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und Kolporteure!

30. Oktober.

Die Verwaltung.

Niveaus unseres Parlamentarismus ange­stellt und hat dabei zur Rechtfertigung des Parlaments angeführt, die eigentliche Arbeit fönne nicht im Plenum, sondern müsse in den Ausschüssen geleistet werden. Das war recht und gut, aber darum war es nicht notwendig, das Parlament in seiner Gesamtheit fast jed­weden Einflusses zu berauben, wie das viele Jahre hindurch bei uns geschah und ihm die Mißachtung auch noch dadurch zu bezeugen, daß der Ministerpräsident niemals an den Verhandlungen der beiden Häuser teilnahm, ja daß auch meist von den Ressortministern baum jemals einer anwesend war.

Samstag, 22. Oktober 1932.

Kundgebung der sozialistischen Eisenbahner.

Geschlossen hinter Organisation und Partel. Vertrauen zu den Führern.

Prag , 21. Oktober. Oktober. Die

T. ZOV.

Metallarbeiter, Achtung!

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Jm Teplit- Schönauer Anzeiger" und in anderen bürgerlichen Blättern werden Arbeits­willige für die Stahlgußhütte Karbiz A.-G. in Williß gesucht. Die Arbeiterschaft dieses Betrie bes steht, wie bereits berichtet, in einem schweren Wir machen darauf aufmerksam, daß in­folge des Staatsfeiertages am Freitag, Eisenbahnerorganisationen( Verband, Unie, Jed- gestellten ohne Unterschied. Es ist die Methode, fernzuhalten. sozialistischen 1er fapitalistischen Welt auf alle An- Abwehrkampf. 3uzug ist strengsten s den 28. Oktober die Nummer vom Samstag, den 29. Oktober entfällt. nota und Federace strojvudcu) veranstalteten die Herr von Papen in Deutschland prat Die nächste Nummer unseres Blattes er- heute nachmittags im Saale der Produktenbörse tiziert und welche unseren patriotischen Kapitali- glückt ist, eine sozialistische Versammlung zu scheint dann wieder Sonntag den eine gemeinsame Plenarversammlung, die einen sten so nachahmenswert erscheint. sprengen und sie in der Debatte Rede und Ant­sehr starken Besuch aufzuweisen hatte. Gegen- Man könne leicht ausgiebige Ersparungen wort stehen müssen. stand dieser Versammlung bildete das berüchtigte machen aber am richtigen Ort. Redner ver- Der Hauptreferent Genosse Osvald gab Gehaltsabbauprojekt des Finanzministers Trapl, wies beispielsweise auf die Diätenschinderei der eine großartige Analyse des gesamteuropäischen wobei die gewerkschaftlichen und politischen Bürokratie und überhaupt auf die Tätigkeit der Fascismus, warnte davor, den tschechischen Funktionäre den versammelten Eisenbahnern glänzend und übermäßig bezahlten hohen Büro- Fascismus zu unterschätzen, obwohl dieser, wegen über die Lage Bericht erstatteten. Nach den ein- fraten, auf die Wirtschaft gewisser Mi- jeiner ganz besonderen geistigen Erbärmlichkeit leitenden Worten des Vorsitzenden Nejedly n isterien, auf die Verwaltung der staatlichen dazu reize, und rief die sozialistischen Studenten auf, Jednota) ergriff als Hauptreferent Genosse Güter und Forste usw. Die Organisationen sind im Stampfe gegen den Fascismus nie zu erlahmen. bereit, geeignete Ersparungsmöglichkeiten nachzu- Die letzte Reserve des Kapitalismus, den Fascis Němec( Unie) das Wort: Einleitend teilte Gen. Němec mit, daß er weisen, die nicht zu Lasten der kleinen mu zu besiegen, um den Weg zum Endziel fre:- von Gen. Minister Bechyně zu der Erklärung Angestellten gehen, sondern dieje- zuntachen, das ist die große Aufgabe der jungen ermächtigt worden sei, daß der sozialistische Blod nigen erfassen würden, die Opfer Generation des internationalen Sozialismus! bei Bildung der neuen Regierung dahin arbeiten u bringen vermögen. Zum Nach der mit stürmischem Beifall aufgenom werde, daß dieses Ressort durch einen Schluß forderte Redner die Eisenbahner menen Rede des Genossen Osvald referierten die Sozialisten übernommen wird und auch die auf, einmütig und geschlossen hin- Genossen Pallenberger und Sliva über Gewerkschaften werden diese Bestrebungen der ter ihren Führern zu stehen. Seine hochschulpolitische Fragen. Auch die Tschechen politischen Parteien tatkräftig unterstützen. Rede wurde mit einmütigem Beifall aufge- baben sozusagen ihre Deutsche Studentenschaft ", den Zentralverband der tschechosl. Studenten". Bum eigentlichen Thema übergehend gab nommen. Für die politischen Parteien spra- Einen tschechischen Rektor, der gleich den Herren Genosse Němec eine durch Ziffern belegte Gr läuterung des Planes der 15prozentigen line- chen sodann Genosse Abg. Ing. Nečas und für Nicolo und Saerpfer die Hochschulfa cisten aren Gehaltstürzung". Die Zahl der die Nationalsozialisten Abg. Bergmann, die die offiziell unterstützt, gibt es allerdings noch nicht. In der Diskussion waren die Fascisten durch dieses Projekt betroffenen Personen beläuft volle Unterstützung ihrer Klubs versprachen. Es gibt der Gründe für das Schwinden sich auf 665.808 und die Summe, die in Frage Als letzter Redner sprach Genosse Abg. bestrebt, ihre geistige Unzulänglichkeit durch des Ansehens unseres Parlamentarismus noch steht, beträgt nicht weniger als 1125 Millionen. Grünzner im Namen der Deutschen so- Krawall wettzumachen, wurden aber von den mehrere und an so manchem trägt auch die Redner verweist darauf, daß nach der Lage der zialdemokratischen Arbeiterpartei. Ordnern sehr schnell zur Ruhe, bzw. an die frische Partei, deren Blatt sich auf einmal bemüßigt Dinge die Eisenbahner ihre eigene Abwehraktion Er erklärte es als Selbstverständlichkeit, daß un- Luft gebracht. Der fommunistische Student Du­sere Partei sich vollkommen hinter den Abwehr- bina überbrachte der Versammlung die Grüße fühlt, über den Niedergang des Parlamenta energisch durchführen müßten. rismus zu flagen, einen Teil der Schuld. Den- Die Organisationen haben bekanntlich gleich kampf der Eisenbahner stelle. Wir müssen heute seiner Genossen und trat ebenso wie vorher schon noch wollen die ,, Národnii Listy" nur einen anfangs jede Verhandlung über eine lineare Ge- mit der unverantwortlichen Dema- die sozialdemokratischen Redner für die Bildung Grund sehen: das Listen- und Pro- baltskürzung abgelehnt. Der Finanzm.rister hat gogie von links und rechtsrechnen. einer einheitlichen antifascistischen Kampffront ein, portionalwahlrecht! Hier kommt der sich zur Begründung auf den fritischen Stand Umso notvendiger sei der Zusammenschluß un- deren Bildung, unbeschadet aller Gegensäße inner­der Staatskasse berufen. Auch Ministerpräsident ter Führung der sozialistischen Parteien und ins- balb der Arbeiterklasse, heute schon möglich ist. Nach einem furzen Schlußwort des Genossen schlecht verhüllte Pferdefuß dieser Auch- Demo- udržal hat sich hinter dieses Projekt gestellt. besondere die Abwehr des internationalen Fascis fraten deutlich zum Vorschein. Das Verhält- Unter größter Aufmerksamkeit und oft un- mus, der sich heute allerorten gegen die Demo- Osvald und der Annahme einer Resolution, die niswahlrecht möchten sie beseitigt sehen! Son- terbrochen von Beifall und Kundgebungen des tratie zum Angriff rüstet. Es ist eine unbestreit- fich in scharfen Worten gegen die nationalistischen derbare Schützer und Anwälte der Demokra- Unwillens berichtete Gen. Němec über die durch- bare Tatsache, daß wenn heute nicht So- Seber, die fascistischen Feinde der Arbeiterklasse, tie, welche die Demokratie schmälern wollen! geführten Interventionen. Bei nüchterner Be- ialisten in der Regierung fäßen, wendet und die Tagesforderungen der proletari Also darauf ist es abgesehen! Nach dem natio- urteilung könne man bei aller Anerkennung der der Gehaltsabbau in kurzem Wege schen Studenten enthält, wurde die Versammlung naldemokratischen Blatte sollen alle Uebel von bestehenden Schwierigkeiten den übermäßigen und ohne lange Diskussion schon mit dem Gesang der Internationale" und der Roten Fahne" geschlossen. den gebundenen Listen herkommen: die Abge bingt teilen. Wenn die Finanzverwaltung die redner mit der demagogischen antifozialistischen Pessimismus des Finanzministers nicht unbe- längst durchgeführt wäre. Gen. Grünzner rechnet ebenso wie die Vor­Streit in Bodenbach. ordneten stünden nicht mehr im Kontakt mit Absicht verfolgt, Reserven zu schaffen, so sei redner mit der demagogischen antisozialistischen ihren Wählern, sondern seien den Sekretaria- nach den gemachten Erfahrungen die Befürchtung angestellteninteressen ab( vor allem der bekanna pierwarenerzeugung in Ulgers­Hebe gewisser angeblicher Vertreter" der Staats­Bei der Firma Fingerhut& Co., ten ihrer Partei untertan, die sie auf Ver- nicht abzuweisen, daß diese Reserven ten Grefutive"). Er schloß mit einem Appello rf befindet sich die gesamte Belegschaft im sammlungen herumschicken, sie mit Interven- lehten Endes zur Honorierung ver­tionen überhäufen, so daß sie kaum mehr Zeit schiedener agrarischer Forderun- an die Versammlung in Treue zu ihrer Organi- Streit. Seit 1. Feber d. J. setzte die Firma die und Partei zu stehen. Nur der Sozia- bestehenden vertraglichen Löhne um 15 Prozent finden, ein Buch zu lesen oder ein gründliche- gen dienen würden.( Beifall.) Redner stizziert die Denfungsart der lismus tann den Weg aus dem heu herab, ohne dem zuständigen Verband die Mög res Studium einer Gesetzesvorlage vorzuneh bürgerlichen Koalitionsparteien, tigen Elend zeigen. An uns allen lichkeit einer Verhandlung zwecks Abschlusses eines men, so daß ihnen ein höherer Ueberblick über die sich nicht scheuen, den Abbau als einen Ati liegt es, dem Sozialismus die Macht neuen Lohntarifes zu geben. Nachdem wieder­die heimischen und ausländischen Verhältnisse der ausgleichenden Gerechtigkeit hinzustellen. Sie zu geben, diesen Weg auch zu babholte Interventionen seitens des Vertreters des fehle. Auch fühle sich der Abgeordnete oder hegen die Erwartung, daß nen.( Großer Beifall.) Verbandes sowie des Betriebsausschusses erfolg Die Versammlung nahm hierauf mit Ein- los blieben, entschloß sich die Arbeiterschaft, den Senator nicht mehr seinen Wählern, sondern stimmigkeit eine Resolution an, die ihr aufgezwungenen Kampf aufzunehmen. Zu­mur mehr seiner Partei verantwortlich, er nach einem entschiedenen Protest gegen die sozial zug ist streng fernzuhalten! dürfe nicht das tun, was jeweilig seiner ungerechten Abbaupläne den Organisationen das Ueberzeugung entspreche, sondern müsse sich volle Vertrauen ausspricht und die absolute dem Willen und Kommando der Parteileitung Es handelt sich um einen Frontalangriff Solidarität der Eisenbahner mit ihnen betont. unterordnen. Dieses Ueberwuchern des Partei­wesens sei unvermögend, eine Gesundung des öffentlichen Lebens zu bewirken.

nach diesem Abbau automatisch auch eine allgemeine Lohnsenkung aller Kategorien der Privatangestellten und Arbeiter play­greifen würde.

Weitere Berlesungen

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10); Unpoli

Gipfel des Wahnsinns. Nazis als antifascistische Delegierte der Kommunisten!

gestern die Stapitel Soziale Fürsorge" und In der böhmischen Landesvertretung wurden Schulwesen" behandelt. Zum ersteren Rapitel wurde und einen anderen Zeugen( Lustig), nicht sprach Genoffin Deutsch , zum letzteren Genosse Dr. Oberthor, betreffen soll. Weiter wurde die Iner. Die nächste Sigung wird am fo Es ist uns nicht bekannt, daß die Par­menden Dienstag stattfinden. im Brünner Jungiturmprozeß. Strafanzeige gegen Franz und Georg Stříbrný, tei der ,, Národni Listy" jemals sich dazu auf­Erfolgreiche Gemeindewahl. In Blosdorf geschwungen hätte, ihre Parteiinteressen all­Ingenieur Cerny und Franz Stejskal in einer Brünn , 21. Oktober. Der gestrige Tag mar anderen Angelegenheit( Mutějovicer Kohle) ver- bei Mährisch- Trübau erhielten bei der am gemeinen Interessen aufzuopfern, vielmehr wiederum der Berlesung verschiedener Dokumente lesen. Aus dem Schriftenmaterial des Bezirks- 16. Oftober durchgeführten Gemeindewahl die wissen wir, daß es kaum eine andere Partei und Briefe gewidmet. Ein wenig lebhafter ge Exekutionsgerichtes in Prag wurde festgestellt, deutschen Sozialdemokraten 51 Stimmen gibt, die sich wie sie stets nur vom engherzig- staltete sich die sonst eintönige Verhandlung, als daß gegen Sichrovsky eine erfolglose Erefution und 2 Mandate gegenüber 27 Stimmen und sten Parteistandpunkte leiten läßt. Doch davon der Angeklagte Schmidt auf Befragen erklärt, wegen nichtbezahlter Steuern im Betrage von feinem Mandat bei den Wahlen 1928. Tschechische abgesehen heißt es im Trüben fischen wollen daß er vom Jungsturm nichts Näheres gewußt 21.574 K geführt wurde und der Angeklagte im Sozialdemokraten 160( 13- 1); deutsche habe, während der Staatsanwalt auf dem Stand­und unehrlich handeln, wenn ein Blatt, das punkt steht, daß dies nicht wahr sei. Auf einen Jahre 1931 den Offenbarungseid geleistet habe, Nationalsozialisten 1525( 1013); Bund doch selber Sprachrohr und Kampforgan einer Sinweis, daß die Abbildungen in der Jungsturm- aus dem ersichtlich ist, daß ihm von den verdien- der Landwirte 662( 544); Deutsche ten Millionen nur zwei Anzüge, zwei Uhren, Chriftlichsoziale 178 Partei ist und neben dieser Partei keine ande- zeitung, die Jungsturm- Mitglieder bei Paraden zwei Revolver, ein Verlobungsring, eine Lebens- tische Wirtschaftspartei 23-0. ren Götter dulden möchte, gegen das Partei- und Aufmärschen zeigen, darauf schließen lassen, versicherung auf 20.000 K und eine dubiose For­wesen loszieht und das Listenwahlrecht und daß es sich um eine militärisch organisierte Ver- versicherung auf 20.000 K und eine dubiose For­derung auf eine Million Kronen gegen Otto Kab dieses Parteiwesen für unsere unzulängliche einigung handle, sagte Verteidiger Dr. Lochmann, verblieben. Bei seiner Frau, die ein Uhrenge schäft besitzt, hat er sich unentgeltlich Wohnung und in ihrem Ansehen gesunkene Demokratie daß man im Haufe der Lidove Noviny" Bilder von Stautaufmärschen und Lagern ausbedungen. Aus der Untersuchungshaft wurde verantwortlich zu machen sucht. Was das sehen könne, die sich von denen in der Jungiturm- Sichrovsky gegen eine Raution von einer Million Aus Karlsruhe wird dem SPD. - Dienst Listenwahlrecht betrifft, so hat dieses ebenso zeitung durch nichts unterscheiden. Der Staats- Kronen entlassen, wovon für die Hälfte die Bank berichtet: Man ist zwar von den Kommunisten wie das Einzelwahlrecht seine Vorteile und anwalt bemerkte hiezu: Wenn zwei das­Nachteile, nur mit dem Unterschiede, daß das selbe tun, dann ist es nicht dasselbe." für Handel und Induſtrie( Länderbank) garan- Bieles gewöhnt. Was sie sich aber dieser Tage erstere ungleich mehr den demokratischen Wil - Längere Zeit nahmen die Verlesungen der bei ierte; der Garantieschein ist noch beim Strafge- geleistet haben, dürfte doch noch nicht dagewesen len des Volkes zum Ausdruck bringt und ge- Cermat beschlagnahmten Dokumente in Anrichte deponiert. Längere Zeit wurde der Verein. Unter der Flagge, ampfbund gegen rechter ist als das letztere. Einer der Vorteile spruch. Große Seiterkeit löfte die Aussage Cer- lesung des ausführlichen Protokolls über die den Fascismus" hielten sie hier eine öffent­des Verhältniswahlrechtes ist auch, daß der maks aus, der bei der Verlesung seiner militäri- Sibung des Abgeordnetenhauses der Nationalver- liche Bersammlung ab, die von etwa 200 Berjo­politische Kampf doch einigermaßen entpersön schen Pläne" erklärte, daß er vielfach trigono- ammlung vom 10. Juli 1931 gewidmet, in wel nen besucht war, ein für Karlsruher Berhältnisse Georg Stribrny wegen des Verbrechens des guter Besuch. Unter den Besuchern befanden sich ficht wird, ein Vorteil, den niemand, der die Getrische Rechnungen durchgeführt hätte. Meineides zur Strafverfolgung ausgeliefert wurde. etwa 20 Nationalsozialisten. Redner war ein Re­dakteur des Mannheimer Kommunistenblattes. häßlichen persönlichen Kämpfe früherer Zeiten fer Zeit in der Schule im Rechnen, unge= Nach Schluß des Referats fand die Wahl von bei Wahlen in Erinnerung behalten hat, genügend" gehabt hatte. Nach der Verlesung der Delegierten zu einem dieser Tage in Karlsruhe ring einschätzen wird. Und das Parteiwesen? Statuten des judetendeutschen Freiheitsbundes der tschechischen sozialdemokratischen stattfindenden Kampftongreß der antifascistischen Es ist bezeichnend, daß jene Gruppen und beantragte Dr. Lochmann, daß die Angeklagten in Studenten. Einheitsfront" statt. Ausgerechnet zu dies Personen am meisten gegen das angebliche einer gemeinsamen Zelle untergebracht sem Antifascistentongreg wählten Parteiunwesen losziehen, welche selber feine werden und nicht, wie bisher, in Einzelzellen. Der Dienstag abends fand im großen Saale des die 180 Kommunisten als Delegierte Bartei hinter sich haben oder die geringe Gel. Staatsanwalt hatte dagegen nichts einzuwenden. Gewerkschaftshauses eine von einigen hundert zwei der anwesenden Nationalso Hierauf wurde die Verhandlung auf Montag ver- tichechischen Studenten besuchte antifascistische zialisten! Man möchte solche Berrücktheit tungsmöglichkeiten haben. Sich als Partei, tagt. Morgen findet keine Verhandlung statt, da stundgebung unserer tschechischen Studenten- nicht glauben, wenn das hiesige nationalsoziali wie es die Nationaldemokraten tun, über den ein militärischer Sachverständiger an der Teil- genossen statt. Es ist sehr zu bedauern, daß von stische Blatt nicht siegesstrahlend die Namen der Parteien stehend" auszugeben, ist Heuche- nahme verhindert ist den deutschen Belangewahrern niemand anwesend beiden fascistischen Antifascisten mitteilen würde! war. Sie hätten, wenn sie sich die Fähigkeit be­wahrt hätten, aus irgendetwas eine Lehre ziehen zu können, erkennen müssen, wie unrecht sie mit Iglau , 21. Oktober. In der Nachmittagsver- ihrem antitschechischem Geschrei haben. Durch das Genf , 21. Oktober. Nächsten Montag beginnt nicht ganz echte Demokraten, die gegen das handlung wurde festgestellt, daß sich mehrere tschechische Bolk und die tschechische Studenten­Barteiwesen zetern. Und da sie es nur des- Zeugen nicht eingefunden hatten, weshalb die schaft geht dieselbe klassenmäßige und politische die Oktobertagung des Verwaltungsrates des halb tun, um für eine für eine Einschränkung der ganze Zeit auf die Verlesung des Beweismate Scheidung wie bei den Deutschen und mit den internationalen Arbeitsamtes, die in diesem rials verwendet wurde. Vorher erklärte aber der gleichen blödsinnigen Scheinargumenten, die auch Jahre in Madrid stattfindet. Hauptgegenstand Demokratie Stimmung zu machen, weiß man Gerichtsvorsitzende Stibinger, daß die dem Zeu- unsere Hakenkreuzler benügen, wenn sie einer der Madrider Tagung bildet wiederum die von umso besser, was man von ihrer demokrati- gen Dr. Oberthor gestern vorgelegte Frage über Diskussion nicht ausweichen fönnen, arbeiten die Italien geforderte Einführung der 40­Ichen Gesinnung zu halten hat. die Provision von 80.000 K irrtümlich gestellt tschechischen Fascisten, wenn es ihnen nicht ge- Stundenwoche in der Industrie.

lei und ist etwas undemokratisches. Denn nur

bie Partei ist es, die den Kampf um den Der Stříbrny- Prozeß. Volkswillen führt, der ganz konkret als Par­teiprogramm erscheint. Es sind, milde gesagt,

die­

Große antifascistische Rundgebung

Tagung des internationalen Arbeitsamtes.