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zum Ziele Chicago ohne weitere Verluste an Menschenleben und die Amerikaner feiern die Helden des neuen, mörderischen Sports.

Freitag, 10. November 1933.

Zschechoslowakischer Rundfunk und deutsche Hörer.

Nr. 263.

Kabinett Vajda tritt zurück Bukarest , 9. November. Das Präsidium der nationalen Bauernpartei ist heute vormittags zu

Die Sparmaßnahmen im Personalbudget Man kann da sehen, wie die Kriegstech­Prag, 9. November. Die Frage der Spar- Die Monatsschrift Přehled Rozhlasu" sammengetreten. Ministerpräsident Vaida be nif dem neuen Abenteurertum Uniformierung maßnahmen im Personalbudget bildet in den letz- schreibt in der 10. Nummer: In den verganstätigte den Entschluß der Regierung zurückzutre und Disziplin aufdrängt. Täuschen wir uns ten Tagen den Gegenstand fast ununterbrochener genen Monaten haben wir wahrgenommen, in ten. Die Demiffion des Kabinetts foll morgen nicht darüber, daß hier neue Gegenfräfte im Beratungen des engeren Ausschusses der Staats- welchem Maße einige Staaten den Rundfunk für oder Samstag erfolgen. Kampfe um die Befreiung des Proletariats angestelltenfommission der foalierten Parteien. Die Auslandspropaganda verwenden Rußland Der Minister für auswärtige Angelegenhei heranwachsen. Dem Lebens- und Freiheitswil- Dienstag hat der Ausschuß die endgültigen An- fendet in einigen Sprachen. Auch Deutschland und ten Titulestu ist heute mittags nach Sinaja len der arbeitenden Massen wird eine fest ge- träge der Regierung in dieser Angelegenheit be- Ungarn haben englische, spanische und portugie zu einer Beratung mit dem Könige abgereift. schlossene Truppe technisch hoch ausgebildeter handelt und auch die bereits gestern von uns ver- fische Sendungen. Die französische Station in 34 einer Beratung mit dem Könige abgereift. Menschen entgegengestellt, Herren überlegener ber Staatsangestellten genehmigt. Mittwoch be- eingereiht, ebenso sendet Italien Programme für öffentlichte Antwort auf den Brief der Exekutive Straßburg hat regelmäßig deutsche Sendungen Vom König verabschiedet? Vernichtungsmaschinen und dabei blinde Wertschäftigte sich der Ausschuß mit der durch die Vor- ausländische Hörer. Es wäre daher sehr zum Das Wolff- Büro meldet aus Bukarest : Der zeuge ihrer jeweiligen Führer". Ihre Ideale sprache der Erefutive beim Finanzminister ge- Schaden, wenn der tschechoslowakische Rundfunk Rücktritt des Kabinettes kann als erfolgt an sind diejenigen begeisterungsfähiger, mutiger schaffenen Lege. In dem darüber veröffentlichten nicht einmal im Inland Rundfunkpropaganda gesehen werden; allerdings handelt es sich nicht Knaben, die zum Führer, ihrem Vater- Ideal, Kommuniquée erklärt der Ausschuß, daß er auch machen würde. An den diesjährigen Feierlich so sehr um eine Demission als um eine Ver. aufblicken und weiter nicht denken. Selber wer in Sinkunft die Zusammenarbeit mit niemandem feiten am 28. Oktober nahmen zum erstenmal den sie zu Musterbildern der fascistischen Schu- ablehnen werde, der bei voller Verantwortlichkeit offiziell auch unsere deutschen Mitbürger teil. Es abschiedung des Ministeriums Vajda Voj­len und Jugendbünde, jener Balillas, die alle und gegenseitiger Loyalität bereit ſei, bei der- wäre sehr empfehlenswert, diesen ihren Aktivis- vod durch den König. Die Regierung wird ber­guten Kindertriebe in den spanischen Stiefel ung der Existenzprobleme der öffentlichen Ange- mus zu unterfangen und zu nähren. Die Inter - abschiedet, weil sie nicht in der Lage ist, den stellten mitzuarbeiten. Hurrapatriotismus und Kriegsgeistes effen des Staates erheischen es, der aus- und in­schnüren. Und auch die Spießer und Badfische diese Intervention der Exekutive beim Finanz- zu bieten. Unser ausländisches Amt verwendet Bon amtlicher Regierungsstelle wurde über ländischen irredentistischen Propaganda die Stirn finanziellen Erfordernissen nachzukommen. wählen die Balbos und die Seeadler zu ihren minister folgende Darstellung ausgegeben: Helden und merken nicht, wie sehr auch hier namhafte Summen für Auslandspropaganda, Der Finanzminister wurde nach dem von der während die verhältnismäßig billige Rundfunk­In Geni arbeitet man weiter das Heine- Wort gilt: Nur die allergrößten Exekutive der öffentlichen Angestellten an ein- werbung bei uns unbenützt bleibt. Unsere Rund- Genf , 9. November. Das Büro der Abrü­Kälber wählen ihre Metzger selber." Die Käl- zelne Miniſter telegraphisch gerichteten Ersuchen funkprogramme sollen die deutschen Bürger der stungskonferenz hat heute nachmittags seine Ar­ber freilich wenden auch nichts ein, wenn der nach Empfang einer Abordnung von der Regie: Tschechoslowakischen Republik im Geifte des beiten unter dem Vorsitz A. Henderson wieder ganzen Nation die Ideale der Humanität und zu empfangen, da diese Organisation die erste halten. Es wäre an der Zeit, das Rundfunkpro- aufgenommen. Es wurde beſchloſſen, einen Un­rung ermächtigt, eine Deputation der Exekutive Staatsgebankens informieren, bilden und unter­Aufklärung gewaltsam entrissen und an ihre war, die sich bereit erklärte, über lineare Gehalts- blem für unsere Deutschen in Kürze in befrie- terausschuß einzusetzen, der die Aufgabe hat, an Stelle die Ideale des Landsknech stums längst abzüge zu verhandeln. Zu tonkreten Verdigender Weise zu lösen." vergangener Jahrhunderte gesetzt werden, ge- handlungen über die endgültige Aufteilung der digender Weise zu lösen." fährlicher und vernichtender geworden durch für die Personalsparmaßnahmen festgesetzten Ge­den Mißbrauch der modernen Technik. famtsumme ist es dabei nicht gekommen. Die Die nächste Plenarsihung des Senates wurde Als Balbo an Goering schrieb: Die Flie- Regierung verschließt sich begreiflicherweise fei für Dienstag, den 14. November, um 16 Uhr gerei ist nicht nur eine Waffe, sondern vor nem Antrag auf Regelung und Aufteilung des allen Dingen ein Glaube und ein Zeichen des für die Personalsparmaßnahmen festgesetzten Ge- einberufen, und zwar in erster Linie wohl zur Auflegung des Ermächtigungsgesetzes, dessen Ver­samtbetrages. In der nächsten Woche werden dann die ent Fortschritts in der Welt", da fonnte man sehen, längerung bereits am 16. November in Kraft sprechenden fleineren Ausschüsse gebildet werden, welcher Art der Fortschritt ist, den sie mei­nen. Aber dieser Fortschritt hat auch seine treten soll. Auf der Tagesordnung der Sigung die sich mit den einzelnen Fragen befassen wer­Grenzen. Denn wichtiger als technisch- kriege­steht die Novelle zum Gesetz über die Aerzte- den. Das Programm dieser Arbeiten wird noch rische Höchstleistung ist es, daß der Glanz des Tammern. das Konferenzbüro bestimmen, das am Samstag " Führers" nicht überblendet werde. Und der Pionier der modernsten Kriegsform hat die Vormittag zusammentreten wird.

Hand, die ihn barsch aus seiner Stellung stieß, zu füssen und an den afrikanischen Dienſtort abzugehen.

Rache an Wehrlosen und Kranken

E. B.

h. b. Die Polizeidirektion in Zwickau hat in diesen Tagen folgende Anordnung herausgegeben:

Nicht gegen den Fascismus, sondern

gegen die Sozialdemokratie! Eine altneue Parole der Kommunisten.

Die sowjetrussischen Zeitungen veröffent­lichen 45 Barolen für die Feier des 16. Jahres­tages des bolschewiſtiſchen Umsturzes in Ruß land. Die Parole drei lautet:

Die Sozialdemokratie hat den Boden für den Fascismus vorbereitet, sie vernichtet die gemein­same Front der Arbeiter und zielt auf die Zu sammenarbeit mit der fascistischen Diftatur hin. Arbeiter und Arbeiterinnen aller Staaten! Ver­

jaget die Verräter der Arbeiterklasse, die Führer der Zweiten Internationale!

die Vertreter des Präsidiums der tschechoslowati­Ministerpräsident Malypeir empfing gestern fchen Sofol- Gemeinde und beriet mit ihnen, wie amtlich gemeldet wird, über eine Reihe von Auf­gaben, die vom Sokol programmgemäß zu verwirt fichen sind. Insbesondere wurde der Förderung der Minoritäten und der Frage der Wehrhaftig teit in der Unterredung außerordentliche Auf­merksamkeit gewidmet.

Große Spende der Zuckerindustrie für das Militärflugwesen. Präsident Mandelik übermit­telte dem Minister für Nationalverteidigung die Nachricht, daß der Zentralverband der tschechoslo­walischen Zuderindustrie beschlossen hat, der Nationalversammlung für das Militärflugwesen 1,500.000 Ke zu widmen.

der Hand des englischen Abrüstungstonventions. entwurfes dem Büro Vorschläge zu unterbreiten über die Art und Weise, wie die zur Behandlung stehenden Materien an technische Unterkomitees verteilt werden könnten.

Auf diese Weise wurde eine Formel für die

Fortsetzung der Abrüstungsarbeiten in Genf bis zum 4. Dezember, dem Tage des Zusammentrit­tes des Hauptausschusses, gefunden. Dis dahin soll durch Beratungen unter den Regierungen festgesetzt werden, wie das Verhältnis der Ab­rüstungskonferenz zu Deutschland geregelt wer den wird.

Der König von seinen Dienern ermordet

In den letzten Tagen sind der NSDAP Man sollte glauben, daß der 16. Jahrestag und dem Stahlhelm angehörige Personen Flug der Begründung der Sowjetunion vor allem blätter und Heßbilder geschickt worden. Um diesem unter der Parole des Kampfes gegen den Fascis­Treiben Einhalt zu tun und den Tätern zu be- mus gefeiert werden sollte. Daß der Fascismus Bombay, 9. November. ( Reuter.) Nach von weisen, daß sie durch ihr Handeln immer wieder der größte Feind der Arbeiterklasse ist, daß er nur ihre eigenen Gesinnungsfreunde und deren das größte Hindernis für den Fortschritt der Ar­Millionengewinne- Lohnkürzung. Unter der afghanischen Grenze in Pejchawar einge­Angehörige schädigen, hat die Polizeidirektion beiterbewegung und die Verwirklichung der diesem Titel schreibt das České Slovo": Die troffenen Meldungen wurde der afghanische König verſchärfte Maßnahmen im Konzentrationslager sozialistischen Ideale ist, weiß jedes Kind. Nur Smichower Aktienbrauerei steht, was Dividenden im Königspalast von Dienern des königlichen Oberstein getroffen. die kommunistischen Führer haben das aus den Gratisattien, also verlappte Gewinne erhalten die Dienern in dem Augenblick überfallen, als er den anbelangt, an erster Stelle. 75 Prozent, dazu noch Hauses ermordet. Der König wurde von seinen Für die Schußhäftlinge ist die völlige Brief- traurigen Ereignissen der letzten Monate nicht auftionäre, weiterer Profit wird in Form von Harem verließ, und von drei Revolver­sperre eingeführt worden, alle eingehende Post gelernt. Wie die Gebetmühlen des Dalai Lama Investitionen verwendet. Aber was soziale Gejin- Iugeln getroffen, war aber nicht sofor: tot. wird vernichtet. Jeder Empfang von Lebens- in Lhassa plappern die Führer der Kommuni- nung anbelangt, steht die Aktienbrauerei an letzter Er sank in der Tür des Harems schwer verletzt und Genußmitteln durch die Schußhäftlinge ist stischen Internationale die alte blödsinnige Pa- Stelle. Es ist eine Schande, welche geringe zu Boden. Die Mörder ergriffen ihn, schleppten verboten. Etwa noch eingehende Lebens- und Ge- role nach, daß die Sozialdemokratie der größte Summen im Verhältnis zu den Riesengewinnen ihn beiseite und vollendeten ihr Werk durch nukmittel werden der Winterhilfe zur Verfügung Feind sei ohne Rücksicht darauf, was in der für soziale Zwecke und besonders für die Arbeits- Dolchstiche unter dem ohrenbetäubenden Lärm der gestellt. Ferner tritt eine völlige Besuchersperre Welt geschicht. Die Folge dieser gedankenlosen losenfürsorge aufgewendet werden. Diese Gesin- Odalisken. Taktik, welche auch die kommunistische Partei der nung wird bestätigt durch die Verhandlungen Ueber alle Umstände des Mordes sind weder Auch kranke Funktionäre der SPD und Tschechoslowakei betreibt, ist die Tatsache, daß über die neuen Kollek ivverträge der Brauereien, in Bombay noch in New Delhi offizielle Einzel­KPD werden erneut in Schußhaft genommen. Die fommunistische Bewegung unter der Arbeiter an deren Spitze die Smichower A.-B. steht, die heiten eingetroffen. Man ist der Ansicht, daß der Die dem Geheimen Staatspolizeiamt zum Vor- schaft immer einflußloser wird und bald nur eine 30 bis 40prozentige Lohnjentung fordert! König das Opfer einer der zahlreichen In rigen schlag gebrachte Entlassung von 22 Schußhäftlin- noch ein Sondervergnügen von ein paar Bour- Ein Beispiel unverschämter Ausbeutung der wurde, die die Geschichte Afghanistans charak­gen unterbleibt. gois- Intellektuellen sein wird. Arbeitgeberschaft!

ein.

Der

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sehen sollte, wie ihm die Lüge das Blut ins Ges sicht trieb.

Hans hatte seinen Plan fertig. Er mußte siebzig Pfennig auftreiben, foste es, was es wolle. uppenspieler und er wußte auch schon, wie er das anstellen mußte.

Roman von Felix Fechenbach Dann schob Hans mit seinen ficnoreichen Kärrnersgäßlern ab. Ihm war der Ausgang der Sache gar nicht nach seinem Sinn.

Warum schaust du denn so langsam, Hans", fragt jetzt Franz Sein. Du machst ja ein Ge­ficht, wie eine verbrannte Wanze.

Hans zeigte ihm nur den zerschnittenen Ball: " Da!"

" No, mei' Schwester hat ja noch einen an­beren. Die Hauptsach is, daß die vom Kirch­plaz mal e ordentliche Tracht Sieb gekriegt ham." Aber für Hans war damit die Sache nicht erledigt:

Ich hab der Gretl versprochen, daß sie ihren Ball wieder kriegt; das laputte Ding da, bas kann ich ihr doch nit bringen. Ich werd schon wissen, was ich mach!"

Damit schob er ab.

Am nächsten Tag ging er von der Schule nicht nach Hause, sondern in die Stadt zu Perra doner. Ta gabs alle Spielsachen, die man sich nur denken fonnte. Er zeigte den zerschnittenen Ball vor:

Genau den gleichen möcht ich."

*

Am Mittwoch prangte im Schaufenster des Milchladens der Frau Perta Lechner in der Kärrnersgasse 137 dieses von Hans auf weißen Karton gemalte Platat:

oooooooooooooo00000000000002 Große Rasperl- Vorstellung Sonntag nachmittag Anfang 4 Uhr Eintritt: Sigplatz 2 Pfg. Stehplay 1 Pig.

oooooooooooooooo oooooooooooooooooй Hans hatte Josef und Franz unter dem Siegel der Verschwiegenheit ins Vertrauen ge­zogen. Es wurden Eintrittskarten angefertigt, Heine Papierblättden, auf die Hans einen Kasperltopf malte. Mit Rotstift für den Siy­play. mit schwarzem Blei für die Stehplätze. Diefe Eintrittskarten sollten von Josef und Franz bis zum Sonntag an alle Buben und Mädels in der Kärrnersgajse verkauft werden.

Aber Hans hatte noch eine andere Sorge. Stafperftöpfe hatte er genug. Auch Hände und Die Verkäuferin hatte auch wirklich noch Füße hatte er längst geschnißt, nur die Kleider einen von der gleichen Größe und Farbe.

Was fostei der?"

"

für die Puppen fehlten. Edwester Lene hatte teine Lust dazu, die Puppenkleider zu nähen, und Siebzig Pfennig!" der Großmutter durfte er erst gar nicht damit " So viel hab ich aber nit dabei", sagt Sans tommen, das wußte er. Schließlich blieb ihm verlegen. Da muß ich mir noch zwanzig nichts anderes übrig. als die Sein's Gretl darum Pfennig holen." zu bitten. Die Schwierigkeit war nur die, daß So schnell er fonnte wischte er dann zur die nicht frannte, wozu der ganze Auswand Ladentür hinaus, damit die Verläuferin nicht dienen sollte.

Sans ging also hinüber zum Bäder Hein und fragte nach Grett. Die Mutter sagte ihm. sie wäre im Hof draußen und spiele Seilspringen. Im Hof fard er die Gretl. Sie war allein. Tag, Gretl!"

terisieren.

zurüd, brachte bunte Fliden, Nadel, Faden, Fingerhut und Schere mit, und zehn Minuten päter faßen Hans und Greff in der Stube hin­term Milchladen. Hans gab an, welcher Stoff für den Kasperl, welcher für den August, für den Polizisten, für den Teufel, den Tod und für die anderen Figuren genommen werden mußte, und wie die geschnitten Hände in den Aermeln der Puppenkleider festgemacht werden sollten. Da Gretls liden nicht ausreichten, wurde Groß­,,, deswegen bin ich nit gekommen. Ich mutters Flickorb noch geplündert. wollt dich nur" fragen. ob du mir nit einen großen Gefallen tun willft?"

Tag, Hans! Willst mir wohl sagen, daß der rote Fritz meinen Ball kaputt geschnitten hat? Ich weiß es schon von Franz. Aber Mut­fer hat mir schon versprochen, daß ich zu Weih­nachten einen neuen frieg."

Was soll ich denn?"

Am Donnerstag und am Freitag nach der Schule waren immer noch nicht alle Kleider fertig, aber die Großmutter war hinter die Plün derung ihres Flidforbs gekommen, und es hatte einen heillosen Spektakel gesetzt, so daß es Hans vorzog, die Kasperlschneiderei in den Hof zu ver­legen.

" Weißt, ich hab mir Puppentöpfe geschnitzt für ein Sasperltheater, und möcht mir noch ein paar machen. Dazu brauch ich aber noch Schnitz holz und Farbe und so. Und weil ich kein Geld hab und von der Großmutter auch keins frieg, will ich am Sonntag Kasperle spielen drüben frei. Da find dann die letzten leider genas Am Samstag nachmittag war wieder schul­bei uns im Hof, und von dem Eintrittsgeld frei. Da find dann die letzten Meider genäs worden. Sans faß neben der Gretl im Hof au einem Handwagen, schnitzte noch ein paar Kasperlhände zurecht und machte einige Prügel zum Zuschlagen handlich für Kasperl, weil ohne machte. Auch sonst hatte er noch allerlei Requi Prügeln das ganze Kasperlspielen feinen Spaß fiten fertig zu machen.

möcht ich mir dann die Sachen kaufen."

Hans war puterrot geworden und wunderte sich nur, daß er die Lüge so glatt herausgebracht hatte.

"

Au, fein!" jubelt die Gretl. Da komm ich auch. Was foft's denn Eintritt?"

Für dich garnir. Du friegst ein Freibillett. Aber du mußt mir helfen. Willst du?"

"

,, No. das is doch klar, daß ich dir da helf. Aber ich fann fei nit Rasperl spielen."

Gretl gab ihm jezt das letzte Superllleid, das sie genäht hatte:

"

So, jetzt hab ich sie alle!"

,, Das is auch nit nötig. Sollst mir bloß helfen die Kleider für die Kasperlpuppen nähen." ich bloß wüßt, wie ich dirs danken soll?" Das hast aber fein gemacht, Gretl. Wenn Jetzt wars heraus, und Hans atmete er­leichtert auf.

Wenns weiter nig is! Ich hab auch die Kleider für meine Puppe felber gemacht. Wart, ich hol noch ein paar schöne Stofflappen aus Mutter ihrem Flickorb. Ich bin gleich wie der da!"

Das war ja viel besser gegangen, als sich Hans das gedacht hatte. Grett war bald wieder

Ah, mach Gschichten! Ich frieg ja ein Freibillett! So, und jetzt muß ich heim, sonst schimpft die Mutter."

Damit rannte sie fort und entzog sich allen weiteren Dankesbezeugungen.

( Fortsetzung folgt.)