r. 292. 18. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 14. Dezember 1908
=
und der sonstige Verkehr auf den Straßen von Jahr zu Jahr einen der Alexandrinenstraße gewohnt hatte. Das Mädchen war schwers größeren Umfang gewonnen hat, sind die gesamten Verkehrs- hörig und hatte ein Glasauge. Vor anderthalb Jahren machte es verhältnisse in den belebtesten Straßen derartige geworden, daß es schon einmal einen Selbstmordversuch und lag damals sechs Wochen unabweisbar erforderlich ist, daß jede Person, welche den Straßen im Krankenhause. Im Dezember v. J. fand der Buchhalter, als er Ueber den Tod und seine versöhnende Kraft wissen damm zu frenzen beabsichtigt, ihre volle Aufmerksamkeit unein- mit seiner Frau eines Sonntags durch den Tiergarten ging, die die Pastoren manches wohlflingende Wort zu sagen, wenn sie, am geschränkt dem Verkehr auf demselben zuwendet. Ich weise Lebensmüde auf einer Bank sitzen, als sie fich gerade erschießen offenen Grabe stehend, den trauernden Hinterbliebenen Trost zu eindringlich darauf hin, daß nach den gemachten Erfahrungen wollte. Die Leute verhinderten den Selbstmord und nahmen die sprechen. Daß aber diese Kraft des Todes gerade manchen jede Person, selbst bei völliger förperlicher Gewandtheit, sich Unglückliche bei sich auf. Da aber nicht mehr mit ihr auszukommen Pastoren gegenüber leicht versagt, das lehren die nicht seltenen zweifelhaft in Lebensgefahr befindet, wenn sie während des war, so mußte sie am vergangenen Sonnabend die Wohnung vers Fälle, in denen den Hinterbliebenen der erbetene andre Borkommnisse ablenten läßt. Singegen bedarf es bei erschoß fich. Ueberschreitens des Fahrdammes ihre Aufmerksamkeit durch lassen. Darauf ging sie am Montag nach der Höchstestraße und Trost am Grabe verweigert wurde, weil der Verstorbene voller Aufmerksamkeit des affanten keineswegs irgend welcher durch Selbstmord geendet hatte oder kein Mann nach dem Herzen Eile, um die Straße ungefährdet zu freuzen; haftige, über- bemannter Fesselballon vom Gelände des Luftschiffer Bataillons in Desertierter Luftballon. Gestern vormittag entflog ein uns der Diener Gottes gewesen war. stürzte Gangart ist thunlichst zu vermeiden. Weltere oder gebrech- nördlicher Richtung. Die Landung des Ballons dürfte in Mecklen Ein Fall dieser Art hat sich jetzt wieder in Schöneberg liche Personen ersuche ich dringend, zur Ueberschreitung des Straßen- burg oder Pommern erfolgt sein. Von dem Auffinden des Ballons ereignet. In der vorigen Woche starb hier der Bauarbeiter dammes die Hilfe des nächst erreichbaren Schußmannes in An- wolle man dem Luftschiffer Bataillon in Reinickendorf bei Berlin Heinrich Band . Er hatte sich in seinem Leben nichts weiter zu fpruch zu nehmen. Sämtliche Beamte des Aufsichtsdienstes sind von Kenntnis geben. Schulden kommen lassen, als daß er Jahre hindurch, vereint mit seinen mir angewiesen, diese Hilfe unweigerlich zu leisten. Eltern, VorArbeitskollegen, bestrebt gewesen war, die Lage der Arbeiter mög- die Gefahren des Straßenverkehrs aufmerksam zu machen und sie kind in der Rüdersdorferstr. 10. Dort war in einer Kellerwohnung münder und Lehrer sollten unausgesezt bemüht sein, die Kinder anf In großer Lebensgefahr schiebte gestern nachmittag ein lichst zu bessern; seine Kollegen hatten ihn sogar mit der Leitung zu ermahnen, sich auf dem Straßendamm nie länger auf- in einem Seitenflügel Feuer ausgekommen. Einer Frau war die ihrer Organisation betraut. Der Verstorbene hatte ein glückliches zuhalten, als zum Ueberschreiten desselben erforderlich ist. Zahlreiche Petroleumlampe explodiert. Das brennende Betroleum hatte Betten, Eheleben geführt. Seine schwerkranke Frau, die der Beerdigung nicht Unfälle sind dadurch entstanden, daß Personen, welche einen Wäsche und Möbel ergriffen und großen Qualm verursacht. Die beiwohnen konnte, hatte den Wunsch, daß am Grabe ein Geistlicher Straßenbahnwagen soeben verlassen hatten, sofort hinter dem noch Frau nahm schnell einen Kinderwagen mit dem schlafenden Kind und spräche. Frau Band schickte ihre erwachsene Tochter zum Pastor haltenden Wagen das zweite Gleis zu überschreiten versuchten, um schob ihn hinaus. Alsdann lief sie nach dem nächsten Fenermelder. Rauchstein und ließ ihn bitten, die Grabrede zu halten. die andre Seite der Straße zu gewinnen. Da der haltende Straßen- Die Feuerwehr erschien sofort, fand aber auf dem großen Der Herr Pastor erklärte sich zunächst auch dazu bereit. Er erkundigte bahnivagent, dem sie soeben entstiegen waren, ihnen nicht gestattet, Grundstück, das durchsucht wurde, kein Feuer. Die Hauss fich, ob ein großes Gefolge an der Beerdigung teilnehmen verde, Geleifes häufig direkt vor einen aus der entgegengesetzten Richtung gekommen sei. Schließlich bemerkten das zweite Geleis zu übersehen, so sind sie beim Betreten des zweiten bewohner bestritten sogar, daß ein Brand dort autser wolle seine Rede danach einrichten. Die Tochter erwiderte, das kommenden Straßenbahnwagen geraten und verunglückt. Es ist aber den Rauch, der aus dem Keller hervordrang. Der Keller war Oberfeuermänner Gefolge werde wohl ziemlich groß sein, ihr Vater sei doch im dringend zu empfehlen, nach dem Berloffen des Wagens den Straßen schon vollständig verqualmt. Die Frau war am Feuermelder Verein gewesen, von seinen Kollegen würden wahrscheinlich viele damm nicht eher zu freuzen, als bis durch die Weiterfahrt des zurückgeblieben. Sie wurde geholt und teilte nun mit, daß ihr mitgehen." Ist der Verein etwa socialdemokratisch?" forschte der Wagens die Uebersicht über das zweite Gleis wieder gewonnen Kind fich noch in der Wohnung befinde. Die Feuerwehr holte den Herr Pastor. Ja, socialdemokratisch ist der Verein, mein Vater ist. Schließlich mache ich noch darauf aufmerksam, daß das Kinderwagen heraus und stellte es sich dann heraus, daß das Kind war doch Socialdemokrat!"" Ja, dann bedauere ich sehr, dann Publikum sich über die Zeit, welche ein in der Annäherung unter den Betten vom Rauch nicht gelitten hatte. Der Brand wurde kann ich die Grabrede nicht halten. Ein Diener Gottes tann begriffener elektrischer Straßenbahnwagen bis zum völligen Heran- dann bald gelöscht. an einem focialdemokratischen Begräbuis nicht vor dem Wagen überschreitet. In allen Zweifelsfällen empfiehlt es tommen braucht, noch häufig täuscht und daher das Geleise zu kurz, teilnehmen; das ist genau so, wie beim Begräbnis sich daher, den herankommenden Wagen erst vorbei zu lassen, eines Selbstmörders! Bei diesem Bescheid verblieb es. zumal ein ruhiges Stehenbleiben auf dem Straßendamm im all: Die Beerdigung des Genossen Band hat dann ohne Mitwirkung gemeinen ungefährlich ist und jedenfalls einem haftigen Eilen voreines Geistlichen stattgefunden, doch hat keiner der Arbeitskollegen, zuziehen feien. die ihm in großer Zahl die letzte Ehre erwiesen, die Leichenpredigt bermißt.
An dem Verhalten des Pastors ist unfres Grachtens gar nichts Verwunderliches. Es ist ja bekannt, daß die Diener Gottes die Socialdemokraten zivar zu besuchen pflegen, wenn es gilt, sie für den Gedanken einer durchaus unerbetenen kirchlichen Einsegnung ihrer nur standesamtlich geschlossenen Ghe oder einer ebenso unerbetenen Taufe ihrer Kinder zu gewinnen, daß aber die Herren Bastoren in der Regel ein sehr bedentliches Gesicht machen, wenn sie den nichsocialdemokratischen Angehörigen eines verstorbenen Socialdemokraten den von ihnen gewünschten geistlichen Trost ges währen sollen. Verwunderlich finden wir an solchen Vortommnissen immer wieder nur das eine, daß es trotzdem immer noch Leute giebt, die sich einer solchen Behand- Tung ausfegen.
Diese Warnungen verdienen gewiß Beachtung. Nicht ganz einwandsfrei erscheint aber die behördliche Annahme, daß die meisten Straßenbahnunfälle auf Unachtsamkeit des Publikums zurüd zuführen ist.
die
Ein trauriges Erwachen hatten am Donnerstag morgen die vier Kinder des Droschkenkutscher Gyrukeschen Ehepaares aus der Memelerstraße Nr. 63. Während der Mann noch im Nachtdienst war, erwachten die Kinder, vier Mädchen im Alter von 4 bis 9 Jahren, und wunderten sich, daß die Mutter noch im Bett lag. Umsonst bes mühten sie sich, sie zu wecken, da sie zur Schule mußten. Ihr Ruf: Mutter, wach auf!" blieb ungehört. Die Mutter war an einem Schlaganfall plötzlich gestorben. Hausgenossen nahmen sich der
Kinder au.
Der Fall Bredenbeck und die Presse. Dem Verein„ Ber- Kapitän Wilson tot. Der durch den Sternberg - Prozeß bes liner Preffe" ist von seiten des Verbandes Deutscher Journalisten- fannt gewordene Stapitän Wilson" oder Agent Adolf Kühne ist im und Schriftstellervereine gez. Alexander Niepa ein Brief zugegangen, Strankenhause gestorben. Auf das Zeugnis der Frau Hausmann hin in dem es heißt:" Der Stieler Schriftsteller- und Journalistenverein war, wie wir meldeten, Kühne am 29. November wegen Meineids schließt sich einmütig dem Broteste an, welchen der Verein Berliner Jahren sechs Monaten Zuchthaus und füuffährigem Ehrverluft verunter Anrechnung von drei Monaten Untersuchungshaft zu zwei Presse" gegen die unerhörte Behandlung eingelegt hat, die dem Re- urteilt, bald darauf seines Gesundheitszustandes wegen nach der dacteur Bredenbeck von der Rheinisch- Westfälischen Arbeiterzeitung" Charité gebracht worden. Dort ist er gestern früh 51/2 Uhr seinem seitens der Polizeibehörde widerfahren ist. Leiden erlegen. Kühne war mit dem entflohenen Luppa bekannt und wurde durch diesen in die Sternberg - Geschichte hineingezogen.
Wir werden von diesem Beschlusse nicht nur die Reichs- und Staatsbehörden in Kenntnis setzen, sondern auch an die Vertreter Kiels im Reichs- und Landtage das Ersuchen richten, die Angelegen heit in den gefeßgebenden Körpern zur Sprache zu bringen und Achtung, sechster Wahlkreis! Am Dienstagabend 81/2 Uhr Mittel in Erwägung zu ziehen, um die Wiederkehr ähnlicher Vorfindet im Kösliner Hof" Köslinerstr. 8, die öffentliche Partei- tomminisse, welche das Ansehen Deutschlands in der gesitteten Welt Versammlung statt. Tagesordnung: 1. Bericht der Vertrauensschädigen, zu verhindern." Leute, Breßlommission, Agitations- und Lokalkommission. 2. Bericht der Revisoren. 3. Neuwahl der Vertrauensleute. 4. Vortrag des Genossen Georg Ledebour über:" Die politische Lage". 5. Diskussion. Um zahlreichen Besuch ersuchen
Die Vertrauenstente.
d
lassen worden war.
meldet. Dort erhängten sich in dem Hause Nr. 67a zwei Schwestern Ein Familiendrama wird aus der Blumenstraße ge zu gleicher Zeit. Der Droschkenkutscher Wilhelm Brendemühl war feit 22 Jahren mit seiner Cousine, der jeßt 55 Jahre alten Johanna Brendemühl aus Nathenow, verheiratet. Bei dem Ehepaar, das als sehr ordentlich und fleißig geschildert wird, wohnte feit 18 Jahren eine Schwester der Frau, die 46 Jahre alte Arbeiterfrau Emilie Es giebt keinen Notstand. Dieser bei dem Notstand von Stugti, geb. Brendemühl, die von ihren Mann in Rathenow vers 1894 in Magistratskreisen so beliebt gewordene Refrain kehrt auch heute wieder. Das„ Berl. Tagebl." meldet: Der Magistrat hat in die Bukunft, da der Verdienst des Mannes immer geringer wurde Die Frauen äußerten wiederholt Sorgen um seiner heutigen Sigung beschlossen, zur Vorbereitung der Inter- und ein Sohn von ihm, der hin und wieder als Laufbursche be= pellation in der Stadtverordneten Versammlung, betreffend die zur schäftigt gewesen war, seit längerer Zeit wieder keine Arbeit hatte. Von der Neugestaltung des Gemeindeschul Lehrplans. Beit herrschende Arbeitslosigkeit, der Bersammlung eine Vorlage zur Ale Brendemühl gestern abend zwifchen 10 und 11 Uhr mit seinem Die Beratungen der zur Neugestaltung des Lehrplans der Berliner Kenntnißnahme zu unterbreiten. Zu diesem Zweck hat Stadtrat Sohne nach Hause fam, fand er seine Frau und seine Schwägerin Gemeindeschulen zusammengetretenen Sommission find erst jetzt Fischbeck eine ausführliche Statistik der Arbeitsverhält zu Ende geführt worden. Begonnen hatten sie im April. Die Ernisse aufgestellt und dem Magistrat vorgelegt, welche die Grund- als Leichen wieder. Sie hatten sich nebeneinander auf dem Flur der gebnisse werden nun zunächst dem Kultusminister vorgelegt werden. lage zu der Debatte in der Stadtverordneten- Versammlung bilden Wohnung an Kleiderhaken erhängt. Die Nevierpolizei ließ die Leichen Ob die Einführung des Lehrplans noch zum 1. April nächsten Jahres wird. Im allgemeinen ist nachweislich die Arbeitslosigkeit feines nach den Schauhans bringen. möglich ist, erscheint fraglich. Der Vorschlag, bei dieser Gelegen wegs jo bedeutend, wie man nach den Aeußerungen in den heit die Lehrmittel zu vereinheitlichen, dem die zu feiner Prüfung Arbeitslofen- Versammlungen anzunehmen geneigt sein fönnte. Die Ballisadenstraße Stoppenstraße Grüner Weg einen Hundertmarts Ein armer Hausdiener hat auf dem Wege Barnimstraßes eingesezte Unterfommission freundlich gegenüber gestanden hatte, hat Armenunterstützungs Statistit stimmt hiermit vollständig überein. Schein verloren. Der Finder wolle das Geld Neue Königstr. 11, bei der Abstimmung der Gesamtlommission teine Mehrheit gefunden. Schade, daß es den vielen Arbeitslosen und deren notleidenden 1. Hof 2 Tr. rechts bei Hahn abgeben. Es soll also weiter bei den Mißständen verbleiben, die in dieser Hin Familienangehörigen so schwer fällt, an die Wundermär des sicht an den Berliner Gemeindeschulen herrschen. Magistrats zu glauben.
Betrieb
-
"
Theater. Im Central Theater ist die hübsche Operette Am Die Puppe" gestern zum 200. Male aufgeführt worden. nächsten Donnerstag wird die Operette Das süße Mädel" zum Montag Grillparzers Trauerspiel„ Die Jüdin von Toledo" 1: Male gegeben. Im Deutschen Theater geht am nächsten in Scene.
Zierde gereicht. Ein Humorist mit flotten Schlagern ist Serr Corradini, in Jongleurkünften, die schwerlich übertroffen werden, arbeitet Herr James Thomas, mit drolligen musikalischen Stunftstiden kommt das Künstlerpaar Jad und Mary, und alle möglichen artistischen Leistungen vollführt das im Roccoco - Kostüm auftretende Theo- Trio. Die Hauptsache bleibt aber bis zum Schluß aufgespart, ein Weihnachten". Darin werden Töne angeschlagen,
Die ,, Große Berliner" in Nöten. Dem Drängen einiger Vom Fleischwucher. Das am 1. Oftober 1900 in Kraft geVororte im Westen Berlins nachgebend hat die Große Berliner tretene Reichs. Fleischbeschaugesetz vom 3. Juni 1900" hat eine bezw. die Südliche Vorortsbahn sich der Gemeinde Lankwitz gegen gänzlich unerwartete und große Knappheit in der Zufuhr und damit über verpflichtet, auf der Straßenbahnlinie Tempelhof- Lantwig- im Angebot von Schweinen im Gefolge gehabt. Allein auf dem Groß- Lichterfelde elektrischen Betrieb einzuführen und die Linie bis Berliner Central- Schlachthof wurden im vergangenen Monat rund zum Dönhoffplatz fortzuführen. Mit allen in Frage kommenden 1400 Schweine weniger geschlachtet als im Monat November vorigen Das Casino- Theater in der Lothringerstraße scheint mit dem Vororten, abgeschen von Tempelhof , wurden von der Straßenbahn Jahres. Die Preise für lebende Schweine sind auf allen deutschen Programm, dem es seit seiner Eröffnung im Oktober treu geblieben Verträge abgeschlossen, nach welchen zum 1. Dezember der elektrische Märften noch immer im Steigen begriffen, so daß für den Schlächter ist, den Geschmack des Publikums im Norden getroffen zu haben. auf der genannten Strecke eröffnet werden sollte. und für den Viehhändler fein nennenswerter Nugen mehr beim Eine harmlose Posse leitet den Abend ein und dann folgt eine Mit Tempelhof wurde zu gleicher Zeit kein Vertrag ab- Schweinehandel bleibt. Es ist dies eine Folge des Gesetzes, wo- Specialitäten Vorstellung, die sich unter Brüdern sehen geschlossen, veil dort die elektrischen Leitungsdrähte bereits nach frisches Fleisch nur unter ganz bestimmten Bedingungen ein laffen tann. Lauter hübsche Sachen in möglichst bunter Abwechslung vorhanden sind. Nachdem 111111 die euе Strede nach geführt werden darf, während die Einfuhr von Fleisch in luftdicht und von einem ästhetischen Gehalt, der einem ersten Variété gur Lantwig Groß Lichterfelde fertiggestellt ist. fertiggestellt ist, weigert fich verschlossenen Büchsen oder ähnlichen Gefäßen, von Würsten und Tempelhof , die Wagen der neuen Linie durch den Ort nach dem sonstigen Gemengen aus zerkleinertem Fleische gänzlich verboten ist. Dönhoffplatz gehen zu laffen, weil von Tempelhof aus bereits eine Bedeutungsvoll ist auch der Umstand, daß schon seit dem August 1900 Berbindung mit dem Blaze existiert. Die Gemeinde verlangt ent- die Einfuhr von Schweinefleisch durch hohe amerikanische Schweineweder 30 000 M. Entschädigung oder die Ueberleitung der Wagen preise gehindert oder sehr erschwert wird. nach dem Potsdamer Bahnhof. Letzteres darf die StraßenbahnGesellschaft nicht thun, weil es dem Vertrage mit der Gemeinde man außerhalb der Reichshauptstadt immer noch' startes Bertrauen In die Geschicklichkeit der Berliner Kriminalpolizet scheint Lantwis widerspricht, die geforderte Entschädigung will sie aber auch nicht zahlen. Die Linie wurde infolgedessen nicht am 1. Dezember 3 sezen. Berliner Kriminalbeamte werden, wie mitgeteilt wird. Bolksstick in Betrieb genommen, worauf die Gemeinde Lankwitz gegen die Zwecke der Ermittelung des Messerstechers in Stiel die auch bei mäßiger Darstellung ein Ohr finden würden; umſomehr Große Berliner auf Erfüllung ihres Vertrages flagte. Es dürfte nach dort abbeordert werden. Bisher sind von dem unheimlichen wirken fie bei einem Spiel, wie wir es in der Lothringerstraße Burschen etwa 40 Personen angefallen worden, die sämtlich mir am faum bermutet hätten. Ein junger Schlosser muß wegen einer der Straßenbahn nichts übrig bleiben, als sich mit Tempelhof über Arm oder an der Hüfte verlegt worden sind. Alle Angefallenen haben Wajestätsbeleidigung auf neun Monate nach Plößensee. Das ist an die Höhe der Entschädigung zu einigen. die Verwundung erst 10-15 Minuten später, nachdem sie ihnen bei: fich schon hart, und um so trauriger stimmt uns das Schicksal des Der lebhafte Straßenverkehr, der für diesen und nächsten gebracht war, bemerkt. Die Verlegung wird zweifellos mit einem Unglücklichen, als es sich nur um eine unbedachte Acußerung im Sonntag in den Hauptstraßen Berlins zu erwarten ist, hat die viermefferigen Schnepper- Instrument verübt, da fie in vier quadratisch Wirtshaus handelt, die vom denunziationswütigen Hauswirt nach Polizei veranlaßt, umfassende Vorkehrungen zu treffen. Die Polizei- geordneten, je drei Centimeter von einander entfernten Schnitt- der Polizei getragen wird. O, dieser Hauswirt! Wo bei normalen twachen der 1. Hauptmannschaft werden eine dreifach starte Besetzung wunden besteht. Die Stiche laufen sämtlich nur schwach in das Menschen das Herz puckert, hat er ein blantes Fünfmarkstück ſizen, erhalten, zu welchem Zweck 300 Schußleute aus den Außenbezirken Fleisch und find ungefährlich, verursachen jedoch eine starke Blutung. und fein Dichten und Trachten kenut nur ein Ziel, das Verderben zur Verkehrsregelung abtonmmandiert werden. Der Wagenverkehr seiner Mieter. So tam denn der Schlosser August vor Gericht, Haushaltungs- Genoffenschaften. Die schon öfter erörterte und durch die Leipziger - und Friedrichstraße wird zwar nicht verboten, nichts verfing es, als er als wuchtigstes Argument doch kann nach Bedarf eine Ableitung des Fuhrbetriebes in der Idee einer Reformierung und Verbilligung der privaten Hauswirt- für seine politische Harmlosigkeit die doch alle andren einen oder andren Richtung für fürzere Zeit erfolgen. Da an den schaft durch Anwendung des Großbetriebes in der Küche soll jetzt Menschen mitleidsvoll stimmende Thatsache vorführte, daß er beiden Sonntagen vor dem Weihnachtsfest erfahrungsgemäß ein durch einen Verein, der dieser Tage in Berlin unter dem Vorfiz von volle zehn Jahre einzig den Lokal Anzeiger" gelesen hatte. Aber starker Vorortsverkehr herrscht, so wird auch die Eisenbahn- Direktion Frau Lily Braun gegründet wurde, der Verwirklichung entgegen dennoch giebt es Gerechtigkeit und zwar bei der Polizei. Es ist Fürsorge treffen, daß die Abfertigung des Publikums glatt von geführt werden. Auf dem Wege der Genossenschaft sollen Häuser Blögensee nach Hause zurück. Dort findet er traurige Zustände. Die Weihnachtsabend. Unfer unpolitischer Freund August tommt aus statten gehen fann. Es wird nicht nur eine Verlängerung der fahr gebaut oder gemietet werden, deren Bewohner sich aus einer im Braut ist ihm untreu geworden, den guten Bater aber sucht der planmäßigen Züge vorgenommen, sondern es werden auch Sonder- Hause befindlichen, unter Leitung einer tüchtigen Wirtschafterin Schurke von Hauswirt der Falschmünzerei zu verdächtigen. Da int züge zusammengestellt und bereit gehalten, die im Notfall abgelassen stehenden Centralküche verköstigen, statt daß jede einzelne Familie Momente höchster Spannung erscheint die Polizei und verhaftet den selbst die Küche führt. Im Januar wird der Verein seine propa- Hauswirt, weil er sehr viel auf dem Kerbholze hat" und es wie Eine Warnung für Straßenpassanten bezüglich ihres Ver- gandistische Thätigteit mit öffentlichen Vorträgen und Berteilung gefagt wenigstens an einer Stelle auf der Welt noch Gerechtigkeit haltens gegenüber der Straßenbahn erläßt der Polizei von Flugschriften beginnen. Den ersten Vortrag hat Frau Lily giebt. Allgemeine Weihnachtsfreude, die sich darin auflöst, daß die präsident. Die Bekanntmachung lautet folgendermaßen: Die Tochter des Hauswirts, eine Seele von Mädchen, mit dem Bruder fanveren Unglücksfälle, welche in der letzten Zeit im Straßenbahnunfres Majestätsbeleidigers stille Verlobung feiert. Betriebe sich ereignet haben und welche nach den angestellten amt- Eine Unglückliche. Aufgeklärt ist jeßt der Selbstmord eines lichen Ermittelungen fast ausnahmslos auf die Unachtsamkeit Mädchens, über den wir aus der Höchstestr. 31 berichteten. Die der Verunglückten zurückzuführen sind. geben mir Ver- Selbstmörderin, die sich dort unter dem Namen Amna Müller bei anlaffung zu folgender Warnung: Nachdem für die hiesigen einer Schneiderin einmietete und am nächsten Tage erfchoß, ist eine Straßenbahnen der elektrische Betrieb überwiegend durchgeführt ist 24jährige Margarete Scholz, die bis dahin bei einem Buchhalter in
werden können.
Braun übernommen.
#
In der vortrefflichen Darstellung des Stückes zeichneten sich vor allem Herr Epstein als Schlossergeselle aus, sowie Herr Direktor Berg als der Vater des Demuzierten. Diese Figur war eine leine Meisterleistung. Auch die Nolle des Hauswirts wurde von Herrn Bed mann vorzüglich gespielt.