Sette 2.
daß vir in seinem Geifte gearbeitet und gekämpft haben, daß in allen Schlachten unsichtbar er an unserer Seite gestritten!
Gedenkfeier für Biktor Adler.
so als ob er noch an ihrer Spitze stünde. Es war| künden können, daß wir seiner Lehren gedacht, Viktor Adlers Partei, die die österreichische Republik geschaffen, es ist Viktor Adlers Partei, die das Rote Wien aufbaut und es ist nicht minder Viktor Adlers Par.ei, die auf dem Boden der Tschechoslowakei unter den gleich schwierigen Verhältnissen wie im alten Oesterreich den alten Kampf für die Befreiung der Arbeiterklasse führt. In schlimmster Zeit, inmitten des Krieges, hat Viktor Adler einmal zu den Vertrauensleu nie und nimmer, ten gesagt, daß man eines dürfe:„ Verzweifeln an der Arbeiterklasse, an ihrer Straft, an ihrem Sieg." Für keine Partei ist es wichtiger, dieses Wortes immer wieder zu geden fen als für uns. Und am Tage des Sieges werden wir zu Viktor Adlers Grab gehen und ver
schärffter Weise die von der Zuckerindustrie dirtierte und unbegründete Preiserhöhung als schwerste Schädigung breitester Volchichten verurteilt" und von den christlichsozialen rlamentariern erwar tet wird, daß sie mit all Mitteln den chebaldigsten und vollen Widerruf der Preiserhöhung herbeiführen und, falls sie das in der gegen wärtigen Roalition nicht erreichen können, daraus die leßten Folgerungen ziehen."
In Gegenwart des Herrn Ministers Mayr
Anläßlich des zehnjährigen Todestages von Viktor Adler findet Dienstag, den 13. November. um halb acht Uhr abends im Hotel Monopol eine Gedenkfeier statt, bei welcher deutsche und tſche Sarting wurde also einstimmig beschlossen, daß chische Sozialdemokraten sprechen werden. In absolut feine Breiserhöhung des Zutfchechischer Sprache werden die Genossen Stiers geduldet werden kann und daß der vin und Dr. Winter, in deut Sprache Genoffe Dr. Franzel des großen Führers der Herr Minister zurüzutreten habe, wenn das nicht geschicht. Und heute haben sie diese Vorlage Arbeiterschaft gedenken. hier liegen! Erst
Die flerifale Demagogie in der Zuderfrage.
am 26. September
Genoffe de Witte über die feltfamen Wandlungen der ,, Deutschen Preffe". diesmal nicht mehr in fettem Drud und
Zur Refundierung der Umsaß- und| Transportsteuer an die Exportindustrie sprach Donnerstag abends im Abgeordnetenhaus in gewohnt temperamentvoller Weise Genosse de Witte.
Er verwies darauf, daß es sich um wirtschaftlichen Proteftionismus schlimmster Art handelt. Dadurch sind namentlich zwei Tatsachen ins hellste Licht gerückt worden: daß die wahren Herren in der Tschechoslowakischen Republik die Großbanken find und
daß fich die Regierungsparteien zwar ständig als Dienstknechte des Großkapitals, als Werkzeuge der Wucherer aller Nationen und Konfeſſionen betätigen, daß fie aber durch eine geradezu beispiellose Demagogie, durch ebenso freche als plumpe Fälschungen des wahren Sachverhaltes
die Bevölkerung dupieren wollen.
Es ist geradezu grotest, wie die Regierungsparteien und voran natürlich die Christlich. fozialen das Bolt, das sie durch ihre Knechtfeligkeit gegenüber dem Zuckerfartell schwer schädigen, auch noch übertölpeln wollen.
Ich will sofort an Hand der„ Deutschen Preffe", des Zentralorgans der deutschen Christlichsozialen, den Wahrheitsbeweis dafür erbringen. Am 29. April d. J.
hat sich das Blatt in einem Artikel„ Neuerliche Suderteuerung" bereits entschieden
dagegen ausgesprochen, daß ein eventueller Exportrüdgang der Zuderindustrie durch eine Er höhung des Inlandspreises für Suder paralysiert werde. Man müsse im Gegenteil alles tun, um den inländischen Zuderfonfum, der seit der letten Preiserhöhung erschreckend zurückgegangen ift, zu heben.
Damit follte die Leserschaft der christlichsozialen Presse in den Glauben versetzt werden, daß ihre Bartet sich einer neuerlichen Verteuerung des But fers widersehen würde. Als aber dann der September fam, wurde die Sache von Tag zu Tag toller.
Am 2. September
brachte die Deutsche Presse" einen Artikel mit der großen Ueberschrift hart bleiben!" Darin wird erflärt,
daß Regierung und Parlamentsmehrheit ihren einmütigen Willen fundgetan hätten, eine Preiserhöhung nicht zuzulassen; diefe Willenstundgebung sei zeitgemäß und gerechtfertig gewesen und die Partei werde sich jederjeit gegen eine weitere Verteuerung Der gebenshaltung der breiten chi d; ten stellen.„ Fürs erste," heißt es dann, ,, muß vor allem der Regierung zugerufen werden: Hart bleiben! Der Zucker darf nicht teurer werden! Die Regierung darf sich auch nicht dem Ver
such eines Oftrois durch eine mäßige Preis. erhöhung beugen, weil eine Erhöhung des Zucker. preises, gemessen an den Produktionskosten, gänz lich ungerechtfertigt wäre. Und unter keinen Umständen geduldet werden könnte," heißt es darin wörtlich.
Am 9. September erschien in Riefenlettern ein Artikel„ Im Ringeltanz der Preisverteuerung". Darin erwarten sie von der Regierung, daß sie die angekündigten Maßnah men, die der Preistreiberei ein Ende setzen soll, mit aller Beschleunigung und Energie durchführe.
Am 12. September
heißt es wieder in großer Aufmachung:„ ein Zurüdweichen vor dem Preiswucher! Gegen ein faules Kompromiß". Darin wird auf die Absicht der Zu Perindustrie verwiesen, nur einen Teil der Preiserhöhung rüdgängig zu machen, und fett gedruckt heißt es dann:
,, Mag auch ein Teil der Regierungserfiärung des Herrn Sramer eine andere Interpretierung ermöglichen, so stehen wir doch nicht an, unumwunden zu erklären, daß die Regierung ein faules Kompromiß zurüdweisen werde. Jedenfalls er. scheint es ausgeschlossen, daß sich die parlamen tarische Vertretung der deutschen christlichsozialen Volkspartei mit einem solchen identifizieren und es decken könnte..."
Bekommen aber die Zuderindustriellen das große Geschenk aus Steuermitteln, dann
muß die deutsche christlichsoziale Voltspartei wohl erwägen, ob sie die Mitverantwortung weiter tragen lann."
Sie hat erwogen, fie bleibt schön drinnen und dokumentiert damit, daß sie im vollen Bewußtsein der Bevölkerung einfmach einen Schmäh erzählt und fie genarrt hat!
Am 14. September wird unter einem zweispaltigen Artikel„ Folgen des
Wuchers"
zu
über eine Parteiversammlung in Aussig berichtet, in der gegen die Preiserhöhung beim Zuder und die dadurch ausgelöste Teuerungswelle scharfer Protest eingelegt wurde. Der Reichsparterleitung, dem parlamentarischen Klub sowie der " Deutschen Presse" wird noch der Dank für die unzwerdeutige Stellungnahme gegen die Urheber der Teuerung gezollt!
Aber wenn sie glauben, daß all das nicht mehr überbieten sei, so haben sie sich getäuscht. Am 25. September
erscheint die Deutsche Presse" abermals mit einem Artikel Schärfte Verurteilung der Zuckerteuerung, für vollständige Widerrufung".
hat die Deutsche Presse" die Notwendigkeit ein. gesehen, allmählich abzubauen, und am 28. ist sic ohne zweifpaltigen Titel- schon daran, ihren Umfall der Bevölkerung gegenüber zu be gründen und zu bemäntein. Aber auch das machen sie so, wie es eben ein Jesuit nicht anders machen kann, indem sie trachten, andere zu beschmutzen und zu verleumden:
Die Schuld haben auf einmal die Sozia. Listen, die die Freiheit der Zuckerwirtschaft aus. drücklich verlangt hätten und auf deren Anregung hin sie lange vor der gegenwärtigen Regierung durchgeführt worden sei.
Zur selben Zeit hat man längst von dem Antrag unseres Klubs auf Einführung der 3wangswirtschaft in der Zuderindustrie gewußt. Man hat gewußt, daß das Gegen. teil von dem richtig ist, was man da hineineine Deckung zu haben, hat man diese infame Vergeschrieben hat. Um nur beim Rückzug nur ngend leumbung von sich gegeben, daß die Sozialisten
schuld find! Und zwei Tage später, am 30. September,
heißt es:
Wir stellen noch einmal fest, daß der Regie. rung gegenwärtig feine Mittel zur Verfügung. stehen, die Preiserhöhung in diesem oder jenem Falle zwangsmäßig zu beeinflussen."
Und dabei hätten die Herrschaften doch nichts anderes zu tun gehabt, als unserem Antrag auf Einfuhrung der Budergwangswirtschaft und der Aufhebung des Zuderzolles zuzustimen, dann wäre der Auslandszuder billiger zu uns hereingekommen und hätte es dem Zuderfartell unmöglich gemacht, feine Preistreiberei im Inland fortzusehen!
Alles, was die Kleritalen zu dieser Frage an geführt haben, und namentlich auch die Ent schlichung des Reichsparteitages der deutschen Christlichsozialen Anfang Ottober, ist bewußte Unwahrheit und Lüge, aufgebaut auf dem ein zigen Grundfaß, man werde sie nicht kontrol lieren und sie nicht zur Verantwortung ziehen können für das, was sie hier an Lügen und Dupierung der Bevölkerung von sich gegeben
baben!
Sonntag, den 11. November 1928.
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Am 12. November 1918 ist die Republik Deutsch Cefterreich gegründet worden, em Tage vorher heute sind es zehn Jahre ift Viktor Adler , einer der größten Männer des Sojiciismus, gestorben. Wenn unsere österreich . Bruderpartei in den Jahren der Verwirrung, die den: Kriegsende folgten, ihre Einheit und Geschlossen heit nicht nur bewahren konnte, sondern macht. voll vorwärts schritt und wenn der Kern der sozialistischen Arbeiterbewegung auch bei uns gefund blieb, so ist das in erster Line das unvers gängliche Erziehungswerk dieses von allen ver. chrten und geliebten großen Führers. Ein vor. bildliches unvergängliches Leben, ein Leben der unausgeschten Arbeit für die Abreiterklasse, war das Leben Viktor Adlers. Als er sich der Bewegung anschloß, war die Partei ein Trümmerhansen, ihm ist das herrliche Werk der Einigung gelungen und nur er fonnte es vollbringen. Von der Staatsmacht niedergeknippelt, in sich zer fallen, war die Arbeiterbewegung kraftlos. Er war cs, der die Streitenden versöhnte und die Grunds lagen schuf, auf denen die Sozialdemo? ratie mäch tig emporwuchs. Es gibt kein Gebiet der sosiali stischen Betätigung, des Vittor Adler nicht unends liches zu verdanken hätte. Er war unser aller gütiger, verständnisvoller Lehrer, er war der Schöpfer unseres Parteiprogramms, der Begrün. der unserer Taktik, die der Arbeiterschaft die Kraft verlich, allen Stürmen zu trohen, er war der Bahnbecher des Sozialismus in schwerster Zeit. Viktor Adler war aber auch im höchsten Sinne des Wortes ein Mensch, ein gütiger, verstehender Mensch voll Liebe zu allen, die da leiden. Mer aufhorchend zu seinen Füßen gesessen, wer des Glid gehabt hat, auch nur eine seiner Reden zu hären, dem find unauslössliche Eindrücke in der Seele haften geblieben. Wiktor Adler mar Sämann des Sorialismus. die Saat, die er in die Herren der Arbeiter gestreut. ist emporgedichen zum mächtigen Baum. Früh, alleu früh ist Mistor Adler uns ertrissen worden. Was er gefchaffen, es soll niemals untergehen, wie er bis zum Atem uge gekämpft. gemirt und gelitten hat r das große Ideal der Befreiung der Menschheit von aller Knechtscheft und Ausbeutung, wir treffen ihm nach unseren Kräften nacheifern. Sein Andenken wird in unser aller Herzen sortleben.
Der folgende Artikel, der noch heute aktuell ist, war in der Nummer 25 der„ Gleichheit" vom 11. Juni 1887 abgedruckt:
Das Ziel der Arbeiterbewegung ist die Emanzipation des Proletariats, die Aufhebung der Lohnarbeit und der durch sie beding en Klassenherrschaft, die Ersetzung des bürgerlichen Egentums durch das Volkse gentum. Das Ziel, dem die ökonomische Entwicklung unter der Führung der Bourgeoisie bewußtlos entgegentaumelt, wird Dabei denunziert dieser Parteitag in einem von den klassenbewuß en Arbei: ern flar und fest eltem auch noch die Regierungsfollegenschaft, die angestrebt. Erreicht wird es in dem Augenblick Agrarier und die Gewerbeparteiler vor allem, daß werden, in welchem die wirtschaftlichen Bedin sie gar nichts gegen den Zuckerwucher versucht hätten, gangen dazu vorhanden sind und in welchem das obwohl ja die wadere christlichsoziale Voffspartei Proletariat von dem Bewußtsein seiner Beſtim seit April in dieser Frage mung und seiner Macht erfüllt und geeinigt dasteht.
auch nichts anderes als Betrug am Bolle versucht hat. Das Ende dieses Faschingsrummels einer christlichsozialen Opposition gegen das Zuder Bartell ist, daß man dem Zuderkapital weit über hundert Millionen Mehrprofit verschaffte und daß wir den Buder um 25 Heller teuerer bezahlen müssen. Infamer hat man noch nie und nirgends ein Volt hinters Licht geführt!
Davin wird von einer Kreisleitungssigung in Karlsbad gesprochen, in der gleichfalls in( Bebhafter Beifall.)
Der Schaß der Sierra Madre der Junge went'e ihm dabei ſeine Fahnen Roſen ſehe."
4 ( Verlag der Büchergilde Gutenberg, Berlin 1928.) Das ganze Los ist nur zehn Pesos." Hundesohn, ich habe keine zehn Pesos." Dobbs wollte einen Schlud Kaffee trinken, aber das Glas war zu heiß, er konnte es nicht anfassen. " Dann nehmen Sie doch nur ein Viertel, das ist zwei Pesos fünfzig." Dobbs batte sehr ichickt das Glas an den Mund gebracht. Aber als er jetzt gerade trinte fen wollte, verbrannte er sich die Lippen, so daß er das Glas rasch wieder hinseßen mußte, weil es ihm durch das lange Halten auch in den Fingern zu heiß geworden war.
Wenn du jest nicht sofort machst, daß du mit deinen gestohlenen Losen zum Teufel gehst, dann gieße ich dir das Wasser ins Gesicht." Dobbs fagte es diesmal wütend. Nicht aus Wut über den geschäfts'üchtigen Jungen als vielmehr aus Wut, daß er sich die Zungenspitze verbrüht hatte. An einer Zunge fonnte er seine Witt nicht auslassen, auch nicht an den Kaffee, den zu vergießen er sich wohl hü'ete. Darunt ließ er seine Wut an dem Jungen aus.
Der Junge machte sich nicht viel daraus. Er war solche Wu'ausbrüche gewöhnt. Auch war er ein guter Staufmann, der seine Leute fanute. Wer hier um diese Zeit Kaffee trinken und zwei Hörnchen dazu essen tonn'e, der war auch im stande, ein Lotterielos zum Besten des Staates Michoacan zu kaufen. Danu nehmen Sie doch nur ein Zehntel, Senjor. Sostet nur einen Peso." Dobbs nahm das Glas mit dem Eiswasser auf und schielte dabei zu dem Jungen bin. Der Junge sah es, ging aber nicht vom Fleck.
wieder hereinzubekommen.
führen, braucht nicht unsere Sorge zu fein Mit Die wirtschaftlichen Bedingungen herbeizu Riesenschritten eil: die alte Gesellschaft der Erfüllung ihrer Geschichte entgegen. Technische Forts schritte, Vervollkommnung der Produktionsmittel, wachsende Ergiebigkeit der Arbeit; dabei Verschär fung der Klassengegensätze, fabelhafte Ansamm lung von Kapitalien in wenigen Sänden, immer steigendes Massenelerd, Geschäftsstockungen, die
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Das Baden war erfrischend, und Dobbs sparte fünfundzwanzig Centavos, die er für das Brausebad im Hotel hätte bezahlen müssen. Aber das Baden hatte auch wieder seine Schattenfeiten. Da waren die Riesen- Taschenkrebse, die zuweilen, die Zehen der Badenden seien gutes im Schlamm saßen. Und diese Strebse dachten Fleisch, das man nicht verachten dürfe. Es zwickte ganz verteufelt, wenn so ein guter, alter, ausgewachsener Krebs ordentlich zupackte und mit der Zehe abrücken wollte.
Dobbs trank einen Schluck von dem Wasser. damit ich dich endlich nicht mehr mit deinen um sich die weite Landschaft von der Höhe aus zu betrachten. Denn die Aussicht war sehens mit Losen vor der Nase herum. Mit einem Eilfertig riß der kleine Kaufmann das wert. Darum hieß die Solonie hier auch Colonia Schwupp hatte ihm Dobbs das Wasser ins Ge- Zwanzigstel von der langen Fahne herunter. Es Buena Vista. sicht geschüttet, und die Lose triesten vom Wasser. var ganz hauchdünnes Papier. So dünn, daß Der Junge war aber nicht wütend darüber. der Druck auf der rückwärtigen Seite eben so Er lachte nur, schüttelte das Wasser aus den start war wie auf der Vorderseite. Das ist eine sehr gute Nummer, Senjor." Losen und strich sich mit dem halben HandWarum spielst du sie denn da nicht selbst?" rücken das Wasser von seinem zerlumpten Hemd herunter. Diesen Wasserguß betrachtete er mehr als einen Ausdruck freundschaftlicher Geschäf: s- Los. Vielen, vielen Dank, Senjor. Beehren Sie Ich habe nicht das Geld dazu. Da ist das anbahnung denn als ein Zeichen unversöhnlicher mich beim nächsten Mal." Feindschaft. In seinem kleinen Kopf hatte sich Dobbs schob sein Los ein, ohne sich die einmal die Meinung festgesetzt, daß derjenige, Nummer anzusehen. Dann ging er baden. Das der ein Glas Milchkaffee trinken und zwei hörn- war ein weiter Weg. Raus, weit hinter dem chen dazu essen könne, auch ein Los kaufen müsse, Cementerio. Dann den Berg hinunter zum Fluß. Der Fluß teilte sich hier in viele Arme. An um durch einen Lotteriegewinn diese Ausgabe Ehe man herankam, mußte man über Stanäle einzelnen Ufern faßen die Strebsfischer. Es war und Pfüßen springen und durch sumpfige Stellen ein mühseliges Geschäft, und es fonnte nur aus Das größte Glas Kaffee geht einmal mit waten. geführt werden von jemand, der unerhört viel Im Wasser tummelten sich schon Dußende Geduld hatte. seinem Inhalt zu Ende. Dobbs drückte den letzDie Krebsfischer waren meist Indianer ten Tropfen heraus, der nur herauszuholen war, von Indianern sowie von Weißen, die auf der ohne das Glas zerbrechen zu müssen. Endlich gleichen gesellschaftlichen Stufe standen wie oder sehr armes Halbblut. Der Köder war war auch die letzte Krume der schönen Hörn- Dobbs und von dem lebten, was andre abfallen altes stink ges Fleisch. Je mehr es stant, desto chen aufgepiät, und Dobbs gab seinen Fünfs ger ließen. Badehosen hatte niemand. Aber es war besser war es. Ein großer Brocken des Fle: sches hin, um zu zahlen. Er bekam zwanzig Centavos auch niemand da, der sich darum bekümmert wurde auf einen Angelhafen gespießt, der an heraus, in einem kleinen Silberstück. Darauf hätte. Es gingen sogar Frauen und Mädchen an einer sehr langen Schnur befestigt war. Dann diesen Badestellen vorüber, die nichts Besonderes wurde der Brocken sehr weit in den Flußarm schien der Junge nur gewar'et zu haben. darin sahen, daß die Männer hier ganz unbe- hinausgeworfen. fleidet badeten, und auch mit keinem Gedanken Hier blieb er eine gute Weile liegen. Seun bedaran dachten, Aergernis oder Anstoß daran zu gann der Fischer die Schnur ganz, ganz langsam nehmen. Freilich, die feinen amerikanischen oder einzuziehen, so langsam, daß man es laum sah. europäischen Frauen hätten es unter ihrer Würde Es dauerte eine Ewigkeit, bis der Haken mit Dobbs wiegte das Silbermünzchen in der gefunden, hier vorbe zugehen. Die standen oben dem Brocken wieder am Ufer war. Dann wurde Hand. Was sollte er damit machen? Sigaretten auf der Höhe, auf den Balkonen und in den die Schnur weiter langsam herausgezogen auf faufen. Er hat'e gerade jetzt nach dem Kaffee Fenstern ihrer Häuser mit guten Prismengläsern das flach aufsteigende schlammige Ufer. Sechs feinen Geschmack auf Zigaretten. Lotterielos war und sahen den Badenden zu. Die Damen, die bis zehnmal. war es vergebens. Der Baken weggeworfen. Immerhin weg ist weg. Und man nicht hier wohnten, sondern auf der andern Seite mußte wieder hinausgeworfen werden, oft mit fonnte ein paar Tage hoffen. Es dauerte ja nicht der Avenida Hidalgo, in der Colonia Guadelupe einem neuen Brocken, weil der alte abgefressen viele Monate, sondern immer nur ein raar Tage, und in den andern Kolonien, die ließen sich von war, dann wieder mit unendlicher Geduld langbis die Ziehung war. Damen die hier wohnten, zum Tee einladen. sam herangeholt werden. „ Na, gib her ein Bos, du Hundesohn. Nur Jede Dame brachte ihr Prismenglas mit, um ( Fortegung folgt.)
,, Kaufer Sie doch ein 3wanzigstel von der Monterreylotierie, Senjor. Kostet nur zwanzig Centavos. Hauptgewinn zwanzigtausend Pesos. Da nehmen Sie das. Das ist eine gute Nummer."