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Auf dem Wege zur Wohnungsfatastrophe.
Die Troftsprüchlein profefforaler Sozialpolitit.
Die Kosten in Gold Dezember 1928: I. Ernährung II. Beheizung, Beleuchtung, Reinigungsmittel
III. Wohnung( in alten Häusern) IV. Kleider, Wäsche, Schuhe
V. Verschiedene Bedürfnisse
. 119.9
123.1
40.7
149.6
103.1
In allen Gruppen außer Wohnung eine Verteuerung, die sogar für Ernährung, Beheizung und Kleidung beträchtlich ist. Wenn nun die Wohnung auch teuerer wird und ebenfalls über die Goldparität ansteigt, so werden die anderen Güter wohl nicht billiger, selbstverständlich auch teuerer. Die Stetgerung der Mieten wird die gesamte Produktion be laften. Es ist ganz falsch, bei der Berechnung der Bertenerung der Waren nur eine durch den höheren Mietzins des Arbeiters notwendig werdende Lohn
Mittwoch, 17. Juli 1929. aus einem Nichts eine ungeheuere Staats- eines solchen Beginnens nach den damit erziel-| Meinung einen Schwächeren vor sich sehen. In völlig gleichem Konsum für das Jahr 1914 mit 100.0 affäre machen darf? ten Erfolgen einsehen könnte. Säbelrajjeln solchem Falle ist das Prestige und die Ehre des berechneten Kosten. Tros niedriger Miete höhere Lebenshaltungskosten bei dem fiktiven gleichen KonWenn uns jemand irgendwelcher Sym- schafft auch nicht eine erlittene Blamage aus Stärkeren ein ausnehmend heifles Ding. sum. Die einzelnen Gruppen, aus denen sich die Soffentlich wird nun endlich mit der gebenshaltungskosten zusammenstellen, haben sich pathien für das Ungarn Hörthys, Bethlens, der Welt. Im übrigen sehen wir an den VorWindischgräßs und Pronays bezichtigt, so ha- gängen der letzten Tage die alte Wahrheit be- Affäre, bei der absolut keinerlei Lorbeeren zu gleich verteuert. ben wir für diese bewußte Schurkerei nur stillstätigt, daß den Regierenden eines bis auf die holen sind. Schluß gemacht! Des diletschweigende Verachtung übrig, aber angesichts 3ähne bewaffneten Staates leicht Rosinen im tantischen Spieles ist gerade genug! Die Beder Vorgänge in den letzten Wochen kann und Stopfe wachsen und sie sich leicht selbst bei ge- völkerung aber wird hoffentlich einiges gelernt darf es nichts geben, das uns abhalten könnte. ringfügigen Anlässen zu schärferem Vorgehen haben, was sie seit dem Kriege vergessen hat auf das Groteske dieses Falles hinzuweisen und veranlaßt fühlen, als sie es sonst zu tun belie- und dauernd ihre Lehren aus den Ereignissen feine rascheste Liquidierung zu for- ben würden. Besonders wenn sie nach ihrer ziehen. dern. Der gegenwärtig im Außenministerium eingekehrte ruhige, flare Kopf" scheint dieser Auffassung auch bereits ein wenig näher gerückt zu sein, wenigstens berichtet das„ Prager Tagblatt" nach den offenkundig von ihm in" hiesigen offiziellen Kreisen" eingeholten Informationen, daß nach der ungarischen Antwortnote der Weg für Verhandlungen freigelegt ist, daß die tschechoslowakische Regierung Entgegenkommen beweisen will und daß vorläufig keine Anrufung eines internationalen Schiedsgerichtes erfolgen wird. Wir glauben das alles aufs Wort, nur möchten wir Aufschluß darüber haben, warum dies den verantwortlichen Faktoren der Regierung nicht schon früher eingefallen ist? Sie hätten sich in solchem Falle vor mancher Blöße bewahrt und die Bevölkerung wäre weiterhin in dem holden Traume verblieben, daß zwischen der altöster- Worten: reichischen Geheimdiplomatie und der heutigen demokratisierten" Diplomatie ein grundlegen der Unterschied sowohl nach dem Grade der Slugheit, wie nach jenem des VerantwortungsJewußtseins bestehe. Wir fürchten, es werde Beute geben, die nach den in den jüngsten Tagen gesammelten Erfahrungen für die von degenerierten Adeligen betreute auswärtige Politif gegenüber manchem, was jetzt geschehen ist, noch ein Plus herausrechnen werden. Den Staat in Konflikte hinein zu bugsieren, das hat schließlich wirklich der Berchthold auch getroffen. Wenn es auch diesmal feinen Krieg geben wird und die österreichische Diplomatie diese ewige Blutschuld auf sich geladen hat, so muß man immerhin zugeben, daß der Anlaß, den diese sich ausgesucht hat, doch ein anderer war. Und wird diesmal kein Blut fließen, dann, so will uns scheinen, hat sie und der Rachechor ihrer getreuen Bresse am allerwenig sten ein Verdienst daran. Es ist übrigens schon genug, daß aus der Verhaftung eines Spions durch einen Nachbarstaat ein zum Schaden unserer Volkswirtschaft ausschlagender Konflikt mit voraussichtlich lang andauernder Verstim
mung werden konnte.
Wenn aber die Ueberwälzung" die leberwäl
I'm„ Prager Tagblatt" befaßt sich. Herr treten, verhält es sich nicht anders. Ebenso wie alle steigerung ins Ralfül zu ziehen. Dazu kommen Profeffor Rauchberg, einer der führen- anderen notwendigen Aufwendungen zur Erhaltung höhere Eisenbahntarise, Esteuererhöhungen( für die den Wohnungsexperten, der ursprünglich für die der Arbeitskraft, wie die Kosten der Nahrung und Wohnungsverteuerung der Beamten), Ansteigen der Erhaltung des Wieterschußes eingetreten ist und Kleidung, müssen auch die Kosten der Wohnung Beiträge an die Versicherungsanstalten, höhere Respäter seinem Abbau lebhaft das Wort geredet ersetzt werden in den Löhnen und Gehältern. Steigen giekosten der Gewerbetreibenden und Kaufleute, da hat, neuerlich mit dem Mieten- und Wohnbau- die Mieten, so müssen in gleichem Maße auch die mit wieder Lohnforderungen wegen der allge. problem. Es scheint, daß dem Herrn Professor Löhne und Gehälter steigen. Vielleicht nicht sofort, meinen teueren Lebenshaltung- also eine Rette Heils- vielleicht nun knapp vor der Verwirklichung seiner Heile vielleicht als Enderfolg eines fürzeren oder längeren von Erhöhungen der Erzeugungskosten. Wird unsere Exportindustrie diese Steigerung vertragen? Der pläne nicht recht zuversichtlich zumute ist, denn er leberwälzungstampfes; aber unfehlbar." schließt seinen Artikel mit den bezeichnenden Welch freundliches Weltbild durch die Fenster Arbeiterschaft wird bei jeder Hellerforderung die der Gelehrtenstube! Also unfehlbar!" Da ha- Bartheit und Empfindlichkeit des Exportgeschäftes, „ An dem Tage, wo die Mietzinse freier ben wohl die Arbeiter bisher immer, manchmal nach der Zwang zu billigster Erzeugung vorgehalten- Vereinbarung überlassen werden( oder doch bald fürzerem oder längerem Geplänkel, aber unfehl die Versicherungsbeiträge, die nicht anders als„ Labar, die Aufwendungen zur Erhaltung der Arsten" bezeichnet werden, erdrüden angeblich die In darnach) wird man freilich auch die Kündigung freigeben müssen. Die Kündigung vorher über beitskraft wie die Kosten der Nahrung, Kleidung dustrie- den Forderungen der Hausherren gegen. freigeben müssen. Die Kündigung vorher über und Wohnung im Lohne empfangen? Warum nur über gibt es diese Sorgen nicht? Wissen die Ver das bisherige Maß hinaus zu erleichtern, liegt bann so viele Kinder arbeitender Eltern hungern, antwortlichen überhaupt, in welchem Maße sich die lein wirtschafts- oder wohnungspolitischer Grund die Mehrzahl der Bevölkerung nur Lumpen trägt Produktion durch die Angleichung der Hausherrenvor. So lange nicht die Bauförderung, parallel und in Löchern haust? Haben sie denn schon das, rente verteuern wird? Man kann bei vorsichtiger mit dem Abbau des Mieterschutzes, ein genügen was man Wohnung" nennen dürfte? Heute oder Schäßung behaupten, daß die Verdoppelung der des Wohnungsangebot geschaffen hat, bedeutet vor dem Kriege und vor dem Mieterschutz. Ja es Altmieten einen Mehraufwand von mindestens drei unverschuldete Kündigung für die meisten soll auch vorkommen, daß den Arbeitern, wenn sie Milliarden erfordern würde. Das wäre nur dann Mieter eine wirtschaftliche Sata die Erhaltungskosten ihrer Arbeitskraft überwälzen für die Exportindustrie ohne Gefahr, wenn die dem strophe. Die staatliche Gesetzgebung wollen, die Stillegung des Betriebes angedroht wird Hausbesit zuströmenden Kapitalien so verwendet jollte die Gefahr solcher Ratastro und es soll auch zeitweise stillstehende Betriebe geben. würden, daß die Steigerung der Produktivität die phen nicht vergrößern." Dann wird ihnen zur Erklärung gesagt, daß diefe Mehrkelastung des Lohnkontos wettmacht. Welche Die Katastrophe kommt so oder so, und Herr Betriebe durch hohe Löhne und Soziallasten"( so Anhaltspuntte hat man für diese Hoffnung? nennt die Unternehmerliteratur die notwendigen Da selbstverständlich auch im allergünstigsten Profeffor Rauchberg war in den letzten zwei Jah- Aufwendungen en eifrig bemüht der Gesetzgebung die Hand- Aufwendungen für die Wiederherstellung gestörter Falle die Verteuerung des Wohnens vorerst durch Arbeitskraft und Aufwendungen für die Lebens- Einschränkungen im Konsum anderer Güter kombaben für ihre fatastrophale Politik zu liefern. wie unhaltbar seine beiden Hauptthesen von der fristung in der Zeit nach Zerstörung oder Er- pensiert werden müßte- die dem Hausbesitz zu leberwälzbarkeit der Mieten" und worden sind und nicht erzeugen können. Also un- wenn man viele andere Kanäle verschließt- so schöpfung der Arbeitskraft) fonkurrenunfähig ge- fließenden Ströme fönnten eben nur anschwellen, von der Anregung des privaten Wohn- fehlbar" ist diese Ueberwälzung nicht! Ja selbst der gäbe es schwere Erschütterungen des Inlands baues durch höhere Mieten sind, hat der Aus- Staat, der doch wahrscheinlich im lleberwälzen nur marktes. Bor allem bedroht dürfte die Textilindusiger Stadtphysikus und bekannte Fachmann im selbstgeſtedte Grenzen findet, ersetzt schon jetzt nicht strie, Bekleidungsgewerbe und Handel sein. Der Wohnungswesen Genoffe Dr. Gruschka in die Aufwendungen für die Erhaltung der Arbeits. Lohnempfänger würde also in erster Linie nicht beim einem Aufsatz im Juni- und im Juliheft der fraft, auch nicht für diejenigen, die noch billig Bohnempfang, sondern beim Tribüne" nachgewiesen. Wir drucken aus dem wohnen. Prof. Rauchberg findet das selbst, in eben brauch überwälzen. Er würde andere Auszweiten Teil des Aufsatzes von Gruschka bie jenem Leitartikel mit der Theorie von der gesicherten gaben einschränken, er würde aber auch die Wol;- Polemit gegen Rauchberg ab: Harmonic zwischen Lohn und Lebenshaltungskosten. nungsfosten zu drücken trachten durch gedrängtes Wenn nun wirklich die weitere Entwid,, Die Steigerung der Wohnkosten weit über die Einige Zeilen unter dem unfehlbar" stellt er fest: Wohnen, durch Aufnahme von Aftermietern und lung der Affäre unter die Kontrolle flarer, Goldparität hinaus würde die Lohnempfänger Der größte aller Arbeitgeber, der Staat, muß da- durch Kleinhaltung der Familie. ruhiçer Röpfe gekommen ist, dann werden diese schwer schädigen. Dieser Verteuerung der Lebens- bei vorangehen. Es ist selbstverständlich, daß die am flügſten tun, wenn sie ohne Rücksicht auf haltung schauen die Wohnungsreformer der höheren öffentlichen Beamten, deren Bezüge ohnedies weit zung auf den Lohnzahler sein soll, dann müßten den Fetisch Prestige" aus der Sachgasse her- Hausherrenrente mit ungetrübtem Optimismus hinter dem standesgemäßen Existenzminimum zurück- doch Voraussetzungen für eine geordnete Durchfühaus zu gelangen trachten. Daß die Tschechoslo- entgegen. Prof. Rauchberg schreibt in Prager bleiben, feine weitere Belastung vertragen." Ihre rung bestehen. Haben wir eine Schlichtungsstelle für wakei Soldaten, Kanonen und Flugzeuge hat, Tagblatt" vom 13. Feber 1929:... Ich gehe dabei Bezüge bleiben hinter dem standesgemäßen Existenz- Lohnkämpfe? Soll es also ganz wild hergehen? Sind das dürfte den Ungarn nicht unbekannt sein, sie aus von der Tatsache, daß auf die Dauer alle ge- minimum zurüd? Wann dürfen wir also das un- die Gewerkschaften, flantiert von Fascismus und find wahrscheinlich über deren Zahl sogar besser sellschaftlich notwendigen Produktionskosten im fehlbare Erreichen des Existenzminimums erwarten? Kommunismus, start genug, um einer Serie von Aber weil wir nicht Sozialpolitik treiben fönnen leberwälzungstämpfen entgegengehen zu können? informiert, als es selbst unsere Wolfsvertreter Preise der Güter ersetzt werden müssen. Sinsichtlich find, man fönnte bei uns also schon darauf ver- der Werkstätten und der Geschäftslokale ist das ohne unter der Devise:„ Es kann dir nix g'schehn!", so und darf ein Sozialpolitiker diese Umstände ungeweiteres llar. Der Unternehmer schlägt die Rosten sollen die Aussichten der Ueberwälzung geprüft prüft lassen? zichten, die Presse mit dem Säbel, den doch im ihrer Miete oder die Verzinsung des darin inve- werden. Es bleibt aber noch dies zu erwägen: Die VerErnitfalle feiner der Säbelraßler umschnallen stierten Stapitals zur Regie, die er im Preise seiner Die Lebenshaltungskosten einer fünfföpfigen schlechterung der Lebenshaltung der Arbeiter durch urd es sich lieber" richten" wird, rasseln zu las- Waren hereinbringt. Mit dem Preise der mensch Arbeiterfamilie in alten Säusern in Prag betragen gedrängteres Wohnen u. Einschränkungen auf ande sen. Um so eher, als man die Aussichtslosigkeit lichen Arbeit, mag er als Lohn oder als Gehalt auf- Ende, Dezember in Gold 106.0 gegüber den bei ren Gebieten des Verbrauchs sind eine schwere Beentscheidet; es war das Urteil des Kabylenscheichs,] Pimentó und Batiste schritten vor das Sofa, ,, Büge! Dreimal verfluchte Lüge!" unterbrach der am Eingang seines Zeltes Recht spricht. und neugierig schoben und drängelten sich die er den Ankläger. Den aufgerufenen Parteien nahm der Ge- Bauern aus ihrer Nachbarschaft näher an die Den Gerichtshof empörte die unehrbietige richtsbiener Stöde und Gerten ab nach seiner Schranken, um nichts von diesem interessanten Art, in der dieser Angeklagte protestierte. Man Meinung unvereinbar mit dem Respekt vor dem Fall zu verlieren. bermahnte ihn und drohte eine Geldstrafe an, Tribunal und stieß die zögernden Bauern vor- Batiste schaute blaß vor Entrüstung bald auf wenn er nicht den Mund halten würde. Aber wärts, bis sie vor dem ehrwürdigen Sofa stan- die spöttischen Gesichter hinter der Schrante, bald was wollten Ordnungsstrafen bedeuten gegen den Ein tiefes Schweigen verbreitete sich unter den. wobei er denen, die ihm zu langsam den auf seinen Feind Pimento, der sich wichtigtuerisch aufgespeicherten Zorn dieses friedlichenden Mendieser Menschenmenge, eine religiöse Andacht, als Kopf entblößten, mit raschen Griff das Kopftuch vor dem Gerichte spreizte. schen? wohnte sie einem Gottesdienste bei. Das Ras- herunterriß. Eine rauhe Behandlung! Schlimm genug, wenn das Tribunal LügDiesem Großsprecher, der bei allen Wahlen feln der Wagen, das Getöse der Straßenbahnen, konnte man mit diesen Dickköpfen anders umge- agitierte und sich in der ganzen Gegend aufspielte, ner und Lumpen wie diesen Pimentó anstellt," der ganze Lärm des modernen Lebens brauste hen? Die verwickeltsten Angelegenheiten wurden war es gelungen, zum Alandador feines Abschnitwar es gelungen, zum Atandador seines Abschnit- brüllt Batiste von neuem los. vorbei, ohne diese ehrwürdige Institution irgend Die sieben Gräben schäumten vor Entrüwie zu berühren, die ruhig wie jemand, der sich von den Richtern mit bewunderungswürdiger Ge- tes ernannt zu werden, wodurch sein Ansehen Cuatre sous de multa!") in seinem eigenen Hause befindet, unempfänglich wandtheit gelöst. Grabemvächter und die Atan- erst recht befestigt wurde. Man schmeichelte ihm ſtung. gegen die durch die fortschreitende Zeit hervorge- dadores", denen die Verteilung des Wassers ob- und lud ihn an den Tagen der jeweiligen Bewäs Jeßt erst tam Batiste das Verständnis für ferung ein. brachten Aenderungen und unfähig der gering- lag, machten die Anzeige, worauf die Beschuldig seine Lage. Er schwieg voller Bestürzung, wäh Parle voste," jagte der älteste Graben, rend aus dem Publikum das ironische Lachen sten Reform, ihren Pflichten nachfam. ten ihre Verteidigung vorbrachten. Alte Leute Die Bauern der Huerta waren nicht wenig liegen ihre Söhne, die sich mit mehr Energie aus- mit dem Fuß auf Pimentó weifend, denn die seiner Feinde erklang. Unbeweglich hörte er stolz auf ihren Gerichtshof. War das nicht wirk zudrüden verstanden, reden; Witten erschienen uralte Sitte verlangt, daß das Tribunal anstatt die weiteren Worte Pimentós an. lich Justiz? Sofort nach Anhören der Par- in Begleitung von einem Freund des Verstor- der Hand den weißen Hanfschuh gebrauchte, um ,, Nunmehr sprecht Ihr," befahl der Aelteste. teien Fällung des Urteils, ohne Schriftstücke, durch benen. Doch in den Bliden der Richter lag wenig Sym die ehrliche Menschen nur umgarnt werden. Ohne ihren Sitz zu verlassen, steckten die ,, Dieser Mann hier," begann Pimentó, in pathie für diesen Unuhestifter, der die FeierlichDas Fehlen von Stempelpapier und Schrei Richter die Köpfe zusammen, und nach einem valencianischem Dialekt, scheint zu glauben, daß keit der Verhandlungen so stürmisch gestört hatte. ber behagte diesen Leuten, die, zum größten Teil Augenblick des Tuschelns verkündete der Aelteste die Wasserverteilung eine scherzhafte Sache ist, Die Worte des zornbebenden Batiste überdes Schreibens unkundig, vor dieser Kunst eine ernst und feierlich das Urteil, bei dem die Strafe die er nach seinem Gefallen regeln kann. Jd stürzten sich. Erst allmählich wurde er ruhiger und gewisse Schen hatten. Hier gab es weder Ak- in„ Libras“ und„ Sueldos") festgesetzt wurde, hatte als Atandador unseres Grabenabschnittes tonnte zusammenhängend sprechen. tuare noch Federn, weder bange Tage in Erwar- als ob mittlerweile fein anderes Geld aufgekom- zwei Uhr morgens für die Bewässerung seines Pimento ist mein ausgemachter Feind und tung des Urteils noch schreckenerregende Polizisten men wäre, als ob jeden Augenblick der majeſtä- Weizens bestimmt. Aber da sich der Sennor hat mich böswillig betrogen. Ich erinnere mich hier galt nur das mündliche Wort. tische Justica ") in roter Toga mit seiner Es- wahrscheinlich zu dieser Stunde nicht erheben ganz bestimmt, daß er mir fünf Uhr morgens Den Richtern haftete jede Aussage im Ge- forte von Bogenschüßen der Feder auf der Plaza wollte, ließ er seine Reihe vorbeigehen und zog anfagte. Wenn er jetzt givei Uhr angibt, tut dächtnis, und ihr Spruch erging mit der Autori erscheinen könnte. um fünf ühr die Schleuse, ohne Erlaubnis, er das mit der niederträchtiggen Absicht, den tät einer Behörde, die weiß, daß ihre Entschei- Mittag war längst vorüber, bei den sie erstes Vergehen wollte den Nachbarn, die dann Weizen, an dem das Leben meiner Familie hängt, dung ausgeführt werden muß. Wer sich unge- ben Gräben zeigten sich Spuren der Erschöpfung an der Reihe waren, das Rieselwaffer ableiten vertrocknen zu lassen, Gilt hier das Wort eines bührlich gegen das Tribunal benahm, erhielt eine ne-- als der Gerichtsdiener den Namen Batiste zum Nutzen seiner eigenen Felder zweites Ver ehrlichen Menschen?" Ich habe die lautere Strafe. Wer sich gegen das Urteil auflehnte, dem Borrull aufrief, angeklagt wegen Uebertretung der gehen und machte den Versuch, sich meinen Wahrheit gefagt, aber Zeugen kann ich nicht wurde für immer das Wasser zur Berieselung ent- Bewässerungsvorschriften. Befehlen mit Gewalt zu widersetzen brittes bringen. Doch die Herren Richter sind alle zogen, und dem Unglücklichen blieb nichts weiter und letztes Vergehen." chrenwerte Männer und werden diesen Schuft, übrig, als vor Hunger zu sterben. Dem dreifach Beschuldigten stieg das Blut diesen Pimentó, nicht glauben..."
Die Huerta.
Roman von Blasco Ibañez. S'obri el tribunal."
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Mit diesen herkömmlichen Worten eröffnete der Aelteste die Sitzung.
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Aber
1) Libra eine altspanische Goldmünze; Sueldo eine frühere Rechenmünze
2) Beinamen des höchsten Gerichtsbeamten im
Es war die einfache, patriarchalische Justiz des guten Königs aus den Sagen, der am Tor seines Palastes über die Klagen seiner Untertanen alten Königreich Aragonien
das Wort zu erteilen.
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in den Kopf.
1) Sprecht!"
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1) Vier Sueldos Strafe." ( Forthegung folgt.)