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Samstag, 10. September 1932.
Der Voltssportprozeß vor dem Abschluß.
Die Anklage des Staatsanwaltes.
Nr. 214.
engster Zusammenarbeit mit der reichsdeutschen Verurteilter Kommunist. SA. gestanden. Es sei klar, daß der VS., an deisen Spize in Böhmen Illing stand Krebs Leipzig, 9. September. Das Reichsgericht wäre nur dem Namen nach wegen seiner Immu- verurteilte heute den Buchdruckereibesizer Wil nität als Abgeordneter Landesführer gewesen helm Nowakowitz aus Berlin- Neukölln antragsBrünn, 9. September. ( Eigenbericht.) Der nationale und soziale Staat aller Deutschen eine geheime militärische Organisation gewesen gemäß zu zwei Jahren und sechs Monaten Bolfssportprozeß ist heute in seine letzte Phase ge- wäre, mit Ausnahme der allzu weit vom Mut- sei, die die Aufgabe hatte, mit ähnlichen auslän- Festung. treten. In den frühen Vormittagsstunden wurde terlande entfernten deutschen Minderheiten und dischen Organisationen zusammenzuarbeiten, was Der Angeklagte, ein langjähriges Mitglied das Beweisverfahren geschlossen, so daß der der Südtiroler Deutschen, die man aus politischen weit über den statutarish bewilligten Zweck des der KPD , unterhielt am Mariendorfer Weg in Staatsanwalt mit seinem Plädoyer beginnen Gründen preisgebe. Zum Nachweis der orga VS. hinausgehe. Neukölln einen Buchdruckereibetrieb, in dem mit konnte. In der Rede des Staatsanwaltes unter- nisatorischen Gemeinschaft zwischen den sudeten- Dasselbe Bild biete der nationalsozialistische seiner Einwilligung in geheimer Nachtarbeit von suchte dieser noch einmal gründlich das vorlie- deutschen und den reichsdeutschen Nationalsozia Jugendverband, der nichts anderes gewesen wäre besonders von der Partei zur Verfügung gestellgende Beweismaterial. Der Staatsanwalt hat listen zitiert der Staatsanwalt den größten Teil als ein Teil der nationalsozialistischen Organisa - tem Personal die drei hochverräterischen tom feine Ausführungen schriftlich ausgearbeitet und des verlesenen Materials, insbesondere die Zei- tion und die Jungmannschaft des VS. Auch er munistischen Druckschriften„ Die rote Front", liest sie mit monotoner Stimme vor. Das tungsartikel reichsdeutscher Parteifunktionäre, wäre bestrebt gewesen, seine Organisation mög- Die rote Sturmfahne" und das bekannte AufPlädoyer konnte im Laufe des heutigen Tages Rundschreiben und das Protokoll jener Sigung, lichst militärisch auszubauen und hätte mit dem standslehrbuch„ Oktober" gedruckt wurden. nicht beendet werden. Morgen dürfte nach dem in welcher Krebs den Verkehr mit Deutschland VS. ein Abkommen über die Aufnahme von Staatsanwalt Dr. Start als Hauptverteidiger gestattete und erklärte, die Nationalsozialisten Mitgliedern getroffen. Der Verbandsführer Weese zu Worte kommen. nehmen ihren Kampf um die Autonomie selbst hätte selbst zugegeben, daß der Jugendverband Bolschewiki gefallen sind. Die Vertreter der unab Wie Dr. Start bereits angekündigt hatte, nicht ernst. Für die enge Zusammenarbeit mit eine politische Organisation sei, deren militärischer hängigen Bereinigung der tschechoslowakischen stellen die Verteidiger auch in der heutigen Ver- der NSDAP spreche der rege Austausch von Re- Charafter durch das Dienstreglement und sonstige Legionäre werden beim Minister des Innern handlung einige Beweisanträge und beantragen ferenten und Druckschriften und der Ausbau Tätigkeit erwiesen sei. So betrachtet, hätten sich die vorsprechen, um dagegen zu protestieren, daß die Einvernahme zweier turnerischer Sachver eines regelrechten Courierdienstes. Demzufolge Führer des Jugendverbandes derselben strafbaren Troyki in die Tschechoslowakei kommt. Der Vorständigen und des zuständigen Referenten im bätten die Nationalsozialisten die Jugend in Sandlungen schuldig gemacht, wie die Führer stand der genannten Vereinigung wird ersucht werden, bei der Staatsanwaltschaft einzuschreiten, Unterrichtsministerium über die Geländespiele, einem Geiste erzogen, zu dessen Charakterisierung des VS. des wegen Betruges inzwischen in Deutschland der Staatsanwalt eine Anekdote erzählt, die in Der Studentenbund hätte ebenfalls im Ge- damit Tropki auf Grund der Paragraphe 39 und verhafteten Nationalsozialisten Martinet, den der Pointe gipfelt:„ Das sind teine gensatz zu seinen Statuten als Bestandteil der 134, Artikel 4, St.-G. in Untersuchungshaft geder Staatsanwalt als Courier der DNSAP Desterreicher mehr, das sind Preu- nationalsozialistischen Partei eine politische nommen werde. Außerdem können nach Parabezeichnet hatte, und des Vorsitzenden der sogeen!" Tätigkeit entfaltet. Er wäre ein Glied des reichs- graph 48 die Hinterbliebenen der im Kampfe mit nannten Deutschen Studentenschaft . Demgegen Dann wandte sich der Staatsanwalt dem deutschen nationalsozialistischen Studentenbundes den Bolschewiken gefallenen Legionäre eine SubArbeitsdiarklage über beantragt der Staatsanwalt die Verlesung Verein Volkssport zu, den er in stundenlangen gewesen und wäre auch in mehreren Arbeits- Staatsanwaltschaft in Pistyan eingereicht werden fidiartlage gegen Tropki erheben, die bei der einiger Stellen aus dem„ Dienstbuch der Ausführungen an Hand des verlesenen Beweis gemeinschaften mit deutschen Studentenschaften müßte. NSDAP Desterreichs", die auf die Organisa- materials, gestüßt auf das Gutachten der Sach- gestanden. Zur Bestreitung seiner Ausgaben hätte Bemerkenswert ist, daß sich auch der„ Večer" tion der Studenten Bezug haben. Der Gerichtsverständigen, als vein militärische Organisation er finanzielle Unterstützung aus Deutschland be- also das Organ des Winisters des Innern, der hof weist die Anträge der Verteidigung als irre- bezeichnet. Das konsequent durchgeführte Führer- zogen. Sein Leiter wäre Haider gewesen, der Stu- Tropki die Einreisebewilligung gibt, der Heße levant ab, verliest jedoch die vom Staatsanwalt prinzip, das Strafrecht der Vorgesezten, die mili- dentenbund hätte eine eigene VS.- Gruppe einge anschließt. beantragten Stellen, aus denen hervorgeht, daß tärische Disziplin feien dafür charakteristisch. Der richtet, die er Sturmabteilung nannte. Diese sei der Nationalsozialistische Studentenbund die VS. hätte in der Tschechoslowakei dieselben der zehnte Bezirk des Nordböhmischen VS. gewe selbe territoriale Einteilung hatte wie die Funktionen gehabt, wie die SA. in Deutschland . fen und sei unter der Leitung Petermichels gestanDeutsche Studentenschaft.( Prag und Brünn Die Tendenz, die aus seinen Veranstaltungen, den. Im übrigen hätte er dieselben Tendenzen ge bilden den Kreis 9). Siemit ist das Beweisver- Kundgebungen und innerorganisatorischen Maß- habt, wie der VS. fahnen endlich geschlossen und der Staatsanwalt nahmen spricht, beweist, daß der VS. seine Mitbeginnt mit seiner glieder zum Saß gegen die Republik und zur Sympathie für die Einrichtungen des Dritten Reiches erzicht. Selbstverständlich sei der VS. in
Anklagerede.
Nach einem heftigen Angriff auf die Ange flagten und insbesondere die Verteidiger wegen ihres Verhalten während der Verhandlung
wendet sich der Staatsanwalt in dem ersten Teil Für die Sanierung der Gemeinde
finanzen.
lagen, nach eingehender Behandlung zur endgültigen Beschlußfassung dem Parteivorstand überwies. Die Sizung nahm weiter einen Bericht des Genossen Serget über die Zentralbank deutscher Sparkassen entgegen und fam weiter bei der Beratung über den wirtschaftlichen Stand der Gemeinden zur einstimmigen Annahme folgender Entschließung:
seiner Rede dem politischen Ziele und der Organisation des Nationalsozialismus zu, die die Voraussetzung für die strafbaren Handlungen der Der Gemeindeberatungsausschuß der deut Angeklagten gebildet hätte. Das Ziel der sude- schen sozialdemokratischen Arbeiterpartei hielt tendeutschen nationalsozialistischen Partei sei Freitag, den 9. September, unter dem Vorsitz des nach dem ,, Katechismus" des Abg. Jung die Er- Genossen Pölzl in Prag eine Sigung ab, die reichung der Autonomie, die Konstituierung der sich vor allem mit der Arbeitslofen fürdeutschen Gebiete als Land mit eigenem Land- forge durch die öffentlichen Körperschaften be tag und Landespräsidenten, kurz die Errichtung schäftigte und die Richtlinien für die Arbeits„ eines Staates im Staate". Aber auch dieses losenfürsorge, die der Sigung zur Beratung vorZiel wäre nur provisorisch und solle bloß zum eigentlichen Endziel des Nationalsozialismus, dem großzdeutschen Dritten Reiche überleiten, mit dem die Eingliederung der Tschechoslowakei in cinen mitteleuropäischen Staatenblod verbunden sein werde. Die Existenz dieses eigentlichen Programmes sucht der Staatsanwalt aus dem Inhalt der verlesenen Broschüren, dem Münchener Programm der NSDAP und der Interpretation von Gottfried Feder - Wir verzichten auf keinen Deutschen im Sudetendeutschland, Elsaß usw." zu erweisen. Auf welche Weise dieses Ziel erreicht werden soll, gehe aus den legten Erklärungen des Reichswehrmini sters hervor, der die SA und den Stahlhelm als Bestandteile der Reichswehr eingliedern wolle. Zwischen der Auffassung Jungs und der Feders bestünden weitgehende Analogien. Ihr Ergebnis gehe dahin, daß das Dritte, Reich der
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Hier unterbrach der Staatsanwalt sein Plädoher und wird sich in der morgigen Verhandlung noch mit der Tätigkeit der einzelnen Angeklagten befassen.
Wir haben schon gestern bemerkt, daß sich diese gemeine Heße in den Augen jedes anstän digen Menschen von selbst richtet.
Die fudetendeutsche Rosinante. Die Sudetendeutsche Tages3eitung"( und das verschwisterte„ Nordböhmische Tagblatt") berichten in einem Leitartikel vom 9. Herbstmond der gespannt lauschenden deutschnationalen Umwelt, daß in der einem außerordentlich schweren Winter ent- SPD . eine schwere rise ausgebrochen sei, gegen und es muß damit gerechnet werden, daß die letzte Sigung der Reichstagsfraktion das daß die Arbeitslosigkeit vor allem in den In- Bild einer Palastrevolution geboten habe dustriegebieten eine weitere Steigerung er- und daß die Unzufriedenheit der Parteimitglie fahren wird. Dieser Situation stehen die Ber - der mit der Führerschaft geradezu bedenkliche waltungsorgane fast aller Mittel entblößt Formen angenommen habe. Das rühre daher, gegenüber, da sie alle ihnen zur Verfügung weil die SPD . eine miserable Politik gemacht stehenden Reserven vor allem zur Linderung habe, als deren Folge nun die Sozialdemokraten, der Not der Arbeitslosen verwendet haben. einst die Stars der politischen Bühne, zu nicht Angesichts dieser Situation ist es unbedingt beachteten Statisten herabgefunken sind." Die feßte Kommission unverzüglich mit ihren Sie altersschwache Sozialdemokratie" mit dem notwendig, daß die von der Regierung einge- Sudetendeutsche" überschreibt diesen Aufsatz über Arbeiten einseßt und sie so beschleunigt, daß Titel„ Es will Abend werden", erklärt aber dann liche Sanierung der Gemeindefinanzen bein- deshalb von einem Berfall oder voreilig von dem fie ehebaldigst zu einem positiven, eine wirt- wieder zum Schluß, es wäre völlig abwegig, haltenden Ergebnis führen. Unabhängig von Ende der Sozialdemokratie zu sprechen." den Arbeiten der Kommission muß durch eine Na, daß läßt uns wenigstens wieder aufsofort zu gewährende außerordentliche finan- atmen! Und es wird sicherlich auch die Mitglie zielle Beihilfe dem unmittelbaren Notstande der der Reichstagsfraktion beruhigt haben, die auf abgeholfen werden. dem Umweg über jene Presse in Deutschland , aus der die Sudetendeutsche" ihre Informationen
tungsstelle hält es für ihre Pflicht, neuerlich Die Heke gegen Trokki wird fortgesetzt. holt, erfuhr, daß es in der Sißung, von der sie
auf die Notlage in den Selbstverwaltungsförpern aufmerksam zu machen. Die Funktionäre der Verwaltungsorgane haben es begrüßt, daß die Regierung eine Kommission für die Sanierung der Selbstverwaltungskörper eingefeßt hat. Seither ist eine geraume Zeit verstrichen, ohne daß die Kommission mit ihrer Tätigkeit eingeseẞt hätte. Wir gehen nun
weg. Er schwingt einen Knüttel. Die DampfDer Niemand rebellierten heulen auf allen Gruben. Auf den Tag pfeifen die Lokomotiven und Bagger. Die Türen des Bürogebäudes fliegen krachend cuf das Pflaster.
Die Geschichte eines Arbeiters. Von Karl Hans Schober und Erich Knauf . Wenn mir jetzt noch einer fommt, werfe ich ihn die Treppe hinunter.
Ein verfluchtes Wetter heute. Der Sturm heult um die Fördertürme und Kamine.
Die Grubenbarone haben unsere Lohnforderung neuerdings abgewiesen. Wir sind über zweitausend Mann, die im Hofe versammelt stehen.
Eine Barrikade aus Tischen und Stühlen steht auf der Treppe.
" Juchheisa!" Wir werfen alles zum Fenster
hinaus.
nach Hause fuhren, zu ,, heftigen Zusammenstößen" Die tschechische Rechtspresse seßt die gemeine und schweren Differenzen" gekommen wäre. An Hetze gegen Trotti fort. So schreibt das Organ all diesen Berichten ist nämlich nicht ein ein der rechtsstehenden Legionäre( die nur eine Minziges Wort wahr! Und die Statisten"- derheit unter den tschechischen Legionären find) Rolle der SPD. wird das rechtsgerichtete DeutschBegie", daß die Einreisebewilligung für Tropki land ja binnen kurzem kennen lernen! Darüber nicht nur die Legionäre, sondern auch die Väter freilich, ob auch die Deutschnationalen und Mütter und alle Verwandten jener Legionäre diese Wahrheit voll werden zur Kenntnis nehmen beleidigen müsse, die in den Kämpfen gegen die können, vermögen wir im Hinblick auf den Strepierhalfter, an dem diese Partei insihm wieder das Schriftstück unter die Nase. besondere in der Tschechoslowakei hängt, nichts „ Mein Lieber, große Fagen werden wir mit dir
net aufführen!"
Der Alte greift in die Tasche und zieht einen Bleistift heraus.
Berläßliches auszusagen. Das Schrecklichste aber wäre, wenn die ,, Sudetendeutsche Tageszeitung" dazu verurteilt wäre, ihre Schwestern im Reich zu überleben! Denn woher sollte Der will uns befleckern!" brüllt einer. Sie dann ihre Leitartikel nehmen? Dös muß mit Tinte unterschrieben werden!" Der Artikel über die Sozialdemokratie ist nämlich Einer bringt Tinte und Feder. Der Alte wortwörtlich aus dem Dresdner unterschreibt. deutschnationalen Blatt abgeschrie Die zweite Barrikade steht im Korridor. Wir Und jetzt kommen die anderen an die Reihe. ben. Aber es wäre natürlich völlig abwegig, überrennen sie und trampeln alles zusammen. Die Konjunktur ist ausgezeichnet. Wir sind im deswegen von einem Zerfall oder voreilig gar Ein Kamerad reißt ein Tischbein los. Er rennt Schwunge. Das Telephonamt wird besetzt und von dem Ende der„ Sudetendeutschen Tagesnach vorn. In die Bande muß Paprika hinein!" die Grube beschlagnahmt. Zeitung" zu sprechen... Es gibt ein großes Reinemachen! Die Kameraden in der Franziska-, JupiterVerflucht, einer entwischt in den Keller. Wir und Pluto - Grube signalisieren:„ Grube in unseBerodka signalisiert vom Förderturm II aus ichlagen die Kellerfenster ein. Vielleicht hat er rem Besit!" hinüber zur Franziska- Grube, daß wir fampfklar sich dort in die große Siste verkrochen. Richtig, Kord gibt Rückantwort:„ Der Kampf geht sind. Der Kamerad drüben fängt das Signal auf da sißt der Kerl in der Holzwolle. Vorstellen weiter!" und gibt es an die Jupiter- und Pluto - Grube braucht er sich nicht. Die Backen hängen ihm In der Nacht patrouillieren wir gruppenweiter. herunter wie einem Hamster. weise vor den Toren. Eigentlich wollten wir vier Ein Aviso sett Kord davon in Kenntnis, daß Fertig sind wir mit den Herrschaften noch Stunden Dienst machen, aber wir lösen uns nach die Kameraden des süd- und westländischen Koh nicht. Jetzt kommt die Hauptattraktion. Der zwei Stunden gegenseitig ab. Die Nacht ist eislenreviers mit in den Kampf eingreifen. Die Alte wird herbeigeschafft. Die Kameraden wol- falt. Kameraden der Hüttenwerke streifen mit uns. len ihn am Dachboden erwischt haben. Er ist Streitbrecher unterwegs!" signalisiert die Es geht um die Erkämpfung eines höheren Loh- weiß wie eine Ralfwand und zittert. nes, um die sofortige Sozialisierung der Gruben Unter den Galgen mit ihm!" schreit einer. und Betriebe, um die Proklamierung der Ar- Sechs Mann führen ihn unter einen Balfen. Leiter und Bauernregierung. Einer legt ihm die Schlinge um den Hals. Berodka rect ihm ein Schriftstück unter die Nase: Wirst du jetzt den Lohnvertrag und deine Abdanfung unterschreiben oder nicht?"
Ab heute gibt es nur Arbeiterräte!" ruft Berodka.
„ Ruhe!"
Stord spricht jetzt:„ Wir übernehmen sofort die Grubenverwaltung!"
Alle schwingen die Müßen:„ Es lebe die proIetarische Diktatur!"
Weg mit den langen Pfeifen und den Filzpantoffeln! Weg mit den Führern!"
Sie haben uns verkauft!" brüllt einer. Das ist nicht wahr!"
Einer wirft Kohlenstüde gegen das Bürofebäude. Schmeißt den Vogelbauer über den Baufen!"
,, Raus mit der Brut!" Berodka ist vorn
"
Ich habe mit euren Führern verhandelt. Der Lohn ist weit über den Vertrag hinaus bewilligt!" stammelt er.
Die Führer haben nichts zu verhandeln, das sind Kuhhändler!" brüllt Berodka.„ Wirst du unterschreiben?"
Nein!" beharrt der Alte.
" Gustl ziag an!" befiehlt Berodka. Der Kamerad, der den Strick hält, zieht den Allten hoch. Er läßt ihn eine Weile zappeln und dann wieder fallen.
,, Also wirds jetzt oder nicht?" Berodka redt
Franziska Grube. Feine Sache! Sie sollen tommen! Sie wollen sich die Schädel einrennen. But, wir werden gegen sie ausrücken.
heran!"
Der Pazifismus des„ Tag", der allerdings sehr verdächtig ausschaut, da wir die Kriegsstint mung der Hafenkreuzler zur Genüge kennen, beschäftigt sich in seiner Freitagausgabe mit der Frage, ob die Haltung des Genoffen Dr. Czech zum Militarismus der Tschechoslowakischen Republik nicht im Widerspruch zu seiner früheren Stellung zum Militarismus stehe. Ohne den Hakenkreuzlern auch nur das mindeste Recht zu einer solchen Fragestellung einzuräumen, weil sie die letzten sind, die an der Friedensliebe und an dem Friedenswillen eines Menschen oder einer Partei Zweifel hegen können, die seit jeher den Prosit, Hofbräuhaushelden! Kommt nur Krieg befämpft haben, sei den Leuten vom Tag" nur furz gesagt, daß in der Haltung des Genossen Wir treiben sie gegen die Jupiter- Grube auf Czech die Haltung eines überzeugten Gegners des das Jakobi- Feld. Stramme Kerle sind das. Das Militarismus ist, der noch zu keiner Stunde Burra!"- Brüllen verstehen sie aus dem FF. seine Vergangenheit und jene der Partei im in Weit werden sie nicht kommen. Die Stameraden Stampfe gegen den Militarismus vergessen hat. der Jupiter- Grube fangen diese Helden auf. Wir Das freilich wird man im Tag" nicht begreifen. treisen fie ein. Holla, drauf!" Denn dort hat man nur Verständnis für den Ein Kamerad feucht mit der Nachricht her- Bazifismus Adolf Hitlers , der zu einer Privat an: Soldaten mit Maschinengewehren und armee der Hakenkreuzler geführt hat, nicht aber Handgranaten unterwegs!" für den realen politischen Kampf einer Partei gegen den Militarismus. Dieser Kampf hat, wenn auch nicht zur Beseitigung, so doch zu einer wesentlichen Verringerung der Dienstzeit geführt, worüber sich außer den Hakenkreuzlern alle friedensliebenden Menschen freuen,
,, Sechshundert Mann Verstärkung auf die Pluto- Grube!" befiehlt Kord. Sie marschieren ab. Die Situation wird kritisch. ( Schluß folgt.)