Nr. 286

Moderner Kanon

( Nach einem italienischen Wortspiel!) Wer gescheit und ehrlich ist, der ist niemals ein Fascist. Wer Fascist ist und gescheit, ist kein Mann von Ehrlichkeit. Trägt wer das Fascistenkleid ehrlich, ist er nicht gescheit. Wer gescheit und ehrlich ist, der ist niemals ein Fascist.

Der Rote Hans.

Chinas Frauen ohne Zopf

Marseille. ( Havas.) Mit der Mittwoch- Post ist der Text der Nankinger Regierungsverordnung eingetroffen, welche allen Provinzialgouverneuren zugesandt wurde und bestimmt, daß alle Frauen, die bisher einen Zopf trugen, sich ihn abschneiden laffen müssen. Gleichzeitig wird den Frauen ver­boten, sich die Füße durch Bandagen zu berun stalten.

Ein Filmatelier brennt. In den Filmateliers der Firma Warner Brothers in Burbank ( Kalis fornien) brach ein gefährlicher Brand aus, der nur mit großen Schwierigkeiten gelöscht werden konnte. 15 Personen erlitten zum Teil erhebliche Brand­wunden. Der Schaden ist sehr groß.

Die Frau des Staatsfeindes I". Wie das Frau des berüchtigten Gangsters Nelson zu ver­haften. Nelson, der als ,, Staatsfeind Nr. 1" ge­tennzeichnet war, ist bekanntlich vor einigen Tagen tot aufgefunden worden.

Ein neuer Taifun fegte am Mittwoch über den südöstlichen Teil der Philippinen da­hin. Die Ortschaft Bacuit wurde bis auf drei Häu­ser völlig zerstört. Drei Eingeborene fanden den Tod. Es ist dies der achte Taifun, der die Philippinen in den beiden legten Monaten heimgesucht hat.

Deutschland kauft Heringe. Deutschland fauft zur Zeit alle Heringe auf, die von den hol­ländischen Fischern nicht am offenen Markt ver­wertet werden können, und zwar direkt bei den Heringsfischern selbst und zu einem erheblich über dem Marktpreise liegenden Preis( Bezah= Yung ist aber noch nicht erfolgt!). Die Heringe tommen gar nicht auf den deutschen Markt, son­dern werden konserviert. Die Konserven staveln fich in Deutschland in phantastischen Mengen. Nicht schwer zu sagen, warum.

des berüchtigten Fey.

Donnerstag, 6. Dezember 1934

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Kampf um die Kirche

Das Jammertal. Dem Redakteur Knauf vom| Im Jahre 1933 sind insgesamt 5392 deutsche Juden Berliner Achtuhrabendblatt wurde die Berechtigung, nach Palästina eingewandert, so daß die Gesamtzahl der Juden, die bisher seit der Machtergreifung durch als Schriftleiter tätig zu sein, entzogen, weil er an den Nationalsozialismus Deutschland mit dem Ziel Die gewaltsamen Auseinanderseßungen in läßlich des Todes von Ringelnak einen Artikel ge: Balästina verlassen haben, mehr als 10.000 beträgt. nerhalb der deutschen evangelischen Kirche, solvie schrieben hatte, in dem er ausführte, Ringelnas habe ist in den letzten Monaten zurückgegangen. Während und dem Naziregime dürfen keinen Augenblick ver­Die Einwanderung deutscher Juden nach Palästina das gespannte Verhältnis zwischen dem Vatikan es vorgezogen, dieses I am mertal" zu ver- sie noch im Juli 729 betrug, werden für August nur lassen. Darin wurde eine objektiv mit gutem noch 513 und für Dezember 461 Einwanderungen geffen lassen, daß diese oppositionellen Bewegun gemeldet. gen sich nicht prinzipiell gegen den Recht eine Fronisierung der Zustände im Dritten Fascismus wenden. Auch die evangelische Wahrscheinliches Wetter heute: In den böhmi- Stirchenopposition schwört ebenso begeistert auf Reich erblickt. schen Ländern vorwiegend bis wechselnd bewölkt, Ab- Hitler und den fascistischen Staat wie die Deut­nahme der Regenneigung, nur vereinzelt Schauer,

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Für die Einwanderung nach Palästina liegen jetzt für die ersten 9 Monate dieses Jahres die Bah- warm, auffrischender Südwestwind. Im Karpathen- schen Christen. Ein Vertreter der oppositionellen len vor. Die Gesamteinwanderung betrug 28.450 gebiet vorwiegend bedeckt, mit Niederschlägen, stellen- Pfarrer, Dr. Martin Dörne, hat in einer Personen, von denen 27.263 Juden waren. Die Zahl weise neblig, mäßig warm, schwacher Wind. Broschüre zum Kirchenkonflikt die Verschärfung der aus Deutschland eingewanderten Juden betrug,| Wetteraussichten für morgen: Wetterlage unsicher. des weltlichen Schwertes" ausdrücklich gebilligt. wie das ND3 meldet, in diesen 9 Monaten 4935. Jm allgemeinen etwas fühler.

Gute Sozialpolitik ist Bevölkerungspolitit

Der Rückgang des Ueberschusses der Lebendge­borenen und damit die Verminderung der Be­völkerungszunahme hat trotz einiger Schwankungen- seit 1923 doch ein beträcht­liches Ausmaß erreicht. Der Ueberschuß war bis 1933 um mehr als die Hälfte gesunken und wird auch 1934 nicht wesentlich höher sein!

Gottesdienstkriege zwischen dem Papst und der weltlichen Macht kennzeichnen auch das deutsche Mittelalter. Und doch ist und bleibt im Wesen die Kirche immer einer der kräftigsten Stüßpfeiler der Herrschenden Klasse. Darum ist auch jetzt, wo der Kapitalismus in seiner Untergangsperiode seine Macht nur in der fascistischen Form aufrechterhal ten kann, ihre oppositionelle Taktik nur von dem Bestreben diktiert, sich ihre Machtpositionen zu sichern. Man sehe doch: in Italien hat der Vati­Mussolini geschlossen. In Oesterreich und Spanien fan schon nach einigen Jahren seinen Frieden mit sind gerade die Klerikalen die Träger der fasci­stischen Reaktion. Die schweizerischen Katholiken sind die eifrigsten Verfechter des kooperativen Staates. Der reaktionäre Kurs des Colijn- Bona­partismus in der alten Demokratie Holland wird vom katholischen und kalvinistischen Bürgertum

Die Bevölkerungsbewegung im ersten Halbjahr 1934 Die soeben vom Statistischen Staatsamt ver­öffentlichten Ziffern über die natürliche Bevölke= rungsbewegung im ersten Halbjahr 1934 ergeben eine leichte 3unahme des le berschusses der Lebendgebo= r en en über die Sterbefälle. Vom Jänner bis Juni betrug der leberschuß der Lebendgeborenen im gesamten Staatsgebiet der Tschechoslowakischen Die Ursachen dieser auffälligen Erscheinung sind Republik 43.847. Auf 1000 Ginwohner berechnet unseres Erachtens in erster Linie den Folgen der waren 82.435 und auf 1000 Einwohner kam ein zuzuschreiben. Die Geburtenregelung und ähnliche Daß der Katholizismus sich gegen die Tota­Ueberschuß von 5.50. Maßnahmen werden dieses Ergebnis nur wenig litätsansprüche des nationalsozialistischen Staa­beeinflußt haben. tes wehrt, weckt kein Erstaunen. Das ist man von ihr gewohnt. Aber daß in den einbalsamierten Leichnam des deutschen Protestantismus solch ein aufrührerischer Geist gefahren ist, verwundert doch. Prinzipien hatte er keine. Seine ideologische Kraft war nur gering. Als Basis war er mit den rüc ständigen Bevölkerungsschichten des nördlichen Deutschland verbunden. Politisch machte die pro­teftantische Kirche alle Bewegungen der Bauern, der ostelbischen Junker und des Kleinbürgertums mit. Die protestantischen Priester waren es, die Hitler den Weg zur Macht ebnen halfen. Sie seg= neten die Fahnen der SA schon lange vor dem 30. Juni 1933.

Es scheint demnach, daß im Jahre 1933 vorläufig der höchste Stand in der natürlichen Zunahme der Bevölkerung unseres Staates zu verzeichnen war.

Die Entwicklung der natürlichen Bevölkerungs­bewegung in den letzten elf Jahren zeigt dieses interessante Bild:

Ueberschuß an Lebendgeborenen

auf 1000 Einwohner

1923

170.320

12.22

1924

147.494

10.48

1925

140.399

9.89

1926

129.022

9.01

1927

105.084

7.29

1928

118.052

8.14

1929

100.780

6.90

1930

125.544

8.55

1931

106.151

1932

102.240

1933

82.435

7.18 6.87 5.50

Der hohe Grad der Unterernährung breiter Schichten unserer arbeitenden Bevölkerung, für den eben erst wieder in den letzten Budgetdebat­ten die sozialdemokratischen Redner erschüttern­des Material vorgetragen haben, muß den Ge­fundheitszustand des Volkes und die natürliche Bevölkerungszunahme ungünstig beeinflussen. An der Entwicklung der Bevölkerungsbewegung im Staate sollten eigentlich auch die ärgsten Feinde der Sozialdemokratie erkennen, daß die von ihr vertretenen sozialen Forderungen, so vor allem die Erhaltung und der Ausbau der sozialen Fürsorge, nicht Klassenforderungen sind, sondern daß sie tats sächlich die Interessen des Volfes und des Staates wahrnehmen. Wer ihnen Widerstand leistet und damit Millionen Menschen unseres Volkes dazu verurteilen will, auf einem völlig unzureichenden Lebenshaltungsniveau dahinzuvegetieren, der ver­geht sich an der Gesundheit des Volfes und trägt zur Beschleunigung des Rückganges der Bevölke­rungsbewegung bei.

die Monarchisten am Ziel.

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Regimes erwachten gegen die heidniſche Broja.

Daß die Entwicklung lebthin innerhalb der protestantischen Kirche solch stürmische Formen an­nahm, beweist, daß den ideologischen Auseinander­fezungen sehr reale Differenzen innerhalb der herrschenden Klasse zugrundeliegen. Die Anfänge dazu datieren schon aus dem Vorjahre, seit dem Stonflikte Hugenbergs mit Hitler . Um die Deutsch­Eine Verwandte des Fey verschwunden. Die nationalen loszuwerden, wurden damals alle bulgarische Tänzerin Sonja Georgiewa, revolutionären" Kräfte der nationalsozialistischen die Partnerin der bekannten Wiener Tänzerin Bewegung mobilisiert. Da Hugenberg und die Gertrud Bodenwieser , ist am Samstag plöblich Die wachsende monarchistische veil dieser noch nie Heil Hitler" gesagt habe. Seinen in der protestantischen Seirche bedeutende aus ihrem Hotel am Semmering verschivunden. Jezt habe man sich auf einen gemeinsamen Kan- Stüßpunkte hatten, wurde gegen diese Kirche" die Ihr Gepäck ist zurückgeblieben. Die Tänzerin war Tätigkeit didaten in der Person des 22jährigen Prinzen bis dahin unbedeutende Gruppe der Deutschen wegen ihrer Schönheit viel bewundert. Vorderhand Die Deutsche Revolution" schreibt, jetzt, da 2ouis Ferdinand geeinigt. Die nächsten Christen in Bewegung gebracht. Mit der großen hat man noch keine Anhaltspunkte über ihren Auf­enthalt. Die Gendarmerie hat Nachforschungen ein- in den führenden Kreiſen des Auslandes ein Ver- Anstrengungen gelten der Gewinnung von Reichs- Flutielle, mit der im Sommer des Vorjahres bie geleitet, da man einen Unglücksfall oder ein Verständnis für die gefährliche Dynamit der deut- wehr und Polizei. Dabei ſetzten sie gewisse Hoff nationalsozialistische Bewegung alles überströmte, brechen vermutet. Die Tänzerin ist eine Verwandte ichen Revolution erwacht sei und seit dem 30. nungen auf Fritsch. Außerdem habe in letzter Zeit brachen auch die Straßenräuber der Deutschen Juni allgemein die Erkenntnis verbreitet sei, daß eine planmäßige Annäherung zwischen Goering Christen mühelos in den kirchlichen Laden ein. Mit der zunehmenden Krise des staatlichen Streit der Bukarester Advokaten. Auf Beschluß Hitler die Dynamik der Revolution nicht bändigen und den Monarchisten stattgefunden. Wenn es der Advokatenkammer find am Montag die Bukaresſter fönne, jetzt sähen die Monarchisten ihre Saat rei- den Monarchisten gelinge, den englischen Wider­Advokaten in den Streit getreten, und zwar als Pro- fen und verdoppelten ihre Anstrengungen. Das stand gegen Goering zu überwinden, dann seien nierung" der evangelischen Traditionen durch die Deutschen Christen die Reste eines Bürgertums, test gegen einen Erlaß, welcher die Erhöhung der Blatt veröffentlicht dazu einen Brief aus Deutsch­So glaubwürdig diese Nachricht hinsichtlich das ein bedeutendes Stück seiner Ideologie ver­Gerichtsgebühren vorsieht. Der Streit hat zur Folge land, in dem es heißt, einer der wenigen Irr­gehabt, daß keine Gerichtsverhandlungen durchgeführt tümer der Deutschen Revolution in der Beurtei- der monarchistischen Anstrengungen auch ist, so nichtet sah. Aber das ist nicht alles. Daß es in den werden konnten. Alle Verhandlungen mußten ver- lung der Lage sei die Unterschätzung der monarchi - skeptisch muß man der Nachricht über Goering letzten Tagen so aussah, als ob die oppositionelle tagt werden. Zwei Anwälte, die sich trot des Streif- stischen Gefahr. Auch die Katholiken gehörten zu gegenüberstehen. Zwar unterhält er zu Mon- firchliche Bewegung das deutsch - christliche Regime der protestantischen Kirche an die Wand gedrückt beschlusses eingefunden hatten und plädieren wollten, ihren Schrittmachern. Von entscheidender Be- archisten starke Verbindungen. Er war ja auch wurden von den streifenden Kollegen ausgepfiffen deutung sei die Einigung auf einen einzigen Kane vor einigen Jahren in Doorn. Aber für viele hätte, darf nicht sehr auf besondere ideologische und vertrieben. Dem Bukarester Streik haben sich didaten. Bis vor kurzem habe es drei Gruppen Monarchisten ist Goering viel zu be- raft allein schließen lassen. Denn die kirchliche einige Provingkammern mit der gleichen Begründung gegeben, die Alten, die den Ertaiser haben lastet, außenpolitisch untragbar, und Opposition hatte hinter sich eine breite fleinbür wollten, die Jüngeren, die den Erkronprin- ein großer Teil wünscht ja zur Verankerung der Berliche und auch proletarische Anhängerschaft, die Katholiken Ihnchen antiklerikale Frauen. Die en nominierten und dabei seine guten Beziehun- monarchistischen Bewegung eine breite Basis, eine aus ihrer Opposition gegen das staatliche Regime in die Kirchenbewegung geraten war. Nach der Bertrümmerung aller anderen legalen Wider= religiös- politischen Gegensäge in Meriko haben in gen zu Hitler in die Wagschale warfen, schließlich Lockerung des Terror- Regimes und einen stärkeren standszentren hat sich der Schwerpunkt der Oppo­der letzten Zeit einen bisher noch nicht erlebten die Gegner Hitlers , die aus dem gleichen Grunde sozialen Kurs, und für all dies ist Goering doch sition nach rechts verschoben. Breite Kleinbürger­Grad der Schärfe erreicht. In Puebla , der Haupt- den Prinzen Oskar auf den Schild erhoben, nur ein Hindernis. liche und proletarische Massen füllen die Kirchen stadt des gleichnamigen Bundesstaates, hat eine Riufiang erhalten nie mehr als einen Dollar und folgen den Flugblättern und Reden der Pfaf fanatisierte Menge aufgebrachter Katholiken die pro Tag. fen nich. um des Glaubens willen, sondern weil Frau Micaela Ortega und ihre Tochter Enedina Es fehlt jegliche gesetzliche Regelung. Die Ar- sie darin eine Spur von Widerstand gegen das Castilla, die hebla celommen verhaßte faſciſtiſche Regime ſehen. Weil das so ist, würde eine Entscheidung des funft regelrecht gesteinigt. Ehe die Polizei einzu- für abendländische Verhältnisse unfaßbarer Rta u be von Menschen ist in viel zu enge Arbeiträume ein-| Da Kirchenstreites zugunsten der Opposition auch eine greifen vermochte, waren die beiden Frauen dem ba u an ihr betrieben. Die fürzeste Arbeitszeit sind gepfercht, die zu wenig Luft und Licht haben. zehn Stunden. In der Seidenindustrie aber die Arbeitspläbe feucht und unhygienisch sind, find Schwächung des Einflusses und des Ansehens der Walsh in Maddetown im Staate New York brach nachmittags und von 6 Uhr nachmittags bis 6 Uhr verbreitet. Dabei wird aber ein Höchstmaß von Lei- ten. Und darum muß der Fascismus auf die un­Eine Stecknadel im Handgelenk. Frau Mary, werden in zwei Schichten von 6 Uhr früh bis 6 Uhr Krankheiten unter den Arbeiterinnen weit gesamten nationalsozialistischen Bewegung bedeu= früh zwölf Stunden gearbeitet. Aehnlich ist es in ftung verlangt. Die Ueberwachung ist streng und bedingte Gleichschaltung aller Organisationen sich dieser Tage das Handgelenk. Bei der ärztlichen der Baumwollindustrie. In der Tabafinduſtrie währt Brüge I strafen, Abzüge von dem kärg- sehen, die in irgendeiner Form Sammelpunkt Behandlung stellte sich heraus, daß sich das Bruch die Arbeit zwar in der toten Saison nur vier bis lichen Lohn und fristlose Entlassung oppositioneller Kräfte werden können. Die vor­ſtüd einer Stednadel im Fleiſch verwachsen hatte, fieben Stunden, um in der Saison auf 12 bis 15 wegen Nachlassens des Tempos sind an der Tages- sichtige, teilweise abwartend neutrale Saltung der Arbeiterinnen ordnung. Die Säuglinge werden in die Fa- deutschen Regierung gegenüber dem Kirchenstreit Frau Walsh erinnerte sich schließlich, daß sie sich Stunden täglich zu steigen. Die um in Ruhe ihre brit mitgebracht und dort gestillt. Kleine spricht nicht dagegen: sie beweist nur ihre allge= vor ungefähr vierzig Jahren eine Stecknadel ins haben dann nicht einmal Zeit, Handgelenk gestoßen hatte. Da sie aber keinerlei Mahlzeiten einzunehmen. Dies muß während der Kinder friechen in den Arbeitsräumen auf dem Bo- mein schwierige Situation, die ihr ein rücksichts­sonderliche Schmerzen verspürte, hatte sie sich nicht Arbeit geschehen. Der Betrieb vollzieht sich pausen- den oder zwischen den Maschinen herum. Reis, loses Eingreifen nicht ermöglicht.

angeschlossen.

zur Veranstaltung antiklerikaler Vor­

Steinhagel bereits erlegen.

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Frauenarbeit in China

( AP.) Die Frauen stellen in China ein Heer

Fisch und Gemüse ist die einzige Nahrung der ar­beitenden Frauen. Die Wohnverhältnisse sind nicht minder trostlos. Nur vereinzelt sind Versuche unter nommen worden, Abhilfe für diese Zustände au

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Die sozialistischen Antifascisten haben kei= nerlei Interesse daran, sich aktiv auf die eine oder andere Seite der streitenden Richtun gen zu stellen. Die reaktionäre Rolle der Kirche

weiter darum gekümmert.. Zugszufammenstoß. Auf der südmandschuri­schen Eisenbahn sind bei der Station Tashih- Chiao wurden 12 Tote aus den Trümmern geborgen., die Löhne enorm niedrig sind. Eine Ar- schaffen. Einige wenige Fabriken haben für ihre Ar- bleibt in jedem Falle. Die Antifascisten haben die

Zahlreiche Personen wurden verletzt.

los. Es gilt daher als großer Vorzug, in einer We­zu sein. berei oder Baumwollspinnerei beschäftigt Es ist danach fast überflüssig zu erwähnen, daß Dabei gibt es im Monat nur zwei Ruhetage. beiterin in der Seidenweberei in Tientsin erhält 20 beiterinnen Häuser errichtet. Aber auch da handelt Aufgabe, den religiösen Streit auf seinen geſell­die ständig schaftlichen Untergrund zu vertiefen und die klein­

Malariaepidemie ausgebrochen, an der stellenweise nicht mehr als 13 Dollar im Monat. Der Bericht überfüllt sind. Es gibt zwar neuerdings auch Kran- bürgerlichen und proletarischen Elemente, die heute Malariaepidemie. Auf Ceylon ist eine heftige Cents täglich. Die Hälfte aller Arbeiteris nen erhält es sich um faum mehr als Baraden, bis zu 90 Prozent der Bevölkerung erkrankt sind, des Internationalen Arbeitsamtes darüber stammt fenhäuser und Fabriksärzte, Maßnahmen zum als Anhänger der kirchlichen Opposition nur schein­

Europa so oder so?

Wer sich über diese Frage Gedanken macht, kaufe und lese das

aus dem Jahre 1934. Die Seidenivebereien in Kampf gegen Cholera und Bocken und Shanghai zahlen 35 Cents pro Tag, die Tabat- Orten, wie Shanghai , örtliche an einigen bar auf einer antifascistischen Front stehen, für den Behörden für Er- wirklichen revolutionären Kampf zu gewinnen. fabriken 90 Cents. Die Lohnunterschiede sind also ziehungs- und Gesundheitswesen, aber das sind Diese Taktik wird dazu beitragen, den beiden sich außerordentlich hoch. Im großen und ganzen weist vereinzelte Maßnahmen, da es an einer umfassenden jetzt gegenüberstehenden Flügeln der Reaktion das Monatseinkommen in den Fabriken Schwan- Sozialgesebgebung fehlt. Ohne diese ist aber nicht einen Teil ihrer Kraft abzuzapfen und die wirk­fungen zwischen 4 und 30 Dollar auf. Selbst hoch mit einer Aenderung des Loses der chinesischen Ar- liche revolutionäre Front gegen Fascismus und Reaktion zu verstärken. H. N.

Arbeiter- Jahrbuch 1935! qualifizierte Arbeiterinnen in den Spinnereien von beiterinnen zu rechnen.