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der drei Ergänzungswahlen vom 2. Dezember zu beschäftigen

zu

berücksichtigt werden müßte. Natürlich ein laffen- Wahlgefeß. Ein gemacht hätten, als dies in früheren Perioden der Fall gewesen sein Die türkische Bolizet habe ihn als des Anarchismus verdächtig eigenthümliches Geschick will es, daß der eigene Water des früher möge. Wenn durch dieses Vorgehen in größerem Maßstabe gerade ohne Rücksicht auf das Privileg der Kapitulationen festgenommen, bürgerlichen Ministers Strenge, 1848 im Landtage beantragte, daß österreichische Staatsangehörige böhmischer und polnischer statt sich der Vermittelung des italienischen Konsulats alle Staatsbürger vom 21. Jahre an das Wahl- Nationalität getroffen wurden, so erkläre sich dies recht erhalten müßten. da bedienen. Der Botschafter in Konstantinopel habe von der Pforte So ändern sich die Zeiten!- mit, daß infolge der lokalen Nachbarschaft gerade die öster- das Versprechen der Freilassung Santorelli's begehrt und erhalten. reichischen Staatsangehörigen slavischer Bunge das Haupttontingent Da dieser Zusage nicht sofort entsprochen wurde, habe der Bots And Baden.( Eig. Ber.) Die bereits telegraphisch gemeldete jener österreichischen Staatsangehörigen ausmachten, die in den schafter energisch protestirt, worauf Santorelli am 11. November Ginberufung der Kammern bedeutet die Lösung der Kontro- preußischen Grenzprovinzen auf Verdienst und Erwerb ausgehen, freigelassen worden sei. Sobald die Einzelheiten des Falles genau verse zwischen Volksvertretung und Regierung. Die lettere wich und welche am häufigsten von der Ausweisung betroffen werden, bekannt seien, werde die Regierung volle Genugthuung fordern, muthig zurück und sie wird es vielleicht als eine Stonzession ansehen, da sie sich meist in wirthschaftlich wenig gesicherter Stellung befänden. wozu sie zweifellos berechtigt sei.- daß die nach Karlsruhe geladenen Mitglieder der Dotations- und wenn nun auch trop der unleugbaren Schärfe, mit df and Türkei . Justiztommission für ihre Frattionen fich bereit erklärten, diesem welcher das Ausweisungsverfahren in Preußen gehandhabt werde, eine Interims- Landtag ein Minimal- Arbeitspenfum vorzulegen. Dem fonderer vertragsmäßiger Rechte nicht behauptet werden könne, Großmächte legten dem Prinzen. Georg bei der Ernennung Dem- flagrante Verlegung der völkerrechtlichen Grundsäge oder be­Konftantinopel, 28. November. ( Köln . 8tg.") Die vier gemäß wird sich die zweite badische Kammer nur mit der Prüfung so habe sich gleich woh I das Auswärtige Amt, insbesondere im Hin- zum Oberkommissar für Kereta bestimmte Bedingungen auf. Bor haben bezw. mit der Wiederbestallung der wiedergewählten Ab- blick auf die empfindlichen Rückwirkungen, welche die preußischerfeits allem soll Prinz Georg die Suzeränetät des Sultans an geordneten Fieser und Straub in ihren bisherigen Kommissionsfißen. befolgte Fremdenpolitit auf einzelne wirthschaftliche Eristenzen erkennen, als deren Zeichen an einem befestigten Orte die türkische Dann geht sie wieder heim, bis man sie im Januar zur Diskussion auszuüben geeignet sei, bei der kaiserlich deutschen Flagge gehißt bleibt. Ferner soll eine Nationalversammlung eins über die von der Justiz Kommission( Bürgerliches Gesez- Regierung wiederholt und nachdrüdlich bemüht, berufen werden, um eine die Freiheit der Religionen berbürgende, buch) vorbereitete Materie beruft. Doch wird es der daß bei Ausweisungen österreichischer Staatsangehöriger von Verfassung auszuarbeiten. Der Auftrag des Prinzen gilt nur für Regierung nicht erspart bleiben, sich in einen Streit preußischer Seite mit thunlichster individueller Unterscheidung und drei Jahre. Die von den Mächten vorzuschießenden 4 Millionen über die verfassungsmäßigen Bedenken wegen der Einberufung Rücksichtnahme auf die jeweiligen persönlichen Verhältnisse der sollen zur Einrichtung und Verwaltung der Gendarmerie verwendet der beiden genannten Kommissionen einzulassen. Wie man hört, Auszuweisenden vorgegangen werde. Die bereitwilligen 8u werden.- Herrschte im Ministerium bei der Vorbereitung der Kabinetsordre ficherungen, welche dem diesseitigen Ministerium des Aus­eine geradezu naive Konfusion, die nicht einmal die Erwägung auf- wärtigen von dem Berliner Kabinet noch erst in jüngster Beit zu- Zum Friedensschluß. Aus Washington wird vom 28. No. kommen ließ, ob man den Präsidenten der Kammer von der gekommen wären, ließen hoffen, daß das jetzige Verhalten der bember berichtet: beabsichtigten Kommissionseinberufung vorher verständigen soll. Herr preußischen Behörden, sofern es die Ausweisung österreichischer Unter- In der Erklärung des Staatsdepartements betreffend die Sulus Gönner, der in Baden- Baden wohnt, soll zufällig den schlaferzeugen- thanen betreffe, mit jenen Rücksichten in Einklang gebracht werde, Inseln heißt es mit Bezug auf die Deutschland und Groß­den Staats- Anzeiger" gelesen und so von der Mobilmachung seiner welche Desterreich für seine Staatsangehörigen beanspruchen könne. britannien dort ertheilten Konzessionen, es werde später ent Kammerkommiffionen Kenntniß erhalten haben. Sollte sich jedoch diese Erwartung fortan nicht erfüllen und sollte schieden werden, welche Wirkung die Annegion auf diese Konzessionen insbesondere in der Ausweisung österreichischer Unterthanen entweder habe. Ein Präzedenzfall liege vor in der Einverleibung Madagaskars eine Kränkung derselben im Genusse ihrer völkerrechtlichen oder durch Frankreich ; damals habe der von Amerika mit Madagaskar vertragsmäßigen Ansprüche erkannt werden, oder sollte endlich abgeschlossene Handelsvertrag dem französischen Bolltarif weichen den Ausweisungen nicht mehr der Charakter einer gegen müssen. Deshalb könne nicht im Voraus gesagt werden, einzelne Individuen wirksamen Polizeimaßnahme zukommen, so wolle ob die besonderen Vorrechte Deutschlands und Großbritanniens auf das Haus in diesem Falle die bündige Versicherung von ihm, dem den Sulu - Inseln beibehalten werden. Grafen Thun, entgegennehmen, daß er, und zwar in dieser Hinsicht Das Altonaer Attentat ist nun auch gerichtlich als in vollem Einvernehmen mit der gemeinsamen Regierung, nicht Schwindel festgestellt worden. Der Schirmmacher Olden- zögern werde, die Rechte der österreichischen Unterthanen mit vollem burg, dessen Verurtheilung zu drei Jahren Gefängniß Nachdrucke zu wahren, eventuell den Grundsäßen der Reziprozität wegen angeblicher Majestätsbeleidigung wir bereits melbeten, entsprechende Maßregeln anzuwenden.( Lebhafter Beifall rechts.) ist diefelbe Person, die als verdächtig eines Komplotts gegen das Leben des deutschen Kaisers in Altona verhaftet worden

Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Der jüngst wegen angeblicher Majestätsbeleidigung in Untersuchungshaft ge­nommene Former Lud in Görlitz wurde von der dortigen Straf­fammer in der vorigen Woche von diesem Vergehen frei gesprochen. Wer entschädigt ihn nun für die unschuldig erlittene Untersuchungshaft?

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Defterreich- Ungarn .

Die preußisch- deutsche Ausweisungspraxis im Abgeordneten haus. Aus Wien wird über die Dienstag- Sigung des Abgeordneten hauses telegraphirt:

Frankreich .

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Amerika .

Es werden Anordnungen getroffen, um 30 000 bis 40000 Mam von der Waffe zu entlassen. Die Streitkräfte auf den Philippinen sollen jedoch gegenwärtig nicht verringert werden. Marschall Blanco soll sich nach Spanien eingeschifft haben.­

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Partei- Nachrichten.

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war. Wir erklärten damals Meuble fiber ammerfisung am Montag sich Erörterungen über die Taktik. Auf die Frage Konrad vermuthlich um renommistisch schnoddrige Aeußerungen. Das hat wurde, wie bereits im gestrigen Depeschentheile mitgetheilt ist, ganz änisch's, ob Auer es auch nur für denkbar halte, daß in den fich denn auch bestätigt. Ueber die exorbitante Höhe des Straf- ausgefüllt von den Debatten über die Angelegenheit Picquart achtziger Jahren ein Parteigenosse eine Kompensationspolitit à la maßes wollen wir uns nicht weiter auslaffen. Die Majestäts- bezw. Dreyfus, hervorgerufen durch die Interpellation des Heine" vorgeschlagen hätte, hatte Auer mit dem Hinweis auf einen beleidigungs- Prozesse haben solche Ungeheuerlichkeiten zu Tage Deputirten Bos über die Verweisung Picquart' s vor ein Kriegs- Borschlag geantwortet, den damals Friedrich Engels zur gefördert, daß man fich über nichts mehr wundern gericht, bevor der Kaffationshof sich über die Dreyfus- Sache aus Frage der Bewilligung der Dampferlinien- Subvention fann. In normalen Beiten wären derartige Verurtheilungen gesprochen hat. Besonders wichtig war die Rede des Deputirten gemacht hat, welcher Vorschlag von Liebknecht als sehr einfach unmöglich. Was das Urtheil uns aber besonders interessant Poincaré, der 1894 Minister im Ministerium Dupuy beachtenswerth und sehr praktisch" bezeichnet worden ist. macht, ist, daß das Schwindelhafte derartiger Nachrichten dabei dent- war. General Mercier habe damals den Kapitän Dreh- Gegen diese Antwort Auer's, die unsere Leser im Vorwärts" lich hervortritt. Es liegt Methode in der Verbreitung solcher Attentats- fus verhaften lassen, lassen, ohne die übrigen Minister davon vom 26. November ausführlicher verzeichnet finden, wendet sich ein gerüchte und es wird ein ganz offenfichtiger Zwed damit verfolgt. zu unterrichten. Die Minister hätten keinen anderen Beweis von Artikel der Leipziger Volkszeitung". Es heißt darin: Wir haben aber noch eine Frage. Wenn dieser Oldenburg zu drei der Schuld Dreyfus' gehabt, als das Bordereau. Der Minister - Diese Beweisführung des Genossen Auer beruht auf einer Jahren Gefängniß verurtheilt wurde, weil er behauptete, ein präsident Dupuy spricht sich gegen die Intervention der Regierung gänzlichen Verkennung der damaligen politischen Situation. In Attentat auf den deutschen Kaiser geplant zu haben, wie viel Jahre aus. Einen Befehl auf Vertagung des Prozesses Picquart zu geben, der Frage der Dampfersubvention war die sozialdemokratische Gefängniß oder richtiger Buchthaus" gebührt den 2ügnern und hieße das Prinzip der Trennung der Gewalten verletzen. Nach Reichstagsfraktion gespalten, eine Minderheit( namentlich Lieb­Fälschern, welche die Geschichte von dem Attentat auf den heftigen Debatten wird schließlich die Tagesordnung Dujardin, necht, Bebel und Vollmar) wollte die Forderung der Regierung Kaiser erfunden und im Dienste der Neaktion verbreitet welche die Erklärungen der Siegierung billigt, mit 437 gegen in Bausch und Bogen verwerfen, als eine Konsequenz der kurz vor­haben? 73 Stimmen angenommen. her eingeleiteten Kolonialpolitik; die Mehrheit der Fraktion( nament In den Wandelgängen der Kammer wurde nach der lich Auer, Diez, Frohme und Grillenberger) glaubte dagegen, zwischen Sigung am Montag Abend die Stelle in der Nede des den einzelnen Dampferlinien, deren Unterstützung die Regierung Ministerpräsidenten Dupuy viel besprochen, in der er fagte, forderte, einen Unterschied machen zu sollen, insofern als die einen, der Staffationshof habe vor 14 Tagen die Picquart- Atten verlangt, die auch nach ihrer Ansicht die Kolonialpolitik unterstützen sollten, doch hätten ihm, da die Untersuchung gegen Picquart noch wie die afrikanische und die Samoalinie, unbedingt verwarf, während In Beantwortung der Interpellation der Abgeordneten Jaworski schwebte, nur Abschriften überreicht werden können; wenn hingegen sie die anderen, wie die ostasiatische und die australische Linie- diese und Engel wegen der Ausweisungen österreichischer der Kaffationshof die Aften jetzt verlange, werde ihm die mit Ausnahme der Samoalinie unter bestimmten Garantien zu Staatsangehöriger aus Preußen bezw. Deutfchland Regierung selbst die Aften liefern. Diese Erklärung bewilligen bereit war. Diese Linien hatten nach der Ansicht erklärte Ministerpräsident Graf Thun, es müsse wohl als ein un- Dupuy's wird dahin gedeutet, daß der Kassationshof die Akten ver- Fraktionsmehrheit mit der Kolonialpolitik mithun, ſoftoern bestrittenes Recht eines jeden Staates anerkannt werden, fremde langen wird und der Prozeß Picquart dadurch nothgedrungen sollten den internationalen Weltverkehr fördern, was auch im Elemente, deren Aufenthalt in seinem Gebiete im öffent vertagt werden muß. Interesse des Proletariats läge. Die Mehrheit beschloß demgemäß, lichen Interesse nicht erwünscht sein könne, auf seinem Territorium nicht Nach der Kundgebung, die am späten Abend vor dem diese beiden Linien zu bewilligen, jedoch ihre Zustimmung davon nicht zuzulassen, oder wieder auszuweisen. schon Niedergelassene Cherche- midi- Gefängniß zu gunsten Picquart's abhängig zu machen, daß die einzustellenden Schiffe, neue Dampfer Diefes Recht stelle fich als ein veranstaltet worden war, versuchte eine Gruppe von etwa 200 Ber- ersten Ranges, nur auf deutschen Werften gebaut sein müßten, Ausfluß der staatlichen Souveränität dar und habe auch fonen unter Schmährufen auf Picquart sich dem Gefängnisse zu schließlich aber die ganze Vorlage zu verwerfen, falls diese Be­in der österreichischen Gesetzgebung flaren Ausdrud gefunden. Aller nähern. Zwischen den beiden Parteien tam es verschiedentlich zu dingung abgelehnt oder eine der auch von der Fraktionsmehrheit dings dürfe dieses Recht nicht in der Weise gehandhabt werden, daß Schlägereien. Noch spät dauerten vor dem Gefängnisse die Hoch- verworfenen Linien vom Reichstage bewilligt werden sollte. Da gewissermaßen ganze Kategorien und Klassen der Bevölkerung eines rufe auf Picquart fort. Die vorgenommenen Verhaftungen wurden beides eintraf, so stimmte die gesammte Fraktion gegen die gesammte fremden Staates als solche von der Niederlassung schlechtweg aus nicht aufrechterhalten. Dampfersubvention. geschlossen würden. Einen derartigen Charakter aber, daß sie etwa An der Versammlung der Dreyfus Anhänger in Nun hatte aber der ganze Streit, der wie die obige Dars einer Berleugnung der völkerrechtlichen Grundsätze über die inter - der Rue du Bac hatten vornehmlich Studirende und Profefforen theil- stellung zeigt, von keiner großen praktischen Bedeutung war, nationale Verkehrsfreiheit gleichfämen, und daß in weiterer Folge unter genommen. Die Straße war bald abgesperrt worden, sodaß de Pressensé, eine übermäßige Erhigung innerhalb der Partei hervorgerufen, diesem Gesichtspunkte dagegen aufgetreten werden könnte, hätten nach Mirbeau, Vaughan u. a., die dort zu reden beabsichtigten, nicht in den was sich aus den, unter dem Sozialistengefeße herrschenden Zu­den bisher gemachten Wahrnehmungen und angestellten Erhebungen Saal gelangen konnten. Diese hielten in einem benachbarten Café ständen erklärt, hier aber nicht näher ausgeführt werden kann. die Ausweisungen österreichischer Staatsbürger aus Preußen bezw. eine Zusammenkunft ab. In der Hauptversammlung in der Rue du Bac Genug, in einem Stadium der Sache, als die Wogen der Erregung Deutschland nicht, wenngleich zugegeben. werden sprachen der Akademiker Duclaug, ferner Anatole France , Reclus und sehr hoch gingen, aber die Mehrheit der Fraktion die Garantien, an miffe, daß die preußischen Regierungsbehörden von ihrer Macht- andere. France wandte sich gegen die Verfügung des Generals die fie ihre halbe Bewilligung tnüpfen wollte, noch nicht formulirt befugniß, bedenkliche oder anstößige Elemente auszuweisen, in letzter Burlinden und erhob die Aufforderung, die Agitation fortzusetzen, bis hatte, machte Engels in einem Brief an Liebknecht den oben in seinem Beit einen thatsächlich umfangreicheren Gebrauch Picquart freigelassen sei. Die Anwesenden nahmen eine Tages- Wortlaut mitgetheilten Vorschlag, den Liebknecht dann im Sozial­ordnung an, die dagegen Einspruch erhebt, daß Picquart, weil er demokrat" als von einem der bewährtesten und kompetentesten" Ge­jolle. Die Versammlung ging verhältnismäßig ruhig auseinander. gründung seines Vorschlages" hervorgeht, auf seiten der Fraktions­Anhänger der Revision des Dreyfus- Prozesses sei, verfolgt werden nossen herrührend veröffentlichte. Engels stand, wie auch aus der Be­feiern die geftrige Abstimmung in der Kammer als einen Triumph Bismard- Buttkamer vernünftigere Absichten unterstelle, als dieses Am Dienstag wird gemeldet: Die Organe der Nationalisten minderheit; er war der Meinung, daß die Fraktionsmehrheit dem System der Armee. Die revisionistischen Blätter greifen die Kammermehrheit famose System haben lönne, und da ihm daran lag, die Gährung scharf an und machen ihr zum Vorwurf, daß sie stets fliehe, wenn innerhalb der Partei möglichst schnell zu beschwichtigen, so sagte fie irgend welche rühmliche Verantwortung auf sich nehmen solle. er mit seinem Vorschlage": Nun wohl, wenn die Fraktion an Gleichwohl sei, dank der Erklärungen Boincaré's und Barthou's, der irgend eine arbeiterfeindliche Nebenwirkung der Dampfer­moralische Sieg auf seite der Vertheidiger von Gerechtigkeit und subvention glaubt, so mag fie offen fordern, daß die Regierung den Wahrheit geblieben. Arbeitern billig sein läßt, was sie den Unternehmern recht sein

was Bucher

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einem Anarchistengesetz. Wir haben es ja bei den Maßregeln gegen die Sozialdemokratie gesehen, obwohl diese gerade in den aller­günstigsten Beitpunkt fielen. Ist wirklich einmal ein solcher Gefeßentwurf ohne allzu ängstliche geheimräthliche Rücksichten auf allerlei Leute, mit denen doch nicht zu pattiren ist, ausgearbeitet worden, so wird nachher so viel daran herumamputirt, bis glücklich ein Ding herauskommt, das nicht Fisch und nicht Fleisch, nicht sauer und nicht füß ist. Solche Schwierigkeiten hat man schon in einem einzigen Parlament, wenn aber gar die Parlamente der ge­fammten Kulturwelt über eine solche Sache debattiren sollten, dann tommt ganz gewiß ein Monstrum heraus, das eben nur gut dazu der Ministerpräsident Dupuy: Wir leben seit 28 Jahren von mit der Regierung nicht aufs Kompenfiren, sondern nur aufs In einem Interview mit einem Redakteur des Figaro" erklärte lassen will, und wir werden dann ja sehen. Engels wollte sich ist, für die Nachwelt konservirt zu werden es wäre freilich schade einer frommen Zweideutigkeit; Armee und De- Blamiren einlassen; er wollte das System Bismarck- Buttkamer um den Spiritus!" So der Bismarck Lothar Bucher' s. Was daran Bismarck ist und Grundlagen haben. Eine Schwächung der Armee gefährdet die lin- rechnete, zeigte sich bald darauf, als die Fraktionsmehrheit mit motratie bestehen nebeneinander, obwohl sie entgegengesetzte durch seinen Vorschlag" tompromittiren, und wie richtig er das wollen wir hier nicht untersuchen, Auch nicht, abhängigkeit des Landes; werden die Traditionen der Armee auf den von ihr geforderten Garantien, die doch lange nicht so weit was wahr ist an dem Plan einer Theilung der Schweiz . Sollte recht erhalten, so beunruhigt sich die bürgerliche Gesellschaft unter gingen, wie der Vorschlag" von Engels, sowohl bei der Regierung der man", welcher die Theilung vorschlug, nicht Bismard Berufung auf die Freiheit. Gleichwohl habe ich Vertrauen in die als auch bei der Mehrheit des Reichstages abbligte. selbst oder einer seiner Leute" gewesen sein? Jedenfalls Lebenskraft des Landes." So wie wir hier dargelegt haben, wurde der Vorschlag" von ward in diesen Kreisen der Plan wiederholt ventilirt. Was über Anarchismus und Anarchistenkongresie gesagt wird, die Regierung darüber, Im Senat interpellirte heute( Dienstag) der Senator Monis Engels damals allgemein in der Partei aufgefaßt, und anders fonnte ist sehr vernünftig; und stimmt in vielen Punkten mit vor dem Kriegsgericht habe. Ministerpräsident Dupuy ant- den Genosse Auer jetzt in ihm entdeckt zu haben glaubt, so wäre er ob der Kaffationshof den Vorzug er überhaupt garnicht aufgefaßt werden. Hätte er den Sinn gehabt, unferem eigenen Urtheil überein. Schade nur, daß Bismard wortete, die Regierung habe bereits gestern in der Kammer sofort von Bernstein im Sozialdemokrat" mit demselben grimmen diese vernünftigen Ansichten nur hatte, um fie in der diesbezüglich keine Erklärung abgeben wollen, um die Gemüther Humor todtgeschlagen worden, womit Bernstein ungefähr zu selben Zeit Braris mit Füßen zu treten. Sie sind das genaue nicht zu beunruhigen. Dupuh wiederholte sodann seine gestrigen den ernsthaft gemeinten Vorschlag Höchberg' s: die Börsensteuer zu be­Gegentheil feiner Politik und darum deren schärfste Ver- Aeußerungen und betonte des weiteren, der Rasfationshof habe willigen, unter der Bedingung, daß aus ihren Erträgnissen Arbeiter­urtheilung. Sie beweisen, daß Bismard gegen besseres das Recht, alle Aftenstücke zu verlangen. Die Macht des Kaffations- genossenschaften unterstützt werden sollten, todtzuschlagen sich beeilte. Ein hofes sei unbeschränkt. Senator Monis erklärt sich mit den Mißverständniß war um so mehr ausgeschlossen, als die Fraktion Oder hat Bucher oder der Herausgeber des Briefwechsels Worten des Ministerpräsidenten zufrieden. Der Zwischenfall war damit etwa ein Jahr vorher, als Bismard aus demagogischen Gründen ihm das bessere Wissen nur an gedichtet? In Bismard's Namen beendet. das Necht auf Arbeit" proklamirte, den Antrag gestellt hatte, die und auf Bismard's Konto wird jetzt so viel geschwindelt und ge= Togen, daß man nicht mehr weiß, was Wahrheit ist und was Arbeit durchführe. Das war diese Blamirungspolitik, die Engels Regierung möge einen Gesetzentwurf einbringen, der das Recht auf Dichtung.­mit seinem Vorschlage" empfahl; wer will denn heute behaupten, die Partei habe sich unter dem Sozialistengefeße mit der Regierung Rechts auf Arbeit" einigen wollen! auf der Utopie des- in der kapitalistischen Gesellschaft unmöglichen

Wissen ein bornirter Reaktionär war.

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Die Gedanken und Erinnerungen Bismard's, die feit Wochen mit mächtigem Reklamegetrommel angekündigt wurden, find heute in zwei Bänden erschienen. Die Auszüge, welche einige Blätter vorher veröffentlicht haben, waren ihnen von der Cotta'schen Buchhandlung, die den Verlag hat, zu Reflamezwecken mitgetheilt, mit ausdrücklichem Verbot des Nachdrucks für andere Blätter. Sogar dem Bismard'schen Leibblatt: den Hamburger Nachrichten", wurde der Nachdruck eines ihm nicht direkt übersandten Bruchstückes berboten, worüber die Kreuz- Zeitung " sich nicht mit unrecht lustig macht. bringen.

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Der Vorwärts" wird eine ausführliche Besprechung des Buches

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im Besige der Aften des sogenannten geheimen Dossiers. Der Der Liberté zufolge ist der Kaffationshof bereits seit Sonntag Advokat des Erkapitans Dreyfus hat die Ermächtigung erhalten, einen Einblick in das Dossier zu nehmen. Dasselbe Blatt versichert, ob Picquart zu verlangen, so sei er ebenfalls verpflichtet, die Schrift. gleich der Kaſationshof das Recht habe, die Aftenstücke über den Prozeß stilde dem Kriegsgerichte zurüdzugeben, sobald dieses zusammentritt. Diese Erklärungen sind mehreren Abgeordneten vom Justizminister und vom Ministerpräsidenten gemacht worden. Italien

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Demgemäß sind wir, um in der drastischen Sprache des Ge nossen Auer zu reben, allerdings so unzurechnungsfähig", zu leugnen, daß in dem Vorschlage" von Engels Kompensationspolitit à la Heine" ftecke."*)

" Rom

, 29. November. Deputirtenkammer. Santini inter­pellirt über die am 26. Ottober in Jaffa erfolgte Verhaftung Vorschlags" fagt, ist richtig. Ich war damals in der Minderheit, *) Was die Leipziger Boltszeitung" über die Geschichte des Santorelli's, eines Mitarbeiters italienischer Blätter. Der wollte aber nicht, daß der Streit zu einem Bruch führe. Ich war Minister des Aeußern Canevaro erwidert, Santorelli, der mit der Vermittler zwischen Minderheit und Mehrheit, und freute mich vorschriftsmäßigen Bapieren versehen gewesen sei, habe die Absicht sehr, daß Engels mir mit seinem Vorschlag" zu Hilfe fam, der Del gehabt, dem deutschen Kaiserpaare auf seiner Reise zu folgen. lauf die erregten Wellen goß. 23. Liebknecht.

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