Nr 300

Sonntag, 23. Dezember 1034

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ab eine Kürzung der Aktivitätszulage eintritt, von 12.000 auf 18.000 XL hinaufgesetzt wird. Das Entscheidende an der Vorlage ist nicht das Ausmaß der teilweisen Restituierung der früheren Bezüge, sondern die Tatsache, daß dem A b b a u, der im Privatdienst leider immer noch fortschreitet, i m ö f f c ntlichen Dien st ein Ende gemacht ist und der Wiederaufbau der ursprünglick'en Bezüge auf einer, wenn auch be­scheidenen Basis eingesetzt hat. Auch an der Aspirantenverordnung werden im administrativen Wege zugunsten der sozial be­dürftigen Anwärter gewisse Erleichterungen ge­schaffen werden. Für die Privatanaeücllien wird die Sistie­rung des Steuerüberwälzungs­verbotes abermals verlängert, so daß dort, wo die ttebernabme der auf den Angestellten entfallenden Quote der Sozialversicherungsbei­träge sowie der Steuern durch den Arbeitgeber eingeführt ist, es dabei auch in Hinkunft bleiben kann. Der Arbeitgeber kann diese Beträge weiter­hin als Abzugspost bei der Berechnung seiner eige­nen Steuergrundlage geltend machen. Für die Landwirtschaft wird das Moratorium für die Krsieubezirke und der Exekutions­schuh für Landwirte und für Arbeitslose verlängert; für die Krisen­bezirke wird eine neue Verordnung über die Her­absetzung der landwirtschaftlichen Pacht- zinse erlassen, wobei einer alten Forderung unserer Kleinbauernorganisation entsprechend, der Gerichtsbezirk M i e S in das Verzeichnis der Notstandsbezirke eingereiht wurde. Wie wir bereits berichtet haben, ist die Frage der Aufteilung des Kunstfettkontin­gents endgültig geregelt worden; es liegen bin­dende Erklärungen der betreffenden Firmen vor, daß keine Entlassungen vorgenom­men werden. So ist wieder eine der widerlichsten Hetzkampagnen der deutschbürgerlichen Preste gegen unsere Partei in sich zusammengebrochen. Der Ministerrat beschloß auch eine Reihe von Hilfsmaßnahmen. Außer der Weih­nachtsaktion wurde die Ernährung»« und Brotaktion für eine weitere Periode verlängert. Die Bekleidungsaktion für die Kinder von Arbeitslosen wurde offiziell beschlossen und ein Betrag von 26 Millionen für die vroduktive Arbeitslosen­fürsorge bewilligt. Den Arbeitern und auch den Provislonisten der staatlichen Berg- und Hüttenwerke wurde eine Weih- nachtSremuneration bewilligt, für die ein Betrag von 1,2 Millionen XL zur Verfügung steht; auch die Angestellten der staatlichen Fluglinien erhalten eine WeihnachtSgabe. Mit diesen Maßnahmen hat die Regierung ihre Arbeiten vor den Ferien beschlossen. Wie ver­lautet, dürsten die politischen Ferien bis Mitte Jänner andauern. Auch die Rückschau über die von der Nationalversammlung vor den Weih­nachtsferien geleistete Arbeit kann einer objektiven Kritik ruhig standhalten. Im Bewußtsein ehrlicher Pflichterfüllung kann die Koalition in daS Wahl­jahr 1036 gehen.

Französische Militärkredite vom Senat angenommen. Paris . Der Senat hat die Kreditnachforde- rungcn für die Vervollständigung der Ausrüstung des Heeres in Höhe von 806 Millionen Franks, die 1935 verausgabt werden sollen, mit 275 gegen 10 Stimmen angenommen.

Kotomans erste Flucht*)** Glücklich gelangten die Wanderer nach Szat« mäsz, wo sie nachts die Winzerin aufsuchten und nacb meinem Verbleiben fragten. Als sie erfuhr, daß ich schon seit langem fort sei, wandten sie sich der jugoslaloischen Grenze zu. Sie wollten nach Szabatka, jetzt Szubotica, gelangen, wo die Eltern des Genossen U. wohnten. Fast wär« ihnen der Grenzübertritt geglückt, als sie im letzten Augen­blicke ein jugoslawischer Soldat erspähte, der einen Schutz gegen sie abfeuerte und sie dadurch zwang, stehen zu bleiben. Der»wackere" Grenzverteidiger nahm den beiden Eindringlingen alles einiger­maßen Wertvolle ab Koloman den Ileberrock, die Uhr und die allerdings sehr magere Geldtasche und jagte sie wieder nach Ungarn zurück. Sie versuchten nun an einer anderen Stelle die Grenze zu überschreiten, gerieten aber noch­mals in Gefahr. Sie sahen einige ungarische Offi­ziere des Weges kommen und wurden auch von die­sen erblickt. Rasch liefen sie über einen Hügel, stie­ßen auf einige Kinder, die Gänse hüteten, und baten die Kleinen, die nachfolgenden Offiziere in eine andere Richtung zu weisen. Das taten die Kinder auch, als die Offiziere fragten, wohin die beiden Kerfe gegangen seien. Den Offizieren schien aber die weitere Verfolgung nicht der Mühe wert; sie setzten ihren Weg fort. Schließlich gelang eS den beiden doch, nach Jugoslawien zu kommen. In Szubotica, wo sie müde und mittellos an- kamen, wurde bei der Mutter des Genossen U. einige Tage gerastet Eisenbahner-Genossen brach­ten aus Szegedin etwas Geld für die Weiterreise und als zweiter Heizer einer Schnellzugslokomo­tive fuhr Koloman eines Tages nach Maribor . Die

*) Aus dem BucheEin Held stirbt" von Paula MaNisch Das Bruchstück schildert di« Flucht Koto ­man Wallischs und eine- seiner Freunde nach dem Zusammenbruch der ungarischen Ratediktatur.

Dux-Bilin : Krisen Weihnachten

Weihnachten, das Fest der Liebe, des Frie­dens und der Freude für alt und jung, wird in einer Zeit der wirtschaftlichen Erschütterung ge­feiert. 9000 Arbeitslose und das Heer der Kurz­arbeiter im Bezirke Dux leben seit Jahren in tief­ster Not und größtem Elend. Wenn man im Be­zirksgebiete von Ort zu Ort lvandert, kann man schaurige Elendsbilder sehen. Kinder laufen ohne Schuhe herum und haben nur Fetzen um die Füße gewickelt, Kinder gehen hungrig in die Schule. Brot jsr für sie ein Leckerbissen, den Kuchen kennen die Aermsten nur noch vom Sehen im Bäckerladen. Junge Menschen wachsen heran, werden großjährig und seit ihrer Auslehre sind sie schon arbeitslos, können keinen Posten, keine Beschäftigung finden. Ja selbst jene Menschen, die heute noch im Betriebe stehen, können von ihrem kargen Verdienst nur das nötigste für ihren Lebensunterhalt laufen. Bis zu 75 Prozent Arbeiter üttdArbei- t e r i n n e n verdienen nur75XLwöchent- l i ch. Es waren keine Weihnachtsgeschäfte, er­klären die Geschäftsleute. Diese Krisenweihnach­ten bekommen alle zu spüren. Die Arbeügeber, die den Arbeitern das Stück­chen Brot verkleinert haben, stehen heute im Dienste dec Sudetendeutschen VolkShilse und verabreichen von den gesammelten Beträgen Geschenke. Vor einigen Monaten haben diese»Wohltäter" Väter auS den Betrieben ausgesperrt, weil sie ihre Rechte gefordert haben. So schleicht der Feind der Arbei­ter unter verschiedenen Parolen an die Opfer der Wirtschaftskrise heran und versucht diese Menschen

mit allerlei Versprechungen vor den politischen Wagen der Ausbeuter zu spannen. In den Be­trieben(z. B. in La d ow itz beiBihl& Comp.s werden ledige Burschen eingestellt, weil sie vor allem den Herren Ingenieuren nicht widerspre- ckien, demütig und gehorsam sind und eine Grund­bedingung erfüllen, nämlich im deutschvölkischen Turnverein zu arbeiten... Nicht anders liegen die Dinge in H o st o m i tz; eine Stadt wurde in einen Jndustriefriedhof verwandelt und alte, verdiente Arbeiter wurden existenzlos. Die Kinder der Aermsten können am Weih­nachtsabend keine Geschenke erhalten. In den Zim­mern der Reichen werden die Eltern Spielzeug und schöne Kleider unter den Daum legen. In das Meer der Tränen mengt sich der Schmerz derer, die durch die Katastrophe am Nelson Ange­hörige verloren haben. Wenn noch vor Jahren die Gemeinden zu den Weihnachtstagen Lebensmittelpakete, Wäsche usw. verabreichen konnten, so vermögen sie Heuer diese Pflicht nicht mehr erfüflen, weil ihre finanziellen Verhältnisse so schlecht sind, daß man die Gehälter an den Angestellten und Beamten nicht auszahlen kann. Es mußten sogar einige Ge­meinden die Armenunterstützung an die Ge­meindearmen einsteflen. Auch die Jugendfürsorge kann nicht lindernd eingreifen. Weil di« Gelder sehr spärlich eingehen. DaS Arbeiten Ministerium hat an viele Hunderte Kinder der arbeitslosen Berg­arbeiter Schuhe, Kleider und Wäschestücke im Be-

Weihnacht dar Angestellten

, zirksgebiete Dux-Bilin verabreichen lassen. Das Ministerium für soziale Für­sorge hat für die Kinder der Arbeitslosen den Betrag von XL 108.000. überwiesen. Der Ver­ein für bergbauliche Interessen hat den arbeits­losen Bergarbeitern XL 60,000. zur. Verfü­gung gestellt. Für einen außerordentlichen Zu­schuß an einzelne Jndustriegemeinden hat das Ministerium für soziale Fürsorge XL 100.000. überwiesen. Der Verein Arbeiterfürsorge hat, wie in allen früheren Jahren, auch diesmal für 2 5 0 Familien L e b e n S m i t t e l p a k e t e und für 150 bedürftige Kinder Schuhe, Wäsche und Kleidungsstücke verabreicht. Nur wer die wirt­schaftlichen Verhältnisse im Bczirksgebiete kennt und mit den finanziellen Verhältnissen der Ar­beiterfürsorge vertraut ist, weiß die Aktion der Arbeiterfürsorge zu-schätzen. Wir können damit das Unrecht auf der Welt nicht gutmachen, aber wir wollen bei diesen Krisenweihnachten unseren heißen Wunsch zum Ausdruck bringen, daß die Zeit kommen muß, wo alle Menschen-froh und glücklich sein werden. Otto Pichl.

In Iflrxe G

Ausländisches Militär an der Saar . Den Saar­ brückener " Hauptbahnhof passierte.am Samstag ein Bataillon schwedischer Soldaten, das in den Ort­schaften Merzig , Mettlach und Beckingen einquartiert werden wird. Das erst« Bataillon des englischen Lancashirer-Regimentes ist ebenfalls in Saarbrücken eingetroffen. Rücktritt der griechischen Regierung. Minister­präsident Tsaldaris kündigte im Ministerrat die Um­bildung der Regierung an. Er hat die Minister di« Neubildung des Kabinetts dadurch zu erleichtern, daß sie zurücktreten. Alle Minister stellten darauf ihre Aemter zur Verfügung. Der Künstlerverei» MäneS hat in einer Zu­schrift an di« Prager - tschechische Universiität darüber Beschwerde geführt, daß unter dem Mob, der an­läßlich der Jnsignienkrawalle Fensterscheiben des Manes-Gebäudes zertrümmert«, zahlreiche tschechische Studenten waren. Der akademische Senat bestreitet in seinem Antwortschreiben die Berechtigung dieser Klage. Die österreichischen Nationalsozialisten propa­gieren nach reichsdeutschem Muster die Verwendung von Kerzen mit blauem Licht in der Abventzeit und zu den Weihnachtefcicrtagen. Diese Agitation hat Anklang gefunden und die Vorräte der Geschäfte, die sich auf den Verkauf dieser Ware spe­zialisiert haben, sind ausverkauft. Ein tapferer Pfarrer. Der ehemalige Pastor Jakob Stuefferin Euskirchen im Rheinland« ist zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er soll beleidigende Aeußerungen über Adolf Hitler getan und ferner gesagt haben, daß di« National­sozialisten die Wahlresultate fälschten. Katholische Prediger und Missionare sind aus Amainamioshimi(Insel Riu-Kiu) auf«ine große Insel südlich von Kyusch geflüchtet, im di« japani­sch« Bevölkerung gegen sie«inen Angriff unternom­men hatte. Auf der Insel befinden sich elf katholische Kirchen.

Lokomotive wurde im Heizhaus eingestellt; Kolo­mans Weg führte nur noch über einen hohen Bret­terzaun und dann direkt in mein Elternhaus. Meine Eltern waren nicht wenig bestürzt, als Kokoman plötzlich austauchte, rußig, mangelhaft bekleidet, und nach mir stagte. Die Eltern wußten nichts. Koloman schrieb wieder Brief auf Brief und wieder kam keine Antwort. Der Postverkehr war in jenen Tagen eine Art Glücksspiel . Ende August war Koloman gekommen, den ganzen Sep­tember über blieb er bei meinen Eltern. Plötzlich kam ein Brief des Freundes, mit dem er geflüch­tet war:Lieber Genosse I Ich muß Dir leider die traurige Mitteilung machen, daß Deine Frau nicht mehr unter den Lebenden weilt. Sie wurde, wie mir gesagt wird, bei Szatmäsz von Weißgardisten ermordet und gleich an Ort und Stelle begraben." Das Verhängnis wollte es, daß der Brief, den ich durch den Wiener Kurier nach Hause ge­sandt hatte, um einen Tag später ankam als der unglückselige Brief des Genossen II. Meine Eltern gebärdeten sich wie Wahnsinnige; hatten sie doch erst einige Tage vorher ihre jüngste Tochter zu Grabe gebracht und nun auch, wie sie glauben mußten, die älteste verloren! Und Koloman be­schloß, wieder nach Szegedin zu fahren und meinen Tod an denen zu rächen, die mich umgebracht hat­ten. Er ließ sich nicht zurückhalten und reiste schon am folgenden Tage zu seinem Freunde nach Szu­botica und noch am selben Abend auf Schleich­wegen über die Grenze nach Szegedin . Als er die ihm am nächsten stehenden Partei, genossen aufsuchte, waren diese entsetzt über sein Kommen. Wußten sie doch alle, wie sehr Koloman gesucht wurde! Sie verbargen ihn bei einem Par­teigenossen in einer Kellerwohnung, und dreihun- deü Meter im Umkreis hielten treue Genossen Wache, um beim leisesten Anzeichen einer Gefahr Koloman warnen zu können. Mit meinem Mann war in derselben Wohnung ein Genosse versteckt, der schon in den Händen der Weißgardisten ge­wesen und von ihnen furchtbar mißhandelt worden war. Er hatte einen schweren Nervenzusammen ­

bruch erlitten; beim geringsten Geräusch schrie er entsetzt auf und wähnte, wieder in den Händen der Unmenschen zu sein... Eines Tages erhielt Koloman den Besuch einer Genossin, einer Textilarbeiterin, die ihm heftige Vorwürfe wegen seiner Rückkehr machte. Als er ihr vom Tode seiner Frau erzählte und da­von, daß er nur auf eine Gelegenheit warte, um ihre Ermordung zu rächen,, berichtete die Genos­sin, daß sie mich vor einigen Wochen in Budapest nicht nur wohlauf und gesund gesehen/ sondern auch mit mir gesprochen habe, daß ich also unmög­lich ermordet sein könne. Ueberglücklich bat Kolo­man die Genossin, sofort nach Budapest zu fahren und bei unseren Freunden nach mir zu fragen. Schon am nächsten Morgen reiste sie nach Buda­ pest und erfuhr dort, daß ich vor etlichen Tagen Budapest verlassen habe, um meine Eltern aufzu­suchen. Koloman entschloß sich, als er die Freuden­botschaft empfangen hatte, sofort zur neuerlichen abenteuerlichen Reise nach Jugoslawien . Wieder halfen die Eisenbahner. Der Lokomotivführer eines OrientexprcßzugeS wurde verständigt, daß er an einem bestimmten Tage den Genossen Wal­fisch mitzunehmen habe. Am vereinbarten Tage begab sich Koloman, als Eisenbahner verkleidet, mir einer Tasche, wie sie die Eisenbahner hatten, auf den St. Rokuser Bahnhof in Szegedin . Um vier Uhr früh sollte der Zug, der ihn mitnehmen sollte, eintreffen. Koloman ging in die Mann­schaftsstube, setzte sich dort auf ein Bett und be­gann in einer Zeitung zu lesen. Als er ein Weil­chen gelesen hatte, ging die Türe auf und herein­spazierte der Heizhauschef, mit dem Koloman als Arbeitersekretär des öfteren im Interesse der Hcizhausarbeiter verhandelt hafte. Der Chef in­spizierte den Raum, blieb plötzlich vor Koloman sieben und sagte:»Sie muß ich von irgendwoher kennen!" Kolonian meinte, da» sei schon möglich, er lei aber aus Usvidök. Er habe schon ost hier auf Züge warten müssen und da habe er auch den Herrn Chef gesehen.»Ich bin ja auch aus UjvidLk,"

sagte der andere,- was gibt'S denn dort Neues? Was macht der und der?" Er nannte einige Namen.»Na, der ist jetzt krank, und der ist jetzt übersiedelt", antwortete Koloman.So, so, na, wie heißen Sie denn eigentlich?"Pinter György", sagte Koloman. Er nannte den magyari» fierten Namen meines Vaters. Der Chef blickte ihn einige Minuten forschend an und ging dann. Koloman machte sich schon fluchtbereit, weil er nicht glauben konnte, daß der andere ihn nicht er­kannt habe. Schließlich setzt« er sich doch lvieder nieder und las weiter. Bald kam der Chef wieder und fragte weiter nach Ujvideker Cinlvohnern. Ko­loman zog sich aus der Schlinge, indem er be« nrerkte, er sei sehr wenig zu Hause und kümmere sich nicht um die anderen Leute. Der Zug hatte inzwischen schon beträchtliche Verspätung. Und nun nun sah Koloman, wie sich an jeder Ecke der Kaserne ein Offizier zu schaf. sen machte. Na, dachte er, da sitze ich schön in der Falles ES war ihm recht unbehaglich zumute und er überlegte schon, ob er nicht durch ein Fenster auf die Straße entkommen könne, als endlich mit fast dreistündiger Verspätung der Zug ein­fuhr. Koloman nahm seine Tasche und ging ruhig zur Lokomotive. Ter Heizer stieg einstweilen ab und kroch unter die Lokomotive, als hätte er zu ölen, während Koloman hinaufkroch und den Kes­sel zu heizen begann AIS die Grenzkontrolle kam, sah sie nur die zwei Männer, die daS notwendige Personal bildeten, und als sie gegangen war, schwang sich der Heizer rasch auf die Lokomotive. Tie Herren Offiziere aber, die Koloman für seine Verfolger gehalten hatte, waren ganz harmlos: sie schmuggelten ganz regelrecht unter den Augen des gesamten Bahnpersonals 1 In Szubotica wurde das Versteckspiel mit dem zweiten Heizer wiederholt, dann gab eS keine Gefahren mehr und am Abend des 19. Okto­ber kam Koloman wieder in mein Elternhaus, wo wir uns nach fast dreimouatlichcr Trennung wie- derfanden.