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Abgeordnetenhaus.

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Zusammenstöße mit den Hlinka­Beuten. Bergarbeiterfragen. Prag , 17. Jänner. Heute versammelte sich das Abgeordnetenhaus zu seiner ersten Sikung

Mittwoch, 18. Jänner 1928.

Die Auswirkungen des neuen Finanzgefeßes. Die antiche Regierung macht scharf

Die städtische Armenküche und das städtische Kinderasyl in Komotan

gegen die Buchdruder. Mabrid, 17. Jänner. Eine offizielle Note teilt mit, die spanische Regierung habe beschlossen, gegen den in einem Großbetriebe und in zwei

vor der Einstellung. Mit 1. Jänner 1928 ist das Gesetz über die segensreiche Einrichtung aufgelassen werden, weil Wadrider Blättern ausgebrochenen Streit der Typographen und Linotypiften, der sich nach den Feiertagen. Gleich beim ersten Punkt der Finanzwirtschaft der territorialen Selbstverwal- auf Grund des neuen Finanzgesetzes die hiezu not auch auf andere Zeitschriften auszudehnen droht, Tagesordnung gab es bei einer Rede des flowa- ungsverbände in Kraft getreten und schon be- wendigen Mittel nicht mehr zur Verfügung stehen! energisch aufzutreten, Die Arbeiter sind sich dieses Produkt deutsch- tschechisch- bürger- Es werden nun die Armen und Bedürftigen, deshalb in den Streit getreten, weil ihnen in der tischen Genossen Dr. Derer vielfach Zusammen- licher Regierungspolitiker gegen die Armen und die von dort ihre einzige warme Speise bezogen, lezten Woche nach der jüngsten Regierungsver stöße mit den linfalenten, die Derer wegen Minderbemittelten auszuwirken. durch die harte Tatsache überzeugt werden, daß ordnung die Einkommensteuer, die nun des bekannten Artikels ihres Abgeordneten Tuka Der Voranschlag der Stadtgemeinde Komotau die schönen Worte von der christ- mehr in Spanien auch von den Arbeitslöhnen zu für das Jahr 1928 weist einen unbedeckten Ab- lichen Nächstenliebe eitel 2ug und zahlen, ist, vom Bohne abgezogen wurde. auf das heftigste angriff. gang von 4,500.000 Stronen aus, welche von der Trug sind. Die Regierung hat den Streitenden eine 48st ü n= Anläßlich der Beratung einiger Abänderun- Stadtgemeinde aus dem sogenannten Dotations Das städtische Kinderheim, im dige Frist zur Wiederaufnahme der Arbeit gen des Berggefeßes für die Slowakei beschäftigte fonde angesprochen wurden. Wie es mit den Zu­fich Genoffe Pohl in der gestrigen Sißung des weisungen aus diesem Fonde bestellt ist, haben wir Volksmunde Asyl genannt, wurde im Jahre 1919 gegeben, widrigenfalls sie später nicht mehr Abgeordnetenhauses mit verschiedenen Fordernn bei der Besprechung des Voranschlages bereits in ziemlich vernachlässigtem Zustande von den zur Arbeit aufgenommen werden. gen der Bergarbeiter, namentlich aber mit der aufgezeigt; ein Gleichgewicht im Stadthaushalte Sozialdemokraten( für diese Institution hatten die 0000 ……………………… ˇˇ ●●●●● ˇˇˇˇμ …… ⭑000 geplanten Sanierung" der Binderladen auf fann nur dadurch hergestellt werden, daß sich die Bürgerlichen nie viel übrig) übernommen und zu Die Agrarifierung der Republit. Kosten der Vergarbeiter, und ging dann nach ents Gemeinde aller sozialen und kulturellen Berpflich einer mustergültigen Anstalt ausgebaut. Jene Wir haben schon vor einiger Zeit darüber be­sprechender Kennzeichnung des Geistes, der unter tungen entledigt, das heißt, daß sie alle Tätigkeit Mütter, die gezwungen sind, einem Erwerb nach­der Aegide Spinas im Arbeitsministerium herrscht, auf dem Gebiete der sozialen Fürsorge des Schulzugehen, geben ihre Kinder dort in Obhut, wo richtet, daß zwischen dem Ministerium für öffen:- auf den Konflikt im nordwestböhmischen Revier und Armenwesens einstellt. Diese fürchterliche Tat- fie gegen eine Krone täglicher Gebühr verpflegt liche Arbeiter und dem Landwirtschaftsministeri­ein, wo die Bergarbeiter den Lohnvertrag auf- sache beginnt nun wahr zu werden: und betreut werden. Das Kinderheim, das bei um Verhandlungen gepflogen werden, wonach ge= Uebernahme im Jahre 1919 sieben Kinder be- wisse Agenden, die bisher dem Ministerium für gekündigt haben. Genosse Pohl verdolmetschte die Die städtische Armenküche und das Verhandlungsbereitschaft der Bergarbeiter, er städtische Kinderheim stehen vor der herbergte, weist derzeit einen Stand von 60 bis öffentliche Arbeiten vorbehalten waren, nun in flärte aber auch unzweideutig, daß sie sich Auffassung. Die städtische Armenküche wurde 7.0 Kindern auf, und es ist für jeden Menschen die Kompetenz des Landwirtschaftsministeriums einen vertraglosen Zustand nicht in der Zeit schwerster Arbeitslosigkeit über Be- einleuchtend, daß die Auflaffung eines derartigen fallen sollen. Tatsächlich soll nun, wie das Pravo gefallen lassen würden, und warnte die treiben der sozialdemokratischen Stadtvertreter ge- Instituts eine ungeheuere Schädigung der ar- Lidu" mitteilt, der Ministerrat einen diesbezüg Unternehmer, diese kritische Situation leichtfertig schaffen und hat seit ihrem Bestehen unendlich viel beitenden Menschen dieser Stadt bedeutet. Es lichen Antrag der beiden Ministerien bereits ge zu beurteilen. mit zur Linderung der Not und des Elends in sollen die Kinder genau wie früher den Gefahren nehmigt haben. Danach sollen die wasserwirt Nachstehend der Sitzungsbericht: der Stadt beigetragen. An tausend Portionen der Straße ausgesetzt und die Eltern an der Aus- schaftlichen Angelegenheiten in zwei Zentralen Suppe und Brot wurden dort täglich zur Zeit der übung ihrer Erwerbstätigkeit gehindert werden, vereinigt werden. In die Kompetenz der einen Nach Eröffnung der Sigung um halb 4 Uhr großen Arbeitslosigkeit verabreicht, und diese furzum, man beginnt, das bißchen Fürsorgetätig fallen Regulierungen und Meliorationen, diese nachmittags hielt der Vorsitzende zunächst den drei Speise bildet auch heute noch für viele die einzig Gemeindevertreter in diesem Umfange möglichten, die andere Zentrale wird sich mit der Schiff­keit, das erst nach Einzug der sozialdemokratischen bleiben dem Landwirtschaftsministerium vorbehal jüngst verstorbenen Abgeordneten, Zalobin, warme Mahlzeit, denn selbst heute werden dort Budig und Dr. Zoch, einen herzlichen Nachruf, noch 250 bis 300 Portionen täglich an die Armen war, vollständig zu vernichten. der vom Hause stehend angehört wurde. Die Pläße und Bedürftigen der Stadt abgegeben, was wohl Dies sind die Früchte christlichsozialer und der Verstorbenen waren mit Blumengewinden beweist, daß diese Ausspeisung zu einer notwendi- landbündlerischer Regierungspolitif. Die Arbeiter gen und unentbehrlichen Einrichtung der Stadt- werden diefen Parteien bei den kommenden Wah­Den ersten Punkt der Tagesordnung bildet gemeinde geworden ist. Nun soll die für so viele len den gebührenden Dank zollen! der Senatsbeschluß auf Abänderung einiger Be- vo stimmungen über das Gerichtsverfahren in Zivil

reich geschmückt.

Genosse Pohl,

sachen und über das Erefutionsverfahren. In der neuerdings mit der Vorlage befassen. Hiezu Debatte bringt der Kommunist Saten den sprechen Gati( Komm.) und Protest seiner Fraktion gegen die tschechischen Waffenlieferungen an China vor; er macht die dessen Rede wir an anderer Stelle bringen. Regierung hierfür verantwortlich und endet mit der Aufforderung an die Arbeiterschaft, jede Waffenausfuhr nach China zu verhindern.

Der tschechische Sozialdemokrat Genosse Derer

-chl.

barmachung der Flüsse, Ausnutzung der Wasser­fräfte, Wafferleitung, und Kanalisierung der Städte befassen und unterſteht dem Ministerium erweiterung des Landwirtschaftsministeriums hat für öffentliche Arbeiten.- Diese Kompetenz feinen anderen Zwed, als den Machtbereich der Agrarpartei, die nach einem tveffenden Wort die zitieren wörtlich aus dem Vortrag des Genossen ganze Republik als ein Restgut betrachtet, noch Prof. Kleinberg- ,, den Arbeiter in der zu erweitern und vor allem dem Landwirtschafts­Welt der Arbeit heimisch zu machen". Stoffgebiete ministerium, das ja eine Domäne der Agrarier dieser Volksbildungsarbeit sind vor allem Volks- ist, den Einfluß auf alle Subventionen zu wirtschaftslehre, Betriebswissenschaft, Rechtswis- sichern, die mit der Wasserwirtschaft zusammen­Nach der Rede Pohls wird die Debatte über senschaft, Soziologie und Geographie vorgetragen hängen. Wie man sieht, fennt das Wachtſtreben diesen Punkt, zu dem noch eine ganze Reihe von von Menschen, die mit dem Arbeiter denken und der Agrarier keine Grenzen, insbesondere handel: Rednern angemeldet ist, unterbrochen und fühlen und die fähig sind, sein Vertrauen zu ge- es sich darum, alle staatlichen Subventionen unter zum Zwecke der Zuweisung des Altpensionisten winnen. Das verstehen wir Sozialdemokraten ihren ausschließlichen Einfluß zu bringen. entwurfes und der Vorlage über die Erhöhung der unter Arbeiterbildung im Rahmen der Volksbil­Generalspensionen furz darauf eine zweite Sigung dung. Es muß den Veranstaltern des Voltsbild abgehalten. Der Vorsitzende teilt nach Beant- nerlehrganges mit Dant anerkannt werden. daß wortung einer Anfrage weiters mit, daß aus der sie einmal Gelegenheit gegeben haben, diese Ge­Rede des Kommunisten Halen einige Säße, die dankengänge zu entwickeln. Mit Politisierung der die Sicherheit des Staates gefähr- Volksbildung hat dies nichts zu tun. Die poli­de n", ausgeschlossen wurden.

Nächste Sigung Donnerstag, den 19. d., um 2 Uhr nachmittags.

Politisierende Boltsbildung?

änderung des für die Slowakei gültigen Berg haben die versammelten Volksbildner darauf auf ist, mit aller Deutlichkeit sagen, daß diese Zeit versicheruntlich ein schlechtes Gewis

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Der falsche Brinz.

Leben und Abenteuer.

Von Harry Domela .

Erfindungen des Národ ". Die tschechisch­erinnert an den Artikel des slowakischen Volks­sozialdemokratische Presse veröffentlicht folgende parteilers Tuka, der erklärt hatte, im Jahre 1928 Erklärung: Der gestrige Národ " behauptet in werde der Tag kommen, an dem die Gültigkeit Sachen der Sozialversicherung unter anderem, aller tschechoslowakischen Gesetze in der Slowakei daß die Sozialisten der Regierung eine So m erlöschen werde. Unter stürmischen Unwillens tische Erziehung der Arbeiterschaft besorgen ihre promiß verhandlung über die Vorlage Šramets fundgebungen der tschechischen Sozialdemokraten politischen Organisationen und ihr eigenes aus- angeboten haben. Auch die Sozialdemokraten und Nationalsozialisten fragt der Redner, was gedehntes Bildungswesen. Wir wollen nur daß haben angeblich über ein Kompromiß verhandelt, denn Svehla zu diesem Regierungs­abgeordneten sage. Derer liest den ganzen bas Volksbildungswesen nicht dazu mißbraucht und zwar wegen der Erhaltung der Verbände, wird, die Arbeiterschaft mit bürgerlich- kapitali- wobei Genosse Johanis namentlich angeführt Artikel Tulas vor und versichert, daß es diese Der Verlauf des letzten Volksbildnerlehr- stischen Gedankengängen zu erfüllen. So war es wird. Wir erklären, daß die Behauptung des angebliche geheime Klaufel zur St. Martinsdella ganges, über den wir in unserem Blatte berichtet bis jetz: in vielen Fällen und so ist es oft auch Národ" unwahr ist, daß niemand von ration einfach nie gegeben habe. Derer liest nun haben, hat bei einem kleinen Teil bürgerlich heute noch. Das war eine politisierende Volfs- unseren Genossen der Regierung irgendetwas an dem Abgeordneten Tufa und seiner Partei gehörig nationalistischer Volksbildner Mißfallen erregt, bildung"! Dagegen haben jene Herren, die sich getragen, noch mit ihr über ein Kompromiß das Sündenregister, was zeitweise recht erregte dem in zwei Notizen in der Bohemia" Ausdruck über den letzten Volksbildnerlehrgang aufregen, betreffs der Srametschen Schandvorlage verhan Auseinandersetzungen zwischen den bei­derseitigen Abgeordneten zur Folge hat. In diesen gegeben wurde. Was iſt denn bei dieſem Lehr kein Wort des Proteftes gefunden. Im Gegenteil, delt hat. Besonders find wir ermächtigt zu er Diskussionen fut sich namentilch I in ta hervor. gange eigentlich geschehen? Am zweiten Vortrags- sie haben fleißig dabei mitgewirkt. Wir wollen flären, daß auch der Ustředni svaz nemocenskych Diskussionen tut sich namentilch linka hervor. age haben zwei Sozialdemokraten über Arbeiter diesen nationalistischen Heimatbildnern, deren pojistoven" niemandem und um so weniger der Nach Annahme dieser Vorlage kommt die Ab- bildung in der Volksbildung" gesprochen. Sie Sprachrohr merfwürdigerweise die Bohemia" Regierung irgendein Kompromiß in der Sozial angeboten hat. Die Herren gesetzes zur Verhandlung, die auf einen Initia merkjam gemacht, daß jede Volksbildungsarbeit, vorüber ist. Die Arbeiterschaft wird überall, wo haben sichtlich ein schlechtes Gewis­fivantrag der tschechischen Genossen zurückgeht. Da die sich an den Arbeiter wendet, an sein proleta fie Einfluß besitzt, dafür Sorge tragen, daß das sen, wenn sie sich derartige Dinge aus den Fin= der Senat an der Vorlage Aenderungen vorge- risches Erlebnis anknüpfen muß, wenn sie nicht| Volksbildungswesen nicht der Tummelplatz natio- gern jaugen müssen, wie dies gestern der nommen hat, muß sich das Abgeordnetenhaus erfolglos sein soll. Sie hat die Aufgabe wir nalistischer Gernegroße ist. E. P. ,, Národ " des Herrn Dr. Kramar getan hat. Lieblingsfarbe Ihrer verstorbenen Frau Groß-[ mir noch bevorsteht. Aber was auch kommen nach dem Siege hätten Sie hören müssen, König­mag, mein Glaube an Ihre Treue zu mir und liche Hoheit! Als ich hernach mit einigen englischen meinem ganzen Hause fann nie und nimmer Offizieren zusammentreffe, so zum Abendessen, erschüttert werden. Als erster Hohenzoller, der die weiß nicht, Savoy- Restaurant oder Albemarle­Ehre hat, in diesem Hause zu weilen, erhebe ich Hotel, die Sterle waren rein toll!, His Majesty the mein Glas und leere es auf das Wohl des alten Emperor ! The German Emperor! so ging's in Geschlechtes unseres Gastgebers. Es lebe das einer Tour. Ich lam schon gar nicht mehr dazu, Haus Ser.!" Nach kurzer Verbeugung vor der jedes Hoch auf den Saifer mit einem Hoch auf Dame des Hauses und dem Hausherrn leerte ich die Königin zu quittieren. Zum Schluß schrie ich das Glas. Beide dankten für die Ehre, die so ganz einfach immerzu wie ein Automat: The ihrem Hause zuteil ward. Auf allen Gesichtern Queen! The Queen!" Darauf ich: Wie ist's lag etwas wie Neid. Die Unterhaltung wurde denn dann bloß möglich gewesen, daß wir uns jest noch lebhafter, und da recht scharf getrunken hernach so alle Sympathien in England verscherzt wurde, stieg die Stimmung immer höher. Der haben?" Der alte Kammerherr zudte die Achseln: alte Kammerherr v. Bl. erzählte von feinen Reifen" Ja, merkwürdig, Königliche Hoheit!" Jetzt schallte nach den englischen Kolonien. Breitspurig saß er es von der Krautjunkerede herüber: Ich bau' mit seinem mächtigen Körper da und polterte: nur noch Industriekartoffeln. Saben ia' n ganz Donner und Doria! Das sage ich Ihnen, meine anderes Fleisch als die anderen mitrigen Dinger. Serren, die Engländer haben es' raus, mit ihren Na, natürlich! Immer feste Mist druff und Jauche Leuten fertig zu werden! Wie die mit ihren Kulis rüber! Ich sage Ihnen, wachsen wie die Nadies­in Indien umspringen, einfach fabelhaft! Müßte in chen!" tönigliche Hoheit, ich erlaube mir, Deutschland so sein! Sat mir bis auf die Knochen auf Ihr Wohl zu trinken", sprach leise und sich imponiert! Und erst der englische Sof! Da ver- verneigend der Rittmeister v. W. zu mir. Wit stehen sie zu leben! Ich bin mehrfach auf Schloß einer vornehmen Bewegung führte er das mäch Windsor und Balmoral zu Gast gewesen. König - tige Kristallglas mit dem Roburger Wappen an liche Hoheit werden ja die englischen Königs- die Lippen. Die Diener wechselten wieder die schlösser kennen?" Leider nein, Herr Kammer- Teller. Es gab jest Gansbraten mit allen mög­herr."-Aber Osborne auf der Insel Wight lichen Zutaten. Major! Haha! Prost Weidmanns Zutaten. ,, Major! ist Königliche Hoheit doch bekannt?" Bedaure, heil!" Die Herren hatten schon alle rote Köpfe gleichfalls nicht, Herr Kammerherr, ich bin nie bekommen. Nur der Rittmeister sah tühl und in­in England gewesen."- Schade, schade, na, digniert zu der Landjunkerede hinüber, wo der werden Sie noch alles nachholen. Alſo, durch den alte N. gerade erzählte, wie vor einigen Tagen Chef unseres Hauses, den Fürsten Bl. v. Wal - auf seinem Gut eine Ruh gelafbt habe. Ich sage statt lebt dauernd drüben in England, bin Ihnen, Herr Baron, ich hab' ein Vaterunser nach ich schon früh in der dortigen Gesellschaft einge- dem andern gebetet! Sechs ann haben an em führt worden. Fühle mich im merry old England Salb gezogen. Nicht' vauszukriegen! Mir is det wie zu Hause. Ja, das waren auch Tage, als der Wasser nur so den Budel lang gelaufen vor Angst, Kaiser zur Zeit der feeligen Queen mit der daß mir die Nuh mitsamt dem Nabb zum Deiwel Hohenzollern und dem Meteor in Cowes an geht." Der Wittmeister hatte die Augenbrauen der Regatta teilnahm. Na, der hat den Englän- hochgezogen und spielte nervös mit dem Messer­dern und ihrer vornehmen Royal Yacht Squa- bantchen. dren' gezeigt, was eine Harte ist. Die Trinksprüche ( Fortsetung folgt.)

Copyright 1927 by Malik- Verlag A.-G., Berlin W. 50 mutter gewesen. Ich habe die alte Kaiserin sehr liebgehabt. Es ist mein Bild in jüngeren Jahren." Sie nahm eine von den auf dem Tisch liegenden Blumen zwischen die Finger und spielte damit, die Augen gesenkt. Der Diener reichte die Suppe. Ja, es war eine wunderbare Frau...", führte ich ihren Gedanken weiter und verschluckte schnell Alles rückte mit den Stühlen und wartete, ein Lächeln mit der Suppe. Der Diener verbeugte bis ich der Frau Kammerherr, die ihre Schleppe sich Lautlos hinter mir: Darf ich eingießen..." ordnete, den Stuhl zurechtgeschoben hatte. Erst iagte er ganz leise. Weidmannsheil! Königliche dann setzten sie sich. Ich saß rechts von der Dame Hoheit!" rief der Kammerherr v. BI. und irant des Hauses, der Herr Landesforstmeister v. Bl. mir zu. Weidmanns Dank, Herr Oberlandes­links von ihr, mir gegenüber der Hausherr, zuforstmeister!" entgegnete ich und trank ihm zu. seiner Rechien der Rittmeister v. W. Ganz unten Der Rittmeister unterhielt sich halblaut mit dem am Ende der Tafel saßen die Strautjunker, Gastgeber. Von der Krautjunkerecke tönte das mitten unter ihnen die beiden wohlgenährten lappern der Löffel herüber. Der alte R. Schnäuzte R. 3. Es war offensichtlich, daß in meiner Nähe sich ständig; er hatte eine ganze Ladung großer nur der frühere Hofadel placiert worden war. Taschentücher mitgebracht. Alles tranf sehr hastig; ,, Die schönen alten Sachen..", sagte ich zur die Frau Kammerherr nippte nur. Prost, R.!" Frau Kammerherr, während ich ein besonders Sähä! Na prost!" schallte aus der Landjunker. schönes Glas mit dem Stoburger Wappen nahm ecke. Die Teller wurden wieder gewechseit, die und den Schliff im Lichte glänzen ließ." Ja, sie Gläser neu, jest mit Champagner, gefüllt. Der sind schön", meinte sie und blickte ein wenig stol; Stammerherr erhob sich langsam. Es wurde ganz über den Tisch. Der Diener reichte ihr die Vor- still. Nur die Frau Nammerherr spielte noch| speise. Der General Freiherr v. Marschall ist immer gedankenverloren mit der Blume auf dem sehr frank. Es scheint diesmal sehr ernst um ihn weißen Damast; fie fchien sich hier unter den zu stehen", meinte jemand. Ja, wir haben es vielen Männern nicht recht wohl zu fühlen. vor furzem erfahren", entgegnete der Gastgeber. Sönigliche Hoheit! Meine Herren! Das erste Königliche Soheit fennen doch den General?" Soch unserm Kaiser, unserm Kaiserhaus!" Alles Ich kann mich im Augenblick nich entschob die Stühle zurück und leerte stehend mit jinnen."- kövigliche Soheit jagen wohl einem Blick auf mich das Glas. Eine große Be­öfters?" fragte der Herr Oberlandes forstmeister, geisterung bemächtigte sich aller. Ich winkte dem sich ein wenig verneigend. Nur ab und zu." Es Diener, ließ mir mein Glas von neuem füllen trat eine fleine Vanse ein. Alle waren von der Jagd und stand auf. Der alte St. schnäuzte sich rasch sehr hungrig. Um den starken Durst zu stillen, noch einmal. dann wurde es auf einmal ganz wurde zuerst eine falte Eute fleißig berumgereicht. tiff. Serr Slammerherr!" stotterte ich rasch und Man hörte nur das Klirren der Gläser. Die leise. Im Nanten Seiner Majestät, meines Groß­Diener wechselten die Teller. Welch wunder- vaters, im Namen des ganzen Zollernhauses danke bares Blau!" meinte ich zur Frau Kammerherr Ich Ihnen! Auch Ich schien einmal vom Schid­und wies auf ein Bild, das eine junge Dame in fal bestimmt zu sein, die deutsche Kaiserkrone zu einem blauen Seidenkleid zeigte. Ja, es ist die iragen. Vieles hat sich geändert. Wer weiß, was