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Freitag, 16. Dezember 1932
„ Der Tag" an der Seite der Steuerdefraudanten!
Nr. 296
parlamentarische Spar- und Kontrolltommission. Die Vorlage wurde schließlich am Nachmittag mit einigen kleineren Aendes rungen genehmigt. Eine dieser Aenderungen be= trifft den Paragraphen 6; demnach wird schon die einfache Mehrheit der Mitglieder der
Das ist Nationalfozialismus. Aus Protest gegen die Verschärfung des Gefängnis Regimes sind mehrere so„ Der Tag" hat sich just in den letzten der„ gesunkenen Moral" seiner etwaigen Angeber Sommission( und nicht erst eine Zweibrittelmehrzialdemokratische und kommuni- Wochen an der Sozialdemokratie um der Kür seine bessere, seine Steuermoral entgegensetzen. heit) befugt sein, eine Untersuchung nach§ 28, stische Gefangene im Gefängnis St. Antoine in zung der Staatsbeamtengehälter willen gerieben. Und wenn Der Tag" meint, daß das Endergeb- allerdings nur über Antrag des Ausschusses, zu Genf in den Hungerstreit getreten. Die Gejan- Er gab allen Kundgebungen Raum, deren Ini- nis einer schärferen Kontrolle eine allgemeine beschließen. Beschließt die Stommission einen Begenen sizen wegen der Genfer Ereignisse in tiatoren wissen wollten, wie das Milliarden Konkursüberschwemmung" sein werde, so ist das richt an die Kammern, so soll dieser zuerst dem Haft. Unter ihnen befindet sich der bekannte defizit ohne diese Kürzung beseitigt werden zwar ein sehr unklares Deutsch, aber der flare Budgetausschuß des Abgeordnetenhauses zugetommunistische Agitator Hundert- Droz. könne und sagte der Sozialdemokratie Beamten - Beweis dafür, daß auch die Tag"-Redaktion sehr wiesen werden. feindlichkeit nach, ohne auch nur den Versuch zu wohl weiß, wieviel gute Geschäfte" mit den dem digen. Insbesondere wurde immer wieder auf unternehmen, ihre Beweggründe sachlich zu wür- Staate vorenthaltenen Mitteln florieren. Woher weiß„ Der Tag", daß sich das neue die Steuerrückstände hingewiesen, die, nebenbei Gejez weniger gegen die wirklichen Steuergesagt, unter dem Bürgerblod aufgelaufen defrautanten" richten werde? Es geht, wie wir sind. Die Eintreibung dieser Steuerrückstände ihm verraten wollen, nur um sie, gerade um die sei möglich und bringe dem Staat die erforder- frechten und fettesten" unter ihnen, die, etwa lichen Mittelso argumentierte die sozialisten- 4000 an der Zahl, die Steuerhinterziehung nach feindliche Presse und„ Der Tag" mit ihr.
amerikanische Haushalt ein Defizit von rund 12 Milliarden Markt aufweist, das durch beträchliche neue Steuern ausgeglichen werden muß. Allerdings sind auch die deutschen Reparationen an Frankreich als Wiederaufbauanleihen unter den Millionen von französischen Sparern untergebracht worden, die gleichfalls Ansprüche an ihren Staat stellen. Die Lage ist also taum weniger schwierig für Frankreich als für Amerika .
Nun ists also soweit, daß die Steuerhintersieher härter angefaßt werden sollen, daß der Betrug, der fortgesetzt durch Steuerhinterziehungen an dem Staat begangen wird, durch gesetzliche Maßnahmen erschwert werden soll. Was gefchieht jedoch?
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,, Der Tag" stellt sich an die Seite der Steuerhinterzieher. Er scheut sich nicht, die Argumente zu übernehmen, die das reichlich jüdische und ausschließlich kapitalistische Prager Tagblatt" gegen das neue Gesetz ins Treffen führt.
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Der Außenhandel im November. Gesamtumfaß des Außenhandels in den ersten elf Monaten 1932 faum 40 Prozent vom Umsatz 1929.
Das Statistische Staatsamt veröffentlicht
geradezu wissenschaftlichen Methoden betreiben. soeben die Daten des Außenhandels im NovemSo ist es z. B. vorgekommen, daß in der ber 1932. Darnach betrug in dieser Zeit die EinKanzlei einer großen Firma ein wichtiges Buch fuhr 622 Millionen gegen 1041 Millionen im vor den Augen der Kontrollkommis- November des Vorjahres. Die Ausfuhr 637 Milsi on von einem Beamten an sich genommen lionen gegen 1112 Millionen im Vorjahr. Die und in einen anderen Raum geschafft wurde, Einfuhr beträgt also 60 Prozent, die Ausfuhr der, da nach dem jetzigen Gesetz nur in Betriebs- 57 Prozent der Ein- und Ausfuhr im November räumen kontrolliert werden kann, nicht durch des vorigen Jahres. sucht werden durfte. Auch eine Leibesvisitation In den ersten elf Monaten betrug die Einwar unmöglich, so daß man die Erfolglosigkeit fuhr in die Tschechoslowakei 7370 Millionen der Steuerkommission mit sehr begründetem( gegen 15.590 Millionen in der gleichen Zeit des Vorjahres), die Ausfuhr 6717( 11.983 millionen). Hohnlachen quittieren konnte. Die Einfuhr betrug also 70 Prozent, die Ausfuhr nur 56 Prozent der Ein-, bzw. Ausfuhr in der gleichen Zeitperiode 1931. Wie sehr unser Außenhandel gelitten hat,
Am schwierigsten ist sie allerdings für England, das Amerika nicht nur doppelt so viel schuldet als Frankreich , sondern auch selbst von Frankreich und anderen euro päischen Gläubigern beträchtliche Summen zu erhalten hat. Außerdem ist Englands Finanzlage seit anderthalb Jahren sehr kritisch und seine Währung in dauernder Gefahr, wähvend Frankreichs Währung durch eine beträcht- Die Moral sei heute so tief gesunken, schreibt liche Ansammlung von Gold seit sechs Jahren Der Tag", daß auch der anständigste Steuervor jeder Erschütterung gesichert ist. Wennzahler vor Verdächtigungen nicht mehr sicher sei.„ Der Tag", der doch vorgibt, es mit den ArEngland trotzdem, nachdem alle Versuche, Amerika zu einem Entgegenkommen zu bewe- sich der Verdächtigungen wohl zu erwehren und für die Leute aufbringt, die zum nicht geringen Nun, der anständige Steuerzahler wird beitern zu halten, ein so großes Verständnis gen, gescheitert sind, zähneknirschend die schärfere Kontrolle zu ertragen wiffen. Wer Teil an der jetzigen Krise der Staatsfinanzen den Beschluß gefaßt hat, seine ungeheure nichts zu verbergen hat, der kann bei einer schär- und dadurch an der Herabsehung der Beamten Rate von 420 Millionen Mark am feren Kontrolle nur an Ansehen gewinnen und gehälter mitschuldig sind.
Gesetzesprolonierung en gros.
Aus der gestrigen Senatssitzung. Prag , 15. Dezember. Der Senat hat heute nicht weniger als fünf Gesetze, deren Gültigkeit mit Ende dieses Jahres abläuft auf ein bis drei Jahre verlängert.
Gegen solche Steuerbetrüger also richtet 1933 befristet werden dürfte. sich das neue Gesetz, das übrigens nur bis Ende Es ist immerhin bemerkenswert, daß sich
geht daraus hervor, daß der Geſamtumsah des betrug. In derselben Zeit 1931: 22.5 Milliarden, Außenhandels( Ein- und Ausfuhr) in den ersten elf Monaten 1932 insgesamt 14 Milliarden 1930: 30.5 Milliarden und 1929: 36.4 Milliarden. Der Gesamtumsak unseres Außenhandels hat also in den ersten elf Monaten 1932 nur 39.3 Prozent des Umsatzes der ersten elf Monate des letzten Konjunkturjahres, das ist 1929, betragen!
Selbstverwaltungskörperschaften befindlichen Werke überhaupt leinen Bezug, ebenso nicht auf die Werke, die mit dem Staat bereits freiwillig einen Vertrag Schwierigkeiten mit dem Autotransportges über die spätere Uebernahme geschlossen haben. jet. Der Budgetausschuß des Senates hätte die Abgaben von Amtshandlungen mobiltransport erledigen sollen. Da jedoch einige Bis Ende 1935 wurde dann das Gesetz über gestern Nachmittag das Gesetz über den Autogenehmigt. Hiezu erklärte der Referent, daß die Differenzen politischer und technischer Art noch Regierung an an einem neuen Gebührengesetz nicht ausgetragen sind, fand eine gemeinsame arbeite, das aber noch nicht verhandlungsreif Sigung der Koalitionsmitglieder des Budget- und fei. Es bleibe also nur die Verlängerung des des technischen Ausschusses statt, welche jedoch zu Gesetzes übrig, da die Staatskaffe den Ertrag feinem Ergebnis gelangte und sich auf heute von 40 Millionen, den das Gesetz alljährlich ab- vormittags vertagte. Infolgedessen wurde die Sigung des Budgetausschusses abgesagt und auf Daß die Vorlage für die arme Bevölkerung wirft, nicht vermissen könne. dieser Gegenden von großer Bedeutung ist, geht Schließlich wurde auch noch die Verlänge- heute verlegt. Die angedeuteten Differenzen schon daraus hervor, daß die in Frage kommenden rung des Gesetzes über die Gebühren betreffen unter anderem auch die sprachenerleichterungen bei Fusionen bei Fusionen bis rechtlichen Bestimmungen des§ 12, Weideplätze ein Ausmaß von 267.000 Joch erreichen; die Zahl der Weideberechtigten beträgt etwa Ende 1935 angenommen, nicht ohne daß Miku- gegen die die deutschen Regierungsparteien cine 46.000. Die Referenten wie auch der Debatteredner liček die Gelegenheit wahrgenommen hätte, ablehnende Haltung einnehmen, namentlich was definitive Lösung dieser Frage als dringend not- ie die Reichen begünstigen". Daß durch solche Berührung mit dem Publikum kommt, für diesen entwich, ein tschechischer Genosse, erklärten eine gegen die Regierungsparteien loszuziehen, weil die Vorschrift betrifft, daß das Personal, das in Fusionen oft lebensunfähige Betriebe erhalten dienstlichen Verkehr angemessen" der StaatsAuf ein Jahr, d. i. bis Ende 1933, wurden und so auch ihre Arbeiter- und Angestelltenschaft sprache kundig sein, bezw. diese Kenntnis nachdie Frist zur Bezeichnung der gemein vor der sonst unvermeidlichen Kündigung bewahrt träglich binnen einer von der Regierung festgenütigen Elektrizitätsgesellschaf- bleibt, darauf ging Herrn Mikuliček allerdings setzten Frist nachweisen muß. Aber auch gegen eine Reihe technischer Vorschriften wurden von ten und das provisorische Automo- nicht ein. verschiedenen Seiten Einwendungen erhoben. bilgesen vom Vorjahre verlängert. Letzteres erlischt automatisch, falls das definitive Automobilgesetz schon vorher in Kraft treten sollte.
15. Dezember zu bezahlen, so entspringt dieser heroische Beschluß einer Zwangslage. England befürchtet, daß, wenn es das Signal zur einjeitigen Abänderung eines Schuldenvertrages geben würde, dieses Beispiel von seinen eigenen Schuldnern, insbesondere von Australien und Frland, befolgt werden könnte, was unabsehbare Folgen für die britischen Finanzen nach sich ziehen würde. Zunächst wurde das Gesetz über die geEngland hofft nun auf bevorzugte Be- meinschaftliche Benübung von Weihandlung durch Amerika , und es dürfte in der den in der Slowakei und Karpathorußland bis Tat von der Empörung profitieven, die in Ende 1935 verlängert. Washington über die französische Vertragsverlegung ausgebrochen ist. Die Amerikaner, die sich seit 15 Jahren als Schiedsrichter und Geldgeber der Welt aufspielen und die daran gewöhnt waren, sich stets und überall durch zusetzen, können es zunächst gar nicht fassen, zusetzen, können es zunächst gar nicht fassen, daß es eine Macht überhaupt wagt, ihnen die daß es eine Macht überhaupt wagt, ihnen die Stirn zu bieten. Es werden dovt wilde Verwünschungen und Drohungen gegen Frankreich ausgestoßen. Man spricht von diplomatischem und sogar von Handelsboykott. Aber wir glauben, daß sich die erste Aufregung bald legen und nüchterner Betrachtung der Verhältnisse Platz machen wird. In Wirklichkeit war die französische Auflehnung notwendig, um den seit Jahren schwelenden Schuldenkonflikt zum Austrag zu bringen, und um eine vernünftige Neuregelung zu beschleunigen, die seit dem Hoover- Moratorium und seit dem Lausanner Abkommen logisch und unvermeidlich geworden ist.
Franz Heller:
Der k. u. k. Sanitätsdickus
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wendig.
Die nächste Sigung wurde für Montag, den 19., um 4 Uhr nachmittags anberaumt. Auf der Tagesordnung stehen drei Markenschutzvorlagen und ein Handelsabkommen.
Debatte genehmigt, da die damit zusammenhängenDie erstere Vorlage wurde überhaupt ohne jebe den, seinerzeit so heftig umstrittenen Fragen im Sparkommission verhandlungsreif. Vorjahr schiveßlich nach einem gütlichen Uebereintommen zwischen den in Betracht kommenden Wer- Prag , 15. Dezember. Der verfassungsrecht fen und dem Staat bereits geregelt worden sind: liche Ausschuß befaßte sich heute in Anwesenheit die Fristverlängerung hat auf die im Besitz von des Innenministers mit der Vorlage über die
Die neue Novelle zur Umsatzsteuer, eine der Bedeckungsvorlagen zur Ausgleichung des Staatsvoranschlages, wurde gestern im Senat aufgelegt und den Ausschüssen mit viertägiger Frift zuge wiesen. Es handelt sich um die Aufhebung der bei der letzten Erhöhung der Umsatzsteuer den fleinen Unternehmern mit einem Jahresumsatz bis zu 150.000 K zugestandenen Befreiung von den damals beschlossenen Zuschlägen.
Nach einigen Wochen war Exzellenz glän- gerne zu seinem alten Wohltäter geeilt, allein kung auf das Auditorium war er überzeugt. Allzendst rehabilitiert und erhielt ein Armeekom- lein Meister hatte anders entschieden, denn, da zu schwere Sorgen mußte ihm übrigens auch das mando, aber auch Herrleben war ein großer Mann schlechte Nachrichten fehlten, jah er die Notwen- laute Vorbeten nicht verursachen, denn er war geworden, denn über die Aufnahme der Jünger digkeit Emil abzuschicken, nicht ein. Auch hatten zu der Erkenntnis gekommen, daß es der Ton ist, und Jüngel in seine Schule entscheidend, entschied sich massenhaft neue Adepten gemeldet, welche die welcher die Musik macht und für Melodien hatte er vielfach über Tod und Leben; er ging mit einer Wirksamkeit in kleinen Gemeinden gegen eine er ein scharfes Ohr und ein ausgezeichnetes( Sederartigen Objektivität vor, daß selbst konfessio- mehr Ansehen und Geld versprechende bei der t. dächtnis; er hatte seinem Lehrer ein rhythmisches Ursprünglich wollten die Autoren jede zehnte nelle Zugehörigkeit nur eine sehr untergeordnete u. t. Armee vertauschen wollten; es ist ja bekannt, Gestammel frei aneinander getuppelter Umlaute Seite herausreißen, doch hätte es das Werk sehr Rolle spielte, das heißt, er gewährte auch Voll- daß derartige Gottesdiener frür ihr frommes Wir- vorgeführt und Herrleben hatte sich geäußert, verschandelt, auch fand Emil, bevor sich der Alte blutariern Schutz und Aufnahme, wenn sie sich fen erst im Jenseits ihre Belohnung erhalten und wenn noch etwas Heiserkeit hinzukäme, konnte sich durch zehn Seiten durchgelesen hätte, wäre sein als Proselyten erklärten, was in der Regel auf sich hinieden nur mit fleinen, zumeist überdies die Geschichte zur Not in Targowica bis zu den bißchen Verstand längst beim Teufel. Das war feine Schwierigkeiten stieß. Nur gewisse, über nicht pünktlich einlaufenden A- Konto- Zahlungen hohen Feiertag halten. So trat Emil Meltsch die ein Irrtum. Exzellenz war von der tiefen trieben orthodoxe Schriftgelehrte wollten damit begnügen müssen. Um einem derartigen Gottes- weite Reise an. Im letzten Moment hatte ihm in Religiofität und glühenden Vaterlandsliebe des nicht einverstanden sein. Ihnen gegenüber recht manne den Besuch seines Kurses zu ermöglichen, der Bahnhofshalle der Targowicaer einen Brief Buches derart begeistert, daß er den Kriegs- fertigte Herrleben einen Standpunkt mu: dem gab Herrleben Emil als Vertreter in die abge- zugesteckt und den holte Emil im Eisenbahncoupé ministerium den Vorschlag unterbreitete, Serr- Gebote der Bibel, man dürfe auch einen Heiden legene Gemeinde Targowica. hart vor Targowica heraus und begann zu lesen: leben als Instruktor für die f. u. t. Feldrabbiner nicht verdursten lassen. Daß er diese Proselyten Der Targowicaer Jünger war ein winziges, „ Geliebter Bruder in Christo! zu bestellen. Dem Vorschlage wurde stattgegeben längere Zeit für ihren Beruf vorbereiten mußte. engbrüftiges Männchen, mit einer zarten Stimme, und die Errichtung einer Fachschule zur Heranwar wohl selbstverständlich und wurde von ihnen die er aber nur über Befragen anstrengt; sonst bildung dieser wichtigen Kriegsfunktionäre be- gerne eingesehen und mit Geduld ertragen. Auch war er stumm, verloren, verträumt, unendlich willigt. Trotz des schwindelig hohen Schul- Exzellenz mußte sich gedulden und durfte Emil traurig; in die eigene Tiefe oder in die fernste geldes war der Andrang der Jünger ein enor- nicht mitnehmen, denn der Meister hatte erklärt: Ferne nach seinem gestrengen Gotte stierend, mer. Der Grund hiefür lag wohl teilweise in Er macht zwar gute Fortschritte und kann schon schien er durch profundes Wissen und große Sitdem starken verlangen nach Gott, welches die den kleinen Fluch, aber der kleine Fluch ist wirktenstrenge ersetzen zu wollen, was ihm an förKinder Jsraels in Zeiten der Kriegsnot und jam höchstens gegen Montenegro, um zu vernich- licher Straft und Tugenden gebrach. Emil tat er schlechter Konjunktur zu erfassen pleat, sum ten einen Feind der da ist groß und mächtig, muß sehr leid und er betrieb jetzt das Studium sehr anderen Teile auch in dem Umstande, daß die er erst lernen den großen Fluch." Exzellenz ifrig, um den Gottesmann würdig ersetzen zu approbierten f. u. t. Gottesjünger gleich Haupt- drängte:„ Ich will ihn mithaben, so lange er bei können. Er hatte sich einen ziegenartigen Bart und Ohrlöckchen wachsen lassen, trug einen langen mannsrang erhielten. Kein Wunder, daß Emil mir war, hatte ich stets Glüd." Staftan und auf dem Kopfe einen Fuchsschwanz. Wenn ihm noch etwas einige Schwierigkeiten bereitete, war es höchstens das Beten, das heißt nur das laute; in stummes Gebet andächtig versunfen, fonnte er es mit jedem Wunderrabbi aufnehmen, denn das zerknirschte Schlagen gegen die Brust und das Wackeln mit dem Körper nach den vier Himmelsrichtungen in religiöser Verzückung beherrschte er meisterhaft. Seine Spezialität aber waren vaterländische Predigten, die er an hohen Feiertagen in einen der beiden Flüche auslaufen assen wollte. Die Wirksamkeit auf den Verlauf er Ereignisse blieb abzuwarten, von der Wir-]
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ausrief: Oh, wäre ich doch als Jud geboren!" ,, Gott soll bewahren einen jeden vor so einer Der Meister war getränkt: Herrleben bin' ch Rede, das ist Aberglauben und der Herr würde denn e rückschrittlicher Mensch, der da frägt wes vernichten die Armee in die italienischen Berge, Glaubens einer ist, die Hauptsache ist, daß man wie er vernichtet hat den Pharao im Roten ist ein anständiger Mensch und ehrlich und Herr- Meer." Man einigte sich schließlich, den Jünger leben, das bist du, geh zu die Exzellenz und iag bis zur Beendigung des Kurses im Studium zu ihm, ich will dir geben einen Freiplatz, damit er belassen, nur für den Fall, daß böse Nachrichten hat, bis er wieder ins Feld zieht, e verläßlichen über die Armee durchsickern sollten, würde Emil Feldrabbiner, der es versteht ihm herunterzubeten vom Himmel den Sieg über die Feinde. damit ihn nicht erringen foll, Gott behüten, die Konturrenz, ein anderer General, denn dann ist es noch schlimmer, als wenn siegen würde der Feind."
ofort nachkommen; die weitere Ausbildung sollte bauptsächlich in der Richtung des großen Fluches erfolgen, unter Vernachlässigung überlebten Baltastes.
Der Kurs war abgelaufen und Emil wäre
Wie Du schon aus der Ueberschrift ersiehst, habe ich den ganzen Schwindel durchschaut und Gott lohne Dir Deine gute Absicht, daß Du mir aus der Not von Targowica herausgelfen woutest, Du sollst dort den Krieg bis zu seinem glücklichen Ende überdauern. Möge der Kaiser Dich niemals brauchen und suchen, ich aber gedenke niemals dorthin zurückzukehren, möge der Herr dafür sor gen, daß meine Kinder daselbst mit ihrer Mutter niemals Hunger leiden müssen, denn die Targo wicaer sind hart und haben mir das Brot schmal geschnitten, sowohl das gesäuerte, als auch das ungesäuerte. Und sie werden sich auch weigern, Dir, geliebter Bruder in Christo, nach Gebühr zu zahlen, und selbst wenn sie sich nicht weigern sollten, würde Dir das nichts nüben, denn sie können Dir nichts zahlen, da ich die Gemeindekassa mitgenom men habe. Ich aber mußte es tun, um das hohe Schulgeld erlegen zu können, denn meine Bezüge waren nur sehr flein. Sie werden daher auf Ausreden bedacht sein und Ausflüchte suchen, indem sie Dich mit Deiner Forderung an mich verweisen
werden.
( Fortseyung folgt.)