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Der Komiter unter den
Instrumenten.
Wer jemals, sei es in Schottland selbst, oder auch in London , die Mujit der Dudelsackpfeifer gehört hat, wird sie im Ohr behalten, als eines der belustigendsten Geräusche, die einem je begegnet
Freitag, 28. August 1931.
Das fühne Unternehmen des Bolarforishers Subert Wilkins und Jules Vernes toirb Wahrheit.
Wilkins fährt zurzeit nach dem Nordpol . Die spär- mutung ist durch andere Beobachter, z. B. durch Das U- Boot ,, Nautilus" des Amerikaners Hubert englischen Meile int Durchmesser gebe. Diese Verlichen Funkmeldungen, die von Bord des Schiffes Nansen, auch bestätigt worden. eintreffen, lassen erkennen, daß bei der abenteuerlichen Reise ziemlich beträchtliche Schwierigkeiten zu überwinden sind. Aber das U- Boot, dessen erste Startversuche vor etwa einem halben Jahr unter einem so ungünstigen Stern standen und das bei seiner Ozeanüberquerung von Amerika nach Jrland so peinlich Schiffbruch erlitt, scheint sich nun, wo es hart auf hart geht, doch recht gut zu bewähren. Zum Teil gleitet das Schiff unter dem Poleis dahin, teils aber auch im Schneesturm auf offenem Wasser. Heck und Steuerruder mußten manchen schweren Treibeisstoß abhalten und oft ist das Boot gezwungen, seinen Kurs rückwärts zu nehmen, um gefahrbringende Eisschollen zu umsteuern.
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Rt. 200.
Sport- Spiel- Körperpflege
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gegen Arbeiteriport. Die Reaktion in Ungarn beobachtete die sich steigernde Aktivität der ungarischen ArbeitersportDie Technik des Wagnisses. ler mit immer größerer Unruhe. Das von dem Anschütz forderte auf Grund dieser Beobach- Präsidenten der Sozialistischen Arbeitersport intertungen eine Maximaltauchzeit von 15 Stunden bei nationale( SASJ.) Dr. Julius Deutsch, Wien , vereiner Unterwassergeschwindigkeit von 2 Sekunden- faßte Buch Sport und Politit" ist vor meter, die von den heutigen U- Booten mühe- furzem durch den ungarischen Arbeitersportbund los erreicht werden. Die von Anschütz berech- in ungarischer Sprache Sprache herausgegeben neten Lichtzuführungsmöglichkeiten sind allerdings worden. Daraufhin erhielt der Bund vom Landesdurch die neueste Technik weit überholt worden. Die art für Leibesübungen eine zuschrift, in der es größte geforderte, aber praktisch im allgemeinen nicht heißt, daß das Erscheinen dieser Broschüre vom notwendige Tauchtiefe von 40 Metern ergab sich aus nationalen Gesichtspunkte nicht erBeobachtungen verschiedener Polarforscher über die wünscht ist. In der Zuschrift wird weiter darauf Tiefe des Polareises; Eisberge kommen im Polar- aufmerksam gemacht, daß der Bund die becken nicht vor. Die Navigationsschwierigkeiten Folgen spüren wird. wollte Anschütz mit Hilfe seines Kreiselkompasses lösen, doch wir wissen heute, daß dieser Kompaz seine Richtfraft bei Annäherung an den astronomi ichen Bol immer mehr verliert. Andererseits aber sind die navigationstechnischen Aufgaben durchaus zu lösen, wozu nicht zuletzt die Funkpeilung als Hilfsmittel der Ortsbestimmung beiträgt.
Schon vor dreißig Jahren... In den Tagen dieser abenteuerlichen Wilfins Expedition sei an die interessante Tatsache erinnert, daß die Idee der Unterseefahrt zum Nordpol bereits vor etwa 30 Jahren aufgetaucht ist und im Jänner 1902 von Dr. Anschütz- Kämpfe, dem Erfinder des Kreiselkompasses, zum erstenmal in der„ Geographischen Gesellschaft" in Wien vorgetragen wurde. Wie Zweieinhalb Tage unter dem Eis. der Forscher selbst erzählte, hat man ihm damals Wilkins selbst äußerte sich vor einiger Zeit über allerdings geraten, sich eine bequemere und billigere die Praxis seiner Fahrt:„ Ich will über den Bol Art des Selbstmordes auszusuchen, als gerade den nach Alaska . Das ist eine Strede von etwa 3000 ausgefallenen Plan einer Untereisfahrt zum Nord Kilometern, und ich denke, daß sie in 50 Tagen zu pol. Aber Anschütz- Kämpfe hat trobem den Nachrückgelegt werden kann. Sobald wir finden, daß nd. Es ist aber doch auch ein typisches Volks- weis zu erbringen versucht, daß die Erreichung des das Eis unsere Fahrt unmöglich macht, tauchen wir instrument, das mit der ganzen trockenen Art der Nordpols mit einem U- Boot oder richtiger mit einem einfach unter. Ich schätze die durchschnittliche Dicke bas mit der auch eine her unter. Briten zusammengehört, so wie das Quetsch- Untereisfahrzeug durchaus möglich sei. Klavier " mit dem Schiffer.
Die sauertöpfischen Mienen der schottischen Dudelfackpfeifer stehen im grotesken Gegensatz zu den beluftigenden Quetschtönen der Instrumente.
10 bis 11 Stundenkilometer.
Wahrscheinlich gehörte zu der Fortbildung des Für die Wahl der Jahreszeit für eine UnterDudelsacks zum Saxophon hin, das mit seinen feebooterpedition im Polarmeer ist der verhältnisflagend menschlichen Lauten in ihrer betonten mäßig geringe Aktionsradius für die UnterwasserSentimentalität kaum anders als komisch auf fahrt maßgebend. Denn unter Wasser fährt das genommen werden kann, daß die moderne Tanzkunst moderne U- Boot mit elektrischem Antrieb, gespeist ihre bestimmten Anleihen bei den Primitiven aus Akkumulatoren. Seine Geschwindigkeit beträgt machte. Die Gründe hierzu brauchen nicht weiter etwa im Durchschnitt 2 bis 3 Sekundenmeter, d. H. untersucht werden, jedenfalls ist die Zusammen- 10 bis 11 Kilometer in der Stunde. Zur Frischluftdrängung der Menschen zu hundert auf den aufnahme und zum Einschalten des DieselmotorenQuadratmeter, wie es in New York der Fall ist, aggregates müssen in bestimmten Zeitabständen bei keine Grundlage für den Raum erfordernden Rund- einer Untereisfahrt immer wieder Rinnen und gröBere offene Wasserflächen, Waken, angetroffen werden. Anschütz konnte sich nun bei der Entwicklung seines Planes schon auf die Behauptung des Polarforschers Peyer stützen, der erklärte, er glaube nicht, daß es im Sommer ein Eisfeld von mehr als einer
tang.
Man muß freilich zwei ganz verschiedene Wirfungen dieser seltsamen Instrumente des angel sächsischen Volkstums berücksichtigen. Auf den musi falisch Gebildeten, ja überhaupt auf den Anspruchsvolleren wirken sie zweifellos in jedem Ausdruc eher belustigend, allenfalls wo sie rührend werden. grotest. In der angelsächsischen Volksseele weden fie aber tatsächlich eine echte Sentimentalität.
Auch in der wirklichen Kunstmusik hatte man das Saxophon bereits zu verwenden versucht. Ueberraschend, aber eigentlich auch nicht überraschend für uns ist da die Tatsache, daß sich das neue Instrument in der wirklich fünstlerischen Operette ausgezeichnet verwenden läßt.
Wie sonderbar, daß wir also eines der luftig fien Instrumente dem sauertöpfischsten Volk der Erde verdanken, den Schotten. Nur der Gegensay, den wir dabei empfinden, vermochte dem Dudelsac eine Weltbedeutung zu geben. Töne, die selbst der übermütigste Faun mit seiner Flöte nicht über raschender herauspurzeln lassen fönnte, und dazu vielleicht eine Miene und ein Gesang, der effigfaure Tränen herborlockt,
Wenn Shakespeare diesen Gegensatz so sonderbar empfand, der zwischen Menschen bestehen kann, und wenn dieser Gegensatz in einem einzigen Menschen vereint werden kann. sobald er nur das Saxophon oder gar den Dudelsack an den Mund nimmt und spielt, dann wird es uns völlig flar, daß hier das Instrument geboren ist, das unter seinesgleichen den Komiker vertritt.
Der Arzt wider Willen.
Kunst und Wissen
des Eises auf etwa drei Meter, aber um Spitzen zu vermeiden, werden wir wahrscheinlich mit dem Boot in einer Tiefe von etwa acht Metern fahren. Das U- Boot ist so konstruiert, daß es uns gestattet, zweieinhalb Tage unter dem Eis zu bleiben."
zwischen deutschen und ungarischen Arbeitersport Im Anschluß an das Olympia in Wien ja lern in Budapest eine Sportveranstaltung statt, die einen recht interessanten Verlauf nahm. Im Speerwerfen siegte Drache( Heidenau bei Dresden ) mit 53.10 Meter, Csefay( Budapest ) 48.20 Meter; Weitsprung: Soti( Budapest ) 6.30 Meter. John ( Leipzig ) 5.91 Meter. Bei den Frauen brachte es die Ungarin Deaf im 60 Meter- Lauf in 8.4 Sef. zu einer neuen ungarischen Bestleistung. Zweitbeste wurde Krüger( Dresden ) in 8.5 Set. Neue ungarifche Höchstleistungen wurden noch von den Frauen erzielt von Tichy im Kugelstoßen mit 8.72 Meter und in der 4 × 100 Meter Stafette durch MTE. Budapeſt in 55.8 Set.
Bei einem Abendsportfest lief der ungarische Arbeitersportler Nemeth( Budapest die 10 Kilometer in der neuen ungarischen Beſtleiſtung von 32: 48.8 Minuten. Diese Leistung reicht an die der besten Langstredenläufer der Sozialistischen Arbeitersportinternationale heran.
Aus diesen Aeußerungen gehen die Unterschiede zwischen den damaligen Theorien Anschütz- Kämpfes und dem praktischen Vorhaben Wilkins' hervor, wenn auch nicht verkannt werden darf, daß sich beide Auf- Internationaler Arbeiterschießsport. Im deut fassungen in vielem decken. Es bleibt indes fraglich, schen Arbeiter Schütenbund fand zwischen Baden, ob die wissenschaftliche Ausbeute dieser U- Boot- Württemberg und Norwegen ein FernExpedition sehr reichhaltig sein wird. Jedenfalls ge- chießen im Kleinkaliber auf 50 Meter Entfernung hört dieses Unternehmen Wilkins' mit in das Kapitel stehend freihändig statt. Die Mannschaften bestander zu Wirklichkeit gewordenen utopischen Romane, den aus je fünf Schüßen, von denen jeder fünf und jeder, der einmal Jules Vernes 20.000 Meilen Schuß auf die internationale 20er Ringscheibe ab unter der Meeresoberfläche" verschlungen hat, wird zugeben hatte. Sieger wurde Norwegen diese U- Boot- Fahrt mit besonderem Interesse mit- mit 858 Ringen, an zweiter Stelle steht Baden erleben. mit 786 und an dritter Stelle Württemberg mit 746 Ringen. Die Ergebnisse der Norweger liegen weit über dem Durchschnitt.
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5. www Geburtstag: Vorspiel auf dem Theater", Hölländ sche Fußballer in Deutschland . Der Fr. „ Die Mitschuldigen ",„ Die Saune des Verliebten". Samstag( 215- III), 7.30 Uhr: Turn- und Sportberein Oldenburg hatte mit Heinrich Grünfeld gestorben. Mittwoch nachts Der Troubadour ". Sonntag( 216- IV), der Verpflichtung von Groningen einen guten verstarb in Berlin 76jährig der berühmte Cello Uhr: 3m weißen Röß". Montag( 217- II), Griff gemacht. Der Gastgeber war durch größere virtuose Heinrich Grünfeld , Bruder des noch 7.30 Uhr:„ Vorspiel auf dem Theater", Schnelligkeit im Vorteil und gewann 4: 2 berühmteren Wiener Klaviervirtuosen Alfred Grün„ Die Mitschuldigen ",„ Die Laune des Bürgerlicher Sport. Verliebte n". feld, der ihm vor Jahren im Tode vorausgegangen Die Pariser Europa - Schwimmeisterschaften ant war. Die Grünfelds waren von Geburt Prager ; Spielplan der Kleinen Bühne. Freitag, halb vierten Tagen brachten in der 4X200 Meter- FreiHeinrich vollendete in der böhmischen Hauptstadt 8 Uhr:„ Codtail". Samstag, 7.30 Uhr, ftil- Staffel den Sieg Ungarns in 9:34 Min. vor feine musikalischen Studien und wurde dann in Premiere: Liebe, Mord und Alkohol". Deutschland , Italien und Frankreich . Das 200Berlin bald der geschätzteste unter allen Cellisten. Sonntag, 7.30 Uhr: Intimitäten". Montag, meter- Brustschwimmen für Frauen gewann die Heinrich Grünfeld erwarb sich aber nicht nur als 7.30 Uhr: iebe, Mord und Alkohol". Musiker, sondern fast ebensosehr als wikiger und geistreicher Plauderer, als Autor zahlloser amüsanter Anekdoten einen starken Ruf weit über die Grenzen Berlins hinaus.
,, Der Troubadour ", Oper von Verdi, kommt morgen mit folgender Besetzung zur Aufführung: Kruse( Leonore), Ried( Jnez), Schwarz( Azucena), Andersen( Ferrando), Hagen ( Luna), Helm( Manico). Dirigent: Kurt Adler.
Vereinsnachrichten
TOURIST
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VEREIN
FATURFREUNDE
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Engländerin Wolstenholm in 3: 16.2 Min. In den Vorläufen für 100 Meter Rüden Frauen) erzielten Braun( Holland ) und Harding( England) die gleiche Zeit von 1: 24.4 Min. Jm Wasserballturnier ent fiel die Begegnung Desterreich- Belgien und trug Lesterreich nur ein Spiel gegen eine fombinierte
Ortsgruppe Prag . Sonntag, 30. August, Zusammenkunft Mannschaft aus, das 5: 2 gewonnen wurde. 7 Uhr Smichower Bahnhof.- Donnerstag, den 3. September, Aus der Partei
Mitgliederversammlung im Vereinshaus des D. T. J. auf der
Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. Freitag( 214- II), 7.30 Uhr, zur Feier von Goethes Stvanice ( Sezinsel).
türe, und sehr launige Nummern das Lied von der Flasche, das Lied der Martine, die Serenade, die Sganarelle- Arie wechseln mit Banalem, das allerdings immer durch eine feine Instrumentation erquidlicher gemacht wird. Höhepunkt ist ein funft volles Sextett.
( Erstaufführung im Neuen Deutschen Theater.) Wir hätten uns einen fraftvolleren Auftakt des neuen Spieljahres im großen Haus, ein repräsenttableres Werk zur Eröffnung der Musilsaison ge Das wahrhaftig nicht sehr geistvolle gibretto wünscht als diese harmlos- liebenswürdige Spieloper stammt von Jules Barbier und Michel Carré , den von anno dazumal. Aber da das Zarte und Heitere Verfassern auch des Gounodschen„ Faust", und ist gut gelang, wollen wir uns mit hoffnungsvoller eine sehr einfache Bearbeitung der Molièreschen Erwartung des Größeren und Stärkeren, das folgen möge, borderhand bescheiden.
Komödie gleichen Namens, mit der der große Dichter dem französischen Hof ein fleines, borsichtig delikates und noch vorsichtiger satirisches Amusement bieten wollte.
( Was übrigens die gefänge anlangt, muß doch erwähnt werden, daß man hier, wie übrigens auch an anderen Stellen der Oper, dem geradezu stupiden Text doch etwas hätte auf den Leib rücken müssen; der Unsinn, den gleich eingangs die Holzhacker über ihr Los singen, ist taum zu überbieten! Der neue Regisseur, Herr Frizz Schuh, dessen übrigens sehr saubere Arbeit aber noch fein Urteil über seine Qualität zuläßt, hätte hier schon eingreifen müssen.)
Tie Reproduktion des Werks unter der sicheren, interessierten und liebenswürdigen Stabführung Man möchte es kaum glauben, daß Charles Rapellmeister Rudolfs darf als gelungen betrachtet wedren; mehr dynamische Schattierung täte Gounods fomische Oper Der Arzt wider Willen" in Paris uraufgeführt 1858 nur ein Die Handlung, mehr ersonnen als gedichtet, ist allerdings not; und rhythmische Abwechslung dürfte Jahr vor seinem" Faust" liegt, so wenig erkennt furz die: Ein Holzhader, Eganarelle, der einmal nidt dadurch erzielt werden, daß man aus dem Serenade ein man an dem fleinen Werk die Handschrift des als Diener eines Medicus an Bildung gerochen mäßig beschwingten Tempo der Mannes, der mit Faust- Margarethe weltberühmt hat, jezt aber Alkoholdüfte vorzieht, zumal ihm breites Adagio macht. Was die Sänger anlangt, wurde; viel mehr spürt man da den Einfluß des sein resolutes Cheweib das Leben nicht allzu leicht jo läßt sich bei den Solis sowohl als auch beim Zeitgenossen Rossini, den Nachhall der kirchen - macht, endet einen häuslichen Zwist mit eben jener Chor erfreuliche Stimmfrische und tüchtige Spielmusikalischen Zeit Gounods, den Schüler Halévys, durch eine Tracht Prügel. Märchenhafter Zufall frende feststellen. Der Hauptanteil des erfreulichen ja selbst Gounod als Autor einer Monographie bietet der Frau Rachemöglichkeiten: die beiden Erfolges, den die Wiedergabe fand. fällt auf über den Mozartschen Don Juan . Wenn der flaf Tiener des reichen Géronie geraten auf der Suche unseren prachtvollen Hagen , der als Sgaranelle fizistische Stil dieser opera buffa eine Parodie nach einem Arzt für die Tochter ihres Herrn in ebenso durch seinen weichen, edlen und geschmadauf die alten Meister, auf Lully , sein soll, so muß des Holzhackers Haus, dessen Frau ihnen einredet, vollen Gesang wie durch lebendiges, humorvolles ich gestehen, daß auf mich diese allzu feine Travestie ihr Mann sei Arzt und obzwar er das immer Spiel erquidt. Lustig, nuancenreich das Dienerpaar Rollers, sehr stimmschön eher wie eine Kopie des originalen Stils wirft. leugne, werde er sich schon zur Nutbarmachung Bandlers und Troß der Gefälligkeit dieser Musik, der man gerne seiner Kunst verstehen, wenn er nur erst tüchtig Herr Berkmann und trefflich im Lustspielton zivei Stunden zuhört, trop manchen gewinnenden durchgehauen werde. Nach dieser zweiten Prügel eines père noble Herr Reiter. Nicht ganz so Harmonit, froß dem eingänglichen Volksliedchara!- Mädchen. das die Sprache verloren zu haben nur Ried erscheint mir als unzulänglich, mehr noch ter so mancher Gesangssolo- und Orchesterstelle borgibt, um jo den Widerstand ihres Vaters gegen darstellerisch als gesanglich, Frau Schwarz tabel begreift man doch sehr wohl, daß diese kleine Oper, ihre Verbindung mit dem armen Leander zu lose Erscheinung und routiniertes Spiel trösten zumal auf der deutschen Bühne, sich nicht durch brechen. Ein deus ex machina in der nur erwähnten nicht über immer mehr schwindende Stimmittel jepen fonnte und daß sie ihre Renaissance weniger Gestalt eines plötzlich versterbenden Erbonkels jenes und das charmante, ambitioniert agierende Fräudem eigenen Wert als der Problematik unseres Leander läßt den gar nicht vorhandenen dramati lein Szatmary hat derzeit noch Schwierigkeiten zeitgenössischen Opernschaffens zu danken hat. Anchen Konflikt allegretto in Wohlgefallen auflösen. selbst gegen ein Buffo- Oper- Orchester. u munterer Chorgesang beruhigt uns darüber, mutig bewegten Partien stehen sehr langatm gegenüber, so gleich die start fonstruierte Ouve a sämtliche Paare befriedigt und versöhnt sind.
S. J. Prag , Gruppe L. Heute abends treffe: wir uns im Verein deutscher Arbeiter, SmectaMusikinstrumente mitgasse. Liederbücher und bringen. Beginn halb 8 Uhr.
Herausgeber: Siegfried Taub . Chefredakteur: Wilhelm Nießnet. Verantwortlicher Redakteur: Dr. Emi Strauß. Prag . Druck: Rota".- G. fü: Zeitung und Buchdruck. Prag . Für den Druck verantwortlich: Otto Solit, Prag . Die Setzungsmartenfcantatur wurde von der Bost u. Telegraphen
direktion mit Erlaß Nr. 13.300/ VII/ 1930 bewilligt.
KINO- PROGRAMM
vom 28. August bis 3. September 1931.
2976
L'el 0.129
,' s Lercheri vom Wienerwald" Singspiel. In Verbindung von Ton, Film und Bühne! Unter persönlicher Mitwirkung von Theo Werner, dem beliebten Charakterkomiker, Guggi Hennings, Karl Neumayer, Josef Prack.
Wo verkehren wir?
Einfällen, trotz der geschmackvollen Melodik und zene beginnt der falsche Doktor seine Kur an dem glücklich die Belegung der Frauenpartien: Frau Café Continental", Prag , Graben
Tas Publikum dankte für den alles in allem 2. G. netten Abend sehr freundlich.
Gastwirtschaft
LIDOVÝ DUM
( Gen. Wilhelm Opatrný) Täglich
6137
Konzert.
Nr. 7.