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Dienstag, 17. Feber 1981.

Nr. 41.

zum Sittenrichter auf, obwohl kein Augias- 1 mus. Auch der deutsche Fascist ver- jauch die deutsche Fascistenpest ausgetilgt wird, I und nicht 6% Prozent, wie die Internatio stall so versaut sein kann wie der publizistische gießt heuchlerische Tränen über den da auch der deutsche Fascismus den Weg aus nale" fühn behauptet. Bereich, in dem er König ist! Er wird zum Verfall" einer Einrichtung, die dem Parlament ins Kriminal spaziert und Wenn die Internationale" ferner anführt, Schüßer der nationalen Ehre" und all des- er doch grundsäßlich verneint, in der er doch das Volk aus einem Alptraum erwacht. Dann daß dieses Gesetz eine Arbeitslosenunterstützung fen, wofür es im Deutschen das unübersetz- nur die Quatschbude" sieht und die freilich erst wird hier und wo immer der Parlamen- nicht für die ganze Dauer der Arbeitslosigkeit bare Wort, Belange" gibt; aber seine Presse- niemals so tief erniedrigt ist wie dann, wenn tarismus wirklich lebensfähig sein. Daß in vorsteht( warum schaffen die Kommunisten so Erzeugnisse beflecken den Ruf der tschechischen die deutschen und tschechischen Gesinnungsge- Berlin und in Prag die Aktion begonnen hat, etwas nicht in Rußland , wo sie allein die Macht Publizistit, seine journalistischen Handlanger noffen des Herrn M. K. in ihr das Wort füh- durch die sich Parlament und fascistisches Losenunterstüßung nach sech 3 Monaten er­ausüben?), sondern der Anspruch auf Arbeits­verhunzen die tschechische Sprache. Er nimmt ren, das sie gemeinhin an Abortwände zu Kasperltheater scheiden, soll ans ein gutes lischt", jo ist auch das in dieser Form nicht sich, um eine Partei zu haben, des bankrotten schreiben lieben. Der Tag wird kommen, da Vorzeichen sein! richtig. Der Paragraph 99 des erwähnten Ge­Gajda- Fascismus an, pulvert ihn mit Hilfe sebes beschränkt den Bezug der Unterstützung zwar auf 26 Wochen, enthält aber die Möglich­teit, die Unterstützungsdauer auf 39 Wochen zu verlängern.

der Boulevardblätter und der Fußballklubs

sich

auf, bolt fic, neben einem emeritierten Gene: Der kommunistische Berrat an den Arbeitslosen bleibt bestehen.

Ein mißglückter Ablengnungsversuch der Internationale.

Zunächst ist es gar nicht wahr, daß die im Betriebe stehenden Arbeiter ,, den größten Teil der Kosten..." selbst zu tragen haben.

ralstabschef, der mehr Affären als Dienstjahre hat, einen verworrenen und rachgierigen Pri­batmann als Assistenz heran, nennt seine Gründung ,, Liga gegen die gebundenen Listen", In der Nummer unseres Blattes vom! Aus welchen ,, dunklen Quellen" der kom­obwohl ihm das Wahlsystem stagelgrün 10. Feber haben wir aufgezeigt, welchen Verrat munistische Herr die zitierten Weisheiten geschöpft aufliegt. Es gibt kein nationalistisches und die Kommunisten an den Arbeitslosen begangen hat, ist uns unbekannt. Er irrt sich aber, wenn patriotisches Schlagwort, das nicht durch ihn haben und noch begehen. Wir haben vor allem er glaubt, daß das reichsdeutsche Gesetz über die patriotisches Schlagwort, das nicht durch ihn die Tatsache angeführt, daß die kommunistischen Arbeitslosenversicherung bei uns nicht bekannt ist. entwertet wäre, es gibt feine allgemeine Abgeordneten in Deutschland bei der Einführung Sache, die er nicht durch sein verlogenes Pa- des Gesetzes über die Arbeitslosenversicherung thos zu einer schlechten und verächtlichen geschlossen gegen dieses Gesetz gestimmt haben, machte. Das war und ist der tschechische während die Kommunisten hierzulande die allge­Fascist, der tschechische Fascismus in meine Arbeitslosenversicherung( pardon, Arbeits­reinster Gestalt. Das Parlament wird ihm zur losenunterstüßung!) fordern. Wir haben wört­Komödienbühne, zum Forum seiner höchst pris lich gesagt: vaten Querelen, zur Plattform lächerlichster Hanswurstiaden. Es wäre höchft an der Zeit, daß ihm das Handwerk gelegt, daß endlich alles zur Sprache gebracht würde, was gegen diesen Mann vorliegt. Seinen Sturz, seine Ab­wanderung aus dem Parlament, in das er nicht gehört, wird von niemandem beklagt werden, außer von seinen deutschnationalen Bewunderern, die aus purer Dummheit und Schadenfreude dem Außenminister diesen Geg­ner gegönnt haben, nicht verstehend, daß nichts so sehr geeignet ist, mit Beneš trotz aller Gegnerschaft zu versöhnen, als die Feindschaft, durch die ihn Jiri Stříbrny ehrt!

Der Fascistenhäuptling weiß, daß sich die Gewitterwolfen um sein Haupt zusammenzie hen seinen Schildträger Geidl wird man demnächst schon vor Gericht begrüßen können!

und er sucht durch gesteigerten Radau seine Gegner zu schrecken. Seine Blätter, von an ständigen Menschen längst nicht mehr beachtet oder nur als Wizblätter gelesen, verkünden:

Der Höhepunkt der Degradation des tschechoslowakischen Parlamentaris­

mus

- das soll nämlich der Angriff des Dr. Stransky gegen den Gigolo unseres fascistischen Parketts sein. Nein, es wird den Beginn einer besseren und würdigeren Aera des tschechoslo­wafischen Parlamentarismus darstellen, wenn sich das Parlament geschlossen gegen die Kol­legenschaft eines fascistischen Komödianten

wehren wird.

Am gleichen Tage, da Stříbrny die De­gradation des Parlamentarismus beklagte, widmete auch Herr M. A.- sozusagen Ge­sinnungsgnosse des Fíři mit andersnationa­lem Vorzeichen, deutscher Fascist und Anwär­ter auf die publizistische Führung deutscher Boulevardblätter, denen vorläufig nichts als die Boulevards fehlen in einem liberalen Blatt, dem er um Gotteslohn und aus reinem Idealismus dient, das Wort zu einer Pole­mig gegen den Verfall des Parlamentaris­

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zu verhindern."

In Wirklichkeit bekommt der Arbeitslose in Deutschland die Arbeitslosenunterstügung durch volle 52 Wochen ausgezahlt, und zwar 26 Wochen eigentliche Arbeitslosen­unterstützung und 26 Wochen Krisenunterstüt ung. Die Krisenunterstübung war genau so hoch, wie die Arbeitslosenunterstützung, sie ivurde aber von der Regierung Brüning durch die Verordnung vom 11. Oktober 1930 in den höhe­ren Klassen verschlechtert. Daß der Arbeitslose in Deutschland trotzdem durch ein volles Jahr hindurch seine gesetzliche Unterstützung auch wei­terhin bekommt, das verschweigt aber die Inter­damit es ihr leichter gelingen foll, das arbeiter­nationale". Sie rebet nur von sechs Monaten, freundliche" Verhalten der reichsdeutschen Kom­munisten zu beschönigen.

Die im Reichsanzeiger" vom 1. Oktober 1930 enthaltene Verordnung der Regierung " In Deutschland wurden im Jahre 1929 weit anstalt für Arbeitslosenvermittlung und Arbeits­" In Deutschland wurden im Jahre 1929 weit Brüning bestimmt, daß der Beitrag zur Reichs über 1.5 Milliarden Mart für die Arbeitslosen losenversicherung bis auf weiteres für das Reichs­ausgegeben. Es war hauptsächlich das Verdienst gebiet einheitlich 6% Prozent des maßgebenden der Sozialdemokraten, daß das Arbeitslosenver Arbeitsentgeltes( Lohnes) beträgt; wovon Un­sicherungsgesetz eingeführt und daß die Arbeits- ternehmer und Arbeiter je Aber auch mit der Behauptung, daß die So­je die zialdemokraten das reichsdeutsche Arbeitslosen­lofen, ohne jeden Unterschieb ihrer Parteizugehörig älfte, also 3% Prozent, zu tragen haben. versicherungsgeset, in den Himmel beben", feit eine entsprechende Unterstützung erhielten. Die Internationale" behauptet also, daß der hat die Internationale" Pech. Die Sozialdemo Wäre es nach den Kommunisten gegangen, Arbeiter ben größten Teil der Kosten"( das traten heben dieses Gesetz nicht in den Himmel, Bekäme fein Arbeitsloser in Deutsch wären vielleicht 4 oder 5 Prozent) zu tragen hat, sondern sagen, daß dieses Gejez für die Arbeits­land auch nur einen Pfennig, denn sie während in Wirklichkeit der Arbeiter nicht mehr losen ungemein wertvoll ist, daß es aber nicht in haben alles getan, um die Arbeitslosenversicherung als der Unternehmer, das ist 3% Prozent, zu allen seinen Teilen befriedigt. Das hat das tragen hat. Dann behauptet die Internationale" reichsdeutsche Zentralorgan der Gewerkschaften ger als 6% Prozent ihres Bohnes ordnete Aufhäuser im Reichstag betont, Die wieder, daß den deutschen Arbeitern nicht weni- festgestellt und auch der sozialdemokratische Abge­abgezogen werden". Damit diese Behaup- Sozialdemokraten heben das Gesetz nicht in den wurde sie in Fettdrud als separate Zeile ge- dammen es in die Hölle. tung der Internationale" leichter erkennbar ist, Himmel, aber die kommunisten ver= bracht. Wir haben bereits angeführt, daß der Arbeiter nicht 6%, sondern nur 3% Prozent von seinem Lohne zur Arbeitslosenversicherung beiträgt. Die Internationale" läßt also den Arbeitern den ganzen Beitrag, auch den der Un­ternehmer, allein bezahlen. Wenn solche Un­wahrheiten, wie die soeben angeführten, schon von einem Nachbarstaat angeführt werden, so fann man fich lebhaft vorstellen, was die fom­munistische Prefse sonst, besonders von Rußland , ihren Lesern auftischen mag.

baltens der Stommunisten in Deutschland gegen Diese Anprangerung des verräterischen Ver­über den Arbeitslosen ist nun den Redakteuren Glieder gefahren. In der Ausgabe ihres Kom­der kommunistischen Internationale" start in die munistenblattes vom 12. Feber unternehmen sie deshalb den Versuch, unsere Feststellungen, die ihnen sicherlich sehr unangenehm find, abzu­schwächen, den kommunistischen Verrat an den Arbeitslosen zu leugnen, ja diesen Berrat nach echter Kommunistenmoral sogar den sozial fascistischen Führern" in die Schuhe zu schieben.

Damit nun die Arbeiter wieder einmal an einem drastischen Beispiel sehen können,

mit welchen Mitteln und Methoden die Kommunisten ihren Kampf gegen die Sozialdemokratie führen,

Der kommunistischen Internationale" fommt wollen wir im folgenden auf den Artikel der es aber auf eine unwahrheit mehr oder weniger Internationale" etivas näher eingehen. Es sei gar nicht an. So behauptet das genannte Blatt zunächst festgehalten, daß die Internationale" in dem erwähnten Artikel unter anderem auch, bie Ablehnung des Gesezes über die Arbeitslosen. daß auf Grund des Arbeitslosenversicherungs­versicherung durch die gesamte fommunistische gejebes fommunistische gejeges den Arbeitern 6% Prozent ihres Reichstagsfraktion zugeben muß. Das Blatt Bohnes abgezogen werden". Das ist wiederum teilt jogar mit, warum die fommunistischen Ab nicht richtig. Denn nicht auf Grund des Gesetzes geordneten gegen dieses Gesetz gestimmt haben, über die Arbeitslosenbersicherung( vom 16. Juli 1927), sondern auf Grund einer Verordnung nämlich:

Deshalb, weil auf Grund dieses Gesezes die in Betriebe stehenden Arbeiter den größten Teil der Kosten für die Arbeitslosenunterstügung selbst zu tragen haben und weil außerdem dieses Gesetz eine Arbeitslosenunterstützung nicht für die ganze Zeit der Arbeitslosigkeit vorsieht, sondern der Anspruch auf Arbeitslosenunterstüßung nach sechs Monaten erlischt. Auf Grund dieses famosen Ge­sepes, das die Sozialdemokraten so in den Him­mel heben, werden den deutschen Arbeitern nicht weniger als 6% Prozent ihres Lohnes abgezogen."

Die Sozialdemokraten können stolz darauf sein, daß es unter ihrem Drud in Deutschland gelungen ist, ein modernes Arbeitslosenversiche= rungsgesetz zu schaffen, das den Arbeitslosen durch ein volles Jahr hindurch eine entspre= chende Unterftükung gewährleistet.

Damit der Berrat der Kommunisten an den Arbeitslosen noch deutlicher wird, wollen wir im folgenden auch die wichtigsten Unterstüßungs­sätze des reichsdeutschen Gesetzes kurz anführen. Ein verheirateter Arbeiter mit zwei Kindern bekommt in Deutschland :

Bei einem früheren Wochenverdienst von

Unterstügung

21 Mark... 13.02.( 104.16) 14.85( 118.80,)

27

"

33

"

39

"

45

" 1

"

"

18.15( 145.20

"

"

20.48( 163.84

" 1

11

22.50( 180.-,

Wir haben hier die mittleren( von den beste=

der Regierung Brüning vom 1. Oktober 1930 henden XI) Lohntlassen herausgegriffen, wei! fie werden erst die Prozent( nach der Lohn wohl am meisten in Betracht kommen. Dieie grundlage je zur Hälfte von Unternehmer und unterstügungen reichen freilich auch in Deutsch­Arbeitern) Versicherungsbeitrag vom Lohn ge- land nicht aus, um ein menschenwürdiges Leben zahlt. Nach dem Gesetz betrugen die Beiträge führen zu können, sie waren aber das höchfte, zuerst nur 3 Prozent vom Lohn.

Nach jenem Geseß also, an dem die So-*) Zur Krisenunterstüßung zahlen die Arbeiter zialdemokratie erfolgreich mitgearbeitet und feine Beiträge. Die Mittel hiezu werden zu drei biele Verbesserungen durchgesezt Vierteln vom Staat( jährlich 400 Millionen Mark hat, betrug der Beitrag zur Arbeitslosenver- 3.2 Milliarden), und zu einem Viertel von sicherung für den Arbeiter nur Prozent den Gemeinden aufgebracht.

einen immer wieder. Wenn ihr in euren Fil- fleinen Zwirnladen in Brünn . Wieso recht?"| billige Reklame! Jeder wird den Film sehen halb so erfinderisch wäret wie in euren Der Film ist reaktionär und schlecht dazu. wollen, um den man sich erbittert stritt, jeder

Die goldene Galeereaften, würden die Filme nicht so langweilig Sie haben noch nie so geschludert, Wandermann, wird sich selbst überzeugen wollen, ob der Film

Bon gris ofenfeld.

Copyrigh: 1030 by C. Boubsche Beringsbuchhandlung, Berlin .

,, Sie finden das komisch", schrie Ulfar ,,, das

-

Ein Roman aus ber Filmindustrie. fein. Aber zur Sache. Sie geben damit doch wie diesmal. Ich muß es Ihnen mal offen politisch und ob er gegenrevolutionär war. Po­zu, daß der Film nicht von mir ist. Da müssen sagen." lizei schützte die Vorstellungen, die Rechts­Wandermann sprang auf. Das ist uner- verbände sandten ihre Mitglieder in großen Sie auch damit einverstanden sein, daß ich mei­nen Namen zurüdziehe. hört! Hören Sie, Herr Mandelberg! So etwas Trupps, die Linksparteien boykottierten ihn, von muß ich mir in Ihrem Büro von Ihrem Ange allen Seiten gab es erregte Artikel, Debatten stellten sagen lassen. Da schindet man fich wurden geführt, das Problem der Zenfur wieder wochenlang.. aufgerollt. Mandelberg las das alles mit Be­Mandelberg fiel ein. Auch der Dramaturg hagen . Er nahm ausnahmsweise sogar soziali­winkte Wandermann beruhigend zu. Ueber die stische Blätter in die Hand. Mochten die einen fünstlerischen Qualitäten des Films wollen wir dafür, die anderen dagegen schreiben, beide lei­uns nicht weiter verbreiten. Aber ein Geschäft teten nur neue Ströme guten, echten, funkeln­den Geldes in seine Kasse! ist er, das ist sicher, ein Geschäft!"

paßt" zu Ihnen, Herr Direktor. Ich lehne es aber ab, mit Ihnen weiterhin über Dinge zu sprechen, die über Ihren Horizont gehen. Ich verlange, daß mein Name aus dem Film ent­fernt wird."

Sie haben einen Vertrag unterschrieben, in dem Sie der Firma Aenderungen, die notwendig erscheinen, gestatten."

"

Mandelberg wurde ungemütlich. ,, Sie überschätzen die Zugkraft Ihres Namens, junger Mann. Ich will teinen Prozeß mit Ihnen füh ren, deshalb gebe ich nach. An Ihrem Namen liegt mir nichts."

Direktor."

for?"

Sie werden ihn nicht mehr oft hören, Herr ,, Das tut mir leid. Sie sind begabt, Sie könnten es in der Filmindustrie zu etwas brin Da traf den Dramaturgen ein leuchtender Nach der Premiere erzählte Ulfar dem Das ist eine Formel, das müssen wir ja gen, wenn Sie nur Ihre Halsstarrigkeit auf Blid Mandelbergs. und auch Wandermann war Hilfsregisseur Stiefmüller von seiner Unter­versöhnt. Mandelberg hielt dem Dramaturgen redung mit Mandelberg. Stiefmüller knabberte leider immer unterschreiben. Verdrehung ins geben wollten." Gegenteil ist aber keine notwendige Aenderung. ,, Halsstarrigkeit ist wohl Ihr Privataus- die Zigarrentiste hin, seine beste Sorte, und so- an seiner Zigarette, schob das Bierglas auf dem Sie haben doch einen ganz anderen Film ge- drud für Charakter und Gesinnung, Herr Direk gar ein brennendes Zündholz. Dies war die Tisch hin und her und sagte, ohne Ulfar anzu­höchste Gnade, so er zu vergeben hatte. dreht." sehen: Sie werden schon wieder politisch", sagte Ulfar hielt ein, trat zu Mandelberg, sah Ich habe die Filmdichter immer für natbe ihm gerade ins Gesicht: Nun sagen Sie mir Mandelberg, weil er sonst nichts einzuwenden Eldrid feierte im Entfesselten Volt" einen Leute gehalten. Aber so ein naiver wie Sie ist Glauben Sie aber ehrlich, warum haben Sie eigentlich meinen wußte. Also Ihr Name bleibt fort; womit großen Erfolg, der Film selbst aber gefiel nicht. mir noch nicht untergekommen. Nur die reaktionären Blätter lobten ihn; die die Geschichte mit dem zugkräftigen Titel wirk Entwurf getauft, da Sie doch einen anderen kann ich Ihnen sonst noch dienen?" Autor ein anderes Drehbuch schreiben ließen?" Mir lönnen Sie nicht mehr dienen, den alten Generale und Professoren, die dort das lich? Den hätte Mandelberg doch ohne Wimper­Mandelberg lachte wieder, ergriff einen anderen wollen Sie nicht dienen. Sie dienen Amt des Rezensenten versahen, lobten ihn als auden gestohlen, wenn es ihm nur darum ge­Knopf an Ulfars Weste, drehte ihn hin und her mir sich. Doch keinen neuen Streit. Eldrids einen schönen Film, der einmal statt der seichten gangen wäre. Na, ich werde Ihnen einmal ver­-das dürfte Amüsiergeschichten ein Stüd Leben in wirklich raten, warum For Entwurf umgestülpt wurde. und sagte langsam: Ahnen Sie das nicht, jun halber komme ich zur Premiere ger Mann? Weil der Titel qut war. Entfes meine letzte Berührung mit der Mandelberg- teitstreuer Beleuchtung bringt". Die gemäßig Mandelberg hatte mit italienischen und engli feltes Volt", das macht sich auf den Plakaten sehr A.-G. sein." ten bürgerlichen Zeitungen setten schon Zweifel schen Firmen Verträge geschlossen und Borschuß schön. Und weil die Hauptrolle der Alexa so Schade!" Mandelberg hielt ihm die Hand darein, daß die russische Revolution tatsächlich so erhalten. Der Film mußte gedreht werden, er hin. Ulfar nahm sie nicht, grüßte Wandermann abgerollt sei, und die Linksblätter lehnten den war gebunden. Aber er hatte noch nicht genug gut log." furz und ging. Film aufs schärfste ab. Das Publikum der Pre- Geld. Der Film loftete vierhunderttausend Als er das Zimmer verlassen hatte, kam der miere bestand diesmal nur aus streng gesichteten Mart. Er hatte nur hundertfünfzig. Fünfzig Dramaturg herein, der an der Tür gehorcht Vertrauensleuten, aus jenen Unentwegten, die gaben die Engländer, fünfzig die Italiener, da­hatte. Die Hände in die Hosentaschen vergraben, mit der Firma durch dick und dünn gingen. Be für mußte der dide Tenor mitspielen. Da wandte leicht gebückt, ging er im Zimmer umther, dann der zweiten Aufführung aber, die zahlendes Bu- er sich an ein paar Bekannte. An einen Groß­blikum im Saale jah. gab es schon Krawalle. industriellen in Essen, der ihm achtzigtaufend iagte er zu Mandelberg: Er hat ja recht." Einige Arbeiter pfiffen, der Film mußte unter borstredie. und an einen Rittergutsbesizer, der brochen, Polizei herbeigeholt werden. Mandel den Rest des Geldes durch eine Hypothef auf ( Fortsetzung folgt.) berg rieb sich die Hände. Das war fabelhafte, fein Gut verschaffte

,, Der Titel", wiederholte Ulfar für sich. Ich habe schon berühmte Theaterstücke an­getauft. fetzte Mandelberg fort, und nur den Zitel verwendet. Ein guter Titel ist ein halber Erfolg. Ihr Titel zieht, in Berlin und in der Provinz. Das war mir die paar tausend Mark wert."

"

Nun nahm Ulfar einen Westenknopf Man- Wieso recht", fragte Mandelberg mit einem belbergs zwischen die Finger. Ihr verblüfft fleinen Rüdfall in feine vorfilmische Zeit in dem