Und darf ich Sie um etwas bitten?" " Ja.".

COMING

" Und Sie versprechen, mir alles zu erfüllen, um was ich Sie bitte?"

ch kann mir nicht denken," entgegnete sie, daß Sie etwas fordern werden, was ich nicht erfüllen kann." Nein, nein," wehrte er rasch ab, ich verlange nichts Unbilliges.'

Gut, so sprechen Sie."

" Ich bitte Sie, heute abend mit mir zu speisen. Ich möchte heute abend mit Ihnen auf meine Zukunft anstoßen." " Die Zukunft ist etwas so Dunkles und Geheimnisvolles man soll sie nicht herausfordern!" antwortete sie nach langem Schweigen.

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Ich fordere sie heraus! Meine Zukunft ist hell und licht. Bitte, sagen Sie nicht nein, sonst nehmen Sie mir meinen Glauben."

Sie wurde auf einmal ganz blaẞ.

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Konstruktionsteil, der schon aus praktischen Gründen freiliegen muß, den Augen entziehen zu wollen! Das Abführen des Regens vom Dache nach den unter Terrain liegenden Rohrleitungen bildet eine zu wichtige Funktion dieses an der Front des Hauses liegenden Organs, Architekten haben denn nun auch in den letzten Jahren wirklich den als daß man so gleichgültig darüber weggehen sollte. Einige wenige Mut gehabt, die Regenrohre aus ihrem Versted hervorzuholen und fie breit und offen auf die Frontmauer zu legen. Sie haben ihnen auch durch Kannelierungen, Rippen, Bänder, Kleine Rosetten und dergleichen einen nicht gerade bedeutenden, aber doch immerhin ge­fälligen Schmuck gegeben und so den Anfang zu einer Entwidelung nach dieser Richtung hin gemacht. Andere Architekten haben mit bielem Geschick die über dem Hauptgefims liegende Rinne zum Auf­dem vertikal abfallenden Regenrohr in architektonischen Zusammens fangen des von den Dachflächen herabkommenden Regenwassers mit hang gebracht. An der Stelle, wo die Dachrinne mit dem Abfallrohr zusammenstößt, sammeln sich die Waffermengen, so daß bei großen Regengüssen, d. h. bei gefülltem Abfallrohr, häufig ein Ueberschießen des Wassers borkam. Es war nun ganz folgerichtig, an dieser Stelle die Dachrinne tastenförmig zu erweitern und auch dem an

" Ich möchte wohl wissen, was ich in Ihrer Zukunft schließenden Abfallrohr eine kesselförmige Ausbauchung zu geben.

bedeute.

"

Die Erfüllung meines Lebens!"

" 1

Sie entzog ihm mit einer schnellen Bewegung ihren Arm. Sprechen Sie so etwas nicht aus," sagte sie hart. Das find große Worte, die man im Taumel hervorstößt und nicht zu erfüllen vermag, wenn man erwacht."

,, Sie trauen mir nicht?" fragte er bitter. Ach, Fräulein Anders, warum soll man nicht im Taumel handeln? Was ist das ganze Dasein ohne die große Stimmung, die einen höher trägt und start macht?"

" 1

Menschen, die nur im Rathause start sind," sagte Grefe, soll man aus dem Wege gehen."

"

( Fortseßung folgt.),

( Nachdrud verboten.)

Kunft- Klempnerei.

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Kunstflempnerei!" das Wort dürfte selbst denen, welche mit den kunstgewerblichen Bestrebungen unserer Zeit wohl vertraut sind, nicht geläufig sein. Künstler und Kunstfreunde haben der Klempnerei nicht das Interesse zugewandt, welches sie wohl verdient hätte; sie haben fast all ihre Liebe für die künstlerischen Werke der Innendeko­ration ausgegeben. Aber die Klempnerei ist einer fünstlerischen Durchbildung durchaus fähig, und sie würde sich, dank ihrer aus­gezeichneten technischen Mittel, ebenso hervorragend wie die Schmiede­kunst entwickeln, wenn man ihr nur etwas mehr Gunst beweisen wollte. Man braucht nur die letzten Jahrgänge der Kunst- und Kunstgewerbe- Zeitschriften zu durchblättern, um sich zu überzeugen, daß man während der großen kunstgewerblichen Bewegung der letzten Jahre den Arbeiten des Klempners auch nicht das geringste Interesse zugewandt hat.

Es ist wenig Aussicht vorhanden, daß die aus Blech gefertigten, meist untergeordneten Geräte für den Haushalt jemals gefälligere Formen erhalten werden, weil diese äußerst wohlfeilen Gegenstände fast nur noch auf maschinellem Wege durch äußerst sinnreiche und voll­tommene Blechbearbeitungs- Maschinen gefertigt werden. Der täg­liche Gebrauch hat diesen Gegenständen die praktische Form gegeben, und es fehlt offenbar an einem Publikum, das auf die Durchbildung oder Deforation dieser Geräte irgend welchen Wert legt. Gegen stände aber, welche immer wieder in ganz bestimmten bequemen Formen verlangt werden, eignen sich vortrefflich zur fabrikmäßigen Herstellung durch Maschinen, und so haben auch die Fabriken dem Klempner fast die ganze Gefäßfabrikation aus den Händen genommen. Dieser bezieht selbst wie jeder Kaufmann die Büchsen, Kaffeekannen, Dosen usw., um den Ansprüchen seiner Kunden zu genügen, fertig aus der Fabrik. Manche reicher ausgestatteten Stüde , namentlich aus Kupferblech, werden wohl noch bisweilen durch den Klempner ge­fertigt; aber folche Aufträge sind doch nur vereinzelt und ohne großen Einfluß auf die künstlerische Durchbildung der Hausgeräte. Wir dürfen nicht vergessen, daß jedes edlere Stück des Haushaltes in Silber getrieben oder in Bronze gegossen wird. So mag es be­greiflich erscheinen, daß eigentlich nur die Bauklempnerei eine fünft­lerische Entwickelung durchgemacht hat; aber auch im Bauwesen wird fie mehr als stiefmütterlich behandelt.

Wenn wir uns die mit Zink oder Kupfer eingedeckten Dach­aufbauten, die Rinnen, Gesimsbekleidungen, Regenabfallrohre und dergleichen an modernen Häusern betrachten, so finden wir, daß in den meisten Fällen nicht einmal der Versuch zu einer künstlerischen Durchbildung gemacht ist, daß man sich mit der Anwendung der nüchternen Formen, wie sie die Konstruktion ergibt, begnügt hat. Und doch sind diese Formen meist in der Architektur se störend, daß man sie zu verstecken oder durch Anstriche unkenntlich zu machen sucht. So legt man z. B. die Regenabfallrohre, welchen man in ganz mecha­nischer Weise stets die kreisrunde Form gibt, in Mauerschliße, das mit fie nur ja nicht vor die Front vortreten und die Wirkung der Baffade herabdrücken. Welch törichtes Bemühen, einen wichtigen

Das gibt nun schon Gelegenheit zu einer recht reizvollen und ab= wechselungsreichen Gestaltung des Rinnenanschlusses, zu einer feinen Schweifung des Rohres und zu einer ornamentalen Durchbildung der Hier entstehenden breiteren Flächen, möge dieselbe nun durch Stanzen, Prägen, Biehen, Drücken oder durch sonst eine der mannigfachen Methoden der Blechdekoration erreicht werden. Einige besonders fluge Leute haben diesen Anschluß mit einem in Zint getriebenen Wasserspeier geschmückt, d. h. mit einem jener schönen, drachenartigen Ungeheuer, welche in minder kultivierten Zeiten wirklich zum Aus­speien des an dieser Stelle fich sammelnden Regenwassers dienten und an einigen alten Kirchen noch heut dieser Aufgabe zu entsprechen haben. Dieser Kleine Wasserfall ist unter Umständen recht hübsch, wen auch für die Passanten gerade nicht angenehm. Wo aber das Regenwasser in der Tat nicht ausgeschüttet, sondern wohlversorgt im geschlossenen Rohre der Kanalisation zugeführt wird, erscheint mir das Fabeltier mit seinem weitaufgerissenen Maul ebenso drollig ats überflüssig. Der Wasserspeier der Regenrinne ist ein Anachronismus; es ist an der Zeit, andere Dekorationsmotive zu wählen, welche der modernen Regenrohrleitung entsprechen. Wir müssen uns gegen dieses gedankenlose Uebernehmen toter Organe in die moderne Ar­chitektur entschieden auflehnen; jede neue Konstruktion verlangt auch einen neuen dekorativen Ausdrud. Jedenfalls müssen die dekorativen Elemente in einem finngemäßen Zusammenhang mit dem Gegenstand selbst stehen und nicht willkürlich gewählt sein. Warum sollte nicht die Bewegung des Wassers in der Dachrinne nach dem Abfallrohre zu wie das Abfallen des Wassers in diesem ornamental ihren Ausdruc finden können? Wie wird auf diesem Gebiete gefündigt! Sogar in 3ink getriebene Tierköpfe, ähnlich denen, welche den unvermeidlichen Bestandteil von Türklopfern bilden, kann man als Dekoration der Dachrinnen sehen. Sollten das am Ende auch verkümmerte pen= fionierte Wasserspeier sein?

In ziemlich umfassender Weise werden für Gesimse, Dachreiter, Türme, Balfone usw. Architekturteile aus Zink - bezw. Supferblechen verwendet, aber das merkwürdigste ist, daß man für diese Architektur­glieder die Formen der Steinarchitektur enteynt hatte. Das zeigt zu deutlich, daß die Aesthetiker das ganze Gebiet übersehen haben. Man scheint der Ansicht zu huldigen, daß dieses Material, welches so häufig zur Bekleidung von Holz, Stein- und Eisenkonstruktionen verwendet wird, eines selbständigen Charakters entbehren könne. Wenn man aber z. B. daran denkt, daß solch ein mit Stein­profilierungen versehener Dachaufbau, ein Türmchen oder ein Dach­reiter, in Wahrheit ganz leicht nur aus Zink und Holz konstruiert ist und auf dem Dachgespärre ruht, so wird man sofort einsehen, wie wenig die schwere Steinarchitektur hier am Blake ist. Derartige Formen werden oft selbst v tüchtigen Architekten mechanisch nach­gebildet, und der Klempner wagt es natürlich gar nicht, sich gegen Die Vergewaltigung seines Materials aufzulehnen. Wenn man aber sieht, wieviel Wiz darauf verschtrendet wird, diesen Türmchen, Dach­häuschen und Dachreitern eine leichte und gefällige Form zu geben, fo müßte man die in jedem Falle schwer wirkende Steinarchitettur unbedenklich über Bord werfen und die Architektur der Dach­befrönungen ganz und gar aus dem Material entwickeln. Das Cha­rakteristische der Bleche besteht namentlich in ihrer großen Elastizität und Biegsamkeit. Es entspricht also sehr wohl unserem ästhetischen Empfinden, wenn derartige Bleche zur Eindeckung von Kuppel- und Helmdächern so verwendet werden, daß sie aus lauter Wölbungen, Schweifungen und Kehlungen bestehen, die sich nach oben hin immer leichter entwickeln, um schließlich in einer Spike, einer Kugel, einem Knopf zu endigen. Hier haben wir eine Architektur, welche der allen konstruktiven Formen sich leicht anschmiegenden Beschaffenheit des Bleches durchaus entspricht. Aber diese Dachformen sind meist nichts anderes als Kopien oder Modifikationen ausgezeichneter alter Vorbilder. Was zwingt uns aber, dabei stehen zu bleiben? Man sollte die Kunstflempnerei nicht im wesentlichen auf die Turm­architektur beschränken, sondern auch moderne Blechkonstruktionen, für welche uns unsere Vorfahren teine gefälligen Formen überliefern fonnten, zum Gegenstand eines eifrigen Studiums machen, um aus dem trefflichen Material herauszuholen, was darin steckt. Es gibt ja kaum noch einen anderen Beruf, der über so reiche Arbeitsmittel verfügt, wie die Klempnerei. Viele der vortrefflichsten Werkzeug­