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He ute" folgende Schilderung feines ersten Besuches im Drury Lane- 1bemerkbar macht, so geht dies nicht auf einen Mangel an Kunst­Theater im Jahre 1849: Im Theater war sehr wenig Lurus, teine geichmad zurück, sondern auf die Unerträglichkeit des Monströsen, Lehnstühle in den Logen, das Parterre ging bis zum Orchester und das sich in unserem Konzerttreiben immer breiter macht, und das die treuen Besucher saßen auf harten Bänken und wurden in den doch in unseren Philharmonischen Konzerten noch immer durch eine Pausen zwischen den Akten beständig von Frauen mit großen un- nicht zu übersehende maßvolle Vernünftigkeit gemildert erscheint. geschickten Körben mit Apfelfinen, Aepfeln, Nüssen, Ingwerbier, Bier

Medizinisches.

SZ.

in Flaschen und Theaterzetteln belästigt, die sie dem Publikum mit schriller, mißklingender Stimme anboten. Die Theaterzettel von damals Ss. Nene Forschungen über Kopfschmerzen fament waren nicht modern und fünstlerisch dekoriert, sondern lange Streifen auf der diesjährigen Versammlung der British Medical Association von dünnem Papier, häßlich gedruckt mit schlechter Schwärze, zur Sprache. Dr. Brunton erörterte die verschiedenen Arten von welche niemals zu trocknen schien, die Finger beschmußte und die Kopfieh auf Grund ihrer Entstehung und beschäftigte sich im be­Handschuhe ruinierte. Der Vorhang war aus grüner Wolle, und fonderen mit den aus allgemeinen Ernährungsstörungen Herbor wenn ein Trauerspiel gegeben wurde, wie zum Beispiel Der eiserne gehenden Kopfschmerzen. Sehr ausführlich behandelte er die Ab­Kasten", fam ein grüner Wollteppich auf die Bühne, denn ein hängigkeit dieses Leidens von der Leber. In diesem Organ werden Trauerspiel ohne diesen wäre ein theatralisches Verbrechen gewesen. zahlreiche für den Körper giftige Stoffe, die im Dünndarm auf­Das waren die Schattenseiten. Aber auf der andern Seite herrschte genommen werden, unschädlich gemacht. Wenn aber eine zu große solch eine Aufmerksamkeit und Begeisterung seitens der Zuhörer, wie Menge solcher Stoffe vorhanden ist, so kann die Leber ihre ich sie niemals seitdem bemerkt habe. Kein Schwazzen, feine luter Aufgabe nicht bewältigen und es treten Vergiftungssymptome haltung, keine blasierten oder gleichgültigen Bemerkungen, keine ein, deren erstes der Kopfschmerz ist. Auch durch starke Störung durch spätes Kommen. Gebt mir die Tage zurück, da Gemütserregungen werden die Leistungen der Leber be= ich für das Parterre spielte," sagte Charles Mathews immer wieder einträchtigt und auf diesem Wege können auch solche zumt zu mir. Die Logen find gewinnbringend, aber im Parterre istulaj von Kopfschmerzen werden. Aus dieser Erkenntnis

pulsierendes Leben."-

Musik.

ergiebt sich für die Behandlung die Anwendung von gallenlösenden Abführmitteln, die die Zersegungsstoffe aus dem Darm entfernen die Linderung von häufig auftretendem Kopfschmerz ist die Regelung und die Ausscheidung der Leber anregen. Das wichtigste aber für der Diät, und zwar eine möglichst entschiedene Einschränkung des Genusses von eiweißhaltigen Stoffen, da diese eben die wesentlichen

Brunton hat auch der Frage nachgeprüft, warum bei derartigen all­gemeinen Störungen der Ernährung gerade der Kopf der Sig der Schmerzen wird. Nach der Ansicht des Gelehrten trägt daran cint gewisser Krankheitszustand am Kopfe felbst die Schuld, in den meisten Fällen vernachlässigte Augenleiden, auch kranke Zähne können auf diese Weise die Vermittler für Kopfschmerzen werden. Wiener med. 3tg." meint freilich, daß die leyte Behauptung Bruntons erst noch eines eingehenden Beweises bedürfe.

Die Allg.

Es hat lange gedauert, bis neben den andern Künsten auch die Musit eine feste Stelle als Gegenstand wissenschaftlicher Behandlung erhalten hat. Als die Geschichte der Dichtkunst, die Geschichte der bildenden Künste und einigermaßen auch die Theorie beider bereits bekannte und geachtete Wissenschaften waren, universitäts- Zersetzungsprodukte liefern, um deren Entfernung es sich handelt. fähig wie andere, gab es eine Geschichte und eine Theorie der Mufit fast nur in einzelnen, wenn auch nicht gerade sehr wenigen Leistungen Außenstehender". Wie das allmählich besser wurde, speciell durch das Eingreifen von angrenzenden Wissenschaften her( zuletzt feitens der Psychologie); wie heute immer noch nicht viel erreicht, hie und da sogar ein Rüchschritt gemacht ist: das alles würde ein höchst intereffantes Rapitel ergeben. Begnügen wir uns mit der Meldung daß in allerjüngster Zeit ein größerer Fortschritt angebahut worden ist durch die Gründung der Internationalen Musit­Gesellschaft" unter Führung des Universitäts Professors Oskar Fleischer zu Berlin . Ein Ueberblick über die wahrhaft wird es uns endlich mal gelingen, einen Kandidaten der Ordnungs­Weihnachtsfreude. Bei der nächsten Landtagswahl internationale Armee von Mitgliedern, die sie bereits zusammen­gebracht hat, sowie über die ersten Hefte ihrer Zeitschrift und ihrer Sammelbände"( seit Ottober 1899) zeigt in überraschender Weise, wie viele Sträfte für die Sache bereits latent waren. Die Hinweise auf eine gewisse Lückenhaftigkeit, die Hugo Riemann im letzten Jahr gaug feines Musiker- Kalenders" gegeben hat, werden hoffentlich ihre Wirkung nicht verfehlen.

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M

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Humoristisches.

parteien durchzubringen. Habe für alle Kinder wenig bemittelter treffenden Eltern mitgeteilt, daß diefes als Armemunterſtügung zu Eltern große Weihnachtsbescherung veranstaltet, dann den be­Eltern große Weihnachtsbescherung veranstaltet, dann den be betrachten und sie somit ihrer politischen Rechte verlustig gehen."

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Der Hausherr. Geh zua, Hinterhuber, drah net a so auf weg'n lumpeten dreiumfuchz'g Markt, wo'st verspielst!" Wos, düs is a faner verdient's Geld! Dös ist der Zins von mein vierten Stockwerk!" ( Simpl.")

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Kindermund. Eine Berliner Lehrerin sendet der Tägl. Rundschau" einige von ihr gesammelten Aussprüche aus Kindermund, von denen wir hier einen mitteilen wollen: Ein kleiner ABC- Schüße kommt am ersten Schultage heim, Nun," sagt die Mutter, was sagt denn der Lehrer?" Frizz: Ik ha' teen Lehrer." Mutter: Na, denn das Fräulein?" Friz: Idk ha' ooch keen Fräulein." Mutter: Wer is denn da in die Klasse?" Friß: Wir lernt een Mächen."

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Nun ist die Gesellschaft in Gestalt ihrer Ortsgruppe Berlin " auch vor das Konzert- Publikum getreten und hat am Montag ihren ersten Vortragsabend gegeben. Die Hauptdarbietungen waren zu fammengefaßt unter dem Titel: Deutsche Hausmusik im 16. Jahrhundert." Lieder für 4 bis 8 Frauen und Männer­stimmen mit meist deutschen und einigen italienischen volkstümlichen Tegten. Gegenüber den Kenntnissen und Geschmacksverhältnissen unferes Publikums, das der Zeit vor Bach fast ganz fremd gegen über steht und dort höchstens eine uns gleichgültige starre Stirchen­musik vermutet, sind solche Aufführungen von hohem Wert, schon weil wir auch hier einen Gegensatz zu dem in den legten Gene­rationen der Musit übermächtigen Liedertafelstil" kennen lernen. Und welcher jagen wir: biderbe Humor liegt nicht in vielen dieser kleinen Stücke; gewiß hätte das Publikum gerne noch mehr als ein Dacapo gehört. Herrn Dr. Hugo Goldschmidt, der allerdings schon seit längerem folche musikgeschichtliche Rettungen betreibt und den von ihm geleiteten zwölf Sangesträften, die uns die alten Feinheiten vielleicht feiner wiedergaben, als es Anno Die Buchausgabe von Henrik Ibsens neuem Werk dazumal üblich gewesen sein mag, alle Anerkennung! Vorher und Wenn wir Toten erwachen", ein dramatischer Epilog in nachher brachte das verstärkte Orchester des Klindworth- Scharwventa drei Atten, ist foeben in deutscher Sprache bei S. Fischer, Berlin , Stoufervatoriums je eine Ballettjuite" aus Opern des Franzosen erschienen. Das Schauspiel gelangt in Berlin am Deutschen Rameau vom Jahre 1749 zu Gehör: geschlossene Tanzformen, Theater zur Aufführung. denen gegenüber die spätere Ballettmusit jedenfalls einen Fort­Eine Wiederbelebung der antiken Bühne plant Schritt au Formenfreiheit zeigt, einen Fortschritt, dem allerdings in der Akademische Verein für Kunst und Litteratur". Es sollen dabei unserer Zeit immer noch feine rechte Fortsetzung zu folgen scheint. alle Mittel der modernen Darstellungskunst zur Verwendung ge Wie ungern wendet sich der Berichterstatter von solchen belangen. Der Anfang soll im Februar mit einer Aufführung des scheidenen, sachlich reichen und geschmackvoll gruppierten Darbietungen König Oedipus" gemacht werden. zurück zu den schon einmal gekennzeichneten neuen Sub­Im Rembrandt- Saal der Berliner Gemälde- Galerie striptions Stonzerten", von deren zweitem wir am Sonn- ist bis zum Sonnabend das durch Hauser restaurierte Bildnis tag die Probe besuchten! Was wir schon immer als Ergänzung einer jugendlichen Dame von Rembrandt ausgestellt, das dem userer Stritit solcher Renommier- Unternehmungen gesagt: daß Museum in Colmar gehört.

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Notizen.

sie im einzelnen manches Meisterliche darbieten, gilt troy-Nach Ernst v. Wildenbruchs Serenlied" hat aller unkünstlerischen Gesamtanlage auch hier. Gewiß hört man Dora Dunder ein Textbuch zu einer Oper geschrieben, die Don einem Violinmeister vie Waldemar Meyer das E. v. Pivani komponiert hat. Klangschöne Violinkonzert in D- moll von Richard Strauß sehr gerne; Das Litterarische Echo" meldet: Die Deutsche

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ficher besigt Frau Gorlento Dolina aus St. Petersburg eine Litteratur Zeitung" geht aus dem Verlage von Wilhelm wenigstens durch den sonoren Ton in der Tiefe interessierende Alt- Hertz in den von B. G. Teubner Leipzig über und erfährt eine stimme und verdient auch durch ihre Auswahl von weniger ge- Grweiterung zu Gunsten der naturwissenschaftlichen Berichterstattung. fäufigen Gesangsstücken Anerkennung; gewiß ist Herr Mar Die Halbmonatsschrift Die Gesellschaft" wird vont Fiedler aus Hamburg gewandt genug, um mit Aufgebot aller 1. Januar ab von E. Pierson Dresden übernommen. Armbewegungen selbst dieses Orchester rhythmisch fest zu dirigieren. Otto Ernst's Komödie Jugend von heute" wurde Aber wenn sich schon jetzt eine unerwartete Spärlichkeit des Publikums auch für das Wiener Burgtheater angenommen. Berantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin . Druck und Bertag von Max Babing in Berlin .

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