Kommunales.
Stadtverordneten Versammlung.
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23. Sigung vom Donnerstag, den 20. Juni, nachmittags 5 Uhr.
Der Vorsteher Dr. Langerhans eröffnet die nur sehr schwach
besuchte Sizung gegen 51/2 Uhr.
follten, träten oft scharf hervor. Der Gerichtshof sprach die beklagte Oberschwester frei, da ihr berechtigte Interessen zur Seite ständen.
Damit war die Angelegenheit des Kreiskrankenhauses jedoch durchaus nicht zu Ende; die Gegensäge zwischen Aerzten und Kranten pflegerinnen haben sich vielmehr in den letzten Tagen so scharf zu epißt, daß die Oberschwester Klara v. Niebelschüß und 11 andre Johanniterschwestern zu Anfang der Woche ohne viel Federlesens die Arbeit niederlegten. Ob die gewerkschaftliche OrganiDie neue Ordnung" betreffend den Anschluß an die fation der christlichen Schwestern noch nicht gut funktioniert, bleibe Kanalisation und die Erhebung von Kanalisationsgebühren in der dahingestellt; genug, es sollen sich mittlerweile einige arbeitsStadt Berlin ist von dem niedergesetzten Ausschuß mit ganz unwillige Eriaßich we stern gefunden haben. Ueber die„ Notwesentlichen Aenderungen angenommen worden. Als Referent fungiert wendigkeit" polizeilicher Maßnahmen zum Schutze der ArbeitsStadtv. Haberland. Die Vorlage wird in der ihr vom Ausschuß willigen und Fälle von Streifterrorismus wird jedoch gegebenen Fassung en bloc genehmigt. nichts berichtet; ebenfalls fehlen Meldungen darüber, wie die Schwestern den gethanen Schritt, der für die hilflosen Kranken doch hätte verhängnisvoll werden fönnen, mit ihrem Gelübde christ Ticher Demut und Nächstenliebe haben in Einklang bringen fönnen.
Für die fernere Aufstellung und Führung der Rekrutierungs- Stammrollen, die bisher vom Polizeipräsidium unentgeltlich besorgt wurde, soll diesem von jetzt ab, da es sich um eine unzweifelhafte Gemeindelast handelt, als Entschädigung ein Betrag von 70 Pf. pro Kopf der Gestellungspflichtigen gezahlt werden. Der Magistrat fordert demgemäß für das Etatsjahr 1901/2 30 000 m., da für dieses Jahr die Zahl der Gestellungspflichtigen auf über 40 000 geschägt wird.( Bei der Etatsberatung war der entsprechende Ausgabeposten von der Versammlung beanstandet und schließlich abgelehnt worden.)
Heute stimmt dte Versammlung der Vorlage ohne Diskussion zu. Das Regulativ für die Untersuchung des Schlachtvichs auf den städtischen Schlachthofe soll, um eine noch gründlichere und zuverlässigere Fleischschau zu ermöglichen und den Mißbrauch der Hinwegschaffung ununtersuchten und ungestempelten Fleisches zu verhüten, in der bereits mitgeteilten Weise abgeändert werden.
Auch diese Aenderung erlangt ohne weiteres die Zustimmung der Versammlung.
Um die Ermittelung der Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1900 für Berlin und die Vororte zu beschleunigen, soll ein Betrag von 75 000 M. über die bereits bewilligten 160 000 m. hinaus noch im laufenden Etatsjahr vorschußweise verausgabt und aus dem Etat für 1902/3 erstattet werden. Die Versammlung stimmt zu.
Auf dem Grundstück der Vereinigten Berliner Mörtelwerke in der Bach straße beim Bahnhof Tiergarten soll eine neue Straße 5 A Abteilung V 2 des Bebauungsplans nach dem Schleswiger Ufer angelegt werden. Die geplanten Fluchtlinien erfahren auf Wunsch des Polizeipräsidiums durch Abschrägung der beiden spizen Winkel an der Bachstraße und am Schleswiger Ufer nachträglich eine Abänderung, mit der sich die Versammlung einverstanden erklärt.
Die Wrangelstraße zwischen Cuvrystraße und Görlizer Ufer soll mit Asphalt, die Colmarerstraße zwischen Belforter- und Trescowstraße und die Ruppinterstraße zwischen Anflamer- und Rheinsbergerstraße sollen mit Holzpflaster versehen werden. Ursprünglich war für diese Streden, die im laufenden Jahre zur Umpflasterung gelangen, Steinpflaster vorgesehen.
Nach kurzer Debatte tritt die Mehrheit dem Magistratsantrage bei.
Der Neubau der Berliner Bank an der Ecke der Charlotten- und Behrenstraße ist von der Baupolizei nur unter der Bedingung gestattet worden, daß ein 2,19-2,28 Meter breiter Streifen von der Behren bis zur Rosmarienstraße zur Verbreiterung der Charlottenstraße freigelassen wird. Diese 111 Quadratmeter große Fläche hat die Bank der Stadt unentgeltlich angeboten. Um nun eine durchgängige Verbreiterung des Engpasses bis zu den Linden, wenn auch nur um durchschnittlich 2,26 Meter, also von 11,3 auf 13,56 Meter, zu erlangen, hat der Magistrat mit der Besizerin des Hotel du Nord verhandelt, und diese ist bereit, für 250 000 m. d. h. für 1984 M. pro Quadratmeter, einen Streifen
von 126 Quadratmeter, 2,21-2,33 Wieter breit, bei dem bevor
stehenden Umbau des Hotels abzutreten. Eine Diskussion entsteht nicht; die Vorlage gelangt glatt zur
Annahme.
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Allerdings scheint es nach einer Darstellung von ärztlicher Seite, als ob der Arbeitsniederlegung eigentlich kaum eine ernste Bedeutung beiwohnt, da die Hilfeleistungen mancher Schwestern mehr betorativer Natur sind und die Damen, statt an Kranten und Leidenden niedrige Pflegedienste zu verrichten, sich selber be dienen lassen. Eine hervorragende ärztliche Autorität" teilt dem Berl. Tagebl." nämlich folgendes mit:
ja,
Freitag, 21. Juni 1901.
zählende Volksmenge wegen des gegen die Schweiz gerichteten Inhalts. Die Zeitschrift wurde in Haufen auf der Straße verbrannt. Der Lärm war unbeschreiblich. Die Bolizei beschränkte sich aufs notwendigste". Die Ursache dieses Unwillens ist in einem Börsenbericht der Woche" zu suchen, worin über den Rücklauf der Nordostbahn wörtlich gesagt wurde:
"
Die übel beleumundete schweizerische Eidgenossenschaft bemüht sich in dieser trüben Zeit, ihrem Ruf auf Kosten der deutschen Sparer neue Ruhmestitel beizufügen. Die Vergewaltigung der Aktionäre der Schweizerischen Nordostbahn, denen man ihren Besitz unter der Beihilfe der Direktion und des Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Bahn für ein Linsengericht wegzutapern im Begriffe steht, ist einer der unerhörtesten Borgänge in der neueren Verstaatlichungsgeschichte. Ein Finanzskandal allerersten Ranges! Schiller sagt nicht mit Unrecht: ,, Lernt nur dies Volk der Hirten kennen!"
"
Das Blatt, in dem diese gegen unser Vaterland gerichtete Unfläterei zu lesen steht, ist die Scherliche Woche", die betannte, auf den Ungeschmack der niedrigsten Bildungsstufe berechnete illustrierte Wochenschrift. Wir wollen sehen, wie viele Beschauer und Käufer nach dieser Leistung die traurige Ausgeburt der widerwärtigsten journalistischen Geldspekulation in unsrer„ übelbeleumundeten Eidgenossenschaft" noch finden wird."
Nummer hat der Druckfehlerteufel arg gewiltet. Aus dem wunder In dem das Nabenaas betreffenden Artikel unsrer gestrigen widerlichen Gesangbuchstreit und auf der legten Zeile fälschte er das lichen Gesangbuchstreit machte er als Erzfeind alles Heiligen einen Wort Subtilität in Stabilität um.
vom
Ein Berner Blatt bemerkte zu dem nebenbei unrichtigen Citat: Es giebt eine große Anzahl junger Mädchen gebildeter Stände, Sicher ist, daß die Woche" sich die größte Mühe giebt, das„ Bolt die sich dem Schwesternberuf als einer Art der Versorgung der Hirten" kennen zu lernen, denn sie ist förmlich auf der Jagd oder auch einfach als Sport widmen. Die Anstrengungen des nach Schweizer Abonnenten." Die Direktion der Schweizerischen Pflegedienstes der Schwestern sind besonders in den größeren Nordostbahn hat den Verkauf der Woche" auf den Stationen ihres Strantenanstalten nicht allzu erheblich und werden in Verwaltungsbezirks verboten, ein Verfahren, das allerdings der Laienkreisen oft überschätzt. Die gröberen Dienstleistungen, freien Schweiz selbst der Woche" gegenüber merkwürdig ansteht. meist selbst das Machen der Betten, werden von Hilfswärterinnen oder Dienstmädchen ausgeführt, die auch darüber hinaus noch vielfältig benugt werden. Auch persönliche Dienste verlangen die Schwestern oft von ihnen: so habe ich in einer großen Klinik beobachtet, daß die Schwestern sich täglich zum Nachmittagstaffee im Garten versammelten, der ihnen von den Dienstmädchen Die Pocken in Berlin . Der Polizeipräsident erläßt folgende tredenzt war; sie waren zu bequem, selbst ihre Tassen hinaus- Bekanntmachung: Das Vorkommen einiger Fälle von echten Bocken zutragen. Die Nacht wachen werden in der Regel durch be veranlaßt mich, die Anzeigepflicht der nach§ 2 des Reichsgesetzes besonders gemietete Wärterinnen verrichtet und es ist treffend die Bekämpfung gemeingefährlicher Krankheiten sogar vorgekommen, daß Schwestern, die in Notfällen wachen 30. Juni 1900( R.-G.-Bl. G. 306) zur Anzeige ber sollten, erklärten, sie seien dazu kontraktlich nicht verpflichtet. Dagegen pflichteten Personen bis auf weiteres auch auf die Windist es zweifellos recht interessant, den Operationen zuzusehen, ein pocen( Varicellen) auszudehnen, da diese zu den Fällen gehören, bischen Medizin zu lernen, das gelegentlich Anlaß zu kleiner Kur- welche zur Zeit den Verdacht der echten Pocken erwecken. Um pfuscherei giebt, und sich mit den Aerzten zu unterhalten. Durch die als notwendig erachteten Schutzmaßregeln möglichst sofort den fortgesetzten Verkehr mit diesen können sich auch innigere in die Wege leiten zu können, ersuche ich, den zuständigen Beziehungen entwickeln, und eine nicht kleine Zahl von Polizeirevieren bon der Bockenerkrankung schleunigst MitSchwestern hat sich mit Aerzten vermählt, die sie in den teilung zu machen. Zugleich weise ich darauf hin, daß die durch Kliniken kennen gelernt haben. Auf der andren Seite eine erfolgreiche Impfung hervorgebrachte Festigung gegen die Antritt oft eine übermäßige Empfindlichkeit hervor: manche steckung( Immunität) im Laufe der Jahre mehr und mehr abnimmt; Schwester verlangt selbst im Krankendienst mit der aus- nur eine erneute Impfung vermag die betreffenden Personen gegen gesuchten Höflichkeit behandelt zu werden, wie die höchst ansteckende Seuche von neuem zu festigen. Ich habe des sie nur im gesellschaftlichen Cirkel möglich ist. Hieraus halb die Kreisärzte angewiesen, in Häusern, in denen Bocken beund aus der Meinung, daß sie dem Arzt gleichstehen, entziehungsweise pockenverdächtige Krankheiten ausgebrochen find, unentwickeln sich dann vielfältige Konflikte und offene Aus- geltliche Hausimpfungen vorzunehmen und kann den in solchen verbrüche des Ungehorsams. Leider giebt es auch Oberinnen feuchten Häusern oder in deren Nachbarschaft wohnenden Personen in und Vorstände, die, statt einzusehen, daß in einer Krantenanstalt ihrem eignen Interesse sowie in dem ihrer Mitmenschen nicht dringend der Arzt allein zu bestimmen hat, ihre Untergebenen in der Auf- genug anraten, einem solchen an sie herantretenden Ersuchen, sich lehnung gegen die ärztliche Autorität unterstüßen; ja, sie möchten impfen zu lassen, Folge zu geben. sich sogar selbst der leitenden Stellung bemächtigen. Welche Folgen aber die Laienherrschaft in Krankenhäusern hat, davon sind Beispiele der letzten Jahre wohl noch in schaudernder Erinnerung aller."
Trifft diese Darstellung auch auf das Lichterfelder Krankenhaus zu, so sieht es ja beinahe jo aus, als ob der Schwestern- Ausstand von es sich aber im allgemeinen so, wie die Zuſchrift mitteilt, dann läge den Aerzten als eine Art Erlösung zu begrüßen wäre. Verhält allerdings den Krankenhausverwaltungen die Pflicht ob, einmal reinen Tisch zu machen und den Schwestern und Oberschwestern zu zeigen, daß eine öffentliche Heilanstalt von allen Angestellten ernste Pflichterfüllung fordert und nicht dazu da ist, sich vom Dünkel überflüssiger Damen Vorschriften machen zu lassen.
Zwei schwere Straßenbahnunfälle sind vom Mittwoch zu berzeichnen. Ueber den einen, in der Straußbergerstraße, ist schon furz berichtet worden. Ihm fiel das 21/4 Jahre alte Söhnchen Kurt des Tischlers Gallmeister aus der Cotheniusstr. 18 zum Opfer. der Kleine hatte mit ſeinen 4 und 61/2 Jahre alten Schweſtern im mit den Geschwistern den Vater von seiner Arbeitsstelle in der Friedrichshain gespielt. Während Frau Gallmeister ihre Kinder noch dort wähnte, war die älteste Tochter auf den Gedanken gekommen, Weberstraße abzuholen. Als die Kinder vor dem Hause StraußbergerZur Beratung gelangt nunmehr die Vorlage wegen Feststellung straße 47 den Fahrdamm überschritten, riß sich Kurt von seiner Schwester der Bedingungen, unter denen Gasautomaten aufgestellt und Gefamteinrichtungen für Leucht- und Kochgas von der Stadt vermietet erreicht, als der Knabe, von dem Geräusch des Straßenbahnwagens los. Alle drei hatten aber schon den andern Bürgersteig fast werden sollen. Der Inhalt der Vorlage ist im einzelnen bereits mitgeteilt. Die Hauptsache ist, daß für 10 Pf. 675 Liter Gas geNr. 1475 erschreckt, wieder umikehrte und in der Verwirrung gerade liefert werden, was einem Preise von 14,8 Pfennig für den Kubitvor den Wagen lief. Der Unglückliche zog sich unter der vorderen meter entspricht, hierin ist der Mietspreis für die Einrichtung in Straßen- Reinigungswesen werden sich am nächsten Sonntag und bald darauf unter den Händen eines Arztes auf der Mache des Die Mitglieder der städtischen Deputation für das plattform so schwere Verlegungen an Brust und Hals zu, daß er begriffen. Stadtb. Daber weist darauf hin, daß die Bestimmung, wonach Montag nach Puchheim bei München begeben. Vertreter des 51. Steviers starb. Der zweite Unfall, bei dem ein Familienvater die Entscheidung über Annahme oder Ablehnung eines Antrags auf Ministeriums des Innern und des Polizeipräsidiums werden sich an- zum Strüppel gefahren wurde, trug sich eine halbe Stunde später, Automatenlieferung und Gaseinrichtung allein dem Gasturatorium schließen. Es handelt sich um die Besichtigung und Prüfung der dort furz nach 6 Uhr, in der Landsberger Allee an der Ringbahn zustehen soll, für die Interessenten zu hart erscheint, und betriebenen Münchner Müllaufarbeitungs- Anstalt, nach zu. Hier wird zur Ueberführung einer Chaussee eine neue Brücke gegiebt anheim, erst bei Ueberschreitung einer gewissen Kostensumme dem die Frage der Beseitigung des Berliner Hausmülls infolge baut. Als der 44 Jahre alte Zimmermann Start Kneif aus der dem Kuratorium diese Kompetenz zu verleihen. Auch sollte das der Weigerung der Landgemeinden, Müll aus Berlin aufzunehmen, Schulstr. 39 von der Arbeit nach Hause ging, kam er an dem Brückenbau durch den Automaten zu liefernde Gasquantum erhöht werden. dringend der Lösung bedarf. Die Mitglieder der Deputation haben vorbei und blieb einen Augenblick stehen, um ihn sich anzusehen. Nach einer kurzen Entgegnung des Stadtv. Jacobi( A. L.) wird ein ähnliches Werk in Budapest in Augenschein genommen und während er sich nun umwandte, ohne auf seine Umgebung zu achten, die Vorlage unverändert angenommen. wollen nunmehr das erst neuerdings erbaute Werk prüfen, um dann faßte ihn ein Wagen der Linie Waßmannstraße- Hohen- Schönhausen Schluß 47 Uhr. möglichst endgültig den Berliner Gemeindebehörden Vorschläge für und warf ihn um. Kneif geriet unter das rechte Vorderrad, das die Beseitigung und Verwertung von Hausmüll zu unterbreiten. Die ihm das linke Bein vollständig zermalmte. Der Berunglückte, der früher angestellten Versuche der Müllverbrennung dürften wegen der mit einem Unfallwagen des Böhmischen Brauhauses nach dem Berliner Partei- Angelegenheiten. außerordentlich hohen Kosten nicht für Berlin empfehlenswert sein, Strankenhause am Friedrichshain gebracht wurde, beklagte, feine um so mehr dränge jetzt die Entscheidung über ein für eine Große eigenen Schmerzen nicht achtend, nur seine arme Frau, die sich Die Genossen des ersten Wahlkreises veranstalten am stadt wie Berlin geeignetes System der Müllbeseitigung. Der Anlage gestern morgen einer Operation hatte unterziehen müssen, und seine Sonntag einen Ausflug mit Familie nach der Pferdebucht. Treff in Buchheim wird nachgesagt, daß sie ohne allzu hohe Kosten und nach fünf Kinder, die alle noch schulpflichtig sind. punkt Schlesischer Bahnhof früh 7 Uhr; für Nachzügler Pferdebucht. vorheriger mechanischer Sortierung des Hausmülls in„ Sperrgut" fowie Die Persönlichkeit des Juwelendiebes Ende ist noch immer Reinickendorf Weft und Umgegend. Am Sonnabendabend in Feinmüll" und" Grobmüll", und nachdem die Staubteile, Papier 82 Uhr findet im Saale der Wwe. Thomas eine Boltsversamm- schnigel und sonstigen Kehrichte durch starken Luftzug abgesogen nicht festgestellt und der jugendliche, elegante Mann, der offenbar lung für Frauen und Männer statt. Bortrag des Genossen Reichs- worden sind, den Rest leicht verbrennt. Die Knochen werden in ein internationaler, verschiedene Sprachen sprechender Verbrecher ist, tags= Abgeordneten Rosenow über" Junfertum und Bauerntum Knochenmehl und Leim verarbeitet. Lumpen und Hadern werden macht der Polizei viele Schwierigkeiten. im Lichte der Geschichte und die Kornzölle". Zur Dedung der Untosten Tellersammlung. Zahlreichen Besuch erwartet
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Der Vertrauensmann.
Der Wahlverein Johannisthal hält seine MitgliederversammLung am 22. Juni, abends 81/2 Uhr, im Lokale von Rau ab. Nieder Schöneweide. Sonnabendabend 81/2 Uhr hält der socialdemokratische Wahlverein seine Mitglieder- Versammlung bei Franz, Grünauerstr. 5, ab. Gäste haben Zutritt.
Lokales.
Der Schwesternstreik.
dort gewaschen und desinficiert. Das ausgelesene Papier wird getrocknet und in einer Dreschmaschine von anhaftenden Unreinlichkeiten befreit. Der Feinmüll wird gelagert und entwickelt durch die ein tretende Gärung eine Temperatur von 70 Grad, worauf er auf Düngemittel weiter verarbeitet wird.
Zum Kampf gegen die Apotheker. In der Bossischen 3tg." teilt ein Staffenarzt mit, daß der Borstand des Vereins zur Gin führung der freien Arztwahl auch unter den veränderten Verhält nissen sich bereit erklärt habe, auch in der Folge zwischen den beiden streitenden Parteien zu vermitteln. Zu fordern sei, daß in Zukunft, während die Einigungsverhandlungen schweben, Waffenstill. stand inne gehalten wird.
Soviel steht fest, daß der Verhaftete mit noch drei anderen Verbrechern zusammengearbeitet und die Juwelendiebstähle bei Brinner und Petermann ausgeführt hat. Die Ermittelungen der Polizei nach seiner eignen Person und seinen Helfershelfern sowie nach Beweisen für deren Beteiligung an andren Einbrüchen nimmt einen großen Umfang an. Der mit verhaftete Uhrenhändler P. A. Wolff, in dessen Laden an der Spandauer Brücke die gestohlenen Juvelen schleunigst verauktioniert wurden, hat den Rechtsanwalt Dr. Werthauer zu seinem Verteidiger bestellt. Außer ihm ist noch ein Agent Eisfelder in Haft genommen worden, der dem Wolff den angeblichen Ende und die drei andren verdächtigen Männern zugeführt hat. Eisfelder wird vom Rechtsanwalt S. Marcuse verteidigt. Wolff ist seit Montag wieder zum Polizeis präsidium zurückgeführt worden, und die Polizei ist damit beschäftigt, Ob die Krankenkassen nach der schnöden Handlungsweise, der mit ihm sein ganzes Warenlager durchzugehen und Stück für Stitc Vor etwa 14 Tagen wurde vor dem Schöffengericht eine fondere Lust zu neuen Verhandlungen zeigen werden, bleibe dahin beerenstraße noch einen zweiten Laden besaß, lebte übrigens auf sich die Apothekenbefizer vorgestern schuldig gemacht haben, be- festzustellen, wo die Sachen Herstammen. Wolff, der in der GroßBeleidigungsflage verhandelt, die der frühere Hilfsarzt des Teltower gestellt. Kreis Krankenhauses zu Groß- Lichterfelde , Dr. recht großem Fuße. Ein für ihn bei der Dresdener Bank stehendes Slein, gegen die derselben Anstalt angehörende Oberschwester Professor L. Lewin, Veranlaffung zu einem ernsten Wahnwort" an otteriegewinn herrühre, ist einstweilen polizeilich beschlagnahmt Der Apothekenboykott giebt einem hiesigen bekannten Forscher, größeres Guthaben, von dem er behauptet, daß es aus einem großen Selara v. Niebelsch is erhoben hatte. In einem von amtlicher die Apotheker, das die„ Med." Wochenschrift" veröffentlicht. Prof. worden. Wie es scheint, will auch er Zweifel an feiner zurechnungsSeite eingeforderten Bericht hatte die Oberschwester gegen den Kläger Lewin, eine anerkannte Autorität auf dem Gebiet der Arzneimittel- fähigkeit erregen. Der bestohlene Goldwarenhändler Hilscher hat, den Vorwurf der Unfähigkeit erhoben und ihm indirekt zur kunde, warnt die Apotheker den Bogen allzustraff zu spannen und rät wie noch erwähnt sein mag, die Gesellschaft Fides", bei der er sich Last gelegt, daß er den Tod eines diphteriekranken Kindes ver- ihnen, den Krankenkassen Erleichterungen zu gewähren, die sie auf gegen Diebstahl versichert hatte, in Höhe von 22 000 M. in Anspruch schuldet habe. Dadurch fühlte fich Dr. Klein beleidigt. Nach dem Grund ihrer zahlreichen Brivilegien unbedingt gewähren können. Andern Gutachten des leitenden Arztes, Geheimrat Dr. Schweninger, Die spanischen Schatzgräber versuchen jetzt mit neuen Trics, hat Dr. Klein in dem von der Schwester gerügten Falle vollkommen falle tönnten die Kassenverwaltungen einem bereits im Jahre forrett, fachmännisch und praktisch richtig gehandelt. 1630 zu Paris gegebenen Beispiel folgen, wo die Apotheker bei einem Der Kläger führte noch an, daß in dem in Betracht kommenden Kampf mit den Aerzten schließlich dadurch vollkommen ruiniert ihre Opfer in Deutschland zu födern und auszuplündern und haben Falle von den Schwestern nicht die geringste Vorkehrung von Arzneien gegeben wurden. Auch heute wären die Aerzte leicht wurden, daß dem Publikum Belehrungen über die Selbstbereitung gleichzeitig das Feld ihrer Thätigkeit von Madrid nach Paris verlegt. Statt des Dieners des Gefangenen" ist es jetzt dessen für die notwendige Operation getroffen worden sei und daß Nach in der Lage, allen Arzneibedürftigen egatte Unterweisungen über die 18jährige Tochter, die das Geld in Verwahrung nehmen soll. Da läffigteiten ähnlicher Art im Teltower Kreiskrankenhause nicht 3 Selbstbereitung von Medikamenten zu geben. den Seltenheiten zählten, ihre Veröffentlichung jedoch mit
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Rücksicht auf das Krankenhaus unterblieben sei. Die socialen Der ,, Woche" des Herrn Scherl ist es in der Schweiz Gegensäge zwischen den hochgebornen" Schwestern, recht schlecht ergangen. Der Franti. 8tg." wird aus 8ürich gedie sich in die dienende Stellung einer Pflegerin schwer hinein- meldet: Vor der hiesigen Ablage der Scherlschen Woche" finden könnten, und den Aerzten, deren Anordnungen sie sich fügen demonstrierte soeben über dreiviertel Stunden eine nach Tausenden
genommen.
der Betrug in der alten Form nicht mehr zieht, so werden den Schwindelbriefen Dokumente aus dem Staatsgefängnis in Madrid Verurteilung sowie Zeitungsausschnitte, in denen über die
des Juhaftierten berichtet ist, beigefügt. Der Schapgräber hat fich jedoch nicht nach Spanien , sondern unter Mitnahme von 2000 Frts. soviel Kosten verursacht die Hebung des Schatzes nach Paris -