Samstag, 12. Mai 1928.

Der Kampf um die Sozialversicherung.

Die Kürzung der Renten in der Klaſſe A.- Um den 4. prozentigen Zinskuß.

Es

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Habemus Nuntium!

Präsident Masaryk wünscht immer herzlichere Beziehungen zum Heiligen Stuhl "! Gestern mittag empfing der Präsident der

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Tagesneuigkeiten.

Zu Mostau in seiner Königspraat... Frei nach Schiller .

Brag, 11. Mai. Gestern stand im soz alpoli- der Kaffa überhaupt K 18.786 gegen K 19 217. Republit den neuen päpstlichen Ge­tischen Subkomitee der§. 25 zur Verhandlung der iſt alſo daraus zu ersehen, daß der Durch sandien Migr. Ciriaci, der feine the 3u Woskau in feiner Stönigsprach. für eine Beitragserhöhung die Zustim- hnitt unter dem Durchschnitt der Beglaubigungsschreiben überreichte. Der Nuntius Int altertümlichen Saale mung des Fürsorgeminifteriums vorschreib:. In eine absteigende Tendenz durch die Aufnahme er unter anderem betonte, daß er seine e ben- Beim üppigen Freundschaftsmahle. züge der Staatsangestellten ist und daß hielt eine Ansprache an den Präsidenten, in der Zaß Aman Ullahs Helige Machi der Debatte gab Genosse Taub eine lehrre: che neuer billigerer Kräfte wahrzunehmen ist. Uebersicht über die beabsichtigte gewaltige Kür­jo ehrenvolle wie delitate Sen- Die Speifen reichte ihm Kalinin , Die Krantenversicherungsanstalten waren auch bung" als Aufgabe betrachten werde, an der Den perlenden Seft fredenzte Stalin, zung der Renten gerade in der niedrigsten Lohn- bestrebt, Ambulatorien einzurichten, für diefen immer engeren und herzlicheren Geſtaltung der und die Apparatſchikt die Roten, flaffe, in die ein Viertel aller Versicherten fallen Zwed vornehmlich wurden große Gebäude errichtet. Beziehungen zwischen den beiden Mächten zu Wie der Sterne Chor um die Sonne ſich dreht, wird. Ebenfalls an Hand genauer Zahlen wes leistungen wieder abgebaut werden sollen. Das feiner Erwiderung, die Tschechoslowakei fei( Nur im Grabe rumorten die Torr.) Nun wird das Verlangen gestellt, daß diese Meh: arbeiten." Präsident Masaryk meinte in Umstanden geschäftig die Majeſtät er die Behauptung zurück, daß die Verwaltungs- führt natürlich dazu, daß das Vertrauen, das sich glücklich... auf die Mitarbeit des Heiligen und rings erfüllen den hohen Ballon Loften zu hoch und die Bezüge der Kassenbeam'en die Krankenversicherungsanstalten durch die Einfüh Stuhles rechnen zu fönnen... und die Be- Kulaten in freud'gem Gedränge, zu hoch seien, und zeigte im Gegenteil auf, daß rung von Sonderleistungen erworben haben, ziehnugen zwischen dem Heiligen Stuhl immer Es mischte sich in der Posaunen Ton diese Bezüge hinter denen der entsprechenden wieder erschüttert wird. Die Erhöhung der Bei enger und herzlicher zu gestalten". träge Staatsbeamten zurüdstehen. Interessant war das rage soll sicher nur eine Ausnahme sein, sie wird aber zur Ausnahme nur dann werden, wenn man Zugeständnis des Referenten Malit, daß man eben die Krankenversicherungsanstalten normal eine Beitragserhöhung werde vornehmen müssen, wenn es sich herausstellen sollte, daß die prozentige Verzinsung nicht zu erzielen ist.

Nachstehend der Syungsbericht: Genosse Dr. Winter legt eingehend dar, wie unsinnig es ist, die Erhöhung der Beiträge von der Zustimmung des Ministeriums abhängig zu machen. Die Uebertragung dieser Agenden von der 3. S. V. A. auf das Ministerium würde nur eine Belastung der Administrative bedeuten.

ftalten.

Genoffe Taub:

Na, sind wir aber froh!

Achtung Bauarbeiter!

Das staunende Rufen der Menge.

Denn geendet nach langem verderblichen Streit War die zavenlose, die schreckliche Zeit Und ein Stönig war wieder auf Erden. otiert, wie sie es zur Bestreitung ihrer Aufgaben Nicht blind mehr waltet der rote Schred, unbedingt benötigen. Wir weisen, daß die Erhöhung Die Kommunisten haben in Afch, Roßbach, Prinzipien haben ja teinen 3wed, des Beitrages den Arbeiter schwerer belaftet als den Grottau , Stragau, Zwidau, Deutsch- Gabel, Rei- Wenn sie gute Geschäfte gefährden. Arbeitgeber, der in der Regel die Beitragserhöhung chenberg, Haindorf und Neustadt den Streik und der König ergreift den gold'nen Pokal zu überwälzen vermag. Was wir vor allem anstre proklamiert, trotzdem dort ein von den koalierten und spricht mit zufriedenen Blicken: ben müssen, ist daß die Entwidlung, die die Verbänden, Deutscher Bauarbeiterverband, Zen- Es glänzt das Fest, es pranget das Wahl. Strantenversicherungsanstalten getralverband der Bauarbeiter, Bau- und Keram Wein königlich Herz zu entzücken; nommen haben nicht unterbunden wird arbeiterverband, abgeschlossener Vertrag besteht. Ich bin wie daheim am gastlichen Herd und daß den Mitgliedern, für die die Krankenver Die Kommunisten fordern eine 20prozentige Der rötesten der Republiken. sicherungsanstalten errichtet wurden, alles geboten Erhöhung über den Vertragslohn und versuchen Nur eine Frage sei mir gewährt wird, was sie zur Erlangung ihrer Gesundheit be den Arbeitern einzureden, daß die Erfüllung der An Ench, Ihr Bolschewiken! nötigen. Forderung in einigen Tagen zur Tat werden Ich hab' lange darüber nachgedacht: wird. Der Streit ist nur einteilweiser, weil die Wozuhabt ihr die Revolution gemacht?" foalierten Verbände den Streik, durch welchen und sich! In der Stommiſſäre Schar das ganze Verkehrswesen auf Jahre hinaus ver- Trat Bucharin mit ernſten Mienen, nichtet werden kann, nicht mitmachen. Der Auf seiner Denterstirne war Streit ist aber auch deshalb nur ein feilweiser, Die leninistische Linie erschienen. weil durch die Zerstörungsarbeit der Kommu Und von hoher Plattform verkündet er: nisten gerade in diesen Bezirken es dahin gekom-( und drohend wird jetzt sein Blick): men ist, daß die Mehrzahl der Bauarbeiter Genossen, das ist fein revolutionärer Fürst, unorganisiert ist. Jener Teil der Unorganisierten, Das ist ein gefährlicher Wenschewit!" die sich dem Streit angeschlossen haben, wird, wie dies stets der Fall ist, trotz aller kommu nistischer Unterstützungsversprechungen sehr bald zur Arbeit zurückkehren.

Abg. Tučny: Wir können von der Koalition weder eine Rücksichtnahme auf die Versicherungs­Referent Malit erflärt in einer Schluß anstalten noch auf die Versicherten erwarten. Die bemerkung, wenn sich die Ministerialkommission für Maßnahme ha: nur den Charakter reiner Gehä eine prozentige Berzinsung ausgesprochen habe, sigkeit gegenüber den Krankenversicherungsanfo sei es zweifellos nach reiflicher Ueberlegung ge­schehen. Die 3. S. V. A. ist ein Regulator auf dem Geldmarkte, diese Funktion fällt der Es wird nun in gesteigerter Form der Versuch Nationalbank zu. Unser Streben muß dahin gerichtet unternommen, der Bevölkerung einzureben, daß troß sein, der 3. S. V. A. die Erlangung des 4½prozen Herabsetzung der Prämien eine Erhöhung der tigen Zinsfußes zu ermöglichen. Sollte diese An­Leistungen im Entwurfe vorgesehen ist. Selbst nahme nicht richtig sein, dann müßte sofort die neutrale deutsche Presse bläst in dasselbe Horn. eine Erhöhung der Prämien vorge Dieser Information dürften die vom Referenten anommen werden. Der Vorgang bei der Bewil geführten Tabellen zur Grundlage dienen. Der Rete ligung der Erhöhung der Beiträge wird der sein, daß rent hat sich aber lediglich darauf beschräntt, die die Mitwirkung des Ministeriums sich auf lur­Leistungen nach dem Geseze den Leistungen nach dem sem Wege vollziehen wird. Entwurfe gegenüber zu halten und hiebei festzustel

len, daß in einzelnen Fällen der Gruppen C- F die jährliche Erhöhung der Invalidenrente 10-70 K beträgt, eine Erhöhung also, die fast gar nicht in die Wagschale fällt. Es wird aber selbstverständlich auch vom Referenten zugegeben, daß die Renten in der Lohnklasse A durchwegs viel niedri ger sind, als dies bisher der Fall war. Die Inva libenrente beträgt in der Lohnklasse A:

nach dent nach dem also Gesetz Entwurf weniger um

nach 5 Jahren 1223.60

10

"

"

15

"

20

"

25

"

30

"

85

"

40

"

23.­85.20 152.80 220.40

Dies unter der Annahme der Zahlung der Bei­träge durch jährlich volle 52 Wochen. Es muß also zugegeben werden, daß das eine erhebliche Herab­setzung der ursprünglichen Leistungen ist, von der selbst nach dem Motivenbericht der Regierung 25 Prozent der Versicherten oder rund 650.000 Personen erfaßt werden!

Der Referent lent: die Verhandlungen zum§ 26 ein, der vorsicht, für welchen Zeitraum die Beiträge zu entrichten find. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes hat unheilvolle Wirkungen ausgeübt. Die Finanzlage der St. V. A. ist auch durch andere Umstände verschuldet worden.

Genosse Taub

--el.

Hat man den Mörder der Lehrerin Fritsche?

Dieser Putsch wird wie gewöhnlich mit einem Fiasto enden und jene Arbeiter, die sich Saaz, 11. Mai. Der in der Mordaffäre der wieder von den Phrasen der Kommunisten be- Lehrerin Fritsche in Galtenstallung am 9. März tören ließen, werden wie gewöhnlich die schwer von der Graslißer Polizei verhaftete Hausic­geschädigten Leidiragenden sein. Für freigewert- rer Rudolf Fleischmann , auf den sich der fchaftlich organisierte Bauarbeiter besteht in den genannten Orten kein Streif. Für die freigewerk Verdacht, den Mord begangen zu haben, richtete, chaftlich organisierten Bauarbeiter gilt der wurde heute, da sich alle seine bisherigen Angaben Lohn- und Arbeitsvertrag. Durch fommunistische über seinen Aufenthalt in der Mordnacht als un­Phraseure lassen sie sich die schwer erfämpften Errungenschaften nicht vernichten. Es muß end lich einmal reiner Tisch gemacht werden.

Bauarbeiterstreit in Dstrau.

Mährisch- Ostrau , 11. Mai. Vor längerer Zeit brach im Ostrauer Gebiet ein Lohnkonflikt der Bauarbeiterschoft aus, die eine 20 prozen tige Lohnerhöhung fordert. Die Verhand lungen führten zu feinem Ziele und der Konflikt wurde dem Schiedsgerichte in Brünn ab­getreten, das das Erkenntnis fällte, daß die Löhne um acht Prozent erhöht werden.

wahr erwiesen haben, vom Bezirksgerichte No­

motau dem Kreisgerichte Eger eingeliefert.

Ein Handelsschüler erschießt seine

Geliebte.

ertiärt hiezu: Es ist zweifellos, daß der Referent Malik recht hat, wenn er behauptet, daß die 3. S. V. A. Kein Regulator auf dem Geldmarkte ist, dicie Funttion tommt zweifellos der Nationalbank zu, aber 1206.­es tann nicht bestritten werden, daß die Z. S. V A., 1447.20 1362.­bei der jich Milliardenbeträge vereinigen werden, 1670.80 1518.­einen bestimmenden Einfluß auf den Krlsbad, 11. Mai. Wie die ,, Deutsche Bäder­1894.40 1674 Geldmarkt ausüben wird, und daß an der zeitung" meldet, wurde gestern in Wid wis bei 2118.- 1830.- 288. Tatsache, daß bei diesem Institute eine so hohe Ver­Starlsbad die 18 Jahre alte Porzellan 2341.60 1986.- 355.60 zinjung gefeßlich festgelegt wird, bei der Entwicklung malerin Anna Göhler mit einem Schuß 2565.20 2142.- 423.20 unferes Zinsfußes nicht achtlos vorübergegangen in der linken Schläfe tot aufgefunden. Die Un 2788.80 2298.- 490.80 werden kann. Der Referent hat auch gemeint, daß tersuchung der Leiche ergab, daß kein Selbstmord wenn die Annahme, daß eine prozentige Verzin­vorliegt. Der Verdacht richtete sich gegen den jung erzielt werden könnte, nicht zutreffen würde, Liebhaber der Göhler, den Schüler der dann ganz Karlsbader Handelsakademie 3 einfach eine Erhöhung der Pra mien in Aussicht genommen wird. Durch diese Fest- Während des Konfliktes entwickelte sich jedoch im Schmidt aus Jokes bei Karlsbad . Schmidt ſtellung wollte der Referent zweifellos die Ausfüh Ostrauer Gebiet die Baubewegung sehr lebhaft hatte seit zehn Tagen die Schule nicht mehr be rungen des Herrn Miniſters richtigstellen, der ge- und lockte viele Bauarbeiter aus der Umgebung sucht, sondern sich in der Umgebung herumge meint hat, daß nötigenfalls Staatsmittel zur trieben. Heute vormittags wurde er festgenom von Ostrau und entfernteren Gebieten dorthin. Deckung des Ausfalles benüßt werden könnten. So men und gestand nach mehrstündigem Lugnen, Die Bestimmung des§ 25 soll wieder nur die Dic tommunistischen Gewerkschaftsorgani- die Göhler erschossen zu haben. Er habe mit ihr einfach, wie sich das der Referent vor: Autonomie der 3. S. V. A. einengen. Was soll es stellt, geht die Sache nicht. Es würde fationen der Bauarbeiter waren aber mit dem schon einige Jahre hindurch ein Verhältnis denn für Zwed haben, daß die Erhöhung der Bei- bann eine einfache Erhöhung der Bei Schiedsspruch nicht zufrieden und beharrten auf gehabt, das seine Eltern nicht dulden wollien, so träge von der Zustimmung des Ministeriums für träge auf das heutige Ausmaß hinrei ihrer ursprünglichen Forderung nach einer daß beide den Entschluß faßten, gemeinsam aus soziale Fürsorge abhängig gemacht wird? Die 3. 5. chen, sondern es müßte eine weit grö20prozentigen Lohnerhöhung. Als die Baumeister sie den Entschluß aus. Schmidt erschoß das Mäd­B. A. geht bei der Prüfung der Berechtigung einer Bere Erhöhung playgreifen, um den Erhöhung der Beiträge mit so einer Gründlich Ausfall in der Prämien Reserve zu diese Forderung ablehnten, beriefen die kommu- chen, hatte aber selbst nicht den Mut zur feit und Gewissenhaftigkeit vor, die woh! deden und die Anwartschaften zu nistischen Organisationen für heute auends eine at. Der Mörder wurde in das Bezirksgericht nicht mehr überboten werden kann. Wenn alle Un- ichern. Das ist eben das, was wir befürchten. Bersammlung der Bauarbeiterschaft ein. An Joachimstal eingeliefert. terlagen, die sich die 3. S. V. A mühsam schafft, wir sind eigentlich dankbar dafür, daß es zum dieser Versammlung nahmen ungefähr 2000 dann noch dem Ministerium vorgelegt werden müi- erstenmale zugegeben wird. Vielleicht wer­sen, so wird dadurch nur die Administrative den sich doch jetzt die Herren veranlaßt fühlen mit Personen teil und es wurde beschlossen, auf der belastet, ohne daß in der Sache selbst irgend etwas etwas mehr Gründlichkeit und Sorgfalt an die Prü 20prozentigen Lohnerhöhung zu verharren und Rom, 11. Mai. ,, Messagero" berichftet Ein­geändert werden fönnte. fung diefer wichtigen Frage heranzutreten. Zur Beam 12. Mai in den Streik zu treten. zelheiten über den Erdrutsch bei Grottamare gründung des§ 26 hat der Referent gemeint, daß Schon heute abends sind viele Arbeiter und Zim-( Provinz Ascoli). Tarnach sind im ersten Haus, die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes un merlente aus Ostrau abgereift. Die Baumeister das verschüttet wurde, sechs Personen umgefom­heilvolle Wirkungen ausgeübt hat. Er hat aber im selben Atemzuge erklärt, daß sich der Ent- und Unternehmer teilten durch Plakate mit, daß men. Dieses Haus stand auf einem Hügel. Das wurf fast vollständig an die Erkenntnis des Verwal- sie der Arbeiterschaft eine größere Lohnerhöhung zweite Haus, das unten am Meeresrand lag, tungsgerichtshofes angelehnt hat. Wenn man erkennt, als acht Prozent, wie sie das Brünner Schieds- wurde gleichfalls verschütet, wobei sieben Per­daß das Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshojes unheilvolle Wirkungen ausübt, dann hat mit gericht erkannte, nicht zugestehen fönnen. Gefeßgeber die Pflicht. Sorge dafür zu tragen, daß diefer unmögliche Zustand befertigt wird! Bei uns geht man aber den umgekehrten Weg.

S.

Es wird immer und immer wieder der Vorwurf gegen die Krankenversicherungsanstalten erhoben, daß

die Verwaltungskosten

Emil Landgraf gestorben.

man is

zu hoch seien. Nach der amtlichen Statistik für das Jahr 1924 haben die durchschnittlichen Verwaltungs­tosten 14.8 Prozent betragen. Wenn es auch wirklich möglich wäre, die Verwaltungskosten um 2 Prozen herabzusetzen, so würde das bedeuten, daß die Bei träge um ein Fünfzigstel herabgesetzt werden fönnten Es wird auch immer und immer wieder damit operiert, daß die Bezüge der Angestellten zu hoch bemessen sind und daß die Strankenversicherungs­anstalten Luxusbauten aufgeführt haben. Es soll ohne weiters zugegeben werden, daß in einzelnen Berlin , 10. Mai.( Eigenbericht.) Der erste Fällen vielleicht über das Maß des Zulässigen hin- Geschäft führer der Chemnitzer Volksstimme", ausgegangen wurde. Das sind aber Ausnahmen Genosse Emil Landgraf, ist heute im Alter von der Regel Nach der Statistik für das Jahr 1924 von 65 Jahren einem Herzschlag erlegen. W waren in diesem Jahre bei den Krankenfassen ange ihm scheidet ein Mann aus dem Leben, der in stellt 326 Personen, gegen 3091 im Vorjahre, davon jahrzehntelanger treuer Arbeit ein Wert zustande waren 388 leitende Beamte. Die Gesamtbezüge aller gebracht hat, auf das nicht nur er, sondern die Angestellten haben betragen K 61,354.728-. Es sind ganze Zoz aldemokratie stolz sein darf. Wenn die entfallen im Durchschnitte auf einen leitenden Beam Chemnizer Volks stimme" eines der ten K 32 184- gegen K 32.138. m Vorjahre, auf größten und angesehen sten und zugleich auch eines einen Rechnungs- Kassa- und Konzepisbeamten Kroder technisch am besten eingerichteten Zeitungs nen 23.650 gegen K 23 995 auf einen Manipula- unternehmungen der Partei geworden st, so ist tionsbeamten K 16 995 aegen K 16 609 auf einen das in allererster Linie das Verdienst Emil Land­Stassendiener K 13.958 gegen K 14 670. auf einen grafs der beinahe 40 Jahre hindurch als ihr provisorischen Hilfsbeamten K 9.796 gegen 9 700 auf Geschäftsführer tätig war. Aus allerkleinsten einen Strankenkassen- Kontrollor K 18.020 gegen tro- Anfängen beraus hat Landgraf das Blatt zu sei­nen 18.228, im Durchschnitt auf einen Angestellten ner jeb gen Bedeutung emporgeführt. Französische

Wahlſtatiſtit.

Die Sozialisten haben die meisten Stimmen erhalten. Paris

10. Mai. Nach einer soeben ver­öffertl chten Statistik verteilen sich die Stimmen auf die einzelnen Parteien bei den leßten Kam­merwahlen wie folgt:

Royalisten: 328.135; Republikan sch- demokratische Union( Marin­Gruppe): 1,008.244; ( Poincare Loucheur):

Lintsrepublikaner

1,225.942;

Alltradikale 1,617.472; Un'onist sche Raditale( Franklin- Boillon): 1,609:

Soz'a! st sche Republ faner: 323.832;

Sozialisten: 1,717.212;

Kommunisten: 1,060.334;

Verschiedene Parteien: 223 332.

Der Erdrutsch bei Grottamare.

fonen umtamen. Der Zug, der unmittelbar nach dem Erdrutsch die Unglücksstelle passieren sollte, entgleiste, wobei zwei Personenwagen aufeinan­derstürzten. Dabei wurden drei Personen getötet und elf verletzt.

Ziehung der Klaffenlotterie.

11. Mai. 20.000 K: 108.202; 10.000 K: 31.389;

5000 K: 15.952, 57.906, 6086, 2248, 68.840, 71.356, 35.176, 28.488;

2000 K: 73.424, 7875, 54.629, 43.555, 57.950, 11.650, 103.350, 58.866, 8967, 63.644, 72.874;

1000 K: 74.585, 65.378, 71.641, 42.775, 99.518, 3317, 113.661, 102.816, 1506, 59.519, 46.731, 52.723, 7679, 41.011, 76.202, 100.016, 109.732, 26.751, 40.581, 20.917, 58.041, 108.869, 114.219;

800 K: 106.128, 51.182, 2517, 87.811, 96.451, 63.796, 73.725, 99.592, 71.416, 8897, 102.157, 19.505, 50.871, 58.611, 61.242, 10.145, 28 340, 52.493, 2222, 22.397, 86.150, 84.514, 88.214, 26.161, 114.925,

Zusammen wurden im ganzen 8,056.112 58.522. Stimmen abgegeben.