Mittwoch, 20. November 1929.
Bandervelde in Polen tonfisziert. Warschau , 19. November. Die amtliche pol nijche Telegraphenagentur meldet: Das soziali fische Blatt Robotnit" wurde heute wegen cines Artikels Entil Vanderveldes beschlag
Das nobelite Blatt der Republit.
Die Methoden des ,, Ventov".
Seite 3.
Sozialdemokraten der Tschechoslowakei würden nun wohl etwas eingeschüchtert sein. Der„ Venfov" irrt sich, wenn er glaubt, daß sich die Sozialdemokratie von ihm ins Bodshorn jagen nahmt. Der Artikel enthielt Sätze, die eine in- zur Zeit eine begrüßenswerte Action gegen die den Sieger zu spielen, das unternimmt der Sozialdemokratie auch unter schwierigen Ver Die tschechische Oeffentlichkeit unternimmt laffen. Das wagen sie nicht. Auf dem Papier wahlen beweist uns, daß die Stellung der läßt. Der Erfolg der reichsdeutschen Kommunal direkte Einmischung des Vollzugsausschuffes der Boulevard und Revolverpresse. Die journali Ventov" aber tagtäglich in der unverschämte hältniffen nicht zu erschüttern ist und der Mißsozialistischen Internationale in die inneren An- ftifchen Bräuche im Hause Stribrnys hätten sich sten Weise! gelegenheiten Polens enthielt der Artikel offenbar wegen schlechter Richtung entivideln könntett, wenn nicht die bedeuteten. Außerdem aber nie so üppig in der nunmehr bekämpften wo bleiben die gesamtdeutschen Wahlergebnisse? immerhin halb soviel Stimmen hat, wie die erfolg in Berlin wo die Sozialdemokratie Uebersetzung ins Polnische unzulässige Ausdrüde große politische Preise zum Teil jedes über Persönlichkeiten, die eine führende Stellung seriöse właz und jedes polemische Niveau ver- der Sozialdemokratie in zahlreichen Kommunen Staate- würde nichts daran ändern, daß bei Die Gemeindewahlen in Deutschand haben tschechische Agrarpartei bei uns im ganzen in einem fremden Staate innehaben, missen ließe. Es ist schon eine sonderbare und in fast allen Provinziallandtagen einen star uns der Bürgerblock geschlagen und die Sozialk sozialiſtiſchen Studenten eine offizielle Mißbilli- blatt zu dem einzigen Zwed herausgebent, fich bracht. Sie stellen angesichts der vorangegange lebung, daß gewisse Brager Blätter ein Abend fen Zuwachs an Stimmen und Mandaten ge- sten im Vormarsch find! gung der Ansschreitungen( die mittlerweile er hier ausleben" zu fönnen. Das gilt z. B. für nen Heve der Hugenbergparteien und ihrer mäch daß im Blatte der größten Partei, der, wie sie Ist es nun nicht ein unhaltbarer Zustand, ist. D. Red) und Garantien gegen eine Wiederholung solcher Vorfälle. Insbesondere blatt vortäuschen, seriös und fulturbewußt zu Agitation, die in Deutschland immer noch mit Blatte des Ministerpräsidenten so gearbeitet und wurde der akademische Senat ersucht, im Falle sein, dem Temperantent ihrer Mitarbeiter aber Wäillionen Rubeln arbeitet, einen schönen Erfolg so polemisiert wird! Nur eine Partei, die jeder neuer Ausschreitungen eventuell auch die öffentlichen Sicherheitsorgane zur Weise die Zügel schießen laffen. Solange die Schwierigkeiten, vor denen fie in der Reichsregie- das politische Organ tun und faffen kann, was in den Abendblättern in gemeingefährlicher der Sozialdemokratic dar, die sich trotz aller verantwortlichen Führung entbehrt und in der wahrung, beziehungsweise wiederherstellung der große politische Brefie es nicht verfchmäht, rung feit mehr als Jahresfrist steht, auf ihrem den Herren Redakteuren so zwischen Suvve und Freiheit des akademischen Lehrbetriebes heran- Nebenorgane für die Gaffe herauszugeben, in Besiystand von 1928 hält. Das verschweigt der Braten einfällt, kann diefen Zustand dulden, der leber Wunsch des Rettors werden die sozia- denen sie sich auf die gröbsten Instinkte der Benkov". Er fischt das Berliner Resultat her für das Niveau der politischen Preise und für die Ueber Wunsch des Rettors werden die ſozia listischen Studenten ihre Forderungen schriftlich Peripheric einstellt, wird man sich vergebens aus und schreibt zwei Artikel über Berlin , wo politische Geistigkeit in diesem Lande ein so an den akademischen Senat formulieren. um die Hebung des Niveaus der öffentlichen bei er noch die kühne Vermutung ausspricht, die übles Symptom darstellt! Meinung bemühen, die an scharfe Soft gewöhnt, dann zu den Ereignissen aus Střibrnys Stüche mit Heißhunger greift.
zuziehen.
für die Förderung der Theaterkunst
Brünn , 19. November.( Eigenbericht.) Heute Auch das Blatt der größten politischen fam es auch in Brünn vor der deutschen Partei des Staates, der agrarische Ventob", technischen Hochschule zu Studentenkraivallen. gibt ein Abendblatt heraus, in dem all das Un Die seit Wochen an ausländischen und in den terschlupf findet, was man morgens der In der Debatte zum Kapitel Eunst und Gegenteil, durch das rascher wechselnde Reper lebten Tagen auch in der Prager Hochschule Deffentlichkeit doch nicht als die Meinung der Wissenschaft sprach in der gestrigen Sigung toire noch gesteigert. Die Kürze der Spielzeit praktizierten Rowdymethoden der Akademiker" Agrarpartei servieren will. Die reinliche Schei der böhmischen Landesvertretung Genossin in der Provinz von 6, 8 oder im günstigsten Fall haben auch hier das Blut der Herren vom dung zwischen den Tageszeiten ist aber, zudem ja Deutsch , welche n. a. ausführte: 10 Monaten bedingt eine große Unsicherheit Couleur in Wallung gebracht. Am Montag diefelben Herren meist beide Blätter bedienen, Die stiefmütterliche Behandlung der deutschen der Existen, der Schauspieler. Aus der abends zog ein kleiner Trupp von Studenten auf nicht immer möglich und so färbt der Stii wissenschaftlichen Anstalten, Vereine und Ver- Summe von zwei Millionen, die für das Stapitel Bei diesem Aufzug wurde ,, Akademische Freiheit " des Abendblattes auch auf das Tag bände, die Benachteiligung der deutschen Kunst Kunst im Budget 1930 höher dotiert erscheinen, ist und„ Numerus clausus " als Feldgeschrei erwählt. blatt a b. Beim Benkov" muß man das institute, vor allem der deutschen Theater besteht ein Betrag von 350.000 kronen für die Theater Heute vormittags nun fam es im alten Gebäude seit Wochen in steigendem Maße feststellen. noch immer. Die Summe, die zur Unterstübung in der Provinz bestimmt. Bei einer Verteilung der deutschen Technit zu großen Ansamm Schon im Wahlkampf tat sich das Blatt der der deutschen Theater ins Budget eingestellt nach dem nationalen Schlüssel entfällt auf die Iungen, worauf der Rektor die Ausweisung tschechischen Agrarier durch eine riide wurde, genügt durchaus nicht, um auch deutschen Provinztheater 117.000 Stronen. Dieje der zusammengerotteten Gruppen anordnete. Da Schreibweise und durch struppellose Wahl nur einigermaßen der Notlage der Theater abzus Summe, auf zwölf deutsche Provinzbühnen vers fich die Ansammlungen auch in den Anlagen vor der Technik wiederholten, schritt die inzwischen seiner Argumente unrühmlich hervor. helfen. Gerade wir als Partei, welche die wirt teilt, fann zur Sebung der Not dieser Institute schaftlichen und kulturellen Ansprüche der arbei nicht ausreichen. Wir beantragen daher herbeigeeilte Polizei ein und vertrieb die Tumul- Man konnte das auf das Konto der Wahl- tenden Menschen zu vertreten hat, feßen uns eine Subvention von 500.000 kronen aus Lanfanten. Um 12 Uhr wurde darauf die Technit ſtimmung setzen und dem Eifer der Agitation zu desmitteln zur Behebung der dringenden Notlage gesperrt und um 2 Uhr nachmittags, als die gutchalten, die ja vor die große Aufgabe ge- immer ein. Es ist eine bekannte Tatsache, daß feßwerdung der Verwaltungsreform unserer deutschen Provinztheater, welche seit GeZore wieder geöffnet wurden, mußten sich die stellt war, den Bürgerblock zu retten. Das ge eine allmähliche Verdrängung des Theaters durch große Verluste erleiden, seitdem in den Voran cinlaßbegehrenden Studenten nach einer in- lang mun freilich nicht und die Erbitterung das Kino fich bemerkbar macht. Dieser Zustand schlägen der Gemeinden die Bar subventio zwischen vom Rektorat getroffenen Verfügung über die Niederlage des Systems, tritt uns als Allgemeinerscheinung einer Theaternen für das Theater gestrichen werden. legitimieren. Sturze Zeit darauf war bereits auf die trotz des fleinen Fortschrittes der tschechischen frise entgegen. den Toren der Technik ein Anschlag des Rektors Agrarpartei selbst unverkennbar ist, hat die HerDie Streichung der Gemeindesubventionen angebracht, der den Ausweiszwang ber- ren im Benkov" vollends hemmungslos ge- bekommt vont Staate insgesamt eine Subvention Das Neue deutsche Theater in Prag durch die Landesbehörden wirkt sich auf dem macht. Seit Wochen führt dieses Blatt eine von ca. 1.500.000 K. Außerdem soll das Neue Der Ausfall der Gemeindesubventionen bedingt Rüden der Schauspieler aus. In den Mittagsstunden zogen die zu Laus- Polemik gegen die Sozialdemo bubenstreichen aufgelegten Studenten deutsche Theater in Prag 200.000 kronen aus Deutschen Haus. Unter der Anführung der Organ ohne jede politische Verantwortung ge get für verschiedene Zwecke der Wissenschaft, Bühnenangestellten, da die Theater ihren Persojum fratie, daß man sich oft einemt fascistischen der Summe von 2.000.000, die ins heurige Bud eine Stürzung der Spielzeit, geringere Gagen, erhöhte Arbeitsleistung und Arbeitslosigkeit der Urgermanen" wurden auf der Kaffee Terraffe genüber glaubt. Statt sich mit dem Wahlergebnis Stunft, Stultur und Volfsbildung mehr eingestellt nalstand einschränken müssen. Wir stellen daher bes Deutschen Hauses von einigen eigens für abzufinden und die politischen Folgerungen aus wurden, erhalten. Das deutsche Theater in Prag den Antrag, aus den Voranschlägen der lofalen diesen Zwed mitgezogenen tschechischen Fascisten dem Geschehenen zu ziehen, bemüht sich das ist iet Not. In der Saison 1927/28 betrug das Selbstverwaltungstörper die Subventionen für tschechische Lieder gesungen. Die Polizei, die Blatt des Ministerpräsidenten seit drei Wochen. Defisit 768.000 Stronen. In der abgelaufenen die Theater nicht zu streichen. schon am Vormittag auch berittene Trupps den wahren Inhalt der Wahlentscheidung durch bereitgestellt hatte, trieb auch hier die Strawall- allerhand findische Mäßchen zu entſtellen und Saison, in welcher das Theater gan; außerge wöhnliche Sparmaßnahmen vorgelehrt macher auseinander. Nachmittags zogen Gruppen durch Rechenkunſtſtücke ſeinen Lesern ein falsches hatte, gelang es, das Defizit herabzudrücken. Na- Teuerung hat viele Künſtler in Verpflichtungen von tschechischen Studenten durch die Stadt. Bild vor Augen zu führen. Das Rettorat der deutschen Technik hat eine In seiner Ausgabe vom Dienstag stürzt fich fürlich zeigt sich das Fazit dieser Sparmaßnahmen des Neuen deutschen Theaters in Prag sind davon Kundmachung anschlagen lassen, in der zur Auf- das in einer Herrn schen Leistung. rechterhaltung der Ruhe und Ordnung verfügt bekannt ist, daß es nicht die Meinung seiner wird, daß große Ansammlungen in der Aula und Partei, sondern nur einer Fraktion in dieser spieler ist nicht nur auf Prag be- telu. Meine Partei unterstützt das Ansu Die Notlage des Theaters und der Schau- Landespräsidenten gewendet mit dem Ersuchen um cine Notaushilfe aus Landesmits in den Gängen der Hochschule, sowie das Zu- Partei zum Ausdruck bringt, auf die Berli fchränkt. Bei unseren jammenstehen und gehen in großen Gruppen in ner Wahlergebnisse, um daraus die gechen auf das Wärmste. Ich appelliere von dieser wagtesten Schlüsse zu ziehen. In der„ Wiege der deutschen Provinzbühnen diesen Räumen unbedingt zu unterlassen ist. Stelle aus an die Landesverwaltung und ersuche, Sozialdemokratie"( die, nebenbei bemerkt, gar ist es womöglich noch schlimmer, besonders was den Optimismus der Künstler nicht zu enttäu nicht in Berlin , sondern am Rhein und in die wirtschaftliche Lage der Schauspieler anbefchen. Die Allgemeinheit hat diesem Optimismus Sachsen stand) habe diese eine vernichtende bangt. Die Leistungen der Bühnenkunst in der Künstler so viel zu verdanken, möge sie ihm Niederlage erlitten, die Stadt der Arbeit habe der Provin; sind um nichts geringer, in auch hier Rechnung fragen. Sozialdemokratie feit 50 Jahren arbeite, fie fei gegen die Sozialdemokratie entschieden. Wo dic nicht imstande, sich zu behaupten usw.
lautbarte.
Böhmische Landesvertretung.
Kulturelle Debatte.
st
Die Rechenkunststüde des„ Venkov".
Sozialpolitische Forderungen der Deu.schen Lehrerinnen.
Der furchtbare Winter 1928/29 mit seiner und Schulden gestürzt. Auch die Mitglieder
sein, die den Angestellten rasche und ausgiebige Hilfe gewährt. Bei den jetzigen Bestimmungen find die Zahlungen für den Heilfond eine große Belastung der Festbesoldeten ohne entsprechende Gegenleistung. Der Zentralverein der deutschen Lehrerinnen
Das Regime Mahr- Harting.
In der Aussprache über das stapitel, un ſt und Wissenschaft" erhob eine Reihe von Rednern der verschiedenen Parteten fulturelle Forderungen, welche das Land Böhmen zu er füllen berufen ist. Genossin Deutsch , welche für Der Hauptausschuß des Zentralver unseren Slub sprach, beschäftigte sich insbesondere Die Sozialdemokratie sei im sozialistischen eines der deutschen Lehrerinnen in Böhmen hat mit der Notlage der deutschen Theater und Lager selbst zu einer Minderheit geworden. in seiner am 10. November 1929 in Brüg abder Theaterangestellten. Ihre Rede Womit beweist der Benkov". daß 650.000 gehaltenen Sigung folgende Entschließung gefaßt: in Böhmen fordert daher cheste Aufhebringen wir an anderer Stelle. Stimmen weniger sind als 560.000? Er zählt 1. Das Gehaltsgesetz Nr. 103 und 104/1926 bung der unsozialen Verfügungen Von einigen Rednern von tschechischer Seite Stommunisten und Nationalsozialisten, entsprach schon bei seinem Entstehen nicht den und verlangt die Einrichtung einer eige wurde das Problem des tulturellen Verhält- also Sitlerianer, zusammen, erhält so einen so- Teuerungsverhältnissen. Seitdem hat die Teue- nen deutschen Abteilung des Heil nisses zwischen Deutschen und Tsche- zialistischen Block" von 697.000 Stimmen, gegen rung in wichtigen Bedarfsartikeln noch zugefondes. chen angeschnitten und die Meinung ausgefpro- den die Sozialdemokratie mit 650.000 in der nommen, die alten Mietzinse werden fortgesetzt chen, daß beide Nationen in gemeinsamer Arbeit Minderzahl bleibt. Und dieses Blatt foll ernst erhöht, die neuen sind für Festbesoldete überihre kulturellen Bedürfnisse befriedigen müßten. genommen werden?! haupt unerschwinglich. Das Právo Lidu" bringt einen Bericht, der Auf diese Reden entgegnete Genosse Dr. Strauß, Ein weiteres Kunststüd: Bisher habe der Darum fordert der Hauptausschuß des Zen auf das System Mayr- Hartings helles Licht wirft. der über das Verhältnis der beiden Nationen sozialdemokratische Blod" in Berlin tralvereines der deutschen Lehrerinnen in Böh- Es handelt sich dabei um den ehemaligen Ver= sprach. Genosse Dr. Strauß nahm auch den An- 43 Brozent der Mandate besetzt, jest jeien es nur men, daß Regierung und Voltsvertretung durch walter von Stonopist, Emil Kučera, einen An laß wahr, um den Standpunkt unserer Partei zu 35 Prozent. Was ist nun der sozialdemokratische chejte Novellierung der Geseße Nr. 103 und hänger der Agrarparte: und Verwaltungsrat der den Ereignissen an den deutschen Block? Der„ Venkov" zählt Sozialdemokraten 104/1926 die Gehälter, den jetzigen Verhält- Mährischen Agrarbant. Dieser Kučera wird Sochschulen kundzugeben. und bürgerliche Demokraten zusammen und er nissen entsprechend, regeln. wegen Betruges und Ehrenbeleidigung des rechnet ihren gemeinsamen Verlust, der größer Für die Ruheständler fordert er: ehemaligen Finanzministers Novák verfolgt. Mährisch- chiefi che Landesvertretuna. ist als der sozialdemokratische und nennt diesen a) die automatische Regelung der Ruhege- Kučera hat Manipulationen mit Kriegsanleihe Brünn, 19 November.( Eigenbericht.) Heute Block dann fälschlich einen sozialdemokratischen! nüsse bei diefer und jeder folgenden Gehalts- vollführt, wobei er etwa 734.000 Kč verdiente. wurden die Verhandlungen in der mährisch schleji Daß er ähnlich auch mit den inländischen regelung; Als die Sache heraustam, gab Stučera an, er schen Finanzfommission wieder aufgenommen. Die Wahlergebnissen umgeht, zeigt ein Artikel in derb) die Gleichstellung der Pensionsbezüge hätte dies Aftion gemeinsam mit dem Finanzin der Vorwoche nicht abgeschlossenen Beratungen felben Folge, der sich gegen das„ Pravo der Ruheständler aller Zeitabschnitte; minister Novák durchgeführt. über das Kapitel„ Landwirtschaft" wurden Lidu" wendet. Der Genofie F. V. Strejči hatte c) die Aufhebung der Freizügigkeitsbeschrän- Gegen Kučera wurde nun die Anzeige er beendet, Schule und Stultur wurden beraten und auf die Bedeutung der Sozialdemokratie wurden beraten und auf die Bedeutung der Sozialdemokratie im fung, wenigstens innerhalb der Nachfolgestaaten ſtattet, aber die Gerichtsverhandlung darüber die von der zuständigen Kommission vorgeschlagenen träffefpiel der tschechischen Nation hingewie- der Desterreichisch Ungarischen Monarchie bei wird fortwährend verschoben. Es verlautet jetzt Erhebungen zum großen Teil angenommen. Vor fent. Der„ Venkov" erechnet nun, daß die Sozia- unverkürzter Auszahlung der Ruhegenüsse. fogar, daß das Verfahren gegen Kučera auf Geallem wurde auch die vom Landesausschuß beantragte listen eine kleine Weinderheit seien, da 120 bür2. Der e3ntralverein der deutschen Lehre heiß des Justizministers Mayr- Harting völlig Erhöhung der Subventionen für die Theater um gerliche und mindeſtens 15 communistische Ab- rinnen in Böhmen hat mit Befremden zur eingestellt worden ist und Kučera 50.000 K eine halbe Willion beschlossen. Weiters wurde die geornete tschechoslowakischer Zugehörigkeit gegen Stenntnis genommen, daß vom Vorstande des Strafe gezahlt hat. Subvention für Aufteilung um 50.000 K erhöht. Ge- 71 Sozialisten stünden. Hier werden zur Ab Seilfondes einschneidende Sparma ß- Es muß nun die Frage aufgeworfen wernosse Pipal forderte bei der Verteilung der vom wechilung die sommunisten also zur nahmen bei gleichzeitiger Herabsetzung der den: Woher nimmt der Justizminister das Recht Lande gewährten Subvention an die Theater die Stärkung des Bürgerblods herange- Leistungen des Heilfonds verfügt wurden. her, in ein schwebendes Gerichtsverfahren- ausEinschaltung des nationalen Schlüsseis. vaen. Nun stärfen sie ja ohne Zweifel den Das bedeutet eine arge Belastung der Fest- gerechnet gegen einen des Betruges Beschuldigten Weiers protestierte er gegen den Vorgang, der bei Bürgerblock, aber eine Regierung kann er mit besoldeten, die ohnehin wirtschaftlich schwer zu einzugreifen. Ein ehemaliger Finanz der Beratung über die Berlängerung des Brünner ihnen ebensowenig bilden. wie die Sozialisten fämpfen haben. Es war schon nach den früheren minister wird schwer beschuldigt ſtädtischen Theaters eingeschlagen wurde. Er ver- mit ihnen regieren können. Wir haben ja die Bestimmungen schwer, Hilfe beim Heilfonde oder und der Justizminister schlägt das langte, daß diesen Beratungen auch deutsche Ver- Bürgerlichen wiederholt aufgefordert, mit ihrem eine hinreichende Unterstüßung bei notwendigen erfahren nieder. Ueber die dunkle Ge Beratungen der angeblich so starken Block vor das Parlament zu Suren zu erhalten. Wie soll es jetzt erst werden? schichte wird wohl noch im Parlament gesprochen Finanzkommission werden ununterbrochen fortgesetzt. treten und es auf die Wachtprobe ankommen zu Der Heilsond soll eine soziale Einrichtung werden.