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Auch die Freisinnige Zeitung" Eugen Richters hätte gar Dieser letzte Tag im Noten Meere war der furchtbarste, Gegner wollen wenigstens in der Stichwahl sich gegenseitig Hilfe nichts dagegen, wenn wir der brüchigen Partei unbedingte den ich je erlebt habe. Das unglüdliche Schiffspersonal, gegen den Socialdemokraten leisten. Es ist nicht ausgeschlossen, daß Wahlhilfe leisten würden. Da dem Schlauen aber schwant, vor allem die Heizer, hatten schwer zu leiden. Die die Sammiler schon in der Hauptwahl auf der Strecke bleiben. daß davon keine Rede sein werde, so erklärt das Blatt mit Temperatur an der Maschine erreichte 67 Grad. Bierzehn Die gastwirtschaftlichen Unternehmer an der Arbeit. Gegen für Arbeiterſtatiſtit betreffend ganz außerordentlich überschätzt, bezeichnet es dann aber als zu verzeichnen, alle von bedrohlichem Charakter, mit Benommenheit die Regelung der Arbeitsverhältnisse in Gast und Schank­und Krämpfen. Auch den ersten Toten hat uns dieser wirtschaften hat, wie die" Frantf. 8tg." mitzuteilen weiß, der einen schweren Fehler, daß wir eigne Wahlmänner aufstellen: Tag gebracht. Ein württembergifcher Sanitäts Unteroffizier Berband deutscher Bahnhofswirte eine Eingabe an den Bundesrat Diese Aussicht wird den Parteien der Reaktion hoch aus um erlag der glühenden Size. Am Abend haben willkommen sein. Je mehr auf diese Weise die Freifinnigen wir ihn fern der Heimat ins Meer verfenft. Soweit die mit gerichtet. Er bezeichnet darin die Vorschläge an sich als un zur Verteidigung ihres Befisstands Kräfte gegen die Socialdemo- teilungen der bürgerlichen Presse, die zu bezweifeln wir keine annehmbar und erklärt ihre Durchführung im Betriebe der Bahnhofs­tratie aufwenden müssen, um so weniger erübrigt ihnen, Straft Veranlassung haben. Damit aber beweifen zu wollen, wie not. Restaurants für unmöglich, da die besonderen Verhältnisse in den auf die Eroberung von Mandaten zu verwenden, die sich jetzt im wendig die Verwendung farbiger Heizer wäre, ist so verfehlt wie Bahnhofswirtschaften, wo sich die Arbeit nach dem Aufenthalt Beispielsweise wird der nur irgend etwas. Die Sachsen " ist ein noch verhältnismäßig während andrerseits an der Züge regelt und meist nur auf ganz kurze Zeit beschränkt, Besitz rechtsstehender Parteien befinden. Kampf, der sich demnächst in Berlin entspinnt, den tonjernenes Schiff und wenn derartiges fich ereignet, so beweißt es, daß Ruhepause kaum zu denken ist, eine achtstündige zusammenhängende eine anderweitige Regelung vativen Parteien au statten tommen in der Behaup- die Einrichtungen zum Schuß der Mannschaften noch als andre Betriebe erheischen. Die Eingabe gipfelt tung ihres sonst gefährdeten Befizstands in den Wahlkreisen der viel zu mangelhaft, daß die Arbeitszeit von 8 Stunden dem Verlangen, daß, wenn die Vorschläge der Kommission zum Umgegend von Berlin ." für dieselbe viel zu lang ist. Des weiteren meint die Freisinnige Zeitung", die Und dann wagt man noch, wenn wir in richtiger Würdigung Schuhe der im Gastwirtsbetriebe angestellten Personen Gesezestraft Konservativen könnten sich zu der Taktik der Socialdemokraten dieser Verhältnisse die Entsendung der Topedoboote mit ihren um so erlangen, sie auf die in Bahnhofswirtſchaften beschäftigten Kellner beglückwünschen. Diese Taktik Eugen Richters ist nur viel engeren Heizräumen als etwas gewagt" nannten, dieselbe als und sonstigen Hilfspersonen keine Anwendung finden sollen. Wir erachten es als selstverständlich, daß die Regierung dem Ver= formell ein wenig gescheiter als die der Bossin". Die gänzlich harmlos zu bezeichnen. Wenn für die Handelsschiffe nach der Neederpresse die Farbigen die Bahnhofsrestaurants sind, wovon sich jeder Reisende überzeugen Socialdemokratie müßte die Partei der harmlosesten Einfalt notwendig find, da die Deutschen zu wenig widerstandsfähig, so kann, wahre Lehrlings zich tereien. Die jungen Leute- halbe langen der Bahnhofsrestaurateure feinerlei Beachtung schenkt. Gerade sein, wenn sie sich durch solche Kniffe düpieren ließe. Uns würde dasselbe doch auch für die Heizer der Kriegsschiffe gelten stinderlaufen schlaftrunken an den Nacht- und Morgenzügen umber, züchtereien. schreckt das Aufgebot des reaktionären Gespenstes nicht im müssen. Das sind Widersprüche, um welche sich ein Organ der um die in der Regel sehr teuren Waren ihrer Herren Prinzipale mindesten, zumal der Freisinn selber immer reaktionärer wird. großen Reedereien leicht herumdrückt. Heute wird das bestritten, anzupreisen. Freilich müssen die Bahnhofsrestaurateure meist hohe Wir werden zeigen, was wir aus eigner Straft zu leisten ver- was morgen zur Begründung des Gegenteils dient. Es geht doch Pachtsummen an den Eisenbahnfistus zahlen. Dieser erlaubt sich mögen, und dann wird es ja am Freisinn liegen, zu be- nichts über die bürgerliche Preßlakatenthätigkeit. auch ein Kontrollrecht über die Preise, die die Pächter verlangen, cr weisen, daß er in Wirklichkeit die Reaktion bekämpfen betrachtet sich also als der eigentliche Inhaber der Eisenbahn­restaurationen. Wann also überhaupt, so wäre hier höchstens die Ausnahme am Blaz, daß gerade die gewissermaßen unter staatlicher Verantwortlichkeit stehenden Bahnhofswirtschaften zu Muster­anstalten" auch bezüglich des Arbeiterschutzes herausgebildet würden.

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will. Die Zumutung, daß wir für die besonderen freisinnigen Zur Kohlennot. Die Kreuz- 8tg." teilt mit, daß die deutsche Partei- Interessen uns ausbeuten lassen sollen, ist zu komisch, Kohlenausfuhr in den ersten fieben Monaten 1900 auf als daß wir sie mit einer ernsthaften Zurückweisung zu beehren 88 millionen Doppelcentner gegenüber 77 Millionen Doppel­brauchen.- centner im gleichen Zeitraum des Vorjahres, und im August dieses Jahres weiterhin um 870 000 Doppelcentner gegenüber dem Auguft vorigen Jahres gestiegen ist. Es wäre ein unerträglicher Zustand, meint das Blatt hierzu, wenn in Deutschland die Kohlenteuerung fortdauern und deutsche Kohlen im Ausland billiger angeboten werden sollten als in Deutschland selbst.

Deutsches Reich . Gegen die Krankenkassen Hehe.

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Dies verans

Durchbrechung der Sonntagsruhe. In dem in Frankfurt a. M. erscheinenden General- Anzeiger " stand folgendes zu lesen: Am Sonntag, den 23. September, werden wegen des auf den 24. und 25. September fallenden jüdischen Neujahrsfestes die Schalter für den Der in Nürnberg abgehaltene Verbandstag der deutschen Orts- Wir fönnen uns ausnahmsweise mit der Kreuz- Zeitung " voll- Verlauf von Bostwertzeichen und der Kiosk in der Schalterhalle des Krankenkassen beschloß, wie uns ein Privattelegramm von dort ständig einverstanden erklären. Die Reichsregierung läßt sich aber Postamts I( Beil) von 11 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags, anstatt meldet, nach Zustimmung der Unternehmer- Vertreter ein- roz der drückenden Not nicht bewegen, das Ausfuhrverbot zu er von 12-1 Uhr nachmittags, offen gehalten werden." lassen. Nicht einmal die Beseitigung der Ausfuhrlaßt die Staatsbürger- 3tg." zu folgenden Worten: Also eine Durch stimmig, mit aller Entschiedenheit gegen jede Beschränkung vergünstigungen wird von ihr ins Auge gefaßt. brechung der Sonntagsruhe zur Bequemlichkeit der Juden, und noch der freien Selbstverwaltung der Ortskassen zu protestieren. Nach einem Bericht der Bielefelder Handelskammer erfolgt die dazu derart, daß dadurch die Kirchzeit beeinträchtigt wird! Ist das Er protestiert gegen die von der Regierung beliebte ein- Kohlenausfuhr aus Preußen unter Gewährung einer Fracht den Staatssekretär des Reichs- Poftamts bekannt und billigt er dies feitige Umfrage und Berichterstattung für die geplante sogenannte ermäßigung von 2/2 Millionen Mart jährlich, alfo mit staat Vorgehen? Können die Juden sich nicht zeitig genug mit den von ihnen gewünschten Bostwertzeichen versehen, daß den Beamten Reform. Er erklärt, daß keinerlei ernst zu nehmende objektive licher Unterstützung. Beweise für den Mißbrauch der bisherigen Selbstverwaltung die Kohlenbarone geradezu aureizen, lieber nach dem Ausland ver- wohl das ji difche Neujahrsfest an! Wenn es mit der Ver Diese staatliche Prämie, die durch nichts gerechtfertigt ist, muß deshalb die Sonntagsruhe beschnitten werden muß? Was geht uns taufen. judung so weiter geht, dann wird es wohl nicht lange dauern, bis vir an Stelle des Sonntags den jüdischen Sabbat einsetzen." Ganz einverstanden, soweit Front gemacht wird gegen die Be­schränkung der Sonntagsruhe der Beamten. Aus den Ausführungen der Staatsb.- 8tg." ist aber flar ersichtlich, daß es ihr mehr um einen Ausfall gegen die Juden zu thun ist. Unfres Wissens hat sich das Blatt nicht aufgeregt, als an dem Berliner Dombau und bei den Reparaturarbeiten am Berliner Schloß unsrerseits Sabbat schändungen festgestellt wurden.

erbracht worden sind und spricht die Erwartung ans, Bundesrat und Reichstag werden sich gegenüber den Bestrebungen auf Be­schränkung der Selbstverwaltung ablehnend verhalten.

Zu dem Majeftätsurteil in Erfurt teilt unser dortiges

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Um wie viel muß sich die Not namentlich der fleinen Leute noch vermehren, ehe der Staat sich dazu aufraffen wird, dem Kohlenwucher zu steuern?

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Zeichen des nahenden Krachs. Das Berl. TagebI." Parteiblatt mit, daß bis jetzt noch nicht einmal eine Antwort auf bringt folgende Tabelle der Kursbewegung in den letzten fünf das Haftentlassungsgesuch ergangen sei, obwohl dem Gericht Kaution in jeder Höhe angeboten worden ist.

Auch über rücksichtslose Behandlung lagt der Verurteilte. So hat er am Dienstag, dem Tage seiner Verhaftung, erst abends 71/2 Uhr etwas zu essen bekommen, obwohl er im Lauf des Nach­mittags zweimal um Lebensmittel ersucht hat. Da er bereits früh in der zehnten Stunde zum Termin erscheinen mußte, so mußte er ca. 9 Stunden ohne Nahrung bleiben, obwohl er früh natürlich nur ein geringes Frühstück genossen hatte.

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Wir

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In der Zukunft" wird der Brief eines älteren Beamten und Offiziers der Reserve veröffentlicht, der sich äußerst bitter über das herrschende feige Schweigesystem äußert. Es heißt in dem Schreiben: Seit wann und durch welches Gesetz ist es deutschen Staats bürgern verboten, auszusprechen, was Hunderttausende denken: Wir mißbilligen, ohne Sr. Maj. gute Abficht irgend anzuzweifeln, fast jeden Satz, den der Kaiser über die Chinasache gesprochen, ge­schrieben oder telegraphiert hat, vom Pardonverbot und Hunnens vergleich bis zur Empfehlung Walderfees an Mac Kinley als des Gatten von Esther Lee. Wir sind erschreckt über die Wirkung, die des Kaisers Diktion auf Waldersee ausgeübt hat, der( wie weiland Ducrot) schwört, nie einen Rückzug zu befehlen, und von dem fogar in den zahmen Preuß. Jahrbüchern" gefagt wird, sein( eines aktiven Generalfeldmarschalls 1) Verhalten sei den besten Traditionen des preußischen Offiziercorps zuwider gewesen. das heißt jeder, der eine Ahnung von den Verkehrsformen der Souveräne find bestürzt über das, was dem höchsten Vertreter des Deutschen Volts in legter Zeit vom russischen Kaiser geboten worden ist. Wir mißbilligen einmütig einen großen Teil dessen, was von dem Leiter der Reichspolitik gethan worden ist: das Drängen in, ja, vor die Front, den Umfang unsrer Truppensendung. Wir befürchten von diesen Worten und Thaten großes Unheil für das Verhältnis zu den andren Mächten, für die Meinung des Auslands bom deutschen Volkscharakter, für unsren Handel, für unsre Finanzen. Wir sind aufs tiefste entrüstet, daß Kanzler und Minister nicht jene Worte und Thaten verhindern, wie ihres Amts ist, oder diefes Amt quittieren. Wir tadeln auf das schärfste, daß ein Krieg mit Opferung von Tausenden gesunder Körper und hunderten Millionen Mark geführt wird, ohne die Vertretung des Volks zu hören. Und das alles müssen wir schlotternd verschlucken, aus Furcht vor dem Büttel?

hat

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Monaten:

Baroper Walztverk. Bismarckhütte. Bochumer Gußstahl Bösperde Walzwert Concordia - Bergwerk Konsolidation. Dannenbaum. Donnersmarckhütte Düsseldorfer Eisenhütte Eschweiler Bergwerk Geisweider Eisenwerke

Gelsenkirchener Gußstahlwerke. 221,10

Harpener

asper Hibernia

Hösch Eisentverk Kölner Bergwert Kattowiger Bergwerk Kölner Bergwert Königsborn Laurahütte Massener Bergwerk. Mathildenhütte Menden u. Schwerte

Rote Erde.

Nordstern Steinfohlenbergwerk. Rombacher Hütten. Westfälische Drahtindustrie Westfälische Stahlwerte Wittener Gußstahlwerke

109 105 103,30

am 20. April

280

Kurse Gestrige Kurse 121

Nüdgang

335

230

276,60

178,80

240

125

369,50

267,50

115 102,50

423,10

340,10

83

166,75

89,10

77,65

281

212

69

289

176

113

287,50

217,75

69,75

336,50

180,60

131,25

155,90 89,85

244

175,80

168,20

427,50 257,40

200

227,50

195,60

61,80

250

161,90

88,10

258,75

192,50

66,25

492,50

348,25

261

202

144,25 59

281,40

189,80

91,60

217,25

151

256,75

142,50

177

117,50

216

309,50

211

.

197

123

66,25 114,50 59,50 66 98,50 74

·

219,25

139

260,50

278,60

158,75 180

80,25 106,75 98,60

dessen Thaten in Afrika kürzlich berichtet wurde, hat, wie der Bresl. Gut genug für Afrika . Hauptmann von Besser, über Gen.- Anz." erfährt, im Jahre 1897 einige Wochen hindurch die zweite Compagnie des Füfilier- Regiments Nr. 38 geführt. Er habe aber in unglaublich furzer Zeit unverhältnismäßig viel seiner Leute mit Arrest bestraft, so daß ihm das Bestrafungsrecht entzogen worden sei. Hauptmann von Besser war damals eben erst aus Afrika ge­Dabei wäre es so gefahrlos, frei von der Leber zu sprechen, kommen und wurde schleunigst wieder dahin zurückgeschickt. wenn nur Fünfhundert, wenn nur Hundert die Courage hätten! Sind die Angaben des Gen.- Anz." richtig, dann scheint bei Einem, fünf, zehn mutigen Schriftstellern und Rednern kann unsrer Reichsregierung in der That die Ansicht zu bestehen, daß für man das Leben sauer machen durch Beschlagnahmen, Verbote, vers die Stulturaufgaben" in Afrika die minderwertigsten Elemente gerade antwortliche Vernehmungen, Anklagen, Armesünderbänkchen. Bei noch gut genug seien. fünfzig hört's schon auf! Wie schnell würde dann selbst Herr Schönstedt seinen Staatsanwälten Hahn in Nuh kommandieren... In drei Wochen wäre der Reichstag versammelt, wenn das Volt es laut und einmütig forderte."

Der Mann redet sich umsonst in Zorn. Weder sind die ge­wünschten 500 oder 10 Schriftsteller vorhanden, die er wünscht; denn die Bourgeoisie braucht st um me, aber gut genährte Hunde, noch würde sich die Staatsanwaltschaft durch solches Mafienaufgebot von Märtyrern beirren laffen. Sie würde einfach das Rezept ver­folgen, das schon jetzt im Brauch ist, sie würde sich ein paar lebel­thäter heransgreifen und diese gehörig abstrafen, die übrigen aber ignorieren.-

Zum Kapitel der Höllenfahrten!

Kein Geld! Die ärztlichen Vereinigungen haben neuerdings wieder die Einführung der obligatorischen Leichenschau gefordert und zu diesem Behuf sich an den Reichs­tanzler gewendet. Diesmal ist zu dem Berlangen der Zusatz gemacht worden, daß die Leichenschau nur von approbierten Aerzten vor­genommen werden soll. Diese Verschärfung" läßt, so wird

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offiziös versichert, die Erfüllung des allgemein geäußerten Wunsches vorderhand als unmöglich erscheinen. Grund: Kein Geld zur Bezahlung genügender ärztlicher Kräfte. Ein geringer Bruchteil von dem Millionenpump, der soeben für Deutschlands Chinapolitik auf­genommen wird, wäre genügend, diesem Bedürfnis zu ents sprechen.

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Berichtigung. In der Anzeige des Buches von Dr. Reich über Kriminalität und Altruismus( Nr. 222 Beilage 4 Seite 2 Spalte 1 des Borwärts") ist zu lesen in Beile 79:" Beiten" anstatt: Beichen", in Beile 22: Fanatiter" anstatt: Dramatiker", in 8eile 26: wir" anstatt: mir".

Ausland. Oestreich- Ungarn .

Kultur- Elend. Anläßlich der Katastrophe in Dug entwirft ein Augenzeuge in dem unverdächtig bürgerlichen Berl. Tageblatt" eine Schilderung, der die folgenden Einzelheiten entnommen feien:

Die ganze Gegend wird von dicken Dünsten umhüllt, ver­laffene Tagbane rauchen, und aus ragenden Schornsteinen steigen dichte Wolken. Schacht an Schacht, Schutthalden, Kohlenhaufen. Daneben Sümpfe, entstanden auf eingeſunfenen Stollen,

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unter denen die Kohlen gefördert" wurden. Wir schließen die Fenster: Qualm und Dunst legen sich beklemmend auf die Bruft. Rechts und lints liegen Menschen in den Tiefen der Erde; nadt, fchweißtriefend, mit biden Lagen von Kohlenstaub bebedt; ähnlicher als vorsündflutlichen Geschöpfen Menschen.... Was zwischen den Bergen liegt, das Durer Becken, das ist wie eine weite, weite Arena. Dort tämpfen Tausende und Abertausende den Kampf ums Dasein.

" Bleibt der Bergmann im Lichte des Tags, dann dräut der Hunger; steigt er aber hinab, wo er fein Brot findet, ziehen ihm erbarmungslose Gegner nach: Wasser, Feuer und unsichtbare Sticklüfte. Und dort kämpfen sie den grausamen Kampf ums nadte Leben....

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" Sie haben das nadte Leben gerettet. Das fagt man so. Man muß sie gesehen haben, jene, die das Leben sich retteten, nadt, jeder Nerv angespannt, jede Muskel vibrierend, die Augen aus den Höhlen, starr, als glaubten sie nicht, daß sie sehend sind, daß fie im Tageslicht wandeln; die Brust feuchend, bemüht, die letzten Reste der giftigen Gase aus­zustoßen und die reine Luft einzuatmen. Einer, ein Jüngling noch, wirft sich auf die Erde, er ist todmatt. Mein Gott, mein Gott. Es war arg!" ruft er. Die andren tauern sich nieder und warten bis man mit einem Lappen ihre Blößen deckt. Einige Heimwärts aber laufen querfeldein wie toll es find Väter. Jene, die im Winkel fauern, versuchen, zu lachen, als fie diese nackten und halbnackten Männer im scharfen Licht laufen sehen. Aber es gelingt ihnen nicht, das Lachen, fie bringen mur eine Grimasse fertig. Sie wollten ihre Ueber­legenheit zeigen: fie sind Veteranen des Unglüds, zum zweitens male ist es Ihnen gelungen, dem sicheren Tode zu entrinnen: das erstemal vor neun Jahren!...

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Im Schachthause drängen fich die Menschen, Frauen und Kinder, fie tauchen die gierigen Blicke in die Tiefe. Die Schale hebt sich. Sie rufen: Franz!" Johann!" Karl!" Mann 1" Liebster!"" Water!" Ein brenzlicher Geruch steigt auf. Eine halbverkohlte Masse, verbrannte Augen, gesengte Haare, ein graufiger Klumpen, ihrer Biele. Das windet sich vor unfagbarer Bein und stöhnt und fleht um Erlösung. Die Aerzte find am Werke. Sie lösen die verbrannten Lappen ab, fie reinigen die jammervollen Körper, die Gefichter, dann rasch auf den Wagen. Die Frauen, die Kinder, sie umdrängen die Unglüd lichen, sie stieren nach ihnen, sie saugen jeden Laut auf, aber sie erkennen keinen unter diesen als den lieben Ihren, als Mann, als Vater, als Geliebten."

Wenn man aber das Blatt, das diese furchtbaren Schilderungen, mehr aus Sensations- als aus einem Gefühlsbedürfnis heraus, ver­öffentlicht, darauf hinweisen würde, daß eine Kultur, die auf solchem Grunde ruht, keinen Pfifferling wert sei, so würde es sich ob solcher umstürzlerischen Ruchlosigkeit entfehen und das hohe Lied vom fegensvollen Kapital anstimmen.-

Aus dem Reichstags- Wahlkreise Wanzleben . Für die Kiel , 21. September 1900. Erfazwahlen im Streise Wanzleben haben die Nationallibe Auf dem Parteitage in Mainz war von Hoffmann- Hamburg , r a len den Fabrikbefizer Paul Schmidt, die Konservativen als Vertreter der Seeleute, der Wunsch ausgesprochen, daß die den Landrat v. Koze aufgestellt. Nun entfalten aber unsre Genossen Reichstagsfraktion dahin wirken möge, daß entweder auf dem eine äußerst rührige Thätigkeit, und so haben die Nationalliberalen, Verordnungswege oder durch die Seemannsordnung fest- denen bisher der Kreis gehörte, höllische Angst bekommen. Eine gesetzt werde, daß auf deutschen Schiffen feine farbigen Kommission der nationalliberalen Partei hat nun bei Herrn Heizer und Mannschaften beschäftigt werden, da einesteils hierdurch v. Koge vorgesprochen, um diesen unter dem Hinweis auf die nicht in Fällen der Seenot die Gefahr vorläge, daß die Verständigung schlechten Chancen des socialdemokratischen Kandidaten zur Ab­mit dieser Mannschaft nicht zu bewirten oder mangelhaft sei, lehmung seiner Kandidatur zu veranlaffen. Herr v. Koze hat auch und andrerseits die Löhne der deutschen Seeleute gedrückt würden. abgelehnt, aber nicht etwa feine Kandidatur, sondern das Anerbieten Dieses vom Standpunkt der Seeleute ganz berechtigte und natürliche der Vermittler. Nun wurde innerhalb der nationalliberalen und Verlangen veranlaßte nun die Presse der Hafenstädte auszuführen, freifinnigen Parteien darüber beratschlagt, ob man nicht die daß dieses Verlangen weit davon entfernt fei, dem wahren Interesse Kandidatur Schmidt fallen lassen und v. Koge als Kompromiß­der Arbeiter zu dienen, da die deutschen Heizer den Einwirkungen fandidaten beider Parteien anerkennen solle. Aber da kam man bei Das Feft der Bürgermeister ist in programmmäßiger Weise der Tropentemperatur nicht gewachsen seien. Und zum Beweis dessen ben Wählern schön an! Der Vorschlag wurde kurzweg abgelehnt! verlaufen; Ruheſtörungen sind nicht gemeldet worden. Die wird jetzt aus einem Brief, den ein Profeffor Dr. Küttner an Bord Man steht also heute auf demselben Standpunkt wie vor den Ver Schlappe, die durch das Gelingen des Festes den Nationalisten zu der Sachsen " geschrieben haben soll, ein Auszug gegeben. Wenn mittelungsversuchen. gefügt worden ist, werden diese so leicht nicht verwinden. Die Blätter aus diesen Ausführungen des Herrn Professor etwas hervorgeht, so Die Ordnungsparteien" haben in der That alle Ursache, Furcht bezeichnen einstimmig den Tag als einen glorreichen für Frankreich ist es die Bestätigung unfrer bei der Ansreise der Chinaschiffe aus vor den Umstürzlern" zu haben; im Jahre 1898 siegte der National- und die Republit. Figaro" ist der Ansicht, daß die vorgestrige Kund­gesprochenen Ansicht, daß die Fahrt für die Mannschaft in den Heiz- liberale in der Stichwahl mit 8870 gegen 6974 Stimmen, die auf gebung die Herzen aller guten Franzosen erfreuen müsse, und Maschinenräumen zu einer Höllenqual werden müsse. Man den socialdemokratischen Kandidaten entfielen. Ein Resultat soll nun welcher Partei fie auch angehören mögen. Sie fei ein höre selbst, wie der Professor Küttner schreibt: die Sammelpolitik doch gehabt haben: die ordnungsparteilichen Beweis dafür, daß das Land Nuhe und Frieden haben wolle.

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Frankreich .