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Nr. 230. 19. Jahrgang.

Teradi?

Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Foerstag, 2. Oktober 1902.

Gewerkschaftliches.

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Berlin und Umgegend

Die Grundfäße" der Kühnemanner.

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Bei der Firma 2. Grunauer u. Co., Maschinenfabrik und Eisengießerei, befinden sich seit acht Tagen die Former im Streik. Ueber die Berechtigung dieses Streits ist von vornherein schon kein Wort zu verlieren, wenn man mir einen flüchtigen Blick auf die Lohntüten und Lohnbücher der dortigen Arbeiter wirft. Da liest man: 7,14 M., 7,43 M., 7,82 M. usw. usw., bis man schließlich auch einmal den Betrag von 17 und 20 W, verzeichnet findet. Wohl gemerkt, das sind Wochenlöhne. Wie ein Arbeiter von einem der artigen Verdienst" eine Familie ernährent foll, das zu ergründen dürfte wohl ein ewiges Geheimnis der Firma Grunauer 1. Co.

bleiben.

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das Reisegeld fehlte. Von den Maurern arbeiten mehr als die von einem eignen Plane leiten lassen. Was sie leisteten, mußte Hälfte und von 1192 Bauarbeitern 633 zu den neuen Bedingungen. Darum notvendig Stückiverk bleiben. Hätten sie an den Ritual­

Die Wollfortierer der Mylaner Wollkämmerei Georgi u. Comp. mord geglaubt, so hätten sie ganz gewiß erdrückendes Beweis­haben am Montag die Arbeit eingestellt. Die Ursache ist die Ent- material gegen die Juden sammeln können, wie ja auch zur Zeit lassung eines Kollegen, die im Zusammenhang mit einer früheren der Herenprozesse für alle Herengläubigen der Beweis heim­Lohnbewegung stehen dürfte. Alle Bemühungen um Rücknahme der licher Buhlschaften mit dem Teufel unzähligemal erbracht Kündigung bezw. alle Einigungsversuche waren ergebnislos. Das worden ist. Offenbar glaubten aber die beiden Herren, durch die Gewerbegericht als Einigungsamt lehnte ein Eingreifen ab, da kein Verfolgung aller Gerüchte die Bevölkerung beruhigen zu Streitfall" im Sinne des§ 62 des Gewerbegerichts- Gesetzes vor­fönnen. Mit diesen angeblichen Beruhigungsversuchen haben sie liege. Zuzug von Sortierern ist deshalb fernzuhalten. viel schöne Zeit verloren, und dieser Zeitverlust ist dem Mörder offenbar sehr angenehm gewesen. Hatte er doch leichtsinnig genug gewirtschaftet; durch die Art, wie er den Leichnam behandelt hatte, durch Schnitte und Nähte, durch Hinterlassung von Packleinwand, Backpapier und Zeitungsfetzen verschiedener Sorten hatte er so weit­reichende Spuren seiner Persönlichkeit hinterlassen, daß gerade nur noch die Visitenkarte fehlte. Die allerdings hat man in der Synagoge nicht vergraben gefunden.

Schuhmacher werden ersucht, den Zuzug nach Sachsenhausen bei Frankfurt a. M. fernzuhalten, weil in der dortigen Fabrik von Joseph u. Adler Differenzen ausgebrochen sind.

Bei der Gewerbegerichtswahl in Schwiebus wurden sämtliche vom Gewerkschaftskartell aufgestellte Kandidaten gewählt. Gegnerische Kandidaten waren nicht aufgestellt.

Ausland.

die ewiting- es femeizerischen arbeiterferetariats, bei den dem Gewerkschaftsbunde gestellten Aufgaben ausspricht, und das Stomitee dieses Bundes beauftragt, Schritte nach dieser Nichtung hin zu thun. Ferner wurde beschlossen: Die Arbeiterstimme" von Neujahr ab als Wochenblatt erscheinen zu lassen. Das Bundeskomitee wurde beauftragt, Schritte zu thun, um in der Lebens- und Genuß­mittelbranche, eventuell auch in der Bekleidungsbranche, die so­

In Decazeville ist das Gros der streitenden Bergarbeiter in die Gruben zurückgekehrt. In den Werken dauert der Streit fort.

In Genna sind 3000 Schauerleute in den Streik getreten, weil die Unternehmer einen Stauer engagiert haben, der sich gegen ihre Drganisation öffentlicher Beleidigungen schuldig gemacht hatte.

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der Rächer seiner Familienehre in Haft und Banden Herrn Braun vor­geführt worden war, mußte er sich rasch davon überzeugen, daß er mit Unrecht bei einem Konizer Schlächtermeister römische Tugenden vermutet hatte. Zum Ueberffuß ergab sich ganz unzweifelhaft daß beide geschändete Töchter sich im vollsten Besize ihrer Jungfräulich­feit befunden hatten.

Herr Kriminalfommissar Braun verließ die Stätte seiner fom­missarischen Thätigkeit. Sein Geschäft war aus! Und abermals triumphierte das ritualmordgläubige Koniz.mir ou 3 Heute wird die Untersuchung der Untersuchung" weiter geführt werden.

Natürlich ist die Firma Mitglied des Verbandes Berliner Metall­industrieller und hat demgemäß auch nach der Pfeife des Herrn Der schweizerische Gewerkschaftsbund hat am 28. September in Dann aber kam der Kriminalinspektor Braun aus Berlin , Kommerzienrats Kühnemann zutizen weit dieser ja der Alten einen außerordentlichen Kongreß abgehalten, auf dem 23 Ver- und mit einem Schlage änderte sich das Bild. Herr Braun ist eigentliche Herr im Hause" seiner Verbandsmitglieder ist. Am bände durch 152 Delegierte vertreten waren. Es wurde eine Re- nämlich unzweifelhaft ein sehr begabter Mann; nur liegt seine Be­29. September erhielt die Firma nun von der Vertrauens- organisation beschlossen, die darin gipfelt, daß in Zukunft das Schwer gabung mehr auf dem Gebiete der kombinierenden Phantasie als kommission des Metallindustriellen Verbandes die Aufforderung, gewicht der Gewerkschaftsbewegung in die Verbände gelegt wird. die Lohnkommission der streikenden Former zu einer Ver- Bur Bestreitung der Verwaltungs- und Agitationskosten des Bundes auf dem der nüchternen Verwendung von Thatsachen. Ein jedes Handlung am 30. September, vormittags 91% Uhr, in der bekannten soll ein Monatsbeitrag von 10 Cts. für männliche, 5 Cts. für weibliche Ohr hing gestern an des Beisigers Munde, der Herrn Brauns schrift­Geschäftsstelle Gartenstr. 160 einzuladent, Untergeichnet war das Mitglieder erhoben werden. lichen Bericht über den Konizer Mord vortrug. Es ist ein spannender Schriftstück von den Kommerzienräten Frib ühnemann und Die Verbände und Vereine, welche fernerhin vom Gewerkschafts- Kriminalroman. Mit packender Anschaulichkeit wird hier erzählt, 2. Kehling und dem Direktor D. Kuauß. Die Lohnkommission bunde bei Streifs Unterstützung haben wollen, haben 20 Cts. pro wie ein geheimnisvolles Verbrechen entdeckt ward, und alle Spuren der Former leistete der Einladung, die ihr von Herrn Grauert über- Mitglied und Monat mehr zu entrichten. Die Streifunterstützung fehlten, bis der Kriminalkommissar Braun aus Berlin kam und mittelt wurde, bereitwilligst Folge, natürlich in der stillschweigenden soll in bisheriger Höhe gewährt werden: 2 Fr. pro Tag für die ver den Schuldigen mit unfehlbarer Sicherheit der Gerechtigkeit über­Voraussetzung, daß zu den Verhandlungen auch ein Vorstands heirateten Mitglieder und für jedes Stind 20 Ets. Zuschlag, für die lieferte. Nur in einer Kleinigkeit stimmt der Kriminalroman von mitglied der Ortsverwaltung des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes ledigen Mitglieder 1,50 Fr.; verheiratete weibliche Mitglieder er­binzugezogen würde. Doch hierin hatte sie sich getäuscht. Es spielte halten 1,20 Fr. und 20 Cts. für jedes Kind, ledige Mitglieder 1 Fr. Braun mit der Wirklichkeit nicht überein nämlich was die Person fich hier wieder genau derselbe Vorfall ab, wie feiner Zeit auf den Gemaßregelte erhalten nach Prüfung der Sachlage durch das Bundes- des Schuldigen betrifft. Der Schlächtermeister Hoffmann sollte Niles- Werken. fomitee eine angemessene Unterstügung, im Minimum so viel, als an Ernst Winter die Schändung seiner Tochter blutig gerächt und Bei Beginn der Verhandlung betonte Here Kühnemann sein die Streifunterſtügung beträgt. zur Erbitterung umfomehr Anlaß gehabt haben, als ihm schon zuvor Wohlwollen für die Arbeiter und forderte dann die Kommission auf, Der Kongreß nahm eine Resolution an, welche sich für mit einer Tochter gleiches Unglück widerfahren wäre. Nachdem aber wies in höflichen Worten darauf hin, daß, wenn die Bertrauens Tommission der Metallindustriellen der Verhandlung zwischen Chef und Arbeitern beiwohnen und dieselbe sogar völlig leiten wolle, es doch nicht mehr wie recht und billig sei, auch die Anwesenheit und Mitberatung eines Vertreters des Metallarbeiter Verbandes zu gestatten; letzterer könne in fünf Minuten zur Stelle sein. Herr Seyling versuchte man, den Formern diesen Wunsch auszureden. Man könne sich nicht darauf einlassen, mit berufsmäßigen genannte Ertenmmgsmarte einzuführen. Hezern(!) zu verhandeln, mit Leuten, die es als ihr Gewerbe(!) betrachten, 2wietracts wischen Arbeit geber und Arbeitnehmer zufäen; das verstoße gegen Die Grundfäße der Arbeitgeber.lebrigens jei die Vertrauenskommission nicht als offizielle Störperschaft des Arbeit geber- Verbandes, sondern nur als Berater des Heryn Grunauer an­Stadtratswahl. Der Ausschuß der Stadtverordneten- Versamm wesend. Jetzt wurde die Formerkommission denn doch etwas deut­Tung zur Vorberatung für die Wahlen der unbefoldeten Stadtrats­licher. Sie legte Herrn Seyling flar, in welche groben Wider­Vom amerikanischen Kohlenarbeiterstreik wird berichtet, daß die sprüche er sich mit seiner einseitigen Haltung verwidele und forderte Streifenden nach wie vor an ihren Forderungen festhalten, da die ftellen, hat gestern abend beschlossen, der Versammlung für die dann kategorisch die Zulassung ihres Verbandsvertreters, widrigen bisher gezahlten Löhne zu einem menschenwürdigen Unterhalt nicht Stelle des zum besoldeten Stadtrat gewählten Herrn Dr. Münster­falls sie auf die Weiterführung der Verhandlung überhaupt verzichte. ausreichen. Die Streifenden verlangen die Einfegung eines Schiedsberg den Regierungsrat und Bankdirektor a. D. Hierauf meinte Herr Sühnemann, es sei doch bedanerlich, daß die gerichts und versichern, daß sie aushalten würden bis zum äußersten. Magnus vorzuschlagen. Arbeiter den Agitatoren so anhängen und nachliefen; die Former Der Vertreter des Kohlentrusts bezeichnet die Forderungen eines Die Verhandlungen über die Besetzung der durch den Tod des tönnten ja auch mit Herrn Grunauer allein verhandeln, fie Schiedsgerichts als unamnehmbar und meint, der Streit könne mur Stadtrath Mamrot freigewordenen Stelle im Magistrat sind auf zwei ( die Vertrauenskommission) werde dann uur zuhören. Prompt durch bedingungslose Wiederaufnahme der Arbeit beendet werden. In Wochen vertagt, um über die vorgeschlagenen Kandidaten Er­wurde ihm darauf erwidert, daß dann mit denselben Rechte auch folge des langwierigen Streils herrscht großer Kohlenmangel. In fundigungen einzuziehen. der Vertreter des Metallarbeiter- Verbandes zuhören könne. So weiten Boltstreijen macht sich lebhafte Erbitterung gegen die schroffe zogen sich die gegenzeitigen Erörterungen etwa 4 Stunden lang Haltung des Trusts bemerkbar. Dieser Stimmung haben sogar Zum Apothekenboykott. Einigungsverhandlungen zwischen Central­hin. Die Kühnemänner beharrten bei ihren Grundsäßen" und die schon verschiedene Stanzelredner in scharfen Worten Ausdruck gegeben. fommiffion der Krankenkassen Berlins und den Vertretern der ver­Former natürlich auch. Das Ende vom Liede war, daß die Ver- Auch die konservative Preſſe tritt für Einsetzung eines Schiedsgerichts einigten Apothekenbesizer haben am Mittwoch stattgefunden. In Handlung resultat los verlief; mau trennte, sich ohne die eigent ein. Angesichts der festen Haltung auf beiden Seiten ist ein Ende der Diskussion handelte es sich in erster Linie um die des Streits noch gar nicht abzusehen. gehaltene Wassenversammlung beschloß die Einberufung einer war wohl auch der wesentlichste, an den die letzten Einigungs­Weitere Meldungen besagen: Eine am Montag in Detroit ab- Droguisten und die gelben Rezeptformulare. Dieser Punkt National- Konvention auf den 9. Oktober, die darüber beraten soll, verhandlungen im Januar d. J. gescheitert sind. Diese Rezeptformulare Kartonarbeiter und Arbeiterinnen. Die bereits gestern mit welche Mittel geeignet sind, um die Beilegung des pennsylvanischen sind für die freigegebenen Heilmittel bestimmt und enthalten die geteilten Differenzen bei der Firma M. Beck: Adalbertstr. 59, haben Kohlenstreits zu erzwingen. Auch die Stadtverwaltung von Boston Ueberschrift: Diese Verordnung gilt nur für Droguengeschäfte und wird zur Abeitsniederlung der dort beschäftigten Kollegen geführt. hat Schritte für die Einberufung einer solchen Konvention gethan. Bei dieser Firma herrscht der llebelſtand, daß während einer Der Anthracittohlen- Vorrat in New York beträgt gegenwärtig un- Apotheken nicht honoriert." Von den Apothekern wurde num gewünſcht, geraumen Zeit im Jahre nach Feierabend gearbeitet werden muß, um die gefähr 2500 Tommen, was weniger ist, als bei faltem Wetter mit- daß diese Ueberschrift beseitigt oder mindestens dahin abgeändert noch einlaufenden Aufträge( Postkartons) fertig zu stellen. Für die Nach unter der Verbrauch an einem Tage beträgt. Die normale Höhe des wird, daß den Kassemmitgliedern die Wahl zwischen Apotheken feierabend- Arbeit wurde ein Zuschlag zu den Accordlöhnen gezahlt. Als Kohlenvorrats in New York würde für diese Jahreszeit 150 000 Tonnen und Droguengeschäften überlassen bleibt. Demgegenüber wurde von jedoch ein neuer Wertführer eingestellt wurde, sollte dieser Zuschig nicht betragen. Der höchste Preis für Anthracittohle ist infolge dessen der Centralfommission erklärt, daß für sie eine derartige Bedingung mehr gezahlt werden. Die Stollegen protestierten gegen den bzug bereits über 21 Dollar gestiegen. Eine Anzahl Fabriken haben unannehmbar ist. Man könne den Stassen unmöglich zumuten, die und erhielten zur Antwort:" Wem's nicht pazt, kann gehen". Der Wegen Mangels an Hartkohle das Gesetz übertreten, welches die Droguisten jetzt fallen zu lassen, nachdem sie die Kassen während Vertrauensmann wurde mit dem Bemerken entlassen, daß der Firmen Verwendung weicher Kohle in Fabritbetrieben verbietet, um überhaupt der langen Dauer des Kampfes unterstützt haben. inhaber M. Beck sein eigner Vertrauensmann sei und andre nicht ihren Betrieb aufrecht erhalten zu können. Weichkohle wird in den dulde. Die Kollegen werden hieraus ersehen, daß die Zustände so ärmeren Stadtteilen auf der Ostseite mit über einem Benny per nicht weiter gehen können und werden deanzufolge den Zuzug fern find zu einer Beratung der Frage zusammengetreten, ob der Brot­nicht weiter gehen können und werden demzufolge den Zuzug fern Pfund verkauft. Die Großbäcker, die für den Wiederverkauf arbeiten, halten. preis zu erhöhen wäre.

lichen Differenzpunkte auch nur berührt zu habensed

Und das haben mit ihren Grundsägen die Kühnemänner

gethan.

Deutscher Buchbinder- Verband. Ortsverwaltung Berlin . Die Rolltutscher Berlins nahmen in einer Versammlung am Dienstag Stellung zu dem Streit der deutscher und Begleiter vom Anhalter Bahnhof . Sie erklärten sich mit den Streifenden in jeder

Lokales.

Lefer!

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Nach längerer Debatte unterbreiteten die Apotheker den Vorschlag, Droguengeschäfte" bestehen bleibt und der zweite Satz und daß der erste Satz der Ueberschrift Diese Verordnung gilt nur für wird Apotheken nicht honoriert" gestrichen werden soll. Außerdem wurde von den Apothekern ein Rezeptur- Rabatt von 12 Prozent in Vorschlag gebracht und die Handverkaufstare soll nach der Fröhlichschen Handverkaufsliste geregelt werden. Die Central­Kommission machte darauf aufmerksam und die Apotheker erklärten fich damit einverstanden, daß, wenn der zweite Saz auf dem gelben Formutlar gestrichen und derartige Verordnungen auch Apotheken

Hinsicht ſolidarisch, namentlich wurde den Ausſtändigen moralische Al nufre Genoffen and Lefer! und petuniäre Unterstützung zugesichert. Für den Fall, daß versucht Ein Teil unsrer Abonnenten hat die gestrige Nummer verspätet werden sollte, die Güter, welche jezt vom Anhalter Bahnhofe infolge des Streits nicht abgefahren werden, nach andren Bahnhöfen zu erhalten und für einen andren Teil mußte infolge einer Betriebs- Honoriert werden, dann aber bestimmte Abmachungen zu treffen dirigieren und sie von dort abfahren zu lassent, verpflichten sich die störung an unsrer Maschine die Unterhaltungs- Beilage in Wegfall sind, die verhindern sollen, daß den Droguisten auf irgend eine gesamten Rolltutscher Berlins zu weiteren dementsprechenden Maß tommen. Wir liefern heute sämtlichen Abonnenten die gestrige Weise die zugestandene Kassenlieferung im größeren Maßstabe ent­nahmen. Unterhaltungsbeilage nach und bitten unfre Genossen und Leser, die zogen wird. Zu den Forderungen der Bauglaser nahm am Montag eine gestrige Verzögerung in der Zustellung mit den Schwierigkeiten ent­Versammlung des Verbandes der Glasereien Stellung. Man hatte fchuldigen zu wollen, welchen Neu- Einrichtung und Umzug eines so

Verlag und Expedition des Vorwärts".

Wie in Konis untersucht wurde."

Diese Vorschläge sollen nunmehr den beiderseitigen Mandats geschloffen, daß es dieses Mal zu einer Einigung kommt. Aus der Diskussion ging deutlich hervor, daß sich die Apotheker nach dem Frieden, den sie bei einigen Entgegenkommen schon längst haben konnten, sehnen, und daß auch jetzt noch auf feiten der Centralfommiffion, trotzdem sich die Situation be­

gebern zur Entscheidung unterbreitet werden. Es iſt nicht aus­

sich zu dieser Gelegenheit den aus dem Klempnerstreit bekannten Herrn Nasse kommen lassen, der den Glafermeistern den Rücken großen Zeitungsgeschäftes begegnen. stärkte durch die Erklärung, daß der Verband der Baugeschäfte Berlins im Falle eines Kampfes den Glasermeistern behilflich sein werde. Die durch diese Zusicherung ermutigten Albeitgeber lehnten denn auch fast alle Forderungen der Arbeiter ab. Statt des ge= In Kouisz hatte sich eine gelehrte Frau, die sich auf allerhand ständig und namentlich in letzter Zeit für die Kaffen günstiger ge­forderten Stundenlohnes von 56 Pf. wollen die Meister Kelaffen geheimnisvolle Künste versteht, mit des abgeschiedenen Ernst Winter staltet hat, Neigung zur Einigung vorhanden ist. Es handelt sich Löhne, 45, 50, 56 Pf. zahlen; auch sind sie bereit, die Zuſchläge für leberstunden und auswärtige Arbeiten zu bewilligen, An dem Arbeits- unsterblicher Seele in Verbindung gesetzt und von ihr erfahren, daß jezt nur noch darum, ob sich die Kassen mit der verlangten Kon­leberstunden und auswärtige Arbeiten zu bewillige. An dem Arbeits- fünfundvierzig Juden ihre irdische Hülle ermordet hätten. Die Be- zeffion auf die gelben Rezeptformulare einverstanden und sich mit nachiveis der Innung soll unbedingt festgehalten iverden. hörde hat diese Nachricht mit Interesse entgegengenommen. Es den 12% Proz. statt der geforderten 20 Proz. Rezepturrabatt zu­Die Einigungsverhandlungen zwischen den hiesigen wurde auch allerlei gemunkelt, daß die Synagoge fürchterliche Keller frieden erklären. Lederarbeitern( Weißgerber, Farber) und Fabri- und versteckte Fallthüren befize. is) Die Behörde tam, grub, flopfte lanten vor dem Einigungsamte des Gewerbegerichts Berlin ist eine der, an Brücken reichsten Städte der Welt. find gestern nach fast achtstündiger Verhandlung gescheitert. Die und erklärte, bei ihrer peinlich gewissenhaften Untersuchung nichts Vertreter der Fabrikanten machten so minimale Bugeständnisse, daß Verdächtiges gefunden zu haben. Schließlich erklärte sich die öffentliche Nur Venedig hat eine geringe Zahl von Brüden mehr als Berlin , sich die Kommission der Lederarbeiter zur Ablehnung des vom Meinung von Koniz dafür, daß der Kopf des Ermordeten mit andern dafür sind aber die Berliner Brücken größer und mommentaler als Schädeln unter dem Altar vergraben sein müsse. Die Behörde aber hat es deutend, besonders dadurch, daß in den meisten Fällen außer den die in Venedig . Die Kosten der Berliner Brücken sind sehr be­Gericht gestellten Vergleichsvorschlages geomigen fah. verabjäumt, nach dieser Richtung Nachforschungen anzustellen, und reinen Baukosten noch große Summen für Land und Wasser Deutsches Reich . jetzt In der Hannoverschen Brotfabrit haben fältliche Bäcker die je war es der öffentlichen Meinung ilar, daß die ganze Inter- flächen- Erwerb, für Anrampingen und Entschädigungen an In der Hannoverschen Brotfabrik haben fäurkliche Bäcker die fuchung nur eine Komödie sei, und daß nichts herauskommen die Anlieger gezahlt werden mußten. So betrugen z. B. die Kosten für den Bau der Roßstraßen- Brüde mur 300 000 m., die für den Bäder hatten bisher eine Arbeitszeit von 12 Sunden ohne Mittags- follte... Das ritualmordgläubige Konig triumphierte. aber 815 757 M. Der Umbau der Alsen­Wer gestern in Gerichtssaale den Aussagen jener Beamten, die Landerwerb pause und einen Wochenlohn von 18 bis 21 m. Gie fordern jetzt verursachte 407 944 Mark. Kosten. Die Mödern eine einstündige Mittagspause und 24 Der Direktor die Untersuchung geführt haben, mit einiger Aufmerksamkeit folgte, brüde brücke verschlang 276 000 M. und die Potsdamerstraßen­lehnte diese Forderung ab; darauf erfolgte die Arbeitsuiederlegung der mußte sich allerdings darüber klar werden, daß in Konig nur Bride jogar 858 000 M., während die Oberbaun- Brücke rund Zur Lohnbewegung im Hamburger Sengewerbe. Zur Zeit find fchiver etwas hätte herausfommen" fönnen. Der Bürgermeister 2 Millionen Mark Bautosten verursachte. Für die Lessing- Brücke und der Berliner Kriminalkommissar Wehn, wurden feiner Zeit 300 000 W. bewilligt, für die Brüde im Zuge 88 Bauten von 22 Unternehmern, die nicht bewilligt haben, gesperrt. Deditins leiteten, leiteten, haben sich der Straße Siegmundshof 400 000 22. Die Brücke über den Land­Von den öftreichischen Arbeitswilligen fund bis jeut infolge des die anfangs die Nachforschungen fürzlich mitgeteilten Bersammlungsbeschlifies. 100, want abgereist. obwohl sie van die Möglichkeit eines Ritualmordes kaum wehr- Kanal im Zuge der Grünauerstraße kostet rund 190 000 W. Lluch die meisten der übrigen wären längst fort, venn ihnen nicht glauben dürften mehr von der Koniger Boltsstimme als Hierzu kommen dann in der Regel die mit dem Bau von Brücken

Die

M.