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Nr. 125.

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Vorwärts

Berliner Volksblatt.

17. Jahrg.

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Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands .

Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2.

Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508.

Der südafrikanische Krieg

Freitag, den 1. Juni 1900.

Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121.

Ob es aber zum Guerillatrieg kommen wird? weiteren Vorstoß verzichteten und sich mit der fehlerhaften Tattit Die wirtschaftlichen Zustände der Boerenfreistaaten sprechen der Defensive begnügten. Hätte es, statt sich nicht genug über diesen Unverstand, diesen befindet sich allem Anschein nach in feinen letzten Zudungen. Es faum dafür. Der Guerillakrieg verträgt sich nicht mit dem Kapita­fcheint zweifellos, daß fich Lord Roberts , dem einzigen englischen lismus und bürgerlich- behäbiger Wohlhabenheit, wie sie dort vor: Kleinnut der Voeren zu wundern, nicht viel näher gelegen, eins Feldherrn, dem in dem blutigen Ringen um die Niedertverfung der handen ist. Macau lay in seiner Geschichte Englands erklärt, daß mal an der Hand der Thatsachen die Kampfbedingungen der ersten der beiden Parteien etwas näher zu untersuchen, um so etivas beiden Boeren- Republiken die früheren Kriegslorbeeren nicht zerzauft die Schotten im fiebzehnten Jahrhundert und worden sind, in diesem Augenblid bereits die Thore Johannesburgs Hälfte des 18. ihre periodischen Grenz- und Raubkriege nur deshalb wie einen bernünftigen Grund für das befremdende Ver Statt sich dieser keines­geöffnet haben. Damit wäre nicht nur die englische Börse, führen konnten, weil sie in elenden Strohhütten lebten, die fie, nach halten der Boeren zu entdecken? sondern auch das internationale, nicht in letter Linie auch das deutsche deren Niederbrennung, durch die strafenden Engländer, famt Mobiliar wegs mühevollen Arbeit zu unterziehen, fabelte man jedoch das Minenkapital von einem schweren Alpdruck befreit. Zwar turfierten in ein paar Wochen wieder herstellen konnten. Die spanischen Blane vom Himmel herunter über das strategische Unvers noch in den letzten Tagen die Gerüchte, daß die Boeren Johannes- Guerilleros, die gegen Napoleon fämpften, hatten nichts zu vermögen der Boeren, deren Fertigkeit im Schießen man sonst die burg nicht räumen würden, bevor sie die Minen zerstört und die lieren und lebten im englischen Sold besser, als sie je vorher ge- unglaublichsten Wunderdinge nachrühmte. Und als sich, nachdem die Lage der Boeren wegen der allzu erdrückenden Nebermacht der. Stadt in einen Trümmerhaufen verwandelt haben würden, indes lebt hatten. haben die Boeren von diesem äußersten Schritt doch Abstand Der Versuch Gambettas, 1870/71 den Wollstrieg gegen die Engländer, die allmählich 6, 8, ja 10 Mann gegen einen Boceren ins Feld genommen, Ganz ohne Kampf, wie es nach den gestrigen fiegreiche deutsche Armee zu organisieren, scheiterte obgleich mili- zu stellen hatten, eine verzweifelte geworden war, infolge der Meldungen den Anschein hatte, haben die Boeren Johannes- tärisch staunenswertes erreicht wurde an dem Eigentumsfium der Aussichtslosigkeit des Kampfs im Boerenlager die Bande Jeffäriſch burg freilich nicht geräumt. einem Telegramm des französischen Bauern, die vor den Franktireurs größere Angst hatten der Disciplin mehr und mehr loderten, da jauchzten die waderen Lord Roberts vom 30. hat der Kommandant von Johannesburg als vor den deutschen Truppen, die, wenn die Einwohner sich ruhig Schwärmer für den militärischen Drill ihr Heureka" in die Winde: den Engländern die Uebergabe der Stadt zwar zugefichert, Lord verhielten, ihr Eigentum schonten, das Dorf aber in Brand stedten, Die Disciplinlosigkeit, dies Grundübel aller Volls­Roberts jedoch gebeten, den Einzug in die Stadt umm 24 Stunden wenn ein Franktireur darin betroffen wurde. Aehnlich mag es jegt armeen war es, das den Boeren die Möglichkeit der ge­botenen Offensive nahm hätte statt der Boerenarmee eine aufzuschieben, da sich noch viele bewaffnete Burghers in der Stadt in Transvaal seien, obgleich wir noch keine Nachrichten haben. befänden, deren Abzug abzuwarten rätlich erscheine. Er, Roberts, Wie dem aber sei: es ist durchaus ungerechtfertigt, aus der gleich große Drillarmee den so oft geschlagenen Engländern gegen habe diefer Bitte denn auch zur Vermeidung von Ruheftörungen in Thatsache, daß die Boeren jegt, nachdem sie sich von der folossalen über im Feld gestanden, so wäre es um die besiegten englischen der Stadt willfahren zu sollen geglaubt, namentlich da auch die Ueberlegenheit der Engländer überzeugt haben, ihren Widerstand Armeen geschehen gewesen! Hügel der Umgegend erst noch von Boerenabteilungen hätten ge- nicht zum Aeußersten fortsetzen, auf eine Minderwertigkeit des Miliz fäubert werden müssen. systems schließen zu wollen. Die Boeren sind wohlhabende Leute und der Mensch sezt erfahrungsmäßig sein Leben leichter aufs Spiel als sein Eigentum. Die Engländer befolgen heute in Transvaal genau dieselbe Taktik wie die Deutschen während des legten Krieges in Frankreich . Sie schonen das Eigentum, wenn fein Widerstand ge­leistet wird und brennen die Farmen erbarmungslos nieder, wenn dort oder in der Nähe sich Feinde zeigen. Wird diese Taktik auch hier Erfolg haben? Es wird sich bald zeigen. Möglich wäre es vielleicht, daß sich Trümmer der Boerenarmee in die unzugängliche Lydenburger Gebirgsregion zuriid ziehen würden, um dort trokig, gleich den Ostgoten am Vesuv , den Todestampf zu kämpfen. Der Vergleich hinft freilich, denn die Ost goten führten all ihre Habe mit sich, während die Boeren ihre Habe der Wut der Feinde preisgeben würden.

Am 29. hat nach weiteren Telegrammen erst ein ziemlich heftiger Kampf zur Zurückwerfung der Boeren bei Florida westlich von Johannesburg stattfinden müffen. Die Boeren segten dem mit Artillerie und Infanterie angreifenden General Hamilton hartnädigen Wider ftand entgegen und wurden erst bei Eintritt der Dunkelheit von den Gordon­Hochländern aus ihren Stellungen vertrieben; nordöstlich von Johannes­ burg fand ein Kampf des Generals French mit Boerenabteilungen statt. Es gewinnt nach alledem den Anschein, als ob die Voeren sich denn doch noch nicht in einer derartigen Auflösung befinden, daß sie zum ferneren Widerstand, namentlich zur Verteidigung von Pretoria völlig außer stande feien.

Diefen thörichten Fabeleien gegenüber ist es denn doch notwendig. einmal die nüchternen Thatsachen sprechen zu lassen.

Weber­

weite

Wenn man aber diese Thatsachen ihre einzig beweisträftige Sprache fprechen läßt, so ergiebt sich, daß die Boeren im Anfang des Strieges deshalb die Offensive ergreifen fonnten, weil fie die oder doch mindestens teiner Uebermacht befaßen macht gegenüber standen, daß sie aber im zweiten Teil des Krieges deshalb deshalb in der Defensive zu verharren weil die Engländer ihnen gezwungen waren, aus überlegen waren und weil die in der englischen Offensive erlittenen Verluste der Engländer zwar fchwere Schlappen waren, aber feineswegs die Auflösung der geschlagenen Truppentörper zur Folge hatten, die den in der Minderzahl befindlichen Boeren ganz allein die Möglichkeit des Ueber gangs zur Offensive gegeben hätte! Bahlen beweisen!

Ob die Boeren freilich nicht Pretoria dennoch preisgeben werden, läßt sich schwer sagen. Pretoria , das ohnehin durch Ueber die Frage, was die Boeren troß ihres schließlichen Unters einen Kranz starter Forts qut befestigt ist und sich unter Die folgenden Zahlen sind dem jedenfalls nicht zu beanstandenden dem Schutz einer schweren Artillerie, darunter mehrere Long Toms" liegens als Soldaten geleistet haben, wird das abschließende Urteil auf Monate hinaus würde halten können, soll auch in der letzten erst später, nachdem alle Ereignisse. befreit von tendenziöfer Ent- Werte Der Krieg in Süd- Afrika ", bearbeitet von Alfred Zeit durch Aufwerfen neuer Echanzen noch widerstandsfähiger ge- ftellung der einen und der andern Seite, dem objektiven Beurteiler von Müller, Oberlieutenant im 1. Hanseatischen Infanterie­macht worden sein. Es fragt sich nur, ob die Boeren die Beschwerden klar vorliegen werden, gefällt werden können. Ganz thöricht Regiment Nr. 75, entnommen. In dem Kampf bei Gras Plan am 24. und 25. November einer solchen Belagerung, die an dem Ausgang des Kriegs nicht das ist es aber, zu behaupten, daß die Niederlage der Boeren der Volkswehr, des Milizsystems standen 10 500 Engländer unter General Methuen 1500-2000 Boeren geringste würde ändern fönnen, auf sich nehmen werden. Dr. Leyds das Fiasto In dem folgenden Exkurs erbringen wir gegenüber. Die Engländer wurden geschlagen. soll die feste Hoffnung hegen, daß man Pretoria nicht ohne ernstesten erwiesen habe. als ob die Boeren langwierigen Widerstand in die Hände des Feindes fallen lassen den Nachweis, daß die Darstellung, vird, allein derartigen Ansichten ist nicht allzuviel Bedeutung bei durch ängstliches Vermeiden der Offensive den Ans­gumeffen. gang des Kriegs verschuldet hätten, mit den Thatsachen im schreiendsten Widerspruch steht. Die weiteren politischen und friegs­technischen Konsequenzen aus dem Boerenkrieg werden zu geeigneter Beit von uns mit aller Echärfe gezogen werden.

Das Schicksal der Boeren- Republiken ist endgültig besiegelt und kein Heldenschauspiel vermag an der Annexion der beiden Republiken mehr etwas zu ändern. Die Sache der Boeren wäre nur dann aussichtsvoll gewesen, wenn es ihnen gelungen wäre, die Afrikander der Kapkolonie zum allgemeinen Aufstand zu bewegen und die Engländer, bevor die weiteren Nachschübe von England eingetroffen waren, derartig in die Enge zu treiben, daß England fich genötigt gefeben hätte, sich von den Boeren die Friedens bedingungen diktieren zu laffen. Diese Hoffnungen find ebenso wenig hr Erfüllung gegangen, wie die Hoffnungen auf eine Intervention der Mächte. Ohne diese glücklichen Zufälle erschien die Lage der kleinen Boerenstaaten dem riesigen England gegenüber von vornherein aussichtslos, wenn auch die Boeren in der ersten Hälfte des Feldzugs eine Geschicklichkeit in der Entwicklung größerer Kolonnen an den Tag legten, die ihnen nur wenige, am wenigsten wohl die Engländer felbst, zugetraut haben mochten. Andrerseits freilich hat auch England die überraschende That zu stande gebracht, annähernd eine Viertel million Truppen auf dem Kriegsschauplatz zu fonzentrieren, eine auf alle Fälle respekteinflößende Leistung.

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Die Boeren und die Offensive.

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Geçen das Buch von Gaston Moch über die Armee der Demokratie und die Besprechung, die dasselbe in der Nummer 119 unires Blatts gefunden hat, wendet sich als Verherrlicher unfrer heutigen Drift- Armee die Münchener Allg. 3tg." Ihre Entgegnung ist freilich nichts als eine fade Verspottung des Genossen Bebel als einer militärischen Autorität ersten Rangs" und Mochs als einer ver­mutlich ebenso bedeutenden Koryphäe" und" Celebrität. Wer kennt Herrn Moch oder besser: M. Gaston Moch , Kapitän der französischen Artillerie a. D.?" Eo hebt die Polemik an und in demselben geist­reich wigelnden Ton gefällt sie sich bis zum Schluß. Es würde dieser Antikritik gegenüber um die Münchener Drillschwärmerin zu plagiieren in das Gebiet der unfreiwilligen Komit fallen, wollte man gegen sie ernsthaft polemisieren. Die einzige Phrase in dem Geschwäß des Münchener Blatts, die sich so anhört, als steckte etwas Die erste Hälfte des Feldzugs brachte den Boeren Erfolg über wie Sinn hinter ihr, ist ja übrigens auch in der gesamten bürger­Erfolg. Eine Zeitlang ichien es, als jolle es den Engländern trop lichen Preise bereits zu Tode gehegt worden und wird noch in der der gewaltigsten Anfirengungen nicht gelingen, die Boeren aus gestrigen Nummer der National- Beitung" als Beweis gegen die ihrer so tapfer und erfolgreich verteidigten Defensivstellung strategische Inferiorität der Boeren ausgeschlachtet. Wir meinen die herauszudrängen. Selbst ernsthafte militärische Beurteiler wohlfeile Phrase von der Unfähigkeit der Boeren, rechtzeitig die glaubten den dauernden Mißerfolg der Engländer prophezeien Offensive zu ergreifen und ihre Siege über den blutig zurüd zu Tönnen. Allein man die numerische Macht der geworfenen Feind nach den Regeln urältester Striegsfunst erfolgreich auszumuzen. So lejen wir in der Nat.- 8tg.":

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Boeren ebenso sehr überschätzt, wie die Fähigkeit zur dauernden Machtentfaltung Englands unterschäßt. Die Boeren dürften niemals über 50 000 Mann start gewesen sein, während die Engländer den denn doch allmählich zusammenschmelzenden Boeren allmählich 200 000 Mann entgegenzustellen vermochten. Die Gefangennahme Cronjes martierte den Anfang des vollständigen Um­Cronje, schwungs. durch das strategische Mizgeschick Engländer forglos gemacht, versäumte den richtigen Augen­blid des Rückzugs und wurde abgeschnitten und nach verzweifeltem Widerstand zur Stapitulation gezwungen. Die heraneilenden Entsatz­truppen waren zu schwach, Cronje herauszuhauen und nach seiner lebergabe Lord Roberts den weiteren Vormarsch zu verlegen. Ein großer Teil des Oranje- Freistaats wurde von den Engländern besetzt. Noch einmal lächelte in den Kämpfen um Thabanchu den Boeren das Striegsglüd, allein ihre ihre in ihrer unverhältnismäßigen Minorität begründete Schwäche trat flar hervor, als Lord Roberts plöglich mit überraschender Energie und Schnelligkeit den weiteren Bormarsch antrat, der ihn schon in den nächsten Tagen bis vor die Thore Pretorias führen dürfte. Ein großer Teil der Freistaat- Boeren fiel ab, die Mutlosigkeit und Demoralisation griff in den Reihen der Boeren um sich.

Am 28. November versuchte Methuen am Modder Niver den Uebergang zu erzwingen, was bekanntlich nach beträchtlichen Ber­lusten der Engländer mißlang. Die Boeren waren ca. 5000 Mann start, die Engländer verfügten über ca. 10 000 Maun. Hätten die Boeren ihrerseits etwa den Fluß überschreiten und sich von den zurück­geschlagenen, aber nichts weniger als bernichteten Eng­ländern niederfartätschen lassen sollen?

Wie wenig die Engländer fampfunfähig gemacht worden waren, beweist der Umstand, daß Methuen, nachdem er 4000 Mann Ver­ftärtung erhalten hatte, den Boeren schon am 2. Dezember eine neue Schlacht bei Magersfontein liefern konnte. Auch hier waren die Boeren wenig über 5000 Mann start. Die Engländer erlitten aber wie hätten abermals eine Schlappe und verloren 600 Mann die 5000 Boeren wohl die 12 000 Engländer in ihrem verschanzten Lager aufreiben" sollen?

Kommt der Boerensieg bei Stormberg. Gatacre verfügte im ganzen über 7500 Mann, denen eine weit geringere Boerenmacht gegenüberstand. Im Gefecht von Stormberg speciell waren auf englischer Seite 3 Bataillone Infanterie, 800 Mann Kavallerie und 2 Batterien engagiert. Auch dieser Sieg wurde von einer erheblichen Minderheit der Boeren erfochten!

Dennoch wagte es Joubert auf dem östlichen Kriegsschanplatz noch einmal zur Offensive überzugehen. In vier Abteilungen ließ er 11 000 Mann gegen Pietermarisburg vorrücken, dabei feinere englische Abteilungen vor sich hertreibend. Aber schon nahte Buller mit überlegenen Streitkräften, so daß es Joubert für angezeigt hielt, sich wieder hinter den Tugela zurückzu­ziehen. Die Offenfivbewegung Jouberts erfolgte in der zweiten Hälfte des November, Anfang Dezember fonzentrierte Buffer feine 28000 Mann starten Truppen am Engela und am 15. Dezember fand die Schlacht bei Colenso statt. 20000 Engländer fochten gegen hochgeschäßt 13 000 Boeren. Auch hier lag für die siegreichen Boeren nach dem Zurückschlagen der Engländer die Situation genau wie am Modder River!

Die Unfähigkeit" der Boeren, die Offensive zu ergreifen, bestand einzig in ihrer Unfähigkeit, statt der 50 000 Mann, die sie zählten, 100 000 Mann aus dem Boden zu stampfen. Moran die Boeren verbluten, ist lediglich die ungeheure Uebermacht der Engländer.

Betrachten wir die größeren Gefechte im ersten Abschnitt des Kriegs in der Umgebung von Ladysmith, am Tugela und am Modderfluß, so sehen wir regelmäßig die gegen die Front Und diesen Thatsachen gegenüber wagt man noch von einer des gut gedeckten Gegners außerordentlich ungeschickt anlaufende Offensive der Engländer in dem Fener der Boeren zusammen. Unfähigkeit" der Boeren, die Offensive zu rechter Zeit" zu brechen; dann aber hat die Sache ein Ende, und regelmäßig ergreifen, zu reden! Drill Soldaten in Stärke der Boeren würden vollführen die Engländer ihren Rückzug, zum Teil unter ganz ver- nicht nur dem einfachsten Gebot der Klugheit folgend zweifelt ungünstigen taktischen Verhältnisien, völlig ungestört und jede tollkühne, sicher verhängnisvolle Offensive vermieden, mit verhältnismäßig sehr geringem Verlust. Schon damals sondern sich höchst wahrscheinlich auch in der Defensive viel wenn die schlechter bewährt haben! waren alle kompetenten Urteile darüber einig: Boeren in diesen Fällen ihrer gelungenen defensiven Abwehr des Angriffs einen energischen offensiven Gegen ftos folgen ließen, jo wären die geschlagenen englischen Truppen unter den gegebenen Ver hältnissen so ziemlich vernichtet worden, jeden­falls hätten sie große Verluste erlitten und namentlich ihre Artillerie und ihren die Truppen begleitenden großen Troß berloren. Daß nichts Derartiges geschah, wurde mit Recht den Führern der Boeren als ein schwerer Fehler Derartige ganz vage, die wirklichen Thatsachen, namentlich aber das numerische Verhältnis der beiden Parteien souverän Noch läßt sich nicht übersehen, wie groß der Widerstand sein ignorierende Kalkulationen tonnte man seit Wochen und Monaten wird, den die Boeren in dem Schlußakt der Tragödie den von kompetenter" Seite in zahllosen Blättern lesen. Hätten diese flegestruntenen Engländern entgegenfeßen werden. Noch sind ihre überweisen Kriegstaftiter recht, so stünde man in der That vor dem Stolommen, das beweist ihr Widerstand bei Johannesburg und unlösbaren Nätfel, wie es denn eigentlich möglich gewesen sei, daß die Buller gegenüber bei engsnet, nicht völlig zertrümmert. Boeren, die im Aufang durch ihren brillanten Borstoß gegen Lady Aber werden die Boeren bereit sein, nur der Ehre wegen den smith in der Offensive selbst nach kompetentem" Urteil jo Groß Strieg bis zum äußersten fortzusetzen? Eeit Beginn des Kriegs artiges geleistet hatten, mit einem Male, und zwar gerade drohen die Boeren mit dem Guerillatrieg als ihrem legten, nach einer Reihe anfeueruder Erfolge, in fläglicher furchtbaren Kampfesmittel. Berzagtheit und bejammernswertem strategischen Ungeschick auf jeden

Noch liegt ein dichter Schleier über diesen legten Teil des Krieges und das oft rätselhaft erscheinende Verhalten der Boeren gebreitet, der erst später gelüftet werden wird.

Die objektive Striegsgeschichtsschreibung dieses denkwürdigen Feld­zugs wird unsre Auffassung glänzend bestätigen müssen und die mili­tärischen Vorzüge der Voltsarmee im hellsten Licht erstrahlen lassen. Daß auch die Boeren Fehler begangen haben, wer wollte das bestreiten? Was bedeuten diese Fehler aber gegenüber dem strategischen ungeschick der in zahlreichen Feldzügen ergrauten englischen Drill Offiziere?!

Und wenn jetzt die Demoralisation nach dem Wechsel des Kriegs­glücks unter den Boerenkämpfern um sich gegriffen hat, so darf man doch auch nicht vergeffen, daß es ein andres ift. für eine boffnungs volle Cache zu kämpfen, ein andres, für eine aussichtslose sein Leben zu opfern. Und die Sache der Voeren ist aussichtslos geworden. Coviel für bente zur Etener der Wahrheit, gur Richtigstellung der abgeschmacktesten Faseleien über die militärische Inferiorität des Milizfystems.