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Arbeiten ausdrücklich engagiert habe, behauptete auf eine Frage fei aber ganz etwas andres, als die Neueinreichung| Parteitag seitens der Genossen nicht gestellt waren, wurde auch von der Beklagte nicht. Troydem wurde Kläger abgewiefen eines Mitgliederverzeichnisses. Der Oberstaatsanwalt ersuchte um einer Besprechung über den neuen Organisations- Entwurf Abstand mit der von Herrn Dr. Leo vorgetragenen Begründung, die Zurückiveifung des Rechtsmittels und betonte, daß hier ein Streit genommen. Als Delegierte zur bevorstehenden Kreiskonferenz Karow und Der daß er nur ein Gelegenheitsarbeiter gewesen sei und des- um Kaisers Bart geführt werde. Wenn die Polizei anfragen würde, wurden und Milley einstimmig ernannt. balb keinen Anspruch auf die 14tägige Kündigungsfrist habe. welche Mitglieder dem Verein angehörten, dann müßte der Vorstand Vorsitzende Krebs machte noch darauf aufmerksam, daß Einlaß­Wäre K. wirklich ein Gelegenheitsarbeiter nach Engagement ja doch als Auskunft auf diese Frage ein vollständiges Mitglieder- farten zu dem vom Verein Vorwärts" angeregten Besuch der Stern­und Arbeitsvertrag gewesen, dann ließe sich gegen das verzeichnis einreichen. Der Straffenat des Kammergerichts schloß warte in Treptow Sonntag, den 26. August, noch beim Genossen Urteil wenig fagen. Das hat aber der Arbeitgeber und Beklagte sich dieser Auslegung und der des Landgerichts an und verwarf die Krone und bei den Vorstandsmitgliedern zu haben sind. Partei­garnicht einmal behauptet, geschweige denn bewiesen. Das Urteil ist Revision als unbegründet. Angeklagter wäre verpflichtet gewesen, schriften, besonders der Bericht des Parteivorstands, sind jederzeit Die Folge eines groben Rechtsirrtums. Es widerspricht der die Auskunft durch Einreichung des Mitgliederverzeichnisses zu er- beim Parteispediteur zu haben. stillschweigenden Voraussetzung des Arbeitsvertrags eines Heim- teilen. arbeiters, wenn der Heimarbeiter, ohne daß dies ausdrücklich aus­bedungen war, nicht ständig beschäftigt wird. Mangels einer solchen Abrede fann hier nicht von einem Gelegenheitsarbeiter die Rede sein, da der Arbeitgeber entgegen den Bedingungen des Arbeitsvertrags dem Arbeiter nicht die Gelegenheit zu ständiger Be­fchäftigung gegeben hat. Der Arbeitsvertrag ist doch schließlich maß­gebend, nicht die Willfür des Arbeitgebers, gegen die K. noch dazu durch seine Klage protestiert hat.

Gerichts- Beitung.

Versammlungen.

Vor Eintritt in die

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Vermischtes.

Aus Gleiwit wird vom Donnerstag berichtet: Heute vormittag

1/210 1hr entstand in Radzionkau Großfener in der Nähe des

Bahnhofs, wie man vermutet, durch die Funken einer vorüber­fahrenden Lokomotive. Es herrschte heftiger Sturm aus westlicher Richtung. Der Brand übertrug sich durch Flugfeuer auf die Nachbargebäude, übersprang nach Osten die Dorfstraße und legte in wenigen Stunden etwa 50 Wohn- und Nebengebäude, dar­unter mehrere große Arbeiterhäuser in Asche. Etwa 150 Familien dürften obdachloß sein. Gegenwärtig stehen noch mehrere Ge­bäude in Flammen. Der Schaden ist sehr groß; viele fleine Leute Ob Menschen verunglückt sind, steht noch haben nichts versichert. nicht feft.

Das Andenken Wilhelm Liebknechts ehrte vor Beginn der Tagesordnung die Versammlung durch Erheben von den Plägen. In Schmargendorf fand am 14. August eine Parteiversamm­lung statt, in welcher Kirchner über unsre Stellung zur Steuer­politik der Regierung sprach. Vor Eintritt in die Tagesordnung Die Möbelpolierer( Filiale Nord) hielten am 13. August widmete Peters unsrem verstorbenen Liebknecht einen Nachruf. Als ihre regelmäßige Monatsversammlung ab. Tagesordnung ehrten die Anwesenden in üblicher Weise das Ableben Delegierte zur Kreisfonferenz wurden Rapp, Geigte und Schlecks ge­unfres Genossen Liebknecht . Der Bevollmächtigte, Kollege Wruck, wählt; zum Mitglied der Lokalkommission ernannte die Versamm­widmete dem Verstorbenen einen warmen Nachruf. Alsdann hielt lung den Genossen Jankowsky. Kollege Paul Wehrle einen Vortrag: Ausbau unsrer Organisation". Friedrichsfelde . Donnerstag, den 9. d. M., tagte hier eine Die Disfuffion war eine sehr rege. Der Kollege May Faustmann öffentliche Parteiversammlung, in welcher zum 1. Punkt der Tages­wurde als Kassierer für den Norden gewählt. Unter Verbands- ordnung Genosse Theodor Mezner über das Thema: Hat die Social Alle Warnungen vor Kantionsschwindlern scheinen bei angelegenheiten tamen einige Werkstellenangelegenheiten zur Sprache, demokratie ein Interesse an der Gemeindevertretung? referierte. Stellingsuchenden vergebens zu sein. Gestern stand wieder ein wo die Lehrlingszüchterei in trasser Art geübt wird. Es kam über Ehe in die Tagesordnung eingetreten wurde, ehrte die Versammlung Unter Ver- das Andenken unfres leider so schnell verstorbenen Kämpen und solcher, der Kaufmann Theodor Neumann vor der vierten Ferien- diesen Punkt zu stürmischen Auseinandersetzungen. Straftammer des Landgerichts I . Der bereits zwölfmal, darunter schiedenes wurde bekannt gegeben, daß am 25. August ein Sommer- Genossen Wilhelm Liebknecht in üblicher Weise. Hierauf nahm der sechsmal wegen Betruges vorbestrafte Angeklagte hat sechs Personen fest stattfindet, das von 16 Gesangvereinen mit 400 Sängern ver- Referent das Wort zu seinem Vortrag. Er führte aus, daß in im ihre sauer erworbenen Ersparnisse gebracht. Er errichtete hier anstaltet wird. Alsdann schloß der Vorsitzende die gut besuchte Ver- Anbetracht der großen Mißstände im Gemeinde- Verwaltungswesen die Arbeiterschaft mit aller Straft dafür einzutreten habe, daß dieselbe ein Inkasso- und Hypothekenbernnittelungs- Bureau und Filialen in ſammlung. Sig und Stimme in der Gemeindevertretung bekomme. Redner Spandau und Potsdam . Obgleich er weder etwas einzu- Die Holzbearbeitungsmaschinen- Arbeiter Berlins und der erntete volle Zustimmung der Versammlung. Als Delegierte zur kassieren noch zu vermitteln hatte, nahm er Comptoiristen, Ober- Umgegend hielten am 13. d. M. im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c Konferenz des Niederbarnimer Kreises wurden die Genossen Wede und Unterkassierer an, von denen er Kautionen in Höhe ihre regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Vor Beginn der meyer, Wolff und Teraskowsky gewählt. Sodann machte der Vers von 300 bis 500 M. beanspruchte und erhielt. Er versprach, die Be- Tagesordnung gedachte der Vorsitzende zunächst in bewegten Worten trauensmann darauf aufmerksam, daß dies die letzte öffentliche träge bei der Deutschen Bank zu hinterlegen; in den wenigen Fällen, des plöglichen Ablebens unfres greisen Vorfämpfers Wilhelm Lieb- Parteiversammlung für Friedrichsfelde fei, da in Bukunft alle öffent­in denen dies geschah, hat er das Geld gleich darauf wieder ab- fnecht, zu dessen Ehrung sich die Versammelten von ihren Pläßen lichen Angelegenheiten der Partei durch den hier am Ort bestehenden gehoben. Er hat seine Angestellten innerhalb eines Jahres um ins erhoben. Darauf hielt Genosse Wagner einen mit Beifall auf- Wahlverein erledigt würden. Zum Schluß forderte der Vorsitzende gesamt 5000 M. geschädigt. Der Gerichtshof war mit dem Staatsanwalt der Ansicht, daß von der Zubilligung mildernder Um- Danach kam ein in der vorigen Versammlung zurückgestellter Wahlvereins zu werden, da es der Socialdemokratie nur dann mög menen Vortrag über" Die falsche und wahre Heilkunde." in energischer Weise alle anwesenden Genossen auf, Mitglieder des stände gar keine Rede sein könne. Antrag zur Verhandlung: Unfre Verbandsversammlungen von lich wäre, recht bald zum Ziele zu gelangen, wenn die gesamte Das Urteil lautete auf vier Jahre 8uchthaus, 450 M. jetzt ab im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer, abzuhalten." Hierzu Arbeiterschaft sich politisch organisiert habe. Geldstrafe, Ehrverlust und Polizei- Aufsicht. hatte Kollege Hagedorn einen Antrag gestellt:" Da die heutige Berliner Kranken Unterstützungs- und Begräbnis- Verein für Ein psychologisches Rätsel wurde in einer Verhandlung ent- Versammlung schwach besucht ist, nicht über den vorliegenden Antrag Frauen und Mädchen, gegr. 1892. Heute abend 9 Uhr in den Armin­rollt, die geflern vor der zweiten Ferien- Straffammer des Land- zu verhandeln, sondern bis zur Generalversammlung denselben zu hallen, Kommandantenstr. 20: geschäftliche Sizung. Aufnahme neuer Mit­gerichts I stattfand. Der schweren Körperverlegung seiner 10jährigen vertagen." Letzterer Antrag wurde abgelehnt und ersterer mit knapper glieder. Tochter Martha angeklagt, wurde der Bauarbeiter Johann Friedrich Majorität angenommen.( Die nächsten Verbandsversammlungen Berndt aus der Untersuchungshaft vorgeführt. Der Angeklagte, werden im Inseratenteil des Vorwärts" bekant gegeben.), der 5 Kinder im Alter von 3-10 Jahren besißt, ist von einem un Man beschäftigte sich zunächst mit den Wahlen; es wurden als erklärlichen Haßz gegen seine älteste Tochter erfüllt. Er erklärte, daß Beitragssammler für Bezirk Süd- West Kollege Schröder, in die er fich selbst teine Rechenschaft für das Gefühl geben könne. Er Arbeitsnachweis- Kommission die Kollegen Sauer und Wegener folge einem unwiderstehlichem Drang, wenn er sich zu Mißhand- gewählt. Jungen des Kinds hinreißen lasse. Vor zwei Jahren hatte Ueber das Vorgehen der Möbelpolierer betreffend Innehaltung" der Angeklagte dem harmlos auf dem Hof spielenden sind ohne des Kartellverhältnisses sprach man sich sehr mißbilligend aus und eine Veranlassung einen so wuchtigen Echlag mit einem Spatenstiel es gelangte schließlich folgende Resolution zur einstimmigen An­siber den Arm verfeßt, daß der Knochen brach. Er erhielt für diese nahme: Die Versammlung verurteilt das Verhalten der Möbel Unthat ein Jahr Gefängnis. Im Oktober v. J. hatte er diese Strafe policrer betreffend des Kartellverhältnisses der Holzarbeiter und der berbüßt. Es ging längere Zeit gut, der Angeklagte, der ein Waschinenarbeiter und hält nach wie vor am Startell fest". nüchterner und arbeitsamer Mann ist, bezwang seinen Haß gegen Kollege Sauerzapf gab alsdann bekannt, daß sich die Kisten­das Kind. Wie er angab, kam es im Juli d. J. wieder über ihn, macher in einer Lohnbewegung befinden, und ersucht die Kollegen, er vermochte den Drang, das Kind zu mißhandeln, kaum be- daß sie jede Streifarbeit ablehnen mögen. zwingen. Ich konnte es nicht sehen!" erklärte der An­Nach dem noch einige Berbandsangelegenheiten erledigt waren, Ein teurer Eid. Vor einiger Zeit verweigerte in Saalfeld geklagte. ( Osipr.) ein in einer Straffache als Zeuge geladener christlicher Herr Eines Abends sei er todmüde von der Arbeits - erfolgte Schluß der Versammlung. dem als Richter antierenden jüdischen Assessor den Eid mit der Be­telle nach Hauje gekommen. Auf der Straße vor seiner Hausthür Der deutsche Holzarbeiter- Verband hielt am 15. Auguſt für gründung, daß er als Christ nur vor einem christlichen Richter habe sein Kind gespielt. Als es ihm zu Gesicht gekommen sei, habe Wedding und Gesundbrunnen eine Bezirksversammlung ab, in der schwöre. Er wurde daraufhin zu 200 M. Geldstrafe und Tragung ihm eine innere Stimme zugerufen: Kehre um, sonst mußt Du es zunächst das Andenken unfres Liebknechts in würdiger Weise geehrt der Kosten für den neuen Termin verurteilt. Seine Beschwerde beim fchlagen!" Er fei auch schleunigst umgekehrt und habe eine Schaut wurde. Sodann hielt Genosse Wanst über das Unfall- Ver- Landgericht Braunsberg erlebte Abweisung. In dem neuen jetzt wirtschaft aufgesucht, wo er bis gegen 12 1hr gewartet habe, als er sicherungsgesez einen Vortrag, dem eine rege Diskussion stattgefundenen Termin amtierte derselbe Richter und der Zeuge annehmen durfte, daß das Kind schlafen würde. Einige Tage später folgte. leistete nun den Eid mit den Worten: Gezwungen durch habe er vergebens darauf gewartet, daß seine Tochter ihm Kaffee nach dem Bau bringen sollte. Er habe sich bei der schweren Arbeit Der Verein deutscher Schuhmacher hielt am 13. d. Mts. im die Gewalt des Staats, will ich den Eid leisten!" ohne Morgenkaffee behelfen müssen. Am Nachmittage sei seine Gewerkschaftshause eine start besuchte Mitgliederversammlung ab. Es folgte diesen Worten natürlich die Auferlegung einer Buße von Tochter mit Kaffee gekommen. Er habe sie gefragt, weshalb fie des welche sich mit der bevorstehenden Urabstimmung über die obli- 100 m., so daß dem Herrn der Eid rund 330 M. gekostet hat. Morgens nicht gekommen sei. Sie habe erklärt, sie sei so müde gewesen, gatorische Einführung der Arbeitslosen und Kranken- Zu dem Pestfall in Hamburg wird von dort berichtet: daß sie die Zeit verschlafen habe. Darauf habe er ihr eine Backpfeife aufchuß Staffe beschäftigte. Leider hatte der in Aussicht ge- Aus der Quarantäne- Anstalt bei Groden sind am Sonntag die dort gegeben, daß fie auf einen hinter ihr liegenden umgestülpten Kalf- nommene Referent, Otto Räther, welcher für die Einführung sprechen interniert gewesenen Passagiere und Mannschaften des Dampfers taften gefunten sei. Daß er sie noch weiter gemishandelt haben wollte, es in legter Minute" abgelehnt, das Referat zu halten, so Rosario" wieder an Bord gebracht worden. Bei keinem haben solle, habe er erst später erfahren, er selbst tönne sich dessen nicht daß sich die Versammlung mit den Ausführungen des Korreferenten fich Symptome einer Krankheit gezeigt. Wie bei der Ausschiffung entfinnen. Es sei ihm vor Jahren einmal ein Stein auf den Stopf begnügen mußte. Dieser erflärte zunächst, daß er zwar grundsätzlich und leberführung in die Quarantäne- Anstalt haben die Passagiere gefallen und sein Gedächtnis habe dadurch gelitten. Seine Tochter, gegen die Einführung der obligatorischen Arbeitslosen Unterftigung auch bei der direkt vom Neufelder Seedeich aus erfolgten Einschiffung ein niedliches, zartgebautes Mädchen, befundete, daß der sei, sich jedoch bei Beurteilung dieser Frage rein den Ort Kughaven nicht betreten, sind auch mit feinem Einwohner Vater, nachdem fie auf dem Kalkkasten niedergesunken fattischen Erwägungen leiten lasse. Er sei davon überzeugt, daß von Kughaven auf dem Hin- und Rückwege in Berührung ge dem Fuß, der mit einem schiveren Holzpantinen früher oder später diese Art der Unterstützung von den meisten Ge- fommen. Statt mit 70 Baffagieren, die in die Quarantäne- Anstalt befleidet war, nach ihrem Gesicht gestoßen habe. Er habe sie auf werkschaften eingeführt werde. Bei den Schuhmachern sei die Eins gebracht wurden, ist der" Rosario mit 71 am Sonntagnachmittag den Mund getroffen, wodurch die Oberlippe platte und ihr zwei führung der geplanten Neuerung gegenwärtig nicht angängig, weil in See gegangen. Eine Frau, die sich unter den zu beobachtenden Vorderzähne ausgeschlagen wurden. Nachdem ihr Vater aus dem der Bersetzungsprozeß des Handwerks durch die Errichtung mechanischer Leuten befand, hat nämlich einem Baby das Leben gegeben. Gefängnis herausgekommen sei, habe er sie sonst nie geschlagen. Betriebe noch nicht weit genug vorgeschritten sei. Die Mutter im Schweinestall. Ueber eine empörende Herz­Der medizinische Sachverständige, Sanitätsrat Dr. Mittenzweig, höhung der Beiträge würde den schlecht entlohnten Schoßschuhlosigkeit des eignen Sohnes gegen seine Mutter wird aus Barten­begutachtete, daß gar keine Veranlassung vorliege, an dem Gesund machern die Teilnahme an der Organisation erfchivert, während sie stein gemeldet: Der Barbier K. Hatte seine Mutter bei sich wohnen. heitszustande des Angeklagten zu zweifeln, er sei eben ein jäh- feinen den Leistungen entsprechenden Vorteil durch diese Seit längerer Zeit war es aufgefallen, daß die Frau nicht mehr zorniger Mensch, der seiner Roheit die Zügel Zügel schießen Unterstützungen hätten. Unlauteren Elementen sei es allerdings fichtbar war, und als man. nach dem Grunde ihres Verschwindens Taffe. Staatsanwalt Dr. Kur bedauerte, daß die unglück- möglich, diese Einrichtung hervorragend ausbeuten zu können, ba befragte, erklärte er, daß seine Mutter verreist sei. Vor kurzem waren liche Familie durch die schwere Strafe, die den Angeklagten durch die vorherrschende Hausindustrie die Kontrolle bei Arbeitslosig- Gerüchte laut geworden, daß die alte Frau von ihrem Sohn ein­treffen müffe, mit leiden müsse, hoffentlich werde anderweitig feit ungemein erschwert werde. Die Diskussionsredner sprachen gesperrt gehalten werde, insbesondere wollten fremde Kinder, die mit für sie gesorgt werden. Er beantrage gegen den Angeklagten 2 Jahre mehr oder weniger im Sinne des Referenten; von der Annahme den Kindern des K. auf dem Hof spielten, durch ein Loch des Gefängnis. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Davidsohn, regte einer Resolution wurde jedoch Abstand genommen und es jedem Schweineftalls ein graufiges Gesicht gesehen haben, das die weifel an, ob der Angeklagte doch völlig anrechnungsfähig sei, er Mitglied überlassen, nach seiner Ueberzeugung zu stimmen. Die se.schen Kinder als das einer Here bezeichneten. Ferner hatten An­Hielt eine Untersuchung auf dessen Geisteszustand für notwendig. Formalitäten, unter welchen die Abstimmung vor sich zu gehen hat, wohner des öfteren bemerkt, wie nach dem Schweinestall Essen ge­Der Gerichtshof lehnte diesen Antrag ab und verurteilte den An- werden von der Ortsverwaltung demnächst bekannt gegeben werden. tragen wurde. Auf Anzeige bei der Polizeibehörde wurde der Sache getlagten zu einem Jahr Gefängnis. Mitglieder, welche länger als acht Wochen restieren, dürfen an der nachgeforscht und dabei die 70jährige Frau in elendestem Zustande Der Geschäftsführer des Vereins zum Schuße der Kinder vor Abstimmung nicht teilnehmen. Von dem geplanten Ausflug, der im Schweinestall vorgefunden. Sie soll dort seit fünf Monaten ge­Ausnutzung und Mißhandlung" wohnte der Verhandlung bei. Der eingetretener Ereignisse halber zweimal aufgeschoben wurde, nahm legen haben. Ihr Körper starrte über und über von Schmutz und Berein wird versuchen, das unglückliche Kind in seiner Obhut zu be- die Versammlung endgültig Abstand. Ungeziefer und der ganze Leib war mit Wunden bedeckt. Ihr Der socialdemokratische Verein Vorwärts" zu Rigdorf Lager bestand in einem Strohhaufen, der mit Kot besudelt war. Wegen Wergehens gegen die§§ 2 und 13 des Vereins- hielt am 14. d. Mts. feine regelmäßige Versammlung im Lokal von Man hat die beklagenswerte Frau bei fremden Leuten unter­gefeßes war der Parteigenosse els angeflagt worden, weil er als Lautner ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung widmete der Vor- gebracht. Die ganze Stadt ist über das Geschehnis empört, zumal Vorsitzender des socialdemokratischen Vereins zu Altona einer Auf- fißende dem Genossen W. Liebknecht einen tiefempfundenen Nachruf St. ein wohlfituierter Mann und Hausbesizer ist. Er ist bereits in forderung der Polizei, ihr ein Mitgliederverzeichnis einzureichen, nicht und ehrten die Versammelten das Andenken des großen Toten durch Haft genommen. gefolgt war. F. bestritt, hierzu verpflichtet gewesen zu sein, da Erheben von den Pläßen. Alsdann sprach Genosse Th. Megner Bei dem Unfall, der sich, wie wir bereits berichteten, am in Jahre 1892 nach der Gründung des Vereins der damalige über Weltmachtspolitik und Arbeiterbestrebungen", wobei er zu Mittwoch in Paris durch den Zusammenstoß eines Motorwagens Vorstand ein Verzeichnis eingereicht habe und inzwischen einer scharfen Verurteilung der Weltmachtspolitik tam. Eine Debatte mit einem Pferdebahnwagen ereignete, haben 35 Personen Ber­auch alle enderungen im Mitgliederbestande der Polizei schloß sich an den Vortrag nicht. Nach einigen geschäftlichen Mit- legungen davongetragen. Jedoch schwebt keiner der Verunglückten angezeigt worden seien. Das Schöffengericht verurteilte jedoch teilungen wurde die Versammlung geschlossen. in Todesgefahr. den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 15 M. eventuell 5 Tagen Haft und das Landgericht verwarf seine hiergegen ein­Ein Kuß . Aus London wird berichtet: Ein Prozeß, zu dem In Groß- Lichterfelde fand am Mittwoch eine gut besuchte gelegte Berufung mit folgender Begründung: Der Socialdemokratische Parteiversammlung statt. Nach einem kurzen Nachruf des Genossen die folgende heitere Episode die Veranlassung gab, hat in London ließ eines Tags Verein wolle unzweifelhaft auf öffentliche Angelegenheiten ein- Begheimer ehrte die Versammlung das Andenken Liebknechts durch viel Stoff zur Heiterfeit gegeben. Lady A. Erheben von den Sißen. Genosse Megner sprach dann unter leb- ihren Wagen vor dem Hause eines Mufilhändlers halten, trat eiligst wirken, unterstehe also dem§ 2 des Vereinsgefeßes haftem Beifall über Weltpolitik und Arbeiterbestrebungen". Eine ein und ließ sich einige Musikstücke geben. Sie bezahlte ihre Rech Danach seien aber die Borsteher solcher solcher Vereine nicht intr verpflichtet, Statuten und Mitgliederverzeichnis binnen Diskussion des Vortrags wurde nicht beliebt. Eine Resolution, die nung und verließ den Laden. Aber bald fam ihr ein neuer Einfall. Der Ladenjüngling brei Tagen nach der Stiftung der Behörde einzureichen und sich gegen die Weltmachtspolitik der herrschenden Klassen ausspricht Ach." sagte sie, ein Kuß, ehe ich fortfahre." dieser jede Aenderung der Mitglieder und der Statuten binnen drei und die Einberufung des Reichstags wegen der deutschen Rüstungen betrachtete seine hübsche Kundin, schwankte eine Sekunde, dann fakte Fagen, nachdem fie eingetreten ist, anzuzeigen, sondern auch auf gegen China verlangt, fand einstimmige Annahine. Borheimer er sie um und drückte einen glühenden Kuß auf ihre Wange. Ent­Erfordern jede darauf bezügliche Ausfunft zu erteilen. Diese referierte über die bevorstehende Kreiskonferenz und den Parteitag seben der Gräfin, Silferufe, Hinzukunft des Chefs, der den An­Verpflichtung zur Auskunftsorteilung umfasse auch die Einreichung in Mainz . Als Delegierte zur Stonferenz wurden gewählt: Box gestellten sogleich vor die Thür jetzte, alles war das Berk eines Heimer, Ferd. Lehmann und Wenzel. Augenblicks. Der unglückliche Kommis wurde mum fürzlich vor den eines vollständigen Mitgliederverzeichnisses, wenn ein solches verlangt werde. Dabei sei es dann gleichgültig, ob bereits Die Versammlung nahm mit großer Majorität einen Antrag auf Gerichtshof citiert, weil er seine Kundin gewaltthätig behandelt hatte. Witgliederverzeichnis zur Zeit der Stiftung eingereicht worden zweimaliges tägliches Erscheinen des Vorwärts" unter gleichzeitiger Er fonnte sich aber verteidigen und wurde freigesprochen. Teufel," sagte der junge Mann vor Gericht, ich wußte nicht, daß es sich unr fei und ob der Vorstand in der Zwischenzeit alle Äenderungen der Uebernahme der Spedition in eigne Regie an. Polizei mitgeteilt habe. Fels hätte deshalb dem Verlangen der Nach Erledigung der Tagesordnung erfolgte Schluß der Ver- ein Musikstück handelte!"-Das ist ein Wint für die Komponisten, in der Wahl ihrer Titel vorsichtiger zu sein! Polizei nachfomnien müssen. Der Angeklagte legte Revision ein sammlung mit einem Hoch auf die Socialdemokratie. und sein Vertreter vor dem Stammergericht, Dr. Koppel, machte In Baumschulenweg fand am Mittwoch eine leider nur mäßig geltend, der§ 2 sei vom Landgericht falsch ausgelegt worden. besuchte Parteiversammlung statt. Paul Jahn referierte über Die Verpflichtung zur Auskunfiserteilung könne unmöglich die Welthandel und Kolonialpolitit" unter reichem Beifall der An­Berpflichtung zur neuerlichen Einreichung eines vollständigen Mit- wesenden. Genosse Gerisch ergänzte die Ausführungen des gliederverzeichnisses umfaffen sollen. Es wäre vielmehr anzunehmen, Referenten, indem er auf die vermeintlich berechtigte" Gewaltpolitik Hett. In Charlottenburg giebt es feinen städtischen Friedhof. Bei baß der Borstand mur verpflichtet sei, über irgend einen bestimmten in China verwies, deren Bekämpfung die Aufgabe der internationalen einer Kirchengemeinde war man im Zweifel, ob die nötige Toleranz Bunft Auskunft zu erteilen, Anfragen zu beantworten. Die Antwort Socialdemokratie sein müsse.( Beifall.) Da Anträge zum kommenden geübt wurde.

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