Scite 6

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Samstag, 6. Juli 1935

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In der Buchschwemme größte Auswahl herabgesetzter Links Literatur

Restaurant Lidový dům

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stimmten Zeit für die Kampfgemeinschaft verwen­det und auch sonst trug die SAS3 verschiedene Auslagen der Kampfgemeinschaft.

Es entspricht also die Darstellung Bührens

besserung, die auch darin zum Ausdruck kommi, daß

Nr. 156

die Amsterdamer Sportler, welche jonit tonangebens Znaimer Gurken- Konserven A. G.

waren, von denen der Landvereine geschlagen wur­den. Merkwürdigerweise ist diese Erscheinung bei den Frauen nicht der Fall, denn die Amsterdamerin nen bewiesen noch ihr besseres Können. Die wich­tigsten Ergebnisse: Sportler: 100 Meter: H. de Vries( Ymuiden) 12 Sef.; 400 Meter: H. de Vries 61.3 Set.; 1500 Meter: T. Nierop( mui­den) 5:18 Min.; 4X 100 Meter: Zaandam 50 Sef.; Hochspringen: Kistemaker( 9muiden) 1.44 Meter; Weitsprung: W. Amesz( Amsterdam ) 5.29 Meter; Kugel: P. de Feber( Ymuiden) 10.32 Meter; Speer : P. de feber 37.88 Meter; Disfus: P. We sterheiden( Amsterdam ) 30.40 Meter. Sport: Ierinnen: 100 Meter: J. Borman( Amsterdam ) 13.6 Sef.; Hochsprur: C. Hiemstra( Amsterdam ) 1.34 Meter; Weitsprung: J. Borman 4.37 Meter; Speer : M. Bakker( Baandam) 24.40 Meter; Dis­fus: C. Hiemstra 28.04 Meter; Kugel: M. Bak­

fer 7.55 Meter.

Sehr schöner, neu eingerichteter Garten im Zen- nicht der Wahrheit und ist nur eine faule Ausrede Der Film

trum Prags . Volkspreise.

Josef Novák.

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Prager Zeitung

Hus- Feier auf dem Altstädter Ring Eine große, erwartungsvoll gestimmte Menge umjäumte gestern abends den Altstädter Ring, um Hus, den Märtyrer des Geistes, zu ehren. Zu beiden Seiten des Denkmals loderte die Flamme, Symbol der unbesiegbaren Vernunft, die kein blinder Fa­natismus zerstören kann.

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vor

Am Denkmalsbord stehen die Vertreter der Orga nisationen mit ihren Fahnen; die Legionäre, Arbei­tersofols, Vertreter städtischer Korporationen, ihnen slowakische Mädchen in ihren farbigen Trachten.

Vom Rathausvorbau leuchtet, von mattem Licht erhellt, als Symbol dieser Feier der Hussitenkelch. Von der Hussitenkirche wehen die Fahnen mit dem roten Kelch, in den dem Rathaus benachbarten Woh­nungen flammt ein Wald brennender Kerzen auf Dann beginnen die Redner. Hier versucht man nicht, Rausch und Vergessen zu erzeugen, flar, bedacht und zielseßend fallen die Worte.

Als am Schluß der Gesang der Staatshymne erflingt, nehmen die Tausende, die den weiten Platz füllen, ihre Hüte ab. Dann strömen die Massen aus­einander. Doch Hunderte und Aberhunderte drängen heran, um die unzähligen Kränze anzusehen, die das Denkmal des Magisters Hus bedecken, das jetzt, von zwei Reflektoren angestrahlt, in rötlichem Schim­mer gehüllt, wie das Symbol einer besseren Zu­funft mit seiner Wucht den abendlichen Platz erfüllt.

Verfolgter Autodicb geht in der Moldan ver­loren. Gestern nach 11 Uhr abends bemerkte ein Bassant, der gerade beim Café Manes in einer Bude telephonierte, einen Menschen, der sich in auf­fälliger Weise an den parkenden Automobilen zu fchaffen machte und schließlich sogar in eines hinein griff, so daß er sich offenbar als Sieb und noch dazu als ziemlich dummer zu erkennen gab. Sobald er merkte, daß er beobachtet wurde, ergriff er die Flucht. Sein Enidecker verjolgie in jedoch und jagte ihn durch die Gartenrestauration des Má­nes", wo der Diev plöblich in einem fühnen Ent­schluß über das Geländer in die Moldau sprang. Indessen hatte sein Verfolger einen Gehilfen er­halten, der den Dieb ebenfalls beobachtet hatte und nun über die Jirásetbrücke auf die Smichover Seite der Moldau lief, um die Polizei zu alarmieren. Ehe er dies tun fonnte, war jedoch der Dieb in der Dunkelheit verschwunden; ob er ertrunken oder irgendwo anbemerkt ans Ufer geschwommen ist, steht noch nicht fest. In der Mánes- Restauration hat er einen dunkelbraunen Hut mit schwarzem Band verloren.

Opfer seines Berufes. Gestern nachmittags ar­beitete der 43jährige Monteur Václav Tichý aus Žižkov in der Bělohradská in Břevnov an der Re­paratur eines Straßenbahnivagens. Während er hiemit beschäftigt war, stieß ein aus Wofotit fom mender Motorivagen der 11er- Linie so heftig ge= gen den auf dem Geleise stehenden Wagen, daß der Arbeiter von seiner Leiter 5 Meter tief aufs Pflaster stürzte. Mit einem Bruch des rechten Ober­arms, einer Rißwunde im Gesicht und mehreren ausgeschlagenen Zähnen wurde er auf die Minif Jirásek gebracht.

Einbruch im Krüppelheim. Im Bakule'schen Krüppelheim in Prag wurde in der Nacht auf ge=

für seine Gesinnungsänderung. Es ist aber bedauer­lich, daß die Moskauer D33" eine solche Darstel­lungin Verkennung der wahren Sachlage aufnahm.

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Die hundert Tage Napoleons Neue Atus- Bestleistungen im Gewichtheben. Das ist also das verfilmte fascistische Tendenz­Im Fliegengewicht erzielte Heinricht Zimmermann ( Warnsdorf) im Reißen links mit 47.5 Kilo eine des deshalb berühmt wurde, weil Mussolini stück des italienischen Dramatifers Forzano,

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neue Beſtleiſtung und im Bantamgewicht konnte fein Mitautor war, der sich in dieſem pſeudohiſtori RESTAURANT HEINE Stoßen mit 80 Kilo die bestehende Beſtleiſtung eins mit Napoleon Bonaparte vergleicht, nicht ohne zu Fochova 25, Eingang Italská 19 stellen. Beide Leistungen wurden auf dem Aufſiger betonen, daß er seine Sache damals besser gemacht Atus- Kreisfest erzielt.

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hätte und dem Schicksal des Gefangenen von St. ­Helena entgangen wäre. Er hätte nämlich auch nach der Katastrophe von Waterloo noch einmal eine Armee gegen die Alliierten geworfen und den Wi­derstand des ausgebluteten französischen Volkes durch Auflösung des Parlaments gebrochen, das in diesem Falle als eine Ansammlung großsprecherisch Smichover, Leitmeritzer Elbschloß u. Pilsner Bier feiger Advokaten geschildert wird, die von dem heimtückischen Verräter Fouché dirigiert werden. Ob die Katastrophe nach Mussolinis Rezept nicht noch 3052 furchtbarer geworden wäre, ist eine Frage, die das

Für gute Bedienung sorgt:

Stück und der Film nicht beantworten. Es war KARL KNAUER, Restaurateur

Mussolini und Forzano auch garnicht um diese Frage zu tun. Sie suchten nur eine Gelegenheit,

auf dem Umiveg über die Siftorie für das Führer:

prinzip und gegen den Parlamentarismus( und den Völkerbund) Propaganda zu machen. Die Pa­rallele zwischen dem aus Elba geflüchteten Napo­leon, der die Nation noch einmal in Siegestaumel bersetzt, und dem fascistischen Führer von heute ist, wie man zugeben darf, garnicht ganz unrichtig. And ebenso darf man zugeben, daß die Parallele swischen dem Wiener Kongreß und dem Völkerbund leider nicht ohne Berechtigung ist. Aber die Mög­lichkeiten der Aktualisierung und der Satire sind in diesem fascistischen Film gerade nur angedeutet: es geht alles in einem Schwall von Rhetorik und in einer pathetischen Schauspielerie unter, die er­stens völlig unfilmisch und zweitens beinahe schmie­renhaft wirft. Der Autor Forzano hat als Re­gisseur noch das Seinige getan, die dramatischen Höhepunkte in die Gefahr der Lächerlichkeit zu bringen, und daß er aus der Schlacht von Water­loo eine Monstre- Szene mit riesigem Statisten- Auf­gebot macht, fann über die Primitivität dieser gan­zen Geschichtsdarstellung nicht hinwegtäuschen, dieser Geschichtsdarstellung, die Napoleons Niederlage auf eine Magenverstimmung des Kaisers und den Unge­horsam eines Generals und Napoleons Schwä che" gegenüber dem Parlament auf seinen Vater­schmerz zurückführt.

"

Die Darsteller( vor allem Corrado Racca als Napoleon) haben mit der Rhetorik ihrer Ansprachen und Monologe so viel zu tun, daß ihre Gesten und Da ihr Mienenspiel völlig eindrucksvoll bleiben. aber die Ansprache und Monologe( offenbar ihres tendenziösen Inhalts wegen) vom tschechischen leberseber weitgehend ignoriert worden sind, wird der Film auf das hiesige Publikum vermutlich keine Wirkung haben.( Anders wird es im sudetendeut­schen Gebiet sein, wo die deutsche Fassung dieses Norwegens Arbeiter- Fußballteam neuerlich ge- fascistischen Films laufen soll, dem man mert­fchlagen. Dieser Tage fand in Oslo der Arbeiter- würdigerweise als einem der ersten das Recht ein­Fußballänderfampf Norwegen gegen Sowjet- geräumt hat, in einer anderen Sprache als der rußland statt, welcher von den Russen knapp mit seines Ursprungslandes vorgeführt zu werden). 2: 1 gewonnen wurde.

Holländische Arbeiter- Leichtathletik. In Am= sterdam fand ein leichtathletisches Meeting der Arbeitersportler statt das eine gute Beteiligung aufwies. Gegen früher zeigte sich eine starke Ver­

Konsum- und

ſtern ein Einbruch verübt. Die Täter find entfom- Spargenossenschaft ,, Vorwärts"

men. Der Schaden beträgt K 4000.­

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Die mit Bädern verbundenen RHEUMAHEILANSTALTEN haben ihren Tarif ermäßigt. Voller Betrieb. Ausk.: Pistyan­büro, Praha I. Příkopy( Čedok)

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Eine notwendige Richtigstellung Karl Bühren und die Kampfgemeinschaft deutscher

Arbeitersportler" In

der Deutschen Zentral- Zeitung" , Moskau, schreibt Karl Bühren in äußerst gehässiger Form und in falscher Darstellung über die SASI, die ihn so lange tatkräftig unterstützt hat. Darauf einzu­gehen, hieße Bühren zuviel Ehre anzutun. Aber er erhebt dabei wiederum die Anklage", daß das SAS- Präsidium ein Kesseltreiben" gegen die Kampfgemeinschaft deutscher Arbeitersportler", die aus einigen in der Emigration lebenden Arbeiter­sportlern besteht, betrieb. Dieses Kesseltreiben" sah nun folgendermaßen aus:

Die SASI unterstützte diese Kampfgemein­schaft einmal finanziell, weiter hat Bühren den größten Teil seiner für Arbeiten der SASI be Zentralbüro

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