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de ganz Nacht haon ech owen gesäß on de Gedanken sein[ Lily Braun als Vorkämpferin für die Glenden und Geschändeten in mein Kopp erum gejagd wie doll, immer erum, immer

erum

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Du am auuern Awend haon ech alleweil widder uf en geluert, on dat Meffer haon ech im Sack verstoch- Hähr, Hähr, ech dahte sälwer net wissen waorum on als ech em e fu ville Mal gebitt haot on hän saot, mer wollten dat Kind dem Anna uf em Ramstein for de Dihr lägen on hän wollt dat Anna on ehr Eltern beräden et zu behalen als en gude Fürbitt im Himmel, on nach der Hochzeid wollt hän dat Könd zu sech holen on gud bebanneln, äwer ech sollten giehn ech! duh packt mech de Wuth!

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" Ech haon em dat Meffer gewiesen: Lorenz, Lorenz! Ech giehn net von meim Könd nimm dech in Aacht Lorenz, Lorenz! Newer dän Lorenz pact mech on schlät mech int Geficht: Vettel, schär Dech! Biste still, sunst murksen ech Dech af!" on wie hän mech pact on dat Messer mer aus der Hand reißen will, duho Hähr, onsen Hähr Jeses Chrift soll mer vergäwen duh stoßen ech zuum fällt hän ohne Mud!" Um Gottes Willen!" den Zuhörer schaudert- Weib, was hast Du gethan!" thin side

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Gedahn Sie sieht ihn ftarr an und nicht dann lang sam mit dem Kopf, auf ihrem Gesicht liegt ein starrer Troß: ,, Ech giehn net von meim Könd." animaj " Und Du wirst doch gehen müssen, Unglückselige," murmelt Milde.

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Sie hört ihn nicht, sie hebt die Hände und streckt sie weit von sich ab, ihre Augen haften mit starrem Entseßen auf den eigenen gespreizten Fingern. ring los

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Blud es dran Blud- huh!" Sie schüttelt sich, ihre Zähne schlagen auf einander, fie redet tonlos wie im Traum: Ech sein gerennt, ech haon mein Könd geholt, ech haon mech verstoch tief innerennig, on emeil, eweil" fie fährt zusammen sein ech gefang!" Und nun ein mart­erschütternder Schrei: Hähr, helfen Se mer mein Rönd, mein Könd!"

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Sie heult auf wie ein wildes Thier, fie flammert sich an ihn in Augst und Verzweiflung, sie stürzt vor ihm hin, ihre Stirn schlägt wieder und wieder auf seine Füße. Er selbst ift bleich wie die Verbrecherin ant Boden, der Schweiß perit ihm auf der Stirn; mühsam windet er seinen Rock aus ihren Händen. Graid and of cou dids " Ich fann Dir nicht helfen, Barbara Holzer; Gott er barme sich Deiner!" dud sam dos mell

shoe Sonntagsplanderet.

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spricht, so berühren sie zugleich die Gegenstände, deren grausame Folgen die ärztliche Wissenschaft unverhüllt darthut. In erregten Debatten wurde auf dem Kongreß zu Zürich die Frage der Frauen­arbeit behandelt. Auch die Vertreter jener Anschauung, die das alte patriarchalische Familienideal wieder aufrollen möchten und dies deal als etwas Heiliges ansehen, das unveränderlich feststeht- feiner geschichtlichen Wandlung unterworfen, verschließen sich der entsetzlichen Frauennoth unserer Tage nicht. Wenn sie selbst einer untergehenden Welt neuen Lebensathem einhauchen zu können glauben, so verdammen fie gleicherweise, wie die Sozialdemo fratie, was jetzt am Weibe verbrochen wird. Sie sehen, wie feine Kraft ausgebeutet wird, fie wissen, was das Wachsthum der Prostitution zu bedenten hat. Und dem Kongreß, der zu Zürich im das von Hungerlöhnen, Ueberreizung der Nerven, von den Einflüffen Intereffe des Arbeiterschutes tagte, antwortete das Echo aus Moskau , der Bermehrung stehender Heere, von Seuchen und Gehirnentartungen erzählte.

Der Theil der bürgerlichen Gesellschaft, für den die Ent­wickelung der Dinge sich vornehmlich in feierlichen Staatsaftionen abspielt, wird für das Menetekel, das in Zürich , wie in Mostau erstand, blind bleiben. Seine Phantafie ist von den Borkommnissen Das sind für ihn die einzigen welterschütternden Ereignisse. Soll er zwischen Paris und Petersburg vollständig tn Anspruch genommen. über soziale Probleme grübeln? Genug, daß der Weltfrieden aufs neue verkündigt wurde. Wer wird solche Versicherungen auf ihren inneren Werth prüfen? Wenn man nur wieder für ein Weilchen schlummern und dann neugestärkt einem profitablen Erwerb nachgehen darf.

Auf jene Welt aber, die bereits gelernt hat, sozial zu empfinden, werben die Kongreßtage von Zürich ficherlich einen besonders leb baften Eindruck machen. Am Ende dämmert selbst bei einem oder dem andern jener tapferen Mannen, die den dummen Kerl von Wien zu vertreten haben, die Ahnung auf, daß in seinem Stopf noch ein wunderliches Chaos über soziale Dinge sputt. Man fanu ja felbft den Raudaubrüdern dieser Klasse durch Gruft imponiren, wie der Kongreßvorsitzende bewiesen hat. Als einer der Herren seinem Unmuth über eine Rede Luft machte, indem er mit der Fauft auf den Tisch losdrosch, an dem er saß, genügte der kurze Hinweis des Präsidenten: Wir sind hier nicht im Österreichischen Reichsrath!", um den wilden Mann" zu besänftigen! Der würdige Ernst, mit dem man sonst den sozialdemokratischen Sprechern und ihren Einwendungen folgte, hat deutlich bewiesen, wie heutzutage die Sozialdemokratie auch von den Gegnern als moralische Macht anerkannt wird, wenn nur diese Gegner nicht von vornherein auf die Herrlichkeit alles dessen, was besteht, schwören.

Es giebt ja auch Menschen, die in ihrer unendlichen naiven Herzensgüte nichts anderes sehen können, als rosafarben, wie etwa der italienische Zeitungsmann Evangelifti: Der Mann war nach Berlin , der Zentrale der deutschen Sozialdemokratie, gekommen, um das Elend zu suchen. Und der Elendsucher fand nichts als lauter Woblbehagen, Sonnenluft und friedliche Schäferszenen. Glückliches Berlin ! 90

Ich habe mit Kopfschütteln von den Erfahrungen meines italienischen Kollegen gelesen. Selbst nach dem nördlichsten Kiez" war der Edle gekommen und hatte überall nur eitel Wonne erfchaut. Ich freute mich ordentlich darüber, wie manches Mannes Herz so gar teine Bitterfeit in sich aufnähme. Aber bald befann ich mich eines besseren. Dem italienischen Schnellfeher haben nationale Ge­pflogenheiten einen schlimmen Streich gespielt. Was er suchte, war das malerische Glend; und er vergaß, daß wir in einer wohl reglementirten Stadt leben, wo das malerische Elend sich nicht auf den Straßen breit machen darf, schon von Polizei wegen nicht. Moran sein Auge gewöhnt war, das fonnte er freilich bei uns nicht finden. Hier muß jeder sein Glend, sozusagen, in seiner Jammerede hinunterwürgen. Hier darf keine balgende Bubenbeerde, in pittoreske Lampen gehüllt, bettelnd in den Gaffen herumlaufen; hier darf auch die Noth, die ihres Leibes Blöße nicht decken kann, auch nicht auf Kirchenstufen tauern. Im weniger prüden Italien fieht die Bürgerschaft darüber weg, und auch der Konstabler. Bei uns ist das aber etwas anders. Wir leiden einmal feine malerische Unordnung. Das ist wider alles Reglement. Wenigstens bei Tage, da hat sich das Glend zu verfriechen; pflichtschuldigst! In der Nacht mag es aus seinen Hinterhöfen und aus seinen Jammerecken hervortriechen, theilweise wenigftens. Da wird das wohldressirte Auge nicht so auffällig beleidigt.

nis Er geht, die Thür fällt hinter ihm ins Schloß; ihr troft­loses Wimmern schneidet ihm durchs Herz. id you soned state( Schluß folgt.) and round si 180 10 10 thrud stii dud dan Sun Während an Petersburg auf Paradefeldern und auf Kriegs schiffen die heiligften Güter der Zivilisation" vertheidigt wurden; während die alliirten Herren Frankreichs und Rußlands wieder ein­mal den Weltfrieden und die Gerechtigkeit mit solcher Feierlichkeit zu wahren gelobten, daß nach einem Bericht des französischen Welt blattes Figaro" die Zeugen dieses Weihenftes von heiligen Schauern durchriefelt waren; da hat gerade in Moskau eine internationale Gesellschaft über Diese vielgepriesene Zivilisation ein be trübendes Urtheil gefällt. Auf dem internationalen Herztefongreß 3 Moskau war es, wo bei dem Thema über die er schreckende Zunahme der Hirnerkrankungen ein grauenhaftes Wortspiel gemacht wurde, ein Wortspiel, das wohl nicht geschmack voll flingt, aber in seinem Kern doch eine schreckvolle Warnung enthält. Die heiligsten Güter der Zivilisation", wie sie von den Machthabern der Gegenwart verstanden wird, werden so von den Aerzten, die fich an ihre thatsächlichen Erfahrungen halten, in ihrer nackten Kläglichkeit blosgelegt. Von den Hungerlöhnen wurde ge­sprochen, durch die unsere weiblichen Arbeiter in die Prostitution gejagt werden, von der Ueberanstrengung, die dem Arbeiter im gegenwärtigen Kampf ums Dasein aufgebürdet wird und ihn ver- Die Schnellseher, die in ein paar Wochen von Stadt zu Stadt führt, zu besonderen Reizmitteln zu greifen; von der steigenden Ber- jagen, werden eben mit den Eigenthümlichkeiten der jeweiligen Be mehrung der stehenden Heere, die gewisse Krankheitsteime von ihren wohner faum vertraut. Für ein paar Tage weilte sogar ein tönig­Garnisonen ins flache Laud tragen; und so fam der bekannte licher Schnellseher in Berlin . Der Herrscher von Siam ift auf Forscher Krafft- Ebing zu dem Schluß: die fortschreitende moderne feiner Beltreise bei uns eingekehrt und wurde mit fürstlichen Ehren 96003 Zivilisation führe zur fortschreitenden Syphilisation! empfangen. Gin militärisches Paradefchauspiel wurde ihm zu Ehren Eine fürchterliche Antiage unserer gesellschaftlichen Verhältnisse veranstaltet, und staunend wird der Herr vom weißen Elephanten liegt in dieser einfachen medizinischen Darlegung, der kein Wider erfahren, was preußischer Paradeschritt sei. Wenn er überhaupt spruch folgte. Aerzte und Naturforscher brauchen in ihren Ver noch staunen fann, der großmächtige Fürst von Siam. Es ist leider fammlungen tein ethisches Pathos. Sie suchen zu erklären, was sie zu fürchten, daß er, wie viele vornehme Herren, sehr gelangweilt gesehen und erprobt haben. Aber es bleibt darum nicht weniger sei. Viel habe ich in den Blättern von den großen geistigen Gaben interessant, daß diese fühlen Beobachter gleichermaßen auf den Ur- des exotischen Herrn, von seinem Wiz und seiner raschen Auffassungs grund der Uebel unserer Zeit stoßen, wie die leidenschaftlichsten An- gabe gelesen. fläger im politisch- sozialen Leben. Wenn Clara Zettin mit Feuereifer Allein seine Fragen und Antworten, die von journalistischen für die Rechte ihrer proletarischen Mitschwestern eintritt, wenn Chronisten der Welt getreu mitgetheilt wurden, scheinen doch auf

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