Dienstag, 17. Jänner 1928.

Drei Arbeiter überfahren. Vom D- Zuge Dün- ständen. Dort, an dem Schild, stände ja, was es firchen- Calais wurden Montag früh, zehn Rilo- foſtete. Verwundert beschaute sich die Frau das meter von Trier entfernt, deri Arbeiter, die den schöne, weiße Schild, auf dem zu lesen war: Bahndamm entlang gingen, überfahren. Ein vier­ter Arbeiter hat sich noch retten können.

Universitäts - Nachrichten.

Reine Aufnahme neuer Ausländer- Mediziner an der Deutschen Universität. Auf dem schwarzen Brette des Dekanates der deutschen medizinischen Fakultät in Prag wurde eine Kundmachung folgen den Inhaltes angebracht: Mit Rücksicht auf die der­zeitige Ueberfüllung werden für das erste und das zweite Semester im kommenden Sommersemester Ausländer überhaupt nicht aufgenommen. Das Einbringen von Gesuchen ist zwedlos. Aufnahms bewerber für höhere Semester haben ihre Gesuche bis längstens 1. Feber d. J. beim Dekanate einzu bringen. Nach einer eingehenden Prüfung der Ge inche wird eine beschränkte Anzahl bestqualifizierter Bewerber aufgenommen Die Verständigung über die Entscheidung wird zum 8. Feber mitgeteilt.

Im laufenden Wintersemester schließen die Bor­lesungen und Prüfungen am 11. Feber. Die Ju stription für das Sommersemester an der Prager Universität dauert vom 8. bis 28. Feber. Die Vor. lesungen und Prüfungen für das Sommer­semester beginnen am 20 Feber. Die Oster­ferien dauern vom 26. März bis 14. April, die Pfingstferien vom 26. bis 29 Mai. Das Sommer­semester wird mit dem 30. Juni geschlossen

mit weißem Papier 15 Pfg." An den anderen Türen, vor denen die Leute auf Abfertigung warteten, stand auf den Schil dern zu lesen:

Mit Zeitungspapier 10 Pfg." ,, Aber das ist doch die Höhe", sprach die Frau, ich habe es so notwendig und habe das ganze Geld ausgegeben bis auf einen Groschen, und nun muß ich hier so lange warten."

5 Pfg., aber ob da Papier darauf ist, ,, Es ist auch noch einer da, dort kostet es nur) weiß ich nicht", erklärt ihr freundlich die andere Frau. Es fann sein, daß man da vielleicht die Finger

Da mußten sie aber beide lachen, lachen... Drum Wanderer, der du nach Leipzig fommit und verspüren solltest, ein Bedürfnis zu verrich ten, begib dich auf die Toiletten des Leipziger Hauptbahnhofes. Da hast du die Gewähr und den Genuß, dir standesgemäß den- zu pußen."

Volkswirtschaft.

Devilenfurle

Seite 5.

Prager Kurse am 16. Jänner.

100 holländische Gulden 100 Reichsmart.. 10 Belgas.

100 Schweizer Frants 100 Sire 1 Pfund Sterling

1 Dollar

Hinterteil 100 französische Frants Kofra. 100 Bengos.

Vom Schlachtfeld der Arbeit in den Vereinigten Staaten .

-

2960 Arbeiter jährlich getötet. Neber 350.000 erleiden jedes Jahr Betriebsunfälle.

100 Dinar.

100 polnijche Bloth 100 Schilling.

Geld

Ware

1859.

1865.­

802 52

806.52%

469.50

472.50

649.­

652.­

164.22

165.22

177.90

179.39

83.65

33.85

182.25

134.45

59.20

59.70

588.62%

591.62%

877.18 380.18 474.20 477.20

Wiedererstarkung gedient hatten, vergangen, als sie sich wiederum zu offenen Feind feligteiten entschlossen. Das wilde, unzu gängliche Gebirgsterrain ermöglichte es ihnen, jedem Versuche der Regierung, fie zur Unterwer fung zu zwingen, erfolgreich die Spise zu bieten.

Aber auch hier setzte die große Revolution des Jahres 1910 einen Marfstein. Die Möglich feit für den Stamm, als regulärer Truppenver band unter dem Kommando ihrer Häuptlinge in den revolutionären Reihen fämpfen zu fönnen, In dem Blatte der deutschen Sozial- Aequivalent von 989.294 volle Zeit beschäftigten führte einen formellen Frieden mit der revolutio demokratie in den Vereinigten Staaten von Arbeitern angestellt, oder zirka ein Achtel jämt nären Regierung herbei. Alles, was sie an Waffen Nordamerika , dem in Milwanké erschei- licher Fabritsarbeiter im ganzen Lande. Der Be- und Ausrüstung wünschten, wurde ihnen von den nenden Vorwärts", lesen wir: richt zeigt, daß in diesen abriten in dem Be- revolutionären Elementen für ihre wertvolle leber 350.000 Arbeiter- Unfälle ereignen sich richtsjahr 370 Arbeiter tödlich verletzt, daß 4099 Bundesgenossenschaft gegeben. Aber alle Versöh jährlich in amerifanischen Fabriken, laut einen bauernd und 48.511 vorübergehend arbeitsunfä nung hat niemals darüber hinwegtäuschen können, Studienreise nach Frankreich . Die Deutsche Bericht des Bundes- Arbeitsdepartements, dessen big wurden. daß der Stamm nach wie vor gewillt war, Universität in Prag beabsichtig während der fom Ralfulation für die gesamte Industrie sich auf die Wenn diese Ziffern als typisch für alle ver­jeder Regierungsautorität hart­menden Osterferien eine drei bis vierwöchentliche Erfahrungen in 50 herausgegriffenen Induſtrien arbeitenden Industrien gelten können, so bedeuten nädigen Widerstand entgegenzusetzen. tunsthistorisch geographische Stu in den: Gahren 1925 und 1926 flüßt. Mit anderen fie, daß während eines einzigen Jahres durch Persönlichkeiten wie der frühere Präsident Ob­dienreise nach Frankreich zu veranstalten, Worten werden von je tausend während des gan- Arbeitsunfälle 353.000 Fabritarbeiter vorüberregon und Präsident Calles haben sich von zu der neben Hörern des kunsthistorischen und geo- zen Jahres vollbeschäftigter Arbeitern fünfzig gebend 32.000 dauernd arbeitsunfähig und 2960 icher größter Wertschätzung unter ihnen erfreut. graphischen Institutes auch Hörer anderer Fach mehr oder weniger ernst verlegt, in vielen Fällen getötet werden. Wenn wir die Unfall- Statiſtik in der im Jahre 1917 durch die Straßen der Haupt­Noch heute ist der junge Jaquikrieger Amaro, gruppen und Fakultäten sowie auswärtige Gäste tödlich. der Eisenbahn, der Bergwerk und anderen In jugendlichen Alters und entsprechenden Bildungs- Die Daten für 1926 find von 2212 Fabriken dustrien einschließen, so würde der Mangel an ſtadt mit Sandalen an den Füßen und riesige grades zugelassen werden können. Während einer hergeleitet, welche in 26 verschiedenen Staaten Sicherheit für Leben und Gesundheit der Arbeiter Ringe in den Ohrläppchen, wanderte, beliebter im Programme der Reise vorgesehenen etwa zwölf liegen. In diesen Unternehmungen war das noch schärfer hervortreten. Gesprächsstoff. Augenblicklich ist dieser selbe Krie­tägigen Seefahrt auf einem Ozean- 000000000000000000000000002*** ☺☺☺☺☺☺☺E☺WAGOOUURAQU☺☺☺ ger Meritos Kriegsminister und die Tragit will dampfer, die Gelegenheit zu einem Besuche Lis­0000000 es, daß er, selbst aus den Reihen der Yaquis ſtam sabons und Tangers bilden wird, werden die mend, seinem Stamm jetzt den Todesstoß Teilnehmer durch geeignete Vorträge in die den versetzt hat.

Gegenstand der Exkursion bildenden Wissensgebiete

eingeführt und insbesondere auf die jeweils vorzu­nehmenden Besichtigungen vorbereitet werden. Vor­aussichtliche Kosten der Reise( einschließlich Unter

Die Stadt ber standesgemäßen Toiletten.

Die Leipziger Volkszeitung " erzählt eine uffige, aber wahre Geschichte, die am Hauptbahn hofe in Leipzig passierte:

Die letzten Indianer.

Der Aufstand der Yaqui- Indianer liquidiert.

SPD. Mexico- City , im Jänner 1928. 13 apoteca, Mixteca, Chichimeca und funft und Verpflegung): Schnellzug 3 Klasse, Dampkanisches Heldenepos zu Ende gegangen, das selbst nicht mehr auf Striegspfaden wandern, sind die In diesen Tagen ist in aller Stille ein meritomi friedlicher Beschäftigung nachgehen und fer 2. Stlasse 2400 K; Schnellzug 3. Stlaffe, Pamp­1. Staffe 3400 K. Anmeldungen im Rettorate in der rasenden Welt des Radio und des Flug aqui immer noch von kriegerischem Geiſte er der Deutschen Universität in Prag zeuges noch einige Aufmerksamkeit und stilles füllt und wachen mit den Waffen in der Hand Zuhören verdienen mag. Der Jahrzehnte, fast eifersüchtig über ihre Stammesrechte. Die Fest Jahrhunderte lange Aufstand der im Norstellung. daß sie in diesen seit der Eroberung den meritos lebenden Yaqui- Indi anter hat jetzt, wie es im 20. Jahrhundert nicht anders zu erwarten war, mit einem vollen Siege der Zentralregierung und mit der fast gänzlichen Vernichtung dieses" Indianerstammes geendet. In der besagten Stadt ging eines Tages Mancher Leser wird dabei geglaubt haben, es eine Frau aus einem Vorort in die Stadt, Ein handle sich um eine Zeitungsente, mancher wird fäufe zu besorgen. Die Einfäufe hatte fic er den Aufstand mit einem unmöglich" abgetan ledigt und war im Begriff, mit der Straßenbahn haben und mancher hat vielleicht in dieser Tat nach ihrem Heim zu fahren, als sie etwas wiensch- fache einen neuen Beweis für die Schwäche der liches übertam. Sturz gesagt: Sie mußte ein Be- merikanischen Regierung und für die Wild dürfnis verrichten. Da sie sich gerade in der Nähe west zu stände Mexikos " gesehen. Jeden des größten Bahnhofes eines Erdteiles befand, sei sein Glaube gelassen. Aber selbst auf die Ge­begab sie sich in die Toilette des Bahnhofes, fahr hin, enttäuschend zu wirfen, muß gefagt hoffend, dort so schnell wie möglich ihr Geschäft werden, daß es mit dem Aufstande seine volle verrichten zu können. Wie war sie aber erstaunt, Richtigkeit hatte. Auch heute noch, sind hier Dinge dort ihre Geschlechtsgenossinnen in langer Reihe möglich, die man schon seit 100 Jahren über angestellt zu sehen, obwohl dort einige der bewuß- wunden glaubte. Deutlicher als Worte sprechen ten Türen offen standen und die Abteile leer die nadten Tatsachen. waren.

Söchst verwundert fragte sie ihre vor ihr stehende Leidensgefährtin, weshalb da niemand hineingehen dürfe, und sie erhielt die Antwort, daß es doch da teurer sei als hier, wo sie Schlange

Zigeunerstreiche.

Den Anlaß der Testen Auseinandersebung der Regierung mit den Jaquis wurde im Früh jahr des vergangenen Jahres gegeben, als die Indianer einen Eisenbahnzug anhielten. In kommende Präsident Obregon. Erst als requ diesem Zug befand sich u. a. der frühere und läre Truppen eingesetzt wurden, gaben die Judi­aner den Zug frei. Sie begründeten ihr Verhalten damit, daß die Regierungen der letzten Jahre die ihnen gegebenen Versprechungen nicht gehal Meritos verflossenen 400 Jahren niemals wirften hätten. Es ist schwer festzustellen, inwieweit lich besiegt und von der Zivilisation in unserem diese Behauptungen zutreffen. Sicher ist jeden­Sinne erreicht worden sind, sagt nicht zu viel. falls, daß den Indianern durch die Revolution Jm 1533 wurde der Stamm, den man nicht viel Geld, Land, gleiche Rechte und gleiche Waffen mit Ünrecht als lleberbleibsel einer Azteca Sarni zutamen, ohne daß sie jemals mit den ihnen ge­son im Norden des Landes ansicht, durch die Ergebenen Gütern mit Ausnahme der Waffen pedition des spanischen Eroberers Nuno de Guz etwas anzufangen gewußt hätten. Die beste man entdeckt. Aber niemals sind sie in ihren Erklärung für ihr Verhalten liegt wohl darin, weltabgeschiedenen- und schwer zugänglichen Ge- daß sie in ihrem Entwicklungsgange so unge­genden mit Waffengewalt erreicht worden und heuer zurüdgeblieben sind, daß es ihnen nie ist ihr friegerischer Geiſt gebrochen worden. geistig unmöglich war, sich mit den heutigen For Jährliche Aufstände und Raubzüge waren men unserer Zivilisation abzufinden. Sie lebten in Selbſtverſtändlichkeiten und mit Einmütigkeit ihren Bergen, von dem dumpfen, unverstandenen lehnte der Stamm jede Regierungsautorität und Gefühle beherrscht, zum Tode verurteilte Reste zu jeden Befehl der spanischen strone, ihrer Vize- sein, stritten sich mit der Regierung und wollten fönige und der späteren merikanischen Freiheits nicht dem Allgemeinwohl unterworfen werden, regierungen ab. Erst im Jahre 1899 von Sunger das ihrem Empfinden nach ihre prafiifche Todes geschwächt, von Krankheiten und Verlusten zer erflärung bedeutete. So haben sie durch Jahr­mürbt, baten sie die Regierung um Frieden, der zehnte hindurch ein Nationalproblem ge­Noch heute existiert in Merito eine Reihe ihnen bereitwilligst gewährt wurde. Aber dieser bildet, an dem keine mexikanische Regierung von Indianerstämmen, die sich trop der sogenannte Friede war nicht einmal ein Waffen- achtlos vorbeigehen konnte. jahrhundertelangen spanischen Beeinflussung stillstand. Das Plündern, Sengen und Morden ziemlich rein zu erhalten gewußt haben. Während der Indianer ging luſtig weiter und faum waren aber diese Stämme wie die Tura humara, einige Monate, die ihnen zur Erholung und

auffallend mager, lang und dürr, dagegen die gegangen. Wahrscheinlich auf einen gewissen Ort." anderen neun feist und fett. Am Abend des Un Da sich die Zigeunerin aber nicht mehr blicken glückstages stellte sich nun diese magere Gans ließ, suchte der Gendarm nach ihr, natürlich vergeb bei ihrem erstaunten Eigentümer wieder ein. lich. Blößlich fragte er ahnungslos die Wirtsleute, Diefer betrachtete sie neugierig, da sie vollständig ob sie nicht eine rote Dienstmagd hätten. Nein," fab! und gerupst war, aber um den Hals gesagten diese lachend, wir haben überhaupt keine hängt ein Papier trug, auf dem der verblüffte Bauersmann die folgenden ungelenk darauf ge­frißelten Worte lesen konnte:

Guten Abend, Herr Groß, Ich komme nad: und bloß. Einen Gruß von den andern neun, Und hier bring' ich den Totenschein!" Die rote Zigeunerin.

Wiagd!" Ta ging dem Gendarm ein Licht auf wer die rote" Weibsperson war, die ihm einen so fräftigen Morgengruß entbot und die er für die Dienstmagd gehalten hatte. Und wenn der ge­narrte Gendarm nicht fort ist so wartet er heute noch auf die rote" Zigeunermagd!

Der überlistete Gendarm.

Bei einem Dorse hatte in der Hamsterzeit eine Zigeunertruppe einige Tage schon ihren Lagerplay aufgeschlagen. Der im Dorf stationierte Gendarm war scharf hinter allen Hamsterern her und hatte bald zwei Zigeunerinnen geschnappt". Eine der Zigeunerinnen spielte nun dem eifrigen Gendarmen folgenden Streich: Sie geht hin und rafft auf der Straße Kuhfladen" zusammen und

Schon der alte Diftator Dia; war der Ueberzeugung, daß ihrer Insubordination ein Ende bereitet werden müsse. Er ließ es fich unge heure Opfer fosten, sie zu unterwerfen, aber die Erfolge waren gleich null. Erschwerend fiel dabei ins Gewicht, daß diese Kriegszüge von den Ge neralen und Offizieren immer als Gelegenheit zu bequemen Bereicherungen be trach tet wurden. Endlich verfiel Dia; auf die Methode, die Jaquis aus ihren Bergregionen heraus nach dem Süden des Landes unter friedliche Indianer stämme zu verpflanzen. Nun geschah etwas, das wie eine moderne Odyssee flingt. Ganze Jaquifamilien setzten sich, nachdem sie im Süden angesiedelt worden waren, in Bewegung, zogen unter ungeheuren Strapazen von Yucatan an der Grenze Guatemalas nach dem Norden Meri­fos, über viele Tausende von Kilometern tud erreichten endlich nach vielen Monaten ihre ärmlichen früheren Heimstätten in den Gebirgs regionen. Diaz's Verpflanzungversuch war ver­geblich gewesen.

Jetzt erst haben die Jaquis aufgehört, als selbständiger Stamm zu existieren. Die Regierung, die fest entschlossen war, mit der Opposition dieses Stammes von faum 10.000 Menschen gänzlich

Von E. Wittich( Cannstatt). Zwei Zigeunerinnen kommen in ein Dorf betteln. In einem Hauſe treffen sie eine Bäurin allein an, die sehr von Zahnschmerzen geplagt wurde. Teilnehmend erkundigten sich die zwei, trösten die Bauersfrau, ihr dabei allerlei zauber­träftige Mittel anpreisend. Die Bäuerin ent­schließt sich endlich zu einer Sympathiekur" und setzt sich auf Geheiß mitten in die Küche auf einen Stuhl. Die eine der Zigeunerinnen zog in mit dem Stüchenbesen geheimnisvolle Kreise um die Bäurin, gebot ihr mäuschenstille zu sein, stülpt ihr dann den Melkkübel über den Kopf und mura Dem Zigeunerglauben nach sollen ihnen melt Beschwörungsformein. Ergreift hierauf Kinder mit roten Haaren Glück bringen. Im einen Stochlöffel, schlägt zum Schein an den folgenden bewahrheitete sich dieser Glaube. Aller Melkeimer, singt und tanzt wie besessen um die dings nicht durch ein Kind, aber immerhin doch durch rote Haare! Ein auf der Streife befind einfältige Bäuerin herum: Model, Model( Mädchen), tummle dich, licher Gendarm erhielt Kunde von einer im Dorfe sonst kommt der Putz( Polizist) und schnifft bettelnden Zigeunerin. Gleich spürte er ihr nach. Die Zigeunerin aber welche merkwürdiger füllt damit ein Säckchen. Oben in das Säckchen aufzuräumen, schreckte auch nicht davor zurück, ( nimmt) dich mit!" Währenddem blieb nämlich die andere Bi- weise rote Haare hatte roch den Braten bei- tat sie eine kleine Schicht Mehl. Dann geht sie moderne Mittel der Kriegsführung wie Flag geunerin auch nicht müßig, leerte den ganzen zeiten und setzte sich in ein Wirtshaus. Unglück direkt am Haufe des Gendarmen vorbei, das gezeuge, Bomben und Gase gegen sie einzusetzen. Rauchfang mit dem Rauchfleisch und brachte es licherweise war diese Gaststätte auch das Ziel des füllte Mehlfäckchen demonstrativ in der Hand Unter diesen Umständen war jeder Widerstand, in ihren Schnappsäcken in Sicherheit. Als es so- Gendarmen. Die Zigeunerin, aus Angst arretiert tragend. Der Gendarm, der unter seinem Fenster nachdem sie über ein Jahr lang helden weit war, wurde der übertölpelten Bäuerin der zu werden, ließ furzerhand Storb und Bettelsack auf der Lauer lag, hat die Zigeunerin gleich ge mitig standgehalten hatten, nuplos ge Meltfübel vom Stopfe abgenommen, wobei ihr im Stich und flüchtete. Aber schon kam der Gen- sehen, kommt schnell herunter, in der Hoffnung, worden. Vor wenigen Wochen ist die Hauptzabi die zauberkundige Zigeunerin die beruhigende darm die Treppe herauf. Geistesgegenwärtig wieder einen Fang" zu machen, und geht pfeil ihrer Strieger in der Hauptstadt eingetroffen und Versicherung gab, jeßt werde das Zahnweh bald nahm die rote" Zigeunerin im Vorbeigehen grad auf die sich ängstlich stellende listige Bigen in Einzelgruppen in die Formationen des requ nachlassen nur das Fleisch werde sie noch aus der offenſtehenden Küche den Wassereimer nerin zu, mit den Worten: Was haben Sie da lären Heeres eingereiht worden. Die Zivilbevöl in die Hand und ging eilends, mit einem lauten drin?" Suhdred," erklärte die Zigeunerin ferung wird gleichfalls auf Anordnung der Regie­eine Zeitlang schmerzen. ,, Guten Morgen!" in echt schwäbischem Dialekt, frech.- Was das ist Suhdreck?" sagte der rung familienweise unter stammesfremde India­an dem Gendarmen vorbei, die Stiege hinab, Gendarm pfiffig lächelnd und greift rasch in das ner angesiedelt werden. Wieder einmal kann un­hinaus zum Haus, stellte den Eimer hin und ver- Säckchen hinein, zieht aber flink die and wieder fere sogenannte höhere Ordnung und duftete. Der Gendarm, welcher den einsamen heraus über und über mit Submist beschmiert! unsere Zivilisation für sich in Anspruch nehmen, Zigeunerforb" gleich erspäht hatte, fragte haftig, Lange nachher noch wurde von den Bauern weid einem Boltsüberbleibsel, das zwar nicht schön, aber doch ein lebendes Steinchen im Völfer­wo die Besitzerin des Korbes wäre. Ja, die lich über den gefoppten Gendarmen gelacht. mofait war, den Garaus gemacht zu haben. Frau", sagte der Wirt, die ist socben hinaus­

Die gerupfte Gans.

Einem Bauern mit dem Namen Groß, der vortrefflich zu dessen langer und hagerer Ge­ſtalt paßte, wurden eines schönen Tages von spitzbübischen Zigeunern alle feine Gänse, zehn an der Zahl, gestohlen. Eine Gans davon war

"