunt. 15.15: Märchen.

16: Wiener Volksmufif. 18: Wie Berlin . 22.15: Tanamulir. Frankfurt , 429. 8.30: Moraenfeier. 11.30: Elternftunde. Woche. 18: Bolkstümliche Schwankerzählungen. 19: Wett fireit berühmter und unberühmter Violinisten 20: Stunde ber Frankfurter Beitung. 20.30: Vortragsabend Hedwig Wangel . 21.30: Dajefterfonzert. 22.30: Wie Berlin

12: mittagständen. 15: Aracnoſtunde. 16: Die Oper ber

Samburg. 395. 9.15: Morgenfeter. 11.30: Blatfonzert. 13.45: Unterhaltungskonzert 14.30: 28ic eröffne ich eine

12.30: Dr. Sunt, der Ingenieur. 13.03: Gonniaas ngert Schadvartie? 15: Soffmann von Fallersleben. 15.30: Funf beinzelmann. 16.05; Bunter Nunt, 170gben. 15.30: Kunt

eines Sumoriften. 17.30: Nachmittagskonzert. 19.30: Ge schichte der Boft- und Ansichtskarte. Basemanns Töch hon 2.Arronac.

Langenberg, 469. 9: Morgenfeier. 11: Gine Viertel­ftunde über Goethe. 11.30: Chorfonaert. 12.30: Echo der Reif. 13: Kammermusif. Mendelsfoon: Trio c- moll. Smetana : Trio g- moll. 15: Schachfunt. 15.30: Kinderfunt. 17: 3irberfonzert. 18:

ter", Bolfsftud you farte. 20:

18.30: Berlorenes Sonnenlaub, 10 reind oppranbfahrt. effliteratur, 20.15:" Der Rogelhändler". Operette von

Beller. 22.15: Tanzmusir.

Leipzig , 366 8.30: Orgelfonzert 9: Morgenfeier. 19: Musikalische Stunde: Gabon und Mozart . 15.30: Funk beinzelmann. 16.30: 3wei Grotesken 18.30: Arten des Septimenaffords. 10.30: Der Eisenbetonbau. 20.15: Ballett musiken aus französischen Opern. 22 15: Tanzmusif.

München . 536. 11: Glockenspiel. 11.30: Bestkonzert. 15.30: Biener Walzer und Lieber 16.30: Weltluftpolitir und Weltwirtschaft. 17: Kammermusik. Beethoven : 32 Ba riationen. An die ferne Geliebte. Aus Beethorens Briefen.

renter Sonate. 19.30: Sigeunerliebe", Operette v. Lehen.

Stuttgart , 380. 11.30: Promenadenkonzert. 14: Schall plattenfonzert. 15: Der indische Voltsführer Gandhi . 15.30:

Suntheinzelmann. Unterhaltungskonzert. 18: Wie Berlin .