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Mittwoch, 13. April 1938.

Nr. 87

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Jagesneuigkeiten

Ansprache eines Kapitäns

Mit dem Auto über das Meer

Mit staatlicher Unterstützung wurde foeben eine gewaltige Autobrücke für den Verkehr ers öffnet, die Miami und Key West in Florida miteinander verbindet. Die Brüde selbst hat eine Länge von sieben Meilen( über elf Kilometer). Unser Bild zeigt einen Teil der Brücke, die die längste über Wasser führende Brüde der Welt ist.

Die Hauptstadt des Landes, Birobidschan wurde nische Schulen und eine Musik und Vallettschule. neu aufgebaut.

Da wir jest in das gefahrendrohende Meer der tückischen Minen hinausfahren", fagte der Kapitän zur angetretenen Wannschaft, habe ich mich lange geprüft, ob ich jemals die Parole ausgeben werde:., ette sich, werfann!", falls unserem Schiff etwas zuſtößt. Und ich habe mich entschlossen, dieses letzte Wort der Kom­mandobrüde zu streichen, damit ich ja nicht in Versuchung komme, es jemals zu gebrauchen, was auch geschehen mag; und auch ihr sollt in feinem noch so verborgenen Winkel eures Gefühls mit diefer Parole rechnen. Ich habe auf den langen Fahrtent viele alte Geschichtsbücher gelesen und mich immer gewundert, wie jemand, der sich red­lich vornahm, lieber unterzugehen, als sich zu er­geben, dennoch kapituliert hat. Glaubt mir, Kinder, aus einer Stapitulation fann nichts Gutes kommen. Aber davon abgesehen, ist die Beurteilung der überwältigenden Gefahr sehr jubjektiv, und, man hat in solchen Augenblicken nicht immer die flare Einsicht in den wirklichen Stand der Kräfte. Ob eine Gefahr tödlich ist, er­weist sich nur, wenn man sich ihr stellt. Auch ich have nur menschliche Nerven. Darum, meine Sungens, habe ich die alte Seemannsparole Rette sich, iver fann!" ein für allemal über Bord geworfen. Sie eriſtiert nicht mehr, damit ihr es wißt. Vielleicht mag in früheren Zeiten, da es dann Hochzeit nicht um das Aeußerste und Letzte ging, die indi- In New York wurde am Dienstag ein Ge­viduelle Rettung möglich gewesen sein und die fet verkündet, demzufolge sich alle im Staate Bilichterfüllung bis in den Tod unter Umständen New York wohnenden Verfonen, die eine Ehe muslos. Diese Umstände gibt es nicht mehr. Ihr schließen wollen, eine ärztliche Bestätigung be­wißt, daß, wenn ihr das Schiff verliert, auf dem schaffen müffen, daß sie an feiner venerischen wir schon so viele Jahre gemeinsam fahren, alles Serantheit leiden. Dieses Gesetz tritt am 1. Juli verloren wäre, selbst wenn ihr das nackte Leben d. 3. in Kraft. retten würdet. Niemand könnte sich reiten, ohne zum Untergang auch noch die Schande zu fügen. Wir schließen uns dem Frieden des Seßt, da das Panit- Wort für uns nicht mehr Tschechoslowakischen Roten Kreuzes und eritiert, das, wie die Geschichte lehrt, fdjon so seinem Losungswort Die Wahrheit siegt!" viel Unheil, Verwirrung und Feigheit verursacht hat, werden wir uns so frei, stark und sicher füh­len, wie nur ein Frommer in Gottes Hand. Ich brauche nicht abstimmen zu lassen, ob ihr mit mei­nem Vorschlag einverstanden seid, ich sehe es euren Bliden an und somit jeder an seine Ar­Bett

beit!"

Eine jüdische Kolonie

Vor zehn Jahren wurde durch eine Entschei­dung der Sowjetregierung das Gebiet vor Biro­ bidschan zur jüdischen Siedlungstolonie bestimmt. Die ersten jüdischen Stolonisten trafen daselbst im Jahre 1928 ein. In diesem Gebiete wurde Gold, Eisen, Stohle, Asbest, Granit und Marmor ge­funden. Der Boden ist fruchtbar. Die vergan­genen zehn Jahre bedeuteten für die Solonisten zehn Jahre angestrengter Arbeit, die sie der Er­schließung der Naturschäße widmeten. Im Laufe dieser Zeit siedelten fich 20.000 jüdische Solonis ten in diesem Gebiete an. Im Jahre 1934 wurde Birobidschan durch Beschluß der Sowjetregierung in ein autonomes jüdisches Gebiet umgewandelt. In diesem sind derzeit zahlreiche Industrieunter­nehmungen in Betrieb, die Landwirtschaft hat sich entwidelt, nachdem den Stolonisten 50.000 ettar Bodens zugeteilt worden sind. Im Lande befin den sich 120 Schulen mit insgesamt etwa 15.000 Schülern. Außerdem hat Birobidschan vier tech­

Erst Gesundheitszeugnis,

an.

Festgenommene Einbrecher. Am Sonntag abends drang in eine unversperrte Wohnung auf dem Milič- Plas ir Kremsier der 38jährige, oft mals vorbestrafte Jan Ševčit aus Chropyna ein und gelangte von hier aus mit Hilfe eines Bajo nettes in die versperrte Wohnung des Gastwirtes Vyzula, in der er eine Handtasse mit zwei Bau­losen und Pretiofen im Gesamtwerte von etwa 3200 erbeutete. Durch die Hilferufe der aus dem Schlafe erwachten Gattin des Gastwirtes wurden die Nachbarn aufmerksam und es gelang ihnen, Ševčit festzunehmen und der Sicherheits­

behörde zu übergeben.

Das heutige Programm

der deutschen Sendung

Brag. 13.40 bis 13.50 Deutscher Arbeitsmartt­bericht. 14.00 bis 14.20 Werke von Emil Sek ( geb. 1856 in Prag ) und Conrad Ansorge . 1. Lie der von Emil Heß . Gefang: Dr. Erich Wendl. a) Der Kraufe im Garten.( Lenau ). b) Der verüdte Geiger.( B. Baumbach), c) Jm Dunkeln.( K. Stic ler). d) Sängerspruch.( C. F. Meyer.) 2 Conrad Ansorge : Ballade D- Moll.( Klavier: Heinrich Berg.) 3. Lieder von Emil Seß: Gefang: Dr. Rosl Vili­met, a) Berjunken.( Felir Dahn.) 6) Die Quälerin. ( Felir Dahn.) c) Nachtlied.( K. Stieler.) d) Der alte Tannenbaum,( R. Baumbach). 18.05., Die deutsche Jugendfürsorge wirbt". Ein Dreigespräch awischen Dir. Theodor Czirnich. Reichenberg. Dr. Walter Zombat- Zombatfalva, Reichenberg und Mi Simon, Reichenberg. 18.20 Arbeitersendung.( Jo­hann Binder: ,, Stimme der Völker". Gesprochen von Friedo Runz. 18.40 Sozialinformationen. Nub. Baln Prag : Demokratic, Voraussetzung der Arbei­terredite.

Brünn. 17.40 bis 18.02: I. Jugendstunde. Der Frühling ist da!" Mitwirkende: Der Jugend chor der Brünner Mufitatademie. Verbindende Worte und musikalische Leitung: Hans M. Habel. 18.02 bis 18.15: Vogellieder Mitwirkende: Irma Kraus- Dangl Sopran), am Klavier: Philipp Be­

ran.

Fallschirmrekord. Bei den Trainingsflügen für die internationalen Flugveranstaltungen von St. Germain am 24. April sprang der franzöfifche

Die Flensburger SA sang auch ein entsprechen- Schneefälle in einer Stärke, wie sie dort seit Men­bezeichnet wurde, wie es bis 1919 gewesen war. des Lied hinüber und vor dem Nazihaus in schengedenten nicht verzeichnet wurden, gemeldet. Schleswig war das Pflaster mit der gleichen Pa- In den Obstgärten, namentlich in den Pfirsich- und role bemalt. Ein antinazistischer Reichsbürger Mandelpflanzungen, die in voller Blüte stehen, hat in Holland fuhr auch mit nach Cleve zur Abstim die Kälte große Schäden angerichtet. mung und gab auf die Frage, warum, zur Ant­wort, er müsse. Man hatte ihm amtlich- deutsch erklärt, daß die Abstimmer einen Stempel in ihren Paß erhalten wer den nicht hat, kann auf Paßverlängerung nicht rechnen. Der Mann hat im Abstimmungslokal beobachtet, wie der Vorsitzende das Stimmtuvert einer Frau nicht fofort in die Urne warf, sondern sich erst eine Bigarette quzündete. Dabei hielt er das Ku vert jo, daß er genau sehen konnte, welcher Kreis angefrenzt war.

Der Luftschutz in Paris . In Vesprechung der Sibung des Seine - Generalrates meldet der Matin", daß die 4,900.000 Einwohner zählende Bevölkerung des Pariser Distriktes mit Gasmas ten gut versorgt sein wird. Der diesbezügliche Koſtenaufwand wird 284 Millionen Francs betra gen, hievon gehen 124 Millionen auf Kosten des Staates. Der Bau von Deckungen wird 250 Mil­lionen erfordern, die Hälfte trägt der Staat,

Flugverkehr Bolen- Litauen. Zum ersten Male startete ein polnisches Flugzeug Dienstag in Warschau um 7.30 Uhr zum Fluge nach Litauen . An Bord befanden sich ein diplomatischer Kurier und technische Sachverständige. Um 9.13 Uhr lan­dete das Flugzeug glatt in Kaunas .

Vier Arbeiter getötet. In der Nacht auf Dienstag wurden vier italienische Arbeiter, die längs der Eisenbahnstrecke zur Arbeit gingen, in der Nähe des Bahnhofes Brunoy durch den von Ventimiglia nach Paris fahrenden Schnellzug er faßt und auf der Stelle getötet.

Mohammedaner gegen Hindus. In Alla­ habad tam es zu Ausschreitungen zwischen Mo­hammedanern und Sinus. Es mußte Militär her­beigerufen werden, das sich zum Einschreiten ver anlaßt sah. Zwei Personen wurden erschossen und 16 verletzt.

Bombenattentat in Palästina. Auf dem Bahnhof in Haifa explodierten Montag nachmit tags zwei Bomben in unmittelbarer Nähe eines abfahrtbereiten Petroleumzuges. Ein britischer Sergeant und zwei Polizeibeamte wurden getötet, drei Polizeibeamte verwundet.

Fallschirmspringer Jean André mit einem Fall­schirm von 14 Meter Durchmesser, der eine Trag­Taft von 400 Kilogramm zu tragen vermag, ans 3000 Meter Höhe über dem Flughafen von La Bourget ab und landete nach 45 Minuten, 40 Kilometer vom Absprungsortent fernt in, Bures- sur- Yvette , nachdem er Paris überflogen hatte.

Großer Andvang in die russischen Militär­Schulen. In Moskau , in Leningrad und auch in zahlreichen anderen Städten der Sowjetunion mel det die Jugend scharenweise ihren Eintritt in die Militärschulen an. In Moskau wurden in den letzten Tagen 1300 Gesuche um Aufnahme in diese Schulen überreicht. Bei der Schule für die Heranbildung von Ingenieuren der Kriegsflotte in Leningrad find über 5000 Gefuche eingelaufen. Auch in der Schule für Marineoffiziere haben sich mehr als 2200 Be­werber gemeldet. Ebenso sind in der Macineschule, die den Namen Drdschonilidzes trägt, insgesamt 2000 Gesuche aus allen Teilen der Sowjetunion eingelaufen.

Warm und seucht. Aus dem Hochdruckgebiet. das Dienstag über den britischen Inseln lag, strömt dem Festlande wärmere, aber ziemlich feuchte Luft au. Infolgedessen stiegen die Temperaturen in Mitteleuropa in den Niederungen fast überall auf über+10 Grad, auf den Bergen bis zum Gefrier punlt an; Der Himmel blieb hier jedoch ziemlich bededt. Eine Aenderung des gegenwärtigen Wir­terungscharafters ist vorläufig noch nicht zu er warten. Wahrscheinliches Better Riesige Schneemassen in Südserbien. In den Mittwoch: Wechselnd bis ziemlich bewölkt, ver Am 10. Avril waren in Apenrade und an- Südbezirken Jugoslawiens , namentlich in der Ilm - einzelt Schauer, im Osten des Staates noch Nacht­deren Orten des von 1864 bis 1919 preußischen gebung von Bitoli, sind in den letzten zwei Tagen Nord- bis Nordwejuvind. Wetterausfidj. frost, Nachmittagstemperaturen über+10 Grad, Sönderjylland( ehemals Nordschleswig) Plalate riesige Mengen Schnee gefallen. Die Temperatur ten für Donnerstag: Seine Renderung ves zu sehen, auf denen das Flüßchen König sau ist bis auf Minus 6 Grad heruntergegangen. Auch gegenwärtigen Witterungscharalters, leichte Ab. |( sprich Sönigs- Au) als fünftige Reichsgrenze aus der Umgebung des Doiran- Sees werden; kühlung.

Karl Hagenbeck , Herr der Tiere und Exoten Zu Hagenbecks 25. Todestag am 13. April 1938

jte zu Hause lebten...

in den Zoologischen Garten gebracht wurden. Die Baffanten, die zur Morgenarbeit fuhren, rieben sich verwundert die Augen, und mancher glaubte. er träume noch... Als der Zug der Dickhäu­ter in die Joachimsthaler Straße einbog, betam der jüngste Elefant, Mally, Witterung vom Zov und stieß ein freudiges Gebrüll aus, daß die Fen­sterscheiben klirrten.

In Berlin lud Hagenbeck auch die Wissen­schafter zum Besuch ein. Es erschien unter ande ren Geheimrat Virchow , der sich für die Anthro­

ethnographische Expedition". Sie holte ein| Gelentrheumatismus ins Spital gebracht. Die zug" Hagenbeds mit seinen Elefanten, die gerade paar Duizend farbige Menschen nach Hamburg : orientalischen Artisten waren wie ausgewechselt. auf dem Bahnhof ausgeladen worden waren und Artiſten, die in ihrer Heimat von Dorf zu Dorf Die Frauen lagen in ihren Wohnwagen und wein gezogen waren. Tänzer, Afrobaten, Handwerker, ten, die Männer luden ohne ein Wort des Prote­Tierbändiger, Fafire, Bajaderen. Mit einem sies die Gepäckwagen ab, was sie sonst als Ninit Schlag ist Hagenbecks Menschen- und Tierschau die ler" für unter ihrer Würde hielten. Die Vorstel­große Attraktion ganz Europas , und in wenigen lung verlief wie am Schnürchen. Nach Schluß lam Jahren ist der Herr der Tiere und Eroten zum emne Abordnung der Gujaratis zu Hagenbecks Sohn Barnum der alten Welt geworden. Immer mehr schn. Salam Dore", sagte einer von ihnen, Trupps aus dem Osten treffen in Hamburg ein, der Peri Dore( große Herr) ist frank. Laß immer größer wird der Wagenzug, den Hagenbeck uns einen Sami abhalten, damit uns Gott fagt, von Stadt zu Stadt dirigiert. ob wir unseren Peri Dore wiedersehen werden!" Jeder Tag bringt Abenteuer und Erlebnisse Es wurden Opfergaben beschafft, und auf einem seltsame, tragische und komische. Besonders Borſtellungspodium unter freiem Himmel begann pologische Gesellschaft eine Extravorstellung erbat. intereffante Menschen waren die Gujaratis, die die Zeremonie. In einer Näucherpfanne glühten Dann ersuchte er Hagenbed, ihm den Jogi, dessen Bigeuner Indiens . Einer der humorvollsten von Kohlen, Kolophoniumſtaub flammte auf und ebnorme Gelentausfugelungen ihn interessierten. ibnen war der zehnjährige Thimojee, der mert der Vorbeter ließ die Flammen in ſeinem Mund für eine Röntgenuntersuchung zu leiben". Der würdigerweiſe himmelblane Augen im tiefbraunen verschwinden. Wilde" Hot- hot- hot"-Schreie er- Jogi gab sich die größte Mühe, der Wissenschaft Gesicht hatte und seinen Chef immer wieder durch tönten, hunanimati- hot- hot- hot!" ſchrie der zu dienen, und führte seine Verrentungen, die fein Sprachentalent erstaunte. Als Thimojee drei- Kreis der Inder. Dann war der Sami " zu Ende, sonst nur auf Setunden berechnet waren, unbe­unddreißig Jahre später mit Karl Hagenbeds und der Vorbeter teilte John Hagenbeck mit, sein weglich minutenlang aus, um eine Nöntgenauf­Sohn John wieder nach Deutschland tam, sang er Vater werde in fünf Tagen wieder in der Schau nahme zu ermöglichen. mit vollendetem Berliner Akzent die Schlager, die erscheinen das habe der Gott prophezeit. John

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1907 gelang es Sarl Hagenbed endlich, sei­

Als der 22jährige Karl Hagenbed 1866 die Heine Hamburger Tierhandlung seines Vaters übernahm, hatte er den Kopf voll von phantasti schen Plänen. Man mußte den Europäern die Wunder des Orients zeigen, ohne daß sie Schiff eder Eisenbahn zu besteigen brauchten. Man mußte Tiger und Elefanten, Inder und Neger in den Ofzident bringen und nicht nur das: man mußte sie genau in der Umgebung zeigen, in der Der Vater lachte den jungen Start aus. Vielleicht willst du bei Hamburg eine Wüste und einen Dschungel anlegen und die wilden Tiere dort spazierenlaufen lassen- oder Negerhütten und Minaretts in St. Pauli bauen?"-" War­um nicht", meinte Start und begann, seine Pläne durchzuführen. Die kleine Tierhandlung enga gierte die besten Großwildjäger, die aufzutreiben er als zehnjähriger gelernt hatte: Stille, fille, ichüttelte ungläubig den Kopf; die Aerzte hatten nen größten Plan durchzuführen: den Tierpart waren; die eingefangenen Tiere wurden mit der Pankow " und" So' ne ganze, ganze fleine erflärt, sein Vater werde vor zwei, drei Wochen ohne Gitter zu bauen, der ihm jahrzehntelang vor geschiebt hatte. Der Zoologische Garten in Stel­höchsten Sorgfalt nach Europa transportiert, und rau..." Karl Hagenbeck erzielte von den zoologischen Gär- Viel gelacht wurde auch über Amirjan, einen lingen bei Hamburg revolutionierte alle Zoos der ten, die damals gerade in allen Großstädten ange= fleinen mohammedanischen Sticker aus Colombo . Welt. Hagenbeck zeigte, wie man die Tiere in einer den heimischen Verhältnissen ähnlichen Um legt wurden, hohe Preise. Tas Geld verwendete Als die Truppe in Prag auftrat, verschwand Amir­er sofort wieder dazu, neue Fangexpeditionen jan jeden Abend aus dem Lager, um das Nacht- schen Garten vor der Vorstellung ein indischer gebung unterbringen könne, ohne sie druernd hin­auszuschicken, die noch mehr und noch seltenere leben zu genießen- das gute Vier und die Töpfer zu randalieren. Man überwältigte ihn ter Gittern einzusperren, aber auch ohne die Be­Tiere heimbrachten. Vier- bis fünfmal jährlich schönen Frauen hatten es ihm angetan. Man sah mit Mühe und legte ihn ins Bett. Er war jinns fucher zu gefährden. Seine Stellinger Tiere ver­langten die Transporte in Hamburg ein, und in ihn in den eleganteſten Nachtcafés von Prag in- los betrunken. Es stellte sich heraus, daß ausge- mißten die Freiheit Yaum; aber man hatte sie audy einem Halbbusend Jahren war der junge Karl mitten einer lustigen Geſellſchaft von jungen Leu- rechnet ein Mohammedaner, dem sein Prophet doch an das nördliche Klima gewöhnt: denn Hagenbeck Hagenbeck der größte Tierhändler Europas ge- ten; wie er sich mit ihnen verständigte, war nicht den Alkoholgenuß verboten hatte, ihn dazu verlei brachte jedes tropische Tier zuerst eine Zeitlang in festzustellen, denn er sprach zwar neben seinem tet hatte, gemeinsam eine Flasche Kognat auszus dem von ihm errichteten Tier- Aktlimatisations­Nun schien es ihm an der Zeit, seine wei- heimatlichen Idiom- einem Kauderwelsch aus trinken. Und während der des Trinkens unge- heim auf der Insel Brioni unter, um Schädigun­teren Projette in Angriff zu nehmen. Was Mr. singhalefischen, indiſchen und engliſchen Worten wohnte Inder sofort unter dem Tiſch lag, war dem gen der Tiergesundheit durch plöglichen Klima­- einigermaßen italienisch, aber kein deutsch oder starten Mohammedaner überhaupt nichts anzu- ivechsel zu vermeiden. Barnum, der König des Bluffs, in Amerifa zu= stande brachte, das mußte er allerdings viel tschechisch. ernsthafter und ohne Humbug- in Europa er­reichen fönnen. 1875 startete Sagenbeds erste

worden.

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In Hannover wurde Karl Hagenbeck zum ersten Mal trant. Er wurde mit einem schweren

das Bett nicht verlassen können. Aber die Inder behielten recht nach fünf Tagen war Karl Hagenbeck wieder gesund und arbeitsfähig! Eines Tages begann im Berliner Zoologi­

merfen...

Der Berliner Kurfürstendamm hat nie etwas Sensationelleres erlebt als den Demonstrations­

Am 13. April 1913 starb Sarl Hagenbeck im Alter von 69 Jahren als einer der berühm testen Männer der Vorkriegszeit. Gla.