Nr. 19 Donnerstag, 23. Jänner 1936 Seite 3 tfudetendeutsdm Zcitepiegef Ein üblenkungsmanöver der SdP-Bonzen Krokodilstränen über die sudetendeutsche Not In den Reihen Henleins gärt es. Allerorts herrscht Unzufriedenheit über die Nichteinlösung der großzügigen Wahlversprechungen. Die Dota- litätspartei ist in der Sackgasse. Den Weg zum Einfluß im Staate hat sie sich durch ihre Unaufrichtigkeit selber verbaut. Jetzt braucht sie wieder einmal einen Blitzableiter, um den Groll der rebellierenden Anhänger ablenken zu können. Plötzlich erinnert sie sich wieder der notleidenden Arbeitslosen. Am Dienstag donnerte Abg. May von der Parlamentstribüne eine Anllagerede gegen die Regierung herunter. Für die Demagogie dieses Auftretens ist bezeichnend, daß Herr May nicht ein einziges Wort des Angriffes gegen die bürgerlichen Koalitionsparteien, die nach Sparsamkeit und Kontrolle gegenüber den Arbeitslosen rufen, gefunden hat. Er wagte nicht, gegen den agrarischen„Ben- kov" zu polemisieren, der neuerdings ein« Kampagne für die vollständige Ausschaltung der Saisonarbeiter führt. Durch diesen Theaterdonner sollte bei den SdP- Wählern der peinliche Eindruck verwischt werden, daß sich die Fraktion Henleins bei jeder Gelegenheit gerade den größten Feinden der Arbeitslosen als Partnerin für eine sozialreaktionäre arbeiterfeindliche Rechtsregierung anbiedert und daher selber dazu beiträgt, den Kampf der Sozialisten für eine Besserung der Arbeitslosenfürsorge zu erschweren. Wie leichtfertig diese Leute über die Schicksalsfragen von Hunderttausenden daher- reden, hat Herr May bewiesen, indem er in Er- örterung der außerordentlichen staatlichen Winterhilfsaktion erklärte: »Unsere Arbeitslosen pfeifen aufdiesenBettel. Gehen Sie doch endlich daran, ihnen statt dessen, Arbeit zu geben." Herr May scheint keinen blauen Dunst von der wirllichen Lage der Arbeitslosen zu haben. Die Arbeitslosen pfeifen nicht auf die staatlichen Hilfsaktionen, sondern ste können jedes Kilo Mehl oder Zucker sehr gut brauchen. Gerade die Anhänger Henleins sind es, die sich am meisten um Zwansssyndikate auch In der Textilindustrie Anfang Jänner d. I. legten der Verband der tschechoslowakischen Textilindustriellen in Prag und der Allgemeine deutsche Textilverband in Reichenberg den koalierten Textilarbeiterverbänden den Entwurf einer Regierungsverordnung über die Errichtung von Zwangssyndikaten in der Textilindustrie vor. Ueber diesen Entwurf, gegen den die Textilarbeiterverbände wichtige grundsätzliche Bedenken vorbrachten, fanden seither mehrere Verhandlungen statt, die gestern nach erheblichen Schwierigkeiten zu einer grundsätzlichen Einigung führten. Der geänderte Entwurf soll nach endgültiger Stilisierung etwa Anfang Feber den zuständigen Regierungsstellen überreicht werden. In seinen Grundzügen lehnt er sich an die bereits veröffentlichte Regierungsverordnung über die Zwangssyndikate in der Glasindustrie an. Bauern und Arbeiter Hacker über die Notwendigkeit der Zusammenarbeit Die„Deutsche Landpost" brachte am Mittwoch einen ausführlichen Bericht über die Rede, die der Obmann des Bundes der Landwirte, Gustav Hacker , in Komotau hielt und der von der Darstellung, welche die bürgerlichen Blätter tags zuvor brachten, etwas abweicht. Die Stelle der Rede, die von der Zusammenarbeit im sude- jene Zuwendungen raufen, die von den Sozialdemokraten erkämpft worden sind. Die Binsenwahrheit, daß die Arbeitslosen lieber Arbeit wollen als Unterstützung, sollte Herr May auch an die Adresse jener deutschen Unternehmer richten, die einen Betrieb nach dem anderen zusperren. Die Jünger Henleins messen eben mit zweierlei Maß: Wenn der Staat für außerordentliche Hilfeleistung 50 Millionen gibt, dann ist das bei Herrn May ein„Bettel". Sammelt die„Volkshilfe" aber nur den 10, Teil davon, dann wird dies als monumentale Tat der Vollsgemeinschaft gefeiert. Nach der Rede Mays hat die SdP-Fraktion nach dem Bericht der„Zeit" angeblich„demonstrativ" den Parlamentssaal verlassen, um gegen die ungenügende Arbeitslosenfürsorge zu protestieren. In Wahrheit sind die Herren in aller Ruhe in die Wandelgänge hinausspaziert, um sich Zigaretten anzurauchen. Mittwoch setzten die Vollsgemeinschafts-Po- litiker ihre Ablenkungsmanöver durch einen Presseempfang im Deutschen Haus und durch eine demonstrative Vorsprache im Fürsorgeministerium fort. Dazu muß ganz offen gesagt werden: Es ist ei« blutiger Hohn und eine abscheuliche Komödie, wenn sich die SdP als Anwalt der hungernden Arbeitslosen aufspielt. Eine Partei, deren Führer mit Autokarawanen herumfährt oder Luxusreisen zum Genfe r S e e und nach England Unternimmt, ein« Partri» die in zwei Jahren einen Bonzen- a p p a r a t aufgebaut hat, der im Partei- wesen dieses Landes seinesgleichen sucht, eine Partei, die P a r a d e n arrangiert und plant, die Millionen von Bollsgroschen verschlingt, würdigt die Tragödie der hungernden Sudetendeutschen zur Posse herab, wenn sie die Rolle einer Anklägerin zu spielen versucht. Es gibt nur einen Weg, die Lage der Arbeitslosen zu bessern und wieder hoffnungsvoller zu gestalten: die Vernichtung derSudetendeutschen Partei und die Zurückdrängung aller Gewalten, die einer sozialen Krisenlöfung im Wege stehen. tendeutschen Lager handelt, hat nach der»Land« pos^,". folgtzn^en WortsMt,; Je besser sich der Bund der Landwirte in der Zukunft entwickelt, je einiger und fester er sein wird, desto früher werden wir die anderen Kräfte im Sudetendeutschtum zur Einsicht bringen. Ich bewne, daß wir zu einer Verständigung im sude- tendcutschen Lager bereft sind, daß wir aber die politische Grundhaltung des Bauerntum-, die schon in früherer Zeit den richtigen Weg gewiesen hat, nicht aufgeben.. Daß Hacker nicht nur an eine Zusammenarbeit mit reckM zu denken scheint, zeigt.der nachstehende Passus seiner Rede: Ter politische Weg und die politische Zn- sammenarbeit müsse sich vor allem auf Bauern und Arbeiter in nationaler Gleichrichtung begründen. Auf der demokratischen Zusammenarbeit von Bauern und Arbeitern beruht die gegenwärtige Regierungskoalition und diese Tatsache sollten die Landbündler nicht nur in ihrer politischen Praxis, sondern auch in ihrer Ideologie zum Ausdruck bringen. Die Parteitagsrede Spinas war ein Versuch in dieser Richtung; wir wollen so optimistisch fein, auch die jüngste Rede Hackers ähnlich zu deuten. Sudetendeutsche„Volkshilfe** Aus Lichten und Zossen , zwei schlesischen Orten, wird folgendes berichtet: In L i ch t en wurde aus den Sammlungen der Sudetendeutschen Volkshilfe nicht eine 0er heilige Scarabäus Hört, ihr Gläubigen, die Legende vom heiligen Scarabäus, dem Glückstier unserer Ahnen im fruchtbaren Tale des Nils: Vor vielen tausend Jahren herrschte der mächtige König Ramses über die Völler von Keme , das die Abendländer„Aegypten " nennen. In gewaltigen Kriegen besiegte dieser größte aller Herrscher das Chetareich und eroberte Nordsyrien; zum Dank dafür errichtete er seinen Göttern gewaltige Tempel.„Völker von Keme", sprach der große Ramses,„danket den Göttern und vergesset auch nicht die Göttinnen, die mir zu meinen Siegen verhalfen, schauet auf meinen Siegelring, den ein Scarabäus schmückt! Dieses heilige Tier ist mir Symbol des Glücks, und somit verfüge ich durch Notverordnung, daß in meinen Landen das Tier, das nach dem Glauben unserer Väter am Firmament« die Sonne vor sich herkugett, von allen Untertanen als heiliges Tier gehegt und gepflegt werde!"* Ramses hatte gesprochen! Die Völler von Keme eilten, dem Herrscher gehorsam zu dienen: ein Run auf die Scarabäen-Fabriken begann, in Gold und Silber und Edelsteinen schufen die Künstler prächtige Nachbildungen des heiligen Pillendrehers, den die Männer aus dem Abendland— Schimpf und Schande über sie— mit dem häßlichen Worte„Mistkäfer" belegen. Dann aber schloß der große Ramses die Augen zu ewigem Schlaf, seine Mumie ward aufgebahrt im Tal der Könige, und Berge von Sca- rabäen wurden in seiner Grabkammer gehäuft. Jahrtausende vergingen— da kamen bleiche Männer aus ftemden Landen und störten die ewige Ruhe des gewaltigen Ramses; sie schleppten seine Mumie heraus aus dem Grabgewölbe und brachten sie nach Giseh , wo sie den profanen Blicken neugieriger Rundreisegesellschaften preisgegeben wird. Die Berge von Scarabäen aber schwanden dahin unter der Raublust der Fremden(Oh, wir wollen ehrlich sein, zu guten Preisen). Die Zeit war nahe» da kein einziger Scarabäus ans den Tagen des Ramses mehr in Aegypten aufzutreiben gewesen wäre. Da aber geschah das Wunder: Der letzte Scarabäus-Stein vervielfältigte sich tausendfach, und jeder Aegypter fand in seinem Gar- Krone verteilt, sondern eS wurden nur einige Pakete nach dem Böhmerwaldgebiet gesendet, obwohl in der Gemeinde Lichten selbst über 150 Arbeitslose vorhanden sind. In Z o s s« n wurde ein Betrag von 360.80 XL an 42 Personen verteilt. Der Durchschnitt der Unterstützung beträgt sage und schreibe 8.73 (acht"/») XL. Diese Unterstützung, die nicht einmal der viel verlästerten Czech-Karte gleichkommt, soll die Rettung der sudetendeutschen Arbeitslosen bedeuten! Die Unterstützungen variierten zwischen 4 und 17 XL. 30 Beteiligte erhielten nicht einmal 10 XL, zwei Personen 10.40 XL, sieben Personen 11.20 KL und nur drei Personen erhielten 14.20, 16 und 17 XL. Interessant ist, daß ein Arbeitsloser mit acht Kindern 8 XL erhielt, ein anderer, der jedoch das ganze Jahr ge- arbeit hat und auch acht Kinder besitzt, 17 XL bekam. Im ersteren Falle handelt es sich um einen Arbeitslosen, der n i ch t der Henleinpartei angehört, der Empfänger der 17 XL ist jedoch Anhänger der SdP.... - Vertrauensmänner-Konferenzen Im Egerland Am vergangenen Sonntag fand für den Bezirk Eger eine große VertrauenSmänncr- Konferenz statt, an der mehr als zweihundert Funktionäre teilnahmen. Zur selben Zeit waren in E l b o g e n an 250 Funktionäre des Elbogener Bezirkes versammelt; und für den Bezirk Wild st ein tagte in Wildstem eine sehr gut besuchte Funktionär-Versammlung. Auf allen drei Tagungen beschäftigten sich die Referenten(Katz, de Witte, Wondrak) mit dem Thema:„D ie Präsidentenwahl — ein Sieg der Demokratie". Der Verlauf aller Konferenzen zeigte, daß die Vertrauensmänner des Ezerlandes einmütig hinter der Partei stehen und zu neuer hoffnungsvoller Arbeit gerüstet sind. Ein nener Schacht bei Teplitz . Die Böhmische Handelsgesellschaft hat 1930 von der Gemeinde Teplitz-Schönau die im Reservatfelde der Stadt gelegenen Abbaurechte im Verein mit der Jn- wald-A.-G. erworben und zu ihrer Ausbeutung im Jahre 1932 die Kohlenbergbau-A.-G. gegründet, deren Aktien sich in ihrem Besitz befinden. Den Kaufpreis von 7.8 Mill. XL hat die Böhmische Handelsgesellschaft bezahlt, die Jnwald- A.-G., die sich ein Optionsrecht ausbedungen hatte, hat dieses aufgegeben, sich, aber einen Liefervertrag auf Kohle gesichert.-- Ein Teil des Kohlenfeldes wurde an die B r ü x e r Bergbaugesellschaft, ein weiterer an Alois Purkert, Papier « und Pappenfabrik A.-G-, Weißkirchlih, verkauft. Wie der„Prager Börsen-Courier" erfährt, wird nun mit Hilfe von Arbeitern aus der nahegelegenen Grube ,i a r l" der Böhmischen Handelsgesellschaft auf dem Reservatfeld die Vorbereitung für die A n l a g e e i n e s V e r- suchss ch a ch t e s getroffen.^ An größere Investitionen scheint man allerdings vorderhand nicht zu denken. Es handelt sich vielmehr eher darum, daß die Kohlenbergbau A.-G., die bisher keine Tätigkeit entfaltet hat, sich mü einer gewissen Aktivftät ausweist, da mit den Vorbereitungen für die Errichtung des Versuchsschachtes auch Enteignungen von Grundstücken Zusammenhängen dürsten. Reichenberger Jugend-Kreis einmütig hin- ter dem BerbandSvorstand. Eine Funktionärversammlung des Reichenberger Kreises der SJ stellte in einer Entschließung einmütig fest, daß die Mitgliedschaft des ganzen Kreises einheitlich die Grundsätze des Teplitzer Verbandstages anerkennt und dem Verbandsvorstand volles Vertrauen entgegenbringt. Ganz energisch nahmen die Funktionäre Stellung gegen den Artikel in der„Roten Fahne" vom 17. Jänner d. I., in welchem behauptet wurde, daß die Mehrheit des Reichenberger Kreises die Einheitsftont mit den Kommunisten fordere und im Gegensatz zu den Teplitzer Beschlüssen stehe. In der Frage der ten ein heiliges Tier aus Stein, das er sofort und nicht zu billig an die gierigen Europäer abgab. Und wieder grub er stn Garten, und wieder erschien ein Jahrtausende alter Stein mit den Zeichen des heiligen Tiers. Und so wird es geschehen, bis jeder Abendländer seinen Scarabäus hat, so wird es geschehen, so lange Aegypten Modeland sein wird für die Rundreisegesellschaften ftemder Konttnente, ein Spatenstich wird genügen, um wieder ein kostbares Kleinod zu bergen, und immer wieder eins! Ich aber weiß das Geheimnis der ewigen Wiedergeburt des Scarabäus, ich habe das Geheimnis erfahren aus den Ziffern der Außenhandelsbilanz des Königreichs Aegypten : in einem fernen Lande, das sich Böhmen nennt, liegt eine Stadt: Gablonz ! Die alten Götter von Keme haben sie gesegnet, und am lauftnden Bande erblicken in den Fabriken dieser Stadt garanfiert echte Scarabäen das Licht der Welt. Grabt sie abends ein in eure Gärten, Aegypter, und am Morgen werdet ihr sie wiederfinden, um Jahrtausende gealtert! Salem, ich habe gesprochen! Greco. Die Friedenstauben sind ja sehr schön, aber solange die drei Raubvögel in Freiheit sind, führen jene ein recht problematisches Dasein! Einheitsftont steht die Kreisorganisation einheitlich zu den Beschlüssen des Verbandstages und lehnt jede Einzelverhandlungen der Gruppen mit den Kommunisten ab. Bon Kohlenmaflen erschlagen. Im Ludwig« schacht bei Bilin ereignete sich gestern vormittags um 9 Uhr ein tödlicher Unglücksfall. Der Häuer Johann Pirka ans Roth-Aujezd wurde von hereinstürzenden Kohlenmassen erschlagen. Das Unglück geschah dadurch, daß ein Streckenkreuz brach und die hereinstürzenden Kohlenmaflen den Unglücklichen unter sich begruben. Picka war verheiratet und Vater eines Kindes. Prattisches Beispiel. Die„Westböhmischen Sfimmen" melden: „Auf dem Programm der letzten Bezirksausschutzsitzung in P l a n stand u. a. auch die Vergebung des StratzenbaueS Plaschin—Planes—Wostrowo—Stipokl. Das Ausschutzmitglied JUDr. Alfred S ch m u e d, Advokat in Plan und Bezirtsführer der SdP Konrad Henleins, stellte den Antrag, diesen Straßen« bau an die Firma Jng, Horak u. Sniz- k, P o d ni ka t e istvi S tav e b.Pra ha II., na - Potii 15, zu vergeben.■-Der Antrag deS Doktor Schmued wurde einstimmig angenommen. Diese Tatsache ist im Protokoll, das übrigens der Antragsteller Dr. Schmued mit unterschrieben hat, wahrheitsgetreu sestgestellt." Dazu schreibt das zi erte Blatt weiter, daß die Propaganda der SdP den Fall gerade umgekehrt darstellt! Die Nordmährisch-schlesische Städtebühne hat in ihrer diesjährigen Winterspielzeit(der dritten) mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen, da infolge der fortdauernden Krise die Bewohner der Städtchen, Märkte und Dörfer die Kronen für den Theaterbesuch nur sehr schwer aufbringen. Die Eintrittspreise mußten oft tief herabgesetzt werden^ So war die gegenwärtige Spielzeit, die am 7. September in Mährisch-Schönberg mit einer festlichen Aufführung von Goethes„E g- m o n t" mit der Begleitmusik von Beethoven begann, ein einziges Ringen um das nackte Leben. Der„Egmont " erlebte übrigens 16 Aufführungen. Neben Hamiks„Lustiger Wallfahrt" und „Krach um Jolanthe" von August Hinrichs wird „Kabale und Liebe " von Schiller , dauernd gespielt. Auch„Der Erbförster" von Otto Ludwig erzielte schöne Erfolge. Neben der Sendung, in alle Städte und Märkte der Heimat wertvolles Theater zu bringen, hat die Bühne aber auch noch die Aufgabe zu erfüllen, in M ä h r.- Schönbergein Stadttheater zu ersetzen, daher allwöchentlich mit einem neuen Stück herauszukommen. Damit ist ein ungeheures Maß von Arbeit zu leisten für jedes einzelne Mitglied der nur die allernötigste Anzahl von Schauspielern führenden Bühne. 380 km nordwärts Dolo Rom. Am Morgen des 20. Jänner haben Schwadronen der Dragoner von Genua und der Ulanen von Aosta mit einer rasch durchgeführten Aktion unter Ueberwindung lebhaften Wsbe>stan« des des Gegners R e g.h e l l i, die Hauptstadt der Galla Borano, besetzt. Neghelli befindet sich 380 Kilometer von Dolo, der AuSgangsbasiS unserer Truppen. Italienische Offensive in Temblen An der Front im Tembiengebiet ist eine Offensive im Gange. Es liegen nach Reuter bisher keine detaillierten Meldungen über die neuen italienischen Kriegsoperationen in Tembien vor, doch dürften diese Operationen in dem gebirgigen Gebiet nur l a n g s a m vor sich gehen, vornehmlich auch deshalb, weil die Abessinier an anderen Stellen der Front in der Provinz Tigre Flankenangriffe unternehmen.
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16 (23.1.1936) 19
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