Donnerstag, den 23. August 1928.
Jeine furze Strede alle Straßen. Der glühende Schlamm, den die Nacht auf den Asphalt warf, wird wie von einem zauberhaften Besen hinweg
Genoffen! Genoffinnen!
In
jeber Betriebsversammlung, jeber Gewerkschaftsversammlung jeber Genoffenschaftsversammlung eber Wählerbersammlung, eber Frauenberfammlung, jeber volitischen Versammlung, jeber Bersammlung oder Sibung einer proletarischen Organisation follt hr für die
Geen und Gewäffern vorüber, und wenn er ein kleinhandel wohnt und hauſt, iſt nicht mehr weit, an italieniſchen Birnen, an ungarischen Aepfeln, fozialdemokratische Parteipreſſe
Mar Barthel.
Boltswirtschaft.
Aus der Gablonzer Bezirks- Krankenversicherungsanstalt.
intensivste Werbearbeit leisten
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Tatsache ist, daß den schon länger in der Anstalt beschäftigten Angestellten die Unzufömmlich feiten bekannt sind, die sich in der Anstalt schon im Jahre 1920 mit Herrn Jatsch ergeben hatten. Tatsache ist, daß der Direktor Bösmüller Jatsch nur deshalb wieder einstellte, weil er ohne Verdienst und in Not war, Tatsache, daß Jatsch nicht ohne Kündigung entlassen worden ist, sondern ihm am 29. März 1928 schriftlich gekündigt und
das Gehalt jeden Monat bis zum Ausgange der
Berlin ist die größte Stadt der Welt, sie ist schanzt, umwühlt, aufgerissen. Tag und Nacht gewischt, aber schon regte sich neues Leben. Berlin geräumiger als, New York oder London , und der geht die Arbeit auf diesem Play, ganze Säuferschläft niemals. Die Wagen der Händler rollten Grenzbogen, der dieje Stadt michließt, beträgt blocks sind abgerissen, um Raum für neue Unter- nach der Zentralmarkthalle. Berlin hat Hunger. 235 Kilometer. Ein Mann, der den Wohnraum grundlinien und neue Durchbruchsstraßen zu Sein Bauch verschlingt die Obsternten ganzer ber 4,200.000 Einwohner Berlins umwandern schaffen. Das Polizeipräsidium, das rote, un Landschaften, die Gemüseplantagen ganzer Prowollte, müßte fünf Tage und jeden Tag zehn schöne Haus, an dem noch die Kugelspuren des vinzen. Sein Bauch mästet sich jeden Tag an Stunden auf den Füßen sein. Er liefe durch Aufstandes von 1919 zu sehen sind, wächst steil 1,500.000 Broten, ant 1,000.000 Liter Milch, an dürre Heiden, schöne Wälder, weite Felder und über das Trümmerfeld. Das Scheunenviertel, in 2,400.000 Pfund Wehl, an 1,400.000 Pfund käme an rauchenden Industrien und verzückten dem auch das Lumpenproletariat neben dem Fleisch. Er mästet sich an holländischen Tomaten, Dichter wäre, fönnte er den Herzschlag eines das alte, häßliche Berlin , aber auch in diese an tschechoslowakischen Pflaumen, an westindischen Sechzigmillionenvoltes hören und darin die Puls Bezirke bricht neues Leben. Schöne Häuserblocks Bananen, an spanischen Orangen, an fizilianischen schläge aus dem Blutstrom der Welt. Wenn er wachsen an der Volksbühne, dem Stolz der Zitronen. Franz Drake müßte Ehrenbürger von vorstieße vom Randgebiet nach dem Kern der Berliner Arbeiter, empor und prägen der Gegend Berlin werden: jeden Tag werden rund 3,000.000 Stadt, so wäre sein Borstoß ein Stoß und Schnitt ein anderes Gesicht. Die alten Baraden müssen Pfund Kartoffeln gegessen. Das alles braucht der durch die heutige Gesellschaft, ein glühender Auffallen, die Kaschemmen, die Spelunken müssen Bauch von Berlin , und noch viel mehr, aber er schäftigten Angestellten handelte, der nach den ge riß aus grauer Vergangenheit und Geschichte bis verschwinden und mit ihnen auch die Zertram wird nicht fatt davon und sättigt nicht die Arbeits- schlichen Bestimmungen gekündigt und entlaffen in unsere Zeit, ein Marterweg und eine Triumph- pelten unserer Gesellschaft: die Straßenmädchen, lojen, die Bettler, die Kriegsverlegien, die Sozial - wurde. Im Falle Tomas wurde das Disziplinar Straße. die großen und fleinen Diebe, die Schwindler und rentner, die Witwen und Waisen. verfahren eingeleitet und die diesbezüglichen Die Weidendammer Brücke schwingt Zuhälter, deren nördliche Hauptstraße die Die Straßen um den Alexanderplatz sind Maßnahmen im Einvernehmen mit den Versich über die verdunkelte Spree, in der das Leucht- W in 3 straße ist, eine verkleinerte Friedrich- plöglich fruchtbar geworden und die Bauern, tretern der Angestellten beschlossen. Bezüglich, feuer der vielen Reklamen gleißt. Der Bahnstraße, ein Abflatsch der alten Welt. Die Straßen Sbsthändler und Grossisten bieten an Gemüse, des Falles Jatsch( gleichfalls Vertragsange- stellhof Friedrichstraße, durch den die euro- mädchen, die da oben schon am hellen Tage Startoffeln, Fisch, Obst und Salat. Die großen ter) ist zu bemerken, daß in der Betriebsver päischen Schienenstränge von Osten nach Westen laufen, sind die ärmsten von ganz Berlin . Sie allen sind überfüllt, der Handel brüllt auf, der sammlung vom 26. April 1928 ein Antrag eines laufen, glüht, lodert und erbraust. In der kennen den Hunger. Ihre Schminte sind Krant - Zwischenhandel hamstert große Verdienste, eine tommunistischen Kollegen, daß sich die Betriebs Komischen Oper tanzen 200 nadte Mädchen und heit und Not. Die Kinos spielen schon am frühen Orgie von Duft und Farbe rast sich aus. Fleisch versammlung für die Wiederaufnahme des Herrn versuchen, den Geschmack zu amerikanisieren, das Morgen ihre sentimentalen Schundfilme. Sie wird verkauft. Sähne frähen durch die Halle, als Jatsch einsehen möge", gegen eine Stimme ab neue Weltbild zwischen Bibel und Scheckbuch in find überfüllt. Die Heimatlosen, die Obdachlosen seien sie noch frei und auf dem flachen Lande. gelehnt wurde. Interessant und erwähnenswert die Herzen zu prägen. Die Autos kreiseln über haben in ihnen ein Obdach. Die jungen Männer Blumen und Kränze werden angeboten und die ist, daß selbst der kommunistische Antragsteller den blankgescheuerten Asphalt, die Lichtkette der fennen das Leben, kennen das Gefängnis. Sie frischen Blüten und vollen Kränze passen gut zu nicht für seinen Antrag gestimmt hat. Bogenlampe brennt in jenem blauen, strahlenden stehen an den Straßenecken, sizzen in den Bier- dem ungeheueren Schlachtfest am frühen Morgen, Bitterlicht, das auch in den Operationssälen quellen und Kaschemmen, den Klubs der ganz wo das Tier und die Pflanze sterben muß, damit flammt, die laufende Schrift der elektrischen Armen, und besprechen manche Sache, die wilder Berlin leben und arbeiten kann. Reklamen zwingt zur Betrachtung, an den und aufregender ist als der wildeste WildwestStraßenfronten drängt sich Laden an Laden, film. Die Welt von der anderen Seite bewegt sich Cafés gibt es, Weinstuben, Kabaretts, Tanzsäle, in den Straßen bis zum Stettiner Bahnhof, aber Bierhäuser, Banten , Konfektionsgeschäfte, aus was der Fremde bei einem Streifzug durch diese dem Zeitungsviertel kommen die Straßenhändler Gegend sieht, ist meistens nur Aufmachung und und schreien die Morgenausgabe des nächsten Atrappe. Das wirkliche Dasein, der brutale Tages schon am vorhergehenden Abend aus. Auch Kampf ums Leben, spielt sich unsichtbar av. Auch Bettler und Droschken sind zu sehen. Die grünen, das muß gesagt werden: das Verbrechen ist durch gelben und roten Verkehrsampeln an den aus nicht an das Scheunenviertel gebunden. Strenzungen sperren den Verkehr oder geben ihn In der Münzstraße sind um Mitternacht frei. Unter den Linden rinnt das Leben, ein noch die Destillen überfüllt. Das Glas Bier foſtet glühender Strom, und versprißt sich an den Reise- zehn und zwanzig Pfennige und die Männer büros, an den Banken, an den Automobilhand und Frauen in den Kneipen fennen sich alle. Sie lungen, an den Hotels und taucht unter im sind eine große Familie. Jeder Fremde in den In der letzten Zeit erschienen im Vorwärts" Schatten des Brandenburger Tores oder des Kneipen ist sofort isoliert, es sei denn, er jei als Artifel über die Verhältnisse in der Bezirks Tiergartens. Der Himmel über der Stadt ist kein Opfer ausersehen für die Ringnepper, für die frankenversicherungsanstalt in Gablon; a. N.", Himmel mehr, er ist ein roter Streifen, über den Falschspieler, für die verkümmerten Mädchen, die die den Tatsachen nicht entsprechen und geeignet steilen Häuserschluchten. Das Licht Berlins löscht so erbarmungswürdig elend sind, daß sie sind, den Angestellten ihren verantwortungs die Sterne aus. " Schnapsmatraßen" genannt werden. Ein Glas vollen Dienst noch mehr zu erschweren und das Hinter dünnen, blizenden Glasscheiben Bier und einige Zigaretten aber schlagen schon Ansehen der Anstalt in der Oeffentlichkeit herab liegen die Güter und Warenstapel der Gegen die Brücken zu den späten Gästen. Kleine Kapellen zusetzen. wart. Brillanten leuchten, seidene Kleider und oder elektrische Selaviere musizieren: die letzten Strümpfe schimmern, Schuhe aus buntem Leder Schlager werden mitgesungen und auch das beund aus Schlangenhaut gligern. Die Bierstuben rühmte Lied von dem Mädchen für Geld. Die machen die Hungrigen noch hungriger und die Wände der Destille sind mit primitiven Bildern Satten noch zufriedener. Aus den schwarzen, ausgemalt und sonderbaren Sprüchen. Da ist zu freisrunden Grammophonplatten scheint leise, fast lesen: Junge Mädchen lieben, Frauen nicht beunhörbar, die hymnische Musik der Neger aufzutrüben, Witwen nicht hassen, das heißt: leben steigen. Wie trunkene Schiffe lösen sich die großen und leben lassen Cafés und Varietés aus der Versteinerung und Schön, man lebt und läßt leben, sizi dann schwanken auf und ab. Aus den Bars, in denen in einem Café, das um 3 Uhr schließt und um Sehr häufig fommt es aber vor, daß ungefi Liför mit Erotik verschwistert, bricht Tanz 6 Uhr wieder offen ist, geht weiter durch die rechtfertigte Ansprüche, die der Angestellte nach musif. Ein Mensch vom Mars hätte diese Straße dunkle, schwarze Stadt, in der die schon für die Gesetz und Statut nicht erfüllen darf, von den als die Hauptstraße eines reichen, glücklichen Welt verstorbenen Straßenmädchen auf betrun Parteien schreiend und mit Schimpfworten und Landes angesehen, wenn nicht sichtbar und un- fene Gäste und Kavaliere lauern, und streift nach Drohungen vor dem Schalter verlangt werden. fichtbar hinter allem der Kaufpreis gestanden dem Stettiner Bahnhof, der eine grauenvolle, In solchen Fällen ist entsprechende Zurückweischauerliche Kreuzung zwischen Burg und Schloß sung nicht zu umgehen. Heute haben alle Stran Die Betäubung der Nacht kommt, die Gier ist. Die großen Hallen liegen verlassen im bleichen fenversicherungsanstalten mit der Tatsache zu nach Abenteuer, Liebe, Macht und Reichtum. Die Sicht. Die Bahnsteige sind leer. An der Fahr rechnen, daß die Versicherten vielfach gegen sie Arbeit schläft an den Maschinen, in den Sontoren, fartenausgabe lehnt ein junger Mann und voreingenommen find. Die Erhöhung der Verzeichnen. in den Kammern der Armut, die Armut taucht schläft. Drei andere Männer stehen am Hauptficherungsbeiträge infolge der Einführung der auf in den geschminkten Masken der vielen portal und warten den Morgen ab. Es waren Invaliden und Altersversicherung, die Serab Frauen und Mädchen, die ihre Karrees abschreiten Sbdachlose. Sie wollten nicht im Asyl schlafen, setzung und Aufhebung der Sonderleistungen in und die Männer prüfend abschäßen. Manchmal jie hatten ihre Nächte schon im Asyl abgeschlafen, folge der verminderten Beitragseinnahme bei glüht eine Seitenstraße auf und ist wie ein fie schliesen im Tiergarten, in den Hausnischen, der Krankenversicherung und vor allem der UmSchlauch, in den die Hauptstraße Rauch und in den Anlagen und waren die abgesprengten stand. daß seit mehr als einem Jahrzehnt feine Feuer gespritzt hat, diese berauschende Haupt- Trupps der unheimlichen Elendsarmee, die in Wahl in die Vertretung der Strantenkassen erſtraße, die vom Oranienburger Tor- die Selbst den Nächten durch Berlin wandert. Im Asyl mörder liegen da oben im Schauhaus- bis zum schlafen jede Nacht im Jahr mindestens 2000 Hallischen Tor geht und gleißt, eine ungeheuer Menschen. Das sind 600.000 Menschen im liche Fassade, und man begreift plöglich, warum ganzen Jahr. fich die Filmindustrie hier ansiedeln mußte, hier zwischen Leben und Tod.
wäre.
Es ist in der dritten Stunde. Die Destillen ichließen sich. An den schmußigen Häuserfronten Der Alexanderplatz im Norden ist auch ein bricht Strawall wie eine wüste Welle hoch. An Zentrum Berlins , über das der Verfehr freiselt den Straßenecken stehen noch die Würstchenverund an dem die großen Warenhäuser stehen, aber käufer und neben ihnen lauern immer noch die in dieser Nacht war er wie ein Schlachtfeld, ver-| blassen, verbrauchten Mädchen. Dann veröden
dem sich die Kriegsrüstung unter der Hand, die
Die Vertrauensmänner der Angestellten ersuchen uns um die Aufnahme des folgenden, von der Betriebsversammlung am 16. August 1928 gefaßten Beschlusses.
Die Betriebsversammlung ohne auf alle erhobenen Anwürfe einzugehen verwahrt sich vor allem auf das entschiedenste gegen die Be hauptung, daß in der Gablonzer Bezirkskrantenversicherungsanstalt Kasernenton" herrsche. Die Angestellten haben von der Direktion den Auf trag, alle Barteien, ob Arbeiter oder Arbeit geber, höflich und entgegenkommend zu behan deln. Das geschieht auch.
folgic, hat das mit sich gebracht. Das ist nicht nur in der Gablonzer Anstalt so, sondern in allen Strankenversicherungsanstalten.
Die Angestellten sind daher nicht in der Lage, die Angaben des Artikelschreibers im Vor wärts" zu bestätigen.
Der Artikelschreiber verweist insbesondere auf die Fälle Seibt, Tomaš und Jatsch, wozu zu bemerken wäre, daß es sich im Falle Seibt um einen aushilfsweise beneben anderen
Herrlichen Zeiten entgegen! Senter führt zur" briedensrüstung wandel:. einer bisher noch nicht dageweſenen Hoffnung er
Ob Krieg oder Frieden, wenn nicht para bellum, so
halten. Diese Kundgebung wird die Völker mit füllen, daß sie endlich von der efelerregenden Scheußlichkeit des Strieges erlöst sein werden."
Endlich wird es eine Lust zu leben für die para pacem! Sauptsache: es wird gerüstet! Für anderen, die mit Gold Verbrämten und sich in sei- irgendeinen Frieden werden die Kanonenrohre ge- Wohlweislich ist es unsere Pflicht, zu nem Glanze Fühlenden. Herrliche Zeiten brechen gossen und die Giftgase erzeugt. Alles für an; Zeiten, gegen welche die von Wilhelm II. ver- friedliche Gemüter, die dafür sogar Dantsprochenen, und in den Jahren 1914-18 zur Gel- gottesdienste lesen lassen, die diese Nachricht be= tung gelangten Epochen, nur ein Ahnen kommender weiſt: Zeitläufte waren.
Nun endlich ist es so weit, daß man dem Kriegma mit dem„ Frieden" wieder auf die Beine helfen kann. Kellogg hat den Striegsächtungspaft ersonnen und die Diplomaten haben den Pakt solange bearbeitet, bis er endlich dem„ Frieden", wie sich ihn jeder in seiner Weise für die Zukunft denkt, friegerische Möglichkeiten
London , 21. August. Die Erzbischöfe von Can terbury und Work haben dem stellvertretenden eng lischen Außenminister davon Mitteilung gemacht, daß am Sonntag und Montag Dankgebete für das Zustandekommen des Kellogg Paktes in den englischen Staatskirchen gesprochen werden sollen.
Damit aber den Gläubigen die Hoffnung auf den Frieden nicht allzusehr verwirrt und er in seiner bietet. Dantesfreude vielleicht gar glaubt, der Friede sei Das hat die Stadt Le Havre gleich erkannt und mit ihm die herrlichen Zeiten, schon da, hat der und zum Dank dafür Herrn Stellogg einen Goldstellvertretende englische Außenminister eine fleine füllfederhalter verehrt, der sehr kostbar aus- Aufklärung den Lämmern dieser Erde gegeben: geführt, die reizende Widmung trägt:
Die Stadt Le Havre dem großen Friedens fünstler seiner Erz. Stellogg. August 1928." Der Griff trägt das Monogramm Stelloggs. Die Kapfel trägt die Inschrift:„ Si vis pacem, para pacem." ( Wenn du den Frieden willst, rüste zum Frieden.) Ein großer Friedenstünstler ist doch dieser Herr Kellogg . Ein Zauberkünstler geradezu,
erklären, daß der Vertrag nicht die eindrucksvollste Kundgebung ist, in der die Menschheit ihre Entschlossenheit zum Ausdruck bringt, den Frieden zu halten. Wäre der Vertrag diese Aeußerung des Friedenswillens, dann dürfen sich derartige Begebenheiten wie diese:
„ London , 21. August. Gestern und heute hat in Westengland eine Schlacht zwischen In janterie in befestigten Stellungen und einem Angreifer, bestehend aus 50 Tants und zahlreichen Flugzeugen stattgefunden, bei der die modernen Stampfmittel siegten und die Verteidiger trotz schwerer Artillerie zur Aufgabe ihrer Stellung genötigt wurden. nicht mehr ereignen.
Die Völker werden erst dann von der noch „ Der Vertrag wird, wie uns der amerikanische Staatssekretär wohlweislich aufmerksam ge- nicht dagewesenen Hoffnung" erfüllt werden, daß macht hat, nicht sofort und nicht endgül sie endlich von der„ ekelerregenden Schenßlichkeit tig alle Kriege von der Erde verbandes Krieges erlöst sind, wenn ihre Geschicke in den nen. Troßdem ist der Vertrag die ein Händen friedlich arbeitender Menschen druckvollste Kundgebung, in der die ruhen, statt in den Pranken von„ FriedensDer Igel. Menschheit ihre Entschlossenheit fünstlern".
zum Ausdrud bringt, den Frieden zu
Kündigung, das ist bis 30. Juni 1928, ausgefolgt wurde. Tatsache ist endlich, daß der Vorstand bereits in einer Sigung im Herbst 1927 der Direktion durch Beschluß den Auftrag erteilte, Herrn Jatsch im Falle weiterer Ünzufömmlichkeiten zu entlassen, daß aber der Direttor davon keinen Gebrauch machte, obwohl ihn Jatsch sogar mit Mussolini " beschimpfte. Die Entlassung sprach er erst aus, als ihm Jatsch mit Veröffentlichungen in der Preffe drohte, wenn feine Einreihung in den Kollektivvertrag nicht erfolge.
Der Betriebsversammlung ist fein Fall be fannt, wo durch Servilismus, Denunziation der anderen Kollegen oder durch sozialdemokratische Parteizugehörigkeit" eine Besserstellung zu erreichen gewesen wäre.
bekannt, daß der Direktor die Aufnahme und Im Gegenteil, der Betriebsversammlung ist Borrüdung von Angestellten beim Vorstande nicht unter Rücksichtnahme auf eine beſtimmte Barteizugehörigkeit oder andere Umstände bean tragt, sondern daß ausschließlich die dienstliche auch die bekannte Tatsache, daß in der Anstalt Eignung berücksichtigt wurde. Dafür spricht Angehörige aller Parteischattierungen, also auch Angehörige aller Parteiſchattierungen, also auch Kommunisten, angestellt sind.
Die Betriebsversammlung stellt ausdrücklich fest, daß sie sich mit den Artifeln im Vorwärts" nicht identifiziert und muß sie im Gegenteil als gehässig und den Tatsachen widerstreitend beDie versammelten Angestellten beschließen, sich in eine Zeitungspolemik mit dem„ Arbeiter forrespondenten", bezw. seinem Informator, nicht einzulassen und ihren Dienst im Interesse unbeirrt durch niedrige und gehässige Angriffe zu versehen. Wachsende Arbeitslosigkeit in Rußland .
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Die Zahl der bei den russischen Arbeitsnach weisen registrierten Erwerbslosen hat sich nach amtlichen Angaben in den ersten Monaten des laufenden Jahres wie folgt ent wickelt:
am 1. Jänner am 1. Feber.
am 1. März
1,352.800
1,419.500
1,482.800
•
1,576.400 1,598.700
am 1. April am 1. Mai ( ,, Trud" vom 2. August) Spätere Angaben sind noch nicht veröffent licht worden.
Desterreichs Getreidewirtschaft. Seit mehreren der Ertrag der österreichischen Bodenproduktion ge Jahren ist durch Intensivierung der Landwirtschaft steigert worden. So konnten im Jahre 1927 mehr als die Hälfte des inländischen Weizenfonsums, 84 Prozent des Roggen, 73 Prozent des Gersten- und 85 Prozent des Saferbedarfes im Inlande gedeckt werden. Qualitätsgerste ist nach Deutschland , der Schweiz , der Tschechoslowakei , England und selbs: nach Uebersee exportiert worden.
Devisenturie.
Gelb Ware 1358.87 1359.37 803.50 807.50
468.17% 71.17"
100 Schweizer Frants 1 Pfund Sterling 100 Lire 1 Dollar 100 franzöfifche Franks 100 Dinar 100 Bengös. 100 poinische Sloth 100 Schilling
648.15 651.15
168.35
164.35
175.88
177.28
38.65
83.85
181.52
132.55
59.05%
59.79%
586.62% 587.28:
376.85 872.85
474.72
477.67