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begründung mit Energie und schlug anf den Tisch. Es wird amal a der beste Zeug hin; das muß er wissen, und' s is kei Schand net für a Brauerei, wann's sich bei Zeiten na'm bessern Zeug umschaugt."

Er waß' s schon, aber er traut si nix zum sagen." drill call" Na' is er a Viech," erklärte Alois ohne Zögern. Und wann er net' s Maul aufthut, na thu's i, und heut no." red amal mit' m Buchhalter-" begann Kastl , aber Mois brach ihm hinein: #m " Ipfeif Der auf Dein Buchhalter. Draußt sißt der Alte fel'm. Zu dem gehn i hi."

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Wer, der Ebelein?" Natürli!"

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Agathe in ihrer munteren Unschuld lachte auch noch und freute fich gar darüber, ja sie hatte sich vom Kastl ganz weg gedreht, so daß dieser von ihr nur eine der rundgewordenen Schultern, den linken Arm und das linke Ohr genießen" konnte, alles übrige gehörte jetzt den kleinen Schweinsäugeln des Herrn von Haas.

Aus der

Aus der musikalischen Woche.

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fchiedenheit der vorhandenen musikalischen Schäße hinter uns auf­Je weiter sich bei fortschreitender Zeit die Masse und Vers häuft, und je massenhafter dementsprechend die tägliche Re­produktion dieser Schäße in Oper und Konzert wird, desto mehr ers höht sich die Schwierigkeit, all dem Vorhandenen so verschiedentlich gerecht, ftilgerecht" zu werden, wie es gerade bei der sonst so ge­steigerten Leistungsfähigkeit der künstlerischen Kräfte von heute möglich wäre. Beethovensche Quartette, Riesenoratorien großen Buges, Jubiläumsaufführungen usw. all das rauscht so mit halbem Eindruck und halber Eindrudslosigkeit alt ins vorüber. Am 21. dieses Monats werden es fünfzig Jahre sein, daß der Größte im Reich des deutschen Der Kastl überlegte; das war ja eine Gelegenheit. Der hat, und wohl nur Singspiels, Lorking, sein fümmerliches Dasein geschlossen irgend eine notdürftige Aufführung Alte, das heißt der Besitzer des Hollerbräu, hatte, dank wird mit gleichem Gang wie immer an diese Kalenderfache dem Oheim Ringelmann, in letzter Zeit öfter vom Kastl erinnern. Die Todestage zweier andrer, wenn auch mehr historischer" gehört, und zwar nur Gutes. Und der Gärführer war lange Größen aus der Entwicklungsgeschichte der Oper, sind nun gar, wie nicht so gut angeschrieben bei ihm, als der jüngere, aber es scheint, gänzlich ohne Erinnerung vorübergeflogen: der himderifte tüchtige Raftl. Das wußte dieser selbst. Wie, wenn man imarosas am 11. und der fünfzigste Spontinis am jekt auf dem neutralen Terrain des Nockherbergs ihm 14. d. Mts.; wenigstens das Gedenken an diesen Komponisten, der wegen der mangelhaften Fruchtbarkeit der im Hollerbräu zur die Vorgeschichte von Wagners Schaffen nicht ohne Bedeutung ist, für Berlin einst lange Zeit der musikalische Häuptling war und für Berwendung kommenden Hefekulturen einen Floh ins Ohr hätte unser fönigl. Opernhaus zu einer entsprechenden Rückschau be­sette? Wurde das Zeug trotzdem beibehalten, desto besser, wegen können. Allein mit all dem ist ja nicht viel gethan. Wir denn dann mußte es fich deutlich und deutlicher erweisen, bedürfen einer solchen Aufraffung der Mufitpflege, die daß er, der Kastl , recht gehabt hatte.- Aber es war jeder vergangenen Größe von gegenwärtigen gar nicht andrerseits ein Wagnis, so unter die Gewappelten zu treten au reden gerade das giebt, was ihr gebührt, und sich Herrn Ebelein auf ein paar Worte abseits zu und dazu auch dem Hörer giebt, was ihm gebührt. Nächst bitten. Darum überlegte sich's Kastl noch einige Schluck der Oper ist das Oratorium, das geistliche" wie das weltliche", länger. Und dann tam wieder ein Lied, das sie alle mitfangen. wohl die Mufifgattung, die am meisten eine besondere, aus dem Alltagsgetriebe herausgehobene Pflege braucht. Etwas wie ein Und dann kam ein Haufierer mit kleinen Affen, die an einer Oratorien- Bayreuth " würde eine ehrenwerte Bereicherung unfrer Schnur aufwärts friechen konnten, trotzdem sie aus Holz und Mufitpflege sein. Und zwar schon deshalb, weil das Oratorium Pappe waren. Raftl faufte einen und wandte sich zur Agathe einer viel größeren Konzentriertheit und Selbstthätigkeit des Hörers herum, ihn ihr zu schenken. Aber da hatte sie schon bedarf, als ein gewöhnliches Konzert, und ihrer in gewissem Sinne einen! Denn der Herr von Haas, ihr rechter Nachbar, war auch mehr bedarf, als eine Oper. Wir haben gestern dies gehört bereits so frei gewefen; der Kerl, der zuwidere! und werden morgen jenes hören, wir sind tagsüber unsren Ge­schäften oder Unterhaltungen nachgegangen, und nun kommen wir halb gespannt, halb abgespannt in ein Konzert des Philhar­monischen Chors". Die auch zu diesen Konzerten auss gegebenen, im wesentlichen fo dankenswerten Programım bücher, die leider nicht beizeiten sondern erst unmittel bar vorher ausgegeben werden, müssen mi!!! erst in drangvoller Enge erobert werden, und dann braust über jeden, der jed Der Herr von" Haas war gegenwärtig, als neuefter nicht anderweitige eigne Studien machen konnte, das Kunstwerk im Bereich des Hollerbräu, zum Faßwaschen verdammit, aber hinweg. Diesmal war es ein auch der äußeren Dauer nach über­er spielte trotzdem den feinen Herrn, und deswegen hieß er großes Werk, der Christus" von Lisal. Die Bedeutung dieses stets der Herr von". Keiner mochte ihn recht leiden. Er der Meinungen". Sicher ist eines: daß Liszt auf dem Gebiete der Komponisten steht noch mehr als etwa die St. Wagners im Streit war ein echter Pfälzer und Absolvent einer höheren Brau- firchlichen Komposition verhältnismäßig am wenigsten von dem ent Akademie, also aus beiden Gründen tausendmal gescheidter faltet, was ihn jenem Streit ausfekt, und am innigften musikalisch als alle andern zusammen. Denn von den vielen mehr zu uns spricht. Sein" Christus" ist wohl das bedeutendste Zeugnis oder weniger hellen Köpfen jener Speyerer Akademie war dafür, ein gewaltiges Stüd seiner Lebensarbeit, der vielleicht Haas stets derjenige gewesen, der am lautesten, längsten bündigste Ausdrud feines Strebens nach einer religiösen Erhebung und am verwickeltsten zu sprechen gewußt hatte. Der über irdische Freuden und Leiden, die er doch selber in seinem künstlerisch Direktor hatte ihn daher mit einem so glänzenden und persönlich so reichen Leben mitgemacht, gewirkt und dargestellt Zeugnis entlassen, wie nur irgend möglich, und mit bat. Und doch iſt ſein Chriftus" nicht so transfcendent", wie man etwa erwarten möchte, und wie uns zum Teil selbst die ähnlichen Werke Recht. Denn da anerkanntermaßen die Lehrpläne von Haendel und von Bach, das Requiem von Berlioz und andre folcher Brau- Akademien einfach alles und noch einiges derartige Schöpfungen ansprechen. Die wohl wertvollsten Stellen mehr umfassen, was von Erfahrung und höherer Theorie im feines Werts sind einerseits die, welche der Marienlyrik" und andrer­Brauwesen seit der Erfindung des Gerstensaftes in Menschen- feits die, welche den Bildern aus der äußeren Christusgeschichte schädeln sich angesammelt hat, und da im Laufe des Jahrs gewidmet find. Dort handelt es sich um die zwei alten Hymnen all dieses ungeheure umfassende Wissen in die Köpfe der Stabat Mater "; in ihre neue Bertonung, die doch wie es int Schüler pardon, Studierenden!- übergeht, so braucht Christus" überhaupt geschieht manches firchlich Traditionelle man nur ein Jahr fleißig und aufmerksam zu sein, um dann übernahm, hat Liszt so viel musikalische Erfindungs- und Ausdrucks­fraft gelegt, wie nicht bald anders wohin. Dazu kommen dann die beim Examen wie ein Buch reden zu können. Und das verschiedenen pastoralen und festlichen Scenen u. dgl. Daneben aber konnte der Haas; von der Qualität der Braugerste stehen Partien, deren Breite schon absolut genommen, dann aber an bis zu den neuesten Kühlvorrichtungen des Lager- besonders im Verhältnis zur Dürftigkeit des thematischen tellers hatte erden ganzen Kram im Kopfe. Er Inhalts so schwer erträglich sind, daß man nachgerade sein belehrte die erstaunten Kollegen vom ersten Tage an Hörerschidsal verwünschen möchte. So schon die Orchestereinleitung; lächelnd, mit sichtbarem herablaffenden Wohlwollen daß so auch zum Teil das Hirtenspiel an der Krippe, die in der Haupt­Kaltboden der beste Platz für Gerste sei, daß die beste fache sehr finnige Stelle von den heiligen drei Königen und mehreres Hannagerste nicht im mindesten an Chevaliergerste hinan- der Seligkeiten" und vielleicht am allermeisten die unglückseligen andre; so ganz besonders die unabsehbar ausgedehnten Recitative reiche, die ja bekanntlich" jezt in Straßburg den ersten Preis Verfuche, die Gründung der Kirche" und das Paternoster" must­erhalten habe, denn sie wog 75 Stilo per Hektoliter; dabei talisch darzustellen. Liszt will durchaus der Künstler des Aus­hatte er unnachahmlich verachtungsvoll ein Gerstenkorn, das druds sein, und es hat etwas tief Rührendes, sowohl in seinem er prüfend angesehen und zerbissen, weggespuckt. Dann hatte Leben wie in seinem Schaffen das Ringen einer großen Persönlich er sich über die Vorzüge des kroatischen und des slawo- feit und eines zum Teil beträchtlichen fünstlerischen Könnens mit­nischen Faßholzes ausgelassen und mitleidig gelächelt, als er anzusehen, ein Ringen nicht nach Herrschaft, sondern nach Unter­entdeckte, daß man beim Hollerbräu noch einfaches östreichisches ordnung aller Mittel unter die Verwirklichung oder Beranschau­Allzu spärlich sind diese Mittel Bech zum Auspichen gebrauchte, statt das Holz zu paraffinieren lichung idealer Gedanken. gar oft; und was wir Konzertbesucher dazu thun tönnen, oder doch wenigstens dem Pech amerikanisches Kolophonium um uns durch sie in den Glauben an das Auszudrückende zuzusetzen. How do Casting used to bersetzen zu laffen, ist erst recht wenig. Und ob es unter andren ( Fortsetzung folgt.) ando ad jus dun als den alltäglichen Konzertverhältnissen anders wäre, wer weiß es? Herrn Professor Siegfried Oechs und seinen zehn folistischen

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