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Nr. 31
Sonntag, 6. Feber 1938
Volkswirtschaft und Sozialpolitik
Hilfe für unsere Textilindustrie
Beratungen der Wirtschaftsminister
Wie das fonntägige Právo lidu“ meldet,( Durchführung die Lage unserer Textilindustrie haben sich in der vergangenen Woche die Wirt- verbeffern würde. Der den Miniſterpräsidenten haftöminiſter damit beschäftigt, wie man der vertretende Miniſter Bechyn. ift durch Einwir uns Fertilindustrie helfen könnte. Der Fürsorgemini- auf die Finanzverwaltung bemüht, daß die Anfter Nečas hat gemeinfam mit dem Handelsmini- gelegenheit rasch beendigt werde. fter der Regierung Anträge vorgelegt, beren rasche i
iveniger als 72 Millionen Kč floffen aus eigenen Mitteln der Verbände ihren arbeitslosen Mitgliedern zu; außerdem wurden 187 Millionen Kč an Staatsbeitrag für die Arbeitslosen ausgezahlt. Die gebesserte wirtschaftliche Lage äußerte sich darin, daß die Arbeitslosenunterſtüßung aus eigenen Mitteln um 12.8 Prozent kleiner waren als 1985, die Staatszuschüsse um 8.7 Prozent. Dieser Unterschied im Rückgang des Aufwandes für Arbeitslosenunterstüßungen wurde viel von der bürgerlichen Presse mißbraucht, ist aber ein
fach auf die gesetzlichen Bestimmungen über die Erhöhung des Staatsbeitrages nach längerer Mitgliedschaft zurückzuführen.
Die Tätigkeitsberichte geben ein einbrudss volles Bild von den Leistungen, welche die freien Gewerkschaften für die Arbeiter und Angestellten vollbracht haben.
gruppe Settar
bis 1 1 bis 2
2 bis 5
5 bis 10
Bachtgrund Hettar 65.216 77.278 220.577 179.809 184.083
10 bis 20
eig. Boden Hettar 142.889 308.494 1,225.906 1,625.515 1,898.422
Seit der Nichterneuerung des früheren Ge- Das Ausmaß des zugepachteten Grundes jezes ist diese Forderung nicht von der Tagesspielte bei den fleineren Befißern eine bedeuordnung verschwunden. Aus den Reihen der Klein- tende Rolle. Es betrug: bauern, sowohl der deutschen als auch der tsche- In der Größenchischen, wird unablässig nach der Schaffung eines neuen Bächterschutzgesetzes gerufen. Bisher fonn ten jich die Agrarier nicht dazu verstehen, dieser Forderung stattzugeben. Nur eine vorübergehende Bachtpreisregelung fonnte ihnen ab= gerungen werden. Wie begründet die Schaffung eines entsprechenden Pächterschutzes ist, geht aus dem Zahlenmaterial der landwirtschaftlichen Betriebszählung hervor. Das Flächenau 3- Der Ruf nach einem neuen Pächterschutzgeseze maß des zugepachteten Bodens aus den westböhmischen Gebieten wird verständbetrug 1.1 2 6.9 8 0 ettar( bei einer Ge- lich, wenn die Statistik zeigt, daß 3. V. im Be jamtbodenfläche von 13,458.466 Heftar). Es gab zirke Bischofteinig mit 2713 landwirtschaftlichen 73.519 von juristischen und 102.617 von physi- Betrieben bloß 1266 nur eigenen Boden hatten, jchen Personen im ganzen verpachtete Betriebe. während also mehr als die Hälfte auf auge= In den historischen Ländern lagen davon 150.010 pad te ten angewiesen sind. Das gleiche gilt Betriebe. Es handelte sich fast ausschließlich um auch für den Bezirk Staab. Von den 2067 BeBachtungen ile in st er Besizer, und zwar bis trieben haben dort bloß 945 nur eignen und 201 ein Heftar um 68.424 bei juristischen und 75.488 nur fremden Boden. In den Bezirken des böhmis bei physischen Personen, von 1 bis 5 Hektar um ichen Mittelgebirges lagen 23.353 Betriebe, da 9.765 baw. 21.110 Pächter. Von den 1,648.604 von hatten jedoch nur 8607 eigenen Grund, wählandwirtschaftlichen Betrieben hatten nur 917.943 rend alle übrigen Pachtgründe besaßen, 3822 eigenen Boden, 128.867 besaßen nur fremden überhaupt nur fremden Boden. Welche Bedeutung Grund. 68 7.0 5 5 Betriebe besaßen das Pächterproblem auch für das tschechische GePachtgrund, wovon wiederum 539.715 in biet hat, geht daraus hervor, daß z. B. im RüBöhmen, Mähren- Schlesien lagen. Unter den Be- benbaugebiete mit 160.582 Betrieben bloß 59.895 trieben mit Bachtgründen stehen an erster Stelle Betriebe mit nur eigenen Grund vorhanden die lleineren Betriebe. Es wurden folgende Be- waren. Die Bedeutung des Pachtgrundes erhöhte
triebe mit Pachtgrund gezählt:
In der Größen
gruppe
überhaupt
Betriebe
Betriebe
mit Bachtgrund
Heftar
Hettar
bis 1
215.222
1 bis 2
112.395
Hektar 464.182 265.675
2 bis 5
97.654
41.621
5 bis 10
10 bis 20
Man erhält für
100 Reichsmark
•
Markmünzen
208.576488.848
100 österreichische Schilling
258.076 147.317
Kč 578.675.533.50 14.35 522.50 554.50 660.25 93.83 142.25
100 rumänische Lei
100 polnische Zloty
a
100 ungarische Rengö
100 Schweizer Franken
100 franzöfifche Francs
5:
1 englisches Pfund
tre
1 amerikanischer Dollar
28.30
•
.
).
t:
100 italienische Lire
0:
100 holländische Gulden
100 jugoslawische Dinare
121.40 1587.61.67
0:
5:
100 Belgas
481.50
100 dänische Kronen
100 schwedische Kronen
631.732.
Vorteil der Grippe
Von Dr. Otto Marbach
sich in der Zeit der Wirtschaftskrise.
Paris. Der Kammerausschuß für Arbeitsfragen behandelte den Nachtragsentwurf des Hauptberichterstatters, des sozialistischne Deputierfen Moch, der im Einklang mit dem Verlangen des Allgemeinen Arbeitsverbandes festsetzt, daß die Löhne der Arbeiter fünftighin automatisch steigen werden, sobald der Lebenshaltungsinder um mehr
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Wenn man den
Topf durchschneiden würde,
könnte man sehen, wie riesig viel kaffeeähnliche Stoffe so ein Stück Karo- Franck abgibt. Ein förmlicher Extrakt
Karo Franck Kaffeezusatz wird mehr im Kochtopf!
als vier bis fünf Prozent steigt. Ministerpräſi Nie wieder Selbstmord!
dent Chautemps stellte sich in einer ausführlichen Tarlegung gegen eine solche pauschale Lösung und sagte, daß die Schwierigkeiten berücksichtigt werden müffen, mit denen ein großer Teil zahlreicher Industriebranchen zu kämpfen hat. Eine automatische Erhöhung der Löhne hätte eher eine Entlaffung der Arbeiter und Zunahme der Arbeitslosigkeit zur Folge als eine Gesamtregelung der Verhältnisse. Trotzdem hat der Ausschuß mit zehn gegen drei Stimmen( acht Mitglieder enthielten sich der Abstimmung), den Zusagentwurf Moch angenommen.
Gerichtssaal
Ein Achtzehnjähriger
Prag. rb Vor dem Jugendgericht( Vorf. OGN. Dr. Svoboda) erschien ein junger Mensch von sehr einnehmendem Aussehen, dem niemand nach gen würde, daß er bereits mit dem Strafgeses in
Margarete Holzinger
,, Was ist denn eigentlich mit dir los, Marianne? Du fommst mir in letzter Zeit so gedrückt vor! Läßt du dir nicht vielleicht Kleinigkeiten 3u nahe gehen? Ach Gott, wenn ich so glücklich verheiratet wäre wie du...!"
,, Glücklich ach ja."
„ Na, hie und da eine kleine Auseinanderſeßung, das schadet doch nichts!"
..Evi weißt du, wie Heinz mein Mann geworden ist?"
,, Nein, ich war sogar ein bißchen, erstaunt; ihr hattet euch doch gerade damals nicht so glänzend vertragen!"
,, Stimmt. Mehrmals waren wir sogar drauf und dran, unsere Beziehung ganz zu lösen.- Nun, eines Abends hatten wir besonders argen Streit, da sagte Heinz plößlich: ,, Noch ein Wort unch ich gehe- für immer!"- Evi, sag selbst, wird irgend eine Frau sich so ein Ultimatum gefallen lassen? Und wenn sie mit unfehlbarer
Sicherheit wüßte, daß sie sich alles zerstört: sie wird, sie muß das letzte Wort haben.
Ich sprach es. Heinz ging. Und mit einem mal überfiel mich die verzweifelte Gewißheit: diesmal ist es Ernst. Er kommt nicht wieder. Evi, diese Stunden möchte ich nicht noch einmal erleben! Ich weinte, ich machte mir die bittersten Vorwürfe; endlich beschloß ich selbstmord zu begehen.
Konflitt gelommen ist, bevor er nun zum zweiten Male auf der Anklagebank Plak nehmen mußte. Sein Vater ist Eisenbahnangestellter und ein Mann von tadellofem Leumund. Der jugendliche Angeklagte hat sich bereits einmal einer Veruntreuung schuldig gemacht, wofür er von dem Jugendgericht zu zehn Tagen Verschließung bedingt auf In einem umfangreichen Bericht wird die zwei Jahre verurteilt wurde. Die Leumunds Tätigkeit der in der Gemeinsamen Landeszen- note des Angeklagten bejagt, daß er bereits als trale vereinigten freien Gewerkschaften im Jahre Schuljunge verschiedener Diebstähle und Berun 1936 geschildert und mit Zahlen belegt. Die treuungen mit Grund verdächtigt wurde. II. a. ist Nein, nein, nicht wirklich natürlich! Nur ein Landeszentrale umfaßte 60 Verbände, von wel- nachgewiesen, daß er den Erlös einer Schulfamm den 16 im Deutschen Gewerkschaftsbund zusamung. Au deren Einlafſierung er beſtimmt worden ganz klein wenig, ganz ungefährlich, aber doch mengeschlossen sind. Von den 684.041 Mitglie dann in Geſellſchaft übler Subjekte in anrüchigen Ame zurückzuführen. Hatte ich nicht noch irgendwar, veruntreut hatte, um das gesammelte Geld genug, um Heinz gerührt und reuevoll in meine dern der freien Gewerkschaften waren vier Fünf- Lokalen zu vertrinken und Prostituierten an den wo eine alte Packung mit Veronal? Frühmorgens, tel Männer und ein Fünftel Frauen. Im Laufe Sals zu werfen. Solche Verfehlungen wiederholten des Jahres 1936 ist die Mitgliederzahl aller Ver- sich mehrfach. In seiner ersten Stellung verun- wenn die Aufräumefrau tam, mußte sie mich in bände um 54.175 gewachsen, d. i. um 8.6 Pro- treute er an 6000 Kč, die von seinem Vater erfeit tiefer Bewußtlosigkeit finden. Andererseits wollte zent. Den größten Anteil daran hatten die tsche- wurden. Mit Mühe und Not in einem neuen Voiten ich die Giftmenge so dosieren, daß ich mich bei untergebracht, unterschlug er neuerlich 1000 Kč und einiger ärztlicher Hilfe unschwer erholte. Wieviel chischen Verbände, welche am Ende des genannhielt mit dem veruntreuten Geld seine Kumpane also, wieviel?? ten Berichtsjahres 481.452 Mitglieder zählten, frei. Das Jugendgericht verurteilte den Jugendaber auch die deutschen freien Gewerkschaften ver- lichen neuerlich zu drei Monaten Ver zeichneten einen, wenn auch geringeren Mitschließung, erfannte ihm zwar abermals eine war nie meine starke Seite- fand ich das Ges gliederzuwachs und zählten am gleichen Stich- Bewährungsfrist zu, die aber auf drei Jahre suchte. Ich besaß also eine kaum angebrochene tag 202.589 Mitglieder. Wenn man bedenkt, daß verlängert wurde. Gleichzeitig verfügte das Jugend- Padung und eine leere Schachtel. Ausgezeich= 1936 noch ein Jahr der henleinistischen Hochflut gericht, daß der Angeklagte einer Erziehungsanstalt net! Die brauchte man nur demonstrativ neben war und damals der größte Ansturm auf die überſtellt werde. Sein Vater, ein alter und ver- die andere hinzulegen: ,, Seht, das alles habe ich härmter Mann erklärte fich auf Befragen des Ge zu mir genommen!" Positionen der freien Gewerkschaften geführt richtes mit dieser Maßnahme einverstanden und wurde, ist damit der überzeugendste Beweis für sprach sogar seine Bereitwilligkeit aus, von seinem die Festigkeit und unerschütterlichkeit der deutschmalen Einkommen zur Dedung der Koften des schen freigewerkschaftlichen Bewegung geführt. Aufenthaltes seines Sohnes in der MesserungsanUngeheuer waren die Leistungen der freien stalt beizutragen. Wenn nur aus ihm ein anstänGewerkschaften auch in jenem Berichtsjahr. Nicht tiger Mensch wird..." seufzte der alte Mann.
unschäzbarer Vorteil für sie selbst und ihre Umwelt! Doch haben nicht nur diese allzu trodenen Gesellen den Vorzug, Vorteil aus dem Ungemach 31: ziehen, auch die allzu Gesprächigen haben den ihren. Sie hätten endlich einmal Gelegenheit, die Wohltat des Schweigens und Stilliegens zu er kennen.
Nach langem Herumframen- Ordnung
In Wirklichkeit entschied ich mich für acht Tabletten. Aber kaum hatte ich die ersten zwei geschluckt, da machte ich mit plötzlichem Grauen Falt: das war doch ein entseßlicher Leichtsinn, so aufs Geratewohl: Ich sprang auf und suchte nach einem medizinischen Handwörterbuch, das ich im Grippe hat, wenn es sein muß, würde man sich Hause batte. Endlich fand ich es, schlug darin nach überwinden und kommen, aber( o Heuchelei) man und lehrte beruhigt zu meinem Veronal zurück. fürchtet schon ein Ansteckungsherd geworden zu Noch zwei Tabletten geschluckt. Salt, halt, um sein, usw." Es gelingt immer. Man wird für Gotteswillen! Hier steht ja ausdrücklich: Jeder Ich weiß nicht, ob es wirklich eine Grippe frei erklärt und fommt obendrein noch in den Mensch reagiert verschieden auf Narkotika..." war. Die Häufigkeit der Strantheit macht es den uf, ein aufmerksamer, rüdsichtsvoller Mensch zu Schon stieg auch eine leichte Uebelteit in Aerzten leicht und sie machen es sich selbst noch sein. Denn man trifft in solchem Fall nur selten mir hoch, ein schwerer Druck legte sich um Brust leichter. Ob man über Kopfweh flagt, über BauchAuch die allzu Liebenswürdigen sind der auf Steptiker. Und daß einer, wie neulich, bei und Stirn. oder Zahnschmerzen, über Reizen in den Beinen Grippe zu Dant verpflichtet. Viele Bekannte zu Aufzählung der Symptome, den Schwindet" Nach langem Zögern nahm ich noch eine, eine oder Juden in den Fingern, summarisch und stereo- haben, ist ja, wir wollen optimistisch sein, meistens aufgriff und ironisch meinte, der Schwindel sei einzige kleine Tablette. Staum aber hatte ich sie typ heißt alles: Grippe. Eine Universaldiagnose. nett und Geselligkeit ist gewiß anregend. Aber wirklich verdächtig, ist doch mehr eine Ausnahme. geschluckt, als rasendes Herzklopfen sich einstellte, Eine Begriffsverschiebung.„ Grippe" wird ein- der Tag bleibt nicht aus, da man sich nach der Toch außer den Verpflichtungen" gibt es meine Hände und Füße wurden eistalt, mein fach ein anderes Wort für„ Strantheit" sein. Schon menschenfeindlichen Einsamkeit des seligen Timon auch Pflichten. Ernste, wirkliche Pflichten, die Atem ging schwer. wagt man die unangenehme Bildung:" Ich bin sehnt. Toch wer findet unter normalen Umstän- eben das sind, was die„ Verpflichtungen zu ſein Wie ich mich bis zum Telephon geschleppt bergrippt", übertrumpft von dem, wirklich nur den in solchem all den Mut, sich einfach mit heucheln. Das Vorgeschriebene, unbedingt zu ers durch hochgradige Fieberhibe entschuldbaren Stom- Strantheit zu entschuldigen? Und wie leicht ist füllende, das Ungreifbare, das uns hält und Hal- wohlbekannte Nummer... Bilfe!" schrie ich in den habe, weiß ich nicht mehr. Instinktiv wählte ich die parativ:„ Trösten Sie sich, ich bin noch viel ver- das getan, wenn die Grippe eine Alltäglichkeit ist? tung gibt. Solange bis der Mensch sich selbst zum Apparat dann wurde ich ohnmächtig. Entweder hat man sie wirklich oder man fönnte Mittelpunkt der Dinge macht und aus dieser HalDerartiges gehört nun freilich zu den Nach- sie haben, und ein telephoniſcher Anruf genügt, tung alle Haltung verliert. Dann besißt er nicht Bald nach ihm langte die Rettungsgesellschaft ein. Heinz hatte sofort meine Stimme erkannt. teilen der Grippe, und zwar zu ihren schiverſten, um von Dingen frei zu werden, die sonst wie Pflichten, sondern wird von ihnen besessen. Dan man brachte mich in ein Spital... Und konstaund ich sollte es gar nicht erwähnen, da ich hier Felsblöcke, die man nicht wegwälzen kann, als so- hält er sich mit seinem Pflichtentreis für einen tierte am Ende, ich hätte mich keinestvegs verdoch auf ihre Vorteile aufmerksam machen will. genannte„ Verpflichtungen" auf uns liegen. Man Universalfreis, der sogar den Streis des Alls in Die hat sie nämlich ganz gewiß! Warum würde soll jemanden in ein langweiliges Konzert beglei sich schließt. Solcher Babelturm- Ideologie( oder giftet, weil bei meinem Ordnungssinn!— in man sich sonst so um die Grippe reißen? Und das ten, man hat ein Rendezvous in einem Kaffee- fede andere Krankheit, aber warum sollen wir in der Veronalpackung Saligyltabletten enthalten tut man, da hilft fein Leugnen! Beweis: jene haus, und Verabredung wie Lokal erscheinen plöß- Grippezeiten nicht der Grippe den Vorrang laf- waren. Also bloß ein nervöser Zusammentypischen Gesellschaftsgespräche, die fast schon zu lich als der Inbegriff des Unsympathischen, man sen?) hier fann sie zum unendlichen Vorteil werGeſellſchaftsspielen werden:" sch hab Grippe ge- sell einen Besuch machen, zu dem man keine Lust den. Denn der Wielbeschäftigte, der Unablömm-..Nach dem Endergebnis zu urteilen , hai aber habt, wer noch?"- Ich!"—" Icht“ Ich hat, lauter Verpflichtungen", um die man nor liche, der Unersetzliche hat in solchem Fall die beste auch der auf Heinz genug Eindruck gemacht!" auch!" Niemand will zurückstehen, jeder ist malerweise nie wagen würde sich zu drücken. Wie Gelegenheit, am eigenen Leib zu begreifen, daß es lächelte Evi. Jedenfalls sehe ich in alledem noch förmlich stolz darauf. Denn Grippe ist modern, anders in Grippezeiten! Kühn nimmt man die eine" force majeure" gibt, eine höhere Gewalt, vor keinen Grund dafür, daß du oft so verstimmt bist!" cine Art Wintermode. Schon gehört sie fast über Telephonmuschel zur Hand, das Fernsehen ist ja, der unser selbstüberschäßtes Ich ein Nichts ist und ,, Ach, Evi", seufzte Marianne und machte all mit zum Haus, ist für viele, die wenig Sen- Gott sei Dant, noch nicht der Benüßung des Pu- alles Aufsehen, aller Lärm, den wir mit uns vor ein melancholisches Gesicht, verstehst du denn fationen haben, endlich ein Erlebnis und ermög- blikums ausgeliefert, und so flagt man über uns selbst machen, ein blindes Getöse, das auf den nicht, wie schwer das für eine Frau ist: in einer licht ihnen einmal auch über ettvas anderes zu" Stopfweh, Schüttelfroft, Schwindel und bedauert geringsten Wink von dort oben schweigt, um tiefe Ehe zu leben, in der sie auch nicht ein einzigesmal brechen, als über das Wetter und das Essen. Ein unendlich, aber da man fürchtet, daß man die Stille au werden, mit Selbstmord drohen kann? 1"
grippter!"
bruch!"
-