Samstag, 2. Juli 1927.

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Der Personalstand der Staatsangestellten

Tumult im preußischen Laudtag. Die Bluttat von Arensdorf.

Sturm und Nauferei in der Sobranie

Sofia, 1. Juli. Die gestrige Sigung des Sobranje war der Debatte über die Antwort muß veröffentlicht werden! auf die Thronrede gewidmet. Sie war von Berlin , 1. Juli. ( Eigenbericht.) Im preußischen ununterbrochenen Zusammenstößen Interpellation der Genoffen Taub und Grünzner au die Gesamtregierung. Bandtag lam es heute bei der Beratung einer zwischen den Regierungsabgeordneten einerseits sozialdemokratischen Interpella- und den agrarischen und sozialistischen Abgeord­Die Abgeordneten Taub, Grünzner und zu diesem Zwecke vorher die notwendigen Sonntag, bei der ein Reichsbannermann getötet fanden ihren Höhepunkt in einer Rauferei tion über die Bluttat von Arensdorf am vorigen neten andererseits ausgefüllt. Diese Konflikte und Genossen haben an die Regierung wegen Unterlagen durch Erhebung des derzeitigen Ge- und zehn andere verwundet wurden, zu heftigen zwischen dem Regierungsabgeordneten Tolew und Borlegung eines Ausweises über den Per- famtstandes beschaffen mu, ist dieser Be Tumultszenen. Genosse Strüger, der die An- dem agrarischen Abg. Bajew, der von Toler zu und jonalstand der Staatsangestellten folgende gründung jeder Boden entzogen. Daß frage begründete, wies daraufhin, daß der Guts- Boden geworfen wurde. Die gesamte Oppo Interpellation gerichtet: aber das Parlament, das berufen ist, die oberite herr von Alwensieben wochenlang fition erhob einen fürmischen Protest, Bei wiederholten Anlässen haben wir das Kontrolle auch über die Verwaltung auszuüben, Berlangen gestellt, daß dem Parlamente ein bebas Recht hat, über den Personalstand in öffente memörder bei sich beherbergte worauf die agrarischen und sozialistischen Abge­de taillierter Ausweis über den Berlichen Dienften und feine Gliederung informiert und daß er Schießstände anlegte, auf denen ordneten unter Kundgebungen der Erbitterung jonalstand im Dienste des Staates, der staat - 3 werden, muß nicht näher auseinandergesett Alls Genosse Krüger den Deutschnatio- Sigung mußte unterbrochen werden. die völkischen Banden sich ein übten. den igungsfaal verließen. lichen Anstalten, Unternehmungen und Fonds, und werden. Nach) nalen zurief, daß sie die Schuld an dem Wiederaufnahme derselben erteilte der Vorsitzende 3var unter Angabe der nationalen Wir fragen daher die Regierung: vergossenen Blut trügen und daß sie die dem Abg. Tolew eine Rüge. Zusammenseßung der Angestellten Ist sie bereit, dem Abgeordnetenhaus noch in Worte national" und vaterländisch" aus ihrem chaft vorgelegt werde. Bisher hat die Regierung der laufenden Session einen genauen Aus- Schilde streichen sollen, weil sie so nur den dent dieses Verlangen immer mit der Begründung abs weis des Personalstandes in den Dienschen Namen schänden, fam es zu einem unge­gewiesen, daf, ihr das einschlägige Material nicht sten des Staates, der staatlichen Anstatten, Unter- heuren Tumult, bei dem die Sozial­zur Verfügung stehe. Da aber die Regierung nun nehmungen und Fonds, getrennt nach den einzel- demotraten und Kommunisten mit der auf Grund des Gehaltsgefeßes Nr. 103/26 bernen Dienfifategorien und nach der nationalen Zu- Deutsch nationalen in ein Hand pflichtet ist, die Systemisierung durchzuführen, gehörigkeit vorzulegen.

treuer Gefolgmann der flerifalen Reaktion 312) bleiben.

Es mag sein, daß ein Pfarrer schwer gegen den flerifalen Strom schwimmen fann und es mag schon das einmalige Aussprechen dessen, was ist, Kühnheit genug für einen Priester der römischen Stirche sein. Wir haben den Angriff Reichenber­girs auf seine Partei nicht überschäßt, ihn nur für cin Symptom und für ein wertvolles Geständnis gehalten. Sein Rüdzug ist für uns feine Ent­täuschung. Für die wenigen wahren Christen in den Reihen der Lufcha- Partei muß es dagegen eine bittere Enttäuschung sein, daß auch der eine Gerechte, der sich im Sündenpfuhl des schwarzen Gomorrha fand,; u leicht befunden wird. Regelung des Strafvollzuges an politischen Häftlingen.

schen Plänen des Herrn Kramar zum Siege ver helfen, so geloben die versammelten Arbeiter und

gemenge gerieten.

Arbeiterinnen von Mähr. Trübau und umbung Die Hinrichtung Sandtners

wahlen!"

Dic

Saftbefehl gegen die kommunistischen Führer in Norwegen .

Befehl zur sofortigen Verhaftung der Führer der Oslo , 1. Juli. Der Justisminister hat den fommunistischen Partei in Norwegen und der Medalteure des fommunistischen Blattes Norgen Kommuaist Blad" erlassen.

avtach 1-

Bloß eine Nette Soldaten trennte uns von dem Galgen. Eine Gruppe Journalisten und eine vereint mit der übrigen Arbeiterschaft dieses Reihe von Offizieren und Rottmeistern hatten sich Landes dafür zu sorgen, daß die Schänder der De­Die amtliche Meldung. zur Justifizierung eingefunden. Die kurzen Minu­mokratic, die Räuber des Wahlrechtes und die ten vor der Ankunft des Deliquenten werden mir Büttel des Polizeigeistes der verdienten Abred 6 Uhr 6 Winuten wurde im Militärgarnijonege vor dem Galgen auf und ab und die übrigen Gäſte Pilsen,( Tsch. V. B.) 1. Juli. Heute früh um unrgeßlich bleiben. Wohlschläger ging rauchend nung nicht entgehen. Heraus mit Neu­Nen- fängnis der Raubmörder Franz Sandtner hinge- taten dasselbe und unterhielten sich über mancher­richtet. Seit dem Augenblick, wo Franz Sandiner lei, das aber mit Sandtner und der bevorstehenden Bemerkenswert war, daß die Stimmung vom Vorsitzenden des Divisionsgerichtes Oberst Sinrichtung recht wenig gemeinsam hatte. Ich be unter den mehr als 400 Versammelten völlig ein Dr. Brba mitgeteilt wurde, daß fein Gnaden griff es nicht. Mein Gedankenfluß ſtockte, wenn ich heinlich war und daß sich auch die anwesenden gesuch abgelehnt wurde und daß er hinge den Galgen und den Scharfrichter anblickte. Das deutschbürgerlichen Parteigänger trok deutlicher richtet werden würde, verhielt sich Sandtner in Ger; frampfte fich mir wild zusammen, wenn ich Herausforderung nicht zu rühren wagten. Auch feiner Zelle im Militärgefängnis im ganzen sehr daran dachte, mit welcher Staltblütigkeit, mit wel die Kommunisten, die mit ihrem Verhalten ruhig und es war an ihm feine Beflemmung her inneren Roheit man hier einen Menschen im Seidenarbeiterfampf die Währisch- Trübauer zu beobachten. Gestern spät abends er bat er umbringen will... Arbeiterschaft schwer geschädigt haben, und oben den Besuch des Geistlichen, Feldku­Dieses Gefühl verstärfte sich, als der Delin drein in der Frage der Verwaltungsreform ein rat Dr. Forst, der ihn heute um halb 6 Uhr zum quent endlich erschien. Angetan mit schwarzen Unser Abgeordn: tenflub nimmt den seinerzeitigen von gehäffigen Angriffen gegen unsere Partet weiten Male besuchte. Während im Militärge kommisstiefeln, weißer Zwilchhose und einem um Antrag des Verfassungsausschusses wieder auf. stroben, des Flugblattes verbreiteten, mußten fängnis die Vorbereitungen zur Durchführung der den Hals offenen Hemd irat er aus dem Gebäude. Die Genossen Dr. C; e ch und Backenberg widerspruchslos einige für sie sehr unangenehme Grekution ſtattfanden, versammelte sich in der Umhne Fesseln, mit glatt geschorenem Kopf. Seine Wahrheiten einstecken. Die Arbeiterschaft von gebung des Gefängnisgebändes ein zahlrei Gefichtszüge waren leer, ich möchte fast jagen teil­haben im Auftrage unseres Abgeordnetenklubs Wahrheiten einſteden. einen Gesezennwurf über den Vollzug der Mährisch- Trübau hat so wie die Arbeiterschaft deres Publikum. Um halb 6 Uhr ſtand nahmslos. Er überblickte die Anwesenden und Saft an politiſden äftlingen ein- anderen Gebiete bereits erkannt, daß die kommen auf dem Gefängnishof eine 21gliedrige wurde zum Galgen geführt. Wie eine Maschine, gebracht, der, wie es im Motivenbericht heißt, den schweren Kämpfe gegen die Bürgerregierung Militärabteilung in Bereitschaft. Zur falt und nüchtern. Dort stand er in a tacht wörtlich tent seinerzeitigen Berichte des Verfaß nicht im Zeichen einer schwindelhaften Einheits Erefution ſtellten sich außer den Journaliſten nur Stellung(!), als man das Urteil verlas; so jungeausschusses vom 28. Juli 1921 entnommen front, sondern mit der Waffe der Ein wenige Zivilperſonen neben einer größeren Zahl blieb er stehen, als ihn die Gerechtigkeit" bem ift. Tie Antragsteller haben mit voller Absicht heitsorganisation inden Reihen der von Wilitärperſonen ein. Bunft 6 Uhr betrat Scharfrichter übergab. Erst jetzt rührte er fich: unter Zurüdstellung ihrer weitergehenden Be Sozialdemokratie geführt werden müffen. den Gefängnishof die Gerichtskommission. Einige er wollte sich nicht die Bände feifeln Minuten nach sechs Uhr beirat den Hof Sandtner lassen, ließ es aber auf das gütige Zureden des strebungen diesen Wortlaut gewählt, weil die Tat 000000000000000 in Begleitung des Feldfuraten Dr. Forst und des anwesenden Feldfuraten doch geschehen. Wian band fache, daß er aus den Arbeiten des seinerzeitigen Gefängnisoberauffebers Stalina. Der Gerichtsvor ihn, wie ein Stück Ware. Man fesselte ihm Hände Verfassungsausschusses hervorgegangen ist und auf sitzende verlas neuerlich das Urteil, gab die Ableh- und Beine und schlang um seinen Leib das Seil, Hem Beschlusse seiner großen Mehrheit beruht, nung der Nichtigkeitsbeschwerde befannt und über- an dem er später emporgezogen wurde. Er stand allein hinreicht, im darzulegen, daß eine Re gab Saudiuer dem Scharfrichter. Die Sinrichtung steif und regungslos als ginge ihn das gar nichts in Finnland.purde um 6 Uhr 6 Minuten früh vollführt. Um an. Der Scharfrichter legt ihm die Schlingen um 6 Uhr 10 fonstatierte Oberstleutnant Dr. Bernas, ben Hals, Sandtner rührt sich noch immer nicht. ( I. 1.) Am 1. Juli finden in Finnland die Wah daß der Deliquent tot jei. Erst als man ihn hinaufzieht, neigt er sich nad) len zum Reichstag statt. Das Parlament umfaßt 200 Albgeordnete. Die sozialdemokratische Fraktion zählt vorn und füßt das Kruzifix, das ihm vom Feld­gegenwärtig 61 Witglieder, die Stommunisten befit furaten gereicht wird. Er wird emporgehoben, die zen 17 Vertreter. Das sind die beiden Gruppen, auf Balsschlingen auf dem starken Saken befestigt, dann ein Ruck, Wohlschlägers Hände, die sich zwei­die sich die sozialdemokratische Regierung, die gegen mal an Sandtners Genic zu schaffen gentacht wärtig in Finnland besicht, stüßen kann. Dazu kom­men noch unter Umständen eine Reihe schwedischer haben, greifen nach dessen Mund, um ihn zuzuhai­Beten und drücken ihm die Augen zu. Abgeordneter, die die Regierung mit Rüdjidh: auf ihre Minderheitenpolitit fallweise unterstüßen. In Fragen jedoch, wo sich die Stlassenintereffen schroff ge­genüberstehen, stimmt auch der Großteil der schwedi

Ausland.

gelung des Strafvollzugs an politi Reichstagswahlen in Finnland.

fchen Häftlingen notwendig ist und daß zumindest die beantragten Erleichterungen not werdig sind, wenn den modernen Anschauungen entsprechen werden soll. Seit dem Jahre 1921, insbesondere seit der Erlassung des Gesetzes zum Schuße der Republif. haben sich die Verurteilungen wegen politischer Delitte außerordentlich vermehrt, so daß das Bedürfnis nach einer Regelung des Strafvollzugs an diesen Häftlingen noch ge stiegen ist.

Seweit die abgesonderte Unterbringung der pelitischen Säftlinge einen toitenaufwand verursacht, wird im Motivenberich festgestellt, daß er sicherlich im Verhältnis zum gesamten Aufwand

Schildernng und Eindrücke eines Augenzeugen.

Tas ganze Grauen dieser( wie jeder) Justizierung spiegelt sich in folgendem richt wieder, den uns ein Augenzeuge mit­telt:

Der Fall Fran; Sandiner fand am 1. Juli

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Neben mir läßt jemand die Bemerkung fal­len, es könnte doch schneller gehen. Er sagt das fo, daß einige fichern!

Der Scharfrichter tritt zurüd, Sandtner hängt

der Justizverwaltung jo gering ist, daß er imichen Frattion gegen die Regierung, so daß diese Ge. einige Minuten nach sechs Uhr früh auf dem Hofe frei, das Gesicht dunkelrot. Der Feidkurat

Rahmen des normalen Voranschlages des Juſtiz­ministeriums getedt werden fann. In formeller Einsicht wird die Zuweisung dieses Gefeßentwurses an den verfassungsrecht­

lichen Ausschuß beantragt.

Heraus mit Neuwahlen! Die Mährisch- Trühauer Arbeiterschaft zur

Verwaltungsreform. Teunerstag abend fand in Mährisch Trübau

jahr läuft, in die Minderheit verseßt zu werden. Aber auch dann, wenn die schwedische Frattion für die Re­gierung eintritt, verfügt dieſe nur über 101 Stim­men, so daß ihre Majorität äußerst schwach ist.

Ueberdies führen die Kommunisten einen hefti gen Kampf gegen die Sozialdemokratic, die ihnen erst wieder die völlige Redefreiheit verschafft hat. In der bekannten Weise wird die Agitation rüdfichtsios vor allem gegen die Sozialdemokratie gerichtet, wobei fie auch vor Verleumdungen nicht zurüdichreden.

Die Zentrumspartei schließt in sich einige vitale Glemente, die aber wesentlich unter dem Drud nationalistischen Propaganda stehen, die von

fnict vor ihm auf dem Boden und betet. Der gehängte Körper zucht einigemale krampfartig zusammen. Ich ſtarre entseßten Auges auf das Bild vor mir. Neben mir zündet sich fächlich. Sier hängt doch ein Mensch vor mir und jemand eine Zigarette an. Aber das ist ja neben­sein Leib bewegt sich noch! Das Herz droht mir zu zerspringen, aber der Kurat kniet und betet...

des Garnisonsgefängnisses in Pilsen sein Ende. Sandtners Hinrichtung ist bloß der Schlußpunkt einer langen Reihe von tragischen Vorgängen, die vor enva vierundzwanzig Jahren mit der im Ge­fängnis stattgefundenen Geburt seine Mutter büßte zu jener Zeit gerade eine Gefängnisstrafe abbegann. Diese Tatsache ist der Schlüssel zu Sandiners ganzem Wesen, das sich roh und ungefchlacht, raubtierartig entfaltele. Innerlid) verdorben und im vorhinein empfänglich für alles Die Minuten ziehen sich qualvoll in die Länge. Böse, wuchs das Kind auf und die Erziehung". Endlich scheint es aus zu sein. Der Arzt stellt fest. radie es genoß, war ihm bester Nährboden für das daß Sandtner nicht mehr atmet, welche Tatsache Ane massenhaft besuchte Versammlung gegen die ſpätere Ausreifen ſeiner unmenschlichen Tat, die im Tienstwege dem anwesenden Divisionär gemel Verwaltungsrefermatt, die von der sozialdemo- der bür- cr im April vorigen Jahres geradezu beftialiſch der wird( der doch mit eigenen Augen alles gesehen ausführte. Im Werdestadium des Mörders wäre bat). Man nimmt Sandtner die Hand und Fuß­Iratischen Bezirtsorganisation einberufen war. Nach den Begrüßungeworten des Vorsitzenden, Ge serlicher Seite gegen die sozialdemokratische Regie es gewiß möglich gewesen, seinen schraufenlojen fejsein ab und sein Körper hängt nun frei. Sein nossen Friedl, erstattete Gen. afsch ein ein rung geführt wird, die einen vernünftigen Ausgleich Trieben, die zeitweise immer wieder hervorbrachen Antlitz ist noch dünfler geworden als früher, der mit den nationalen Minderheiten herbeizuführen verschiedene Aeußerungen und charakteristische Verbrechen der Regierungsparteien, y Short have iniluk on the Handlungen zeigen dies mehr als deutlich durch heraus. stündiges Referat, in welchem er das ungeheuerliche mit den nationalen Unter reform an der Bevölkerung begehen, noch einmal nationalen Parteien, die ihrerseits die Zu die verbrecherische Anlage des jungen Menschen und nicht ausreifen zu lassen. zusammenfassend varstellte und insbesondere das ſammenarbeit zwischen Sozialdemokratic schwedischer Fraktion als die Koalition der unpa­Verhalten der deutschen Zollparteien in schärfsten Worten geißelte. Vielfach von Zustimmungsrufer triotischen" Parteien bezeichnet. Ueber Pilsen brach der neue Morgen an. unterbrochen, fonnte der Referent feststellen, daß Die Sozialdemokratie erhofft von den Wahlen der Sieg, den die Abstimmungsmaschine im Par- eine Verstärkung ihrer parlamentarischen Position, Nicht die schlaflose Nacht war daran schuld, daß mir so elend zu Mute war. Schon in der Nacht lamente bei diesem Geses vielleicht schon in den die ihr erlauben würde, mit mehr Entschlossenheit nächsten Tagen feiern wird, fein Sieg gegen die vorzugehen, als ihr das bisher infolge ihrer schwa- habe ich aus den Berichten der Profofen erfahren, deutschen Sozialdemokraten, sondern ein Sieg chen Majorität möglich war. Die Stommunisten was Sandtner die Nacht über macht. Daß er sich der Regierungsparteien über ihre haben bei den letzten Wahlen im Jahre 1924 eine anscheinend ruhig verhielt und scheinbar am Effen mehr Gefallen fand als an allem übrigen, konnte Wie's war? Traurig und erschütternd. Trau eigene wählerschaft und die große schwere Niederlage erlitten, zum Teil dadurch, daß ich nicht glauben. Die letzten Stunden eines Men rig deswegen, weil man da ruhigen Herzens einen Mehrheit des Volkes bedeutet. Nach turze Zeit vorher ihre meisten Organisationen einschen fönnen nicht ruhig sein, das wäre doch gegen Wienschen umgebracht hat. Erschütternd, weil der dem beifällig aufgenommenen Referat wurde fol- gestellt worden waren.Es ist wahrscheinlich, daß der jedes natürliche Empfinden eines lebenden Wesens. Anblick des zynischen" Massenmörders Saudtner sende vom Genossen Friedt vorgeschlagen zu erwartende Erfolg der Sozialdemokratie wesent Wer läßt a dadurch täuschen, daß er lustige Lie- wie eine Beitsche auf die Nerven nicsersauste. Sundgebung einstimmig angenommen. lich auf Kosten des bürgerlichen Zentrums erlangt der sang, Starten spielte und einen vielgeschmähten Seine Gleichgültigkeit, feine Ergebenheit waren Wir stehen im Stampfe gegen die sogenannte werden wird, dessen Halbheit ihm die Wähler entynismus" an den Tag legte? Später, bei der furchtbar. Es zeigte so flar, wie roh und unmensch Verwaltungsreform teft hinter den Parla fremdet hat. Dies umsomehr, als das ganze Land Sinrichtung, krallte sich dieser Zynismus in das lich eine Hinrichtung iſt: man behandelt den Men­mentariern der deutschen sozialde fich darüber klar ist. daß das Verschwinden der jetzt Herz des Zuschauers mit grauenhaften Klauen schen wie ein Stück Ware, wie ein willenlofes mokratischen Arbeiterpartei, denen für bestehenden sozialdemokratischen Regierung die Bil ein... Vielleicht kann diesen Zynimus der nüch Bündel, schnürt ihn wie ein Stück Vich und bringt ihren leidenschaftlichen Widerstand gegen dieses dung einer finnisch- bürgerlichen, fonservativen Regie terne Polizeirapport oder der sensationslüfterne ihn dann um. Die Tat Sandtners war unmenich Schandgeseß unsere gauze Sympathie gehört. Soll rung zur Folge hätte, deren nationaler Chauvinis Pressemensch feststellen, ein fühlender Menschlich, gewiß. Wer ihn aber auf seinem legten Gang ten die deutschen Regierungsparteien ungeachtet mus nur gee guet wäre, das Verhältnis zu den Nach erschauerte im innersten Herzen über diese schein gesehen hat, der wird die ganze Tragit eines zer bare Ruhe des Mörders. schellten Menschenschicksals verstehen können. aller Proteste und Warnungen, gegen den Willen barstaaten zu verschlechtern. Argus. der großen Mehrheit der Bevölkerung den fafcifti-|

Die Presseleute stürzen auf den Feldfuraten und umringen ihn, um Sandiners letzte Worte zu erfahren. Da gehe ich weg. Hinaus in den lachenden Morgen, in die goldene Sonnenflut. Aber meine Gedanken bleiben in den düsteren Mauern des Gefängnisses, vor dem Menschenmas­sen warten. Man stürmt mit glühenden Wangen zu dem erstbesten Bekannten, der bei der Hinrich­ung gewesen ist, mit der ungeduldigen Frage: war's?" Erzähle, wie war's"