Nr. 87

Mittwoch, 13. April 1938

Sudetendeutscher Zeitspiegel

Höhere SdP- Mathematik

Ein Jaksch- Interview

in der ,, Yorkshire Post"

Seite 3

London.( Tsch. P.-B.) Der deutsche sozial demokratische Abgeordnete Wenzel 3 atsch, der gegenwärtig in London weilt, hatte u. a. auch mit

Schöne Wahlerfolge der freien Gewerkschaften Vergangene Woche fand bei der Firma Wil­helm Luttna, Leder- und Pidersfabrik in Warnsdorf, die Wahl des Betriebsausschus­ses statt, der auch in politischen Kreifen ein gro Bes Interesse entgegengebracht wurde. Fiel doch diese Wahl in eine Zeit, in der der Gleichschal­In Por stendorf bei Mähr.- Trübau tungsfimmel seine größten Orgien feiert, in eine veranstalteten die SDP- Leute in den letzten Wo­Zeit, in der angeblich alle Sudetendeutschen nur chen eine große Werbe- Aktion. Die Henlein­einen Willen haben, sich unter der Fittiche des Frauen gingen von Haus zu Haus, um Schwan­Herrn Henlein zu flüchten. Und da kann wohl lende oder Geängstigte einzufchüchtern und der gejagt werden, daß die Lederarbeiter der Firma beglückenden Volfsgemeinschaft" zuzuführen. In Luttna in Warnsdorf der Oeffentlichkeit eine so vielen Fällen gelang den Damen ihr Unterneh Die Konfiskationen der Zeit" eindeutige Antwort gegeben haben, men, ofimals aber wurde ihnen erfreulicherweise denn von den abgegebenen Stimmen erhielt die die Tür gewiesen. Und das Ergebnis? Nun, 11 a ch Sdp- Politiker protestierten am Montag Liste des Bekleidungsverbandes( freie Gewerk der Werbung, zählt die SdP- Ortsgruppe in Por beim Ministerpräsidenten gegen die Konfiskatio­schaft) 50 Stimmen und die ,, völkische Liste" 38 stendorf siebenhundert Mitglieder. Das ist aller- nen der Zeit" und ihres neuen Montagsblattes. Stimmen; es entfielen somit auf die freie Ges hand in einem Ort, der 1037 Wähler aufweist, Die Zeit" selber teilt mit, daß ihr Verlag in den werkschaft die Mehrheit der abgege wenn es auch wahrhaftig weder total noch folossal letzten vier Wochen durch Beschlagnahmen um benen Stimmen und die geplante Eroberung des ist. Nun ist aber noch Folgendes zu erwägen: bei etwa 150.000 geschädigt wurde." Luttna Betriebes durch die Völkischen " ist glän zend vorbeigelungen.

barten Reichenberg, das die SdP von den letzten Wahlen bekamen die Henleins in Bor - einem Redakteur der" ortshire Post" Herrn Barnah befreite", fand dieser Tage ein stendorf 417 Stimmen, die Christlichsozialen, eine Unterredung. Das Blatt berichtet u. a.: Als Brudner- Konzert in der evangelischen Kirche vor Landbündler und Gewerbeparteiler zusammen Attiviſt tritt dalſch für eine fortschrittliche Polis ta um 20 Personen" statt. Man kann 852 Stimmen. Die Groß"-SdP in diesem Orte til innerhalb der Grenzen des Staates und der also neugierig sein, wie die SdP nunmehr die müßte also heute, auch ohne Zuwachs durch bes Verfaſſung ein. Seine Ansicht ist, daß für die Zus fudetendeutsche Kunst total retten werde! fondere Werbung, 769 Stimmen aufbringen. Und funft die moralische Unterstübung der tschechoilo. nun hat die Partei trok großartiger Werbung tatischen Staatspolitik durch die Weſtmächte immerhin erst( und das doch nur angeblich) 700 wesentlich ist. Die Absonderung eines Teiles des Mitglieder. Wo steden die anderen? Die Borsten Staatsgebietes sieht Jatſch nicht für einen Zeil dorfer deutschen Sozialdemokraten, die sich mit der deutschen Politik an, er meint aber, es werde diesem Rahlenrätsel beschäftigen, schreiben uns, ein Drud mit dem Ziele ausgeübt, die Tichechos daß sie trotz aller Einschüchterungsversuche und slowakei von ihren Bundesgenossen abzusondern. Zahlenkunststücke fest auf ihrem Poſten ſtehen und Deutschland suche die Beschwerden der Sudeten . deutschen zu seinen eigenen politischen Vorteilen bleiben werden. Jetzt erst recht! auszunüßen. Jatsch' Meinung zufolge komme eine politische Autonomie nicht ernsthaft in Frage, die begründeten Beschwerden müßten jedoch beachtet und ihre Ursachen beseitigt werden, u. a. auch hinsichtlich des Sprachengejebes.

Auch bei der Firma Brüder Richterin Warnsdorf fanden in der vergangenen Woche die Wahlen in den Betriebsausschuß statt. Es kandidierten die Union der Textilarbeiter Reichenberg, die DAG, die kommunistische und christlichsoziale Gewerkschaft. Es erhielt die 11 ni on der Textilarbeiter 65 Stimmen( 1936 66 Stimmen), der kommunistische Verband 115 ( 110), christlichsozialer Verband 51( 91), DAG 165( 141). Es haben sich also bei dieser Wahl die freien Gewerkschaften glänzend behauptet, wie ja überhaupt das ganze Wahlergebnis feine merklichen Veränderungen in der Wählerzahl der einzelnen Gruppen gebracht hat. Es fällt auf. daß bei der diesmaligen Wahl 70 Wahlberech= tigte nicht zur Wahl gegangen sind und daß die christliche Gewerkschaftsgruppe fast die Hälfte ihrer Stimmen verloren hat, während die DAG nur 24 Stimmen mehr auf ihrer Liſte vereinigen

fonnte.

Wahl ohne Wahlgeheimnis

Ein Beitrag zu den hundert Prozent Man soll den sichtbaren Wahlschwin- ſtimmenden bazu zu ermutigen, ihre Zettel offen del, der am 10. April in Deutschland und auszufüllen. Es gab jedoch keine Zwischenfälle mit Desterreich betrieben wurde, gewiß nicht allzu Zenten, die es vorzogen, von dem Vorhang Ge­tragisch nehmen: ob der Schwindel sichtbar oder brauch zu machen." unsichtbar gewesen ist: die hundert Prozent wären auf jeden Fall gemeldet worden. Immerhin sind die Beobachtungen bemerkens wert, die der Berichterstatter des Daily Tele­ Graph " in Desterreich gemacht hat. Er schildert, daß die Rettet meift offen ausgefüllt wurden, ohne daß die Wahl"-Leiter dagegen einschritten. Da ist u. a. zu lesen:

einzeichnete.

,, Die offene Stimmabgabe wurde in einer geschäftlicheren Manier in der Stadtfeld an der Leitha im Burgenland ausgeführt. Hier stand ich einige Zeit und beobachtete, wie ein: Stimmberech tigter nach dem anderen unter der sorgfältigen Auf­Es waren halt doch Henleinleute nicht des Wahlbeamten fein Kreuz in den Ja- Kreis und keine Kommunisten" Alles in allem besuchte ich zehn Wahllokale in Henleins letter Aufruf, in dem er vor kom- fieven verschiedenen Städten influfive Wien . In munistischen Provokationen warnte, hatte offen zweien war die Stimmabgabe vollkommen offen. In sichtlich den Broed, von vornherein für alle Gesswei anderen fah ich gelegentlich offene alsſimmung jezwidrigkeiten, die von Anhängern der SdP und in den anderen schienen Borkehrungen zur begangen werden, die Kommunisten schuldig zu Wahrung des Geheimniffes getroffen zu sein. Aber sprechen. In der Nacht zum Sonntag wurde in felbst in Wien versuchten die Wahlbeamten die Ab­Graslis auf dem Fabrikgebäude der Firma A. R. Breinl eine Hakenkreuzfahne gehißt. Lei­

der war es bei beſtem Willen nicht möglich, dieſe Hitler enttäuscht Innitzer

Heldentat den Kommunisten" in die Schuhe zu schieben, da die Täter auf frischer Tat gestellt werden konnten. Es waren insgesamt vier Per­jonen beteiligt, durchwegs hundertprozentige Henleinleute. Den zwei eigentlichen Tätern ge­lang es allerdings zu flüchten, wobei der eine seinen Ueberrod im Stich lassen mußte. Sie fanden im benachbarten Dritten Reich Zuflucht. Die beiden anderen, die nur die Aufpasser ge­spielt hatten, fonnten jedoch angehalten werden und sehen der Vestrafung entgegen. Verhaftung eines Panikmachers

Wie der Pr. M." meldet, verhaftete am Montag die Staatspolizei in Sa a z den Kauf­mann W. auf Grund der neuen Verord nung gegen Panitmacher. Herr W. hatte näm­lich einem jüdischen Geschäftsmann gegenüber behauptet, daß innerhalb der nächsten drei Wo­chen ein Umsturz komme, weshalb er bereits jezi dieses Geschäft übernehmen wolle. Als Gegenlei­stung versprach W. dem Mann eine Stellung als Hausmeister im( ehemals eigenen) Haus.

-

Worte und Taten

Die 3 e it" veröffentlichte am Sonntag ein großes SdP- Programm für die s udeten deutschen Theater, durch deren totale Eroberung die nächste Spielzeit in noch nicht da gewesener Weise gesichert werden soll. Lobend werden da jene Bühnen erwähnt, die so wie Gablon 3. schon in der jetzt ablaufenden Spielzeit ,, versucht haben, zur völkischen sube­tendeutschen Bevölkerung ein unmittelbares Ver­

hältnis zu gewinnen". Zur ſelben Zeit aber le­sen wir über den Erfolg der jest in Gablonz gastierenden Bauernbühne:

trok der gähnenden Leere im Zuschauer­raum wurde flott und wirksam gespielt."

Dabei hat Gablonz tatsächlich die größte existierende SdP- Ortsgruppe! Und im benach

An unsere Kolporteure, Abonnenten und Leser Anläßlich der Osterfeiertage wird am Montag nicht gearbeitet, so daß un­sere Dienstag ausgabe vom

19. April entfällt.

Die Verwaltung.

Times" melden aus Wien ,

Sein Urteil über die österreichische Wahl faßt der ,, Daily Telegraph " in folgenden Worten zusammen:

Schaljapin gestorben

Paris . Der gefeierte russische Sänger Schaljapin ist, 65jährig, Dienstag um 16.20 Uhr an einer Herzkrankheit gestorben.

Durch den Tod Fedor J. Schaljapins, des großen großen russischen Baß- Baritonisten, verliert Die internationale Opern- und Konzertbühne eine ihrer seit Jahrzehnten berühmtesten Gestalten.

1873 geboren, wurde als Sechsundzwanzigjähriger an Schaljapin , als Sohn eines Bauern in Kajan wurde dort bald der Liebling des Barenhofes und die Kaiserliche Oper in Petersburg berufen, der vornehmen russischen Gesellschaft. Bald war er auch an der Mailänder Scala und in der Pariser Als ein Instrument für die Erforschung der Großen Oper zu hören und obwohl Schaljapin , Saltung der Desterreicher zu Desterreichs Annerion dessen Fußfall vor dem Zaren Nifolaus II. Historisch ist das Plebisait ebenso bedeutungslos wie ist, aus seiner antibolschewistischen und gegenrevo­ein Barometer, das durch die Hand statt durch das lutionären Gesinnung auch nach dem Umiturs 1917 Quecksilber bewegt wird. Es steht außer Zweifel, nie ein Hebl machte, bemühten sich die Bolschetviki mit de ein großer Teil, ohne Zweifel die Majorität der allen Witteln, den Künstler, der sich inzwischen beis Desterreicher, in den Malstrom der Efstase gerissen spiellose Beliebtheit beim russischen Volfe erworben wurde, der über die Grenzen des alten Reiches hatte, in Sowjetrußland festzuhalten; man gab ihm hereingebrochen war. Aber es bedeutet eine Tra- 7000 Rubel für den Abend, sandte ihm in Zeiten vestie, das Wort frei" auf eine Wahl anzuwenden, der Volksnot Lebensmittel und Ledereien ins Haus deren Ergebnis den Wählern von vornherein als oder eigentlich in die drei Häuser, die er in Ruß unwiderruflich bezeichnet wurde. Wenn Sitler die land befitt. Schaljapin strebt aber doch von Sowjet­Außenwelt davon überzeugen wollte, daß seine und rußland wegeinmal verweigerte ihm der Streml nicht Schuschniggs Wahl die rechte war dann hätte fogar einen Paß ins Ausland- und in den lebten er wohl faum eine weniger überzeugende Jahren fehrte er auch in seine Heimat nicht mehr Methode zu diesem Zwed wählen lönnen. Jedenfalls zurüd. war die Anrufung übernatürlicher Sträfte über­

füffig, wenn wie unfer Wiener Sorrespondent nach eigener Beobachtung mitteilt, die geheime Abstim mung an vielen Orten zugunsten offener Stimms abgabe aufgegeben wurde."

Streik- Ende

tonnte

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In allen großen Städten Europas und Ame rilas fang Schaljapin in den letzten Jahren übri gens auch in Prag für allerdings phantastische Honorare: in Berlin bekam er 24,000 Mart, an der Metropolitan Opera 4800 Dollar für ein Auftreten; mehr als Caruso! Der berühmte Sänger, in Sovjets rußland als Volfsfänger größten fünstlerischen Stils hemmungslos gefeiert, fang nirgendwo, wo man ihm in den staatlichen Betrieben feine hohen Sonorarforderungen nicht bewilligen und erzwang auf diese Weise Eintritis daß die famstägige Aussprache zwischen dem Paris . Der Regierung Daladier ist es preise, die für die breitesten Schichten des Volles Nardinal Dr. Inniher und Reichskanzler Hitler , Dienstag abends gelungen, den Streit in den unerschwinglich waren. in welcher Inniter die Garantien, die der Metallfabriken, die für das staatliche Flug­Batikan verlangt hatte, als Gegenleistung für wefen arbeiten, und in den Fabriken, die ver- werfen oder gar zu beantworten, ob Schaljapins In diesem Zusammenhang die Frage aufzu die kirchliche Unterstützung der nationalsozialisti staatlicht worden sind, beizulegen. Die Arbeiter- Sunst nur mit solchen immensen Goldhaufen gewür schen Regierung zur Sprache gebracht hat, schaft dieser Fabriken wird Mittwoch früh die digt werden konnte, erübrigt sich. Was dieser Stünit­negativ verlaufen ist. Hitler habe, wie der Arbeit wieder antreten. Die Arbeiter haben noch ler so besonders hoch über Tausende und Zehntau Bericht aus verläßlichen Quellen feststellt, erklärt, im Laufe des Dienstag- Abends die besetzten Be- sende Sänger hinaushob, war seine ungewöhnlich nicht in der Lage zu sein, einen Handel mit der triebe geräumt. Es wurde vereinbart, daß ihre große Fähigkeit, Gesangsvermögen und Darstellungs Kirche abzuschließen. In einer so heiligen Frage, Arbeitswoche statt bisher 40, künftighin 45 Stun- gabe zu vermählen; Schaljapin verleugnete auch auf uie der Einheit der deutschen Nation, müßten den betragen wird, daß fie 75 Centimes Bulage bem Stonzertpodium niemals den Bühnenfänger, ge seiner Ansicht nach die Rechte der Kirche separat für jede Arbeitsstunde, demnach 30 Franc staltete jede Ballade und jedes Liedchen dramatisch, behandelt werden. Es scheine somit, daß eine wöchentlich, jedoch keine Erhöhung für die mit, ein eindruds- und ausdrudsvoller Kopf und wobei ihm noch eine außerordentliche Kunst der Mis­Zusammenkunft zwischen dem Papst und Hitler fünf zusätzlichen Arbeitsstunden erhalten. eine überhaupt imponierende Körperlichkeit Hilfe anläßlich dessen bevorstehenden Romreise nicht In den privaten Metallfabriken ist der dienste leisteten. Seine hohe Baßstimme, berüdend in Frage kommt, außer es begännen unmittelbar Streitkonflikt bisher nicht beigelegt und die Be- weich, vermochte, obzwar durchaus nicht mit der Verhandlungen über das österreichische Konfor- triebe sind noch immer von Streitpatrouillen Schwärze profunder Bassisten versehen, ungemein dat, die noch vor der Ankunft des Reichskanzlers besetzt. Gegen Abend haben sich der Streit auch fräftige Farben herzugeben; und mit einer immer in Rom große Fortschritte erzielen würden. die Arbeiter von etwa zehn Favriten in der wieder erstaunlichen Gesangskultur, die jede seelische Gesamtzahl von über 10.00C Personen ange- Regung nuancentlar wiederzugeben wußte, verband fchloffen. Schaljapin ein ebenso startes schauspielerisches Ta­lernt, das nicht nur seine berühmtesten dramatischen Figuren( in Gounods" Faust". in Mussorgitis Bo ris Godunow") unvergeßlich machte, sondern auch

Selbstmord des Generals Zehner Wien. Wie an zuständigen Stellen mitge­teilt wird, hat der General des früheren öster­Zehn

Die österreichische

reichischen Bundesheeres 3 eh n er in seiner Wie- Unabhängigkeitsbewegung kommt bärenstart humorig zu wirken verstand.

ner Wohnung Selbstmord verübt. General Zeh­ner war Mitglied des Standgerichtes im Anschluß an die Ereignisse vom Juli 1934, das Todes­urteile gegen Nationalsozialisten fällte.

Ein Kert" war Schaljapin , der breitbeinig Wir zitieren anschließend aus der..Base= und mit sonnenwärts gewandtem Kopf eines Edda­Ier Nationaleitung" eine anständige bürgerliche Stimme zur österreichischen Situation. helden vor einem schmerzdurchwühlten und freudes begierigen Volt stand, das seine Qual vergist und Wird sich der österreichische Statholizismus lacht und dem Abgott zujubelt". Die ungemeine Vis von dem ihm zugefügten Schlag erholen können? talität, die von Schaliapin schon rein menschlich aus­Wird er sich auf die Dauer vor dem National- ging und die er großartig in den Dienst seiner Kunit Ein schönes Geburtstagsgeschenk sozialismus demütigen müffen? Die österreichi- au stellen verstand, hat ihm die Herzen Hunderttau­schen Bischöfe haben eine Kundgebung erlassen, sender erobert, obwohl seine Stimme, insbesondere Wien . Wie das Neuigkeitsweltblatt" mel­det, wird dem Reichskanzler Hitler bei seinem 49. de; in dieser Sundgebung wird Adolf Hitler u. a. den Kunstkenner nicht zu befizen schien. Aber Schal die von allen Kanzeln Oesterreichs verlesen tur in den Altersjahren, eigentlich ganz großen Wert für Geburtstag das niederösterreichische Schloß japin wußte, wie man die Menge fängt; ein genialer wegen seiner Verdienste um den völkischen Auf­Rosenau zum Geschenk gemacht werden. Das bau" des uneingeschränkten Vertrauens der Kir- wöhnt war, wie sie gerade den fünstlerisch Unbe Rattenfänger, der seine Talente so einzusetzen ges Schloß mit seiner Herrschaft war Eigentum des che versichert und es wird als die Pflicht jedes timmerten am besten zusagen. Seine Stimmkollegen österreichischen großzdeutschen Abgeordneten Katholiken bezeichnet, bei der kommenden Volks- Battistini und Batlanow waren wohl innerlich größer; Schönerer, von dessen Erben das Schloß nun- abstimmung mit" Ja" zu stimmen. Dennoch aber den Bauberstab nach außen wußte Schaljapin mehr vom Lande angekauft werden soll. dürfte nach einer gewissen Periode der Ernüch- vie tein zweiter wirken zu lassen. terung der politische Katholizismus unter den England für die österreichischen Boltsmaffen wieder neuen Einfluß gewinnen. Flüchtlinge London .( Reuter.) Im Unterhaus gab der nierstaatssekretär Butler befannt, daß die britische Regierung bei der nächsten Sitzung des Völkerbundes verschlagen will. zu prüfen, ob nicht die Vollmachten der Stommissäre für die Flücht linge aus Deutschland auch auf die Flüchtlinge laus Desterreich erweitert werden sollten.

1. g.

Freilich werden dann die eigentlichen Linkstreife Bombenexplosionen in Palästina wahrscheinlich, daß dann Sozialisten und demo­in noch höherem Maße Gewinner sein; doch ist es fratische Katholiten Hand in and arbeiten wer- leitung der iratschen Petroleum- Gesellschaft univeit Haifa . In der Nähe der Petroleum- Röhren­den, so wie dies auch schon in den Wochen nach Haifa wurden durch die Explosion einer Bombe ein Berchtesgaden der Fall war. Die österreichische Araber getötet und drei weitere berlebt. Evenfo wiederstehen dürfte, wird nicht nur von den Ar- wurden zwei britische Polizisten durch eine Bombe Unabhängigkeitsbewegung, die nach einiger Zeit beitern, sondern auch von den Katholiken getra- getötet, die in der Hand eines von ihnen explodierte. gen werden. als er sie eben vom Boden aufgehoben hatte.

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