Der Düsseldorfer Korruptionssumpf

Erlauschtes und Erlebtes in der Stadtverwaltung

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diesem Zusammenhang befinden sich z. Z. nachfolgend aufgeführte Beamte der Stadtverwaltung Düsseldorf und sogen. Steuerberater in richterlicher Haft:

Stadtsteuerdirektor Erich Esch

Steuerinspektor Erich Gottschlich

Obersteuerinspektor Oskar Grabe Prokurist Paul Marx

Stadtinspektor Ernst Böger

Steuerberater Christian Stappen Kaufmänn. Angestellter Walter Esch Dr. Ludwig Döhmen Frau Paul Nacke .

Der Fall Esch Bis zum Frühjahr 1933 saßen jahrelang liegt, eine nehmende Behörde zu sein, daß heute noch für sachlich hochqualifiziert halte, auf dem Finanzamt Nord in der Roßstraße man den Umgang mit ihr nicht mutwillig der aber charakterlich nicht gleich wertvoll der Regierungsrat Dr. Wagenführ als suchen soll. Aber soziales und wirtschaftliches sich erwiesen habe. Der Eklat vom 13. März kam keineswegs Dezernent und ihm zugeordnet seine zwei Verständnis, Gerechtigkeit in der Sache und bisher so unvermittelt, wie es zunächst schien. Steuerinspektoren, Schülbe und Esch, Höflichkeit im Ton, die hatte man jetzt im verstärkten Schon wochenlang erzählte man sich, daß das Tür an Tür. Schülbe bearbeitete die Einkom- wohl nicht vermiẞt mensteuer der GmbHs. und Esch die offenen Maß erwartet. Das Gegenteil trat ein und Steueramt korrupt sei und in den Kneipen Handelsgesellschaften. Schülbe und Esch wa- manche Beschwerden gelangten auf den Tisch der Altstadt konnte man Namen und Zahlen Vielfach waren es Juden, von denen ren eng befreundet und sind es geblieben bis des Oberbürgermeisters, doch keine der- hören. zu jenem dramatischen 13. März 1937, über selben fand Beachtung. Es war die man erzählte, daß sie Bestechungsversuche den wir sprechen wollen. Von 1933 ab konnte immer wiederkehrende Bemerkung von Dr. des Esch und seiner Leute erlegen oder aber man die beiden auch in den bekannten Düs- Wagenführ, wenn ihm eine Beschwerde zu- mehr oder minder eindeutig erpreẞt worden » Ich werde das mit Herrn Direktor seien. Das vermehrte die Hemmungen der seldorfer Vergnügungs- und Bierlokalen zu- ging: sammen sehen. Schülbe ist alter National- Esch persönlich besprechen.<< Und dann Betroffenen, auch ihrer Anwälte, die Dinge er hat das goldene Parteiabzeichen hielt er das Schreiben zurück, an- beim Namen zu nennen. und dürfte 34 Lenze zählen. Er ist NS - statt es, wie es sonst geschah, nach Eintra- schaft, und die unbeteiligten Bürger? Sie alle Kreisamtsleiter und führt den Kreis Düssel- gung ins Briefbuch seines Vorzimmers in den wußten um die Deckung, deren Esch sich er­Sie wußten, daß jeder Versuch, die dorf des Amtes für Beamte. In dieser Eigen- Geschäftsgang zu geben, damit es ordentlich freute. schaft sind ihm von den in Düsseldorf an- erledigt wurde. Es ist auch vorgekommen, Dinge zur Sprache zu bringen, damit enden und Dezernent würde, daß nicht Esch, sondern sie selbst als sässigen Behörden alle Anträge auf Besser- daß der Oberbürgermeister Beschwerden oder unbe- die Verbrecher dastehen würden, als Mecke­stellung und Beförderung von Behördenange- des Steueramtes stellten und Beamten zur Begutachtung vor- queme Rückfragen, die aus dem Rathaus rer, Verleumder, Parteigegner, Staatsfeinde und zulegen. Schülbe wird uns am Ende dieses selbst an die Adresse von Esch gerichtet wa- usw. Um wieviel mehr mußten Juden So Berichtes wieder begegnen. ren, an hielt und zurückwies. deren Vertreter Befürchtungen hegen! wuchs, vom aufmerksamen Beobachter wohl­gemerkt, aber ungestört das Geschwür, bis er fast von selbst platzte.

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Die Möglichkeit des Zugriffs ist zwei pflichttreuen Parteigenossen der Stadtver­waltung zu verdanken. Nach Abschluß des Verfahrens werde ich mich dafür einsetzen, daß diese beiden pflichttreuen Beamten öffentlich belobigt werden und sie für ihr Verhalten eine behördliche Anerkennung er­halten, Stadtsteuerdirektor Esch und Ge­nossen haben in der gemeinsten und ver­brecherischsten Art und Weise seit ge­Steuersündern

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Zeit sogen. Zwangsmaßnahmen durchgeführt, bezw, sol­che angedroht, um sich an den so heraus­gepreßten Beträgen persönlich zu berei­chern. Die Opfer, gegen die sich die je­weilige Aktion richtete, wurden in gerade­zu mittelalterlicher Weise erpreẞt, bis sie Esch erlebte die große Wendung seines So entstand im Rathaus der Eindruck, daß ihre Schuld anerkannten und als Sühne die So Lebens im Frühjahr 1933. Reg.- Rat Dr. Wa- Esch nicht nur die volle Deckung des Ober­geforderten Beträge herausgaben. genführ wurde im Kampf zwischen den bürgermeisters hat, sondern daß darüber hin­ist es z. Z. nachgewiesen, das Einzelbeträge Die Sache hat ihren Anfang genommen Million zwischen beiden beste­Machthabern der NSDAP als Kompromiß- aus Bindungen von insgesamt über Reichsmark den Gaunern in die Hände ge­kandidat Ober- Bürgermeister der Stadt Düs- hen, die den dienstlichen Rahmen mit der Beschwerde eines» alten Kämpfers<< fallen sind. Durch rücksichtsloses Zugrei­seldorf. Von dieser Ernennung war sicher überschreiten. Ein Eindruck, der durch nicht beim Oberbürgermeister, sondern beim fen gelang es bisher, etwa eine Million daß zwischen beiden Duz- Reichsbund der Beamten. Die Beschwerde Reichsmark dem Staat sicherzustellen. keiner überraschter als Dr. Wagenführ selbst, das Gerücht, denn er war bis dahin ein unbedeutender Freundschaft besteht, daß Esch im Hause richtete sich gegen das unsoziale Verhalten Die gesprochene Zeitung vermehrte das die ergänzende Reg.- Rat, der es trotz seiner beinahe 50 Jah- Wagenführs verkehrt und sein Skatbruder sei, des Esch und die entwürdigende Arbeit, die Staunen des Volkes durch er seinen Beamten zumutete. Esch war ge- Nachricht, daß schon im Jahre 1929 beim re nicht weiter gebracht hatte. Auch datierte vertieft wurde. Ende 1936 kam es im Steueramt zu einer rade in Urlaub gefahren. Gegenstand der Finanzamt Nord gegen Esch und einige an­seine Parteizugehörigkeit erst von 1932, wäh­rend er bis dahin friedlich auf liberalen Ge- Revolte gegen Esch. Angestellte und Beschwerde folgender dere eine Disziplinaruntersuchung wegen Be­denn im Beamte hatten, wie alljährlich, in vielen Sachverhalt: Esch hat drei belanglose Bücher stechungsversuch stattgefunden hatte und So bestieg filden gegrast hatte. auszuschrei- zum Bürger- und Gewerbesteuerrecht ge- daß Esch vor einigen Jahren die Steuer­April 1933 Herr Wagenführ den Sessel des Ueberstunden die Steuerkarten Er hatte den Sessel ben. Für jede Karte war ihnen eine Sonder- schrieben. Bemerkenswert an diesen Büchern amnestie für sich in Anspruch genommen Oberbürgermeisters. noch nicht recht angewärmt, da entbot er den vergütung von 2 Pfg. versprochen worden. ist nur das Vorwort des Oberbürgermeisters, habe, wodurch das Rätsel um das 1932 ge­alten, bewährten städtischen Steuerdirektor Als es aber an die Auszahlung der verdien- das sie alle begleitet. Die Manuskripte hat kaufte Haus eine natürliche Lösung findet. etwa RM 20.- Esch durch das Personal seines Steueramtes Wie Esch und seine Kumpane das Ideal des Weyrauch zu sich und sprach ihn in Ge- ten Beträge gehen sollte Kro für jeden Verwaltungsdirektors da erklärte Esch, er bewillige, schreiben lassen. genwart Die fertigen Druckexem- preußischen Beamtentum verlebendigt, schel etwa so an:> Herr Direktor Wey- da er sparen müsse, nur die Hälfte für jede plare sind dann ins Steueramt gebracht, dort sie den Wahlspruch» Gemeinnutz geht vor rauch, Sie haben seit über 30 Jahre tadels- Karte. Nun rotteten sich unter Führung von von Beamten verpackt und an Steuerpflich- Eigennutz als echte Nazis anwendeten und ohne vorherige Bestellung frei der Stadt gedient. Sie haben jahrelang» alten Kämpfern« die Geprellten zusammen. tige zum wie die Volksgemeinschaft das städtische Steueramt geleitet, es ist we- Von 8 Uhr bis Mittag vernahm das erstaunte Versand gebracht worden. Besonders auch sieht, das wurde jetzt öffentlich bekannt. der gegen Ihre Amtsführung noch gegen Publikum, dem der Zutritt zum> Grauen jüdische Firmen, Anwälte und Treuhänder Alle Arten des Verbrechens, von der Unter­Ihre Person das mindeste zu sagen, aber Sie Hause verwehrt war, Rufe wie:» Komm raus, waren als Kunden gesucht. Die Beamten der schlagung und dem Diebstahl über die Be­werden Verständnis dafür haben, wenn ich Esch, wir schneiden Dir den Hals abe und Gewerbesteuerabteilung mußten während der stechung bis zur Erpressung sind praktiziert Wert darauf lege, daß der so wichtige Posten ähnliches. Der» Adjutant des Esch, Bröger, Dienststunden gegen mäßige Erfolgsprovision worden. Besonders beifällig nahm Esch Bar­des städtischen Steuerdirektors von einem zu- der sich ins Getümmel begab, wurde buch- die Bücher an Steuerpflichtige von Haus zu summen entgegen in Briefumschlä­verlässigen Nationalsozialisten stäblich an die Wand gequetscht und Esch Haus vertreiben. Die Verwendung als Pro- gen mit der Aufschrift:» Für die bekleidet wird. Ich erwarte daher von Ihnen, war in seinem Dienstzimmer mehrere Stun- visionsvertreter und Kolporteure empfanden Ausstellung» Schaffendes Volks. daß Sie Ihr Pensionierungsgesuch den belagert, bis er um 12 Uhr, nachdem die die Beamten als außerhalb ihrer Dienstob-( Raffendes Volk) Diese diskreten Leistun­einreichen.<< Unzufriedenen in sein Vorzimmer eingedrun- liegenheiten liegend und entehrend. Noch gen hat Esch von den Steuersündern zur Ab­Weyrauch, der zwar für diese Auffassung gen waren, sich zur Auszahlung der verein- unfreundlicher nahmen sie es auf, wenn ihnen wendung von Steuerstrafverfahren gefordert. keinerlei Verständnis hatte, war klug genug, barten Beträge herbeilieẞ. ihre Reisespesen, Aufwands- oder So sah sich der Oberbürgermeister vom das Feld zu räumen. Alsbald wurde der Im Herbst 1936 fand für die in die Ver- Uebernachtungsgelder in Sachwerten, eben Esch getäuscht und verraten. Getäuscht und vom Finanzamt Nord, waltung aufgenommenen> Alten Kämpfer seinen Büchern abgalt und das ihm von 28jährige Inspektor verraten? O nein, er ist im vollen Umfange Erich Esch, zum Steuerdirektor ernannt ein Schnellkursus auf die Sekretärprüfung Stadtkasse in bar gezahlte Geld dafür mitschuldig und das nachträgliche Verhal­und hielt, vom Applaus der Volksparolex be- statt. Die alten Kämpfer« erklärten dem seinem Verlag vereinahmte, und ten kennzeichnet ihn auch noch. Denn kaum, gleitet, seinen Einzug ins Steueramt. In jenen Kursusleiter, daß sie den arroganten Esch als Weise das große Vorbild seines Führers<< daß Esch hinter den schwedischen Gardinen Tagen schrieb die» Volksparole, daß nun- Vortragenden nicht weiter dulden und beim kopierte. saẞ, empfand der Oberbürgermeister das Be­mehr das> graue Haus an der Dammstraße, Wiedererscheinen Von der Gauleitung der NSDAP ist dar- dürfnis, die vakant gewordene Stelle neu zu bisher ohne jedes Verständnis für die wirt- Stuhlbeinen usw. k. o. schlagen würden. Wo- aufhin eine Untersuchung mit Zeugenverneh- besetzen. Was gab es viel zu suchen in der schaftlichen und sozialen Belange der Bür- rauf Esch als Lehrer nicht mehr sichtbar mung veranstaltet worden. Binnen wenigen vieltausend Mann starken Stadtgefolgschaft? gerschaft geleitet, nicht mehr ein Schreckens- wurde. Stunden war das in der Stadt bekannt. Es Keiner von allen hatte Geist und Charakter Esch ist Sturmführer bei der SA- scheint daraufhin, wie das in solchen Fällen genug, den Inhaftierten zu begriff für den Steuerzahler, sondern ein Hort ersetzen, hier der nationalsozialistischen Gerechtigkeit und Standarte 39, er führt die Kasse dieser zu geschehen pflegt, Beschuldigungen konnte nur einer helfen: Schülbe!!! Volksgemeinschaft sein werde. Den Bürgern Formation. Der Stab verspürte Anfang 1936 gegen Esch von allen Seiten ge- Rasch wurde er zum Steuerdirektor ernannt ebenso wie der Stadtverwaltung gleicher- das dringende Bedürfnis nach einem Auto, regnet zu haben. In diesem Stadium und unter dem Beifall aller Amtlichen be­das bei der übergeordneten Stelle keine An- schaltete sich die Polizei ein. Der Oberbür- stieg er den verlassenen Stuhl; sein Konter­maßen zur Freude. Nach der Einführung von Esch, die Wa- erkennung fand. Esch machte der Stardarte germeister telefonierte am 10. und 11. März fei brachte die>> Volksparole<. Das aber war genführ selbst vornahm, übernahm der Letz- 39 seinen eigenen Wagen zum Geschenk und 1937 mit Esch, der in Garmisch weilte und dem Regierungspräsidenten denn doch zu viel. tere auch das Stadtsteueramt in sein eige- versah forderte ihn auf, zurückzukommen. Am Freitag Er griff zur ultima ratio regis und sandte nes Dezernat. Zwischen Esch und Wagen- schöneren. Man konnte Esch übrigens täg- dem 12. März traf er in Düsseldorf ein und in das städt. Steueramt, in des Oberbürger­führ stand kein störender Dritter, kein Bei- lich, wenn er nicht gerade auf einer der vielen wurde am Samstag früh verhaftet. Das meister eigenes Dezernat, seinen Staatskom­geordneter war Herrn Esch vorgesetzt. Wa- Dienstreisen in alle Bezirke Deutschlands war gleiche Schicksal ereilte seinen» Adjutanten missar; worauf Herr Schülbe, den penetran­genführ stattete den Esch mit den im Drit­Böger. Seither hörte man von Beste- ten Geruch des Amtes vorschützend, sich in ten Reich üblichen geradezu diktatorischen stumme Frage der vielen, woher wohl bei chungsgeldern, die Esch angenommen haben Urlaub begab. Vollmachten aus und damit begab sich Esch einem Gehalt von etwa 550 RM das Geld zu sollte und bald erreichten die von der ge­bis zum 13. an die Arbeit. Er stieß die bisherige Organi- solchem Wagen komme, blieb Auch fragte sich sation des Amtes völlig um und baute eine März 1937 unbeantwortet. neue. Die hervorstechendsten Merkmale wa- alle Welt, woher Esch das Geld hatte für das ren die Beseitigung einschneiden- Haus, welches er auf den Namen seiner Frau der Kontrolleinrichtungen und die an der v. Galen- Str. erworben hatte. Unterdrückung auch des letzten Restes von Vater, ein braver Steuerinspektor, Selbständigkeit der dem Esch untergeordne- Honnef im Ruhestand lebt, kann seinen vier ten Beamten. Es gelang ihm, in kurzer Frist Kindern keine Häuser kaufen. Die Frau des in bar und RM 19.000 in Effekten und De­aus seinen Mitarbeitern eine Gefolgschaft Esch ist auch aus bescheidenen wirtschaft­bei der Gerichtskasse eingeliefert serviler Speichellecker zu formen; außerdem lichen Verhältnissen in Düsseldorf . Auch daẞ wurde. Gleichzeitig wurde bekannt, daß zeigte sich sehr bald, daß er in allen Dingen Walter Esch, ein Bruder, Handlungsge- neben anderen Personen auch der Bezirksfüh- Obergruppenführers zu gebrauchen:>... in völlig unbesehen die Unterstützung des Ober- hilfe in einem Werk in Düsseldorf , Vater von rer des NS - Rechtswahrerbundes, Dr. Lud- geradezu mittelalterlicher Weise ihre Opfer erpreßt, bis sie ihre Schuld anerkannten und bürgermeisters hatte, daß Widerspruch ge- vier Kindern, durch den Kauf eines Hauses wig Döhmen, dessen, Beziehungen zu gen Esch ein Widerspruch gegen den Ober- in der Eitelstraße in jüngster Vergangenheit Esch in gemeinsamen Barbesuchen stadtbe- die geforderten Beträge herausgaben...< bürgermeister, gegen die Partei, gegen die Grundeigentümer wurde, Gegenstand kannt waren, von der Polizei ergriffen wor­Staatsgewalt war und entsprechend geahndet verwunderten Staunens. wurde. So schuf sich Esch, von Wagenführ Alle diese Fragen haben ihre Lösung ge­unterstützt, das Instrument seiner Macht. funden: Am Samstag dem 13. März 1937 Und dann kam die Machtanwendung! Schon wurde Esch verhaftet ,, wie es hieß, bald nach dem Amtsantritt Esch's sprach es wegen Unregelmäßigkeiten. Der Oberbürger­sich in Düsseldorf herum, daß die durch die meister, der am 16. März 1937 die Dezernen­> Volksparole< geweckten Hoffnungen nicht in ten zusammenrief, nannte es einen schweren Erfüllung gingen. Man wußte zwar durch- Vertrauensbruch eines Mannes, dem er sein aus, daß es im Wesen eines Steueramtes besonderes Vertrauen geschenkt, den er auch

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darin

ihn mit Tintenfässern,

sich selbst mit einem neuen und

zum Dienst fahren sehen.

war

Die

Sein

der in

sprochenen Zeitung mitgeteilten Ziffer sechs­stellige Zahlen. Dann hörte man, daß Esch sein Unwesen schon jahrelang betrieben. Am 20. März 1937 durcheilte die Stadt die ver­bürgte Nachricht, daß im Keller des Bru­ders von Esch eine vergrabene Kiste gefunden sei, deren Inhalt, RM 492.000.­

visen

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den sei.

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Dann erschien

machung des Polizeipräsidenten:

die Bekannt­

Der Fall Esch, dem dereinst einmal in der Geschichte des Dritten Reiches ein be­deutsamer Platz zukommen dürfte, ist in zweifacher Hinsicht bemerkenswert. Zum ersten: kaum irgendwann und irgendwo in der Geschichte dürfte es bislang zu verzeich­nen sein, daß eine ganze Behörde, mit Stadt­siegel und Fahne ausgerüstet, sich in eine Räuberhöhle verwandelte, die um die Aus­drucksweise des Polizeipräsidenten und SS­

Zum zweiten: der Fall Esch richtet das Sy­stem in seiner Gesamtheit, denn er beweist, wohin persönliche Politik der Behördenchefs führt. Er zeigt, was dabei herauskommt,

Düsseldorf , den 23. März 1937. Wie durch die Zeitungserklärung des Herrn wenn die Beamtenschaft zum Servilismus er­Oberbürgermeisters Dr. Wagenführ schon zogen und so geschreckt wird, daß aus ihr bekannt geworden ist, wurden der Stadt- nicht mehr die Stimmen laut werden können, steuerdirektor Esch und eine Reihe seiner die rechtzeitig Alarm schlagen und zu recht­Genossen wegen gemeinschaftlicher passi­und ernstlicher Unter­

ver und aktiver Bestechung und anderer zeitiger, gerechter In suchung Anlaß geben. Er erweist, welche Verbrechen im Amte festgenommen.