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Aus den vorliegenden amtlichen Denkschriften erfährt man leider auch nichts über die Art der Mietsverträge, die die Arbeiter ein­gehen müssen. Man erfährt nichts darüber, ob etwa die Mietsverträge mit den Arbeitsverträgen verkoppelt sind. Es wäre aber von social­politischer Bedeutung, darüber Angaben zu machen.ed

Die Desinfektion der Borsten, die durch anhaftende Milzbrand­feime den Arbeitern so gefährlich werden können, läßt trotz der Ver­ficherungen, die der Direktor des Reichs- Gesundheitsamts, Dr. Köhler, am 3. d. M. im Reichstag abgab, als unsre Genofien Südefum und Wurm auf die zahlreich herrschenden Mißstände hinwiesen, noch sehr viel zu wünschen übrig. Namentlich ist ein großer Mangel der Bundes­ratsverordnung, daß nur das ausländische Material und nicht auch das inländische dem Desinfektionszwang unterworfen ist, zumal die Borsten durch die Behandlung mit strömendem Dampf in ihrer Beschaffenheit sich nicht verschlechtern, sondern verbessern, da alle Unreinlichkeiten, die ihnen anhaften, sich loslösen. Für den Großunternehmer bereitet es gar feine Schwierigkeiten, eine genügende Desinfektionsvorrichtung zu schaffen. Die kleinen Unternehmer würden durch Einrichtung der Desinfektion mittels Dampf allerdings zu Ausgaben gezwungen, über die fie fehr lamentieren würden, denn für den Gesundheitsschutz der Arbeiter ist ja bekanntlich niemals Geld da! Die in der Bürsten- und Binselindustrie beschäftigten Arbeiter haben mit vollem Recht in einer Eingabe an den Reichskanzler gefordert, daß alle Tierhaare dem Desinfektionszwange unterworfen werden. Damit aber den kleinen Unternehmern der Einwand genommen wird, daß sie nicht im stande seien, solche Einrichtungen sich anzus schaffen, follen Centralstellen für diese Desinfektion errichtet werden, in denen alle Tierhaare, bevor sie in den Handel kommen, desinfiziert werden müssen.

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Gerichts- Beitung.

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Den Rest der heutigen Verhandlungen bildeten Auseinander­fegungen mit den Angeklagten über die Verkäufe von Tochteraktien. Zur Aufklärung über diese Angelegenheiten soll morgen der Rechts­anwalt Dr. Bartels nochmals vernommen werden. Schluß der Ver­handlung 3 Uhr.

bahn- Verwaltung, die die meisten derartigen Wohnungen errichtet auf 40 Bf. festgesetzt, der monatliche Beitrag ebenfalls auf 40 Pf. Der Trebertrocknungs- Prozek. Aus Kassel wird vom hat, wird mitgeteilt, daß die kleinsten Wohnungen unter Beobachtung Im Statut sind einige Unterstützungen vorgesehen. Dienstag berichtet: In der heutigen Verhandlung wurde zunächst dieser Vorschrift durchschnittlich zu 86 M., die mittleren zu 143 M. Die Vorstandswahlen hatten folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzende mit der Erörterung urkundlicher Beweismittel fortgefahren. Unter und die größeren zu 189 M. Jahresmiete abgegeben werden Fr. Gubela, 2. Vorsitzende Fr. Drese, 1. Kassiererin Fr. anderm hat Arnold Sumpf in einem Brief an seinen Bruder Hermann fonnten. Die Wohnungen sind zudem mit Keller- und Boden- West faI, 2. Kassiererin Fr. Grun, 1. Schriftführerin Fr. Sumpf im Oktober 1899 der Befürchtung Ausdruck gegeben, daß es raum, zum Teil auch mit Stallung für Kleinvieh und Garten- Bartel, 2. Schriftführerin Fr. John, Beisigerinnen und Ersatz- Schmidt in der nächsten Aufsichtsrats- Sizung nicht gelingen nugung ausgestattet. beisigerinnen: die Frauen Jahn, Kurz, Feder, Lutas, werde, die Preßangriffe hinsichtlich des Berg= Wenn man bedenkt, daß die Eisenbahnverwaltung allein weit anno und Schuly. Wie Frau Gubela am Schluß der Ver- mannschen Patentes zu entfräften. Am 12. März 1900 über 14 Million Personen beschäftigt, so bedeuten die paar tausend sammlung mitteilte, sind dem neuen Verein schon ca. 100 Frauen bittet Schmidt den Otto, einen Wechsel über 320 000 M. per Wohnungen, die bis jetzt erbaut wurden und aus den weiter ge- und Mädchen beigetreten. 15. Juli zu geben, um dadurch die Debitoren in der Bilanz forderten 12 Millionen etwa noch erbaut werden können, natürlich zu ermäßigen, mit dem Versprechen, daß der Wechsel nicht feine irgend wie bemerkbare Verbesserung in den Wohnungs- Gegen die Reglementierung der Prostitution. Am Montag in Umlauf tommen solle. Er werde eine Reihe von Tratten auf verhältnissen der Masse der Staatsarbeiter, von einer Beein- fand in der Berliner Ressource eine von bürgerlichen Frauen ein- die Tochtergesellschaften ausschreiben und diese Wechsel girieren flussung des Wohnungsmarktes ganz zu schweigen. Natürlich berufene Versammlung statt, in der Fräulein Dr. Käthe lassen, damit die Referenten der Zulassungsstelle an der Berliner will das auch der preußische Staat nicht; er sollte es aber, wenn er Schirrmacher einen Vortrag hielt, der einen Protest gegen die Börse keinen Anstoß fänden. Schmidt verlangt einen Wechsel von darauf Anspruch macht, Wohnungspolitik zu treiben. Reglementierung der Prostitution darstellte. Die sogenannten an Otto, um sein eignes Conto zu erleichtern. Otto, vom Präsidenten ständigen Frauent meint die Vortragende hätten begründete befragt, erklärt, daß er eine Schuld an Schmidt hatte, nähere Auf­Ursache, gegen die Reglementierung der Prostitution zu protestieren, flärungen aber nicht geben könne. Von Schlegel ist ein entsprechender weil sie ihnen keinen Schutz biete, sondern im Gegenteil die an- Wechsel über 122 000 m. vorhanden. Der Angeklagte Schlegel ver­ständigen" Frauen infolge des Aufsichtsrechts der Polizei über die sichert, wie er schon früher gethan, daß der Wechsel eine thatsächliche Prostituierten mannigfachen Belästigungen und Mißgriffen aus- Unterlage war für eine Forderung, die Schmidt an ihn hatte für gefeßt seien. Die Reglementierung verwirre auch die Moral- Barvorschüsse. Unter anderm wird dann ein Gutachten eines eng­der Männer und anschauungen leiste dem Berkehr mit lischen Bücherrevisors verlesen über die Bilanz der Londoner Tochter­Prostituierten Vorschub. Aus diesem Grunde besonders müßten Gesellschaft, das im günstigen Sinne für die Verwaltung abgefaßt die anständigen" Frauen als Frauen, Gattinnen und Mütter gegen ist; ebenso gelangt ein Gutachten des Professors Dr. Lassar Cohn die Reglementierung protestieren. zur Verlesung, der sich über das Bergmann- Verfahren und ins In der Diskussion äußerte sich zunächst ein Arzt dahin, daß fitt- besondere über die Fabrik in Nantes außerordentlich günstig äußert. Die Angeklagten erklärten mit Bezug auf das Lassarsche liche Entrüstung und Proteste die Prostitution nicht aus der Welt schaffen, und daß eine Reglementierung derselben in irgend einer Gutachten, daß sie durch dasselbe vollständig von der Güte Form aus hygienischen Gründen notwendig sei. Die Folge diefer des Werkes überzeugt worden seien. Ein streng ver­Ausführung war eine lange Debatte darüber, ob die Kasernierung trauliches Schreiben Schmidts an Schulze- Dellwig spricht der Prostituierten zu empfehlen sei oder nicht. Die Herren, welche davon, daß es ihm als Mitglied der Handelskammer Kaffel gelungen zu diesem Punkt sprachen, gingen zumeist von der Voraussetzung sei, dieselbe zur Entsendung einer Kommission zur Besichtigung des Werkes aus, daß der Umgang mit Prostituierten etwas Selbstverständliches in Rantes zu bestimmen. Sachverständiger Bantier Blaut- Kassel er­sei, und es sich nur darum handeln könne, etwaige schädliche Folgen lärt demgegenüber, daß das fragliche Schmidtsche Ersuchen von der solchen Umgangs zu verhüten. Andre Redner wollten dem Uebel Handelskammer direkt abgelehnt sei. Sie habe aber der Prostitution mit moralischen Erwägungen zu Leibe rücken und die freiwillige Bildung eines Sachverständigen Ausschusses Bemerkenswert ist ein zur Verlesung gelangendes nur ganz vereinzelt wurde die Ansicht vertreten, daß die Prostitution gestattet. eine Folge der heutigen wirtschaftlichen Verhältnisse sei, und so lange Schreiben von Schmidt an Schulze- Dellwig, in welchem der Ab­bestehen werde, wie diese. fender Schulze- Dellwigs Bedenken bezüglich der solidarischen Haftung der Mitglieder des Aufsichtsrats bei der Leipziger Bank zu zerstreuen sucht. Schmidt giebt dabei eine Aufstellung über die Vermögensverhältnisse der Aufsichtsratsmitglieder. Danach betrug das Vermögen der Gebrüder Sumpf 121/2 Millionen Mark, Ottos Vermögen 5 Millionen, abzüglich 600 000 M. Schulden, das Eine aus 11 Köpfen bestehende Einbrecher- Gesellschaß Bermögen Schlegels 1 100 000, abzüglich der Schulden an das stand gestern vor der II. Straffammer des Landgerichts I , um sich Interventions- Conto von 250 000 W. Schmidt selbst beziffert sein In jener Eingabe ist aber noch auf einen Mißstand bei der wegen einer Reihe bandenmäßig ausgeführter Diebstähle zu ver- Vermögen auf 1450 000 M. in Grundstücken und 3500 000 M. in Behandlung der Schweinsborsten hingewiesen worden, der eben- antworten. Die umfangreiche Anklage führt den Titel" Dittmar Attien der Trebertrocknungs- Gesellschaft, abzüglich einer Schuld von Den Vorsiz führt Landgerichtsdirektor 107 000 M. bei der Leipziger Bank. Die Angeklagten bestreiten die falls dringend Abhilfe erheischt und ohne nennenswerte Unkosten beseitigt und Genossen". Ein andrer Brief Schmidts an werden könnte. Bei einem großen Teil der Schweinsborsten bleibt näm- Kaeller, die Anklage. vertritt Staatsanwalt Dr. Kut, die Ver- Richtigkeit dieser Aufstellung. lich ein Stück dünne Haut an den Borstenwurzeln hängen. Um diese zu teidigung führen die Rechtsanwalte Leop. Meyer, Leonh. Fried- Arnold Sumpf vom Jahre 1899 macht diesem die Vorteile einer mit der Bayerischen Bank als einer entfernen, werden jetzt die Borsten in große Körbe eingepackt, diese mann und Weber. Unter den zur Anklage gestellten Fällen Verbindung durchnäßt und dann einem Fäulnisprozeß unterworfen. Durch nehmen nur die versuchten Einbruchsdiebstähle in einem großen Finanzmacht klar, die noch wichtiger sei, als die diesen löst sich die Haut auf, gleichzeitig bilden sich aber zahlreiche Erbbegräbnis des alten Jacobi sirchhofes zu zugleich in Aussicht stehende Einführung der Trebertrocknungs Maden und es entsteht ein etelhafter Fäulnis geruch. Rigdorf größeres Interesse in Anspruch. Daran sind die Arbeiter Gesellschaft an der Münchener Börse . Die Trebertrocknungs­Wenn nach einigen Tagen die Haut abgefault ist, abgefault ist, müssen Karl Leist sen., dessen Neffe, der Arbeiter Karl Leist jun., Gesellschaft müßte allerdings beim Verkauf von 400 Aktien 30 Prog. die Arbeiter diese die der Schloffer Louis Levinsohn und der Klempner Salomon verlieren. Dieser Verlust würde sich aber für sie um die Hälfte übelriochende Masse bearbeiten, Leist sen., der längere Zeit ohne Arbeit verringern, wenn die Aktien mit 15 Proz. Verlust an die Treber­Borsten sortieren und so den pestilenzartigen Geruch einatmen, Schmul beteiligt. Pfingsten solche bei den trodnungs- Gesellschaft selbst überwiesen würden, die dann die übrigen wobei schon manchem ganz übel geworden ist. Außerdem aber sind gewesen war, suchte etiva um die Arbeiter, die nun diese unsauberen Borsten über einen Stahl- Abbruchsarbeiten der alten Alexanderkaserne zu erhalten. Dort will 15 Broz. trüge. Sachverständiger Blaut erklärt eine Maßregel wie tamm( Hegel) ziehen müssen, gesundheitlich dadurch gefährdet, daß er von einem Arbeiter gehört haben, daß ein zu sieben Jahren die hier vorgeschlagene für völlig unzulässig, ihm scheine, daß die bei einer Verlegung an den scharfen Zähnen des Stahlfans, die Buchthaus verurteilter Verbrecher auf einem Erbbegräbnis in der Angeklagten, da sie zugestimmt hätten, von der Aktiengesetzgebung oft genug vorkommt, der den Borsten anhaftende faulende Schmutz Mitte des Jacobi- Kirchhofes eine Summe von 15 000 m. ver- recht wenig wußten.. in die Wunden eindringen und so Blutvergiftung hervorrufen borgen haben solle. Der Schatz sollte angeblich unter dem Kopfende tann. In den Arbeitsräumen, in denen die Prozedur vorgenommen wird, des mittelsten der dort aufgestellten drei Särge zu finden sein. Leist sen. herrscht eine so ungefunde, übelriechende Luft, namentlich des Abends, faßte sofort den Entschluß, den Schatz zu heben; er suchte zunächst seinen daß die Arbeiter von heftigem Kopfschmerz und Schwindel befallen Neffen für das Unternehmen zu gewinnen, diefer lehnte anfangs ab, werden, zumal in den Kleinbetrieben oft auch das Kochen und bis er sich schließlich doch überreden ließ. Leist jun. theilte dann Trocknen der Borsten und Roßhaare im Arbeitsraum vorgenommen seinem Freunde Schmul den Plan mit, diefer sagte ohne weiteres wird. Nun giebt es aber ein sehr einfaches und billiges chemisches seine Mitwirkung zu, hielt es aber für zweckmäßig, noch den An­Verfahren, durch das, ohne daß die Borsten erst dem geklagten Levinsohn als geübten Kunstschloffer mit heranzuziehen. Tehte Nachrichten und Depelthen. Fäulnisprozeß unterworfen oder irgendwie geschädigt werden, Nachdem die Lokalität gehörig ausgefundschaftet worden war, fie von den anhaftenden Hautstücken befreit werden können, wie gingen die vier Leichenräuber in der Nacht zum 1. Juli nach London , 11. Februar.( W. T. B.) Im Unterhause stellte Genosse Wurm in seinem Vortrage, den er am 17. November v. J. dem Jakobi- Kirchhof, fletterten über die Mauer und begaben ob Großbritannien durch seine in der Organisation der Bürsten- und Pinselmacher Berlins hielt, fich nach dem in der Mitte des Kirchhofes belegenen Wagnerschen Norman( liberal) die Frage, mitteilte. Das Reichs- Gesundheitsamt sollte doch diesem Erbbegräbnis. Hier versuchten Schmul und Levinsohn mit Nach- Botschafter jemals eine gemeinsame Note vorgeschlagen habe, in Fabritationszweige sein Augenmerk zuwenden, die etwa erforderlichen Schlüsseln, Dietrichen und Brecheisen den Eingang zum Erbbegräbnis welcher die Mächte erklären sollten, daß Europa eine bewaffnete Bersuche anstellen und veranlassen, daß das bisherige Fäulnis- au öffnen; es gelang ihnen jedoch nicht und sie mußten, nachdem Intervention der Vereinigten Staaten in Kuba nicht für gerecht. ein paar Dietriche zerbrochen waren, unverrichteter Sache wieder ab- fertigt erachte, und ob dieser Schritt infolge der Weigerung Deutsch­verfahren verboten wird. Unterstaats­Auch die Gewerbe- Aufsichtsbeamten sollten sich mehr, ziehen. Als am nächsten Morgen der Vorarbeiter auf dem Kirchhofe lands, sich dem anzuschließen, aufgegeben sei. als es bisher geschieht, um die Bürsten- und Pinselbranche kümmern. erschien, fand er am Eingange des Erbbegräbnisses die abgebrochenen fetretär Cranborne entgegnete, die Regierung habe niemals durch Namentlich hier in Berlin find mitunter ganz gesundheitswidrige Stücke der Dietriche vor, ebenso ein Licht Stümpfchen, und beeilte einen Botschafter oder auf andre Weise irgendwelche Erklärung Arbeitsräume vorhanden, so werden z. B. Kellerräume als sich, dem Juspektor Kiesewalter Anzeige zu erstatten. Dieser benach vorgeschlagen, welche sich gegen eine Atlion der Vereinigten Staaten Arbeitsstätten benutzt und in ihnen nicht nur die Borsten zugerichtet, richtigte die Polizei und der Kirchhof wurde mehrere Nächte hindurch in Kuba richtete. Die Regierung habe im Gegenteil es abgelehnt, sondern auch zum Einsetzen in die Pinsel und Bürsten gepicht, bewacht, ohne daß sich etwas Verdächtiges zeigte. Gerade in einer irgend einem dahingehenden Vorschlage zuzustimmen. so daß durch die Bechdämpfe eine erstickende Luft entsteht. Bei der Nacht, in welcher die Nachtwache nicht stattfand, gingen die An­zum zweitenmal daran, in das Erbbegräbnis Hausindustrie in dieser Branche herrschen ebenfalls sehr geklagten Kiel, 11. februar.( W. T. B.) Im Kaiser Wilhelm- Kanal einzubringen. inzwischen ein Schmul hatte sich inzwischen schlimme sanitäre Mißstände, zumal den Hausindustriellen das gewaltsam schlechteste, meist auch das gefärbte Material zur Bearbeitung ge- meterlanges Brecheisen besorgt, und mit diesem begaben sich die vier ist die Schiffahrt für hölzerne Schiffe des Eises wegen ge­geben wird. Kein Wunder, daß gerade unter diesen Haus industriellen Verbrecher in der Nacht zum 7. Juli abermals nach leberkletterung schlossen. der Kirchhofsmauer nach dem Wagnerschen Erbbegräbnis. Diesmal Geeftemünde, 11. Februar.( W. Z. B.) Der hier beheimatete die Schwindsucht zahlreiche Opfer holt! gelang es Schmul und Leist sen., die Thür zur Gruft aufzubrechen. Fischereidampfer ,, Union " ist von seiner legten Fangreise über­Während Leist jun., der nach seiner Behauptung das Gruseln" befällig; es wird kein Zweifel mehr gehegt, daß der Dampfer tommen hatte, draußen wartete, begaben sich die drei andren in die mit der ganzen zehn Mann starken Besatzung in der Nordsee unter­Aus der Frauenbewegung. Gruft hinein. Dort zündeten sie zunächst ein Stück Licht an, welches gegangen ist. fie an einem Belargonien- Topf befestigten, und machten sich dann an Der Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse den mittelsten der drei Särge, in welchem sie den Schatz vermuteten. hielt am 3. Februar seine Generalversammlung ab. Nachdem die Sie bemühten sich, den äußeren eichenen Sarg zu öffnen, Vorsitzende und Kassiererin ihre Berichte gegeben hatten, wurde ein und es glückte ihnen auch, den Deckel zu erbrechen. Da sich Köln , 11. Februar.( W. T. B.) Die Höhe des Rheines betrug Antrag, den Vorstand auf 3 Personen zu reducieren, angenommen. aber unter der äußeren eichenen Hülle im Innern noch ein starker heute vormittag 10 Uhr 5,80 Meter. Das Waffer ist also seit gestern Nach der Neuwahl des Vorstandes wurden noch einige Vereins- verlöteter Zintsarg befand, so vermochten sie auch diesmal um 37 Centimeter gestiegen. nichts auszurichten und mußten wiederum ohne Erfolg von dannen angelegenheiten erledigt. Tüffeldorf, 11. Februar.( W. Z. B.) In der vergangenen Nacht Am 9. Februar feierte der Verein sein 3. Stiftungsfest. Raum ziehen. Am nächsten Tage wurden die Spuren ihrer nächtlichen fonnte der Saal die Menge fassen, die sich zu demselben eingefunden Anwesenheit entdeckt und abermals vergebliche Anstrengungen wurden in dem Stadtteil Mörsenbroich zwei Schuhleute von hatte. Im Mittelpunkt des Programms stand die Festrede von gemacht, die Persönlichkeiten der Einbrecher zu ermitteln. Dies einer Anzahl Personen überfallen; ein Schuhmann erhielt einen August Bebel. Begeistert lauschten die Zuhörer den treffenden, höchst gelang schließlich dem Kriminalkommissar Wannowsli auf Grund schiveren Mefferstich, worauf er von dem Revolver Gebrauch interessanten Ausführungen, welche ein prägnantes Bild von der von Mitteilungen aus Vigilantenkreisen. Die vier Kirchhofsräuber machte und eine Person niederschoß. Dieselbe wurde schwer ver­Die wundet ins Krankenhaus geschafft. Entwicklung der Frauenbewegung gaben. Mit dem Wunsche, daß waren im gestrigen Termin im allgemeinen geständig. haben in verschiedenen Gruppierungen auch unser Verein zur Aufklärung der Frauen auf allen Gebieten übrigen Angeklagten haben Holzminden , 11. Februar. ( W. T. B.) Die Weser führt von Diebstählen ausgeführt, zu denen fie fich Hochwasser und hat weite Strecken Landes überschwemmt. der Kulturentwidlung beitragen möge, schloß unser Festredner seine eine Reihe vorher verabredet hatten. Als Hehler ist der Uhrmacher mit warmem Danke aufgenommene Rede. Da einige Angeklagte behaupten, starken Schneefälle laffen ein weiteres Steigen befürchten. Durch sehr sympathischen Gesaug erfreute Herr R. Bape mit Mori Broh angeklagt. Liedern von Hofmann, Schubert, Schumann, Jensen. Die Recitationen daß er ihnen wiederholt die gestohlenen Sachen abgekauft habe, ob des Herrn J. E. Porizky aus modernen Dichtern waren sehr gleich er gewußt, daß sie mittels strafbarer Handlung erlangt waren, wirkungsvoll und flangen stark aus in dem Bergpsalm von Richard so lautet bie Anflage gegen ihn auf gewerbs und gewohnheits­mäßige Hehlerei. Groh selbst bestreitet jede Schuld und behauptet, Dehmel. Heitere Geselligkeit und Tanz hielt unfre Mitglieder und Gäste daß er die Sachen auf ordnungsmäßige Legitimationen hin getauft und dem Werte entsprechend bezahlt habe. Er behauptet ferner, noch lange beisammen. Brüffel, 11. Februar.( W. T. B.) Ein Haufe von Manis geistig nicht normal zu sein, und auf Antrag der Rechtsanwalte Eine gewerkschaftliche Frauenversammlung, die Haupt- Leop. Meyer und Leonh. Friedmann sind deshalb die Gerichts- feftanten mit einem socialistischen Mitglied des Gemeinderats an sächlich von Toiletten- und Garderobenfrauen, von mit Reinigungs- ärzte Dr. Störmer und Puppe und die Aerzte Dr. Ehrlich der Spize durchbrach den Polizeicordon und begab sich nach dem Palast des Prinzen Albert, wo er unter den Rufen:" Es lebe das arbeiten beschäftigten Frauen, von Frühstücks- und Zeitungs- und Dr. Engel als Sachverständige geladen. Austrägerinnen usw. besucht war, tagte am Montag bei Graumann, Sämtlichen Angeklagten, soweit sie nicht freigesprochen wurden, allgemeine Stimmrecht" vorbeimarschierte. Als die socialistischen Deputierten das Kammergebäude ver Naunhustraße, um die Gründung einer alle Berufe umfassenden billigte der Gerichtshof mildernde Umstände zu. Wegen des Einbruchs An Stelle des auf dem Jacobi Kirchhof wurde Leist sen. zu 1 Jahr, ließen, wurden sie von den Manifestanten umringt und mit lanten gewerkschaftlichen Organisation vorzunehmen. verhinderten Genossen Kaliste hielt Genosse Groger einen mit eist jun. zu 9 Monaten Gefängnis unter Anrechnung von Zurufen begrüßt. Dann zog eine große Schaar derfelben vor die Beifall aufgenommenen Vortrag über die Notwendigkeit der gewerk 3 Monaten, Schmul wegen dieses Delikts zu 11 Monaten, Redaktion des socialistischen Blattes Le Peuple". Der socialistische schaftlichen Organisation für die Frauen und Mädchen Berlins , Levinsohn zu 1 Jahr Gefängnis verurteilt. Die letzteren Deputierte Van der Velde trat an ein Fenster und richtete folgende Worte noch an andren Diebstählen beteiligt und an die Menge: Wenn heute ein Tag der Aufregung ist, so wird binnen worin er die schändliche Ausbeutung geißelte, der die arbeitenden beiden waren Frauen, ganz besonders auch die in den Reinigungs- Instituten be die Gesamtstrafe gegen Schmul lautete auf 12 Jahre, gegen wenigen Tagen, wenn die Kammer sich darauf versteift, das all­fchäftigten, ausgefegt sind. Darauf verlas Fran Gubela das Levinsohn auf 2 Jahre 3 Monate Gefängnis unter Anrechnung gemeine Stimmrecht zu verweigern, Revolution fein!" Die Menge Von den übrigen Angeklagten wurde Dittmar brach in Beifallsrufe aus und wandte sich dann nach den inneren das mit von 3 Monaten. bon dent Frauenfomitee ausgearbeitete Statut, Boulevards. Ausnahme der damit verbundenen Geschäftsordnung, von der Ver- zu 4 Jahren Gefängnis verurteilt, sonst gingen die Strafen von Petersburg , 11. Februar.( 2. T. B.) Die Vorarbeiten für famr lung angenommen wurde. Die Geschäftsordnung soll später 1/2 Jahren bis zu 1 Tag Gefängnis herab. Der Angeklagte Gewert Broh wurde von der Anklage der Hehlerei freigesprochen, da das die Schwarzmeer- Eisenbahn werden in diesem Frühjahr Der Verein führt den Namen festgestellt werden. Frauenverein ichaftlicher sämtlicher Berufs gegen ihn vorliegende Belastungsmaterial zur Berurteilung feines begonnen, damit im Frühjahr 1903 die eigentlichen Arbeiten auf der südichen Strecke aufgenommen werden können. zweige Berlins und 11mgegend". Das Eintrittsgeld ist wegs ausreichte. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin . Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glode in Berlin . Druck und Verlag von Mar Babing in Berlin .

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Unterhaus.

Wilhelmshaven , 11. Februar. ( W. T. B.) Der Bostantvärter Ströger aus Gsens ist nach Unterschlagung von 24 000 m. feit vor­gestern flüchtig.

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Nürnberg , 11. Februar.( W. T. B.) Bei der Verhaftung des Maurers Gärtler, welcher gestern seine Geliebte durch Messerstiche verlegt hatte, wurde derselbe, nachdem er mehrere Schüsse auf die Schußleute abgegeben hatte, ohne zu treffen, durch einen Säbel­hieb über den Kopf schwer verwundet.

Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt.