Nr. 1.

Freitag, 1. Jänner 1932.

Seite 7

Freier Mensch oder Magd app vor dem Siele der privattapitaliſtiſchen alles."- Das Wort: ver nicht für mich Rundfunkrede Hindenburgs .

Von Maria Deutsch.

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Weg zu ihrer| des im Kampfe. Bereit sein ist ist, Ausbeutung oder der Staatssflaverei zum Opfer ift wider mich" hat in der Gegenwart einen Berlin , 31. Dezember. Reichspräsident voi zu fallen. Die Geschichte unserer Tage ist die neuen. tieferen Sinn bekommen. Hindenburg hielt heute um 21.30 Uhr im deut­gewaltigste Bestätigung und die lebendigste Juu- Genossen und Genoffinnen, führt die 30 fchen Rundfunt eine Neujahrsansprache, in stration der Lehren von Marg und Engels, daß gernden, die Unentschlossenen in unsere Reihen. welcher er sagte: der Kapitalismus an seinen inneren Wider Sagt ihnen allen: wer abseits steht, stärkt die Aus meinem Amt als Reichspräsident und Das ist die Not der schweren Zeit." sprüchen zu Grunde gehen muß, um dem So- Front der Gegner. Wer in diesem gewaltigen aus der Tatsache, daß ich als hochbetagter Manu zialismus die Bahn frei zu machen. Die Rolle, Ringen nicht seine Stellung bezieht, übt nicht einen verhältnismäßig großen Abschnitt deutscher die dem Proletariat in dieser Zeit der Welten nur Verrat an seiner Klasse, er wird zwischen Geschichte miterlebt habe, folgere ich die Berech wende zugeteilt ist, ist nicht die des Zuschauens, den Fronten zermalmt.

Das ist die Zeit der schweren Rot. Das ist die schwere Not der Zeit. Das ist die schwere Zeit der Not

Chamisso.

So wie der Dichter die Worte wendet und doch jede Zeile nur der Ausdruck des einen Gedankens ist, so dreht sich heute das Sinnen und Trachten des arbeitenden Menschen immer nur um das eine Wort, das zum Stigma unserer Tage geworden ist. Um das Wort Welt­wirtschaftstrife."

endenwollenden Leiden

Ein Silvester- Grubenhund des Tag".

Das Blatt der Herren Krebs und Karg

In diesem Worte ist alles befchloffen: Sturz- feßt seinen Lesern, um einem dringenden und arbeit und Arbeitslosigkeit, Armut und Hunger, lang empfundenen Bedürfnis abzuhelfen, in Kalie und Krankheit, Sorge und Not, Tränen seiner Silvesternummer gleich an leitender Stelle und schlaflose Nächte und auch das Vezte und einen Grubenhund vor. Das Jahr, das mit Schlimmste: Obdachlosigkeit und Bettlerdasein. den Geheimfächern der Literaturgeschichte so Und das Fazit aus dieser Summe von nicht verheizungsvoll begann( es war just vor Jah und Qualen ist Ver- resfrist, daß sie erschlossen wurden), das mit zweiflung, grenzenlose Verzweiflung, die Leib Goebbels Besuch im Zuchthaus von Old Bayley und Seele zermürbt und den Menschen zum und mit anderen Kleinigkeiten so nedisch und Wahnsinn treibt. lustig fortgesetzt wurde, endet mit einem ganz großen Bluff. Im Augenblick können wir frei fich nicht sicherstellen, ob der fette Grubenhund aus der eigenen Zucht des Tag" stammt, oder ob er ihn nur von feinem Wiener Schwesterblatt, der berüchtigten " sozusagen

Niemals aber war es notwendiger als jebt, den Blid ungetrübt und das Hirn klar zu halten. Nur die klare Erkenntnis von der Zwangs läufigkeit alles Geschehens lann aus dem Wirt schaftschaos unserer Tage die Wege weisen.

Wer Klios Zeichen entziffern fann und im Buch der Geschichte zu lesen versteht, den tünden die Wirrnisse und Schrecken der Gegen wart das nahende Ende der kapitalistischen Weltordnung.

Döz" sozusagen als Aftergrubenbund über­nommen hat. Jedenfalls ist der Züchter den der Tag" in holder Unschuld auch noch als den bekannten günstigen Wind" anspricht( Sie follten, lieber Herr M. K., schon wissen, daß Bon Karl Marx stammt das Wort, daß der auf Ihrem Tisch nur ungünstige Winde Kapitalismus triefend von Blut und von weben) weben) von Herzen zu beglückwünschen. Er Tränen zur Welt fam. Wie die Geburt, so bat die psychologische Situation richtig erfaßt. der Tod. - Das Hinscheiden des Molochs ist Die Nazipreffe ist in Verlegenheit wegen der ein wilder Kampf. Seine letzten Zuckungen Borheimer Dokumente. Ste Sie brennt drohen die Menschheit zu vernichten und die darauf, den Sozi etwas Aehnliches oder besser Welt in Trümmer zu legen. Eine der schlimms noch etwas Schlimmeres und Tolleres nach sten Leidensepochen der Menschheit nähert sich fagen zu können. Da liefert ihr nun wie dem Ende und ob die Welt von morgen ein gerufen der günstige Wind", recte der Gruben­Slavengehege oder ein Freiheitsgarten, ob die bundzüchter, einen Roten Geheimbefehl zum Erde ein Jammertal oder ein Arbeitsparadies Bürgerkrieg" ein ftreng vertrauliches Dokument sein wird, ob die Zukunft dem Fascismus oder aus der Geheimtüche der roten Judenschuß dem Sozialismus gehört, dies liegt nicht in den truppe." eder halbwegs orientierte Mensch muß Sternen beschlossen, sondern ist in die Hand bei der Bektüre dieses Geheimbefehls" laut jedes Einzelnen gegeben. lachen. Nicht einmal zehnjährige Buben, die indianer oder Braunbemden spielen, würden es fich so einfach machen. Aber die Herren im Tag" find schon hypnotisiert und schnappen nach dem fetten Biffen.

Mann und Frau sind gleicherweise sur Entscheidung über die Rukunft berufen. Nur fchenten die Frauen den Erscheinungen des Weltgeschehens nicht das nötige Maß von Auf mertiamfeit. Und doch ist das Los der arbeiten­den Frau noch weit unmittelbarer von der Zu Tunftsgestaltung berührt, als das Los des Man­nes. Steht doch die Frau unter dem Schicksal ihrer Weibfunktion, unter dem Schicksal der Mutterschaft, durch das sie begnadet und zu­gleich zutiefst gefesselt ist.

Die fapitalistische Produktionsweise hat die Frau aus der but des Familienlebens in die Saft des Erwerbslebens geführt. Die gesell­schaftliche und wirtschaftliche Entwicklung be dingt einen immer größeren Bustrom der Frauen zur Erwerbsarbeit. Wir sehen heute schon in Tausenden von Fällen die Frau als Familen­erhalterin. Väter und Söhne sind arbeitslos und die Hände der Mütter sorgen allein für den Unterhalt der Familie. Unzäblige Frauen müssen sich heute in der Ehe selbst erhalten; nur der Verzicht auf das Kind ermöglicht ihnen ihre Eristens und ein Eheleben. Die Arbeits­und Pflichtenlast, die auf die Schultern ber Frau gelegt ist, wird immer schwerer, ihr Auf­gabenfreis immer umfassender. Während das Maß von Rechten und Freiheiten, die der So­zialismus den Frauen erkämpfte, täglich mehr bedroht erscheint.

Wohl noch nie standen die Profitsucht der Unternehmer und das Interesse der arbeitenden Menschen einander so schroff gegenüber, wie in der heutigen Zeit. Mit allen Mitteln versucht die Besitzklasse, die Wirtschaft flott zu machen und gewinnbringend zu gestalten, unbeschadet der bielen Opfer, die bei diesem Versuch auf der Strede bleiben.

Die Unternehmer rufen nach Senkung der Löhne, nach einem Abbau der sozialen Lasten. Mit diesen sozialen Basten ist vor allem die Sozialversicherung gemeint und der Mutter- und Säuglingsschutz, den sie gewährt. Mit diesen fozialen Lasten ist die Arbeitslosenunterstützung gemeint, die Unterstützung der Krisenopfer und

Alfo das muß man gelesen baben: Hier ist das Taut bellende Bebeimbutu= ment:

Streng vertraulich!

Befehl vom 5. Desember 1931. Aufgaben der Terrergruppen und Richtlinien für diese:

Die Terrorgruppen bestehen aus je fünf Mann und sind bewaffnet. Die Auf­gaben der Terrorgruppen sind wie folgt: 1. Unschädlichmachung der politischen Gegner. 2. Sprengung von Versammlungen.

3. Bekämpfung der Staatsmacht und der beson­ders gefährlichen Gendarmerie und Polizei.

4. Sprengung der Gebäude politi. icher Gegner, im Ernstfalle anch behördlicher Gebäude.

5. Entreißen von Verhafteten und Befreiung Gefangener aus der Haft.

6. Verschaffung von Sprengmitteln, Waffen, Gasen und dergleichen, wenn nötig, mit Gewalt.

tigung, heute am Abschluß eines schicksalsschweren Jahres, wenige aber treu gemeinte Worte an Sie zu richten. Ich bin mir voll bewußt, welch gewaltige Opfer von jedem von uns verlangt werden, damit wir es versuc tönnen, durch eigene Kraft die gegenwärtige Not griffe gegen Polizei, Fascisten usw. zu unterzeit zu überwinden. Dem deutschen Volte gebührt nehmen. aufrichtigster Dank und hohe Anerkennung für die Greift die Polizei bei unseren Versammlun- bisher bewiesene Opferbereitschaft und für die gen oder gegen den Schutzbund ein, so ist mit Geduld, mit der es in Erkenntnis der harten alles Gewalt vorzugehen, Notwendigkeit alle Leiden und alle Lasten getra­

Die ber- Gruppen umzingeln die einzelnen gen hat. Aber die Größe dieser Opfer, die wir brin­Polizisten, machen sie wehrlos( durch Enttoaffnen) und verteilen die Wafgen, berechtigt uns dem Auslande gegenüber Fen sofort an andere Beute, die unserer gleichzeitig zu der Forderung, sich unserer Gefun Partei rabestchen. dung nicht durch Zumutung unmöglicher

Bei Eurmengriffen von seiten der Staats. Leistungen entgegenzustellen. Auch in der macht ist es Pflicht der Terrorgruppen, Barrikaden Abrüstungsfrage darf Deutschland sein zu errichten und so das Vorgehen des Gegners gutes Recht nicht vorenthalten werden. Unser An­zu hemmen. Gebäude sind zu sprengen. Spruch auf gleiche Sicherheit ist so klar, daß er Sprengmittel hat sich jede Gruppe nicht bestritten werden kann. felbst zu beschaffen.( Verbindung suchen mit Genossen in Steinbrüchen, Berg­weiten usw.)

Die Kleine Entente in Zätigtei.

Jede Gruppe muß trachten, sich Bolizet, Bukarest , 31. Dezember. ( Rador.) Der ri. Gendarmerie oder Bundesheeruni- mänische Außenminister Fürst Ghika wird formen anfertigen zu lassen, um gegebenen über Einladung des tschechoslowakischen Außen­falls unsere Beute in diese Uniformen zu stecken, ministers Dr. Beneš am 19. Jänner in Prag um Verwirrung zu stiften. Mit der An- eintreffen. Der Besuch hat rein freundschaft­fertigung muß sofort begonnen werden. Verhal- lichen und privaten Charakter und steht in na­tungsmaßregeln für die Zugs- und Kompagnie- türlichem logischen Zusammenhang mit den Be tommandanten bei Ausrufung der proletarischen suchen des Ministers Ghika in Belgrad und Warschau . Alle Formationen sind zu einer Nachtübung Minister der Kleinen Entente in Montreux Vor der Abrüstungskonferenz werden die eder Versammlung zu verständigen. Es ist vorher zusammentreffen, um ein gemeinsames Vor­

Diftatur.

niemandem mitzuteilen, zu welchem Zwecke die

Veranstaltung stattfindet. Erst später sind die gehen bei den Konferenzarbeiten zu vereinbaren. Formationen zu unterrichten.

Sturmabteilungen werden zu besonderen Sweden eingesetzt, und zwar bei Kasernen, Polischunterkünften ust.

,, Streifrei machung

der neueste Schlager der KPD . In der Stadt selbst wird ein Brand entfacht, Bochum , 30. Dezember. Eine geheime um die Ausrückung zu veranlassen und die Ver- Sigung von Funktionären verschiedener kommu­wirrung wird benüßt, um die Kasernen zu über- nistischer Organisationen, die sich mit dem von fallen und die Soldaten zu entwaffnen. Die uns der RGO. zum 2. Jänner 1932 geplanten bekannten prole: arischen Soldaten sinb sofort ir Generalstreit der Ruhr- Bergarbeiterschaft und die Formationen einzureihen, alle anderen sind mit den Vorbereitungen zur Streifreifmachung zu internieren. Dasselbe hat mit der Polizei der Zeche Robert Mueser" in Werne bea in Sivil und Uniform zu geschehen. faßte, wurde heute in Bochum - Berne ausge­

Bekannte Scharfmacher sind sofort unschäblich hoben. 40 Teilnehmer, hauptsächlich prtsfremde zu ntachen, alle anderen werden später der Erwerbslose, wurden festgenommen, eine Menge Strafe zugeführt, denn wir haben in diesen Beuten schriftlichen Materials, zum Teil angeblich hoch immer Feinde. Im Falle des Sieges der prole- berräterischen Inhalts, wurde beschlagnahmt. tarischen Revolution werden sie nicht mehr als Die Festgenommenen werden sich wegen Ver­Polizisten verwendet und ihren früheren Berufen stoßes gegen die Verordnung des Reichspräsi zugeführt werden, soweit sie nicht von den Stand- denten zu verantworten haben. gerichten zu verurteilen sind.

Unsere Formationen übernehmen sofort den Sicherheitsdienst, und dessen Kommandanten find mit der Vollmacht ausgestattet,

Ins Reich der Fabet...

Berlin , 30. Dezember. Zu Pressemeldungen von einem in Wien angeblich beabsichtigten Teil­jeden, der sich nicht unterwirft, zu hängen. oder Transfermoratorium sowie zu gewissen, Weitere Anweisungen werden im gegebenen von einer in Desterreich geplanten Banknoten Zeitpunkt noch hinausgegeben. Vorläufig haben abstempelung oder ähnlichen Maßnahmen erklärt sich die Arbeiterwehrkommandanten auf diese die Presseabteilung der österreichischen Gesandt­Weise vorzubereiten und Listen über jene schaft mit aller Entschiedenheit, daß derartige Leute zu führen, die am Tage der Nachrichten ins Reich der Fabel gehören. Revolution beseitigt werden. Weder Regierung, noch Finanzkreise beschäftigten Wir versprechen dem Tag", daß wir im ich mit solchen Ideen. Die amtliche Auffassung Richtlinien der Terrorgruppen zu diesen Punkten: gegebenen Fall ihm gegenüber jede Schonung über die finanzielle und wirtschaftliche Lage Vor allem gegen besonders gefährliche und werden walten lassen. Wir werden weder das Desterreichs gehe aus den letzten Ausführungent besonders mit Gewalt vorzugehen, diesen ist Braune Saus sprengen, noch uns Braunhemben des Bundeskanzlers und des Finanzministers ebjonders mit Gewalt vorzugeben, diesen ist nähen lassen, um Verwirrung zu stiften, noch mit aller Klarheit hervor. aufaulauerit, sie sind in Bedräng Auffig in Brand steden, noch etwa die Herren nis zu bringen und in dem Durcheinander Schriftleiter hängen oder überfallen: denn wir auf irgendeine Weise unschädlich zu machen.

wüßten nicht, wie wir uns für die so erheiternde

Das tapitalistische Zollhaus.

Rio de Janeiro , 29. Dezember. Infolge der Gegnerische Versammlungen sind auf jede Lektüre des Tag" anderweitig entschädigen Art und Weise unmöglich zu machen, Licht ift follten. Nicht einmal mit nallfröschen Weltwirtschaftskrise find bis 26. ds. in Brafilien in ganzen Stadtteilen auszusch al werden wir gegen das geistige Zentrum des 2,754.796 Säde Raffee vernichtet ten, in der Finsternis ist mit na Il- Braunhembentums vorgehen. Das einzige Tier, worden. fröschen, Rateten usw. zu arbeiten und mit dem man den Tag" heben darf und soll, die Finsternis dazu zu benügen, An- muß der Grubenhund bleiben!

Opfer der Arbeit.

Leoben , 31. Dezember. Gestern ereignete

Borfprache der Bürgermeister des lichen Verteilung abgesandt werden. Soweit noch sich im Feinwalzwerk des Süttenwertes Gablonzer Bezirkes bei der Regierung auch, babon noch der Gablonzer Bezirk beteilt wer- arbeiter des Werkes erlitten Gas vergif Mittel der Kartoffelaktion vorhanden seien, werde on a wig ein schwerer Gasunfall. Sie ben Wie bereits angekündigt wurde, fand am den. Wehl aus bereits angetauften Borräten wiro tungen. Von diesen ist einer bereits im Spital 31. Dezember 1981 die Vorsprache der gesamten ebenfalls auf dem raschesten Wege dem Gablonzer gestorben. Der Unfall ist darauf zurückzufüh Borsteher und Bürgermeister des Gablonz Bezirken zugestellt werden. Im Ministerium für ren, daß ein Gasventil aus bisher unaufgeklärter Tannwalder Bezirkes im Ernährungsministerium foztale Fürsorge empfing Minister Dr. Ludwig Urfache undicht geworden war. und im Ministerium für soziale Fürsorge statt. Czech, der in längerer Ausführung die Ursachen

bie Ausspeisungs- und Silfsaktionen für die Ausgesteuerten, um deren Fortbestand der sozial­demokratische Fürsorgeminister einen ununter­brochenen zähen und hartnäckigen Kampf führen muß. Unter sozialen Lasten versteht die Best Klasse die soziale Fürsorge und die Gesundheits­fürsorge für Kinder, Krüppel und Kranke. Die Führung hatten übernommen die Abgeord- der wirtschaftlichen Not aufzeichnete und den Genua , 31. Dezember. Jn Cornigliano Sigure Die Machtgelüfte der bürgerlichen Rechts neten Genosse Roscher, Hugo Simm, Emil Blan des Ministeriums erläuterte, der dahin geht, ist ein sechs stödiges, berzeit noch unbewohn­und Linksradikalen gehen aber noch weiter. Der Bobet und Senator Leo Wenzel. Sowohl im die Arbeitslosigkeit fundamental im Gejegeswege tes Gebäude plöblich eingestürzt, wobei Arbeiterinnenschutz und die Freizügigkeit der Ernährungsministerium, als auch im Ministe zu bekämpfen. Auf das Verlangen der Abordnung, mehrere im Hause befindliche Personen verschüttet arbeitenden Frau sollen eingeschränkt werden, rium für soziale Fürsorge wurde von den Ver- unmittelbar und zwar rasch in den nächsten Tagen wurden. Ein Apotheker und ein Arzt sowie ihre politischen Rechte beschnitten, wenn nicht tretern der einzelnen Gemeinden die Notlage der eine Regelung der Lebensmittelanweisungen zu der Sohn des ersteren tonnten nur mit Mühe gar aufgehoben und die Frau zur Magd und fergebirgsbevölkerung, hervorgerufen burch erreichen, antwortete der Minister, daß er der schwerverlett geborgen werden. Sieben Dienerin des Mannes erniedrigt werden. außerordentliche Arbeitslosigkeit, in beredten Wor- Lage Rechnung tragen werde, indem er im Arbeiter befinden sich noch immer unte Aber nicht nur das Selbstbestimmungsrecht ten hervorgehoben. Von einzelnen Vertretern Gesamtministerrat die trostlose Lage des Gablon- den Trümmern. der Frau, auch das Selbstbestimmungsrecht des wurde besonders betont, daß beim Ausbleiben zer Bezirkes schildern und Abhilfe verlangen Mannes wäre im Dritten Reiche so gut wie rascher Hilfe Folgen eintreten können, für die die werde. Die zweistündige Aussprache, die hie und Gemeindevorsteher keine Verantwortung über- da einen recht lebhaften, aber äußerst sachlichen

Linz, 31. Dezember. ( AN.) In

aufgehoben. I'm Schutz der nationalsozialistischen Avant- nehmen können. Im Ernährungsministerium er- Charakter hatte, fand besondere Unterstützung 8 Meter tiefen Schliergrube nächst der Ortschaft garde des Fascismus, gestärkt durch die tommu flärten in Vertretung des von Brag abwesenden durch die anwesenden Parlamentarier. Einmütig Mayrhof bei Frankenburg löfte sich gestern Nach nistische Abenteurerpolitik, steht die reaktionäre, Ministers Bechyně Sektionschef Rajet und ging die Aussprache der Vertreter der Gemeinden mittag plöglich eine größere Erbschicht und ver fapitalistische Front, bis an die Zähne bewaffnet, Ministerialvat Schmidt, die wirklich ernste bahin aus, daß die Gemeinden ganz außerstande schüttete drei in der Grube arbeitende Bersonen. bereit, der sozialbemokratischen Arbeiterbewegung Schilderung der unerträglichen Notlage bebinge feien, aus eigenen Mitteln in der nächsten Bett 8 ei von ihnen wurden getötet, die britte es, daß von der zu verteilenden Koble an den den Arbeitslosen entsprechende Hilfe angedeihen mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus den Todesstok zu berseben. gebracht. Die Arbeiterbewegung hat den opfervollen Gablonzer Bezirk jofort ein Teil sur unentgelt zu lassen.