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Mr. 212. 17. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts " Berliner Volksblatt. Mittwo, 12. September 1900.

Parteitag der czechischen Socialdemokratie Oestreichs.

7 Frauen, besucht ist.

angelegenheiten.

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Budweis , 8. September.

Broschüren eine solche von 42 000 Exemplaren.

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endlich 170 000 im Jahre 1900. Die andre Tafel zeigt den Fort- Polizeiliche Erhebungen über die Zustände im Schlächter­Schritt der demokratischen Idee in Italien : gegen 675 000, im gewerbe werden gegenwärts in Berlin vorgenommen. Diese Jahre 1900 für die reaktionäre Partei abgegebene Stimmen, Aufnahmen erstrecken sich in der Hauptsache auf die Beschaffenheit erhielten die gesamten Parteien der Linken und der äußersten Linken und Einrichtung der Arbeits- und Schlafräume der Gesellen sowie 601 000. Noch einige Anstrengungen, und die Mehrheit der über die Länge der Arbeitszeit, die Sonntagsruhe und das italienischen Wähler wird, wenn nicht socialistisch, so doch demo- Stellenvermittelungswesen in diesem Beruf. Den Fleischer­mei flern scheint aber bas Belgehen, per Behörde höchſt, um­

kratisch sein.

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Die czechische Socialdemokratie in Oestreich begann ani Sonn­abend ihren vierten Parteitag, der von 111 Delegierten, darunter Die Tagesordnung des Kongresses ist ziemlich reichhaltig. Seit dem letzten Parteitag war die czechische Partei gezwungen, eine Gaal ein vielversprechendes Aussehen: mehr als 300 Personen find hebungen über diese Punkte anzustellen und zu diesem Zweck Frage Als Genosse Cost a um 9 Uhr das Wort ergreift, zeigt der angenehm zu sein, denn sie haben ihrerseits beschlossen, selbst Er­Reihe schwerer Kämpfe durchzumachen, da die jungczechische Partei, anwesend, unter thnen alle Mitglieder der parlamentarischen Fraktion, bogen auszugeben, die, wenn sie von den Meistern ausgefüllt find, ursprünglich eine demokratische Partei, sich allmählich als eine durch- Barbato, Verro, Professor Labriola , Genoffin Dr. Kulischoff, Treves, von Meistern und Gefellen gleichzeitig unterschrieben werden aus reaktionäre Bourgeoispartei entpuppt hatte. Die Tagesordnung Cabrini usw. Die ersten Worte des Genossen Costa gelten den sollen, damit die hegerischen Agitatoren nicht in die des Kongresses Tautet: 1. Bericht der Parteivertretung( Referent Krapla Wien). Kongreffisten, denen er den Gruß der römischen Socialdemokraten Lage fämen, die Richtigkeit dieser Feststellungen anzuzweifeln. 2. Organisation, besonders Organisation der Frauen und jugendlichen überbringt; dann in der gewissen Ueberzeugung, die Gefühle aller Die ehrsamen Schlächtermeister handeln hier offenbar nach Arbeiter( Referent Radimsky- Wien ). 3. Parteitaktit( Referent zu verdolmetschen, sendet er einen Gruß an das Andenten des berühmten Mustern. Sie wollen durch ihre Angaben doch nur die Nemec Prag ). 4. Parlamentarischer Bericht( Referent Abgeordneter großen Ringers, der erst vor wenigen Tagen das Feld der Kämpfe feinerzeit von den organisierten Fleischergesellen veröffentlichten zu Berner Ostrau). 5. Presse( Referent rapka- Wien ). 6. Die mit der Ruhe des Friedhofs vertanscht hat. Es ist nicht nötig fährt stände in den Fleischereien entkräften und vielleicht auch gar die Socialdemokratie und die Schule( Neferent Nemec- Wien ). 7. Die Costa fort das Leben Liebknechts noch einmal zu beschreiben; polizeilichen Ermittelungen etwas forrigieren helfen. Hierzu sollen Das werden sie jedoch Socialdemokratie und der Landtag( Referent van ef- Budweis ). Sein Name genügt schon, um uns alle an die großartigen Kämpfe zu nun die Gesellen die Hand bieten. 8. Die Socialdemokratie in der Gemeinde( Referent Abgeordneter erinnern, die die deutschen Socialdemokraten unter seiner unbezwing- in der Mehrzahl der Fälle nicht thun, denn die hier am Plage bestehenden Gesellenvereine find der Ansicht, daß Steiner Kladno). 9. Konsumvereine und Produktivgenossenschaften lichen und unbesiegbaren Führung erfochten haben." Gesellen bei der Costa fordert alsdann die Versammlung auf, dem Andenken des die von Erteilung Auskunft über ( Referent Vanek- Budweis ). 10. Wahlen und allgemeine Partei- Meisters zu huldigen, worauf sich alle Anwesenden von ihren Sigen die Mißstände im Gewerbe nicht unter der Kontrolle des Meisters stehen dürfen. Sie haben sich deshalb auch mit einer Petition in Das Präsidium wird von den Genossen Rouschar- Prag, erheben und mit lautem einmütigem Beifall antworten. Jura Brünn und Abg. Steiner Kladno gebildet. Nachdem man noch andre Grüße an einige italienische Genossen diesem Sinne an die maßgebende Behörde gewandt. Der Wert solcher Den Bericht der Parteivertretung erstattet Gen. gesandt hat, die im Gefängnis schmachten, schreitet man zur Kon- von den Meisterir veranstalteten Erhebungen sinkt natürlich für die Allgemeinheit der Bevölkerung auf nichts herunter, da ja bekanntlich Krapta Wien. Er vertveist auf die großen Kämpfe, die die stituierung des Bureaus und Costa wird als Präsident gewählt. Derselbe erstattet sodann den Bericht über die parla die Beglaubigung der von den Meistern selbst gemachten Angaben Partei seit dem letzten Parteitage durchmachen mußte, den Textil­arbeiter und den Bergarbeiterstreit, sowie die proßen Aktionen mentarische Thätigkeit. Er erinnert an die auf die Ab- durch die Gesellen nur unter dem Drucke der wirtschaftlichen Ab­gegen den schlechten Ausgleich mit Ungarn und die Zuckersteuer und schaffung der Kornzölle gerichteten Bemühungen der socialdemo- hängigkeit erfolgt. den siegreichen Kampf gegen den Zeitungsstempel. Auch die Mai- fratischen Fraktion, die jedoch an der Macht der regierenden Klassen Ein fühlbarer Mangel an Arbeitskräften soll, wie der Vor­feier ist in den letzten zwei Jahren immer großartiger begangen scheiterten. Jene aushungernden Zölle haben alsdann zu den stand der hiesigen Tischler Innung den Junungsmitgliedern durch worden. Der Aufschwung der Partei ergiebt sich aus der Ent- blutigen Zusammenstößen vom Mai 1898 geführt. Genosse Rundschreiben mitteilt, im Tischlergewerbe Herrschen. Der Vorstand widlung der Preſſe. Die Partei befigt jezt ein Tagblatt, das Costa kommt weiter auf den Obstruktionsfeldzug zu sprechen, ersucht deshalb die Innungsmeister dringend", durch Ausbildung aus dem die socialdemokratische Právo Lidu"( Volfsrecht") in Prag , zwei dreimal wöchentlich er­als Partei Siegerin von Lehrlingen an der Beseitigung dieses Mangels" mitzuwirken. scheinende, von denen eins, die Delnické Listy"( Arbeiter Zeitung ") hervorging. Er erwähnt die Kämpfe der Fraktion zu Gunsten Er teilt ferner mit, das Publikum sei in Zeitungen und durch die der Lehrer, der Preßfreiheit und in Wien , vom 1. Oktober an täglich herausgegeben werden foll, gebung; er betont noch einmal, daß der China frage gegenüberfräfte in der Tischlerei aufmerksam gemacht worden und hätten sich der Arbeiterschutz- Gesetz Rettoren der Gemeindeschulen auf das Fehlen zahlreicher Arbeits­Blätter. Diese wurden in den zwei Jahren 215 mal vom Staats- die Fraktion ihrem alten Programm weder ein Mann noch ein bis jetzt schon eine große Anzahl Knaben als Tischlerlehrlinge bei anwalt tonfisciert. Außerdem giebt es noch 17 gewerkschaftliche, fennig" treu geblieben ist; und schließt mit der Bemerkung, daß dem Vorstand der Innung angemeldet. 2 humoristische, 1 wissenschaftliches( Akademie") und 1 populär auch bei einer neulichen traurigen Veranlassung Sollte der Mangel an Arbeitskräften wirklich ein so fühlbarer wiſſenſchaftliches Blatt( ,, Cervantry"," Lichtstrahlen"). Im Jahr 1886 Partei, ihre moralische Physiognomie und Einheit zu wahren sein, wie der Innungsvorstands behauptet, so sehen wir nicht ein, fährt er fort bestand die gesamte Parteipresse aus 8 Blättern mit einer jährlichen gewußt hat. Ueberall wurde dieselbe weshalb sich die Herren von der Innung beim legten Tischler­und diese Erklärung Auflage von 80 300 Exemplaren, 1896 aus 19 Blättern mit 925 000, wollen wir hier noch einmal wiederholen: Wir verabscheuen die ſtreit im Frühjahr d. J. von den Scharfmachern der Freien Ber­im Jahre 1900 aus 32 Blättern mit einer Jahresauflage von 9 346 600 Exemplaren. Die Broschüren, die die Breßkommission in That, aber keine heuchlerisch opportunistische Erwägung wird uns ließen und den berechtigten Forderungen ihrer Gesellen einen so diesen 2 Jahren herausgab, hatten eine Gesamtauflage von 386 000 vergessen lassen, daß wir Socialdemokraten sind." heftigen, schließlich doch gebrochenen Widerstand entgegenseiten. Die Versammlung spricht sodann ein Tadelsvotum aus Gremplaren, die von einzelnen Organisationen herausgegebenen ben abgeordneten Genoffen De Marinis, der in seiner Eigenschaft der glaubt der Jnnungsvorstand durch eine möglichst ausgedehnte Lehrlingszüchterei die Arbeiter des Tischlergewerbes von Angeklagt waren in den 2 Jahren 923 Genossen, von denen als Sekretär der Kammer an dem Begräbnis des Königs Umberto weiteren Forderungen zur Aufbesserung ihrer Lage abhalten zu und an dem Empfang im Quirinal teilgenommen hat. 536 zu 12 Jahren 6 Monaten 11 Tagen und 3689 Kronen Geldstrafe berurteilt wurden. Die Nachmittags Sigung wird ausschließlich der Frage der können? Da dürfte er sich arg auf dem Holzweg befinden! Presse gewidmet. Die norbitalienischen Socialdemokraten Ueber die Berufswahl der schuleutlassenen Knaben Berlind empfinden das Bedürfnis nach einem eigenen Bartei- Organ, da sie soll, nach einem Wunsch des Provinzial- Schulkollegiums, eine Statistik iegt nur auf die radikalen und republikanischen Zeitungen an- aufgenommen werden. Die Schuldeputation hat daher die Rektoren gewiesen sind. Genosse Brampolini fragt daher, ob es nicht an der Gemeindeschulen angewiesen. am Schluß jedes Halbjahrs die er­den ,, Avanti" bon Rom nach gezeigt Mailand forderlichen Ermittelungen anzustellen und einen Bericht darüber ein­oder verlegen, den in Avanti" Rom 811 lassen, zusenden. aber in Mailand oder in Turin ein zweites tägliches Partei­Falsche Hundertjährige" dürften noch öfter zu finden sein Der Berichterstatter, Genosse Bissolati, als in dem einen Fall, der jetzt in Berlin festgestellt worden ist. weist aber auf die Notwendigkeit hin, den Avanti" noch immer in Erkannt werden sie nur bei Gelegenheit, wahrscheinlich nicht einmal Rom , gewissermaßen als Bollwert gegen die dort zunehmende immer bei den Volkszählungen. Der Statistiker G. v. Mahr stellt Reaktion zu lassen; die Versammlung nimmt auch fast einstimmig einmal die Behauptung auf, daß man es bei den Statistiken der eine, in diesem Sinne gefaßte Tagesordnung des Genossen Larfatti an. Organs in Mailand oder Turin wird von einer Specialfommission einer Statistik von Gedächtnis- und Schreibfehlern zu thun habe. Die Frage der Gründung eines zweiten, täglichen Bartei-" Hundertjährigen", sofern nicht eine besondere amtliche Prüfung aller ungewöhnlich höhen Altersangaben stattgefunden habe, mur mit erörtert werden. Um Gewißheit über den Wert dieser Statistiken zu erhalten, hatte In einer endlich angenommenen Resolution wird erklärt, er für die bayrische Volkszählung von 1871 das Alter aller daß die Auflösung des Parlaments und die Vornahme der Wahlen angeblich über 90 Jahre alten Personen nachträglich noch besonders auf Grund der bestehenden Wahlordnung die gegenwärtig unhaltbare feststellen lassen. Nach den ursprünglichen Angaben in den Volks­Situation noch verschlimmert. Der Parteitag verlangt daher die zählungs- Listen sollten im ganzen 37 Personen über 100 Jahre alt Ginberufung einer Konstituante auf Grund des bekleidet aufgefunden worden. Die Todesursache ist noch nicht ergab, daß nur eine einzige, eine Witwe, wirklich über 100 Jahre Im Müggelsee ist die Leiche der 22jährigen Martha Mohs un fein. Die amtliche Feststellung des Alters der betreffenden Personen allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrechts, festgestellt; am Körper der Leiche zeigen sich Verlegungen, alt war. um eine demokratische Verfassung auszuarbeiten, Der Grund dieser Fälschung des Volkszählungs- Ergebnisses ob das un braucht nicht überall der Wunsch, andre zu täuschen, gewefen zu sein. die außer der vollständigen politischen und nationalen Gleichberech doch herrscht noch völliges Dunkel darüber, tigung alle tulturellen und freiheitlichen Interessen des arbeitenden glückliche Mädchen freiwillig aus dem Leben geschieden ist auch Selbsttäuschung und eine durch das Alter erklärliche Gedächtnis­Volks schützt. oder ob ein Verbrechen vorliegt. Da ist es min in hohem schwäche werden dabei mitsprechen. Grade dankenswert, daß ein Ableger der agrarisch- antisemitischen " Deutschen Tageszeitung", das Berliner Blatt", die Polizei In der städtischen höheren Webeschule, Markusstraße 49, In der Montags- Sigung wird zunächst über die Presse auf die richtige Spur lodi. Für diese christlich- germanische Zeitung beginnt der neue Unterrichtsturfus für die Tagesabteilung, und verhandelt. Das Referat erstattet Genoffe& rapta Wien. Diefer steht es nicht allein fest, daß Martha Mohs ermordet worden, zwar für Weberei, Musterzeichnen, Wirkerei, Posamentiererei, Sturbel­beantragt ein Preßregulativ, das die Kontrolle der Partei über das Blatt ist sogar mit der Thäterschaft so innig vertraut, stickerei und Färberei am Montag, den 15. Oftober. Für die Abend­die Parteiblätter regelt. Das Regulativ wird nach kurzer daß es eine bestimmte Menschenkategorie namhaft machen und Somitagsabteilung beginnt der Unterricht für Weber und Wirker, Debatte angenommen. Ferner wird beschlossen, daß die tann, unter der sich der Mörder versteckt hält. verstedt hält. Ja noch Musterzeichner, Bojamentierer, Sturbelstider, Färber und Staufleute Redaktion der Frauenzeitung Bensky Lift" von Brünn nach Brag mehr, auch eine Anzahl Zukunftsmorde werden der Staats- bereits am Sonntag, den 14. Oktober cr. Nähere Auskunft erteilt berlegt werden solle. Außerdem werden mehrere seit dem legten anwaltschaft auf dem Präsentierteller dargebracht. Das Berliner der Direktor der Anstalt, Professor Gürtler. Kongresse gegründete Beitungen als Parteiblätter anerkannt. Blatt" läßt sich vernehmen: Wie wir schon mitteilten, macht sich bei dem Ruder- und Segelsport das Eindringen des Judentums je länger je un­angenehmer lästig. Der Rudersport ist eine Leibesübung vorzugs weise für jüngere Männer, und in Sportkreisen wird es daher sehr un­liebfam empfunden, daß der Sport vielfach als Nebenzwed" betrieben wird, denn selten sieht man jüdische Sportsmen" ohne Damen " bereits im auf dem Wasser. An und hinter den Büschen lagern diese eine Vorlage gemacht, die indes nicht zur Annahme ge galanten" Sportsherren am Ufer umher, und was auf der langte. Wir müssen deshalb davon absehen, die Angelegenheit Friedrichstraße begonnen wird, das wird in Grünau und zur Zeit von neuem in Anregung zu bringen. Zu einer Verlegung Treptow auf dem Wasser fortgesetzt. Nach allem dem erscheint des Jahrmarktes von der Gneisenaustraße liegt aber keine Vers die von uns von vornherein gehegte Vermutung durchaus be anlassung vor, da die dafür angeführten Gründe( Schädigung der gründet, und es würde sich nach unsrer Ansicht für die Polizei seßhaften Geschäftsleute 2c. D. Red.) für alle andren Stadtteile gleich zunächst darum handeln, festzustellen, welche Segelboote am zutreffend find. Kirschner." Sonntag die Müggel gekreuzt haben. Das dürfte nicht schwer halten, da sie ja doch alle bei Grünau verankert sind. Wird hier in diesem Falle nicht mit fester and eingegriffen, fo dürften fich die rätselhaften Mädchenleichen- Funde" im Wasser in 8utunft erschredend mehren."

Ueber Organisation referierte Genosse Radimsky­Wien. Er schlägt namens der Parteivertretung eine Ergänzung des Organisations statuts in dem Sinne vor, daß sich die Ge­samtheit der Vertrauensmänner aller Wahlkreise eines Landes als Landesvertretung tonstituieren solle, die durch eine gewählte Landes­exekutive die Geschäfte führen solle.- Ferner sollen neue Be­stimmungen über die Frauenorganisation aufgenommen

werden.

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Der zweite Tag war der Verhandlung über die Partei taktik und die Neuwahlen" gewidmet. Das Referat zu diesem Punkt erstattete Genosse Nemec- Prag . An das Referat knüpfte fich eine lebhafte Debatte, die sich hauptsächlich mit der Stellung der Socialdemokratie gegenüber den andern Parteien und vor allem gegenüber dem böhmischen Staatsrechte" befaßte.

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Ueber den 6. Punkt der Tagesordnung: Die Social. demokratie und die Schule" referiert Genosse Nemec Brag. Er bespricht eingehend die Bedeutung einer freien Schule für die Arbeiterschaft und verweist auf die fortschreitende Klerifali sierung der Schule in Oestreich. Er legt sodann eine Resolution vor, die die Forderungen der Socialdemokratie in Bezug auf die Schule enthält.

leber die Socialdemokratie in der Gemeinde" referiert Abgeordneter Steiner. Er legt ein fommunales Pro­gramm vor. Ban

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Organ zu gründen.

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Tokales.

Der neueste Ritualmord.

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Wegen Aufhebung des Weihnachtsmarkts und Verlegung der Jahrmärkte aus der Gneisenaustraße war der Freisinnige Verein der Halleschen Thorbezirke bei dem Magistrat vorstellig geworden. Hierauf ist folgende Antwort erteilt worden:" Wir haben die Aufhebung der Weihnachts- und Jahrmärkte wiederholt in Erwägung gezogen und zwecks Aufhebung der Weihnachtsmärkte der Jahre 1894 Stadtverordneten= Bersammlung

Welche Gründe den freisinnigen Verein zu seinem Gesuch be stimmten, ist nicht ersichtlich. Wahrscheinlich thaten ihm die armen Frauen und Kinder leid, die allen Unbilden der Witterung aus­gesetzt, mit dem Verkauf von Sechsertnarren ein paar Pfennige ver­

Banet Budweis spricht über, die Socialdemokratie und die Landtage Die Landtage seien die reaktionärste Institution in unsrem schon ohnedies genug reaktionären Oestreich. Der Redner beantragt eine Resolution, in der es als wichtigste Pflicht der Arbeiter erklärt wird, das allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht für die Landtage zu erkämpfen. Dem Verhalten der Landtage foll die größte Aufmerksamkeit zugewendet werden. In den Ver fammlungen ist besonders auf die volksfeindliche Thätigkeit der Ver freter der privilegierten Klaffen namentlich Fragen der Schule, der Es mag dem unglücklichen Vater der Martha Mohs, einem August Scherl hat unter arger Konkurrenz zu leiden. Kaum Armenversorgung, der Landeseinlagen usw. hinzuweisen. ehrbaren Fleischbeschauer, zwar eiskalt über die Haut laufen, wenn Bum, internationalen socialistischen Kongreß er seine unbescholtene Tochter nach ihrem Tode als eine vert er mit seinem Pantheon- Projekt hervorgetreten, so kommen auch in Paris werden zwei Delegierte und zwar die Genossen Ne me cdächtigt sieht, schon andre, die es besser machen wollen. Hiesigen Blättern wird die auf der Friedrichstraße Männerbekannt­

dienen.

Brag und Vanet Budweis entfendet werden. Die Parteischaften machte, aber das ist bei dem hehren Ziel, Biel , folgendes gemeldet:

bertretung wird von Wien nach Prag verlegt.

das erflommen werden soll, immerhin nebensächlich. Die Hauptsache Zu Mitgliedern der Parteivertretung werden die Genossen ist, daß wir wieder einmal sichere Fingerzeige für einen Rituallustmord Nemec, Dr. Soukup, Reis, Rouschar, hornof und die Genoffin Bozena Touzil gewählt. Als Wiener Mitglieder der Parteivertretung, die die Verbindung mit den Parteivertretungen der übrigen nationalen Organisationen aufrechterhalten sollen, werden die Genossen Radimsty, Korinet und Sveltit gewählt.

Als Ort des nächsten Parteitags, der in zwei Jahren abgehalten werden soll, wird Brag bestimmt. Damit ist die Tages­ordnung erschöpft und der Vorsitzende Genosse Steiner schließt den Kongreß mit einer kurzen Ansprache.

Parteitag der italienischen Socialdemokratie.

Rom , 8. September.

Der sechste Parteitag der italienischen Socialdemokratie wurde heute früh im großen Saal des Eldorado eröffnet. Der Saal ist von großer Einfachheit: kein Schmud, teine Bilder, feine Fahnen.

haben, und daß die Juden, die sonst das Wasser nicht leiden können, als Sterle festgenagelt werden, die selbst vor dem Müggelsee nicht zurückschreden, wenn es ein Christenmädchen abzumurtsen gilt.

Immer mehr zeigt sich, wie recht einer, der die Sorte kannte, gehabt hat, als er von den Juden fang:

Judenvolt, du bist ein Aas, Worin hausen die Dämonen, Eure Leiber sind Kasernen Für des Teufels Legionen. Judenvolt, ihr seid Hyänen, Wölfe, Schakals, die in Gräbern Wühlen, um der Toten Leichnam Blutfraßgierig aufzuftöbern!

Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Die Mit Im Hintergrunde der Bühne sind nur zwei große, mit Ziffern be- glieder des Bunds werden hiermit auf die im Lauf nächster Woche deckte Tafeln zu sehen. Die eine stellt die Ergebnisse der vier letzten stattfindenden vier Sängerversammlungen aufmerksam gemacht, Wahlen bar, mit den socialdemokratischen Stimmen: 26 000 im welche sich mit der Abhaltung der Bezirks- ülebungsstunden beschäftigen Jahre 1892, 78 000 im Jahre 1895; 135 000 im Jahre 1897 und werden. Nähere Bekanntgabe erfolgt durch Annonce.

des

Die Beseitigung der alten Häufer am Schloßplat zwischen der Breiten und der Brüderstraße nimmt greifbare Gestalt an, wenn auch eine Verwendung des Bauplatzes für ein Phantheon" nicht geplant ist. Wie wir hören, beabsichtigen Ber liner Bürger aller Stände, aus Anlaß zweihundertjährigen Gedenktags der Gründung bes Königreichs Preußen das Unternehmen auszu führen. Die bereits stattgehabten Vorbesprechungen lassen darauf schließen, daß bald nähere Mitteilungen darüber in die Deffentlich teit dringen werden."

Dieser Plan ist schon um deswegen besser als das Pantheon Projekt, weil er uns die Verlegenheit vom Halse nimmt, die großen Männer vom Garde- Lieutenant und Staatsanwaltschaftsrat an auf wärts alle posthum zu placieren. Es ist wohl auch ausgemacht, daß die anonymen Bürger aller Stände die Kosten für das noch etwas geheimnisvolle Unternehmen, das sich am Ende zu einer Triumphpforte zum Andenken an den siegreichen Waldersee Feldzug auswachsen dürfte, völlig aus ihrer eignen Tasche berappen.

Eine Abnahme des Besuchs der höheren Lehranstalten will der Magistrat beobachtet haben, wie aus einem Bescheide hervor­geht, den ein Bezirksverein auf eine Betition wegen Errichtung einer höheren Lehranstalt in der Tempelhofer Vorstadt erhalten