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Br. 217. 16. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts " Berliner Volksblatt, Sonnabend, 16. September 1899.

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Aus dem dunkelsten Preußen.

Sociales.

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Nation genötigt sei, nicht bloß für die geistige, sondern auch für die körper­liche Ausbildung der Kinder Sorge zu tragen. Die Entwicklung des Schularztwesens sei nunmehr an einem Punkte angelangt, wo man die Mitarbeit des Staates, der bisher als wohlwollender Beobachter feitweits stand, nicht länger entraten könne.

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allem entblößt, mit leerem Säckel bald in die Heimat zurück und seminarien und die Hochschulen in Anspruch zu nehmen. Schul­ficht jetzt ein, überall ist gut, zu Hause am besten, der andere treibt hygiene wird für alle Lehrerkategorien ein allgemein verbindliches fich vagabundierend in der Ferne herum; falls er hilfsbedürftig Prüfungsfats com Standpunkte der Hygiene. Er ſei der Meinung. Der Redner erörtert alsdann die Regelung des In den zu Marienwerder erscheinenden Neuen Westpreußischen wird, hat Rospig die Ehre, für ihn einzutreten. In einem großen Schulunterrichts vom Standpunkte der Hygiene. Er jei der Meinung. Mitteilungen" hat der Bauer Peck holz zu Rospig eine Philo- Teil Ost- und Westpreußens ist jetzt bereits ein solcher Mangel an daß die Mitarbeit des Lehrers bei der Schulhygiene nicht zu ent­sophie des östlichen Agrariertums entwidelt, die verdient, aftenmäßig Arbeitskräften, so daß noch viel Getreide auf dem Felde größtenteils behren sei. Die Führung sei allerdings den Hygienikern zu über wiedergegeben zu werden. Es sind zwei Eingesandts, von denen ausgewachsen steht, so sind z. B. auf einem 12 Hufen großen Grund- tragen. Es sei notwendig, die Schulhygiene als Lehrgegenstand auf das erste bereits furz im Vorwärts" erwähnt ist, auf deffen stück nur drei Menschen, ebenso steht in unserer nächsten Nähe ein Schlag allen Lehrer Seminaren und Universitäten einzuführen. Er gebe Kenntnis im vollen Wortlaut aber unsere Leser Anspruch erheben Getreide gemäht seit drei Wochen wegen Mangel an Arbeitskraft auf dem sich der Hoffnung hin, daß die Schularztfrage, wenn man dieselbe Felde. Wer hilft diesen, wenn die Einnahme weg ist? Hand in Hand in praktischen Grenzen halte, sehr bald zu einer befriedigenden Lösung Das erste Eingesandt lautet: mit der Landwirtschaft geht unser Handwerkerstand, der wegen Mangel führen werde. Große Freude hat uns das gestrige Extrablatt der Neuen an Bestellungen arg darniederliegt, mur mit dem Unterschied, daß Westpr. Mitteilungen" gebracht, nach welchem die Kanal- Borcine Schlosserwerkstatt mit ein paar Dußend Schlössern und Feilen pflichtete im allgemeinen dem Vorredner bei. Er halte die An­Der Mitberichterstatter Dr. mud. Paul Schubert Nürnberg Tagen abgelehnt sind; ein hoch den Abgeordneten, die zum bald eingerichtet, ein ländliches Grundstück aber nur gegen teilweise stellung von Schulärzten an allen Schulen, jowohl an den höheren Scheitern dieser Vorlage beigetragen haben, insbesondere dem Barzahlung, einigen tausend Thalern, übergeben wird, welche bei wie an den Mittel- und Voltsschulen, in den Dörfern, fleinen Städten Herrn Grafen Ballestrem für seine in der Sizung am 16. August dem jezigen Stand der Landwirtschaft schwer aufzutreiben sind. Wir ebenso wie in den Großstädten für notwendig. Auch dieser dieses Jahres gehaltene turze, aber inhaltreiche Rede, welche jo recht Landwirte sind konservative, fönigstreue Männer, die ihren letzten Redner bezeichnete es als notwendig, daß der Schularzt ein um der ländlichen Bevölkerung aus dem Herzen gesprochen ist. Diese Blutstropfen, wenn nötig, für Kaiser und Reich einsetzen, die aber fangreiches Wissen von der allgemeinen Hygiene, ganz besonders Männer haben bewiesen, daß sie echte Deutsche sind, die nicht nicht einen Heller für den Kanalban, das Begräbnis der aber von der Schulhygiene habe. Er wolle nicht die Ausgabe von einseitig nur die Interessen der Industrie, die ohnehin in höchstem Landwirtschaft, geben. Floc steht, wahren, sondern auch andere Eriverbszweige berücksichtigt besonderen Schularzt- Diplomen, aber die Einrichtung von be­Rospig, den 8. September. Pedholz. wissen wollen, sie haben damit nur verhindern wollen, daß der sonderen Lehrkursen über Schulhygiene auf den Universitäten und Landwirtschaft, die ohnehin durch Abschluß der ungünstigen Handels- Bauernkopf, der durchtränkt ist mit dem publizistischen Fusel, den vor der Feststellung vorzulegen. Er halte es für erforderlich, den So malen sich die Lehren der Junker in einem gemütvollen Seminaren. Erforderlich sei es, den Stundenplan dem Schularzt verträge schwer danieder liegt, noch weitere Schläge versetzt die Organe des Bundes der Landwirte verschenken. So entrüstet Beginn des Unterrichts für das ganze Schulhalbjahr gleichmäßig werden, da durch Annahme der Kanal Vorlagen sich gegen Noheitsverbrechen, ein Ostelbier der socialdemokratische festzustellen, wenn möglich drei Stunden vormittags und drei Landwirtschaft noch die legten Arbeits- Agitatoren mit thätlichen Mißhandlungen bedroht. Icäfte entzogen würden, so daß der Landwirtschaft Heuchelei der Königstrene hat der Mann von den Junkern gelernt, zimmer gründlich lüften zu lassen. Der Redner empfahl im weiteren Selbst die Stunden nachmittags zu unterrichten und in den Bausen die Schul­wie bei den Handelsverträgen nur noch die Kosten der Zeche zu der keinen Heller für den Kanalban, das Begräbnis der Land- die Anstellung von Oberschulärzten. Der Redner wies endlich auf den zahlen übrig bliebe. Wo der Vorteil der Landwirtschaft bei der wirtschaft, übrig und teine Zeit hat, Spazierfahrten zu Schiff zu Umstand hin, daß die Schule schon im Interesse der Wehrfähigkeit der Stanalvorlage liegt, ist uns vollständig unbegreiflich, da unsere Pro- machen.­dukte doch nur im Inlande bleiben und diese per Bahn viel leichter wie per Schiff zu versenden sind und auch thatsächlich versandt werden. Spazierfahrten per Schiff zu machen, hat der Land­wirt leider keine Zeit, diejenigen Herren, die dazu Zeit, Luft und Geld haben, und für die Vorlage stimmten, fönnten sich wohl mit graphisch furz berichtet, den Gegenstand der Verhandlungen der Die Schularztfrage bildete am Donnerstag, wie bereits tele­Oberbürgermeister Delbrück- Danzig teilte mit, daß die Stadt­der Wasserstraße von Hamburg bis Norwegen mit Anschluß Generalversammlung des Deutschen Vereins für öffentliche Gesund- behörden Danzigs die Schulkinder auf Augen-, Ohrens, Nasen-, nach Amerika begnügen. heitspflege. strophulösen Krankheiten von Specialärzten untersuchen lassen. In Unsere Wirtschaftspolitik leidet noch an einem großen Krebs: Der Berichterstatter, Geh. Oberschulrat Professor Dr. Schiller der Schuldeputation fizzen 2 Schulärzte, die diese ärztlichen Unter schaden, der wohl zu beseitigen wäre, und zwar an der Verrohung Leipzig , früher in Gießen , der bekanntlich kürzlich gemaßregelt wurde, fuchungen der Kinder regeln. Er ersuche zu erwägen, ob man auf unserer Arbeiter, die infolge der übermäßigen hohen Löhne zur äußerte sich etwa folgendermaßen: Die medizinische Wissenschaft habe diesem Wege nicht schneller zum Ziele kommen könnte. Trunksucht getrieben und dann dem Gefängnis verfallen. in den letzten 50 Jahren in der Abwehr von Krankheiten ganz be- Professor Stadtrat Frizz Kalle Wiesbaden, meinte, daß er von Diesem Uebelstande wäre damit beſtimmt abzuhelfen, daß deutende Fortschritte gemacht. Auch bezüglich der Schulhygiene seien dieser freiwilligen Thätigkeit sich feinen großen Erfolg verspreche. türzere Freiheits: nebst Prügelstrafe eingeführt würde, ganz bedeutende Fortschritte zu verzeichnen. Wenn noch verschiedene Sanitätsrat Dr. Loth Erfurt führte aus, daß die Aufgaben des dadurch würden die Gefängnisse in Kürze entleert, die Arbeiter Mängel vorhanden seien, so liege das an der Macht der Ueber Schularztes sich immer mehr vergrößern dürftent. Er sei der der Landwirtschaft wieder zugeführt und was Sache ist, die Strafe würde die Haupt- lieferung und an der menschlichen Unvollkommenheit. Wenn in neuerer Meinung, daß die Anstellung von Schulärzten nicht mehr zu um­nachhaltiger wirken. Das Beit von ärztlichen Kreisen die Anstellung von Schulärzten ver- gehen sein werde. Professor Dr. v. Esmarch- Göttingen: Er jezige Strafsystem schreckt den Ehrlosen nicht vor dem Gefängnis langt werde, so liege das nicht an den mangelhaften hygienischen müsse bemerken, daß die Untersuchung der Schulkinder von Special­zurück, sondern führt ihn demselben der humanen Behandlung wegen Schuleinrichtungen, sondern an dem Umstande, daß die Anforderungen ärzten, wie es in Danzig geschehe, den Schularzt keineswegs ersetzen zu; in der jetzigen heißen und schweren Arbeitszeit lebt der Straf: an die Hygiene immer größer würden. In ärztlichen Kreisen be- tönne. Der Schularzt sei gewissermaßen mit dem Hausarzt zu ver­gefangene beffer wie der Bauer auf seiner Scholle, der im zeichne man die Anstellung von Schulärzten als Pflicht der Gesundheits - gleichen. Der Schularzt müsse bestrebt sein, das Auftreten von Schweiße seines Angesichts sein Brot ist, während der Gefangene pflege. Er könne diese Ansicht nicht teilen. Der Nachteil liege nicht euchhusten-, Diphtherie, Scharlach- Epidemien usw. unter den Schul­beim Straßenfegen schwißig nicht werden darf. Ferner müßte die an dem Mangel von Schulärzten, sondern an dem Mangel hygienischer findern möglichst zu verhüten. Dies könne aber nur von Schulärzten Freizügigkeit aufgehoben, oder mindestens dahin ergänzt werden. Bildung des Lehrerstandes. daß der Fortziehende nach Berlassen seines Heimatortes jeden An- im Nebenamt oder auch im Hauptamt 4000 Kinder unterfuchen solle, in ann Berlin : Auch er halte die Austellung von Schulärzten für Er sei der Meinung, daß ein Arzt, der geschehen. Sanitätsrat Stadtrat Dr. Ferdinand Straß­spruch auf Unterſtüßung an dieselbe verliert, da jezt junge Menschen nur oberflächlich verfahren könne. Aufgabe der Lehrer müßte es notwendig, er warne aber, auf die Schulärzte allzugroße Hoff­beiderlei Geschlechts im Alter von 15-16 Jahren in die weite Welt ziehen sein, für die größte Sauberkeit des Schulzimmers zu sorgen. Es mungen zu sehen. Es würde einem Schularzt, und selbst wenn der­( meistens in Induſtrieſtädte), dort den törperlichen Anstrengungen iei aber social nicht zu rechtfertigen, daß man einen einzigen felbe in der Schule wohne, taum möglich sein, das Auftreten einer nicht gewachsen oder stellenlos sind, infolgedessen dem liederlichen Mann für die Neinigung der Schulgebäude bezahle, dieser aber Epidemie unter den Schulkindern inner rechtzeitig zu erkennen. Im Lebenswandel verfallen und dann den verpflichteten Armenverbänden, genötigt jei, wenn er seiner Aufgabe gerecht werden wolle, Frau und übrigen werde der Schularzt nur dann seine Aufgabe lösen können, die ohnehin schwer zu kämpfen haben, große Stoften bereiten. Durch Kinder zur Hilfeleistung heranzuziehen. Ein Uebelstand jei, daß es wenn er die erforderliche Unterstützung des Lehrers habe. Wenn der Abhilfe dieser beiden großen Schäden würde die Landwirtschaft sehr bald erforderlich sein werde, Specialärzte als Schulärzte anzu- chrer nicht für gehörige Lüftung und Ventilation des Schul­lebensfähig erhalten bleiben, da bei der jetzigen Leutenot es absolut stellen; ja er sei der Meinung: die Anstellung von Schulärzten werde zimmers sorge, dann könne der Schularzt nichts ausrichten. unmöglich ist, den Betrieb fortzusetzen. sehr bald die Notwendigkeit eines besonderen Lehrstuhls für Schul- Oberbürgermeister 3 weigert Essen a. R.: Er gebe doch zu be­hygiene ergeben, denn es sei notwendig, daß der Schularzt volles denken, ob die Danziger Methode nicht besser sei und schneller Berständnis für Bauhhygiene, für Augen für Augen Zahnkrankheiten, zum Ziele führen dürfte, als die Anstellung von Schulärzten. Nervosität usw. Habe. Die Austellung von Schulärzten an den Der Vorredner, der dem ärztlichen Stande angehöre, habe selbst be­höheren Lehranstalten sei wohl wünschenswert; bedeutend not merkt, daß man auf die Schulärzte nicht allzu große Hoffnungen Das zweite Eingesandt sieht so aus: wendiger sei die Anstellung von Schulärzten an den Bolfs feßen dürfe. Es dürfte fich jedenfalls empfehlen, Stadtärzte zu " Durch anonyme Sendung erhielt ich gestern eine Nummer der schulen und zwar in erster Reihe auf den Dörfern und in Schulärzten anzustellen, denen staatliche Befugnisse beizulegen wären. socialdemokratischen Zeitung: Volts- Tribune", in der mein Ein- den kleinen Städten. Die Schüler der höheren Lehranstalten, die Dadurch würde ein Konflikt des Schularztes mit der Stadtverwaltung geiandt" in den Neuen Westpr. Mitteilungen" in unerhörtester Weise zumeist den wohlhabenden Klassen angehören, haben weniger eine am chesten vermieden werden. Seminar- Oberlehrer und Stadt­aufgebauscht und entſtellt war, um als Handhabe zur Aufhebung Aufsicht des Schularates notwendig als die Schüler der Volksschule. verordneter Netsch- Dresden gab die Versicherung, daß die weitaus unferer Arbeiter zu dienen. Ich halte es unter meiner Würde, da sie gewöhnlich bereits im Elternhause die erforderliche ärztliche große Mehrzahl der deutschen Lehrer der Schularzt- Einrichtung sym­näher darauf einzugehen, und raten wir nur den socialdemo- Aufsicht haben. Die Baubeamten seien bekanntlich in allgemeinen pathisch gegenüberstehe. Die Einführung der Schulhygiene als Lehr­kratischen Agitatoren, sich hier nicht blicken zu lassen, sonst Gegner des Schularztsystems. Es würde sich empfehlen, die Bau- gegenstand in den Seminarien müsse er allerdings als lleberlastung be­gehts ihnen wahrscheinlich so wie vor etwa fünf Jahren, wo zwei beamten zur Mitwirkung bei der Schulhygiene insofern heranzuziehen, zeichnen.- Direktor des Bakteriologischen Justituts Dr. Petruschfy. Agitatoren von einigen Aufgeklärten, Eigentümern unseres als diese in Gemeinschaft mit den Schulärzten die Schulräumlich Danzig bezeichnete es als notwendig, die an der Diphtherie erkrankten Orts, die schönste Senge erhielten, worauf sie schleunigst Ferien- feiten von Zeit zu Zeit auf die Bauhygiene zu untersuchen hätten. Kinder auch während ihrer ganzen Rekonvalescenszeit vom Schul­geld gaben; hier würden sie wenig Freude erleben, da unsere Be- Durch ein derartiges Heranziehen zur Wiitarbeit sei der Widerstand besuch fernzuhalten und die Lehrer von Zeit zu Zeit auf Tuberkel­völkerung zum größten Teil tönigstreu ist und bleibt. am besten zu brechen. Der Widerstand liege in der Befürchtung, bacillen zu untersuchen. Es sei bekannt, daß Lehrer nicht selten an Seder ehrlich denkende und handelnde Arbeiter, der sich redlich daß die Schulärzte ein lebergewicht erhalten könnten. Aus diesem der Schwindsucht leiden. In solchem Falle liege stets die Gefahr durch seiner Hände Arbeit ernährt, wird von uns Landwirten ebenso Grunde sei auch ein Zusammenarbeiten von Schularzt und Lehrer der Uebertragung auf die Schulkinder vor. Stadtrat Grimm geachtet, wie der reichste und hochgestellteste Mitbürger, der sich durch zu empfehlen. Die Mißstimmung gegen die Anstellung von Schulärzten Frankfurt a. M. warnte, durch die Schularzteinrichtung eine be­Geistesarbeit ernährt; wer, wie ich selbst, fremdes Brot gegessen, ei durch die übertriebenen Forderungen entstanden. Wenn man die sondere Instanz zu schaffen; er empfehle, wie Oberbürgermeister sich ohne Vermögen durch eigene Kraft emporgefchwungen, weiß Schularztfrage unter Berücksichtigung aller Verhältnisse regele, dann Zweigert bereits vorgeschlagen, den Stadtarzt zum Schularzt redliche Arbeit wohl zu schätzen. Es handelt sich selbst werde auch die vorhandene Mißstimmung schwinden. Der Redner zu machen, und dafür zu sorgen, daß der Schularzt verständlich in meinem damaligen Eingesandt nur um den ehr- wies im weiteren auf folgende, von ihm und dem Mitberichterstatter ebenso dem Lehrer als Berater diene wie der Baurat der losen Verbrecher, der durch socialdemokratische Hezer in Aussicht Dr. med. Paul Schubert Nürnberg aufgestellten Leitsätze hin: Stadtverwaltung. Wenn etwas Ersprießliches geschaffen werden auf die goldene Zukunft, das Versprechen auf baldige 1. Zur Wahrung und Förderung der Gesundheit der Schuljugend ist solle, dann müssen alle Faktoren, Schularzt, Baurat und Lehrer, Teilung der irdischen Güter, dem Baradies auf Erden, verleitet, die Anstellung hygienisch vorgebildeter Schulärzte für alle vom Hand in Hand arbeiten. Dr. med. Deppisch- Oberfranken : wild in den Tag hineinlebt, ohne Rücksicht auf seine Familie Staat, von der Gemeinde oder von Privaten geleiteten niederen und in vielen Dörfern befinden sich sowohl die Schulräume als auch die alles verjubelt und dann durch Roheitsverbrechen dem Ge- höheren Unterrichtsanstalten erforderlich. 2. Die Aufgabe der Schul- Lehrerwohnungen in einem geradezu menschenunwürdigen Zustande, fanguis auheimfällt, ohne in seiner gläubigen Dummheit zu ärzte umfaßt: I. Die leberwachung der gesundheitlichen Ver- deshalb begrüße er die hier geführte Besprechung, die hoffentlich nunen, daß es nur auf seinen Geldfädel abgesehen ist. Würden hältnisse des Echulgebäudes und der Schuleinrichtungen. Dazu beitragen werde, diese Zustände zu beseitigen( auch in Ofte diese Leute nicht so große Geldbeiträge der Socialdemokratie zur II. Die" Beaufsichtigung des Vollzuges der bes Vollzuges der über Hygiene elbien? 9. d.".") mit Freuden. Nach einem furzen Schlußwort Verfügung stellen, so würde nicht Not und Elend in ihrer Wohnung des Unterrichts und der Unterrichtsmittel erlassenen Vor- der Berichterstatter war die Besprechung beendet. Von einer be­hausen, sondern sie würden ein zufriedenes und geachtetes Mitglied fchriften. III. Die Obsorge für die Gesundheit der Schulkinder; stimmten Beschlußfassung wurde Abstand genommen. der menschlichen Gesellschaft sein. Diese Kategorie unserer Mit- und zwar: a) Die Unterstützung des Amtsarztes bei Verhütung Wohnungselend in Dortmund . Der socialdemokratische bürger wird unseres Erachtens nach allerdings nicht durch und Bekämpfung ansteckender Krankheiten; b) die Feststellung förper Verein in Dortmund hat an den Magistrat eine Eingabe gerichtet Humanität, Schutz gegen Frost und Hive, gebessert, sondern am licher Wängel der Kinder zum Zwed fortgejezter Beobachtung oder wegen Beseitigung der herrschenden Wohnungsnot. Darin heißt es erfolgreichsten durch kurze aber strenge Strafe, die Prügelftrafe, besonderer Berücksichtigung beim Schulbetrieb; c) die leberwachung über die Zustände in Dortmund : die deshalb von der socialdemokratischen Zeitung ganz besonders der körperlichen Erziehung, soweit diese von der Schule geleitet wird. Die hohen Mietpreise zwingen die Arbeiter, einen Teil ihrer auf das entschiedenste bekämpft wird, weil diese wohl wissen, daß 3. Größere Gemeinden sollen für ihre Volks- und Mittelschulen aus ohnehin fleinen Wohnungen an Kost- und Schlafgänger herzugeben, durch Besserung der Menschheit ihnen der Boden für ihre auf eigenen Mitteln Schulärzte anstellen, deren Dienstordnung den be- wodurch gesundheits- und sittlichkeitswidrige Zustände geschaffen heyzerischen Bemühungen entzogen wird. Jeder human denkende stehenden gesetzlichen Bestimmungen über die vom Amtsarzt auszu werden. Wenn auch durch die Polizeiverordnung des Regierungs­Mensch sorgt für seine Arbeiter, die mit ihm schaffen und wirken, übende schulhygienische Aufsicht anzupassen ist. In größeren präsidenten vom 16. März 1897 die ärgsten Mißstände auf diesem wohl so viel er irgend kann und ist ja auch thatsächlich Städten empfiehlt sich die Bestellung eines Schul- Oberarztes Gebiet bekämpft werden, so vermag doch natürlich eine Polizei­durch die Unfall, Alters- und Juvaliditäts Versicherung für zum F Swed der Begutachtung und Vorbereitung aller verordnung die Wohnungsnot und ihre naturnotwendigen Folgen, unjern Arbeiterstand gesorgt. der guten alten Zeit, wichtigen und allgemeinen jdulhygienischen Anordnungen und zur als: Raumbeschränkung und lokale Uebervölkerung, nicht zu beseitigen. wo die Löhne halb so hoch waren wie jeẞt, war unser Vermittelung des dienstlichen Verkehrs mit der Schulbehörde. Wenn Auch das in Dortmund allgemein verbreitete Zusammenschlafen der Arbeiterstand zufrieden und glücklich, weil es noch keine möglich ist hierfür der Amtsarzt zu wählen. Jn kleineren und un- Schlafburschen ist ein Beweis des Wohnungselends. Socialdemokratie, Freizügigkeit und höhere Bildung gab. bemittelten Gemeinden hat der Staat für Anstellung einer genügen- Die Wohnungsnot äußert sich aber nicht nur in fast unerschwing Die Landwirte würden trotzdem noch gerne höhere Löhne geben, den Anzahl von Schulärzten zu sorgen. Desgleichen fällt ihm die lichen Mietpreisen. Manchen Arbeitern gelingt es überhaupt nicht wenn sie es mur könnten, die Produkte so viel brächten, daß auch Pflicht zu, für die staatlichen höheren Unterrichtsanstalten Schulärzte mehr, selbst das allerbescheidenste Unterkommen zu finden. Wie man ihnen etwas übrig bliebe, denn Geben ist seliger als Nehmen, aber anzustellen. Privatschulen sind den am Orte thätigen städtischen uns mitgeteilt hat, sollen am 1. August 40 bis 60 Familien in woher nehmen? Für alle Stände unserer Monarchie, Arbeiter-, oder staatlichen Schulärzten zuzuweisen. Wenn bei staatlichen oder Dortmund obdachlos gewesen sein. Auch verschiedene hier arbeitende Lehr- und Wehrstand ist für das Alter gesorgt, wer aber sorgt städtischen Unterrichtsanstalten oder Schulgruppen besondere Auf- Familienväter haben ihre auswärts wohnenden Familien nicht nach für unser Alter, den Nährstand?( Landwirtschaft und Handwerker- fichtsräte, Kuratorien, Schultommiffionen oder dergleichen bestehen, Dortmund kommen lassen können, weil sie feine Wohnung auf­stand). In absehbarer Zeit wird, wie einer der Herren Abgeord- so muß der zuständige Schularzt oder Schuloberarzt darin Sig zutreiben vermochten. Ein Familienvater mußte die Seinen als neten richtig bemerkt, der Nährstand aufgehört haben zu existieren, ind Stimme haben. 4. Der centralen Schulbehörde des Staates obdachlos der Armenverwaltung übergeben, während der lezte Bauer tommt dann in die Raritäten oder der Provinzen sind tüchtig vorgebildete ärztliche Hygienifer zwungen ist, allabendlich in die Herberge zu wandern. Durch die tammer. Für humane Behandlung Behandlung unsererseits spricht als vortragende Mäte für Schul- Gesundheitspflege in genügender Wohnungsnot wird also direlt der Bestand zahlreicher Familien wohl am besten der Umstand, daß wir jetzt noch Personal Bahl beizugeben. Ihnen fällt die Vorbereitung und Ueberwachung gefährdet und es werden viele Existenzen der Verarmung durch die haben, ob nächstes Jahr, ist fraglich, da hier auch einen aller Verfügungen über die Hygiene der Schulgebäude, der Schul- unwirtschaftlichen Verhältnisse, unter denen sie leben müssen, preis. Teil der Arbeiter die Wanderlust erfaßt, nach Berlin , Stettin , West- einrichtungen, des Unterrichts und der Schüler, besonders aber der gegeben.

Es wird übrigens noch bemerkt, daß über diese Uebelstände fchon sehr viel geschrieben und gesprochen ist, aber noch nicht das geringste gethan. Pecholz, Bauer."

Mospiz, 19. August.

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falen 2c. Entfernung ist ja jetzt fein Hindernis mehr, gefällts ihnen weitere Ausbau des törperlichen Erziehungswesens zu. Sie haben Die Eingabe richtet an den Magistrat das Ersuchen, für Cr­in der Fremde nicht, min da war's eine Vergnügungsreise, das ist ferner in bestimmten, nicht zu langem Turnus sämtliche höheren richtung von Arbeiterwohnhäusern für je zwei oder vier Familien i der Fortschritt unserer Zeit. Daß manchem das Reisefieber auch Schulen, Bolts- und Privatschulen ihres Bezirks einer eingehenden aus Gemeindemitteln zu wirken, in denen Wohnungen zu dem einer Schaden bringen kann, zeigt hier folgende wahre Begebenheit: Im Revision zu unterziehen. Endlich sollen sie für die Leiter aller Verzinsung von 2 Proz. bis 8 Broz, entsprechenden Preise abgegeben Frühjahr d. Js. zogen zwei junge Senechte nach böswilligem Berlassen Schulen Fortbildungskurse veranstalten und über die Wirkung der werden sollen. Die Wohnhäuser sollen jedoch nicht zu Arbeiter­ihres Dienstes mit gefülltem Ränzel gen Westfalen, wo sie aber Schule auf die Gesundheit von Lehrern und Schülern zweddien- tolonien zusammen gebaut werden, weil das etwas für die Ar­statt der gehofften goldnen Berge nur schwere Arbeit, die ihnen an liches Material sammeln. 5. Die Lehrer und Lehrerinnen an allen beiter Entwürdigendes habe und an die berüchtigten Judenviertel die Nieren ging, vorfanden; der eine kam, nachdem er sich von Schulen sind hygienisch vorzubilden; hierfür sind die Lehrer- erinnere.