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Sonntag, 18. September 1038
Nr. 220.
Tschechoslowakischer Protest in Berlin  
Heute Rundfunkrede Hodtas Prag. Heute überträgt der Rundfunk mit alten seinen Stationen um 12 Mr eine kurze Kundgebung de» Vorsitzenden der Regierung Dr. Milan Hodja.
fpchungen wurde umfangreiche» Schriftenmaterial gefunden, aber in einem Gros,teil der Fälle exi- stierl ein solche» Material nicht. Rur   die Kauz» leiSfen zeugen dasür, daß vor Einstellung der TStstwtt der Partei eifrig schriftliche» Material' verbrannt wurde. Prag  . Nach Eisenstein sind einige Aliffiän« dischc, welche in den letzten Tagen nach Deutsch  » land geflüchtet sind, zurückgelehrt. Sie meldeten sich bei den staatlichen Polizeibehörden, wo sie auSsagten, daß au» den Aufständischen in Deutschland   Arbeitsgruppen gebildet werden, die sofort zu den Befestigungsbauten entsendet wer» den, wo sie bloß gegen Verpflegung arbeiten müssen. Die Aufständischen au» der Tschecho» slowakei, die sich geweigert haben, unter diesen Bedingungen zu arbeiten, wurden in Deutsch­ land   unter militärischer Eskorte in ein Konzen» trationSlager gebracht.
Spanische krönten unverändert Barcelona.  (Ag. Esp.) Die Gegenoffensive der Rebellen im Ebrobogen ist gescheitert und zu» mindest vorläufig eingestellt.. Sie sollte die Ant- Wort darstellen auf die glänzende, an dem histo» rischen 25. Juli begonnene republikanische Offen» sive. Die unter ungeheurem Menschen» und Ma­terialeinsatz unternommene Operation de» Geg­ner» hat fünfzig Tage gedauert und ihn-10.000 bi» 50.000 Soldaten an Toten und Verwundeten, die Blüte seiner besten Divisionen, gekostet. Von kleinen und strategisch bedeutungslosen Verschiebungen abgesehen, ist die Front noch immer die, wie sie von den Republikanern am 80. Juli erreicht und auf der ihre Offensive angehalten worden ist. Nach wie vor umschließen die Repu» blikaner von drei Seiten die Stadt Gandesa   und Üben wachsenden Druck au»; die Stadt liegt unter dem direkten Feuer der republikanischen Truppen. Der Ebrobogen ist und bleibt von ihnen be» setzt und wird von ihnen beherrscht. Alle Angriffe de» Gegner» läng» der ostwärts nach Mora de Ebro und der südwärts nach Therta führenden Hauptstraßen sind abgewiesen worden. ES scheint, Kitz der Feind sich unter dem bitteren Zwang der Notwendigkeit mit der Lage abgefunden hat, vor allem aber damit, daß die republikanischen Trup­pen sein? läng».ded netten Front verlausenden Verbindungswege unmittelbar bedrohen. En der Estremadurafront brachte die abge­laufene Woche gleichfalls keine größere Verän­derung. Castuera und Campillo liegen unter re» publikanischem Feuer. Die vorrückende Spitze der republikanischen Truppen ist knapp 20 Kilometer von Don Benito   entfernt und hat Almadin rund 80 Kilometer hinter sich gekästen. . Dr. Negrin In Genf  . Barcelona.(Ag. Esp.) In Vertretung de» eben in Genf   zur BölketbustdStagung eingetroffe» neu Dr. Juan Negrin   führt der Minister ohne Geschäftsbereich Giral da» Amt des Regierungs­chef».
Forderung nach Freilassung Prag  . Die Gesandtschaft der Tschechoslo- wakischen Republik in Berlin   ist SamStag beim Reichsminlsterium des Aeußern vorstellig ge­worden, daß die Angehörigen unserer Staats- verteidignngswache, welche aus Schwaderbach auf deutsches Gebiet verschleppt wurde», von den dentschen Behörden samt der Ausrüstung be­schleunigt in die Tschechosloivakei rückgestellt werden. Die Gesandtschaft hat eben gegen die letzte Berhastung tschechoslowakischer Staats­angehörigen in verschiedene» Städte» in Deutschland   protestiert. Wie in der Berliner   tschechoslowakischen Ko­lonie verlautet, schreiten die Verhaftungen tsche­choslowakischer, In Deutschland   ansäffiger Staats­angehöriger auf dem ganzen Staatsgebiet fort. In Berlin   wurden bisher 18 Personen verhaftet. Es befinden sich unter ihnen drei führende Funk­tionäre des Berliner   Sokol. Es wurden auch einige Vorsitzende tschechoslowakischer wohltätiger Organisationen unpolitischen Charakters sowi» einfache Arbeiter oder Hantüverker, die schon lange Zeit in Deutschland   ansässig sind, festgenommen. Eine Reihe von Verhaftungen konnte in Berlin  nicht durchgeführt werden, da die Polizei die Per­sonen, die sie suchte, in ihren Wohnungen nicht
Sympathiekundgebungen in England London  . Gesandter Jan Masarhk erhielt in den letzten Tagen eine große Anzahl von Brie­fen und Telegrammen aus allen Gegenden Groß­britanniens, die von allen Schichten de» englischen Volkes und von Angehörigen aller politischer Par» leien kamen. Alle sprechen der tschechoslowakischen Politik Anerkennung und Lob au», betonen deren Gerechtigkeit und sprechen die Hoffnung aus, daß die tschechoslowakische Republik nach der schweren Prüfung einer glücklicheren Zukunft entgegen gehen werde. Mr im Rahmen des Staates Der diplomatische Korrespondent de»»Daily Telegraph  - meint: ES ist anzunehmen, daß Hitler
Amerikas Rüstungen New Park, Siebzehn neue Bombenflug» zeuge der amerikanischen   BundeSmarine haben einen Maffenflug von San Diego  (Kalifornien  ) »ach Honolulu   durchgesührt und eiye neue Re­kordleistung für Mastenflüge in Amerika   aufge» stellt. Der Flug diente gleichzeitig zur Erpro­bung der Leistungsfähigkeit der neuen Bomber im Ernstfälle. Die statistische Abteilung des Marinemini» sterium» teilt mit, daß so bald al» möglich mis dem Bau von vier neuen Kreuzern begonnen .werden wird. Auf Porto-Rico   soll eine Basis für das omerikanische Marineflugwesen ausgebaut werden.
der verschleppten Gendarmen fand) Es scheint, daß in Wirksichkeit mehr Per­sonen als 16 verhaftet wurden. In Chemnitz  wurden sech» Personen festgenommen. Verhaf­tungen wurden auch in Hamburg   und Köln   vor» genommen. Die Tschechoslowaken, welche von der Gestapo   festgenommen wurden, konnten, dem HavaSbericht zufolge, bisher mit der tschecho­slowakischen Gesandtschaft nicht in Kontakt treten. Au» Wien   wird gemeldet: Samstag wurden die Fenster der Krofta-Schule im 16. Wiener  Beziü eingeschlagen. ES wurden ungefähr 15 Personen der tschechischen Minderheit in Haft ge­nommen, von denen einige wieder fleigelassen wurden. Ungarischer Protest in Frag Prag. Gestern fand sich bei dem Minister deS Aeußere» der ungarische Gesandte ein und protestierte auf Geheiß seiner Regierung gegen tzir angeblichen militärische» Vorkehrungen der Tschechoslowakei   an der ungarische« Grenze. Der Minister führte aus, daß jedwtd» Vor­kehrungen, die vielleicht an der ungarischen Grenze getroffen würden,««reinen»an» normalen Cha­rakter-trügen und nicht al» ein Ausdruck seind- seliger Gesinnung gegen Ungarn   angesehen wer­den könnten.
seine Forderungen in einer Form vorgelegt hat, die keine Zweifel bestehen läßt. ES ist anzunrh» men, daß Hitler die völlige Abtrennung der sudetendeutschen   Grenzgebiete gefordert und keine Zweifel darüber gelassen hat, daß, wenn seine Forderung nicht in einer bestimmten, und zwar nicht langen Zeit erfüllt wird, er gezwungen wäre, selbst in die Lage einzugreifen. ES wird nicht daran geziveifelt, daß Chamberlain mit einer ebenso entschiedenen Warnung antwortete, wenn der Versuch gemacht würde, die Lage ge­waltsam zu lösen, Großbritannien   und Frank­ reich   Widerstand leisten würden. Die»Times- schreiben: Wenn der Versuch einer Einigung in der sudetendeutschen   Frage ge­scheitert ist, wie da» die Vorfälle zeige«:, so müs­sen bald die entsprechenden Beschlüsse gefaßt wer­den. Wenn sich Großbritannien   zuerst durch die vermittelnde Hilfe der Mission Lord Runeiman» und jetzt durch da» direkteEingreisendeSMinister- , Präsidenten energisch bemüht, einen AuSsteg.au» der gegenwärtigen gefährlichen Sackgasse zu,-fin­den,so hat eS'däS Recht,'die Mitarbeit derjenigen zu erwarten und zu verlangen, die die Bedeutung und die Realität ihrer Deschloevden in den Vor­dergrund stellen. Der Berliner   Korrespostdent der Times- schreibt: Gegen eine Teilisttg be» Staates würde' man sicher in der Tschechosloivakei .Widerstand leisten. Die Misten Lord. RuncimanS sollte eine Lösung-im Rahmen de» Tschechoslowa­kischen Staate» finden. Auch die Person de» Ministerpräsidenten Chamberlain steht im Mit­telpunkt großer Aufmerksamkeit in London  . Der britische   Ministerpräsident kann jedoch nur eine Erklärung an das Parlament richten und das Parlament seinerseits ist an die öffentliche Mei­nung deS Landes gebunden,
Wllluns Deutschland . ein.Beispiel geben? Linz  . ES wlid folgende» verlautbart: Am Samstag wurde ein Proztß gegen sech» Heim­ wehr  -Terroristen abgeschlossen. Die An­geklagten wurden beschuldigt, nach dem mißglück» ten Putsch der Nationalsozialisten im Jahre lügt in Osttirol   gegen Nationalsozialisten in unge­setzlicher Weise vorgegangen zu sein und sich durch Mißb auchderAmtSgewalr, Gewaltanwendung, schwere Kör« perbeschädigung, aber auch durch Ent­wendung von Wertsache»bei Haus­durchsuchungen strafbar gemacht zu haben. Die Urteile lauteten: Franz Kunratitz-Worsziechow- skt zwei Jahre schweren Kerker, Dr. Karl Hun- degger zwei Jähre schweren Kerker, RechtSanwast Dr. Karl Wanner vier Jahre schweren Kerker, Max Arsenschek fünf. Jahre schweren Kerker,.Her« numn Pedit zwei Jahre schweren Kerker und Jo­hann Jakober sechs Monate schweren Kerker. G Die Verurteiltenvergingen- sich an Putschi­sten. Die Putschisten Henlein  » ermordeten fried­liche Zivilisten und Staatsorgane im Dienste. Man möge sich ausrechnen, welche Strafen sie nach den Maßstäben Deutschland  » treffen müßten.
Triedenigebete tu aller Welt Prag  . Da» Erzbischöfliche Ordinariat in Prag  teilt mit, daß Kardinal Dr. Kaöpar der Geistlich­keit angeordnet hat, bei der Heiligen Messe   für den Frieden zu beten.. Kardinal Berdier,-der SamStag in der Ka­thedrale von Saere Coeur in Paris   einen Gottes­dienst für den Frieden abhielt, veröffentlichte eine Friedensbotschaft. Der Kardinal mahnt besonder», daß Frankreich  , eingedenk der großen Beispiele in seiner Geschichte, heute mehr al» je einig und auf der Höh« seiner Mission blei­ben möge.. Der Dekan der Londoner Westminsterabtei gab bekannt, daß die Basilika bi» auf weiteres Tag und Nacht geöffnet bleibt, damit die Gläubiaen ständig die Möglichkeit haben, für die Erhaltung de» Frieden» zu beten. Polen   will in Genf   nicht wleckergewühlt weiden Warschau  . Die amtliche polnische Telegra­phenagentur meldet, daß der Vorsitzende der pol­nischen Delegation beim Völkerbund Komarniesi an den Präsidenten der Bölkerbundversammlung ein Schreibest mit her Mitteilung richtest, daß die polnische. Regierung auf eine ÄstdprwpV Polen  » in den Böllerbundrat verzichtet. Japanische Kriegsschiffe versenkt Prag  . Die chinesische   Gesandtschaft teilt mii: I» den nördlich vom Mittellauf de» Jangtse   lie­genden Gebieten, namentlich in den Tapieschan- Bergen an der Grenze der Provinzen Anhus und Honan, wird heftig gekämpft. In Ost«Honan   kam eS bei Huangtschuen und unweit von Schangtscheu zu Schlachten, in denen di« Japaner mehr als 5000 Mann verloren. Freitag bombardierten chinesische Flugzeuge die bei Kiukiang auf dem Jangtse   an­kernden japanischen Kriegsschiffe und versenkten drei von ihnen.
Vie Almme des englischen Volkes
18 Dis Mut VuMiuL Roman von NoSUe Roger in nuiMNkn ObtrnUt von InuSIpptl
Und er wie» auf die anderen Reisefertigen, die ihre ftoffei wieder geöffnet hatten und darin wühlten;«» sah aus, als plünderten sie sich selbst. »Aber alle- waS zurückbleibt wird doch ge­stohlen werden! Da» Meer wird ja wieder zurück­gehen l Go seid doch vernünftig I Es ist doch un­möglich, daß diese widersinnige Sache anhältl" widersprach sie mit jener Halsstarrigkeit mancher Frauen, die sogar die Tatsache einer Lebensgefahr abstreiten, wenn ihre Bequemlichkeit oder ihre Pläne darunter leihen. Mit erhobenen Armen beschwor sie Himmel und Wasser,- bewies ihnen, daß sie gegen die all» gemein eingehaltenen Regeln verstießen; sie waren schuld an dieser absurden Geschichte, an dem Ver­lust ihrer Toiletten, an dem Raub ihrer Koffer. »Und wenn e» morgen keinen Zug mehr gibt?" Du müßtest mit gutem Beispiel vorangehen rind etwa» mehr Mut beweisen!- schrie sie ihren Mann mit plötzlichem Hohn an. Bet jeder Gruppe, in allen Sprachen ent­wickelten sich ähnliche Auseinandersetzungen. Schließlich ober siegte die Angst vor der Gefahr. Eilig knüpfte man Bündel au» Servietten und mit ihren unförmigen Packen ähnelte nun die elegante Gesellschaft einem Haufen armer Auswanderer. Die Hotel» waren zwei Kilometer vom Pahnhos-entfernt. Map uns Hubert, mit den bei­den Kleinen rittlings auf ihren Schultern liefen ollen voran. Auf dem ganzen Wege überholten sie
andere Flüchtende, die auf ihren gekrümmten Rücken Lasten schleppten, und durch sie behindert, langsamer vorwärt» kamen. Frauen, mit ihren Kindern auf den Armen, und allem Möglichen in den Händen. Der Zug war bereits besetzt. Die Familien der Fischer hatten die Nacht in den Waggons zu­gebracht und.weigerten sich, ihre Plätze abzutre« ten. Die fassungslosen Beamten liefen sinnlos hin und her. Der Bahnvorstand rang hilflos die Arme. Es gelang Max die Seinen in einem Wag­gon dritter Klaffe unterzubringen. »Welch ein Glück, mein Cott, welch,«in Glück l" ivlederholte Frau von Miramar immer wieder, toähreiid sie zärtlich die unsauberen Bänke betrachtete. Mit plötzlicher Ergriffenheit sahen.sie ein­ander an. Jetzt gewahrten sie erst die Verheerung in ihren verzerrten Gesichtern, wie welk ihre Haut, wie erschlafft ihre Züge... da» Werk dieser«inen Nacht des Grauens; allein sie waren vollzählig beisammen mit der Gewißheit,.daß sie von nun an in Sicherheit waren. Noch am selben Wend desselben Tage» würden sie in Pari» sein. Da bemerkten sie, daß die Köchin fehlte; »Sie ist dem Chauffeur nachgegangen", be­merkte ausweichend die alte Magd. »Ach," meinte Max,»wenn wir wenigsten» etwa» Brot mitgenommen hätten... etwas Wein ... die Reste unsere» gestrigen Abendbrote»!" »So schmit ihr au»! Kaum seid ihr in Si­cherheit, so denkt ihr nur noch ans Essen!" knurrte der Gelehrte, der mit Ingrimm an die in der Rosenvilla zurückgelaffenen Bücher dachte. E» ging ihm besonder» um einige alte Nummern der Anthropologischen Revue", von denen er nicht wußte, wie er sie sich würde wiederbeschaffen können.. Miß Maud vermißte ihren Tee und jam­merte um ihren. Regenschirm. Frau Andelot ließ sich endlich herbei, da» Paket mit den Notizen
und Zetteln loSzulaffen, welches sie die ganze Zeit krampfhaft unter dem Arm gehalten hatte; war es doch das ganze Urkundenmaterial für den zwei­ten Teil de»Untergang» der Zivilisationen", dessen umfangreiches Manuskript Herr von Mira­mar mitgenommen hatte. Ach, Frau Andelot, Frau Andelot!" rief er mit heißer Dankbarkeit au»,ohne Sie..." Inzwischen wuchs von Minute zu Minute die Menge der Reisenden auf dem Perron. Die Wagen waren iwerfüllt, und groß war die Zahl jener, die noch mit verzweifeltem-Ungetüm Sitz­laß forderten. Die zuerst Gekommenen standen auf den Trittbrettern und verteidigten den Zu­gang der Waggon», Eva erkannt« ihr« eleganten Tennispartner, die mit Stockhieben weinende Frauen, zurückdrqngten. Vergeblich beteuerte der Vorstand, daß man bereits eine zweite Wagen­garnitur zusammenstelle, daß er telephoniert habe, daß eine Lokomotive unterwegs sei... Niemand wollte warten.. Plötzlich übertönte ein ungeheures Tosen den Tumult. Aus dem freien Borraum, von dem aus man den Ozean übersah, strömt« plötzlich alle» zurück. Hubert neigt« sich au» dem Fenster. Die Flut hafte die Felskante überstiegen und rückte vor, unbegrenzt, unaufhaltsam, und über­schwemmte die Terrassen der Hotel», die Gärten, erreichte die Straße/ auf der sich noch Nachzügler befanden, Diese begannen au» Leibeskräften-zu kaufen. Die Flut holt« sie ein. Mäst sah die Leute mit den Armen fuchteln, sich im Kreise drehen und versinken. Oh, diese Verzweiflungsrufe, meß Angsdgeheul iw Angesicht de» Todes, diese» atem­raubende,. nicht rndenwollende Schreien im Kampf« mit dem Tode. Schon sah man auf den Wellen reglose, starre Gestalten treiben;... da eine und medir eine.... und dort wieder kleiner«. Kinder?? Soweit die Kante de» Erdreich» reichte, sah wirst über die weithin sich erstreckenden Felder diese todbringend» Wasserwand im ersten Anptall sich
hoch aufbäumen, sich über» flache Land ergießen, um sieghaft alle» zu bedecken.- Zum Wagenfenster hinauSgebeugt, mit auf» gerissenen Augen in» Weite starrend, taub gegen da» Gezeter am Perron, sah Yvonne mitten in diesem schrecklichen Schauspiel ein ähnliche» Bild, jene Schreckensvision, dessen quälende Erinnerung sie bewahrt haft«. Leichen schwammen umher wie Baum­stämme". flüsterte sie, ohne sich dessen bewußt zu sein. Den ganzen Zug entlang begann ein entsetz­licher Kampf. Auf den Trittbrettern rang man KÄPer an Körper. Verkrampft», von Angst und Wut entstellte-Gesichter standen einander Äug in Aug gegenüber. Hubert erkannte den Abgeord­neten. der sich an eine Schubstange klammerte. Seine Frau hinter ihm trug über dem Arm duf­tig schillernde Roben. Und ich sage Ihnen, ich sterbe einsteigen?" tobst er.Sch vertrete dst Regierung!" .. Wer. hier herrscht« nur. noch ein Recht, da» Recht der ftiirkeren Faust. Zwanzig Arme hoben sich,, um ihn zurückzustoßen». Da zog er den Revolver, .Den ersten, der- sich rührt, schieß ich nieder!". .Gr-benützt« den Augenblick ihre» Zurück« Weichen» um sich auf..da» Trittbrett zu- schwingen und Hinstr sich sein« Frau hinaufzuziehen, di« end­lich ihre zerknüllten Kleider fallen ließ. Al» der Vorstand sah, daß die Auflegung immer größer wurde, entschloß er sich, da» Abfahrtssignal vor der Zeit zu geben. Seinem Pfiff antwortete ein verzweifelter Aufschrei au» zahllosen Kehlen.. Der Zug setzt« sich in Bewegung, während Menschen­knäuel sich an dst Türen klammerten. Eine Frau ließ lo» und kam uystp. die Räder» »Da» ist gräßlich", murmelte Frau von Miramar, während sie Pvonn« umsaßst, dje ohn­mächtig zusammenbrgch...j... .(Fortsetzung folgt.)