Geite.

Verhandlungen über ein politisches und wirtschaft- Fortschritt der sozialistischen Bewegung und der Festigung der Demokratic abhängt,

Der Sieg der Sozialdemokraten in Deutschland . hat dem Frieden der Welt mehr genügt, als alle Abrüstungskommissionen des Völkerbundes. Der Sieg der Arbeiterpartei in England wird dem Frieden mehr nüßen, als alle Pakte.

Abgeordnetenhaus.

Donnerstag, 14. 12.

Gigung der Parteibertretung. Die gestern stattgefundene Sißung der Partei Prag , 13. Juni. Da gestern abends die not vertretung der deutschen sozialdemokratischen Ar­wendige Präsenz zur Abstimmung über die beiterpartei in der Tschechoslowakischen Republic Löschung der Verurteilungen nicht nahm zunächst den Bericht des Parteivorsitzenden mehr aufzutreiben war, mußte für heute nach Gen. Dr. Czech entgegen und nahm hiezu eine mittags noch eine furze Sigung anberaumt wer- Entschließung an, die wir an anderer Stelle ver den, in der diefer Punkt der Tagesordnung öffentlichen.

weil nahezu cin Viertel unserer Ein- und Ausfuhr Anerkennung des Umstandes, daß die Reise des fchon zwei Jahre hinzieht und daß man deshalb Redner machte vielmehr darauf aufmerksam, daß

imt

liches Mitteleuropa . Deutschland strebt nach einer Festsetzung und Herabsetzung der Reparationen. Hier geht unser Interesse ganz parallel mit jenem Deutschlands . Die Herabsetzung der Reparations­lasten ist abhängig von dem Erlasse oder mindestens von der Herabsetzung der Schulden, die Frankreich , Italien und England in den Vereinigten Staaten im Kriege gemacht haben. Nur wenn diese Schil den gestrichen werden, haben auch wir Aussicht, von Die Beseitigung der Diktatur, die ein Werf der der sogenannten Befreiungstage" befreit zu werden. sozialistischen Arbeiterschaft ſein wird, wird den Aber unsere Wirtschaft ist überhaupt mit jener Triumph des Friedens der Welt bedeuten. Bei aller Deutschlands eng verbunden Nicht nur deshalb, von und nach Deutschland , ein sehr erheblicher Pro­zentjat über Deutschland geht, sondern auch deshalb, weil jene Vermehrung der deutschen Reparations laften Deutschland zu einer weiteren Forcierung seines Exportes zwingt, einer Forcierung, die unſeren Ervort bedroht. Wir haben alle Ursache, mit Besorgnis diesem Zeitpunkte entgegenzusehen, zu dem Deutschland alljährlich Milliarden Gold mart an Reparationen bezahlen muß. Die letzten veröffentlichten Ziffern müssen uns zur größten Vorsicht mahnen. Unser Import steigt unverhält nismäßig mehr als der Export. Die Aktivität unserer Handelsbilanz ist in den ersten fünf Monaten dieses Jahres gegenüber dem Vor- Der Kulturausschuß des Senates jahre um 750 Millionen zurüd gegangen, aljo jette heute Mittwoch die Debatte über das Erposé um nahezu 150 Prozent. Die Voraussage teln nach Einführung der Zölle vermindern werde, erster sprach Sen. Herz( Komm.), nach welchem Nach mehreren Friftverlängerungen: für den den Oppositionsparteien eingebrachten Anträge hat sich als ebenso unwahr und unrichtig erwiesen, der slowakische Volksparteiler Dr. Kreméry zu Senat wurde noch ein zu Beginn der Sigung ein- wurden mit den Stimmen der Regierungsmehr­wie ihre anderen Argumente. Der Wert der Ein Worte kommen sollte. Vorher gab jedoch Sen. gebrachter Antrag der Kommunisten abgelehnt, heit abgelehnt. fuhr ist von 1465 Millionen auf 1770 Millionen, Gen. Pocisk im Namen des Klubs der tschechischen der verlangte, daß sich der Stellvertreter des Einen beträchtlichen Anteil an der sinkenden Alisi Sozialdemokraten die Erklärung ab, daß sein Klub Ministerpräsidenten und der Innenminister im Hause einfinden und über das Vorgehen tät unserer Handelsbilans hat die steigende Passivi mit Rücksicht auf die staatsfeindlichen Angriffe der Regierung gegen die tom muni­tät gegenüber Frankreich und Polen , die im Mai des Dr. Kreméry nicht in der Lage sei, während st is che Partei Rechenschaft geben. bei Frankreich schon 54 Millionen, bei Polen 40 der Ausführungen Sen. Dr. Krčmérys an den Die gestern vorgelegten Gesetzentwürfe auf Millionen erreichte. Sier muß ich zum Handelsver­trag mit Volen etwas sagen. Es war dies unserer Beratungen teilzunehmen. Daraufhin verlie Verlängerung des Kriegsinvaliden- und des Ansicht nach ein schwerer Fehler, Polen das Ben die tschechischen Sozialdemokraten und Na- Wohnungsfürsorgegesetzes wurden den betreffen Kohlenfontingent zuzugestehen, in der Hoff- tionalsozialisten den Sitzungssaal. Nach und sodann die Sitzung um halb 4 Uhr nach den Ausschüssen mit sechstägiger Frist zugewiesen nung, dadurch eine vermehrte Ausfuhr nach Polen der Rede Dr. Krčmérys, in deren Eingang er mittags geschlossen. erreichen zu können. Seit der Einführung des Koh die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zu entkräften Tenkontingentes ist unsere Ausfuhr nach Bolen zu­ridgegangen und geht weiter von Jahr zu Jahr suchte, wurde die Verhandlung unterbrochen und zuvid wird nächste Woche fortgesetzt werden.

vollends erledigt wurde. Der Referent Dr. Sodann beschäftigte sich die Sitzung mit Slavit betonte in seinem Schlußwort, daß sich einer Reihe organisatorischer Angelegenheiten. die Verhandlung über diesen Gegenstand nun feine neuerliche Verzögerung durch einen even die Familien der Gewerbetreibenden, durch die Miniſters nach Berlin vielleicht den Beginn einer tuellen Konflikt mit dem Senat hervorrufen Zollpolitik der Gewerbeparteien eine Erhöhung gewissen Abkehr von der bisherigen Politik zu be- solle. denten scheint, wenn dies auch der Herr Minister Ein Antrag des tschechischen Sozialdemo- der Lebenshaltungskosten erfahren haben, die nicht zugibt, fönnen wir mit den sonstigen Methoden fraten Meißner und Genossen, daß das Abgesicher mindestens ebenso groß ist, als die Sozial­ordnetenhaus auf seinem ursprünglichen Beschluß versicherungsprämie für die Lehrlinge unserer auswärtigen Politik nicht übereinstimmen beharren solle, wurde von der Mehrheit in schlimmsten Falle ausmacht. Es handelt sich bei und daher die Erklärung des Herrn Ministers namentlicher Abstimmung abgelehnt. Zu seiner dem Antrag der Koalition auf Ausschließung der nicht zur Kenntnis nehmen. Annahme wäre eine Mehrheit von 151 Abgeord- Jugendlichen um nichts anderes als um eine neten erforderlich geweseit. gehässige Maßnahme gegen die Ar­Punkt der Tagesordnung bildete der beiterschaft, die mit jeder sozialpolitischen 2 Senatsbeschluß auf Abänderung einzel- Einsicht im Widerspruch steht. Die Aussprache über diesen Paragraphen ner Paragraphen der Gewerbeord­nung. Siezu lag ein Antrag der Roalition auf nahm den ganzen Bormittag in Anspruch. Dann Rüd verweisung an den Ausschuß vor, der wurde über den§ 1 der Novelle abge= auch angenommen wurde. Zur neuerlichen Bestimmt und dieser Paragraph in der bom Referenten borgeschlagenen Monaten gestellt.

Senatsausschüsse. Kulturausschuß.

der Agrarier, daß sich die Einfuhr von Lebensmit des Unterrichtsministers Dr. Hodža fort. Als ratung im Ausschuß wurde eine Frist von fünfaffung angenommen. Alle dazu von

also in fünf Monaten um 300 Willionen gestiegen.

Außenausschuß.

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Nächste Siyung morgen Donnerstag halb 10 Uhr vormittags.

Sozialpolitischer Ausschuß.

Unannehmbar!

Kundgebung des gemeinsamen Ausschusses der Gewerkschaftszentralen und der sozialistischen Par­teien zur Verleidigung der Sozialversicherung. Der Ausschuß zur Verteidigung der Sozial versicherung, der die Arbeiten des engeren sozial folgt, hat eine besondere Sizung einberufen, welche politischen Ausschusses im Abgeordnetenhause ver­noch um einige Vertreter der beteiligten Gewert schaftszentralen und sozialistischen Parteien cr weitert wurde. Diese Sigung fand Montag, den 11. Juni 1928 statt. Es wurde ein eingehen­der Bericht erstattet, sowohl über das Vor­gehen des Abwehrausschusses als auch über die Die Abstimmungsmaschineric seßt bereits ein. Berhandlung der Novelle des Sozialversicherungs­gesetzes im engeren sozialpolitischen Ausschuß des Prag , 13. Juni. Der sozialpolitische Ausschuß Abgeordnetenhauses. Einmütig wurde das bis­beschäftigte sich heute mit dem§ 2 der Novelle, der herige Vorgehen des Ausschusses zur Ab­den Ausschluß der jugendlichen Arwehr der Sozialversicherung zur Stenntnis beiter bis zu sechzehn Jahren aus der Alters­und Invaliditätsversicherung vorsicht. An der geordneten für ihre sachliche Verteidigung genommen und den sozialistischen Ab­Debatte beteiligten sich alle Bertreter der Oppo Der Arbeiterforderungen im Subkomitee des so­zialpolitischen Ausschusses der Dank ausge­an den Jugendlichen geplante Unrecht. sprochen. Es wurde festgestellt, daß der Unter­ausschuß seiner Aufgabe, Anträge für den sozial­politischen Ausschuß vorzubereiten, nicht gerecht geworden ist. Er hat auch bisher ſeine Verhand­ungen nicht beendigt und darum ist die Ein­berufung des Plenums des Aus­schusses nicht gerechtfertigt.

Genosse Schäfer

Wirkliche Handelsverträge, nicht bloß Meist begünstigungsverträge, haben wir überhaupt nur mit drei Staaten, mit Ungarn , Desterreich und der Die Debatte über die vorwöchige Erklärung Schweiz . Mit keinem anderen Staate haben wir des Außenministers leitete Sen. Dr. Kovalik Bente, zehn Jahre nach Errichtung der Republit,( flow. Volksp.) mit einer Loyalitätserklärung für noch wirkliche Handelsverträge. Die Handelsvertrags­verhandlungen mit Frankreich und mit Polen rüden die Republik ein. Nach ihm sprach Sen. Ham pl faum vorwärts, die mit Deutschland und Jugo-( Komm.), welcher die de jure- Anerkennung Mawien stoden beinahe ganz und mit den mit so Rußlands forderte, und Sen. Lukeš( Agrarier), viel Applomb verfündeten Verhandlungen mit welcher über die Handelsvertragsverhandlungen sition und bekämpften in entschiedener Weise das Rußland ist es merkwürdig ſtille geworden. sprach. Es kam sodann Gen. Dr. Heller zu Wort, Die schönsten Redensarten über Dankbarkeit gegen­über Italien , die schon deshalb nicht ganz stimmen, dessen Rede wir an anderer Stelle bringen. weil es ein ganz anderes Italien ist, demgegenüber Exposé des Handelsministers über die Aus- Begründung", daß die wirtschaftlich schlechte Lage zerpflückte zunächst die vom Referenten gegebene die Tschechoslowakei vielleicht Ursache zur Dankbar­keit hätte, als das heutige Italien , über die Treue wirkungen der englischen Zuckerzölle. In der des Gewerbestandes eine solche Maßnahme unbe­zu Frankreich , die durchaus nicht hindert, daß von gestrigen Sitzung des Handels- und Gewerbeaus dingt erforderlich mache. Es handelt sich bei die­demselben Frankreich auch nicht die geringsten wirtschusses wurde ein Antrag der Genoffin ir- sen jugendlichen Arbeitern in der Mehrzahl ja schaftlichen Konzessionen zu erreichen sind, von der pal angenommen, in dem der Handelsminister nicht um Lehrlinge von Handwerkern, sondern In der Sitzung wurde über das weitere Festigkeit des Bündnisses mit Jugoslawien , mit aufgefordert wird, in der nächsten Sigung des hauptsächlich um viele Tausende jugendlicher Ar- Vorgehen der sozialistischen Parteien und der einem kaum mehr verhüllten Wirt- Ausschusses zu erscheinen und Bericht zu erstatten, beiter in der Großindustrie. So find Gewerkschaftszentralen in der Frage der Vertei schaftstriege ſtehen, all diese Reden können nicht dar welche Maßnahmen die Regierung mit Rücksicht in der Textilindustrie viele Arbeiter unter sech digung der Sozialversicherung verhandelt. Den über hinwegtäuschen, daß mehr als 50 Pro- auf die durch die Ermäßigung des englischen Roh zehn Jahren beschäftigt, ebenso in der Glas- und Gewerkschaftszentralen werden Anträge vorgelegt zent unserer Einfuhr aus Deutschland , zuckerzolles geschaffene Lage zu ergreifen gedenkt. Borzellanindustric, so daß man vom rein sozialen werden, die sich auf das Vorgehen außerhalb des Sesterreich und Ungarn stammen, und Im weiteren Verlauf der Situng beschäftigte sich Standpunt aus eine derartige Verschlechterung Barlaments beziehen, während die politischen Bar­mehr als 50 Prozent unserer Ausfuhr der Ausschuß mit dem kanadischen Handelsverdes Sozialversicherungsgesetzes entschieden ab teien über die Anträge verhandeln werden, die in diese Länder gehen. Das sind die für unser trag. An der Regierungsvorlage, die das De- lehnen müsse. Niemand glaubt daran, daß der Bezug haben auf das Vorgehen im Parlament. Wirtschaftsleben bestimmenden Tatsachen. forateurgewerbe als integrierenden Bestandteil Wegfall der Beitragsleistung für diese jugend- Der Abwehrausschuß fonstatiert, indem er des Tapeziererhandwerkes erklärt, wurde eine lichen Arbeiter und Lehrlinge die bedrohte Eri- der Deffentlichkeit insbesondere der Arbeiterschaft rein stilistische Aenderung vorgenommen. stenz des Gewerbestandes etwa sicherstellen könnte. diesen Bericht über die Aktion zur Verteidigung

Ich fann wir im Feber meine Ausführungen nur damit schließen, daß der Friede der Welt vom

Nachdruck nerboten.

Der Baldamus und seine Streiche en will. Ich wünschte nur, die gesamte Feldbeugten uns zu den Fenstern hinaus so weit wir stellte sich ins Tor und rief mir über die Gaffe

Verlegt vom Bücherkreis in Berlin 1927

Von Oskar Wöhrle . ( Schluß.)

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brach, was doch bei einem Feldwebel allerlei webelschaft der deutschen Armee wäre bei dieser Leftion dabeigewesen.

uns Soldaten sahen, winkten sie hinauf. Wir| Schluß kam der Batterieschuster mir nachgesaust, konnten und winkten wieder. nach, eine Faust machend: Hol dich der Teufel!" Es war zwei Uhr morgens, als wir in Langsam schiebt sich der Zug zum Bahnhof Nach einer Woche konnte ich aufstehen. Frei Straßburg , der wunderschönen Stadt, wieder an- hinaus, läßt die rauchgeschwärzten Hallen stehen lich war ich noch recht schwach und mußte baid langten. Ich marschierte nicht mit meiner Batterie und polteri über die Weichen der Vorstadtsstrede. Beim Erwachen lag ich in der Stranken- wieder abliegen, weil es mir schwindlig wurde. in die Kaserne zurück, sondern begab mich gleich Ich bemerkte aufstrebende Neubauten und Straj baracke. Ich sah und wußte alles, was um mich Meine frühere Straft und Gesundheit kam nicht aufs Revier. senzüge, von denen ich bisher noch keine Ahnung vorging, fonnte mich aber nicht rühren, fonnte wieder. Der Stabsarzt, der ein vernünftiger Hier hatte ich drei Wochen lang ein schönes hatte. Ich sehe Fabrifen, die ihre schwarzen Tore nicht einmal die vielen effigen Fliegen weg und für sie tat, was er nur fonnte, gab mich ligsten Obliegenheit, die darin bestand, Vogel- len, die heimzu gehen. Schon zeigen sich Gärten Mensch war, Mitgefühl mit den Kranken hatte Leben. Dem Sergeanten half ich in seiner wich aufreißen und die Wege mit Arbeiterscharen fül­scheuchen, die sich mir scharenweise ins Gesicht feßten und den Schweiß aufsaugten. Nur das als dienstunbrauchbar ein. Als es mir beffer ging, fäfige zu bauen. Wanchmal aber erledigte ich für und Wiesen, die Häuser werden jeltener. Tas brachte ich heraus: Wasser! Der Stabsarzt, der saß ich oft ſtundenlang im Wäldchen neben der ihn kleinere Schreibarbeiten. Wenn nichts zu tun Flachland tut sich auf, für den Zug ist fein Halten gerade hier war, ließ mir Eiswasser bringen. Barade und dachte an die Zukunft und was aus war, und das tam sehr oft vor, ging ich auf den mehr. Wie ein Sieger wuchtet er vorwärts; dre Ich trant alles, was ich bekam, und hatte immer meinem verfrachten Gestell werden sollte. Hof hinaus und legie mich in die Sonne. Endlich Schienen erbrausen und grüßen die Vogesen berge, noch nicht genug. Ich glaube, ich hätte zwei Sturz bevor wir den Schießplay verließen, stand im Regimentsbefehl, ich sei am 24, Sep die im weichen Abendblau liegen und deren Waschgeschirre voll austrinken können. Dann fant erhängte sich ein Obergefreiter des Regimentes tember als zurzeit dienstunbrauchbar zu entlassen. Ruinen allmählich die Dämmerung überdeckt. Ich ich, als der erste Brand in mir gelöscht war, 10 in der Arrestzelle. Er hatte bei der Muni- Gleichzeitig bekam ich ein vom Regimentsfont- beuge mich zum Fenster hinaus. Die Luft peitsch: wieder zurück und schlief. Ein lautes Stimmen- tionsausgabe irgendeinen Bock gemacht, war da mandeur unterzeichnetes Schriftstück des Inhalts, mir ins Gesicht. Ich widerstehe und freue mich gewirr weckte mich von neuem auf. Der Abend für empfindlich gerüffelt worden und reparierte daß bei mir zwar eine Dienstbeschädigung vor der angenehmen Stühle, die mein Herz zu kräfti­schein stand in den Fenstern. Auf einer Traa mun seine zerzauste Ehre mit einer dünnen liege, doch kein Anspruch auf Versorgungsbe- geren Schlägen und mein Blut zu vermehrter bahre brachten Sanitäter einen Kanonier der Spagarschnur. Ich sah 311, wie er begraben rechtigung, da mein Gesundheitszustand wieder Glut zwingt. Wälder tauchen auf. Ich kenne sic. achten Batterie, den der Sitzschlag getroffen hatte. wurde. Zum Trost seiner anwesenden Eltern mit der gleiche sei, wie zur Zeit der Einstellung. Als Ich kenne auch die Sumpfstrecken, die plötzlich wie Er kam in das Bett neben meinem. Hals und allen militärischen Ehren. Die Wufik ging vor ich mich beim Stabsarzt abmeldete, wünschte er ein Unheil dastehen und ebenso rasch wieder zu­Gesicht waren blau angeschwollen. Die Augen dem Sarge her, der auf einer Proße aufgebahrt mir alles Gute und sagte, ich möchte recht Obacht rücsinken. Auch die blanken Schienen des Neben­standen offen und zeigten nur das Weiße. Zaher war, und ich mußte denken: Nur wenig fehlte geben und mich vor allem vor schweren Arbeiten geleises kenne ich. Die Sonne wirft ihre letzte Schleim hing ihm aus dem Wund, fein Atem und sie hätten dich auch so da hinauf getragen. hüten, damit keine Rückfälle einträten. Kraft hinein. Was ist es nur, daß meine Augen fam nur vuchweis und ging in ein Röcheln aus, ,, Soldaten sein ist schön, ja das muß man Ich kehrte in die Kaserne zurüd. Der Feld haften bleiben an den aufleuchtenden, trogigge wie ich es noch nie gehört hatte. Obwohl mir gestehen." Das Lied sangen die Kameraden, als webel befahl mir, meine sämtlichen Sachen beim raden Stahlbändern? Was ist es nur? Sei's, was grauste, mußte ich doch in einem fort wie ge- fie den Schießplatz verließen und dem Bahnhof Stammerunteroffizier abzugeben. Das war endlich es sei! Wir gilt es als Wegzeichen, als Aufmunte­bannt hinschauen. Wie angeschmiedet war ich zumarschierten. Aus allen Gefichtern lachte eitel einmal ein Befehl, den ich mit Wonne ausführte, rung. So harte unerbittliche Striche will auch ich konnte den Stopf nicht mehr wenden. Ein Lust und Fröhlichkeit. Die überstandenen mühia, geradezu mit Genuß. Als der Spind geleert ich ziehen, mein Vergangenes und mein Zukünf­Sanitätsoffizier brach ihm den Mund auf, ent- seligen Wochen waren vergessen und ausgewischt, war, holte ich auf der Schreibstube meinen Paß. tiges trennen, meine Wege blank halten. Was fernte den Schleim und band ihm die Zunge her an die kommenden dachte keiner. Das ist so rech: Dann sagte ich den besten Kameraden Adieu, schiert mich die Sonne, die untergeht? Was die aus, damit er besser atmen fonnte. Aber es soldatenmäßig, alles Denken in die hinterste Grube jah mir die Wände noch einmal an, zwischen Nacht, die ihre ungeheuren Schatten herwirft, nüßte nichts mehr. Die Atemstöße famen türzer zu tun. Der Soldat will froh sein. Er will leben. denen so viel auf mich hereingebraust war und die Gegend auffüllt und heute selbst die Sterne und frampfhafter. Der Arzt sagte: Das Herz Ich aber war in trüber Stimmung. Erst als der ging, nachdem ich meiner Korporalschaft noch versteckt? jetzt aus" und machte Einsprißungen. Vergeblich. Bug das schöne Rheintal hinauffuhr, wurde es einige Liter Bier gezahlt hatte. Unten im Gang Ich troße ihren Gewalten. Ich trage Leuch­Noch ein letztes ächzendes Aufschnaufen, noch ein in mir heller. Auf dem grünen Wasser zogen breit- lärmten die Alten und sangen Reservelieder. ten in mir selber. Ich trage Glauben an ein Tiefer­letter Ruck. Aus! bauchige Tampfer dahin, aufgefüllt mit fröhlichen Manche liefen schon in Zivilanzügen herum, werdenkönnen, ich trage Glauben an ein Reicher­Menschen, die in feinen Zwang und in fein morgen war ja ihr Entlassungstag. Als ich werdenfönnen. Schon sehe ich am Horizonte Wüssen eingespannt waren, sondern die ihre Tage durchging, und sie mich sahen, hörten sie zu singen Lichter auftauchen und das Duntel meistern, und genoffen, ganz, wie sie's wollten. Und als unser auf. Die Worte fielen ihnen geradezu vom Mund: mein Herz wird fröhlich und grüßt die ferne. Bug an ihnen vorbeischnaufte, und die da drunien sie machten schweigend Plaß. Nur ganz zum hochgebaute Stadt.

Da ließ sich der kleine Stabsarzt, Simon hieß er, den Feldwebel der Achten herholen und hielt ihm angesichts des Toten eine Standrede, daß dem Mann tatsächlich der Schamschweiß aus

( Ende.)