Nr. 31

Mittwoch, 6. Feber 1935

Sudetendeutscher Zeitspiegel

Lügenmanöver der SHF

Henleinleute schädigen Arbeitslose, um die Sozialdemokratie zu treffen

Der ärmste Bezirk

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treu hinter der Partei

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Am vergangenen Sonntag tagte die Konfe= renz unserer Graslizer Parteiorganisation. Sie verlangt. Auch haben wir Sozialdemokraten zeigte, daß unsere Bewegung in diesem ärgsten wiederholt verlangt, daß die Bestimmung über Notstandsgebiet nicht nur unerschüttert, sondern den dreimonatigen Arbeitsnachweis bei Jugend- fogar im Vormarsch ist. lichen gestrichen werde. Gegen Beanstandungen Aus den Berichten war zu ersehen, daß der unserer Zuteilung durch einen Kontrollor der Lan- Mitgliederzuwachs im Jahre 1934 nicht weniger Die Sudetendeutschen Pressebriefe sind von demokraten, für das sich Adlt bei den Henlein- desbehörde, der ein strengeres Einhalten der Vor- als 244 betrug. Damit ist das dritte Tausend an der Henleinpartei offenbar nur zu dem Zwecke ge- leuten bedanken kann, wird die Herren Wolfs- schriften verlangt, wurde Berufung erhoben. Barteimitgliedern überschritten. Die Arbeiterfür­schaffen worden, die bürgerlichen Provinzblätter gemeinschaftler" freilich nicht kränken. Sie haben In der Gemeinde Tischau wurden die Ernäh- forge" hat 16.500 für Unterstützungen ausge­mit unwahrheiten über die Sozialdemokraten zu ja genug und sind auf die ,, Czechkarten" nicht rungstarten nie nach politischen Gesichtspunkten geben. Es wurden im vergangenen Jahre drei neue bersehen. Diese Bedienung von einer zentralen angewiesen. Die Sorge um diese überlassen sie verteilt, sondern unter der Kontrolle Frauenfektionen gegründet. Stelle aus ist den antmarristischen Provinz- gerne den anderen, die sie dann verhöhnen und der Deffentlichkeit nur nach den In der Entschließung, die nach ergiebiger redaktionen sehr erwünscht; jeßt müssen sie sich beschimpfen. Grundsäzen des Rechts. Ueber die Zuteilung Aussprache zu dem Referat des Genoffen Abg. nicht mehr so anstrengen, Verleumdungen gegen. Zu dem vorliegenden Fall teilt uns ein Ver- der Ernährungskarte entscheidet selbstverständlich de Witte einstimmig angenommen wurde, wird uns zu erfinden. trauensmann der Partei, der über die Zuteilung auch nicht die Arbeitsvermittlung, sondern eben der Dank der Grasliher Arbeiterschaft an die so­der Ernährungskarten genau Bescheid weiß, noch die Bezirks- Sozialfommission." zialdemokratischen Abgeordneten und Senatoren folgendes mit: und an den Parteivorstand für ihre Bemühungen um das Notstandsgebiet zum Ausdruck gebracht und der Partei die unerschütterliche Trene der Ar­beiterschaft des Bezirkes Graslitz versichert.

Ein Schulbeispiel dafür, wie die Sudeten deutschen Pressebriefe arbeiten, ist der folgende, in der Ausgabe erschienene Bericht:

Ein Arbeitsloser kämpft um seine Czechkarte. ( SPB.) Ein Arbeitsloser in T. bei Teplit­Schönau bezog von der Gemeinde eine Czechtarte. Er ist Vater von 5 Kindern, seine Frau liegt frank darnieder, einer seiner Buben ist gelähmt. Im August des vorigen Jahres bekam der älteste Sohn Arbeit und verdiente 80 in der Woche. Daraufhin wurde dem Vater die Czechkarte ent­zogen. Kurz darauf aber mußte der Sohn zur Kurzarbeit übergehen und brachte von nun an nur noch 25 bis 30 Kronen Wochenlohn heim. Nun versuchte der arbeitslose Vater die Czech­farte wieder zu bekommen. Aber alle Bitten und

..Die Zahl der Arbeitslosen, die keine Er- Indem wir die frechen Lügen der Sudeten­nährungsfarten bekommen, weil in der Familie deutschen Pressebriefe annageln, geben wir der jemand einen Verdienst hat, ist ziemlich groß. Jch Ueberzeugung Ausdruck, daß sich der von Sandner habe selbst in der Bezirkssozialkommission darauf gerühmte ,, neue Ton in der sudetendeutschen Po­hingewiesen, daß daraus große Ungerechtigkeiten litit" auch darin auswirken wird, daß die SPB entstehen und eine Abänderung dieser Bestimmung diese Richtigstellung verschweigen werden.

Die Leber des Herrn Skomorovskyi

Schreckliches hat sich nach einem Bericht der[ ,, schiveren Verlegung" in Sternberg . Die Vers Vorstellungen in der sozialdemokratisch verivalte= Sudetendeutschen Pressebriefe in Sternberg sammlung war nämlich schon am Montag vorher. ten Gemeinde waren vergeblich.( Der Arbeitslose begeben. Der mährische& desleiter der SHF. Er hat dem Arzte der Rettungsstation feinerlei ist nämlich nicht Sozialdemokrat, hatte seine Kinder auf den teutonischen Namen Noman Sto= Angaben darüber gemacht, daß er in der Ver­der bei einer Veranstaltung des Deutschen Turn- morovskyi( nicht Skomorovsky) hört, ist bereins mitwirken lassen und hatte sie auch zur nach ihren Behauptungen bei der aufgelösten Fronleichnamsprozession geschickt.) einen Versammlung in Sternberg von Sozialdemokra Grund für die Ablehnung angeben zu können, ten schwer verletzt worden. Vernehmen wir, was behauptete man im Gemeinderat, der Mann sei notorischer Trinker, besuche ständig das Kino und die SPB berichten: sei auch sonst der Bergünstigung der Czechkarte nicht würdig. Diese Behauptungen ließ man sich durch den sozialdemokratischen Gemeindepolizisten bestätigen.

Vor einigen Tagen nun sprach der Arbeitslose beim Bezirksarbeitsvermittlungsamt in Teplitz­Schönau vor. Dort wies man ihm aber be= dauernd das schlechte Leumundszeugnis vor und der arme Teufel bekommt die Lebensmittel­farte bis heute nicht...

Wir haben keinen Grund, den Arbeitslosen und die Gemeinde nicht zu nennen. Es handelt sich einen in Tisch au wohnhaften Ad It, den die jozialdemokratisch verwaltete Gemeinde also

..benachteiligte":

Adlt hat im Jahre 1934 achimal bei der Ge­meinde gearbeitet und hiefür einen Lohn von 810.80 empfangen. Für einen Kranfentrans port hat Adlt im selben Jahre 248 von der Gemeinde bekommen. Der Sohn des Adlt war bom 16. März 1933 bis 15. August 1934 voll beschäftigt, dann mußte er einige Tage aus feßen. Seit dem 24. September 1934 arbeitet er ununterbrochen. In den letzten vier Wochen hat er 486.30 ausbezahlt erhalten. Eine Tochter Adlts war vom 11. August 1934 bis zum 1. Des zember in einem Dienstposten und hat das Ar­beitsverhältnis selbst gelöst. Für die Unterbrin­gung einer anderen Tochter in einer Heilanstalt leistet die Gemeinde einen täglichen Beitrag

bon 4.

Wie die SPB* bereits berichteten, wurde Landesleiter Stomorowsky in einer öffentlichen Versammlung in Sternberg von sozialdemokra­tischen Angreifern schwer verletzt. Er erlitt eine Verlegung der Nieren, der Leber und außerdem innere Blutungen. Zur Zeit befindet er sich im Krankenhaus von Mähr.- Schönberg. Am vergan­genen Samstag wurde er von schweren Krämpfen befallen, so daß Injektionen notwendig waren. Sein Zustand ist weiterhin ernst, obwohl im Ver­laufe des Sonntags in seinem Befinden eine leichte Besserung eingetreten ist..... Landes­leiter Skomorowsky wurde von einem mit aller Gewalt geschleuderten Stuble in der Unterleibs­gegend getroffen. Bezirksleiter Wollner trug daraufhin den schwerverletzten Landesleiter Sto­morowsky aus dem Saal. Erst nach diesen schweren Erzessen erschien Gendarmerie im Saale und drängte die angreifenden Sozialdemokraten hinaus.

sammlung velegt worden sei, blieb einige Tage im Krankenhaus und hat dieses am Dienstag, den 5. Feber, um die Mittagszeit ziemlich heiter und ohne fremde Hilfe zu Fuß verlassen. Es steht fest, daß er weder an der Niere noch an der Leber Verlegungen hatte. Wäre dies der Fall ge­wesen und hätte er solche Verlegungen in der Versammlung erlitten, so wäre er wohl sofort ins Krankenhaus gegangen und heute keineswegs schon gesund..

, Gemeinsinn"

ohne Gemeinsinn

Wie der Reichenberger Freigeist" berichtet, ist die Zahl jener Geschäftsleute, die sich verpflich tet haben, die von der Genossenschaft für bargeld­losen Verkehr herausgegebenen Berrechnungs­scheine anstelle von Geld anzunehmen, sehr ge­ring, obzwar gerade von diesen Kreisen die Be­geisterung fir den bargeldlosen Verkehr zur leber­windung der Wirtschaftskrise am größten war. So haben sich nach einer genauen Aufstellung von 58 Malermeistern nur 10 bereit erklärt, die Scheine an Zahlungsstatt entgegenzunehmen, von 59 Aerz­ten nur 2; die Vergleichziffern in den anderen Be­rufen sind: Autobedarf und Werkstätten 101-3, Baumeister und Architekten 115 22, Damen­schneider 1374, Drogerien 43- 3, Elektro­unternehmungen 93- 7, Fleischer 62 13, Friseure 914, Galanteriegeschäfte 66- 1, Gasthäuser 1279, Herrenschneider 135 6, Molkereien 42. 4, usw. Das Gelungenste an der ganzen Sache aber ist, daß sich von den Reichen­berger Druckereien auch drei bereit erklärten, die Verrechnungsscheine anzunehmen, aber die Druk­ferei, durch die die ganze Propaganda für den bargeldlosen Verrechnungsverkehr gemacht wurde, die Firma Stiepe I, ist nicht unter ihnen. Daß nach diesen Feststellungen die Idee des bargeld­lofen Wirtschaftssystems scheitern muß, ist flar.

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Daß die SHF die Leber des Skomorovskyi strapaziert, hat seinen guten Grund: die Mel­dung der SPB über die Folgen der Sternberger Vesammlung wurde in die Welt gesetzt, um die Behörden gegen die Sozialdemokratie scharf zu machen. Die SPB verweisen anschließend an die Meldung aus allzu durchsichtigen Gründen auf die Versicherung des Innenministers, es werden teine Stoßtruppe" geduldet werden und führen aum Beweise für das Vorhandensein solcher Stoß­trupps auch die durchaus begreifliche Tatsache an, daß die Sozialdemokraten in einer Henleinver sammlung in Landskron als ,, organisierte und Die Verletzung des Landesleiters Stomo- geschlossene Masse" aufegetreten sind.( Das pfle= rcisty wird ein gerichtliches Nach gen wir nämlich immer zu tun ähnlich den spie I haben. Wir wir erfahren, wurde bes anderen politischen Gruppierungen, vor allem reits gegen unbekannte Täter die Strafanzeige aber der SHF, die noch nie gezögert hat, die Mit­erstattet. glieder des Deutschen Turnverbandes in geschloss Brag, Sender 2.: 10.05: Deutsche Nachrichten, fenen Formationen einzusetzen, um den politischen 10.15: Salonorchesterkonzert, 12.10: Chansons auf Gegnern die Freiheit der Nede zu nehmen.) Schallplatten, 12.35: Orchesterkonzert, 15,55: Mili­Es handelt sich also bei dem Bericht der 18.20: Wintersport im Böhmerwald , 19.10: Wir tärkonzert, 17.55: Deutsche Sendung: Jugendstunde, SPB um eine runde und nette Delernen russisch, 21.50: Merikanische Lieder, 22.15: nunziati o n. So gewiß, wie Herr Stomo- Konzert des Prager Salonorchesters. Sender S.: robsfhi teine gequetschte Leber hat, werden die 14.30: Tanzlieder, Bäume der teutschen Denunzianten nicht in den Himmel wachsen.

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Selbstverständlich ist das alles er og e n. Vor allem gab es kein ,, Stuhlbombar dement" gegen die Rednertribüne, die durch den Orchesterraum vom Saal getrennt ist. Dem Prä­fidium fonnte also gar nichts geschehen und es ist feinem der Herren, die es zierten, auch nur ein Die Gemeindeverwaltung in Tischau fann Haar gekrümmt worden. Herr Stomorovskyi ver­dem Adlt die ,, Czechkarien" schon deswegen nicht ließ die Versammlung gesund und munter, so daß entzogen haben, weil nicht sie, sondern die So- sich der Herr Bezirksleiter Wollner mit der kost­zialkommission über die Zuteilung ent- baren Last nicht erst abmühen mußte. scheidet. Bei einer vom Bezirk durchgeführten Kontrolle wurde jedoch auf Grund der bestehen- haus Mährisch- Schönberg . Er wurde dorthin am Skomorovskyi war tatsächlich im Kranken­den Vorschriften festgestellt, daß Adlt nicht in die Freitag, den 1. Feber, mittels Rettungsautos ge­Ernährungsaltion gehöre. Aber die Bezirkssozial- Freitag, tommission hat bracht, also etliche Tage nach seiner bor allem auf Ein­wirkender Sozialdemokraten beschlossen, dem Adlt mit Rücksicht auf seine zahl­reiche Familie Ernährungsfarten zu geben. In­folge der Notizen in der bürger­lichen Presse, die von der Kor respondenz der SHF ausgehen, mußte Adlt jedoch ausgeschieden werden; die Sozialfommission muß neuerlich über den Fall beschließen: Dieses Er­gebnis der lügenhaften Heze gegen die Sozial­

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In Kürze

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Das Industriesterben

im Böhmerwald

Geschäfte mit vernichteten Existenzen Seit Juni 1934 sind die Betriebe der Firma Schleifs und Polierwerke A.-G. in Hammern und Millit. Bezirk Neuern, stillgelegt und sie sollen nun definitiv liquidiert werden. Dadurch sind wiederum 53 Glasarbeiter des Böhmerwal­des mit 168 Familienangehörigen brotlos gemacht worden. Dazu kommen noch etwa 200 Menschen, welche durch die schon frühere Liquidierung der Glasschleifereien in Holz sch Iagu. Frauen Belgrad . Am Sonntag fanden in Jugo tha l, Bezirk Hartmanis, durch das gleiche Un­flawien Teilwahlen in den Senat statt, die internehmen brotlos geworden sind. Wie wir erfah boller Ruhe und Ordnung verliefen. Die Regie- ren, erhält die Schleif - und Polierwerke A.-G. für rungslisten erhielten überall fast sämtliche die Abtretung ihres Kontingents Stimmen. Ministerpräsident Je vtič wurde im Donau - Banat mit 97 Prozent der abgegebenen Stimmen gewählt.

eine einmalige Entschädigung von 2 Millionen Kronen und dazu eine Jahresprämie in der Höhe des früheren Reingewinnes. Berlin . Unter dem Vorsitz von Frank C. Tiarks( England) haben in Berlin die Besprechun- Dabei hat sie im Falle Hammern und Millik nicht gen zwischen den Vertretern der ausländischen Still- einmal die Verpflichtung im Sinne der Regie­haltegläubiger und der deutschen Schuldner be- rungsverordnung Nr. 178 eingehalten, nämlich gonnen. Die Verhandlungen erstrecken sich auf die die definitive Stillegung bei den Behörden anzu­Verlängerung des deutschen Kreditabkommens von zeigen. Nun soll der betroffenen Arbeiterschaft auch 1934. Montag morgens haben die ausländischen noch das Leite genommen werden, denn die ab­Gläubiger unter denen auch Tschechoslowaken ziehende Firma geht daran, die Werkswohnungen find die sie interessierenden Fragen unter und Pachtgründe zu verkaufen. sich beraten. Der Verband der Glas- und Keramarbeiter Paris . In der Pariser Umgebung kam es zu hat die Bezirksbehörde in Klattau sowie das Ge­Zusammenstößen zwischen Kommunisten und Ver- werbeinspectorat in Pilsen dagegen um ein Ein­fäufern royalistischer Zeitungen. Ein Anhänger der schreiten ersucht und es ist höchste Zeit, daß die be­Action Française, ein Ingenieur der Chemie, rufenen amtlichen Stellen gegen diese Methoden wurde mit einem Senüppel am Kopf verwundet und der Industrie- und Menschenvernichtung mit scho­nungsloser Energie einschreiten.

starb.

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Hoffentlich wird Herr Skomorovskyi seine Beinahe- Mörder wirklich flagen, auf daß die richt festgestellt wird. Will er nicht die Freund­Wahrheit über seine Verlekung" auch bei Ge­lichkeit haben, zu sagen, was ihm wirtlich fehlte?

Gendarmerie gegen Arbeitslose Das wahre Gesicht der Sudetendeutschen Volks- Hilfe

Vom Rundfunk Empfehlenswertes aus den Programman: Donnerstag:

Lederer: Wege zur Erlernung der tschechischen 15: Deutsche Sendung: Dr. Sprache, 15.20: Unterhaltungsmusif, 19.10: Wan­derlieder. Brünn 13.35: Deutscher Arbeitsmarkt,

17.50: Deutsche Sendung: Arbeiterfunt: Ostrau 17.55: Deutsche Sendung: Von Strauß zu Barrens: Arbeiterdichter aus aller Welt, 18.15: Behar, aus Operetten.

Schallplatten aus Puccini - Opern. Mährisch­

,, Wahnsinnsphantasien

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polnischer Hitleromanen"

Jm Warschauer sozialdemokratischen., o= botnit" wendet sich Kasimir Ez a pinsti in einem aufsehenerregenden Artikel gegen ein Aus Hohenstein wird uns berichtet: Buch von Wl. Studnicki ,, Polens Am Montag hatten die Henleinleute die Ab- politisches System und Europa ". ficht, den Arbeitslosen, und zwar vorwiegend ihren das offen das aussage, was die Politik der Anhängern, im Gasthaus Zum Bahnhof" die von ver blendeten polnischen Hit­der Volkshilfe gesammelten Spenden zu verteilen. Ieromanen" im Endziel beabsichtige. Die Gemeinde hatte den Heuleinleuten seinerzeit Studnicki zufolge sei So wi etrußland die Bewilligung zur Sammlung nur unter der der Feind, an dessen Grenzen bedeu Voraussetzung erteilt, daß auch tatsächlich alle tende Amputationen vorgenommen Arbeitslose im Orte beteilt werden. werden müßten. Die Sicherheit Europas fordere Absicht und überzeugten sich persönlich, wie das Westen. Polen , so fährt Studnicki aus, sei an Die Arbeitslosen erhielten Kenntnis von der Abtrennungen im Osten, Süden und seinerzeitige Versprechen auf allgemeine Auftei- einem Siege der Japaner über lung eingelöst werden würde. Rußland am stärksten inter=

Auf Frankreich brauche man keine Rüdsicht zu nehmen. Es habe heute einen weitrangigen Stand; Polen und Deutsch­I and tönnten die Basis für einen großen mitteleuropäischen Block bilden.

Die Spendenverteiler aber hatten im vor- essiert und müsse Japan in jeder Hinsicht hinein nicht die Absicht, allen Arbeitslosen etwas unter st üben. Es könne sich zu einer zu geben und als sie sahen, daß immer mehr Teilnahme an einem russisch - japanischen Arbeitslose erschienen, stellten sie rasch die Ver- Zweck mit Deutschland verbünde. Krieg entschließen, wenn es sich zu diesem teilung ein und verschwanden, wobei sie noch rasch die Gendarmerie anriefen, die auch tatsächlich in kurzer Zeit erschien, ohne eingreifen zu brauchen, denn die Arbeitslosen waren bereits wieder nach Hause gegangen, als sie die Praktiken der Henleiner studiert hatten. Kasimir Czapinsti sagt dazu, daß es sich So sieht also die Sudetendeutsche Voltshilfe hier offensichtlich um den Anschluß in Wirklichkeit aus. Geschnorrt wird in allen Be- Oesterreichs an Deutschland völkerungsfreiser, etwas zu geben, werden angestänkert, Leute, die sich weigern, und den Plan einer Teilung der Tsche­berteilt choslowakei i m werden die Spenden aber nur an genehme Per Deutschlands und Ungarns Intereffe sonen. Die nicht genehmen deutschen Volks- handele und warnt vor einer Politik genossen" hält man sich mit Gendarmerie vom wahnsinniger Phantasien, die zu einer Ratastrophe führen müsse,

Leibe.

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